| Dokumentenidentifikation |
DE102004018901B3 28.07.2005 |
| Titel |
Innenring einer Wälzlagerbaugruppe und Radlager mit der Wälzlagerbaugruppe |
| Anmelder |
AB SKF, Göteborg, SE |
| Erfinder |
Stephan, Bernd, 97422 Schweinfurt, DE |
| Vertreter |
Gosdin, M., Dipl.-Ing.Univ. Dr.-Ing., Pat.-Anw., 97422 Schweinfurt |
| DE-Anmeldedatum |
15.04.2004 |
| DE-Aktenzeichen |
102004018901 |
| Veröffentlichungstag der Patenterteilung |
28.07.2005 |
| Veröffentlichungstag im Patentblatt |
28.07.2005 |
| IPC-Hauptklasse |
F16C 33/58
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| IPC-Nebenklasse |
B60B 27/00
F16C 19/52
F16C 19/38
F16C 33/60
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| Zusammenfassung |
Bei einem Innenring einer Wälzlagerbaugruppe, der in axialer Richtung wenigstens zweigeteilt ausgebildet ist, umfassend einen ersten und einen zweiten Ring, sind die Ringe an einem ihrer axialen Enden, an dem sie bestimmungsgemäß aneinander anliegen, ineinander in einen lösbaren und in axialer Richtung belastbaren Eingriff bringbar ausgebildet.
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| Beschreibung[de] |
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Die Erfindung betrifft einen Innenring einer Wälzlagerbaugruppe und
ein Radlager mit der Wälzlagerbaugruppe.
Aus der DE 40 29 176 A1
ist ein Radlager für Anhängerachsen bekannt, bei dem eine Nabe mit einem abgestuften
Innenmantel auf einem entsprechend abgestuften Außenmantel eines Außenrings einer
Kegelrollenlagerbaugruppe aufgebracht ist. Dabei wird die Kegelrollenlagerbaugruppe
mit darauf angeordneter Nabe derart auf einem Achsschenkel, der an seinem äußeren
Ende mit einem Gewindezapfen versehen ist, montiert, dass auf dem Gewindezapfen
eine Achsmutter aufgeschraubt wird, die die Kegelrollenlagerbaugruppe zusammen mit
der auf ihr aufgepressten Nabe auf den Achsschenkel aufschiebt. Nach dem Aufschrauben
wird außen vor dem Bund der Achsmutter ein Sprengring in eine umlaufende Nut der
Nabe eingelegt. Bei einem Lösen der Achsmutter wird über den Sprengring die Nabe
und damit die in der Nabe eingepresste Kegelrollenlagerbaugruppe vom Achsschenkel
abgezogen.
Eine Aufgabe der Erfindung ist es, einen verbesserten Innenring einer
Wälzlagerbaugruppe, der in axialer Richtung wenigstens zweigeteilt, umfassend einen
ersten und einen zweiten Ring ausgebildet ist, zu schaffen, so dass insbesondere
die beiden Ringe frei von weiteren Hilfsmitteln miteinander verbindbar sind.
Die Aufgabe wird durch den Gegenstand des Anspruchs 1 gelöst. Vorteilhafte
Ausgestaltungen sind in den Unteransprüchen beschrieben.
Gemäß Anspruch 1 umfasst bei einem Innenring einer Wälzlagerbaugruppe,
der in axialer Richtung wenigstens zweigeteilt ausgebildet ist, umfassend einen
ersten und einen zweiten Ring, die an einem ihrer axialen Enden, an dem sie bestimmungsgemäß
aneinander anliegen, ineinander in einen lösbaren und in axialer Richtung belastbaren
Eingriff bringbar ausgebildet sind, jeder der Ringe an besagtem Ende eine ringartige,
in axialer Richtung einen Hinterschnitt ausbildende Nut, der zum besagten Ende hin
ein ringartiger Bereich vorgelagert ist, dessen dem jeweils anderen Ring bestimmungsgemäß
zugewandter Mantel für ein Verschrauben der Ringe miteinander mit einem Gewinde
versehen ist.
