| Dokumentenidentifikation |
EP1332011 21.07.2005 |
| EP-Veröffentlichungsnummer |
0001332011 |
| Titel |
VERFAHREN ZUM HERSTELLEN EINES BANDFÖRMIGEN VORMATERIALS, INSBESONDERE AUS METALL, WELCHES IN AUFEINANDERFOLGENDEN ABSCHNITTEN PROFILIERT IST, UND EINE VORRICHTUNG DAFÜR |
| Anmelder |
Fa. Carl Wezel, 75417 Mühlacker, DE |
| Erfinder |
BAUDER, Hans-Jörg, 75417 Mühlacker, DE |
| DE-Aktenzeichen |
50106548 |
| Vertragsstaaten |
DE, FR, GB |
| Sprache des Dokument |
DE |
| EP-Anmeldetag |
08.11.2001 |
| EP-Aktenzeichen |
019824713 |
| WO-Anmeldetag |
08.11.2001 |
| PCT-Aktenzeichen |
PCT/EP01/12927 |
| WO-Veröffentlichungsnummer |
0002038305 |
| WO-Veröffentlichungsdatum |
16.05.2002 |
| EP-Offenlegungsdatum |
06.08.2003 |
| EP date of grant |
15.06.2005 |
| Veröffentlichungstag im Patentblatt |
21.07.2005 |
| IPC-Hauptklasse |
B21H 8/00
|
| IPC-Nebenklasse |
B21C 37/02
B29C 59/04
|
| Beschreibung[de] |
|
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Herstellen eines bandförmigen
Vormaterials, insbesondere aus Metall, welches in aufeinanderfolgenden Abschnitten
profiliert ist, und eine Vorrichtung dafür.
Aus der DE 195 04 711 C2 ist ein Verfahren zum Herstellen eines bandförmigen
Vormaterials aus Metall mittels Walzen eines Walzgerüstes bekannt, welche einen
Walzspalt begrenzen, in dem ein Metallband in zwei oder mehr als zwei Walzschritten
gewalzt wird. Es arbeitet so, daß das Metallband wiederholt gewalzt wird,
wozu es vom Anfang bis zum Ende kontinuierlich das Walzgerüst durchläuft, dessen
Arbeitsrichtung dann umgekehrt wird, so daß das Metallband das Walzgerüst
danach ein weiteres Mal auf voller Länge durchläuft, nun aber in umgekehrter Richtung.
Aus der DE-PS 104 875 ist es bekannt, zur Herstellung von Röhren in
einem einzigen Schritt ein Profil in streifen- oder tafelförmige Werkstücke zu walzen.
Ein ähnliches Verfahren offenbart die DE 197 04 300 A1 zum Herstellen von profilierten
Platinen, namentlich von Karosserieblechen.
Aus der DE-PS 638 195 ist ein Pilgerschrittverfahren zum Herstellen
dünner Bänder aus einem dicken Ausgangswerkstück bekannt. Bei diesem Verfahren wird
das Ausgangswerkstück schrittweise mit hohem Verformungsgrad verformt und dabei
entgegen der üblichen Walzrichtung durch den Walzspalt geschoben.
Aus der US 1,106,172 ist es bekannt, mit einer Anordnung von drei
hintereinander angeordneten Walzgerüsten Profile kontinuierlich in ein Band zu walzen.
Die DE 199 38 966 C1 zeigt, wie ein abschnittsweise profiliertes bandförmiges
Vormaterial mit gleichmäßig hoher Oberflächengüte wirtschaftlich hergestellt
werden kann. Zu diesem Zweck wird das Metallband in aufeinanderfolgenden Abschnitten,
welche kürzer als der Umfang der beiden Walzen sind, jeweils zwischen denselben
zwei Walzen in zwei oder mehr als zwei Walzschritten gewalzt, wozu das Metallband
zwischen je zwei aufeinanderfolgenden Walzschritten zurückgeholt und dann der zurückgeholte
Abschnitt des Metallbandes erneut gewalzt wird.
Zum Durchführen des Verfahrens offenbart die DE 199 38 966 C1 ein
Walzgerüst mit einer auf der Einlaufseite des Walzspaltes angeordneten ersten Haspel
für das zu walzende Metallband und mit einer auf der Auslaufseite des Walzspaltes
angeordneten zweiten Haspel für das Aufwickeln des bandförmigen Vormaterials, wobei
für die auf der Einlaufseite des Walzspaltes vorgesehene Haspel ein Antriebsmotor
vorgesehen ist, welcher ein Zurückholen des Metallbandes in Schritten von vorgebbarer
Länge ermöglicht, insbesondere ein Servomotor. Die Länge der Schritte, um die das
Metallband jeweils zurückgeholt wird, kann durch eine elektronische Antriebssteuerung,
insbesondere programmgesteuert, den Erfordernissen angepaßt werden. Durch
eine solche Programmsteuerung kann auch der diskontinuierliche Antrieb der Walzen
mit Vorwärtsdrehen, Stillstand und gegebenenfalls mit Rückwärtsdrehen optimal an
die einzelne Walzaufgabe angepaßt werden.
Es hat sich nun gezeigt, daß es beim Einstechen der profilierenden
Walze in das Metallband passieren kann, daß das bandförmige Halbzeug auf jener
Seite, welche der profilierenden Walze abgewandt ist, doch nicht mit der gewünschten
Genauigkeit in der gewollten Gestalt erhalten wird. Das trifft insbesondere beim
Walzen von Metallbändern zu, welche nur auf einer Seite abschnittsweise profiliert,
auf der anderen Seite aber eben bleiben sollen, jedoch nicht exakt eben erhalten
werden.
Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen
Weg aufzuzeigen, wie ein bandförmiges Halbzeug, welches durch ein Walzverfahren
abschnittsweise profiliert werden soll, auf der der profilierenden Walze abgewandten
Seite mit höherer Genauigkeit in der gewünschten Gestalt erhalten werden kann. Insbesondere
soll ein bandförmiges Halbzeug, welches nur auf einer Seite abschnittsweise profiliert
werden soll, auf der anderen Seite mit größerer Genauigkeit eben erhalten
werden.
Diese Aufgabe wird gelöst durch das Verfahren mit den im Patentanspruch
1 angegebenen Merkmalen. Eine zum Durchführen des erfindungsgemäßen Verfahrens
besonders geeignete Vorrichtung ist Gegenstand des Patentanspruchs 51. Vorteilhafte
Weiterbildungen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche.
Erfindungsgemäß wird zum Herstellen eines bandförmigen Vormaterials
aus Metall durch Walzen ein Metallband in einem Walzspalt gewalzt, welcher durch
eine Walze und durch eine Platte begrenzt wird. Das Walzen erfolgt in einem oder
mehreren Walzschritten durch folgende Verfahrensschritte:
- (a) Spannen des Metallbandes,
- (b) das Metallband wird in einem Walzspalt, welcher durch eine Walze
und durch eine bewegliche Platte begrenzt wird, relativ zu der Walze positioniert,
- (c) Positionieren der Platte relativ zur Walze,
wobei die Schritte (b) und (c) aufeinanderfolgend oder gleichzeitig oder einander
zeitlich überlappend oder in umgekehrter Reihenfolge aufeinanderfolgend durchgeführt
werden können und der Schritt (c) auch vor dem Schritt (a) erfolgen kann,
- (d) Einstechen in das Metallband mit der Walze durch Verkleinern des
Abstandes der Mantelfläche der Walze von dem Metallband, wobei zumindest während
des Beginns des Einstechens das Metallband in Ruhe gehalten oder allenfalls so langsam
bewegt und die Walze nicht oder allenfalls so langsam gedreht wird, daß das
Metallband im Walzspalt unter Zugspannung bleibt,
- (e) Walzen eines Abschnittes des Metallbandes in dem Walzspalt, wozu
die Walze gedreht und die Platte synchron dazu geradlinig bewegt wird,
- (f) Freigeben des Metallbandes durch Öffnen des Walzspaltes, wobei die
Schritte (b) bis (f) für jeden zu profilierenden Abschnitt des Metallbandes wiederholt
werden.
Dabei wird unter einem "Metallband" auch ein Band verstanden, welches
nicht vollständig aus Metall besteht, sondern nichtmetallische Bestandteile enthält,
z.B. oxidische, karbidische oder keramische Bestandteile oder ein Metalloid wie
Grafit. Beispiele sind Bänder aus Verbundwerkstoffen wie Silber-Grafit und Silber-Metalloxid,
insbesondere Werkstoffe auf der Basis von Silber-Zinnoxid mit bis zu 20 Gew.-% nichtmetallischen
Bestandteilen. Bänder aus solchen Werkstoffen finden als Halbzeuge für die Herstellung
von elektrischen Kontakten Verwendung.
Wenn das Metallband zum Erzielen größerer Stichabnahmen und/oder
zum Erzielen kleinerer Maßabweichungen in dem jeweils zu profilierenden Bandabschnitt
in mehr als einem Walzschritt gewalzt wird, dann werden nach dem ersten Verfahrensdurchgang
in einem Abschnitt die Schritte (b) bis (f) wiederholt und zu diesem Zweck nach
dem Öffnen des Walzspaltes im Schritt (f) das Metallband zurückgeholt und das Metallband
in dem Walzspalt durch Einwirken derselben Walze in dem zurückgeholten Abschnitt
erneut gewalzt. Die Zugspannung im Band wird am besten während des gesamten Verfahrens
auf einem vorgewählten Wert konstant gehalten. Das führt zu einer größeren
Positioniergenauigkeit des Metallbandes im Walzspalt und zu einer größeren
Maßgenauigkeit.
Um eine besonders hohe Genauigkeit und Wiederholgenauigkeit zu erreichen,
wird die Walze vor jedem Walzzyklus oder vor jedem Walzschritt zunächst bezüglich
ihres Startwinkels in einer vorgewählten Referenzstellung positioniert, um zu vermeiden,
daß sich Lagefehler summieren. Das Positionieren der Walze in einer Referenzstellung
geschieht am besten durch Zurückdrehen der Walze und kann vor dem Schritt (b), nach
dem Schritt (b) oder nach dem Schritt (c) erfolgen. Beim Einstellen des Startwinkels
der Walze erfolgt vorzugsweise auch bereits eine Voreinstellung der Größe
des Walzspaltes.
Erfindungsgemäß wird das Metallband im Walzspalt zwischen einer
Walze und einer mit dieser zusammenarbeitenden Platte umgeformt. Soll das Metallband
nur einseitig profiliert werden, dann ist die Platte in dem Bereich, in welchem
das Metallband der Platte beim Umformen anliegt, eben ausgebildet. Die Platte wird
beim Walzen eines Abschnittes des Metallbandes geradlinig bewegt, und zwar synchron
mit der Walze, mit welcher die Platte zusammenarbeitet. Beim Zurückholen des Metallbandes
ist eine Bewegung der Platte synchron mit der Walze und / oder mit dem Metallband
nicht unbedingt erforderlich, es sei denn, das Metallband würde auch beim Zurückholen
gewalzt, was bei einer Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens der
Fall sein kann.
Soll das Metallband beidseitig profiliert werden, wird nach dem erfindungsgemäßen
Verfahren zuerst die eine Seite profiliert, dann wird das Metallband gewendet, so
daß seine profilierte Seite der Platte zugewandt ist, und dann wird nach dem
erfindungsgemäßen Verfahren die andere Seite profiliert, wobei es - je nach
den herzustellenden Profilformen - besonders bevorzugt ist, die Platte auszuwechseln
gegen eine solche Platte, welche ein dem auf der einen Seite des Metallbandes bereits
gewalzten Profil komplementär entsprechendes Profil aufweist, um die bereits profilierte
Seite des Metallbandes beim Profilieren der anderen Seite optimal unterstützen zu
können. So erreicht man die gewünschten Profile mit besonders hoher Genauigkeit.
Beim beidseitigen Profilieren wird das Metallband zweckmäßigerweise zunächst
auf voller Länge einseitig profiliert, dann gewendet und anschließend in einem
weiteren Durchgang in einem oder mehreren Walzschritten auf der anderen Seite profiliert.
Nach Bedarf wird dazu auch die profilierende Walze ausgewechselt. Anstatt die Platte
auszuwechseln, kann es vor allem dann, wenn das Metallband auf der zweiten Seite
an Stellen profiliert werden soll, welche über den Stellen liegen, an denen auf
der ersten Seite des Metallbandes bereits Vertiefungen eingewalzt wurden, günstiger
sein, eine profilierte Stützwalze mit möglichst großem Durchmesser zur Unterstützung
des Metallbandes einzusetzen, wenn dieses auf der zweiten Seite profiliert werden
soll.
Falls ein Plattenaustausch vorgenommen wird oder an ihrer Stelle eine
Stützwalze mit besonders großem Durchmesser eingesetzt wird, wird die Paßlinie
des Walzbandes am besten etwas über das aus der Platte bzw. Stützwalze ragende Profil
gelegt. Das hat den Vorteil, daß ein Verkratzen des Metallbandes beim Transport
ausgeschlossen und ein vertikales Verstellen der Platte bzw. der an ihrer Stelle
ggfs. vorgesehenen Stützwalze mit besonders großem Durchmesser vermieden kann.
Andernfalls wäre die vertikale Verstellung erforderlich, wenn die Stützwalze mit
ihrem das Metallband stützenden Segment bzw. die Platte mit ihrem das profilierte
Metallband stützenden Profil in die Ausgangslage für einen neuen Walzstich zurückgesetzt
werden muß.
Es hat sich gezeigt, daß durch das erfindungsgemäße Verfahren
Bänder hergestellt werden können, welche abschnittsweise profiliert sind, vorzugsweise
nur einseitig, und bei welchen von der Einwirkung der Walze auf die eine Seite des
Bandes herrührende Unebenheiten auf der anderen Seite des Bandes gegenüber der bisherigen
Vorgehensweise deutlich vermindert oder sogar völlig vermieden werden.
Beim Walzen dient die Platte der auf das Metallband einwirkenden Walze,
welche auch als Arbeitswalze bezeichnet wird, als Widerlager. Sie nimmt die Walzkräfte
auf und leitet sie zweckmäßigerweise in den Ständer des Walzgerüstes ein,
in welchem auch die Arbeitswalze und zweckmäßigerweise vorhandene Stützwalzen
gelagert sind. Vorzugsweise wird die Platte schwimmend gelagert, was eine leichte,
reibungsarme Beweglichkeit in Verbindung mit einer zuverlässigen Krafteinleitung
erlaubt.
Am besten geht man so vor, daß die Walze den Walzspalt von oben
her begrenzt und daß die Platte unter der Walze waagerecht liegt und durch
eine Stützwalze unterstützt wird, welche ihrerseits in üblicher Weise im Walzgerüst
gelagert ist. In diesem Fall können die Walzkräfte von der Platte auf die Stützwalze
übertragen und von dieser in bekannter Weise in den Ständer des Walzgerüstes eingeleitet
werden. Um eine waagerechte Lage der Platte zu gewährleisten, ist diese neben der
Stützwalze noch zusätzlich zu unterstützen, vorzugsweise zu beiden Seiten des Walzspaltes,
wobei die Tragfähigkeit der Unterstützungsmittel kleiner sein kann als die der Stützwalze,
welche unmittelbar unter der mit der Platte zusammenarbeitenden Arbeitswalze liegt.
Eine schwimmende Lagerung der Platte erreicht man mit Vorteil dadurch,
daß man die Platte durch Wälzkörper unterstützt. Dabei kann es sich um Rollen
oder Walzen handeln, welche am besten zu beiden Seiten des Walzspaltes ein Feld
bilden, welches die Platte an einer Mehrzahl von Stellen oder Linien unterstützt,
welche über die gesamte Breite und Länge der Platte verteilt sein können. Die Wälzkörper
können angetrieben sein, müssen aber nicht angetrieben sein, sondern können freilaufend
ausgebildet sein. Besonders bevorzugt als Wälzkörper sind freilaufend gelagerte
Kugeln, auf welchen die Platte mit ihrer Unterseite liegt.
