Hintergrund der Erfindung
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Wiedergabegerät mit
Kopfhörer und genauer auf ein Wiedergabegerät mit Kopfhörer zur Lokalisation einer
Tondarstellung bei einer Position, die vom Kopf eines Hörers entfernt ist.
Eine gewöhnliches Wiedergabegerät mit Kopfhörer zur Verarbeitung von
Tonsignalen, um eine Tondarstellung bei einer Position entfernt vom Kopf eines Hörers
zu lokalisieren, wird im folgenden mit Bezugnahme auf die beiliegenden Zeichnungen
dargestellt werden.
1 ist eine Ansicht, die die Übertragungsmerkmale
von einem Lautsprecher sowohl zu dem rechten als auch dem linken Ohr eines Hörers
zeigt, die erhalten werden können, wenn Tonsignale durch einen Lautsprecher wiedergegeben
werden. Außerdem ist 2 ein Blockdiagramm, das ein bekanntes
Wiedergabegerät mit Kopfhörer zeigt und 3 ist ein Blockdiagramm,
das einen digitalen Filter (einen Faltungsrechner) vom Typ FIR (des begrenzten Ansprechens
auf einen Impuls) zeigt.
Wie in 1 gezeigt kann der Ton, der von
dem Lautsprecher 40 zu dem Hörer 41 übertragen wird, durch zwei
unterschiedliche Übertragungsfunktionen hl(n) (von dem Lautsprecher 40
zu einem linken Ohr 41L) bzw. hr(n) (von dem Lautsprecher 40 zu
einem rechten Ohr 41R) dargestellt werden, wenn der Ton, der durch einen
Lautsprecher 40 wiedergegeben wird, der sich bei einer Position befindet,
von einem Hörer gehört wird. In dem Wiedergabegerät mit Kopfhörer werden diese zwei
Übertragungsfunktionen hl(n) und hr(n) außerdem wie in 2
gezeigt aus Eingabesignalen x(n) synthetisiert, die über einen Eingabeanschluß
51 eingegeben werden. Eine Tondarstellung, die bei dem Lautsprecher
40 lokalisiert ist, wird so über einen Kopfhörer 52 auf eine Wiedergabeart
mit einem Pseudolautsprecher wiedergegeben.
In der oben beschriebenen Synthese der zwei Übertragungsfunktionen
hl(n) und hr(n) werden die Impulsantworten (d. h. die Übertragungsfunktionen) von
sowohl dem linken als auch dem rechten Ohr, die unter Verwendung einer Kopfattrappe
oder eines Hörers gemessen werden, verwendet, und die gemessenen Impulsantworten
werden durch Faltung aus den Eingangssignalen unter Verwendung einer Signalverarbeitungseinheit
(z. B. einer digitalen Signalverarbeitungseinheit) berechnet.
Genauer werden die Eingabesignale, die über einen Eingabeanschluß
51 eingegeben werden, in Signale auf dem linken Kanal und Signale auf dem
rechten Kanal unterteilt. Die unterteilten Signale werden dann in einen linken Faltungsrechner
53L und einen rechten Faltungsrechner 53R getrennt für die Faltungsrechnungen
eingegeben. Daraufhin werden die Signale, die von den zwei Faltungsrechnern
53L und 53R ausgegeben werden, zu einem linken Kanal
52L und einem rechten Kanal 52R eines Kopfhörers 52 getrennt
übertragen.
Die Faltungsrechnungen können hierbei wie folgt ausgedrückt werden:
yl(n) = x(n)*hl(n)
yr(n) = x(n)*hr(n)
wobei
x(n): diskrete Signalfolge der Eingangssignale,
hl(n): Impulsantwort vom Lautsprecher zum linken Ohr,
hr(n): Impulsantwort vom Lautsprecher zum rechten Ohr,
yl(n): vom Kopfhörer wiedergegebene Signalfolge auf dem linken Kanal,
yr(n): vom Kopfhörer wiedergegebene Signalfolge auf dem rechten Kanal.
Um die Faltungsrechnungen der Impulsantworten (d. h. Übertragungsfunktionen)
auszuführen, muß jeder der zwei Rechner 53L und 53R als digitaler
FIR-Vielpunktfilter 60 wie in 3 gezeigt aufgebaut
sein. Der digitale FIR-Vielpunktfilter 60 umfaßt Verzögerungseinrichtungen
61 für einen einzigen Abtastwert, Multiplizierer 62, um jeweils
die Faltung der Impulsantwort auszuführen (h(0) bis h(N) bezeichnen
einen Multiplikationswert) und Addierer 63, die jeweils die Ausgangssignale
der Multiplizierer 62 addieren.
Das bekannte Wiedergabegerät mit Kopfhörer, das wie oben beschrieben
aufgebaut ist, hat die folgenden Nachteile. Wenn die Impulsantworten (Übertragungsfunktionen)
gefaltet werden, wobei die digitalen Eingangssignale mit der Abtastfrequenz 44100
Hz beispielsweise abgetastet werden, ist es notwendig, die Verzögerungen, Multiplikationen
und Additionen so oft wie 44100 Mal zu wiederholen, um die Impulsantworten für die
Eingangssignale für nur eine Sekunde zu falten.
Wenn es erforderlich ist, Nachhallmerkmale unter Berücksichtigung
der reflektierten Töne in einem Raum wiederzugeben, muß zusätzlich die Anzahl der
digitalen Filter 60 vom Typ FIR weiter vergrößert werden, da sich die Zeitdauern
der Übertragungsfunktionen verlängern.
Somit besteht ein Problem darin, daß der Umfang der Hardware, die
für die digitale Signalverarbeitungseinheit verwendet wird, voluminös ist, mit dem
Ergebnis, daß die Verwirklichung der Tonwiedergabe für einen Pseudolautsprecher
durch einen Kopfhörer bisher schwierig war.
Die Japanische Veröffentlichung JP 58198999A offenbart ein Gerät zur
Erzeugung einer Tondarstellung, indem es ermöglicht, daß ein Multiplizierer das
Ausgangssignal eines Korrelators zum Zusammenstellen von zwei Signalen auf dem linken
und dem rechten Kanal und das Ausgangssignal eines Differenzsignalgenerators zu
multiplizieren und die Doppelfrequenz eines Kammfilters auf Grundlage des Multiplikationsergebnisses
zu verändern.
Die Britische Patentveröffentlichung GB-A-2220818 offenbart ein System
zur Erzeugung eines Stereotons über Kopfhörer. Das System umfaßt Filter und Addierer,
die einen quer verbundenen Aufbau haben, um den Stereoton zu erzeugen.