Dadurch werden mit Vorteil weitere Hilfsmittel, wie beispielsweise
ein Klippring zum Verbinden der beiden Ringe vermieden.
Weitere Vorteile, Merkmale und Einzelheiten der Erfindung ergeben
sich aus den im folgenden beschriebenen Ausführungsbeispielen der Erfindung anhand
der Figuren. Dabei zeigen:
1 einen Längsschnitt durch eine obere
Hälfte eines Radlagers,
2 einen zweigeteilten Wälzlagerinnenring
ausschnittsweise an der Teilungsstelle in einer hinsichtlich der 1
anderen Ausführungsform,
3A, 3B,
4 und 5
ausschnittsweise Sicherungsmöglichkeiten gegen ein Lösen einer Achsmutter in hinsichtlich
der 1 anderen Ausführungsformen,
6 ausschnittsweise eine Mutter zum Verspannen
einer Nabe mit einem Wälzlageraußenring in einer hinsichtlich der 1
anderen Ausführungsform und
7, 8
und 9 ausschnittsweise Impulsgeberräder in
hinsichtlich der 1 anderen Anordnungen.
Die 1 zeigt als ein Ausführungsbeispiel
der Erfindung einen Längsschnitt durch eine obere Hälfe eines Radlagers. Dabei umfasst
das Radlager ein Achsende 10 bzw. einen Achsschenkel, auf dem eine Wälzlagerbaugruppe
befestigt ist, auf der wiederum eine Nabe 80 lösbar aufgebracht ist. Das
Achsende 10 ist dabei von hinten nach vorne hin stufenartig zu kleineren
Durchmessern hin abgesetzt. Als vorne ist dabei diejenige Seite bezeichnet, von
der aus eine Radfelge montiert wird, was in der 1 links
entspricht. Der Mantel des vordersten zylinderartigen Bereichs 12 des Achsendes
10 ist dabei mit einem Gewinde versehen ausgebildet.
Die Wälzlagerbaugruppe umfasst ihrerseits einen einteilig ausgebildeten
Außenring 30, einen wenigstens zweigeteilten Innenring, zwischen vorgenannten
Ringen in O-Anordnung angeordnete kegelstumpfförmige Wälzkörper 22, die
Wälzkörper 22 führende Käfige 24 sowie wenigstens zwei den Wälzkörperraum
abschließende Dichtelemente 26.
Der zweigeteilte Innenring umfasst dabei einen vorderen Innenring
40 und einen hinteren Innenring 50. An derjenigen Seite, an der
die beiden Innenringe 40 und 50 bestimmungsgemäß aneinander anliegen,
sind die beiden Innenringe 40 und 50 in axialer Richtung ineinander
eingreifend gestaltet. Dazu ist jeder der Innenringe 40 und 50
in einem Endbereich zu besagter Seite hin mit einer ringartigen Nut 42
oder 52 versehen, die in axialer Richtung im Zusammenspiel mit einem der
Nut 42 oder 52 in Richtung zum besagten Ende
hin vorgelagerten ringartiger Bereich 44 oder 54 eine Hinterschneidung
ausbildend gestaltet ist. Die einander zugewandeten Mantelflächen der ringartigen
Bereiche 44 und 54 sind dabei jeweils mit einem zueinander passenden
Gewinde versehen. Da die Gewinde im bestimmungsgemäß eingebauten Zustand sich nicht
mehr berühren und darüber auch keine bei Betrieb des Radlagers auftretenden Kräfte
übertragen werden sollen, genügt eine vergleichsweise grobe Ausführung der Gewinde
– ein Feingewinde muss nicht vorgesehen werden.
Im bestimmungsgemäß eingebauten Zustand liegt die hintere Stirnfläche
des ringartigen Bereichs 44 des vorderen Innenrings 40 an einer
die Nut 52 des hinteren Innenrings 50 nach hinten begrenzenden
Stirnfläche an. Darüber erfolgt auch die Kraftübertragung. Die beiden Gewinde greifen
nicht ineinander. Eine axiale Ausdehnung der ringartigen Nuten 42 und
52 ist dabei derart gewählt, dass sie größer einer axialen Ausdehnung der
in sie zum Eingriff vorgesehenen ringartigen Bereiche 44 und
54 ist.