Die Platte kann direkt angetrieben werden, z.B. mittels eines Stirnrad-Zahnkranzes,
welcher auf die unter der Platte angeordnete Stützwalze aufgeschrumpft ist und sein
Moment über eine an der Platte befestigte Zahnstange auf die Platte überträgt. Dadurch
ist eine exakte Positionierung der Platte in jeder Phase der Bewegung der Platte
möglich, d.h. beim Positionieren, beim Walzen und beim Zurückholen. Ferner ist der
Antrieb der Platte auch mittels einer hydraulischen Kolben-Zylinder-Einheit oder
mittels einer durch einen Elektromotor angetriebenen Spindel, insbesondere mit einer
reibungsarmen und präzisen Kugelumlaufspindel möglich. Vorzugsweise wird die Platte
beim Walzen jedoch nicht direkt, sondern nur indirekt angetrieben, indem sie durch
das Antreiben der Arbeitswalze und / oder des Metallbandes mitgenommen wird. Dafür
besteht wegen des zwischen der Arbeitswalze und der Platte auftretenden Walzdruckes
ein hinreichender Reibungsschluß.
Mit Vorteil wird zum Mitnehmen der Platte auch ihre Stützwalze angetrieben,
welche unter der Platte angeordnet ist.
Ein großer Vorteil der Erfindung liegt darin, daß sie
sich auf weitere Anwendungen übertragen läßt. Eine Anwendung betrifft das
Herstellen von Metallbändern, welche Nuten haben, die sich nicht in Längsrichtung
vom Bandanfang bis zum Bandende erstrecken, sondern sich vom einen Längsrand durchgehend
bis zum anderen Längsrand des Metallbandes quer über dessen gesamte Breite erstrekken
und in dem Metallband in Abständen wiederkehren. Aus solchen genuteten Metallbändern
kann man durch Teilen der Metallbänder z.B. Kontaktfedern oder Stromwendelamellen
für Elektromotoren, insbesondere für Servomotoren herstellen. Fortschrittliche Servomotoren
werden immer schneller und immer genauer. Das stellt steigende Anforderungen an
die Maßhaltigkeit der Stromwendelamellen in diesen Motoren. Die Maßgenauigkeit
der Breite der Nut sollte besser sein als 0,02 mm. Wenn man eine solche Nut in ein
Metallband walzen will, sind dazu ein oder mehrere Walzstiche erforderlich.
Nach herkömmlicher Technik fräst man die Nut in das Metallband, jedoch
erzielt man dabei keine hohe Oberflächengüte. Das Fräsen von Nuten, welche sich
quer über das Metallband erstrecken, ist schwierig. Man hat im Stand der Technik
auch schon versucht, genutete bandförmige Halbzeuge dadurch herzustellen, daß
man eine längs verlaufende Nut in mehreren Walzstichen in ein Metallband walzt.
Dabei bleiben beidseits der Nut Seitenstege im Metallband erhalten, welche die Nut
begrenzen. Da das Metallband im Bereich der Nut durch die Materialverdrängung beim
Walzen entsprechend stark gelängt wird, im Bereich der Seitenstege aber nicht, müssen
die Seitenstege zum Ausgleich gereckt werden, z.B. mit Haspeln, welche eine starke
Zugkraft entwickeln. Selbst wenn man die Seitenstege reckt, ist es nicht möglich,
Nuten zu walzen, deren Tiefe ca. 10% der Dicke des Metallbandes übersteigt. Außerdem
ist das Verfahren aufwendig und führt nicht zu der gewünschten Genauigkeit, weil
das Metallband bei jedem Walzstich einen Verzug erleidet, der dazu führt, daß
die Nut von Walzstich zu Walzstich mit größer werdenden Schwankungen etwas
breiter wird. Auch die in der DE-PS 104 875 und in der DE 197 04 300 A1 beschriebenen
Arbeitsweisen erlauben keine hohen Maßgenauigkeiten.
Durch erfindungsgemäßes schrittweises und abschnittsweises Walzen
kann man jedoch allgemein profilierte Metallbänder, in welchen sich das Profil über
die gesamte Breite des Metallbandes erstreckt, sowohl mit hoher Maßgenauigkeit
als auch mit hoher Oberflächengüte walzen, insbesondere dann, wenn das erfindungsgemäße
diskontinuierliche Walzverfahren so weitergebildet wird, daß das Metallband
nicht nur in einem Schritt, sondern in jedem der zu profilierenden Abschnitte in
mehreren Schritten gewalzt wird, wozu das Metallband nach einem Walzschritt zurückgeholt
und in dem bereits gewalzten Abschnitt erneut gewalzt wird. Besonders hohe Genauigkeiten
lassen sich erzielen, wenn das Metallband nicht nur in einer Richtung gewalzt und
in der Gegenrichtung nur zurückgeholt, sondern wenn es in beiden Richtungen gewalzt
wird, also auch beim Zurückholen.
Ein besonderer Vorteil der Erfindung liegt darin, daß sich mit
ihr Profile in Bänder walzen lassen, welche durch zerspanende Verfahren wie z.B.
durch Fräsen überhaupt nicht hergestellt werden können, nämlich Nuten, welche sich
quer zur Längsrichtung des Metallbandes erstrecken und Ränder haben, welche sich
nicht auf gerader Linie vom einen Rand bis zum anderen Rand des Metallbandes erstrecken,
sondern sich in Längsrichtung des Metallbandes in Taschen oder Nischen erweitern,
die ihrerseits geradlinig oder bogenförmig verlaufende Ränder haben. Solche Nuten,
die sich in Taschen oder Nischen erweitern, können nach dem erfindungsgemäßen
Verfahren jedenfalls dann gewalzt werden, wenn die Taschen oder Nischen die Nut
nicht so stark verbreitern, daß es Probleme mit der Verdrängung des Materials
aus den zu bildenden Taschen oder Nischen gibt. Auch bogenförmig verlaufende und
schräg verlaufende Nuten können unter Anwendung des erfindungsgemäßen diskontinuierlichen
Walzverfahrens in ein Metallband gewalzt werden.
In einer besonderen Ausführungsform der Erfindung ist es möglich,
einem Metallband Vertiefungen mit geschlossener Umrandung zu formen, gleichzeitig
jedoch auf der gegenüberliegenden Seite des Metallbandes im Bereich der geformten
Vertiefung einen ebenen Oberflächenbereich zu erhalten. Der Umriß einer solchen
Vertiefung kann quadratisch, rechteckig, oval, kreisrund oder eine sonstige geschlossene
Linie sein. Der Rand der Vertiefung kann eine senkrecht oder nahezu senkrecht zur
Platte verlaufende Umfangswand oder eine schräg zur Platte verlaufende, sich vom
Boden der Vertiefung nach außen erweiternde Umfangswand sein. Der Rand kann
aber auch, wie bei einer flachen Mulde, allmählich in den Boden der Vertiefung übergehen.
Bisher werden solche Vertiefungen in Bändern durch einen Prägevorgang, z. B. durch
Tiefziehen, gebildet, bei welchem auf der gegenüberliegenden Oberfläche des Metallbandes
eine Ausbuchtung entsteht, die abgefräst wird, um die Ebenheit der Bandoberfläche
wieder herzustellen. Nachteilig bei der bisherigen Verfahrensweise sind
- eine unzureichende Ebenheit der Bandoberfläche und des Bodens der eingeprägten
Vertiefung,
- Schwankungen der Banddicke im Bereich des Bodens der Vertiefungen in der Größenordnung
von einem oder wenigen zehnteln Millimetern,
- eine unregelmäßige Rauhigkeit der Bandoberfläche an der Stelle der abgefrästen
Ausbuchtungen,
- eine Reproduzierbarkeit von so profilierten Metallbändern mit Toleranzen, welche
lediglich im Bereich von einigen zehnteln Millimetern liegen,
wobei sich die Qualität noch verschlechtert, wenn mehrere Vertiefungen über die
Breite des Metallbandes verteilt geformt werden. Außerdem ist die bekannte
Verfahrensweise unwirtschaftlich, da sich das Bilden der Vertiefungen auf zwei örtlich
und zeitlich getrennte Verfahren aufgliedert, nämlich in das Prägen der Vertiefung
und in das Abfräsen der dadurch entstehenden Ausbuchtungen.
Demgegenüber hat das Formen eines profilierten Metallbandes mit Vertiefungen,
welche einen geschlossenen Rand aufweisen, nach dem erfindungsgemäßen Walzverfahren
den wesentlichen Vorteil, daß die Vertiefungen nicht mit zeitlich und örtlich
getrennten Verfahrensschritte hergestellt werden müssen, sondern im Walzspalt zwischen
einer Walze und einer Platte zeitgleich hergestellt werden können. Dazu kann eine
Platte mit Höckern verwendet werden, welche sich beim Walzvorgang in die eine Seite
des Metallbandes eindrücken, dabei eine entsprechende Menge des Metalls zur gegenüberliegenden
Seite des Metallbandes verdrängen, wo es durch die Walze ausgewalzt wird, so daß
die der jeweiligen Vertiefung gegenüberliegende Stelle der Bandoberfläche eben erhalten
wird.
Die Maßgenauigkeit und die Ebenheit der Flächen, die erfindungsgemäß
erreicht werden können, sind um eine Zehnerpotenz besser als beim herkömmlichen
Verfahren.
Besonders vorteilhaft ist das erfindungsgemäße Verfahren beim
Formen von Vertiefungen in einem Metallband, wenn durch den Walzvorgang auf der
gegenüberliegenden Seite nicht nur das durch das Formen der Vertiefungen verdrängte
Material ausgewalzt wird, sondern wenn gleichzeitig eine mäßige Verringerung
der Dicke des Metallbandes insgesamt herbeigeführt wird, vorzugsweise in einer Größenordnung
von 10 % Dickenabnahme. Auf diese Weise läßt sich eine besonders hohe Genauigkeit
erzielen.
Am einfachsten lassen sich Vertiefungen bilden, welche muldenartig
sind oder eine Umfangswand haben, welche in der Weise schräg verläuft, daß
sich die Vertiefung ausgehend von ihrem Boden nach außen hin erweitert. Zum
Bilden einer Vertiefung mit einer steileren, insbesondere mit einer senkrechten
Umfangswand kann es vorteilhaft sein, dieses in zwei oder mehr als zwei Schritten
zu tun, wobei in einem ersten Schritt eine Vertiefung mit einer schrägen Umfangswand,
z.B. unter einem Winkel von 45°, gebildet wird und erst in einem zweiten Schritt
die Umfangswand steiler geformt wird, z.B. nahezu 90°.
Das erfindungsgemäße diskontinuierlich arbeitende Mehrschrittwalzverfahren
ist für die Herstellung solcher profilierten Profilbänder besonders vorteilhaft.
Dazu kann die Platte, die der angetriebenen Walze gegenüberliegt, für ein mehrmaliges
Profilwalzen immer wieder zurückgeholt werden. Um ein Verkratzen des Metallbandes
beim Transport durch den Walzspalt auszuschließen und ein Verstellen der Stützwalze,
welche unter der Platte angeordnet ist, zu vermeiden wird die Paßlinie des
Metallbandes vorzugsweise etwas oberhalb des aus der Platte nach oben vorstehenden
Profils gelegt, welches sich beim Profilwalzen in das Metallband eindrücken soll.
Die Erfindung eignet sich besonders dazu, ein regelmäßig wiederkehrendes
Profil diskontinuierlich in ein Metallband zu walzen; aus einem solchen Metallband
lassen sich durch Teilen des Metallbandes untereinander gleiche Massenteile wie
z.B. Stromwendelamellen oder Kontaktfedern für elektrische Zwecke mit hoher Genauigkeit
gewinnen. Das Teilen des Metallbandes geschieht zweckmäßigerweise durch Stanzen.
Das erfindungsgemäße Verfahren ist mit Vorteil auch anwendbar auf plattierte
Bänder und auf zu plattierende Bänder, bei denen die aufzuplattierenden Bleche nach
dem erfindungsgemäßen Walzen auf verschiedenen Höhen liegen. Profilierte Bänder
mit einer vertieft liegenden Plattierung lassen sich nicht durch bekannte Walzplattierverfahren
durch Walzen in Bandlängsrichtung herstellen, weil bei größeren Verformungsgraden,
insbesondere bei mehr als 50 % Verformung, die damit einhergehende Materialverschiebung
zu einem schwerwiegenden Problem wird.
Mit dem erfindungsgemäßen diskontinuierlichen Mehrschritt -
Walzverfahren gelingt es, das bandförmige Vormaterial mit besonders hoher und gleichmäßiger
Oberflächengüte und mit geringsten Dickentoleranzen zu erzeugen oder ein Vormaterial
mit der aus dem Stand der Technik bekannten Qualität ohne Walzenwechsel in größerer
Länge als bisher zu erzeugen. Es wurden bereits Dickentoleranzen von ± 1 µm, Wiederholgenauigkeiten
von ± 2 µm, Rauhtiefen von nur Rt= 0,18 µm und Mittenrauhwerte (Centre
Line Average, CLA) von nur Ra = 0,022 µm erreicht (DIN 4762).
Um mit dem Verfahren wenigstens zwei Walzschritte in einem Abschnitt
des Metallbandes durchführen zu können, sollte der Umfang der Walzen mindestens
zweimal so groß zu sein wie die Länge der zurückgeholten Abschnitte, wobei
der zurückgeholte Abschnitt etwas größer sein soll als die in Längsrichtung
des bandförmigen Halbzeuges gemessene Abmessung der aus dem Halbzeug auszustanzenden
Werkstücke, so daß der unvermeidbare Stanzabfall Berücksichtigung finden kann.
Wird das Metallband nicht nur in einer Richtung, sondern mal in der einen Richtung
und mal in der anderen Richtung gewalzt, dann kann man z.B. auch so vorgehen, daß
man das Metallband einige Male zwischen denselben Abschnitten der Walze und der
Platte vor- und zurückwalzt und den letzten Walzschritt zwischen einem Umfangsabschnitt
der Walze und einem Abschnitt der Platte durchführt, welche bis dahin für eine geringere
Anzahl von Walzschritten eingesetzt wurden und deshalb noch eine bessere Oberflächengüte
haben, so daß sie im letzten Walzschritt dem Metallband eine Oberfläche mit
ebenfalls optimaler Güte verleihen.
Werden die Abschnitte des Metallbandes mal in der einen Richtung und
mal in der anderen Richtung gewalzt, erhält man darüberhinaus eine günstigere Werkstoffstruktur,
als wenn man das Metallband immer nur in derselben Richtung walzen würde. Dies ist
um so mehr von Bedeutung, je stärker die durch das Walzen herbeigeführte Abnahme
der Dicke des Metallbandes ist, weil damit auch die von den Walzen bewirkte Materialverdrängung
stärker wird. Ein anderer Vorteil liegt darin, daß der günstige Einfluß
auf die Werkstoffstruktur beim abschnittsweise hin- und hergehenden Walzen günstiger
ist, als wenn wie beim Stand der Technik ein Metallband auf voller Länge abwechselnd
in der einen und der anderen Richtung gewalzt wird.
Die Anzahl der Walzschritte, mit welchen auf ein- und denselben Abschnitt
des Metallbandes eingewirkt wird, wird auf die gewünschte Stichabnahme und Oberflächengüte
des zu erzeugenden Vormaterials abgestimmt.
Die Genauigkeit und Oberflächengüte, die sich erfindungsgemäß
erreichen lassen, sind größer als beim Fräsen, größer auch als wenn
das Metallband wie im Stand der Technik zum Erzeugen einer längs verlaufenden Nut
wiederholt auf voller Länge gewalzt wird, was wegen der dabei auftretenden ungleichmäßigen
Längung nur bis zu Dickenabnahmen von höchstens 10% möglich ist.
Die diskontinuierliche Arbeitsweise des erfindungsgemäßen Verfahrens
leistet einen wesentlichen Beitrag zur Maßgenauigkeit des Profils von profilierten
Metallbändern. Wegen der diskontinuierlichen Arbeitsweise beginnt jeder Walzschritt
aus dem Stillstand des Metallbandes, der Walze und der Platte heraus oder bei so
geringer Geschwindigkeit, daß eine in dem Metallband herrschende Zugspannung
während des Einstechens der Walze in das Metallband aufrechterhalten werden kann.
Deshalb setzt in der Anfangsphase eines jeden Walzschrittes die sich aus dem Eingriff
der Walze in das Metallband ergebende Längung des Metallbandes anders als bei einem
kontinuierlichen Profilwalzverfahren nicht schlagartig, sondern so sanft ein, daß
die für die Maßhaltigkeit des Profils wichtige Zugspannung im Metallband erhalten
bleibt, z.B. durch Regelung des Antriebs von Haspeln, welche für das Aufrechterhalten
der Zugspannung vorgesehen sind. Zu diesem Zweck erfolgen das Beschleunigen und
Bremsen der Walze und des Metallbandes beim Walzen vorzugsweise in gleichem Maße
und synchron. Am besten wird in dem Metallband beim Einstechen eine konstante Zugspannung
aufrechterhalten, und die wird am besten auch beim Walzen beibehalten.