Ähnlich schafft die Französische Patentschrift FR-A-2296340 eine Schaltung
zur Erzeugung eines Stereotons über Kopfhörer mit einem quer verbundenen Aufbau
zwischen der Verzögerungseinrichtung und den Filtern.
Die Japanische Veröffentlichung JP 02219400A beschreibt eine Schaltung,
die mehrere Verzögerungseinrichtungen zur Verzögerung des Audioeingangssignals und
mehrere Filter zur Berichtigung der Frequenzmerkmale des Audioeingangssignals aufweist.
Des weiteren offenbart die Japanische Offenlegungsschrift Nr. 3(1991)-250899
ein Wiedergaberät mit Kopfhörer, das die Tondarstellungslokalisation außerhalb des
Kopfes mit Hilfe eines einfachen Aufbaus ermöglicht. In diesem Gerät werden reflektierte
Töne, die unterschiedliche Verzögerungszeiten haben, und unterschiedliche Signalniveaus
auf Grundlage der Eingangssignale für ein Ohr gebildet. Linke und rechte Nebensprechsignale
werden dann auf Grundlage der Signale gebildet, die durch das Addieren der reflektierten
Töne zu den Eingangssignalen erhalten werden. Die reflektierten Töne und die gebildeten
Nebensprechsignale werden beide zu den Eingangssignalen addiert. Und die addierten
Signale werden unabhängig von der linken und der rechten Seite eines Kopfhörers
wiedergegeben.
Genauer hat dieses bekannte Wiedergabegerät mit Kopfhörer zwei Systeme
zur Bildung von reflektierten Tönen für das rechte und das linke Ohr, die jeweils
Verzögerungen und Multiplizierer aufweisen. Jeweils zwei linke reflektierte Töne
(reflektierte Töne für das linke Ohr und reflektierte Töne für das recht Ohr) zu
den Eingangssignalen. Außerdem werden die rechten Nebensprechsignale jeweils auf
Grundlage der linken Signale gebildet, die einen rechten Filter durchlaufen, und
die linken Nebensprechsignale werden jeweils auf Grundlage der rechten Signale gebildet,
die einen linken Filter durchlaufen haben. Außerdem werden die gebildeten reflektierten
Töne und die gebildeten Nebensprechsignale beide zu den Eingangssignalen getrennt
auf der linken und der rechten Seite addiert. Die zwei addierten Signale können
somit unabhängig auf der linken und der rechten Seite eines Kopfhörer wiedergegeben
werden.
Zusätzlich offenbart die Japanische Offenlegungsschrift ein weiteres
Wiedergabegerät mit Kopfhörer, das ein einziges System zur Bildung von reflektierten
Tönen aufweist. In diesem Fall werden die Signale, die durch Addieren der reflektierten
Töne zu den Eingangssignalen erhalten werden, in zwei Signale von dem einzigen System
zur Bildung reflektierter Töne unterteilt. Mit anderen Worten werden die gleichen
reflektierten Töne sowohl für das linke als auch das rechte Ohr verwendet. Außerdem
werden die linken und rechten Nebensprechsignale auf Grundlage der Signale gebildet,
die durch Addieren der reflektierten Töne zu den Eingangssignalen durch zwei unterschiedliche
linke und rechte Filter erhalten werden. Außerdem werden die gebildeten reflektierten
Töne und die gebildeten Nebensprechsignale beide zu den Eingangssignalen getrennt
auf den linken und den rechten Seiten addiert. Die zwei addierten Signale können
somit unabhängig auf der linken und der rechten Seite eines Kopfhörers wiedergegeben
werden.
Mit anderen Worten werden in dem bekannten Wiedergabegerät mit Kopfhörer
für den Fall des linken Ohrs beispielsweise zuerst Eingangssignale gebildet, zu
denen die linken reflektieren Töne addiert werden. Die linken Nebensprechsignale
werden dann auf Grundlage der Eingangssignale gebildet, zu denen die linken reflektierten
Töne addiert werden. Die Eingangssignale, zu denen die linken reflektierten Töne
addiert werden, und die linken Nebensprechsignale werden zu den Eingangssignalen
für ein Ohr vor der Wiedergabe addiert.
In diesem bekannten Aufbau eines Wiedergabegeräts mit Kopfhörer wie
oben beschrieben wird der Richtungseindruck (Übertagungsmerkmale) jedoch nicht synthetisiert,
da mehrere reflektierte Töne gebildet werden, indem nur die Verzögerungszeiten geändert
werden und die Signalniveaus der Eingangssignale geändert werden. Mit anderen Worten
werden die reflektierten Töne zu den Eingangssignalen hinzugefügt, wie sie sind,
ohne einen definitiven Richtungseindruck sowohl für das linke als auch das rechte
Ohr des Hörers zu schaffen. Zusätzlich werden die Nebensprechsignale, die auf Grundlage
der reflektierten Töne gebildet werden, getrennt auf der linken und der rechten
Seite auf Grundlage der gleichen Signale gebildet, zu denen die reflektierten Töne
addiert werden. Mit anderen Worten werden keine Nebensprechsignale
für jeden der reflektierten Töne jeweils gebildet.
Obwohl der Ton etwas ausgeweitet werden kann, wird jeder der reflektierten
Töne für jeden reflektierten Ton im Ergebnis in dem bekannten Wiedergabegerät mit
Kopfhörer nicht verarbeitet. Es ist somit unmöglich, einen klaren Richtungseindruck
zu einer Tonquelle zu erhalten. Mit anderen Worten besteht ein Problem darin, daß
ein Tonfeld erzeugt wird, das sich von einem tatsächlichen Raum unterscheidet, mit
dem Ergebnis, daß eine realistische Tondarstellungslokalisation außerhalb des Kopfes
nicht erreicht werden kann.
Außerdem besteht ein Problem für den Fall, daß die Phasensteuerung
so ausgeführt wird, daß die Korrelation zwischen dem linken und dem rechten Signal
verhindert werden kann, um eine Tondarstellung außerhalb des Kopfs eines Hörers
zu lokalisieren. Da die Tondarstellungslokalisation nicht definitiv ausgeführt werden
kann, besteht ein Problem darin, daß der Richtungseindruck einer Tonquelle auch
nicht klar ist.