Im Hinblick auf eine Erstmontage auf dem Achsende 10 können
mit Vorteil die beiden Innenringe 40 und 50 verliersicher gegeneinander
über die Gewinde ineinander verschraubt angeliefert werden, so dass die ineinander
verschraubten Innenringe 40 und 50 auf das Achsende
10 aufgeschoben werden bis der hintere Innenring 50 bestimmungsgemäß
anliegt, um danach den vordere Innenring 40 nach hinten hin drehend derart
zu bewegen, dass sich die beiden Innenringe 40 und 50 an ihren
Gewinden voneinander lösen und bestimmungsgemäß aneinander anliegen. Das Ineinanderhaken
der beiden Innenringe 40 und 50 ist des weiteren bei einer aus
welchen Gründen auch immer bedingten Demontage der Innenringe 40 und
50 von Vorteil, da mit einem Ablösen des vorderen Innenrings
40 gleichzeitig der hintere Innenring 50 mit abgezogen wird.
Die 2 zeigt in einer anderen Ausführungsform
der Erfindung einen vorderen und einen hinteren Innenring 40' und
50' in einem Ausschnitt, in dem die beiden Innenringe 40' und
50' ineinander eingreifen. Gegenüber den Innenringen 40 und
50 der 1 sind die Innenringe 40'
und 50' der 2 im vorgenannten Ausschnitt bezüglich
der Gewindeflächen gespiegelt ausgebildet. Dabei sind die Innenringe 40'
und 50' der 2 mit den gleichen Bezugszeichennummern
wie die entsprechenden Innenringe 40 und 50 der 1
bezeichnet und zusätzlich mit Hochstrichen versehen. Ansonsten gilt das zur
1 Beschriebene entsprechend.
Bei der 1 werden durch eine Achsmutter
60, die auf den vordersten zylinderartigen Bereich 12 des Achsendes
10 aufgeschraubt wird, die Innenringe 40 und 50 auf dem
Achsende 10 in axialer Richtung fixiert. Die Achsmutter 60 wird
ihrerseits durch eine Sicherungsmutter 75, die ebenfalls auf den vordersten
zylinderartigen Bereich 12 des Achsendes 10 aufgeschraubt wird,
gegen ein unbeabsichtigtes Lösen gesichert.
In anderen Ausführungsformen kommen anstelle der Sicherungsmutter
75 andere gleichwirkende Sicherungsmittel zum Einsatz. In einer Ausführungsform
der Erfindung zeigen die 3A und 3B
als Sicherungsmittel ausschnittsweise einen Sicherungsring 70 und einen
vordersten zylinderartigen Bereich 12' eines Achsendes mit einer axial
verlaufenden Nut 14'. Dabei ist der vorderste zylinderartige Bereich
12' der 3B mit der gleichen Bezugszeichennummer
wie das entsprechende Bauteil der 1 bezeichnet und
zusätzlich mit einem Hochstrich versehen. Der Sicherungsring 70 weist dabei
nach innen hin nasenartigen Ausformungen 72 auf, von denen eine in die
axial verlaufende Nut 14' des Achsendes 10' eingreift und die
übrigen beim Aufbringen des Sicherungsrings 70 entsprechend gebogen werden,
und der nach außen hin eine Ausformung 73 aufweist, die in eine sich in
axialer Richtung erstreckende und in Umfangsrichtung begrenzte Höhlung
62 der Achsmutter 60 eingebogen werden kann. Dabei weist die Achsmutter
60 oftmals von Hause aus in ihrer vorderen Stirnseite eingebrachte Bohrungen
auf, um sie unter Einsatz eines entsprechenden Werkzeuges fest anziehen bzw. lösen
zu können.