Soll ein Profil abschnittsweise in ein Metallband gewalzt werden,
so kann die Walze einen, gegebenenfalls in Segmente mit gleichem oder unterschiedlichem
Durchmesser unterteilten, zylindrischen Mantel oder einen profilierten Mantel aufweisen.
Mit einem zylindrischen Mantel läßt sich ein Profil in das Metallband walzen,
indem insbesondere durch Verlagern der Walze die Höhe des Walzspaltes während des
Walzens verändert wird.
Die Maßgenauigkeit und die Oberflächengüte sind um so besser,
je kürzer die Walzschritte sind. Mit Vorteil werden die Walzschritte kürzer als
der halbe Umfang der Walze gewählt. In diesem Fall erstreckt sich das Profil nur
über einen Teil des Umfangs der Walze. Den verbleibenden Teil der Mantelfläche der
Walze kann man zylindrisch ausbilden; das macht es möglich, mit dem zylindrischen
Abschnitt der Walzenoberfläche den jeweiligen Abschnitt des Metallbandes in einem
ersten Walzschritt noch nicht zu profilieren, sondern zu egalisieren, um dadurch
die Maßgenauigkeit des gewalzten Bandes zu erhöhen.
Ein Anwendungsfall, für welchen die Erfindung vorteilhaft eingesetzt
werden kann, um ein bandförmiges Vormaterial aus Metall herzustellen, welches in
regelmäßig wiederkehrenden Abschnitten profiliert ist, betrifft Schreibfedern
für Füllfederhalter.
Schreibfedern für Füllfederhalter haben über ihre Länge eine unterschiedliche
Dicke. Im hinteren Bereich sind Schreibfedern typisch 0,2 mm dick. Zur Spitze hin
wird die Feder dicker, um an der Schreibspitze schließlich ein Maximum von
etwa 0,6 mm zu erreichen. Es ist bekannt, Schreibfedern herzustellen, indem ein
Metallband durch Walzen abschnittsweise, nämlich in Schritten, deren Länge der Länge
der späteren Schreibfedern entspricht, zunächst mit einem entsprechenden Längsprofil
versehen wird, welches sich über die gesamte Breite des Metallbandes erstreckt.
Dieses profilierte Metallband ist ein Vormaterial, aus welchem später die Schreibfedern
ausgestanzt und in die gewünschte gebogene Form umgeformt werden.
Um das profilierte Vormaterial herzustellen, ist es bekannt, von zwei
einen Walzspalt begrenzenden Walzen, welche in einem Walzgerüst gelagert sind, die
obere Walze in Umfangsrichtung mit einer empirisch ermittelten Kontur zu versehen,
welche auf den vorgesehenen Verlauf der Dicke der Schreibfedern komplementär abstimmt
ist. Außerhalb dieser abgestimmten Kontur hat die Mantelfläche der oberen
Walze einen so geringen Abstand von ihrer Achse, daß es in diesem Bereich
nicht zu einem Eingriff mit dem Metallband im Walzspalt kommt. Mit dem Anfang des
die abgestimmte Kontur aufweisenden Umfangsabschnittes sticht die sich drehende
Walze in das Metallband ein und nimmt es dann für die Dauer eines Walzschrittes,
nämlich solange wie sie mit dem Metallband im Eingriff ist, mit und bewirkt dadurch
sowohl einen Vorschub als auch eine Profilierung des Metallbandes. Dabei wird das
Metallband von einer ersten Haspel abgerollt und das aus dem Walzspalt austretende
profilierte Metallband von einer zweiten Haspel aufgerollt. Da der Vorschub des
Metallbandes durch die beiden Walzen bewirkt wird, ergibt sich zwischen ihnen und
der zweiten, aufwickelnden Haspel zwangsläufig eine gewisse Loslänge des Metallbandes,
welche es im Stand der Technik erforderlich macht, eine Bandschleife mit einer Bandspanneinrichtung
vorzusehen, welche einen Ausgleich schafft zwischen dem diskontinuierlichen Bandvorschub
durch die Walzen und der kontinuierlichen Aufwickelbewegung der zweiten Haspel.
Das ist mit einigem apparativem Aufwand verbunden, der nachteilig ist.
Auf die bekannte Weise hergestellte profilierte Bänder weisen unerwünschte
Maßabweichungen auf.
Die vorliegende Erfindung zeigt demgegenüber einen Weg auf, wie ein
profiliertes bandförmiges Vormaterial z.B. für Schreibfedern mit größerer
Genauigkeit, hergestellt werden kann. Dazu liefert die flächige, ebene Unterstützung
des Metallbandes in Verbindung mit einem Einstechen der sich am besten zunächst
nicht drehenden Walze in das ruhende Metallband einen wesentlichen Beitrag. Um das
Einstechen zu bewirken, wird die Walze gegen die noch ruhende Platte verlagert.
Ein weiterer Beitrag wird dadurch geliefert, daß die Bandspannung in allen
Phasen des Walzverfahrens aufrechterhalten werden kann. Beim bekannten Verfahren
ist das anders, weil dort die Walzen andauernd mit gleichbleibender Geschwindigkeit
umlaufen, wodurch das Einstechen der profilierten Walze und damit der Bandvorschub
schlagartig einsetzen und auch wieder beendet werden. Eine gleichmäßige Zugkraft
im Metallband während des Profilierens, welche für ein gleichmäßiges Arbeitsergebnis
mit hoher Maßgenauigkeit günstig wäre, ist bei der bekannten Arbeitsweise
nicht möglich.
Das Metallband wird in einem bei höheren Anforderungen an die Genauigkeit
oder bei großen Stichabnahmen in mehreren Walzschritten bis zum Erreichen
der Tiefe des gewünschten Profils des Vormaterials gewalzt. Im Falle mehrerer Walzschritte
wird das Metallband zwischen je zwei aufeinanderfolgenden Walzschritten zurückgeholt
und dann der zurückgeholte Abschnitt des Metallbandes zwischen der Walze und der
Platte erneut gewalzt. Es kann aber auch bereits beim Zurückholen der betreffende
Abschnitt des Bandes erneut gewalzt werden. Erst wenn in einen zu profilierenden
Abschnitt des Metallbandes in einem oder mehreren Walzschritten und gegebenenfalls
nach einem oder mehreren Rückholschritten das gewünschte Profil gewalzt worden ist,
wird zur Profilierung des nächsten Bandabschnittes des Metallbandes dieser nächste
Bandabschnitt in den Walzspalt gefördert, in seiner Längsrichtung genau positioniert
und dann im Walzspalt bearbeitet.
Es wäre allerdings auch möglich, nach einem ersten Walzschritt in
einem ersten Bandabschnitt gegebenenfalls nach Wiederherstellung der Ausgangslage
der Walze z.B. durch Zurückdrehen der Walze und wenn nötig durch Zurückbewegen der
Platte einen gleichen ersten Walzschritt in einem anschließenden Bandabschnitt
durchzuführen, dann das Band um zwei Schritte zurückzuholen, danach im ersten Bandabschnitt
einen zweiten Walzschritt und dann im zweiten Bandabschnitt den zweiten Walzschritt
durchzuführen.
Die sich mit der Herstellung von einseitig profiliertem Vormaterial
befassende Variante der Erfindung mit wiederholten Walzschritten hat wesentliche
Vorteile:
- Dadurch, daß das Profil des Metallbandes in mehreren Walzschritten erzeugt
wird, erzielt man eine größere Maßhaltigkeit als bisher, was sich z.B.
bei Schreibfedern insbesondere im späteren Schaftbereich auswirkt.
- Da das gewünschte Profil in einem Abschnitt des Metallbandes nicht durch einen
einzigen, sondern durch zwei oder mehr als zwei Walzschritte erzeugt wird, können
auch härtere Metallbänder profiliert werden, auch federharte Bänder.
- Dadurch, daß das Profil des Metallbandes in mehreren Walzstichen erzeugt
werden kann, können verschiedene Walzarten wie Egalisieren, Vorprofilieren, Plattieren,
Maskenwalzen und Spiegelglanzwalzen nacheinander in unterschiedlicher Reihenfolge
auf demselben Abschnitt des Metallbandes ausgeführt werden.
- Das eröffnet der Erfindung Anwendungen, die über den Schreibfederbereich hinausgehen
und eine Vielzahl von profilierten Teilen erfaßt, die aus einem bandförmigen
Halbzeug gebildet und durch Stanzen des Bandes vereinzelt werden können. Anwendungsbeispiele
sind elektrische Leiterstrukturen wie z. B. Kontaktfedern, Stromwendelamellen für
elektrische Motoren, ferner Leadframes sowie Kettenglieder für Uhrarmbänder und
für Schmuckketten.
- Durch die Möglichkeit, das Profilieren in mehreren Walzschritten vorzunehmen,
lassen sich sehr vielgestaltige Profile erzeugen.
- Zur Vielseitigkeit der Erfindung trägt bei, daß das Metallband nicht in
jedem Walzschritt profiliert werden muß, sondern in einem ersten Walzschritt
lediglich gleichmäßig in seiner Dicke reduziert werden kann, wozu die Walze
jedenfalls auch einen zylindrischen Abschnitt hat, wenn sie nicht ohnehin zylindrisch
ist.
- Der Fortschritt, den die Erfindung bringt, wird durch minimalen apparativen
Aufwand erreicht. Ausgehend von einem an sich bekannten Walzgerüst ist in diesem
im wesentlichen nur eine Arbeitswalze durch eine Platte zu ersetzen und die Arbeitsweise
zu modifizieren, welche zu der Profilierung führt. Ist die Walze in Umfangsrichtung
profiliert, dann wird sie vorzugsweise so gestaltet, daß sie in Umfangsrichtung
aufeinanderfolgend Abschnitte mit unterschiedlicher Kontur hat, welche insbesondere
durch Freisparungen voneinander getrennt sind und in Verbindung mit dem bevorzugten
Rückholen des Metallbandes ein wiederholtes Walzen ein und desselben Abschnittes
des Metallbandes erlauben.
- Es ist auch möglich, die Walze zylindrisch auszubilden und die für ein Profilieren
erforderliche Veränderung der Höhe des Walzspaltes beim Walzen dadurch zu erzielen,
daß man die Walze und / oder die Platte, vorzugsweise die Walze, welche vorzugsweise
über der Platte liegt, im Walzgerüst verlagert. Das kann z.B. mit einem Elektromotor
geschehen, welcher Spindeln antreibt, welche auf die zu verlagernde Walze und /
oder Platte einwirken und mit einem eine wiederholbare Einstellung ermöglichenden
inkrementalen Drehgeber gekoppelt sind, mit dessen Hilfe der Elektromotor gesteuert
wird. Es ist ferner möglich, die Walze und / oder die Platte hydraulisch zu verlagern,
indem man in jeden Walzenständer im Kopf oder im unteren Querjoch einen hydraulisch
arbeitenden Zylinder positioniert. Die beiden Hydraulikzylinder sind in der hydraulisch
arbeitenden Walzenanstellung integriert und werden mittels einer Positionsregelung
mit Kraftüberwachung angefahren. Die Regelung kann mit Servoventilen als Stellgliedern
sowie mit Lage-Sensoren und Druckgebern als lstwertgebern ausgerüstet sein. Damit
ist es möglich, nahezu jeden vorgegebenen Kurvenverlauf, abhängig von dem zu walzenden
Profil, mit der Walze anzufahren. Gegenüber der Verwendung eines elektronisch gesteuerten
elektrischen Servoantriebes hat ein hydraulisches Anstellsystem den Vorteil, schneller
und präziser zu sein.
Mit einem solchen Servoantrieb für das Verlagern der Walze und / oder der als ihr
Widerlager dienenden Platte ist es möglich, auch mit einer zylindrischen Walze in
einem oder mehreren Schritten ein Profil in das Metallband zu walzen. Es hängt von
der gewünschten Profilierung ab, wie der Durchmesser der Walze zu wählen und wie
die Walze gegenüber der Platte in Abhängigkeit vom Bandvorschub zu verlagern ist.
Eine entsprechende, von dem zu walzenden Profil abgeleitete Steuerkurve für den
Antrieb, der die Walze relativ zur Platte verlagern soll, kann als Steuerkurve in
einem programmierbaren elektronischen Steuergerät gespeichert sein. Durch Abspeichem
mehrerer Steuerkurven kann erfindungsgemäß mit einem Walzgerüst ohne Austausch
der Walze eine entsprechende Anzahl von unterschiedlichen Profilieraufgaben in Metallbändern
bewältigt werden.
Es ist außerdem möglich, das Verlagern der Walze während des Walzens anzuwenden
bei einem Walzgerüst, welches eine profilierte Walze hat. Durch eine solche Kombination
von zwei verschiedenen Möglichkeiten, die Höhe des Walzspaltes im Verlauf des Walzens
zu verändern, nämlich durch Verwenden einer profilierten Walze in Kombination mit
dem Verlagern der Walze relativ zur Platte, läßt sich die vielseitige Verwendbarkeit
des Walzgerüstes zum Herstellen von abschnittsweise profilierten Bändern noch steigern.
Wird mit einer zylindrischen Walze gearbeitet, ist es vorteilhaft, sie mit einem
achsparallelen Einschnitt zu versehen, um auf diese Weise eine Referenz für die
Drehwinkelstellung der Walze zu erhalten.
- Die exakte Positionierung des jeweils geforderten Walzensegments zum Metallband
kann mit Hilfe einer Regelung für den Walzendrehwinkel erfolgen.
- Für das Zurückholen des Metallbandes kommt der Rückholvorrichtung, z.B. einer
ersten Haspel, von welcher das zu profilierende Metallband abgewickelt wird, eine
besondere Bedeutung zu, weil sie die Länge des Schrittes, um welchen das Metallband
zurückgeholt wird, hinreichend genau reproduzieren können muß. Dazu versieht
man diese erste Haspel, zweckmäßigerweise auch die das Metallband ziehende
zweite Haspel z.B. mit einem Servomotor, welcher einen inkrementalen Drehgeber aufweist,
der eine genaue Festlegung der gewünschten Schrittlänge beim Abwickeln und auch
beim Aufwickeln ermöglicht. Noch genauer kann man die Schrittlänge festlegen, wenn
man die Haspeln mit Bandüberlaufrollen versieht, welche mit einem Inkrementaldrehgeber
gekoppelt sind, der in der Bandpositionsregelung als Istwertgeber dient.
Die Breite des Metallbandes kann so bemessen sein, daß aus jedem
der aufeinanderfolgend angeordneten Bandabschnitte ein einziges profiliertes Teil,
z.B. eine einzelne profilierte Schreibfeder ausgestanzt werden kann. Die Wirtschaftlichkeit
des Verfahrens und eines nach dem Verfahren arbeitenden Walzgerüstes kann leicht
vervielfacht werden, wenn breitere Bänder bearbeitet werden, die so breit sind,
daß aus jedem profilierten Abschnitt des Vormaterials zwei oder mehr als zwei
nebeneinander liegende Schreibfedern oder dergleichen profilierte Gegenstände gebildet
werden können.
Eine besonders vorteilhafte Weiterbildung der Erfindung ist Gegenstand
des Anspruchs 22. Gemäß dieser Weiterbildung der Erfindung wird das Metallband
vor dem Walzen des Profils egalisiert. Unter einem Egalisieren wird ein Walzen des
Metallbandes in einem Walzgerüst mit hochkonstantem Walzspalt verstanden, wodurch
die Dickenschwankungen des Metallbandes vermindert werden. Walzgerüste mit zwei
Arbeitswalzen zum Egalisieren sind aus der DE 25 41 402 C2 bekannt, worauf wegen
weiterer Einzelheiten verwiesen wird. Bei einem für Zwekke der Erfindung geeigneten
Walzgerüst wird ein hochkonstanter Walzspalt dadurch erreicht, daß an den
über die Walzenzapfenlager hinaus nach außen verlängerten Walzenzapfen von
zwei Stützwalzen, von denen die eine die Platte von unten stützt und die andere
die Arbeitswalze von oben stützt, senkrecht zu den Walzenachsen vom Walzgut weg
gerichtete Vorspannkräfte ausgeübt werden, welche lotrecht ausgerichtet sein können
und vorzugsweise in einer um den Walzwinkel von der Walzenachsebene abweichenden,
durch das einlaufende Metallband gehenden Wirkungslinie wirken. Auf diese Weise
wird das Arbeitsspiel der Walzen in den Walzenzapfenlagern verringert.