Wann immer der Hörer seinen Kopf bewegt, ist der Toneindruck für das
bekannte Wiedergabegerät mit Kopfhörer zusätzlich nicht natürlich, da die Lokalisationsposition
der Tonquelle auch bewegt wird. Dies führt dazu, daß der Tonwiedergabe mit Kopfhörer
ein tatsächlicher Eindruck fehlt.
Zusammenfassung der Erfindung
Angesichts dieser Probleme ist es deshalb die Aufgabe der vorliegenden
Erfindung, eine Wiedergabegerät mit Kopfhörer zu schaffen, das eine Tondarstellung
außerhalb des Kopfs eines Hörers lokalisieren kann, indem sie den Richtungseindruck
(Übertragungsmerkmale) einer Tonquelle trotz der Hardware mit geringer Größe synthetisiert.
Um das oben genannten Ziel zu erreichen, schafft die vorliegende Erfindung
eine Vorrichtung zur Erzeugung eines virtuellen Tons, so daß ein Hörer den Eindruck
hat, daß ein Ton von einer virtuellen Tonquelle kommt, die in der Einbildung des
Hörers in einem Raum entfernt von dem Hörer vorhanden ist, wobei die Vorrichtung
aufweist: eine Verzögerungseinrichtung zur Verzögerung eines Audio-Eingangssignals
auf einem ersten Kanal und eines Audio-Eingangssignals auf einem zweiten Kanal um
vorbestimmte Verzögerungszeiten; eine erste Änderungseinrichtung zur Änderung der
Frequenzmerkmale der Audio-Eingangssignale auf dem ersten und auf dem zweiten Kanal
zu vorbestimmten Frequenzeigenschaften; eine zweite Änderungseinrichtung zur Änderung
der Tonniveaus der Audio-Eingangsignale auf dem ersten und auf dem zweiten Kanal
zu vorbestimmten Tonniveaus, wobei die Verzögerungseinrichtung und die erste und
die zweite Änderungseinrichtung miteinander in Reihe verbunden sind; und eine Wiedergabeeinrichtung
zur Wiedergabe der Eingangssignale auf dem ersten und dem zweiten Kanal, die durch
die Verzögerungseinrichtung und die erste und die zweite Änderungseinrichtung verarbeitet
wurden, als Ton, der von der virtuellen Tonquelle kommt.
Die erste Änderungseinrichtung kann einen Tiefpaßfilter einschließen.
Die vorliegende Erfindung kann außerdem aufweisen: eine zweite Verzögerungseinrichtung
zur Verzögerung eines Eingangssignals auf dem ersten Kanal und eines Eingangssignals
auf dem zweiten Kanal um vorbestimmte Verzögerungszeiten, wobei beide von dem Audio-Eingangssignal
getrennt sind, zur Änderung der Frequenzmerkmale der Eingangssinnale auf dem ersten
und dem zweiten Kanal zu vorbestimmten Frequenzmerkmalen, und zur Änderung der Tonniveaus
der Eingangsignale auf dem ersten und dem zweiten Kanal zu vorbestimmten Tonniveaus;
eine mehrstufige Verzögerungseinrichtung zur Verzögerung eines weiteren Signals,
das von dem Audio-Eingangssignal durch mehrere vorbestimmte Verzögerungszeiten getrennt
ist, um mehrstufige verzögerte Signale auszugeben; eine Verarbeitungseinrichtung
zur Verzögerung mehrerer Eingangssignale auf einem dritten Kanal und mehrerer Eingangssignale
auf einem vierten Kanal um mehrere vorbestimmte Verzögerungszeiten, wobei die Eingangssignale
auf dem dritten und auf dem vierten Kanal von den mehrstufigen verzögerten Signalen
getrennt sind, zur Änderung der Frequenzmerkmale der Eingangssignale auf dem dritten
und auf dem vierten Kanal zu vorbestimmten Frequenzmerkmalen, und zur Änderung der
Tonniveaus der Eingangssignale auf dem dritten und auf dem vierten Kanal zu vorbestimmten
Tonniveaus; eine Additionseinrichtung zur Addition des Eingangssignals auf dem ersten
Kanal zu allen Eingangssignalen auf dem dritten Kanal und des Eingangssignals auf
dem zweiten Kanal zu allen Eingangssignalen auf dem vierten Kanal; und eine Wiedergabeeinrichtung
zur Wiedergabe der Ausgangssignale der vierten Einrichtung als Ton der von der virtuellen
Tonquelle kommt.
Die Verzögerungseinrichtung und die Bearbeitungseinrichtung kann einen
Tiefpaßfilter zur Änderung der Frequenzmerkmale einschließen.
Die Vorrichtung kann außerdem eine Änderungseinrichtung zur Änderung
von mindestens entweder den Verzögerungszeiten der ersten Änderungseinrichtung,
den Verzögerungszeiten der zweiten Änderungseinrichtung oder den Verzögerungszeiten,
den Frequenzmerkmalen und den Tonniveaus der dritten Änderungseinrichtung aufweisen.
Die Vorrichtung kann außerdem eine Erfassungseinrichtung zur Erfassung
von zumindest entweder einer Position, einer Richtung oder einer Bewegung des Hörers
aufweisen, wobei die Änderungseinrichtung, die auf die erfaßte Position, Richtung
oder Bewegung reagiert, zumindest entweder die Verzögerungszeiten der ersten Änderungseinrichtung,
die Verzögerungszeiten der zweiten Änderungseinrichtung oder die Verzögerungszeiten,
die Frequenzmerkmale und die Tonniveaus der dritten Änderungseinrichtung ändert.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
1 ist ein Übertragungsmerkmal von einem
Lautsprecher zu dem linken und dem rechte Ohr eines Hörers, wenn die Tonsignale
durch den Lautsprecher wiedergegeben werden;
2 ist ein Blockdiagramm, das ein bekanntes
Wiedergabegerät mit Kopfhörer zeigt;
3 ist ein Blockdiagramm, das einen allgemeinen
digitalen Filter (Faltungsrechner) vom Typ FIR zeigt;
4 ist ein Blockdiagramm, das eine erste
erfindungsgemäße Ausführungsform des Wiedergabegeräts mit Kopfhörer zeigt;
5 ist ein Blockdiagramm, das eine zweite
erfindungsgemäße Ausführungsform des Wiedergabegeräts mit Kopfhörer zeigt;
6 ist ein Blockdiagramm, das eine dritte
erfindungsgemäße Ausführungsform des Wiedergabegeräts mit Kopfhörer zeigt; und
die 7A und 7B
sind graphische Darstellungen, die den Fall zeigen, in dem der Hörer seinen Kopf
um einen Winkel &thgr; in horizontaler Richtung bewegt.