In einer weiteren Ausführungsform der Erfindung zeigt die
4 als Sicherungsmittel ausschnittsweise einen vordersten
zylinderartigen Bereich 12'' eines Achsendes mit einer axial verlaufenden
Nut 14'' und eine Achsmutter 60' mit einem Verstemmbereich
64. Dabei sind der vorderste zylinderartige Bereich 12'' und die
Achsmutter 60' der 4 mit den gleichen Bezugszeichennummern
wie die entsprechenden Bauteile der 1 bezeichnet und
zusätzlich mit Hochstrichen versehen. Zum Sichern der Achsmutter 60' wird
dabei nach einer Montage der Innenringe 40 und 50 und der Achsmutter
60' der Verstemmbereich 64 der Achsmutter in die Nut
14'' hinein verstemmt.
In einer weiteren Ausführungsform der Erfindung zeigt die
5 als Sicherungsmittel ausschnittsweise eine Achsmutter
60'' mit einem dünnwandigen, sich axial nach vorne fortsetzenden, hohlzylinderartigen,
den vordersten zylinderartigen Bereich 12 des Achsendes 10 umschließenden
Verstemmbereich 64'. Dabei ist die Achsmutter 60'' der
5 mit den gleichen Bezugszeichennummern wie die Achsmutter
60 der 1 bezeichnet und zusätzlich mit Hochstrichen
versehen. Zum Sichern der Achsmutter 60'' wird dabei nach einer Montage
der Innenringe 40 und 50 und der Achsmutter 60'' der
Verstemmbereich 64' formschlüssig mit dem zylinderartigen
Bereich 12 des Achsendes 10 verstemmt.
In den dargestellten Ausführungsformen ist die Achsmutter
60, 60' oder 60'' zusammen mit dem vorderen Innenring
40 eine einstückige Einheit ausbildend gestaltet. Gegenüber der Lösung
mit voneinander getrennter Achsmutter und vorderem Innenring wird zur Montage und
Demontage der Innenringe 40 und 50 auf dem Achsende
10 kein spezielles am separaten vorderen Innenring angreifendes Werkzeug
benötigt, da Montage und Demontage der Innenringe 40 und 50 mit
einem Drehen der einstückigen Einheit am mutterseitigen Ende bewerkstelligt wird.
In anderen Ausführungsformen der Erfindung können Achsmutter 60,
60' oder 60'' und vorderer Innenring 40 natürlich auch
als voneinander getrennte Bauelement ausgebildet sein, was insbesondere bei den
Ausführungsformen entsprechend den 4 und
5 von Vorteil ist, da bedingt durch die Verstemmbereiche
64 und 64' nach einer Demontage der Achsmutter 60' oder
60'' nicht die einstückige Einheit aus Achsmutter 60' oder
60'' und vorderem Innenring 40, sondern lediglich die separate
Achsmutter erneuert werden muss.
Entsprechend der 1 ist der Außenring
30 der Wälzlagerbaugruppe derart gestaltet, dass dessen Außenmantel in
einem vorderen Bereich 32 zylindermantelartig mit einem Gewinde und von
diesem Bereich 32 ausgehend kegelstumpfmantelartig sich nach hinten hin
erweiternd ausgebildet ist. Passend zu dem kegelstumpfmantelartigen Bereich
34 des Außenrings 30 weist eine Innenmantelfläche der Nabe
80 ebenfalls einen kegelstumpfmantelartigen Bereich 82 auf. Damit
die Nabe 80 von vorne her auf dem Außenring 30 montierbar und
demontierbar ist, sind die Steigungen der kegelstumpfmantelartigen Bereiche
34 und 82 knapp oberhalb der Selbsthemmung gewählt.
Die Nabe 80 weist weiterhin einen flanschartigen Bereich
84 auf, an dem von vorne her die Radfelge und von hinten her beispielsweise
eine Bremsscheibe 115 befestigbar sind. Des weiteren ist die Nabe
80 am vorderen Ende ihres kegelstumpfmantelartigen Bereichs 82
eine sich senkrecht zur Achsrichtung erstreckende Anschlagfläche 86 bildend
ausgestaltet.