Erfindungsgemäß ist es deshalb nicht erforderlich, zum Zwecke
des Egalisierens dem für das Profilieren des Metallbandes vorgesehenen Walzgerüst
ein weiteres, der Egalisierung dienendes Walzgerüst voranzustellen. Vielmehr werden
das Egalisieren und das Profilieren in ein und demselben Walzgerüst durchgeführt,
wozu das Metallband nicht nur in den der Profilierung dienenden Arbeitsschritten
in Vorschubrichtung durch den Walzspalt bewegt wird. Vielmehr wird das Metallband
zunächst in Schritten, die - unter Berücksichtigung der beim nachfolgenden Profilieren
noch erfolgenden Streckung des egalisierten Abschnittes - mindestens so lang sind
wie der Schritt beim Profilieren, unter mäßiger Abnahme seiner Dikke egalisiert.
Danach wird das Band um einen Schritt von mindestens der für das Profilieren benötigten
Länge und höchstens der beim Egalisieren vorgeschobenen Länge zurückgeholt und danach
wird in den zurückgeholten Abschnitt des Metallbandes das Profil gewalzt. In einem
Walzgerüst, in welchem die Arbeitswalze profiliert ist und einen Umfangsabschnitt
mit der Kontur hat, welche auf den gewünschten Verlauf der Dicke z.B. einer Schreibfeder
abgestimmt ist, welche aus dem Metallband hergestellt werden soll, hat die Walze
zu diesem Zweck zusätzlich noch einen zylindrischen Umfangsabschnitt, welcher von
dem die Kontur aufweisenden Umfangsabschnitt getrennt ist (Anspruch 25). Mit dem
zylindrischen Umfangsabschnitt wird der Egalisierschritt durchgeführt. Der zylindrische
Umfangsabschnitt ist im Hinblick auf seine Bestimmung und unter Berücksichtigung
der beim Walzen auftretenden Längung des Metallbandes so lang gewählt, daß
der egalisierte Abschnitt des Metallbandes mindestens die Länge der Schreibfeder
hat, vorzugsweise etwas länger ist, so daß der Anfang und / oder das Ende
des Profilierschrittes einen Abstand vom Anfang und vom Ende des egalisierten Abschnittes
einhalten können.
Mit Vorteil ist das der Profilierung dienende Walzgerüst also gleichzeitig
als ein Walzgerüst zum Egalisieren ausgebildet und mit einem schrittweise vorwärts
und rückwärts arbeitenden Bandvorschub ausgestattet.
Die Weiterbildung der Erfindung gemäß Anspruch 28 und gemäß
Anspruch 34 hat wesentliche Vorteile:
- Die Dickenschwankungen von ± 20 µm im Vormaterial und damit auch in den daraus
herzustellenden Werkstücken, z. B. Schreibfedern, können auf weniger als ± 2 µm,
z.B. auf ± 1 µm in einer einzelnen Schreibfeder verringert werden, insbesondere
im späteren Schaftbereich der Schreibfedern.
- Die Reproduzierbarkeit des Verlaufs der Dicke von Schreibfeder zu Schreibfeder
kann auf weniger als ± 4 µm, z.B. auf ± 2 µm verbessert werden.
- Das sind Genauigkeiten, die bei der Herstellung von Schreibfedern durch Walzen
bisher nicht erreicht wurden. Entsprechende Genauigkeiten sind auch bei bandförmigem
Vormaterial für andere profilierte Erzeugnisse als Schreibfedern erreichbar.
- Der große Fortschritt an Genauigkeit wird durch minimalen apparativen
Aufwand erreicht. Ausgehend von einem an sich bekannten Walzgerüst ist in diesem
gegebenenfalls die der Profilierung dienende Arbeitswalze zu modifizieren, indem
sie mit einem geeigneten zylindrischen Abschnitt versehen wird, es ist eine Arbeitswalze
gegen eine Platte auszutauschen und es sind die Walzenzapfen von zwei Stützwalzen
zur Verringerung des Lagerspiels vorzuspannen, z.B. auf eine der in der DE-25 41
402 C2 offenbarten Weisen. Außerdem benötigt man Mittel, die nicht nur ein
schrittweises Vorschieben, sondern auch ein schrittweises Zurückholen des Metallbandes
in Schritten erlauben, die ungefähr so lang sind wie die Schritte beim Egalisieren.
Das kann, wie schon erwähnt, einfach dadurch geschehen, daß man mindestens
eine erste Haspel, von welcher das zu profilierende Metallband abgewickelt wird,
mit einem Elektromotor versieht, welcher sich mit hinreichender Genauigkeit in Schritten
von der gewünschten Länge steuern und in der Drehrichtung umsteuern läßt.
Das geschieht vorzugsweise mit einem Servomotor, welcher einen inkrementalen Drehgeber
aufweist, der eine genaue Festlegung der gewünschten Schrittlänge beim Abwickeln
und Aufwickeln ermöglicht, oder mittels zweier Servoregler mit Kraftmeßdosen
an Umlenkrollen für das Metallband, als lstwertgeber für Haspeln, welche das Metallband
abwickeln und aufwickeln und die Zugspannung im Metallband verwirklichen oder alternativ
von einer Regeletektronik in Positionsregelung gehalten werden. Als lstwertgeber
dienen dabei am besten zwei Inkrementaldrehgeber, die an den beiden Umlenkrollen
der Haspeln positioniert sind. Ein Servomotor ist normalerweise mit einem nachgeordneten
Getriebe verbunden. Wenn nachstehend von Servomotoren geredet wird, wird unterstellt,
daß sie normalerweise ebenfalls mit einem nachgeordneten Getriebe verbunden
sind.
Vorzugsweise wird auch eine zweite Haspel, welche das profilierte
Metallband aufwickelt, mit einem solchen Servomotor versehen.
- Das hat den weiteren Vorteil, daß durch das Zusammenspiel der Servomotoren
in allen Phasen des erfindungsgemäßen Verfahrens, beim Einstechen, beim Egalisieren
wie beim Profilieren und beim Rückholen des Metallbandes auf dieses ein definierter
Zug ausgeübt werden kann, welcher das Erreichen eines gleichmäßigen Vormaterials
mit geringen Dickenschwankungen begünstigt. Dieser Zug soll möglichst gleichbleibend
sein und eine gewisse Grundzugkraft nicht unterschreiten, welche beim Herstellen
von Schreibfedern z.B. 500 N betragen kann. Beim Zurückholen zieht deshalb die erste
Haspel das Metallband mit größerer Kraft gegen die kleinere Aufhaspelkraft
der zweiten Haspel. Durch das Aufrechterhalten einer möglichst gleichbleibenden
Grundzugkraft im Metallband in allen Phasen der Bearbeitung des Metallbandes erzielt
man eine verbesserte Gleichmäßigkeit des gewalzten Vormaterials und vermeidet
man das Auftreten eines Bandverlaufs, d.h., das Metallband verzieht sich nicht.
- Ein weiterer Vorteil des Antriebs der Haspeln mit Servomotoren besteht darin,
daß der Bandvorschub und der Antrieb der Walze so gut aufeinander abgestimmt
werden können, daß anders als beim Stand der Technik anstelle eines kontinuierlichen
Antriebs der Walze ein diskontinuierlicher Walzenantrieb erfolgen kann. Insbesondere
kann die Geschwindigkeit, bei der der Einstich der profilierten Walze in das Metallband
erfolgt, auf die Bandvorschubgeschwindigkeit so abgestimmt werden, daß beim
Einstechen keine abrupte Beschleunigung des Metallbandes erfolgt. Insbesondere kann
das Einstechen der profilierten Walze in das Metallband zunächst in Ruhe oder bei
langsamem Bandvorschub und bei langsamer Walzendrehung erfolgen, gefolgt von einer
beschleunigten Bandvorschubbewegung und Walzendrehung. Dies ist für das Erreichen
von geringen Maßtoleranzen besonders vorteilhaft.
- Dadurch, daß das Metallband mittels einer Bandpositionsregelung im Walzspalt
relativ zur Walze positioniert wird, die mit Hilfe einer Walzendrehwinkelregelung
für jeden Walzschritt erneut exakt positioniert wird, bleiben Maßabweichungen
in den Profilabständen je nach Profil im hundertstel Millimeter Bereich.
- Ein weiterer Vorteil der Verwendung von Servomotoren zum Antrieb der Haspeln
besteht darin, daß besondere Bandspanneinrichtungen, wie sie im Stand der
Technik erforderlich sind, nicht benötigt werden.
- Ein weiterer Vorteil der Verwendung der Servomotoren zum Antrieb der Haspeln
besteht darin, daß der Bandvorschub durch ein programmierbares elektronisches
Steuergerät sehr exakt auf die Länge und Lage der profilierten Bandabschnitte und
auf die Walzendrehung abgestimmt werden kann, vorzugsweise auch auf die vertikale
Verlagerung der Walze, um insbesondere bei einem durch einen zylindrischen Walzenmantel
oder Walzenmantelabschnitt begrenzten Walzspalt dessen Höhe zu verändern und dadurch
eine bestimmte Profilierung zu erzeugen.
Das Zurückholen des Metallbandes kann nicht nur durch eine auf der
Einlaufseite des Walzspaltes angeordnete Haspel geschehen, sondern auch durch eine
als Zangenvorschubvorrichtung ausgebildete Rückholvorrichtung. Diese Ausführungsform
eignet sich besonders für das Bearbeiten kürzerer oder steiferer Bänder. Ist die
Rückholvorrichtung eine Zangenvorschubeinrichtung, kann sie darüber hinaus benutzt
werden, um das Metallband vorzuschieben und dem Walzspalt zuzuführen.
Von der Rückholvorrichtung hängt die Ablaufsteuerung des Verfahrens
ab, welche die Steuerung der Bandposition, der Drehwinkelstellung der Walze und
der Lage der Walze miteinander verknüpft.
Anstelle einer auf der Auslaufseite des Walzspaltes angeordneten Haspel
kann als Ziehvorrichtung für das beim Walzen aus dem Walzspalt austretende Band
ebenfalls eine Zangenvorschubvorrichtung verwendet werden. Auch diese Ausführungsform
eignet sich vor allem für das Bearbeiten kürzerer oder steiferer Bänder.
Die Qualität des erzeugten bandförmigen Vormaterials wird gesteigert,
wenn sowohl beim Einstechen als auch beim Walzen als auch beim Rückholen des Bandes
in diesem ein definierter Zug aufrecht erhalten wird, insbesondere mittels einer
Bandzugkraftregelung mit zwei Servoreglern und Kraftmeßdosen an den Umlenkrollen
als lstwertgeber für die Haspeln, wobei dieser günstige Einfluß um so stärker
auftritt, je dünner das Metallband ist. Aber auch bei dickeren Bändern ist es vorteilhaft,
das Band beim Einstechen und während des Walzens und Zurückholens zwischen der Rückholvorrichtung
und der Ziehvorrichtung durch ein aufeinander abgestimmtes Bewegen dieser beiden
Vorrichtungen unter Spannung zu halten und exakt zu führen.
Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren kann die optimale Bandspannung
in allen Phasen eines Walzschrittes aufrechterhalten werden, insbesondere auch in
der kritischen Phase des Einstechens einer profilierten Walze in das Metallband,
denn weil jeder Walzschritt wegen der Natur des erfindungsgemäßen diskontinuierlichen
Mehrschritt - Walzverfahrens aus dem Stillstand der Walze, der Platte und des Metallbandes
heraus beginnt, erfolgt der Eingriff der profilierten Walze in das Metallband nicht
schlagartig, sondern so sanft, daß in dieser kritischen Phase des Einstechens
der profilierten Walze in das Metallband und in dem gesamten Walzschritt die Zugkraft
der Bandspanneinrichtung, z.B. der Haspeln, auf einen für das jeweilige Band optimalen
konstanten Wert geregelt werden kann. Dazu werden die Haspeln und die Walze beim
Beschleunigen und Bremsen des Metallbandes und der Walze mit Vorteil mit ihren jeweiligen
Antriebsmotoren synchron und in gleichem Maße beschleunigt bzw. gebremst.
Die optimale Vorspannung, mit welcher das Lagerspiel der Stützwalzen
weggespannt wird, kann für den jeweiligen Anwendungsfall empirisch ermittelt werden
und bleibt dann für den Anwendungsfall konstant. Die Optimierung erfolgt vorzugsweise
so, daß die im jeweiligen Anwendungsfall auftretende Dehnung des Walzgerüstes
beim Egalisieren ermittelt und durch passende Einstellung der Vorspannung kompensiert
wird.
Die im Patentanspruch 51 angegebene Vorrichtung zum Herstellen eines
bandförmigen Vormaterials aus Metall durch Walzen eines Metallbandes nach dem erfindungsgemäßen
Verfahren hat ein Walzgerüst, in welchem eine Walze und eine geradlinig verschiebbare,
der Walze zugewandte Platte einen Walzspalt begrenzen, sowie eine auf der Einlaufseite
des Walzspaltes angeordnete Rückholvorrichtung für das Metallband, für welche ein
Antriebsmotor vorgesehen ist, welcher ein Zurückholen des Metallbandes in Schritten
von vorgebbarer Länge ermöglicht, insbesondere ein Servomotor, wobei die Platte
synchron mit der Walze und / oder mit dem Metallband in der vorgegebenen Bewegungsrichtung,
die das Metallband im Walzspalt hat, antreibbar und auch unabhängig von dem Metallband
antreibbar und rückholbar ist. Die Möglichkeit, die Platte synchron mit der Walze
und / oder mit dem Metallband zu bewegen, gewährleistet, daß das Metallband
beim Walzen auf der Platte unmittelbar im Walzspalt keinen Schlupf erfährt. Darüberhinaus
ist die Platte unabhängig von dem Metallband antreibbar und rückholbar, um nach
dem Abschluß eines Walzvorganges in einem ausgewählten Abschnitt des Metallbandes
die Platte zurückholen zu können, ohne das Metallband zurückholen zu müssen, so
daß das Metallband in einem nachfolgenden Abschnitt gewalzt werden kann. Das
Antreiben der Platte kann direkt erfolgen, erfolgt aber vorzugsweise indirekt, indem
die Platte beim Walzen von der angetriebenen Walze und von dem angetriebenen Metallband,
vorzugsweise auch von einer unter der Platte angeordneten und die Platte stützenden,
angetriebenen Stützwalze mitgenommen wird. Letztere kann die Platte zwischen zwei
aufeinanderfolgenden Walzschritten auch zurückholen; dazu reicht der Reibungsschluß
zwischen der Stützwalze und der auf ihr liegenden Platte aus, wobei die vom Eigengewicht
der Platte bewirkte Reibungskraft erforderlichenfalls noch durch Andrückelemente,
welche die Platte zusätzlich gegen die Stützwalze drükken, verstärkt werden kann.
Bei solchen Andrückelementen kann es sich beispielsweise um Rollen handeln, welche
durch Druckmittelzylinder auf die Platte gedrückt werden.
Profilierte Metallteile, die durch Teilen von Metallbändern erhalten
werden und abschnittsweise durch nur einen Walzschritt des diskontinuierlichen Walzverfahrens
gebildet werden, finden z.B. in der Automobilindustrie Verwendung und können dort
Metallteile ersetzen, die bisher aufwendig mittels Schweißverfahren hergestellt
werden.
Die Erfindung ist nicht nur anwendbar auf das Walzen von Bändern aus
Metall in dem Sinne, wie der Begriff "Metallband" hier verwendet wird, sondern auch
auf Bänder aus Kunststoff, und auf Bänder, die aus einem Verbundwerkstoff auf Kunststoffbasis
bestehen, zum Beispiel ein Kunststoff mit metallischen oder mineralischen oder keramischen
Füllstoffen, oder metallisierte Kunststoffbänder sowie mit Kunststoff beschichtete
Metallbänder.
Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus den beigefügten
schematischen Zeichnungen, welche Ausführungsbeispiele der Erfindung zeigen.