Genaue Beschreibung der bevorzugten Ausführungsformen
Bevorzugte Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung werden im
folgenden mit Bezugnahme auf die beiliegenden Zeichnungen beschrieben werden.
4 zeigt eine erste erfindungsgemäße Ausführungsform
eines Wiedergabegeräts mit Kopfhörer. In 4 hat ein
Wiedergabegerät 10 mit Kopfhörer einen Richtungsfilter 12 zum
Synthetisieren der Übertragungsmerkmale. Der Richtungsfilter 12 bildet
die akustischen Komponenten nach, die in den Übertragungsfunktionen von einer virtuellen
Tonquelle eingeschlossen ist, die angeblich in einem virtuellen Raum zum linken
und zum rechten Ohr des Hörers vorhanden sein soll. Und der Richtungsfilter
12 synthetisiert den Richtungseindruck (die Übertragungsmerkmale) aus Signalen
auf dem linken und dem rechten Kanal, die von den Eingangssignalen getrennt sind,
die über einen Eingangsanschluß 11 angelegt werden.
Die akustischen Komponenten wie etwa Zeitkomponente, Frequenzkomponente
und Tonpegelkomponente werden im folgenden erklärt werden.
(1) Zeitkomponente (eine Differenz der Ankunftszeit von
der Tonquelle zu beiden Ohren des Hörers)
Die Zeitkomponente ist eine akustische Komponente der Übertragungsfunktion,
die durch eine Differenz der Tonankunftszeit zwischen beiden Ohren des Hörers verursacht
wird, d. h. durch einen Distanzunterschied von der Tonquelle zu beiden Ohren des
Hörers. Deshalb wird eine geeignete Zeitverzögerung gemäß des Winkels und der Entfernung
einer virtuellen Tonquelle relativ zu dem Hörer verwendet. Die verwendete Zeitkomponente
wird aus beiden Eingangssignalen synthetiBezug auf beide siert. Mit Ohren des Hörers
werden beispielsweise die Übertragungsmerkmale von einer virtuellen Quelle zu dem
entfernten Ohr verzögert im Vergleich zu den Übertragungsmerkmalen von der gleichen
Tonquelle zu dem nahen Ohr um eine angemessene Zeit.
(2) Frequenzkomponente (eine Differenz der Frequenzmerkmale
von der Tonquelle zu den Ohren des Hörers)
Die Frequenzkomponente ist eine akustische Komponente der Übertragungsfunktion,
die durch die Positionsbeziehung zwischen der Tonquelle, dem Kopf und den Ohren
des Hörers verursacht wird. Im allgemeinen gibt es eine solche Tendenz, daß das
hohe Frequenzband des Tons mehr abgeschwächt wird bei einem Ohr, das von der Tonquelle
entfernt ist, im Vergleich zu dem Ohr, das nahe der Tonquelle ist. Weil der Ton
das entfernte Ohr erreicht, nachdem er um den Kopf gelaufen ist. Deshalb werden
die Merkmale des Hochfrequenzbands der Übertragungsfunktion gemäß dem Winkel und
der Entfernung der virtuellen Tonquelle relativ zu dem Hörer gedämpft. Und die gedämpften
Frequenzkomponenten werden aus den anderen Signalen synthetisiert. Mit Bezug auf
das linke und das recht Ohr werden beispielsweise die Hochfrequenzmerkmale der Übertragungsfunktion
von der virtuellen Quelle zu dem entfernten Ohr im Vergleich zu ihren Hochfrequenzmerkmalen
von der gleichen virtuellen Quelle zu einem nahen Ohr mehr gedämpft.
(3) Tonpegelkomponente (eine Differenz der Tonstärke von
der Tonquelle zu den Ohren des Hörers)
Die Tonpegelkomponente ist eine akustische Komponente
der Übertragungsfunktion, die durch eine Differenz des Tonstärkeniveaus verursacht
wird, d. h. die durch eine Differenz der Entfernung zwischen der Tonquelle und den
Ohren verursacht wird. Deshalb wird das Tonstärkeniveau der Übertragungsmerkmale
gemäß dem Winkel und der Entfernung der virtuellen Tonquelle relativ zu dem Hörer
erhöht oder verkleinert. Und die angepaßte Tonpegelkomponente wird aus den Eingangssignalen
synthetisiert. Mit Bezug auf das linke und das rechte Ohr wird das Tonstärkeniveau
der Übertragungsmerkmale von der virtuellen Quelle zu dem entfernten Ohr beispielsweise
um einen geeigneten Wert im Vergleich zu dem Tonstärkeniveau der Übertragungsmerkmale
von der gleichen virtuellen Quelle zu einem nahen Ohr verringert.
Durch Verwendung der oben erwähnten drei akustischen Komponenten werden
die Übertragungsmerkmale von der virtuellen Quelle zu dem linken und dem rechten
Ohr aus den Eingangssignalen getrennt auf der linken und der rechten Seite des Kopfhörers
synthetisiert. Deshalb umfaßt die Wiedergabegerät 10 mit Kopfhörer auf
jeder Seite des Kopfhörers Verzögerungsschaltungen, um die Zeitkomponente der Übertragungsmerkmale
nachzubilden, Änderungsschaltungen zur Änderung der Frequenzmerkmale, um die Frequenzkomponente
nachzubilden, und Änderungsschaltungen für den Tonpegel, um die Tonpegelkomponente
nachzubilden.
Um diese Schaltungen unter Verwendung der digitalen Signalverarbeitungsschaltungen
herzustellen, können diese Schaltungen beispielsweise einfach unter Verwendung eines
Richtungsfilters 12, der zwei Verzögerungsschaltungen 13R und
13L, zwei Tiefpaßfilter (LPFs) 14R und 14L und zwei Multiplizierer
15R und 15L hat, hergestellt werden. Außerdem kann ein digitaler
Filter vom Typ IIR (unbegrenztes Ansprechen auf einen Impuls) aus Hardware mit geringer
Größe als Tiefpaßfilter verwendet werden.
In 4 werden Eingangssignale auf einem
einzigen Kanal an den Richtungsfilter 12 über den Eingangsanschluß
11 angelegt und dann in Signale auf dem linken Kanal bzw. Signale auf dem
rechten Kanal unterteilt. Eine Erklärung, wie die Eingangssignale unterteilt werden,
wird hier ausgelassen.