Zum Montieren der Nabe 80 auf der Wälzlagerbaugruppe wird
die Nabe 80, soweit ohne größeren Kraftaufwand möglich, auf den Außenmantel
des Außenrings 30 aufgeschoben. Danach wird auf dem zylindermantelartigen
Bereich 32 des Außenmantels des Außenrings 30 eine ringartige
Mutter 100 aufgeschraubt und derart fest angezogen, bis die Nabe
80 fest auf dem Außenring 30 sitzt. Die Mutter 100 ist
ebenfalls gegen ein unbeabsichtigtes Losdrehen gesichert. Dazu ist in einer Ausführungsform
ein Radnabendeckel 110 am hinteren Bereich seines Innenmantels derart mit einem
Gewinde ausgebildet, dass er auf dem mit dem Gewinde versehenen zylindermantelartigen
Bereich 32 des Außenrings 30 aufschraubbar ist.
Die Nabe 80 ist weiterhin derart ausgebildet, dass sie einen
sich axial nach vorne erstreckenden hohlzylinderartigen Bereich 88 aufweist,
der die Mutter 100 im bestimmungsgemäß montierten Zustand im wesentlichen umschließt
und in axialer Richtung über sie hinausragt. Dabei ist am Innenmantel dieses hohlzylinderartigen
Bereichs 88, in demjenigen Bereich, in dem bei bestimmungsgemäß montiertem
Radlager eine vordere Stirnfläche der Mutter 100 zu liegen kommt, eine
ringartige Nut 92 derart vorgesehen, dass ein Ring, insbesondere ein Sprengring
94, in die Nut 92 einsetzbar ist, der radial nach innen hin über
den Zylinderinnenmantel des hohlzylinderartigen Bereichs 88 und über den
Zylinderaußenmantel der Mutter 100 übersteht. Damit ist die Mutter
100 gesichert und ein einfaches Demontieren der Nabe 80 von der
Wälzlagerbaugruppe ohne eine Demontage der Wälzlagerbaugruppe dadurch bewerkstelligbar,
dass mit einem entsprechenden Drehen der Mutter 100 via dem Sprengring
94 die Nabe 80 mit abgezogen wird.
Damit die Nabe 80 überhaupt mittels der Mutter
100 auf dem Außenring 30 montierbar und demontierbar ist, ist
die Mutter 100 an der vorderen Stirnseite mit Mitteln versehen, an denen
ein Werkzeug zum Drehen der Mutter 100 angreifen kann. Weiterhin ist eine
vordere Stirnseite des Außenrings 30 ebenfalls mit Mitteln gestaltet, die
beim Drehen der Mutter 100 ein Mitdrehen des Außenrings 30 unter
Einsatz eines an besagten Mitteln angreifenden Werkzeugs unterbinden. In einer Ausführungsform
können die Mittel von der Stirnfläche aus in die Mutter 100 bzw. in den
Außenring 30 eingearbeitete Vertiefungen 102 und 36 umfassen.
Insbesondere dadurch, dass die Nabe 80 als von der Wälzlagerbaugruppe
lösbares separates Bauteil ausgebildet ist, ist die Nabe 80 kontrolliert,
unter Verhinderung von Schäden an der Wälzlagerbaugruppe demontierbar, da die Wälzlagereinheit
nicht mit demontiert werden muss, so dass insbesondere mit Vorteil die Bremsscheibe
115, die in axialer Richtung weiter hinten als der Flansch 84
der Nabe 80 angeordnet ist und bei Betrachtung in axialer Richtung mit
dem Flansch 84 überlappt, austauschbar ist. Dabei ist zu beachten, dass
während einer normalen Lebensdauer des Radlagers die Bremsscheibe 115 wenigstens
einmal auszuwechseln ist und weiterhin bei einem Radlager, bei dem Nabe und Außenring
nur als Einheit demontierbar sind, die Demontage dieser Einheit in der Regel dazu
führt, dass eine zughörige Wälzlagerbaugruppe beim Demontieren insbesondere im Bereich
der Dichtungen derart beschädigt wird, dass ein kostenintensiver Komplettaustausch
des Radlagers erforderlich ist.