- Figur 1
- zeigt eine teilweise geschnittene Seitenansicht einer Maschine gemäß der
Erfindung,
- Figur 2
- zeigt eine teilweise geschnittene Vorderansicht der Maschine,
- Figur 3
- zeigt einen gegenüber der Figur 1 vergrößerten Ausschnitt aus der Maschine,
nämlich den Hauptteil des Walzgerüstes der Maschine,
- Figur 3a
- zeigt die Einzelheit X aus Figur 3,
- Figur 4
- zeigt einen gegenüber der Figur 2 vergrößerten Ausschnitt aus der Maschine,
nämlich das Walzgerüst,
- Figur 4a
- zeigt die Einzelheit Y aus Figur 4,
- Figuren 5-10
- zeigen ein Ablaufschema eines ersten mit der Maschine ausführbaren Arbeitsverfahrens,
- Figuren 11-16
- zeigen ein Ablaufschema eines zweiten mit der Maschine ausführbaren Arbeitsverfahrens,
- Figur 17
- zeigt ein schematisches Diagramm zum Durchführen der Erfindung mit zwei zylindrischen
Walzen,
- Figur 18
- zeigt eine abgewandelte Maschine gemäß der Erfindung in einer der Figur
1 entsprechenden Darstellung,
- Figur 19
- zeigt ein durch die Erfindung herstellbares Metallband mit Nuten, welche sich
in rechteckige Nischen erweitern,
- Figur 20
- zeigt ein durch die Erfindung herstellbares Metallband mit Nuten, welche sich
in einer bogenförmigen Nische erweitern, und die
- Figur 21
- zeigt ein durch die Erfindung herstellbares Metallband mit Nuten, welche sich
in rechteckige Nischen erweitern, und mit Vertiefungen, welche eine geschlossene
Umrandung haben.
Einander entsprechende Teile sind in den Beispielen mit übereinstimmenden
Bezugszahlen bezeichnet.
Die in Figur 1 und Figur 2 dargestellte Maschine hat ein Fundament
1, auf welchem in der Mitte ein Walzgerüst 2 aufgebaut ist, vor welchem und hinter
welchem jeweils eine Aufnahmeeinrichtung 3 und 4 für eine Haspel 5 und 6 befestigt
ist, welche durch einen als elektrischer Servomotor ausgebildeten Antriebsmotor
7, 8 antreibbar ist.
In seitlichen Einbauteilen 9 des Walzgerüsts ist eine Arbeitswalze
12, nachfolgend einfach als Walze bezeichnet, gelagert, welche gemeinsam mit einer
darunter angeordneten ebenen Platte 67 einen Walzspalt 13 begrenzt. Oberhalb der
Walze 12 und unterhalb der Platte 67 ist jeweils eine Stützwalze 14 bzw. 15 in Einbauteile
10 und 10a eingebaut, welche im Durchmesser größer ist als die Walze 12. Die
Einbauteile 9, 9a der Arbeitswalze 12 sind jeweils in einem Ausschnitt der Einbauteile
10, 10a der Stützwalzen 14, 15 angeordnet.
Ein zu bearbeitendes Metallband 16 läuft von der Haspel 5 über eine
Überlaufrolle 17 hinweg in den Walzspalt 13 hinein, tritt durch diesen hindurch
und gelangt über eine weitere Überlaufrolle 18 auf die zweite Haspel 6, welche das
im Walzgerüst 2 bearbeitete Metallband 16 aufwickelt. Zwischen dem Walzspalt 13
und der zweiten Überlaufrolle 18 ist noch eine Einrichtung 19 zum Absaugen von Walzöl
vorgesehen, in welcher das Metallband 16 von dem Walzöl gereinigt wird.
Der Aufbau des Walzgerüstes 2 ist eingehender in den Figuren 3 und
4 dargestellt. Daraus ergibt sich, daß die Walze 12, deren Durchmesser nur
ungefähr 1/3 des Durchmessers der Stützwalzen 14 und 15 beträgt, mit ihren Walzenzapfen
20 und 21 in Walzenzapfenlagern 22 gelagert sind, welche als Rollenlager ausgebildet
sind. Ein Walzenzapfen 21 der Walze 12 ist über sein Walzenzapfenlager 22 hinaus
verlängert und als Teil einer kardanischen Aufhängung 23 ausgebildet, welche den
Antrieb der Walze 12 mittels einer Kardanwelle 24 ermöglicht. Ein die Walze 12 über
die Kardanwelle 24 synchron antreibender Elektromotor 41 ist in Figur 2 dargestellt.
Er treibt die Walze 12 und die untere Stützwalze 15 über ein sich verzweigendes
Getriebe 48 an. Es ist aber auch möglich, die Walze 12 und die Stützwalze 15 durch
zwei getrennte Motoren anzutreiben.
Die Stützwalzen 14 und 15 haben Walzenzapfen 25, welche in als Rollenlager
ausgebildete Walzenzapfenlager 26 der seitlichen Einbauteile 10 und 10a gelagert
sind. Die Walzenzapfen 25 sind über die Walzenzapfenlager 26 hinaus verlängert und
stecken in Lagerschalen 27, von denen die Lagerschalen der unteren Stützwalze 14
mit dem Fundament 1 verspannt sind, während die Lagerschalen 27 der oberen Stützwalze
15 mit einer darüber angeordneten Traverse 28 verspannt sind. Das Verspannen geschieht
jeweils mit einer von der Lagerschale 27 ausgehenden Gewindestange 29, auf welcher
ein Satz Tellerfedern 30 angeordnet ist, der durch eine Mutter 31 gespannt wird.
Das ist nur oberhalb der Traverse 28 dargestellt, am Fundament 1 aber in gleicher
Weise vorgesehen. Durch diese Vorspannung wird das Lagerspiel der Stützwalzen 14
und 15 und damit dessen Einfluß auf die Abweichungen der Dicke des gewalzten
Metallbandes von seiner Solldicke verkleinert. Damit erreichen die Walze 12 und
die Stützwalzen 14 und 15 eine Rundlaufgenauigkeit von ± 1 µm.
Die Platte 67 ist nicht allein durch die untere Stützwalze 15 abgestützt,
sondern zusätzlich durch zwei Felder von Kugellagern 65, von denen ein Feld auf
der Einlaufseite des Walzspaltes 13 und ein Feld auf der Auslaufseite des Walzspaltes
13 angeordnet ist. Die Kugellager bestehen jeweils aus einem Topf 69, welcher durch
einen balligen Deckel 70 fest verschlossen ist. Der Deckel 70 hat eine kreisrunde
mittig angeordnete Öffnung, durch welche eine unter dem Deckel angeordnete Kugel
71, deren Durchmesser größer ist als der Durchmesser des mittigen Loches,
mit einem Teil ihrer Kugeloberfläche hindurchgreift. Die Kugel 71 wird durch eine
in dem Topf 69 angeordnete Feder 72 gegen den balligen Deckel 70 gedrückt. Auf diese
Weise ist die Kugel 71 zwischen dem Rand der mittigen Öffnung des Deckels 70 und
der Feder 72 federnd und im übrigen frei beweglich gelagert. Die Kugellager 65 sind
in den beiden Feldern so angeordnet, daß ihre Kugeln mit ihrer Oberseite in
einer gemeinsamen Ebene liegen, in welcher sie die die Unterseite der Platte 67
federnd und leichtgängig, das heißt reibungsarm, unterstützen. Die Kugellager
sind in Halterungen 66 angeordnet, welche in der Höhe justierbar am Walzgerüst 2
angebracht sind. Die Höhenlage der Kugellager 65 wird so justiert, daß die
Platte 67 beim Walzen, wenn sie gegen die untere Stützwalze 15 gedrückt ist, die
Kugeln 71 geringfügig vom Rand der mittigen Öffnung im Deckel 70 nach unten drückt.
Die untere Stützwalze 15 ist mittels einer mit Keilen arbeitenden
Verstelleinrichtung 73, welche zwischen den beiden Walzenständerfensterbetten und
den beiden unteren Walzenlagerkörpern der unteren Stützwalze 15 bezeichnet ist,
in vertikaler Richtung verstellbar. Damit ist auch die Platte 67 in vertikaler Richtung
verstellbar.
An der Unterseite der Platte 67 sind unter Zwischenfügen von Tellerfedern
84 zwei zueinander parallele Zahnstangen 82 befestigt, welche sich in Richtung des
Doppelpfeils (Figur 3) erstrecken, das ist die Walzrichtung. Die Zahnstangen 82
kämmen mit zwei Zahnkränzen 83, welche seitlich auf der unteren Stützwalze 15 befestigt
sind, insbesondere durch Aufschrumpfen auf die Stützwalze 15. Auf diese Weise kann
die Platte 67 sehr genau durch die untere Stützwalze 15 angetrieben werden, welche
ihrerseits durch den Elektromotor 41 angetrieben ist (Figur 2). Dabei gleichen die
Tellerfedern 84 eine Abplattung der Stützwalze 15 aus, welche durch die Walzkräfte
hervorgerufen werden kann.
Alternativ hat die Platte 67 keinen eigenen Antrieb, sondern wird
durch das synchrone Antreiben der Walze 12, des Metallbandes 16 und der unteren
Stützwalze 15 durch einen Reibungsschluß mitgenommen. Soll die Platte 67 zwischen
zwei Walzschritten zurückgeholt werden, geschieht das durch Antreiben der unteren
Stützwalze 15 in entsprechende Richtung, wobei der erforderliche Reibungsschluß
zwischen der Stützwalze 15 und der Platte 67 durch das Eigengewicht der Platte 67
bewirkt wird. Sollte das Eigengewicht für einen zuverlässigen Reibungsschluß
nicht ausreichen, kann die Platte 67 zusätzlich gegen die Stützwalze 15 gedrückt
werden, indem nicht dargestellte Rollen mit Hilfe von Druckmittelzylindern auf die
Oberseite der Platte 67 gedrückt werden.
Die erforderliche Vorspannung des Walzgerüstes 2 wird mit Hilfe von
zwei Spindeln 32 und 33 erzeugt, welche von oben her auf die Traverse 28 und auf
die Lagerschalen 27 drücken und jeweils durch einen eigenen, oben auf dem Walzgerüst
2 angeordneten, Elektromotor 34 (siehe Figur 1) angetrieben werden. Zu diesem Zweck
haben beide Elektromotoren 34 eine als Ritzel ausgebildete treibende Welle 49, deren
Zähne jeweils mit einem Zahnrad 50 kämmen. Die beiden Zahnräder 50 sind drehfest
auf der einen Spindel 32 und auf der anderen Spindel 33 befestigt. Die geeignete
Vorspannung des Walzgerüstes wird empirisch aus der Dehnung des Walzgerüstes im
jeweiligen Anwendungsfall ermittelt und so eingestellt, daß die Dehnung kompensiert
wird. Nach dieser Voreinstellung arbeitet die erfindungsgemäße Maschine folgendermaßen:
Das zu bearbeitende Metallband 16 wird von der ersten Haspel 5 abgerollt,
durch den Walzspalt 13 hindurchgeführt, bis zur zweiten Haspel 6 gezogen und auf
dieser befestigt.
Die Platte 67 hat eine ebene Oberseite. Die Walze 12 hat eine Mantelfläche
(Figur 5) mit einem profilierten Umfangsabschnitt 35, welcher in Umfangsrichtung
der Walze 12 gemessen eine Länge L1 hat, und einen zylindrischen Umfangsabschnitt
36, welcher in Umfangsrichtung der Walze 12 gemessen eine Länge L2 hat, beide voneinander
getrennt durch zwei Freisparungen 37 und 38. Der zylindrische Umfangsabschnitt 36
der Mantelfläche hat den größten Abstand von der Achse der Walze 12, die Freisparungen
37 und 38 haben den kleinsten Abstand von der Achse der Walze 12. Der profilierte
Umfangsabschnitt 35 der Mantelfläche hat eine Kontur, deren Verlauf in Umfangsrichtung
abgestimmt ist auf den Längsverlauf der Dicke eines Werkstückes, z. B. einer Schreibfeder,
die aus dem Metallband 16 schließlich hergestellt werden soll.
In den Figuren 5 bis 16 ist die Platte 67, welche das Metallband 16
beim Walzen unterstützt, nur teilweise dargestellt.
Die Bearbeitung des Metallbandes 16 beginnt damit, daß in das
zwischen den beiden Haspeln 5 und 6 gespannte Metallband der zylindrische Umfangsabschnitt
36 der Walze 12 einsticht, und zwar sanft bei Stillstand des Metallbandes 16 und
bei nicht drehender Walze 12, allenfalls bei langsamer, auf eine geringe Umfangsgeschwindigkeit
des zylindrischen Umfangsabschnitts 36 angepaßter Vorschubgeschwindigkeit
des Metallbandes 16. Diese Einstichphase ist in Figur 5 dargestellt, jedoch nicht
maßstäblich, sondern mit übertrieben dick dargestelltem Metallband 16. Im
weiteren Verlauf der Figuren 6 bis 16 sind auch die Stichabnahmen des Metallbandes
durch den Walzvorgang übertrieben dargestellt, um den Walzvorgang deutlicher werden
zu lassen. Der zylindrische Umfangsabschnitt 36 rollt auf dem Metallband 16 ab und
vermindert dessen Dicke dabei typisch von 0,66 mm auf 0,60 mm unter gleichzeitiger
Egalisierung der Dikke. Das Ende des Egalisierschrittes ist in Figur 6 dargestellt.
Das Metallband 16 gelangt jetzt aus dem Eingriff des zylindrischen Umfangsabschnitts
36 der Walze 12, welche sich noch ein Stückchen weiter dreht, bis die Freisparung
37 dem Metallband 16 zugewandt ist. Vorzugsweise bei stillgesetzter Walze 12 und
stillgesetzter Platte 67 wird das Metallband 16 nun durch Umsteuem der beiden als
Servomotoren ausgebildeten Antriebsmotoren 7 und 8 zurückgeholt, und zwar um eine
Länge, welche größer als L1, aber kleiner als L2 ist; L2 ist die Länge, auf
welcher das Metallband 16 egalisiert wurde. Die Länge, um welche das Metallband
16 zurückgeholt wird, wird so gewählt, daß im nächsten Schritt (Figur 7),
wenn die Bewegung der Walze 12 und die Vorschubbewegung des Metallbandes 16 erneut
gestartet werden, der profilierte Umfangsabschnitt 35 der Walze 12, welcher die
auf die herzustellenden Werkstücke abgestimmte Kontur aufweist, unmittelbar nach
dem Beginn des egalisierten Abschnittes des Metallbandes 16 sanft in diesen einsticht
(Figur 7) oder geringfügig, z.B. 2 mm, dahinter. Während die Freisparung 37 dem
Metallband 16 zugewandt ist, wird durch Verdrehen der Spindeln 32 und 33 die Walze
12 um ein solches Maß nach unten verlagert, daß mit dem als nächstes
in das Metallband 16 einstechenden profilierten Umfangsabschnitt 35 der Walze 12
die gewünschte Einstichtiefe erreicht wird. Bei weiterer Drehung der zweiten Walze
12 und darauf abgestimmtem Vorschub des Metallbandes 16 mittels der zweiten Haspel
6 wird mit dem profilierten Umfangsabschnitt 35 das vorgesehene Profil sich über
die gesamte Breite des Metallbandes 16 erstreckend in dessen egalisierten Abschnitt
gewalzt (Figuren 7 und 8). Figur 8 zeigt den Endpunkt des Profilierwalzschrittes.
Er endet in geringem Abstand vor dem Ende des egalisierten Abschnittes auf dessen
Niveau. Bei fortschreitender Drehung der Walze 12 ist deren Freisparung 38 dem Metallband
16 zugewandt. In dieser Phase wird die obere Walze 12 durch Verdrehen der Spindeln
32 und 33 wieder nach oben verlagert, so daß die für den folgenden Egalisierwalzschritt
erforderliche Höhe des Walzspaltes 13 eingestellt wird. Die Lage der Freisparung
38 zwischen dem profilierten Umfangsabschnitt 35 und dem zylindrischen Umfangsabschnitt
36 der Walze 12 und die Positionierung des Metallbandes 16 im Walzspalt 13 mittels
der Servomotoren 7 und 8 der Haspeln 5 und 6 wird so aufeinander abgestimmt, daß
der nächste Einstich des zylindrischen Umfangsabschnitts 36 in einem kleinen, etwa
2 mm betragenden Abstand hinter dem Ende des zuvor egalisierten Abschnittes des
Metallbandes 16 erfolgt (Figur 9), womit ein weiterer Egalisierschritt, wie in den
Figuren 9 und 10 dargestellt, eingeleitet wird.
Während des Egalisierens, Profilierens und Zurückholens sorgen die
Servomotoren 8 und 9 für eine möglichst gleichmäßige Zugspannung im Metallband
16.
Sofern es auf die durch den Egalisierschritt erreichbare größere
Genauigkeit nicht ankommt, kann er weggelassen werden und kann das Metallband in
seinen betreffenden Abschnitten durch jeweils nur einen Walzschritt bearbeitet werden,
nämlich durch jenen, durch welchen der Abschnitt profiliert wird.