In dem Richtungsfilter 12 sind die Verzögerungsschaltung
13L, der LPF 14L und der Multiplizierer 15L für den linken
Kanal in Reihe verbunden. Außerdem sind die Verzögerungsschaltung 13R,
der LPF 14R und der Multiplizierer 15R in Reihe für den rechten
Kanal verbunden.
Die Signale auf dem linken und auf dem rechten Kanal werden durch
die Verzögerungsschaltungen 13L bzw. 13R um eine vorbestimmte
Verzögerungszeit verzögert. Die Verzögerungsmerkmale der verzögerten Signale werden
durch den LPF 14L bzw. 14R auf vorbestimmte Frequenzmerkmale geändert.
Außerdem werden die verzögerten und geänderten Kanalsignale durch den Multiplizierer
15L bzw. 15R zu einem vorbestimmten Tonlautstärkeniveau weiter
geändert. Sowohl das verzögerte Eingangssignal als auch das Eingangssignal mit veränderter
Frequenz und verändertem Tonlautstärkeniveau werden zu einem linken Kanal
16L bzw. einem rechten Kanal 16R eines Kopfhörers übertragen.
In der Schaltungsanordnung ist die Reihenfolge von der in Reihen verbundenen
Verzögerungsschaltung 13L, von dem LPF 14L und dem Multiplizierer
15L und auch von 13R, 14R und 15R nicht nur
auf die beschränkt, die in 4 gezeigt ist, solange die
zwei in Reihe verbundenen Schaltungen in einen rechten und linken Kanal unterteilt
sind. Außerdem werden die entsprechenden Signalverarbeitungswerte (Verzögerungszeit,
Frequenzmerkmale und Tonlautstärkeniveau) auf Grundlage der Positionsbeziehung zwischen
der virtuellen Tonquelle und dem Hörer wie bereits beschrieben bestimmt. Wenn außerdem
digitale Filter vom Typ IIR als die LPFs 14L und 14R verwendet
werden, und außerdem die Vorwärtsrichtungskoeffizienten der digitalen Filter skaliert
sind, ist es möglich, die Tonpegelkomponenten von beiden Kanälen insbesondere ohne
Verwendung von irgendwelchen Multiplizierern nachzubilden.
Wie oben beschrieben können die Signale über den Kopfhörer
16 als Töne wiedergegeben werden, die einen Richtungseindruck von der virtuellen
Tonquelle (die sich außerhalb des Kopfs des Hörers befindet) am linken und rechten
Ohr des Hörers vermitteln.
Wenn die erfindungsgemäße Wiedergabegerät mit Kopfhörer verwendet
wird, wird der Hörer als Ergebnis den Eindruck haben, als ob er einen Ton aus einer
Richtung einer virtuellen Tonquelle hören könnte, die sich außerhalb des Kopfs befindet.
Da sich eine Tonquelle (d. h. eine Tondarstellung) bei einer Position entfernt vom
Kopf des Hörers befinden kann oder da eine Tonwiedergabe für einen Pseudolautsprecher
erreicht werden kann, kann der Hörer mit anderen Worten den wiedergegebenen Ton
für viele Stunden genießen, ohne sehr gelangweilt zu sein.
Außerdem können für die erfindungsgemäße Wiedergabegerät mit Kopfhörer
die Übertragungseigenschaften aus den Eingangssignalen durch den Richtungsfilter
12 synthetisiert werden, der die Verzögerungsschaltungen 13L und
13R, die LPFs 14L und 14R und die Multiplizierer
15L und 15R aufweist. Es ist somit möglich, die Übertragungseigenschaften
(näher bei tatsächlichen Übertragungsfunktionen) aus Eingangssignalen in Echtzeit
zu synthetisieren. Außerdem kann die erfindungsgemäße Wiedergabegerät
mit Kopfhörer unter Verwendung einer Hardware mit geringer Größe aus einfach aufgebauten
Elementen im Vergleich zu bekannten Vorrichtungen zur Ausführung der Faltungsrechnungen
der Impulsantworten aufgebaut sein.
Eine zweite Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Wiedergabegerät
mit Kopfhörer wird weiter unten mit Bezugnahme auf 5
beschrieben werden.
Bei der tatsächlichen Wahrnehmung einer Tondarstellung oder einer
Tonquelle gibt es Einflüsse des reflektierten Tons und des Nachhalls innerhalb eines
Raums, wo die Tonquelle sich befindet, zusätzlich zu dem Einfluß aufgrund eines
Unterschieds des Abstands zwischen der Tonquelle und den zwei Ohren eines Hörers.
Außerdem ist es auch möglich, die Position einer Tonquelle zu erkennen, indem die
Raumgröße empirisch auf Grundlage des Raumtons und der relativen Beziehung zwischen
der Raumgröße und dem Raumton bestimmt wird.
Mit anderen Worten übt der reflektierte Ton in einem Raum einen großen
Einfluß auf die Erkennung der Tonquelle aus. Für den Fall der Tondarstellungslokalisation
außerhalb des Kopfs durch einen Kopfhörer übt der reflektierte Ton einen großen
Einfluß auf die Erkennung der Tonquelle aus. Wenn deshalb irgendein Richtungseindruck
für den reflektierten Ton vermittelt wird, kann die Tonquelle von dem Hörer deshalb
einfacher erkannt werden.
Unter der Annahme, daß eine virtuelle Tonquelle in einem Raum vorhanden
ist, der Nachhallmerkmale aufweist, gibt eine Wiedergabegerät 20 mit Kopfhörer
in der zweiten Ausführungsform deshalb reflektierte Töne wieder, die jeweils den
beiden Ohren des Hörers einen Richtungseindruck von jeder virtuellen Raumwand vermitteln.
Zusätzlich zu dem direkten Ton, der einen Richtungseindruck von der virtuellen Tonquelle
beiden Ohren des Hörers vermittelt.
In 5 werden Eingangssignale auf einem
einzigen Kanal, die an einem Eingangsanschluß 21 angelegt sind, in zwei
Signale unterteilt. Eines der zwei geteilten Signale wird in einen Richtungsfilter
12(T0) mit der Verzögerung T0 eingegeben und dann
als der direkte Ton ausgegeben, der sowohl dem linken als auch dem rechten Ohr einen
Richtungseindruck auf die gleiche Weise wie im Fall der ersten Ausführungsform vermittelt.
Das andere der zwei geteilten Signale wird in die Verzögerungsschaltung
22 eingegeben und dann als mehrstufige verzögerte Signale (die Verzögerungszeiten
sind t1 bis tN) ausgegeben. Die mehrstufigen verzögerten Signale
werden jeweils an die Richtungsfilter 12(t1) bis 12(tN)
angelegt und dann als reflektierte Töne ausgegeben, die jeweils sowohl dem linken
als auch dem rechten Ohr einen Richtungseindruck vermitteln.
Hierbei entspricht jeder der Richtungsfilter 12(t0)
bis 12(tN) dem Richtungsfilter 12 aus 4.
Außerdem wird jeder der Signalverarbeitungswerte (Verzögerungszeit, Frequenzmerkmale
und Tonlautstärkeniveau) dieser Richtungsfilter auf Grundlage von jeder der Richtungen
der reflektierten Töne bestimmt. Außerdem werden der direkte Ton und der reflektierte
Ton miteinander von den Addierern 241 bis 24N
für jeden der linken und rechten Kanäle miteinander addiert und dann zu dem linken
Kanal 16L bzw. dem rechten Kanal 16R des Kopfhörers
16 zugeführt.
Folglich ist es möglich, den direkten Ton, der sowohl dem linken als
auch dem rechten Ohr einen Richtungseindruck von der virtuellen Tonquelle vermittelt,
und die reflektierten Töne wiederzugeben, die von den Raumwänden reflektiert werden.
Mit anderen Worten kann eine Tondarstellung außerhalb des Kopfes des Hörers lokalisiert
werden (eine Tondarstellung ist nicht im Kopf des Hörers lokalisiert), mit dem Ergebnis,
daß der Hörer den Ton hören kann, als ob der Ton von einer Tonquelle erzeugt worden
wäre, die sich innerhalb eines Raums befindet, der Nachhallmerkmale aufweist. Da
die Richtungsfilter 12(t0) und 12(t1) bis
12(tN) durch ein einfaches Element verwirklicht werden können,
das das gleich ist wie der Richtungsfilter 12 aus 4,
kann das Gerät außerdem unter Verwendung von Hardware mit geringer Größe aufgebaut
werden.
Im Vergleich zu der Wiedergabegerät mit Kopfhörer aus dem Stand der
Technik wie sie in der bereits erwähnten Patentanmeldung Nr. 3 (1991)-250899 offenbart
ist, weist die Wiedergabegerät mit Kopfhörer gemäß der zweiten Ausführungsform der
vorliegenden Erfindung die folgenden Merkmale auf:
Der Richtungsfilter 12(t0) synthetisiert die Übertragungsmerkmale
zwischen der virtuellen Tonquelle und dem linken und dem rechten Ohr des Hörers
aus Signalen auf dem linken bzw. dem rechten Kanal, die durch Teilung der Eingangssignale
erhalten wurden.
Andererseits synthetisieren die Richtungsfilter 12(t1)
bis 12(tN) die entsprechenden Übertragungsmerkmale der reflektierten
Töne zu dem linken und dem rechten Ohr des Hörers aus Signalen auf dem linken und
dem rechten Kanal, die jeweils durch Unterteilen von jedem der reflektierten Töne
erhalten werden, die von der Schaltung 22 ausgegeben werden.
Der Addierer 241 addiert die Ausgangssignale
auf dem linken und auf dem rechten Kanal des Richtungsfilters 12(t0)
zu den Ausgangssignalen auf dem linken bzw. auf dem rechten Kanal des Richtungsfilters
12(t1). Als nächstes addiert der Addierer 242
die Ausgangssignale auf dem linken und auf dem rechten Kanal des Addierers
241 zu den Ausgangssignalen auf dem linken bzw. auf dem rechten
Kanal des Richtungsfilters 12(t2). Diese Addition wird mit dem
Richtungsfilter 12(tN) fortgesetzt. Und die Ausgangssignale
auf dem linken und auf dem rechten Kanal des Addierers 24N werden
an den linken Kanal 16L bzw. den rechten Kanal 16R des Kopfhörers
16 angelegt.
Mit anderen Worten kann der Richtungseindruck von einer virtuellen
Tonquelle für sowohl das linke als auch das rechte Ohr synthetisiert werden und
zusätzlich können unterschiedliche Richtungseindrücke sowohl zu dem linken als auch
dem rechten Ohr für jeden der reflektierten Töne reflektiert werden. Im Ergebnis
ist es möglich einen klaren Richtungseindruck einer virtuellen Tonquelle zu erhalten
und zusätzlich einen realistischen Eindruck der Tondarstellungslokalisation außerhalb
des Kopfs zu erreichen, als ob der Hörer den Ton innerhalb eines räumlichen Tonfelds
wie eines tatsächlichen Raums hören würde.
Für den Fall, daß die Eingangssignale (d. h. die Tonquelle) stereophonische
Signale sind, ist die Wiedergabegerät mit Kopfhörer für jeden Kanal der stereophonischen
Eingangssignale außerdem jeweils so aufgebaut, daß sie die ähnliche Signalverarbeitung
ausführt. In diesem Fall können sowohl der direkte Ton als auch die reflektierten
Töne, die jeweils sowohl dem linken als auch dem rechten Ohr des Hörers den Richtungseindruck
vermitteln, für jeden Kanal synthetisiert werden, und die synthetisierten Tonsignale
werden zu dem Kopfhörer übertragen. Es ist somit möglich, die zwei Tondarstellungen
außerhalb des Kopfes des Hörers unter exzellenten Bedingungen für den stereophonischen
Eindruck zu lokalisieren.
Im Fall von mehreren (z. B. drei oder mehr) unterschiedlichen Kanälen
des Eingangssignals ist es außerdem möglich, die Tondarstellung pro Kanal des Eingangssignals
außerhalb des Kopfes des Hörers mit Hilfe des oben erwähnten Wiedergabegeräts mit
Kopfhörer zu lokalisieren, das für jeden der Kanäle der Eingangssignale vorgesehen
ist.
Außerdem ist es auch möglich, die ursprünglichen (noch nicht verarbeiteten)
Signale zu den verarbeiteten Signalen zu addieren und die addierten Signale zu dem
Kopfhörer zu übertragen. Für dieses Verfahren ist es möglich, den Eindruck der Tondarstellungslokalisation
gemäß der Differenz der Signallautstärkeniveaus zwischen den nicht verarbeiteten
Signalen und den verarbeiteten Signalen zu ändern.
Es ist außerdem auch möglich, den Eindruck der Tonbildlokalisation
frei zu ändern, indem die entsprechenden Signalverarbeitungswerte geeignet verändert
werden. Der Eindruck der Tondarstellungslokalisation impliziert die Position der
virtuellen Tonquelle, die Raumart oder Gestalt und Größe eines Raums, wo sich die
virtuelle Tonquelle befindet usw.. Und die Signalverarbeitungswerte, die verändert
werden sollen, sind die des Richtungsfilters 12t0 bis
12(tN) und der Verzögerungsschaltung 22.