Das in den Figuren 11 bis 16 dargestellte Ausführungsbeispiel unterscheidet
sich von dem in den Figuren 5 bis 10 dargestellten Ausführungsbeispiel darin, daß
die obere Walze 12 nicht nur mit zwei Umfangsabschnitten, sondern mit drei Umfangsabschnitten
35, 36 und 40, welche durch Freisparungen 37, 38 und 39 voneinander getrennt sind,
auf das zu bearbeitende Metallband 16 einwirkt. Das dafür vorgesehene Walzgerüst
2 hat denselben Aufbau, wie er in den Figuren 1 bis 4 dargestellt ist, mit der Maßgabe,
daß als Walze 12 die in den Figuren 11 bis 16 dargestellte Walze 12 eingesetzt
ist, wobei die Profilierung der Walze 12 übertrieben stark dargestellt ist. Auch
in diesem Beispiel ist der Egalisierschritt nicht zwingend.
Der Umfangsabschnitt 36 ist zylindrisch, wohingegen die beiden Umfangsabschnitte
35 und 40 ein nicht - zylindrisches Profil haben. Wie im Beispiel der Figuren 5
bis 10 hat der zylindrische Umfangsabschnitt 36 durchgehend den größten Abstand
von der Achse der Walze 12, was vorteilhaft ist, wenn es darum geht, den zylindrischen
Umfangsabschnitt, welcher dem Egalisieren dient, nach Bedarf nachzuschleifen.
Das in den Figuren 11 bis 16 dargestellte Arbeitsverfahren entspricht
dem in den Figuren 5 bis 10 dargestellten Arbeitsverfahren mit der Besonderheit,
daß nach dem Egalisieren der betreffende Abschnitt des Metallbandes 16 nicht
in einem einzigen, sondern in zwei aufeinanderfolgenden Walzschritten profiliert
wird, zwischen denen das Metallband 16 noch einmal zurückgeholt wird.
Figur 11 zeigt analog der Figur 5 das Einstechen des zylindrischen
Umfangsabschnittes 36 der Walze 12 in das Metallband 16. Figur 12 zeigt analog der
Figur 6 das Ende des Egalisierwalzschrittes. Durch Weiterdrehen der Walze 12 gelangt
das Metallband 16 aus deren Eingriff und kann durch die Haspel 5 zurückgeholt werden.
Während dieser Phase wird die Walze 12 mittels der Spindeln 32 und 33 nach unten
verlagert, um die Höhe des Walzspaltes 13 für den nachfolgenden ersten Profilierwalzgang
einzustellen, dessen Beginn in Figur 13 dargestellt ist. Figur 13 entspricht der
Figur 7 und zeigt das Einstechen des ersten nicht zylindrischen, profilierten Umfangsabschnittes
35 der Walze 12. Figur 14 entspricht der Figur 8 und zeigt das Ende des ersten Profilierwalzschrittes.
Beim Weiterdrehen der Walze 12 gelangt das Metallband 16 erneut aus
dessen Eingriff heraus und in dieser Phase, während die Freisparung 39 dem Metallband
16 zugewandt ist, wird dieses ein weiteres Mal zurückgeholt und durch Betätigen
der Spindeln 32 und 33 der Walzspalt 13 für den zweiten Profilierwalzschritt eingestellt,
dessen Beginn mit dem Einstechen des profilierten Umfangsabschnittes 40 in Figur
15 dargestellt ist.
Figur 16 zeigt das Ende des zweiten Profilierwalzschrittes. Durch
Weiterdrehen der Walze 12 wird das Metallband 16 erneut frei und kann für das Egalisieren
im nachfolgenden Bandabschnitt positioniert werden, unter gleichzeitiger oder nachfolgender
Einstellung der für das Egalisieren vorgesehenen Höhe des Walzspaltes 13. Es wiederholt
sich dann die in den Figuren 11 bis 16 dargestellte Schrittfolge. Um eine hohe Reproduzierbarkeit
des Drehwinkels der Walze 12 zu erzielen, ist es am besten, die Walze 12 nach jedem
Verfahrenszyklus in eine vorgegebene Ausgangslage (z.B. 0°-Lage) zurückzudrehen,
um zu vermeiden, daß sich Ungenauigkeiten durch fortgesetzte volle Umdrehungen
der Walze 12 addieren.
Diese Arbeitsweise eignet sich besonders für das Herstellen von profilierten
Abschnitten in Bändern, bei denen die gewünschte Stichabnahme nicht oder nur schwer
oder nicht mit der gewünschten Genauigkeit in einem einzigen Profilierwalzschritt
erzielt werden kann.
Die Erfindung kann auch mit mehr als zwei Profilierwalzschritten durchgeführt
werden. Um die erforderliche Anzahl von Umfangsabschnitten unterbringen zu können,
welche am Walzvorgang teilnehmen, kann der Durchmesser der Walze 12 nach Bedarf
vergrößert werden.
Es ist auch möglich, zusätzlich oder an Stelle eines Egalisierwalzschrittes
einen Reduzierwalzschritt vorzusehen, in welchem die Dicke des Metallbandes 16 abschnittsweise
zunächst gleichmäßig vermindert wird, bevor sie in einem späteren Walzschritt
profiliert wird.
Die Erfindung ist nicht nur anwendbar auf das Herstellen von Vormaterial
für Schreibfedern, sondern auch für das Herstellen anderer bandförmiger Vormaterialien,
welche in einer Folge von regelmäßig wiederkehrenden Abschnitten über die
gesamte Breite des Metallbandes 16 profiliert sind, z.B. zur Herstellung eines bandförmigen
Vormaterials für die Herstellung von elektrischen Leiterstrukturen wie z. B. Kontaktfedern
oder Leadframes oder zur Herstellung von genuteten Bändern mit quer zur Längsrichtung
des Metallbandes 16 parallel oder nicht parallel zur Walzenachse verlaufenden Nuten
mit oder ohne Taschen oder Nischen, welche Nuten sich durchgehend vom einen bis
zum anderen Längsrand des Metallbandes erstrecken und aus welchen z.B. Kommutatorlamellen,
elektrische Steckverbinder oder sonstige elektrische Kontaktteile ausgestanzt werden
können. Auch durch Profilierung versteifter Blechteile für die Automobilindustrie
können preiswert und mit hoher Genauigkeit hergestellt werden. Jede mit Hilfe von
gegebenenfalls profilierten Walzen herstellbare Profilform kann durch das erfindungsgemäße
Verfahren gebildet werden.
Figur 17 zeigt in einem schematischen Diagramm, wie die Servomotoren
7 und 8 der beiden Haspeln 5 und 6, vorzugsweise ebenfalls als Servomotoren ausgebildete
Elektromotoren 41 und 42, für den Antrieb der Walze 12 und der Stützwalze 15, sowie
die beiden Elektromotoren 34, bei welchen es sich vorzugsweise ebenfalls um Servomotoren
mit nachgeordnetem Getriebe 34a handelt und mit welchen mittels der Spindeln 33
und 32 die Walze 12 verlagert werden kann, über ein einheitliches elektronisches
Steuergerät 43 miteinander verknüpft sind. Damit können in Abhängigkeit von einer
dem Steuergerät 43 vorgegebenen und vorzugsweise in digitaler Form gespeicherten
Profilform, welche in das Metallband 16 gewalzt werden soll, durch Steuern der Servomotoren
7 und 8 der Vorschub des Metallbandes 16 beim Walzen und beim Rückholen gesteuert,
darauf abgestimmt die Walze 12 und die Stützwalze 15 gedreht, angehalten und gegebenenfalls
zurückgedreht und in Abhängigkeit vom Vorschub des Metallbandes 16 und der in das
Steuergerät 43 eingegebenen Profilform die Walze 12 durch Betätigen der Elektromotoren
34 verlagert werden. Dabei werden die aktuellen Positionen jeweils durch inkrementale
Drehgeber an das Steuergerät 43 zurückgemeldet. Diese Drehgeber sind Bestandteil
der Servomotoren 7, 8, 41 und 42. Zwischen den Spindeln 32 und 33 und den beiden
Servomotoren 34 ist jeweils ein inkrementaler Drehgeber 44 beispielhaft gesondert
dargestellt.
Figur 17 zeigt eine zylindrische Walze 12, welche einen radialen,
achsparallelen Einschnitt 45 hat, um eine Referenz für ihre Drehwinkellage zu gewinnen.
Für den Fall, daß die Walze 12 einen nicht-zylindrischen Umfangsabschnitt
hat, wie in den vorhergehenden Beispielen dargestellt, kann eine Verlagerung der
Walze 12 während des Walzens entfallen; sie würde dann bedarfsweise nur zwischen
den einzelnen Walzschritten stattfinden.
Die Kurve, nach welcher die Walze 12 verlagert wird, kann nicht nur
softwaremäßig im Steuergerät abgelegt werden. Grundsätzlich ist vielmehr auch
eine mechanische Kurvensteuerung mit Hilfe einer mit dem Bandvorschub synchron laufenden
Kurvenscheibe möglich.
Mit der in Figur 17 dargestellten Vorrichtung können auch quer zu
ihrer Längsrichtung genutete Metallbänder oder Metallbänder mit einem anderen sich
durchgehend über die gesamte Breite des Metallbandes 16 erstreckendem Profil hergestellt
werden, wenn die Walze 12 mit einer sich in Umfangsrichtung erstreckenden entsprechenden
Profilierung versehen ist.
Figur 18 zeigt ein gegenüber den Figuren 1 bis 4 abgewandeltes Ausführungsbeispiel.
Es unterscheidet sich von dem Ausführungsbeispiel der Figuren 1 bis 4 dadurch, daß
anstelle von Haspeln 5 und 6 Zangenvorschubeinrichtungen 52 und 53 vorgesehen sind.
Diese Ausführungsform eignet sich besonders für kürzere oder dickere Metallbänder
16, welche nicht so leicht gewickelt werden können.
Die Zangenvorschubeinrichtungen 52 und 53 haben einen Schlitten 56,
57, welcher mittels eines Servomotors 54, 55 in waagerechter Richtung dem Walzspalt
13 angenähert und von ihm entfernt werden kann. Zu diesem Zweck ist an der Unterseite
des Schlittens 56, 57 eine schwalbenschwanzförmige Feder 58 vorgesehen, welche in
eine dazu passende schwalbenschwanzförmige Nut 59, 60 eingreift, welche an einem
Ansatzteil 61, 62 des Walzgerüstes 2 ausgebildet ist. Durch den Eingriff von Nut
59, 60 und Feder 58 wird eine genaue Waagerechtführung der Schlitten 56, 57 erreicht.
Andere Arten der Führung sind möglich. Auf jedem Schlitten 56, 57 befindet sich
ein starr mit dem Schlitten befestigter unterer Backen 63 und ein oberer Backen
64, dessen Abstand vom unteren Backen veränderlich ist, vorzugsweise mittels eines
Druckmittelzylinders. Zwischen den beiden Backen 63 und 64, welche eine Zange oder
Klemme bilden, wird das Metallband 16 hindurchgeführt und nach Bedarf eingespannt.
Die Zangenvorschubeinrichtungen 52 und 53 können einzeln aber auch gemeinsam aufeinander
abgestimmt betätigt und verschoben werden. Im zweiten Falle ist es möglich, sowohl
beim Walzen als auch beim Zurückholen in dem zwischen den beiden Zangenvorschubeinrichtungen
52 und 53 eingespannten Abschnitt des Metallbandes 16 eine definierte Zugspannung
aufrechtzuerhalten.
Die beiden Zangenvorschubeinrichtungen 52 und 53 sind, wie in Figur
18 dargestellt, dem Walzspalt 13 benachbart angeordnet. An der Auslaufseite des
Walzspaltes 13 ist in der Walzrichtung auf die Zangenvorschubeinrichtung 53 folgend
die Einrichtung 19 zum Absaugen von Walzöl angeordnet, an welche sich ein Dickenmeßgerät
51 anschließt, welche die Dicke des gewalzten Metallbandes 16 mit einem Tastkopf
oder berührungslos erfaßt und meldet, so daß bei Abweichungen von der
gewünschten Dicke steuernd oder regelnd eingegriffen werden kann, um die Höhe des
Walzspaltes 13 in geeigneter Weise zu verändern.
Figur 19 zeigt ein durch die Erfindung herstellbares Metallband 16,
welches unter Ausbildung von quer verlaufenden Nuten 74 in der Unterseite des Metallbandes
16 und von quer verlaufenden Nuten 75 und 76 in der Oberseite des Metallbandes 16
nach dem erfindungsgemäßen Verfahren beidseitig profiliert worden ist, wobei
in einem ersten Durchlauf die Nuten 74 in der Unterseite und in einem zweiten Durchlauf,
nach einem Wenden des Metallbandes, die Nuten 75 und 76 in der Oberseite des Metallbandes
16 gebildet wurden. Die Reihenfolge der Verfahrensschritte ist jedoch nicht zwingend.
Im dargestellten Beispiel sind die Nuten 74 schmaler als die darüberliegenden Nuten
75, welche sich in der Oberseite des Metallbandes 16 mit den schmaleren Nuten 76
abwechseln. Eine Besonderheit besteht darin, daß sich die breiteren Nuten
75 in rechteckige Nischen 77 fortsetzen, deren in Längsrichtung 79 des Bandes 16
gemessene Tiefe verhältnismäßig klein ist, so daß die Verdrängung des
Materials aus den Nischen beherrschbar ist.
Das in Figur 20 dargestellte, erfindungsgemäß herstellbare Metallband
unterscheidet sich von dem in Figur 19 dargestellten Metallband darin, daß
anstelle von rechteckigen Nischen 77 bogenförmig begrenzte Nischen 78 erzeugt worden
sind.
Die Erfindung erlaubt nicht nur das Herstellen von Metallbändern mit
Nuten, welche sich in rechteckige oder bogenförmige Nischen erweitern, wie in den
Figuren 19 und 20 dargestellt, sondern ermöglicht es auch, in einem Metallband 16
hintereinander und/oder nebeneinander Vertiefungen 80 zu formen, welche eine geschlossene
Umrandung haben, z. B. dreieckig, rechteckig oder kreisrund umrandet sind, wie es
in Figur 21 dargestellt ist. Andere Umrißgestalten sind möglich. In dem in
der Figur 20 dargestellten Beispiel sind die Vertiefungen 80 von Umfangswänden begrenzt,
welche rechtwinklig oder nahezu rechtwinklig zur Platte 67 verlaufen. Die Umfangswände
der Vertiefungen 80 können aber auch schräg zur Platte 67 verlaufen, und zwar so,
daß sich die Vertiefungen von ihrem Boden ausgehend zur Oberseite des Metallbandes
16 hin erweitern.
Solche Vertiefungen 80 können dadurch gebildet werden, daß das
Metallband 16 durch den Spalt zwischen der Arbeitswalze 12 und einer Platte 67 bewegt
wird, welche auf ihrer Oberseite zu den Vertiefungen 80 komplementäre Höcker 81
hat, welche in den Figuren 3a und 4a schematisch dargestellt sind.
|
| Anspruch[de] |
- Verfahren zum Herstellen eines bandförmigen Vormaterials aus Metall, welches
in aufeinanderfolgenden Abschnitten einseitig oder beidseitig profiliert ist, durch
Walzen eines Metallbandes in einem oder mehreren Walzschritten, indem folgende Verfahrensschritte
durchgeführt werden:
- (a) Spannen des Metallbandes (16),
- (b) Positionieren des Metallbandes (16) in einem Walzspalt (13), welcher
durch eine Walze (12) und durch eine bewegliche Platte (67) begrenzt wird, relativ
zu der Walze (12),
- (c) Positionieren der Platte (67) relativ zur Walze (12),
wobei die Schritte (b) und (c) aufeinanderfolgend oder gleichzeitig oder einander
zeitlich überlappend oder in umgekehrter Reihenfolge aufeinanderfolgend durchgeführt
werden können und der Schritt (c) auch vor dem Schritt (a) erfolgen kann,
- (d) Einstechen in das Metallband (16) mit der Walze (12) durch Verkleinern
des Abstandes der Mantelfläche () der Walze (12) von dem Metallband (16),
wobei zumindest während des Beginns des Einstechens das Metallband (16) in Ruhe
gehalten oder allenfalls so langsam bewegt und die Walze (12) nicht oder allenfalls
so langsam gedreht wird, daß das Metallband (16) im Walzspalt (13) unter Zugspannung
bleibt,
- (e) Walzen eines Abschnittes des Metallbandes (16) in dem Walzspalt (13),
wozu die Walze (12) gedreht und die Platte (67) synchron dazu geradlinig bewegt
oder mitgenommen wird,
- (f) Freigeben des Metallbandes (16) durch Öffnen des Walzspaltes (13),
wobei die Schritte (b) bis (f) für jeden zu profilierenden Abschnitt des Metallbandes
(16) wiederholt werden.
- Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Metallband
(16) nur einseitig profiliert wird.
- Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Metallband
(16) zunächst nur auf einer Seite profiliert und dann gewendet wird, so daß
seine profilierte Seite der Platte (67) zugewandt ist,
und daß das Metallband (16) danach auf seiner anderen Seite profiliert wird.
- Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß nach dem
Profilieren der einen Seite des Metallbandes (16) die Platte (67) ausgewechselt
wird gegen eine solche Platte, welche ein Profil aufweist, welches dem bereits in
das Metallband (16) gewalzten Profil komplementär entspricht.
- Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß eine ebene Platte (67) verwendet wird, wenn das Metallband (16) nur
einseitig oder zunächst nur einseitig profiliert wird.
- Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß in dem Metallband (16) Vertiefungen (80) mit geschlossener Umrandung
geformt werden, wozu als Platte (67) eine solche Platte verwendet wird, welche zu
den Vertiefungen (80) komplementäre Höcker (81) aufweist.
- Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß gleichzeitig
mit dem Formen der Vertiefungen (80) durch Einwirken der Walze (12), welche der
Platte (67) gegenüberliegt, auf das Metallband (16) eine mäßige Verringerung
der Dicke des Metallbandes (16) insgesamt herbeigeführt wird.
- Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die mäßige
Verringerung der Dicke des Metallbandes (16) ungefähr 10 % seiner vorherigen Dicke
beträgt.
- Verfahren nach Anspruch 6, 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, daß
die Vertiefungen (80) in mehreren Schritten gebildet werden und die Steilheit der
Umfangswand der Vertiefungen (80) von Schritt zu Schritt zunimmt.
- Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß die Zugspannung in dem Metallband (16) beim Einstechen und beim Walzen
konstant gehalten wird.
- Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß beim Durchführen von mehreren Walzschritten zum Profilieren des Metallbandes
(16) in den dafür vorgesehenen Abschnitten die Verfahrensschritte (b) bis (e) wiederholt
werden und zu diesem Zweck nach dem Öffnen des Walzspaltes (13) das Metallband (16)
zurückgeholt und durch Einwirken derselben Walze (12) in dem Walzspalt (13) in dem
zurückgeholten Abschnitt ein weiteres Mal gewalzt wird.
- Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß das Metallband (16) während des Zurückholens nicht gewalzt wird.
- Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß
das Metallband (16) auch während des Zurückholens gewalzt wird.
- Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß die Platte (67) schwimmend gelagert wird.
- Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß die Walze (12) den Walzspalt (13) von oben her begrenzt und daß
die Platte (67) waagerecht liegt und durch eine Stützwalze (15) unterstützt wird.
- Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß die Platte (67) zu beiden Seiten des Walzspaltes (13) unterstützt
wird.
- Verfahren nach Anspruch 15 oder 16, dadurch gekennzeichnet, daß
die Platte (67) zu beiden Seiten des Walzspaltes (13) durch Wälzkörper ( ) unterstützt
wird.
- Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß die der Walze (12) zugewandte Oberfläche ( ) der Platte (67) eben
ausgebildet ist.
- Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß die Platte (67) beim Walzen dadurch bewegt wird, daß
sie durch Antreiben der Walze (12) und / oder des Metallbandes (16) mitgenommen
wird.
- Verfahren nach einem der Ansprüche 13 bis 17, dadurch gekennzeichnet, daß
die Platte (67) dadurch bewegt wird, daß sie durch Antreiben ihrer
Stützwalze (15) von dieser mitgenommen wird.
- Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß das Metallband (16) um eine Länge zurückgeholt wird, welche kürzer
ist als der Umfang der Walze (12).
- Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß das Metallband (16) durch das Walzen zugleich egalisiert wird.
- Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß mit der Walze (12) in die Abschnitte des Metallbandes (16) ein Profil
gewalzt wird, welches sich über die gesamte Breite des Metallbandes (16) erstreckt,
so daß das Metallband (16) eine sich über seine Länge ändernde Dikke aufweist.
- Verfahren nach Anspruch 23, dadurch gekennzeichnet, daß ein sich
periodisch wiederholendes Profil in das Metallband (16) gewalzt wird.
- Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß die Walze (12), die Platte (67) und das Metallband (16) in den Walzschritten
synchron und in gleichem Maße beschleunigt und gebremst werden.
- Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß zum Herstellen eines bandförmigen Vormaterials mit einem ausgewählten
Profil, welches in aufeinanderfolgenden Abschnitten des Vormaterials wiederkehrt,
das Metallband (16) mit seinen zu profilierenden Abschnitten wiederholt in Schritten
von vorgegebenen Längen durch den Walzspalt (13) geführt und von Walzschritt zu
Walzschritt die Höhe des Walzspaltes (13) verkleinert wird, bis in den betreffenden
Abschnitten des Metallbandes (16) die gewünschte Tiefe des ausgewählten Profils
des Vormaterials erreicht ist.
- Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche in Verbindung mit Anspruch 14,
dadurch gekennzeichnet, daß das Metallband (16) in einem ersten Walzschritt
nur in seiner Dicke reduziert, aber noch nicht profiliert wird.
- Verfahren nach Anspruch 27, dadurch gekennzeichnet, daß das Metallband
(16) in dem ersten Walzschritt egalisiert wird.
- Verfahren nach Anspruch 27 oder 28, dadurch gekennzeichnet, daß
auf den Reduzierwalzschritt ein oder mehrere Profilierwalzschritte in ein- und denselben
Walzspalt (13) folgen.
- Verfahren nach Anspruch 27, 28 oder 29, dadurch gekennzeichnet, daß
die Länge (L2) des Reduzierwalzschrittes, in welchem das Metallband gegebenenfalls
auch egalisiert wird, - unter Berücksichtigung der beim nachfolgenden Profilieren
noch erfolgenden Streckung des reduzierten Abschnittes - größer als die Länge
(L1) des als nächstes anschließenden Profilierwalzschrittes ist.
- Verfahren nach einem der Ansprüche 27 bis 30, dadurch gekennzeichnet, daß
das Metallband (16) nach dem Reduzierwalzschritt um eine Länge zurückgeholt wird,
welche kleiner ist als die Länge (L2) des Reduzierwalzschrittes und größer
ist als die Länge (L1) des als nächstes anschließenden Profilierwalzschrittes
in demselben Abschnitt des Metallbandes (16).
- Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche in Verbindung mit Anspruch 14,
gekennzeichnet durch die Verwendung eines Walzgerüstes (2), in welchem die
Walze (12) in ihrer Mantelfläche einen profilierten Abschnitt (35, 40) mit einer
Kontur hat, welche zusammen mit der Platte (67) den Walzspalt (13) begrenzt.
- Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß die Walze (12) eine zylindrische Mantelfläche hat, welche bevorzugt
in Segmente mit gleichem oder ungleichem Durchmesser unterteilt ist.
- Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 32 in Verbindung mit Anspruch 19,
dadurch gekennzeichnet, daß vor dem Walzen eines Profils das Metallband
(16) im Walzspalt (13) zwischen der Walze (12) und der Platte (67) zunächst in Schritten
von einer Länge (L2), welche die Länge (L1) des ersten Profilwalzschrittes nicht
unterschreitet, unter mäßiger Abnahme seiner Dicke egalisiert, danach um einen
Schritt von mindestens der Länge (L1) des ersten Profilwalzschrittes und höchstens
der zweiten Länge (L2) zurückgeholt und danach in den zurückgeholten Abschnitt des
Metallbandes (16) das Profil gewalzt wird,
und daß die Walze (12) zum Egalisieren des Metallbandes (16) auf ihrer Mantelfläche
einen zylindrischen Umfangsabschnitt (36) hat, welcher von dem oder den eine nicht
zylindrische Kontur aufweisenden, profilierten Umfangsabschnitten (35, 40) getrennt
ist.
- Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß während des Walzens des Metallbandes (16) die Walze (12) des Walzgerüstes
(2) zur Änderung der Höhe des Walzspaltes (13) verlagert wird.
- Verfahren nach Anspruch 35, dadurch gekennzeichnet, daß die Walze
(12) durch einen Servoantrieb (32, 34, 44) verlagert wird.
- Verfahren nach Anspruch 36, dadurch gekennzeichnet, daß für den
Servoantrieb ein oder zwei Elektromotoren (34) oder ein oder zwei kurze Hydraulikzylinder
verwendet werden.
- Verfahren nach einem der Ansprüche 35 bis 37, dadurch gekennzeichnet, daß
das Verlagern der Walze (12) mittels eines programmgesteuerten Antriebes (32, 33,
34, 44) erfolgt, wobei in einem programmierbaren Steuergerät (43) das im jeweiligen
Walzschritt zu erzeugende Profil als Steuerkurve für den die Verlagerung der Walze
(12) bewirkenden Antrieb (32, 33, 34, 44) gespeichert ist.
- Verfahren nach einem der Ansprüche 35 bis 38, dadurch gekennzeichnet, daß
die Walze (12), einen achsparallelen Einschnitt (45) hat.
- Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß die Walze (12) schrittweise und synchron mit dem Vorschub des Metallbandes
(16) angetrieben wird.
- Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche in Verbindung mit Anspruch 18,
dadurch gekennzeichnet, daß in der Mantelfläche der Walze (12) zwischen
den beim Walzen wirksamen Umfangsabschnitten (35, 36, 40) eine Freisparung (37,
38, 39) vorgesehen ist, welche sich über einen solchen Umfangswinkel erstreckt,
daß der jeweils folgende, beim Walzen wirksame Umfangsabschnitt (35, 36,40)
erst dann in das Metallband (16) eingreift, nachdem der vorhergehende beim Walzen
wirksame Umfangsabschnitt das Metallband (16) freigegeben hat.
- Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß das zu walzende Metallband (16) von einer ersten Haspel (5) abgewickelt
und das gewalzte Metallband (16) auf eine zweite Haspel (6) aufgewickelt wird und
daß die Drehgeschwindigkeit der Walze (12) und die Umfangsgeschwindigkeit
der Haspeln (5, 6) aufeinander abgestimmt werden, insbesondere in der Phase des
Einstechens der Walze (12) in das Metallband (16).
- Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß das Einstechen der Walze (12) bei verminderter Drehgeschwindigkeit
der Walze (12) und dementsprechend bei geringerer Vorschubgeschwindigkeit des Metallbandes
(16) erfolgt und daß die Bewegungen darauffolgend beschleunigt werden.
- Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 40, dadurch gekennzeichnet, daß
das Metallband (16) mit einer ersten Zange (52) zurückgeholt wird.
- Verfahren nach Anspruch 44, dadurch gekennzeichnet, daß das Metallband
(16) mit der ersten Zange (52) auch zum Walzen vorgeschoben wird.
- Verfahren nach Anspruch 43 oder 44, dadurch gekennzeichnet, daß
das Metallband (16) beim Walzen mit einer zweiten Zange (53) gezogen wird, welche
an einem Abschnitt des Metallbandes (16) angreift, welcher den Walzspalt (13) verläßt.
- Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß während des Walzens ebenso wie während des Zurückholens des Metallbandes
(16) in diesem ständig eine Zugspannung aufrechterhalten wird.
- Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß während des Einstechens der Walze (12) in das Metallband (16) in diesem
ständig eine Zugspannung aufrechterhalten wird.
- Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß das Metallband (16) so breit gewählt wird, daß von Gegenständen,
die bestimmungsgemäß aus dem durch Walzen gebildeten Vormaterial gestanzt
werden sollen, zwei oder mehr als zwei der Gegenstände nebeneinander liegend ausgestanzt
werden können.
- Anwendung des Verfahrens nach einem der vorstehenden Ansprüche auf Bänder aus
Kunststoff und auf Bänder aus einem Verbundwerkstoff auf Basis eines Kunststoffes
oder mit einem Kunststoff als wesentlichem Bestandteil.
- Vorrichtung zum Herstellen eines bandförmigen Vormaterials, insbesondere aus
Metall, durch Walzen eines Bandes (16), insbesondere nach dem Verfahren gemäß
Anspruch 1 oder Anspruch 50,
mit einem Walzgerüst (2), in welchem eine Walze (12) einen Walzspalt (13) begrenzt,
und mit einer auf der Einlaufseite des Walzspaltes (13) angeordneten Rückholvorrichtung
(5, 52) für das Band (16),
dadurch gekennzeichnet, daß für die Rückholvorrichtung (5, 52) ein
Antriebsmotor (7, 54) vorgesehen ist, welcher ein Zurückholen des Bandes (16) in
Schritten von vorgebbarer Länge ermöglicht, insbesondere ein Servomotor, und daß
der Walzspalt (13) außerdem durch eine geradlinig verschiebbare, der Walze
(12) zugewandte Platte (67) begrenzt ist, welche synchron mit der Walze (12) und
/ oder mit dem Band (16) in der vorgegebenen Bewegungsrichtung des Bandes (16) im
Walzspalt (13) antreibbar und auch unabhängig von dem Band (16) antreibbar und rückholbar
ist.
- Vorrichtung nach Anspruch 51, dadurch gekennzeichnet, daß die Platte
(67) unter der Walze (12) angeordnet ist.
- Vorrichtung nach Anspruch 51 oder 52, dadurch gekennzeichnet, daß
die Höhe des Walzspaltes (13) veränderlich ist.
- Vorrichtung nach Anspruch 51 zum Herstellen eines bandförmigen Vormaterials
mit einem ausgewählten Profil, welches in aufeinanderfolgenden Abschnitten des Vormaterials
wiederkehrt,
dadurch gekennzeichnet, daß die Walze (12) und / oder die Platte (67)
im Walzgerüst (2) während des Walzens kontrolliert auf und ab verlagerbar sind,
und zwar um einen durch das ausgewählte Profil bestimmten Weg in Abhängigkeit vom
Vortrieb des Bandes (16).
- Vorrichtung nach einem der Ansprüche 51 bis 54, dadurch gekennzeichnet, daß
die Walze (12) eine zylindrische Mantelfläche hat.
- Vorrichtung nach Anspruch 53 zum Herstellen eines bandförmigen Vormaterials
mit einem Profil, welches in aufeinanderfolgenden Abschnitten des Vormaterials wiederkehrt,
dadurch gekennzeichnet, daß die Walze (12) auf ihrer Mantelfläche zwei
oder mehr als zwei in Umfangsrichtung aufeinanderfolgende, getrennte Umfangsabschnitte
(35, 36, 40) hat, die nicht alle in ihrer Kontur übereinstimmen.
- Vorrichtung nach einem der Ansprüche 51 bis 56, in welcher die Rückholvorrichtung
für das Band (16) eine erste Haspel (5) ist.
- Vorrichtung nach einem der Ansprüche 51 bis 56, in welcher die Rückholvorrichtung
für das Band (16) eine erste Zangenvorschubvorrichtung (52) ist.
- Vorrichtung nach einem der Ansprüche 51 bis 58, in welcher auf der Auslaufseite
des Walzspaltes (13) eine Ziehvorrichtung (6, 53) für das bandförmige Vormaterial
vorgesehen ist.
- Vorrichtung nach Anspruch 59, in welcher die Ziehvorrichtung eine zweite Haspel
(6) für das Aufwickeln des bandförmigen Vormaterials ist.
- Vorrichtung nach Anspruch 59, in welcher die Ziehvorrichtung eine zweite Zangenvorschubvorrichtung
(53) ist.
- Vorrichtung nach Anspruch 56, in welcher die Walze (12) einen zylindrischen
Umfangsabschnitt (36) hat.
- Vorrichtung nach einem der Ansprüche 51 bis 62, in welcher das Walzgerüst (2)
als Egalisierwalzwerk ausgebildet ist.
- Vorrichtung nach einem der Ansprüche 51 bis 63, in welcher der Antriebsmotor
(7, 52) für die an der Einlaufseite des Walzspalts (13) vorgesehene Rückholvorrichtung
(5, 52) ein elektrischer Servomotor ist.
- Vorrichtung nach einem der Ansprüche 51 bis 64, in welcher die an der Auslaufseite
des Walzspalts (13) vorgesehene Ziehvorrichtung (6, 53) durch einen elektrischen
Servomotor (8, 55) angetrieben ist.
- Vorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß der Rückholvorrichtung (5, 52) und/oder der Ziehvorrichtung (6, 53)
eine mit einem Inkrementaldrehgeber gekoppelte Rolle zugeordnet ist, welche von
dem darüber hinweglaufenden Band (16) drehbar ist.
- Vorrichtung nach einem der Ansprüche 51 bis 66, in welcher die Walze (12) und
die Platte (67) an ihrer vom Walzspalt (13) abgewandten Seite durch je eine Stützwalze
(14, 15) beaufschlagt werden, deren Walzenzapfen (25) in ihren Walzenzapfenlagern
(26) zur Verringerung ihres Lagerspieles vorzugsweise vorspannbar sind.
- Vorrichtung nach einem der Ansprüche 51 bis 67, in welcher die Walze (12) diskontinuierlich
angetrieben ist, und zwar so, daß sie beim Vortrieb des Bandes (16) synchron
mit der auf der Auslaufseite des Walzspalts (13) vorgesehenen Ziehvorrichtung (6,
53) angetrieben ist, wohingegen sie zeitweise stillsteht und/oder durch Vorwärtsdrehung
oder Rückwärtsdrehung positioniert wird, wenn die auf der Einlaufseite des Walzspalts
(13) vorgesehene Rückholvorrichtung (5, 52) zum Aufrechterhalten des Bandzuges und
zum Rückholen des Bandes (16) umgekehrt angetrieben ist.
- Vorrichtung nach einem der Ansprüche 51 bis 68, in welcher die Umfangsgeschwindigkeit
der Walze (12) und die Geschwindigkeit der Ziehvorrichtung (6, 53), vorzugsweise
auch die der Rückholvorrichtung (5, 52), willkürlich steuerbar sind.
- Vorrichtung nach Anspruch 53 oder 54, in welcher zum Verlagern der Walze (12)
ein oder mehrere Servoantriebe (32, 33, 34, 44) vorgesehen sind.
- Vorrichtung nach Anspruch 70, in welcher die Servoantriebe (32, 33, 34, 44)
je einen Elektromotor (34) oder einen oder zwei kurze Hydraulikzylinder umfaßt.
- Vorrichtung nach Anspruch 65, in welcher ein elektronisches Steuergerät (43)
vorgesehen ist, in welchem die für ein vorgesehenes Profil erforderliche Verlagerung
der Walze (12) als Kurve gespeichert ist, und zwar vorzugsweise digital, und daß
mit diesem Steuergerät (43) die Servomotoren (7, 8; 54, 55) der Rückholvorrichtung
(5, 52) und der Ziehvorrichtung (6, 53), ein Servomotor (42) für das Drehen der
Walze (12) und ein oder mehrere mit einem inkrementalen Drehgeber (44) gekoppelte
Verstellantriebe (32, 33, 34) für die Walze (12) verbunden sind, und daß vorzugsweise
auch für die gegebenenfalls vorhandene Stützwalze (15) der Platte (67) ein Servomotor
vorgesehen ist.
- Vorrichtung nach einem der Ansprüche 51 bis 72, in welcher zum Walzen in beiden
Richtungen die Drehrichtung der Walze (12) und der Haspeln (5, 6) umkehrbar ist.
- Vorrichtung nach einem der Ansprüche 51 bis 73, in welcher die Walze (12) einen
achsparallelen Einschnitt (45) hat.
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| Anspruch[en] |
- Method for producing strip-like input stock from metal, which is profiled in
subsequent sections on one or both sides, by rolling a metal strip in one or more
rolling steps, comprising the following process steps:
- (a) Tensioning the metal strip (16);
- (b) positioning the metal strip (16) in a rolling gap (13), which is defined
by a roller (12) and a movable plate (67), relative to the roller (12);
- (c) positioning the plate (67) relative to the roller (12);
steps (b) and (c) being carried out either successively or simultaneously or in
timely overlapping fashion or in a successive inverse order, or step
- (c) being carried out before step (a);
- (d) grooving the metal strip (16) with the roller (12) by reducing the distance
of the shell surface of the roller (12) to the metal strip (16), the metal strip
(16) being maintained steady or being moved only slowly at least during the beginning
phase of the grooving step, and the roller (12) being rotated not at all or only
very slowly so that the metal strip (16) remains under tensile stress in the rolling
gap (13);
- (e) rolling a section of the metal strip (16) in the rolling gap (13) by rotating
the roller (12) and moving the plate (67) or taking at along in a rectilinear manner
in synchronism with the rotation of the roller (12); and
- (f) releasing the metal strip (16) by opening the rolling gap (13);
steps (b) to (f) being repeated for every section to be profiled of the metal strip
(16).
- The method as defined in Claim 1, characterised in that the metal strip
(16) is profiled on one side only.
- The method as defined in Claim 1, characterised in that the metal strip
(16) is at first profiled on one side only and is then tumed over so that its profiled
side faces the plate (67),
and that the metal strip (16) is then profiled on its other side.
- The method as defined in Claim 3, characterised in that following profiling
of the one side of the metal strip (16) the plate (67) is exchanged against another
plate provided with a profile complementary to the profile previously rolled into
the metal strip (16).
- The method as defined in any of the preceding claims, characterised in that
a flat plate (67) is used if the metal strip (16) is profiled only on one side or
initially only on one side.
- The method as defined in any of the preceding claims, characterised in that
recesses (80) with closed borders are formed in the metal strip (16), for which
purpose the plate (67) used is one provided with bumps (81) complementary to the
recesses (80).
- The method as defined in Claim 6, characterised in that a moderate reduction
of the overall thickness of the metal strip (16) is effected by having the roller
(12), arranged opposite the plate (67), acting on the metal strip (16) at the same
time the recesses (80) are formed.
- The method as defined in Claim 7, characterised in that the moderate
reduction in thickness of the metal strip (16) is equal to approximately 10 % of
its previous thickness.
- The method as defined in Claim 6, 7 or 8, characterised in that the recesses
(80) are formed in several steps and that the steepness of the circumferential wall
of the recesses (80) increases from one step to the next.
- The method as defined in any of the preceding claims, characterised in that
the tensile stress in the metal strip (16) is kept constant during the grooving
and the rolling phases.
- The method as defined in any of the preceding claims, characterised in that
when several rolling steps are carried out for profiling the metal strip (16) in
the respective sections, the process steps (b) to (e) are repeated, for which purpose
the metal strip (16) is recalled after opening the rolling gap (13), and the recalled
section of the metal strip (16) is rolled once again in the rolling gap (13) under
the action of the same roller (12).
- The method as defined in any of the preceding claims, characterised in that
the metal strip (16) is not rolled during the recalling phase.
- The method as defined in any of Claims 1 to 11, characterised in that
the metal strip (16) is rolled also during the recalling phase.
- The method as defined in any of the preceding claims, characterised in that
plate (67) is floatingly supported.
- The method as defined in any of the preceding claims, characterised in that
the roller (12) defines the rolling gap (13) from above, and that the plate (67)
is arranged in horizontal position and is supported by a back-up roller (15).
- The method as defined in any of the preceding claims, characterised in that
the plate (67) is supported on both sides of the rolling gap (13).
- The method as defined in Claim 15 or Claim 16, characterised in that
the plate (67) is supported on both sides of the rolling gap (13) by rolling elements.
- The method as defined in any of the preceding claims, characterised in that
the surface of the plate (67), facing the roller (12), is configured to be flat.
- The method as defined in any of the preceding claims, characterised in that
the plate (67) is moved during the rolling process by being entrained by the driven
roller (12) and/or the metal strip (16).
- The method as defined in any of claims 13 to 17, characterised in that
the plate (67) is moved by its back-up roller (15), which is driven for that purpose.
- The method as defined in any of the preceding claims, characterised in that
the metal strip (16) is recalled by a length shorter than the circumference of the
roller (12).
- The method as defined in any of the preceding claims, characterised in that
the metal strip (16) is simultaneously equalised by the rolling process.
- The method as defined in any of the preceding claims, characterised in that
using the roller (12) a profile is rolled into the sections of the metal strip (16),
the profile extending over the full width of the metal strip (16), so that the metal
strip (16) exhibits a thickness that varies over its length.
- The method as defined in Claim 23, characterised in that a periodically
recurring profile is rolled into the metal strip (16).
- The method as defined in any of the preceding claims, characterised in that
the roller (12), the plate (67) and the metal strip (16) are accelerated and braked,
resp., in synchronism and to the same degree during the rolling steps.
- The method as defined in any of the preceding claims, characterised in that
for producing strip-shaped input stock with a selected profile, which recurs in
successive sections of the input stock, the sections to be profiled of the metal
strip (16) are guided through the rolling gap (13) in steps of predetermined lengths,
and the height of the rolling gap (13) is reduced from one rolling step to the next
until the desired depth of the selected profile of the input stock is obtained in
the respective sections of the metal strip (16).
- The method as defined in any of the preceding claims in combination with Claim
14, characterised in that in the first rolling step the metal strip (16)
is only reduced in thickness, but is not yet profiled.
- The method as defined in Claim 27, characterised in that the metal strip
(16) is equalised in the first rolling step.
- The method as defined in Claim 27 or Claim 28, characterised in that
the reducing rolling step is followed by one or more profiling rolling steps in
one and the same rolling gap (13).
- The method as defined in Claim 27, 28 or 29, characterised in that the
length (L2) of the reducing rolling step, during which the metal strip may also
be equalised, is longer than the length (L1) of the next following profiling rolling
step, taking into account the elongation of the reduced section occurring in the
next following profiling step.
- The method as defined in any of claims 27 to 30, characterised in that
following the reducing rolling step the metal strip (16) is recalled by a length
shorter than the length (L2) of the reducing rolling step and longer than the length
(L1) of the next following profiling rolling step to be performed on the same section
of the metal strip (16).
- The method as defined in any of the preceding claims in combination with Claim
14, characterised in that it is performed in a roll stand (2), in which the
surface of the roller (12) includes a profiled section (35, 40) having a contour
which together with the plate (67) defines the rolling gap (13).
- The method as defined in any of the preceding claims, characterised in that
the roller (12) has a cylindrical shell which is preferably subdivided into segments
of equal or different diameter.
- The method as defined in any of claims 1 to 32 in combination with Claim 19,
characterised in that prior to rolling a profile the metal strip (16) is
initially equalised in the rolling gap (13), with moderate reduction of its thickness,
between the roller (12) and the plate (67) in steps having a length (L2) not shorter
than the length (L1) of the first profiling rolling step, and is then recalled by
a step at least equal to the length (L1) of the first profiling rolling step and
maximally equal to the second length (L2), whereafter the profile is rolled into
the recalled section of the metal strip (16),
and that for equalising the metal strip (16) the shell of the roller (12) has a
cylindrical circumferential section (36) separate from those one or more profiled
circumferential sections (35, 40) that exhibit a non-cylindrical contour.
- The method as defined in any of the preceding claims, characterised in that
during rolling of the metal strip (16) the roller (12) of the roll stand (2) is
displaced for varying the height of the rolling gap (13).
- The method as defined in Claim 35, characterised in that the roller (12)
is displaced by a servo drive (32, 34, 44).
- The method as defined in Claim 36, characterised in that one or two electric
motors (34) or one or two short hydraulic cylinders are used for the servo drive.
- The method as defined in any of claims 35 to 37, characterised in that
the displacement of the roller (12) is effected with the aid of a program-controlled
drive (32, 33, 34, 44), the profile to be produced in the respective rolling step
being stored in a programmable control unit (43) as control curve for the drive
(32, 33, 34, 44) effecting the displacement of the roller (12).
- The method as defined in any of claims 35 to 38, characterised in that
the roller (2) has a notch (45), which is parallel to the axis of the roller (2).
- The method as defined in any of the preceding claims, characterised in that
the roller (12) is driven in synchronism with the feeding motion of the metal strip
(16).
- The method as defined in any of the preceding claims in combination with Claim
18, characterised in that a relieved portion (37, 38, 39) is provided in
the shell surface of the roller (12) between the circumferential sections (35, 38,
40) which are active during the rolling process, which relieved portion extends
over a circumferential angle sufficient to ensure that the circumferential section
(35, 36, 40), which is active during the rolling process, will groove the metal
strip (16) only after the metal strip (16) has been released by the circumferential
section active during the preceding rolling step.
- The method as defined in any of the preceding claims, characterised in that
the metal strip (16) to be rolled is uncoiled from a first coiler (5) and the rolled
metal strip (16) is wound up on a second coiler (6), and that the rotary speed of
the roller (12) and the circumferential speed of the coilers (5, 6) are matched,
especially during the phase when the roller (12) grooves the metal strip (16).
- The method as defined in any of the preceding claims, characterised in that
grooving by the roller (12) is effected at reduced rotary speed of the roller (12)
and, correspondingly, at reduced feeding speed of the metal strip (16), and that
the movements are then accelerated.
- The method as defined in any of claims 1 to 40, characterised in that
the metal strip (16) is recalled by means of a first gripper mechanism (52).
- The method as defined in Claim 44, characterised in that by means of
the first gripper mechanism (52) the metal strip (16) is also advanced for rolling.
- The method as defined in Claim 43 or Claim 44, characterised in that
the metal strip (16) is pulled during the rolling process with the aid of a second
gripper mechanism (53) which engages that section of the metal strip (16) that leaves
the rolling gap (13).
- The method as defined in any of the preceding claims, characterised in that
a tensile stress is continuously maintained in the metal strip (16) during rolling
and also during recalling of the strip.
- The method as defined in any of the preceding claims, characterised in that
a tensile stress is continuously maintained in the metal strip (16) during the grooving
of the metal strip (16) by the roller (12).
- The method as defined in any of the preceding claims, characterised in that
the width of the metal strip (16) is so selected to allow two or more of the objects,
which are intended to be punched out from the input stock formed by the rolling
process, can be punched out so that they are arranged side-by-side.
- The method according to any of the preceding claims as applied to strips consisting
of a plastic material and to strips consisting of a compound material based on a
plastic material or including a plastic material as substantial component.
- Device for producing strip-shaped input stock, especially from metal, by rolling
a strip (16), especially for performing the method defined in Claim 1 or Claim 50,
having a roll stand (2) in which a roller (12) defines a rolling gap (13),
and having recalling means (5, 52) for the strip (16) arranged on the intake side
of the rolling gap (13),
characterised in that a drive motor (7, 54), especially a servomotor, is
provided for the recalling means (5, 52), which drive motor permits the strip (16)
to be recalled in steps of a predeterminable length, and that the rolling gap (13)
is additionally defined by a plate (67) that faces the roller (12) and can be linearly
displaced, and can be driven in synchronism with the roller (12) and/or with the
strip (16) in the predetermined direction of movement of the strip (16) in the rolling
gap (13), and can also be driven and recalled independently of the strip (16).
- The device as defined in Claim 51, characterised in that the plate (67)
is arranged below the roller (12).
- The device as defined in Claim 51 or Claim 52, characterised in that
the height of the rolling gap (13) is variable.
- The device as defined in Claim 51 for producing strip-shaped input stock, having
a selected profile which recurs in successive sections of the input stock,
characterised in that the roller (12) and/or the plate (67) can be displaced
during the rolling operation in upward and downward direction in the roll stand
(2) in controlled fashion, namely by a distance determined by the selected profile
and in response to the feeding motion of the strip (16).
- The device as defined in any of the preceding claims 51 to 54,characterised
in that the roller (12) has a cylindrical shell surface.
- The device as defined in Claim 53 for producing strip-shaped input stock, having
a profile which recurs in successive sections of the input stockcharacterised
in that the shell surface of the roller (12) has two or more separate circumferential
sections (35, 36, 40), that follow each other in the circumferential direction and
that do not all exhibit the same contour.
- The device as defined in any of claims 51 to 56, wherein the recalling means
for the strip (16) is a first coiler (5).
- The device as defined in any of claims 51 to 56, wherein the recalling means
for the strip (16) is a first gripper mechanism (52).
- The device as defined in any of claims 51 to 58, wherein a pulling device (6,
53) for the strip-shaped input stock is provided on the discharge side of the rolling
gap (13).
- The device as defined in Claim 59, wherein the pulling device is a second coiler
(6) intended to wind up the strip-shaped input stock.
- The device as defined in Claim 59, wherein the pulling device is a second gripper
mechanism (53).
- The device as defined in Claim 56, wherein the roller (12) has a cylindrical
circumferential section (36).
- The device as defined in any of claims 51 to 62, wherein the roll stand (2)
is designed as an equalising rolling mill.
- The device a
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