Um so mehr die Signalverarbeitungswerte (Verzögerungszeit, Frequenzmerkmale
und Tonlautstärkenniveau) geändert werden, desto genauer kann in diesem Fall der
Eindruck der Tondarstellungslokalisation geändert werden. Um so weniger andererseits
die Anzahl der Signalverarbeitungswerte geändert wird, desto weiter kann der Vorrichtungsaufbau
in dem Ausmaß vereinfacht werden. Wenn die Signalverbeitungswerte schrittweise verändert
werden, ist es zusätzlich auch möglich, eine Wirkung zu erzielen, als ob die Tondarstellung
sich bewegen würde.
Eine dritte Ausführungsform der vorliegenden Erfindung wird weiter
unten mit Bezugnahme auf 6 beschrieben werden, in der
die gleichen Bezugszeichen für ähnliche Elemente beibehalten wurden, die ähnliche
Funktionen haben, wie es der Fall für das Wiedergabegerät 20 mit Kopfhörer
20 ist, das in 5 gezeigt ist.
Ein Wiedergabegerät 30 mit Kopfhörer weist einen Kopfbewegungsdetektor
31 und eine Steuerung 32 auf. Der Kopfbewegungsdetektor
31 erfaßt die Bewegung des Kopfes des Hörers, an dem sich der Kopfhörer
16 befindet; das heißt die Drehrichtung des Kopfs, der Drehwinkel des Kopfs
usw.. Die erfaßten Werte werden zu der Steuerung 32 (z. B. CPU) übertragen.
Außerdem kann auch die Bewegung des Kopfes des Hörers von der Steuerung
32 berechnet werden.
Auf Grundlage der Bewegung des Kopfes des Hörers ändert die Steuerung
32 die Signalverarbeitungswerte einer Verzögerungsschaltung 22
und des Richtungsfilters 12(t0) bis 12(tN),
so daß die Tondarstellung mit der gleichen Bewegungsgeschwindigkeit in der entgegengesetzten
Richtung zur Bewegung des Kopfes des Hörers bewegt werden kann.
Der Kopfbewegungsdetektor 31 ist wie folgt ausgestattet:
zwei Ultraschallsensoren sind sowohl auf der linken als auch auf der rechten Seite
des Kopfhörers 16 angebracht, und ein Erfassungssignaloszillator ist bei
einer vorbestimmten Position entfernt vom Kopf des Hörers angebracht. Der Oszillator
überträgt Erfassungspulssignale zu den zwei Ultraschallsensoren mit gesteuerter
zeitlicher Abstimmung. Der Oszillator überträgt außerdem ein Signal zur
Übertragung eines Erfassungspulssignals zu der Steuerung 32. Auf den Empfang
der Erfassungspulssignale hin geben der linke und der rechte Ultraschallsensor Erfassungszeitsignale
an die Steuerung 32 weiter. Jedes Erfassungszeitsignal stellt dar, zu welcher
Zeit jeder Sensor das Erfassungspulssignal empfängt. Auf den Empfang des Signals
zur Übertragung des Erfassungspulssignals von dem Oszillator und der Erfassungszeitsignale
von den Sensoren hin erfaßt die Steuerung 32 eine Zeitdifferenz zwischen
der Übertragung und dem Empfang des Erfassungspulssignals, um zwei Abstände zwischen
dem Oszillator und der linken bzw. der rechten Seite des Kopfhörers oder eine Differenz
des Abstands zwischen dem Oszillator und der linken und der rechten Seite des Kopfhörers
zu erfassen. Die Steuerung berechnet dann den Kopfdrehwinkel auf Grundlage des erfaßten
Abstands oder des Abstandsunterschieds.
Außerdem ist es möglich, die dreidimensionalen Bewegungen und Richtungen
des Kopfes des Hörers zu erfassen, indem ein zusätzlicher Sensor bei einer weiteren
Position (z. B. oben) des Kopfhörers 16 angebracht wird. Als der Bewegungsdetektor
31 können außerdem Infrarotsensoren, Kreiselsensoren, Gravitätssensoren
zur Erfassung der Neigungswinkel relativ zu der vertikalen Richtung usw. verwendet
werden.
Die Steuerung 32 verändert die Signalverarbeitungswerte der
Verzögerungsschaltung 32 und der Verzögerungsschaltungen, LFPs und Multiplizierer
der Richtungsfilter 12(t0) bis 12(tN) auf
Grundlage des berechneten Kopfdrehwinkels. Genauer verändert die Steuerung die Signalverarbeitungswerte
gemäß der Berechnungsformeln und der gesetzten Werte, die gemäß der Drehrichtung
und des Drehwinkels berechnet wurden, die beide vorher in einem Speicher der Steuerung
32 gespeichert wurden. Die Tondarstellung kann somit um den gleichen Drehwinkel
der Kopfbewegung in die entgegengesetzte Richtung zur Drehbewegung des Kopfs auf
Grundlage des berechneten Drehwinkels des Kopfs bewegt werden.
Die 7A und 7B
zeigen den Fall, in dem der Kopf des Hörers um einen Winkel &thgr; in horizontaler
Richtung bewegt wird. In 7A befindet sich eine virtuelle
Tonquelle bei einem Punkt A relativ zu einem Hörer 33, der den Kopfhörer
16 trägt.
Wenn sich der Kopf des Hörers um den Winkel &thgr; in horizontaler
Richtung wie in 7B gezeigt bewegt, bewegt sich für
den Fall eines bekannten Geräts hierbei der Lokalisationspunkt A der virtuellen
Tonquelle im Fall einer bekannten Vorrichtung zu einem Punkt B gemäß der Kopfbewegung.
Im Fall der erfindungsgemäßen Vorrichtung 30 bewegt sich
der Lokalisationspunkt A der virtuellen Tonquelle jedoch um einen Winkel &thgr;
von dem Punkt B in einer entgegengesetzten Richtung zur Bewegungsrichtung des Kopfes
des Hörers (d. h. die linke horizontale Richtung von dem Punkt B). Als Ergebnis
ist es möglich, den Lokalisationspunkt A der virtuellen Tonquelle unverändert bei
dem Punkt A beizubehalten.
Mit anderen Worten wird die Lokalisationslage der virtuellen Tonquelle
außerhalb des Kopfs unverändert beibehalten und dadurch kann der realistische Eindruck
der Tondarstellungslokalisation verwirklicht werden, selbst wenn der Hörer
33 seinen Kopf bewegt.
Zusätzlich zur Kopfbewegung des Hörers können außerdem die Position,
Richtung und Bewegung des Körpers des Hörers relativ zu der virtuellen Tonquelle
unter Verwendung der Positions-, Richtungs- und Bewegungsdetektoren erfaßt werden.
Da der Eindruck der Tondarstellungslokalisation in diesem Fall gemäß der Position,
Richtung und Bewegung des Hörers verändert werden können, ist es in diesem Fall
möglich, einen realistischeren Eindruck der Tondarstellungslokalisation außerhalb
des Kopfes zu erhalten.
Als die Positions-, Richtungs- und Bewegungsdetektoren werden drei
oder mehr Erfassungssignaloszillatoren innerhalb eines Raums angebracht, in dem
sich der Hörer befindet. Wenn sich vier oder mehr Oszillatoren bei jeweils unterschiedlichen
Ebenen befinden, können außerdem die dreidimensionale Position, Richtung und Bewegung
des Hörers erfaßt werden. In diesem Fall sind zwei Empfänger sowohl auf der linken
und als auch der rechten Seite des Kopfes (oder des Kopfhörers) des Hörers angebracht.
Und die Position, Richtung und Bewegung des Körpers des Hörers relativ zu der virtuellen
Tonquelle können von einem Prozessor erfaßt werden.
Der Prozessor berechnet die entsprechenden Empfängerpositionen (d.
h. die Position des Hörers) auf Grundlage der Positionen (Koordinaten) der Erfassungssignaloszillatoren,
der Zeit, zu welcher jedes Erfassungssignal durch den entsprechenden Erfassungssignaloszillator
übertragen wird, und der Zeit, zu welcher jedes Erfassungssignal bei dem entsprechenden
Empfänger empfangen wird. Der Prozessor erhält dann Vektoren zwischen den Empfängern,
Vektoren, die bezeichnend für die Richtung des Hörers sind, die durch Drehung der
Vektoren zwischen den Empfängern um 90° erhalten wurden, Vektoren von dem Hörer
(jeder Zwischenpunkt zwischen den entsprechenden Empfängern) zu der virtuellen Tonquelle.
Und der Prozessor erhält den Winkel zwischen dem Hörer und der virtuellen Tonquelle
auf Grundlage eines inneren Produkts der berechneten Vektoren zwischen den entsprechenden
Empfängern oder den Richtungsvektoren und dem Vektor zwischen
dem Hörer (jeder Zwischenpunkt zwischen den entsprechenden Empfängern) zu der virtuellen
Tonquelle.
Wenn die oben erwähnten Positions-, Richtungs- und Bewegungsdetektoren
verwendet werden, können sowohl die Position, Richtung als auch die Bewegung des
Hörers relativ zu der virtuellen Tonquelle einfach und genau erfaßt werden. Somit
können die Signalverarbeitungswerte der Verzögerungsschaltung 22, die Richtungsfilter
12(t0) bis 12(tN) durch die Steuerung
32 gemäß der erfaßten Position, Richtung und Bewegung des Hörers geändert
werden. Es ist deshalb möglich, den Eindruck der Tondarstellungslokalisiation gemäß
der Position, Richtung und Bewegung des Hörers relativ zu der virtuellen Tonquelle
realistischer zu ändern.
Wie oben beschrieben können für das erfindungsgemäße Wiedergabegerät
mit Kopfhörer die Übertragungsmerkmale (Richtungseindruck) von der virtuellen Tonquelle
sowohl zum linken als auch zum rechten Ohr des Hörers aus den Eingangssignalen synthetisiert
werden. Es ist somit möglich, eine Tonwiedergabe für einen Pseudolautsprecher zu
erreichen und außerdem die Tondarstellung außerhalb des Kopfes des Hörers zu lokalisieren.
Außerdem kann das erfindungsgemäße Wiedergabegerät mit Kopfhörer so
aufgebaut sein, daß die reflektierten Töne, die aus den Übertragungsmerkmalen (Richtungseindruck)
synthetisiert werden, jeweils zu den Eingangssignalen addiert werden. Es ist somit
möglich, eine Tonwiedergabe für einen Pseudolautsprecher zu erreichen, als ob der
Ton in einen Raum gehören würde, der einen Nachhalleffekt hat, und dadurch das Tonbild
außerhalb des Kopfes des Hörers klarer zu lokalisieren.
Wie in 6 gezeigt können die Übertragungsmerkmale
erfindungsgemäß außerdem durch Verwendung des Richtungsfilter 12(t0)
(Einrichtung zum Synthetisieren der Übertragungsmerkmale) und der Richtungsfilter
12(t1) und 12(tN) (Einrichtungen zum Synthetisieren
der Übertragungsmerkmale des reflektierten Tons) synthetisiert werden. Jeder Richtungsfilter
weist die Verzögerungsschaltungen 13R und 13L, die LFPs (Änderungseinrichtungen
zur Änderung der Frequenzmerkmale) 14R und 14L und die Multiplizierer
(Änderungseinrichtungen zur Änderung des Tonniveaus) 15R und
15L wie in 4 gezeigt auf. Die Übertragungsmerkmale
können somit realistischer trotz der Hardware mit geringer Größe synthetisiert werden.
Wenn die Signalverarbeitungswerte in der Verzögerungsschaltung
22, den Richtungsfiltern 12(t0) bis 12(tN)
wie in 6 gezeigt verändert werden, können unterschiedliche
Tonfelder trotz des einfachen Aufbaus der Vorrichtung erreicht werden. Zusätzlich
ist es auch möglich einen Effekt zu erzielen, als ob sich die Tondarstellung bewegen
würde.
Außerdem kann die vorliegende Erfindung mit Detektoren zur Erfassung
der Position, Richtung und Bewegung des Hörers versehen sein, um auf Grundlage der
erfaßten Werte die Verarbeitungswerte der Verzögerungsschaltung 22, der
Richtungsfilter 12(t0) bis 12(tN) wie in
6 gezeigt zu ändern. Da in diesem Fall die Lokalisationsposition
der virtuellen Tonquelle außerhalb des Kopfs unverändert beibehalten werden kann,
selbst wenn sich der Hörer bewegt, ist es möglich einen realistischeren Eindruck
der Tondarstellungslokalisation außerhalb des Kopfes zu verwirklichen.