In einer Ausführungsform der Erfindung zeigt die 6
ausschnittsweise eine ringartige Mutter 100', die im Gegensatz zu der Mutter
100 der 1 zusätzlich auf ihrem Außenmantel
mit einem Gewinde versehen ist, und einen hohlzylinderartigen Bereich
88' einer Nabe 80', der im Gegensatz zum hohlzylinderförmigen
Bereich 88 der Nabe 80 der 1 am Innenmantel
mit einem zum Gewinde des Außenmantel der Mutter 100' passenden Gewinde
versehen ist. Dabei sind die Mutter 100', die Nabe 80' und der
hohlzylinderartige Bereich 88' der 6 mit den
gleichen Bezugszeichennummern wie die entsprechenden Bauteile der 1
bezeichnet und zusätzlich mit Hochstrichen versehen. Das innere und das äußere Gewinde
der Mutter 100' sind derart aufeinander abgestimmt ausgebildet, dass die
Nabe 80' und der Außenring 30 mit großer Kraft gegeneinander verspannt
werden können. Dazu weist beispielsweise bei einer gleichen Steigungsrichtung beider
Gewinde das äußere Gewinde eine kleiner Gewindesteigung als das innere Gewinde auf.
Dabei ist im bestimmungsgemäß montierten Zustand gemäß der 6
entgegen der Ausführungsform der 1, aus Gründen eines
eineindeutig bestimmbaren Kraftflusses eine hintere Stirnfläche der Mutter
100' nicht zum Anliegen an der Nabe 80' vorgesehen.
Gemäß 1 umfasst das Radlager des weiteren
Dichtungsmittel, mit denen insbesondere ein Eindringen von Feuchtigkeit zwischen
die beiden kegelstumpfmantelartigen Bereiche 34 und 82 verhindert
wird, so dass dort eine Korrosion verhindert wird und die Nabe 80 auch
nach einer vergleichsweise langen Betriebsdauer unter rauhen Umweltbedingungen noch
sicher und einfach demontierbar ist. Die Dichtungsmittel umfassen ein vorderes und
ein hinteres, im wesentlichen ringartig ausgebildetes Dichtelemente 122
und 124. Das hintere Dichtelement 124 ist dabei unmittelbar am
hinteren Ende der Anlagefläche zwischen den beiden kegelstumpfmantelartigen Bereichen
34 und 82 angeordnet. Dabei ist in der Ausführungsform der
1 zwischen dem Dichtelement 124 und dem Außenmantel
des Außenrings 30 ein ringartiger Teil eines Impulsgeberrades
130 eines Antiblockiersystems angeordnet.
In einer Ausführungsform der Erfindung zeigt die 7
ausschnittsweise ein Impulsgeberrad 130', das gegenüber dem Impulsgeberrad
130 der 1 derart ausgebildet ist, dass es
ausgehend von seinem bestimmungsgemäßen Befestigungsort am Außenmantel des Außenrings
30 nach vorne hin, in axialer Richtung frei von Überlappungen mit dem Außenring
30 gestaltet ist. Dabei sind das Impulsgeberrad 130' und das daran
entsprechend angepasste hintere Dichtelement 124' der 7
mit den gleichen Bezugszeichennummern wie die entsprechenden Bauteile der
1 bezeichnet und zusätzlich mit Hochstrichen versehen.
Das Impulsgeberrad 130' ist dabei mit besonderem Vorteil bei demontierter
Nabe 80 von vorne her ohne Demontage der Wälzlagerbaugruppe austauschbar.
Ein ähnlicher Effekt wird mit weiteren Ausführungsformen der Erfindung
gemäß den 8 und 9
erzielt. Die 8 zeigt ausschnittsweise ein Impulsgeberrad
130'', das am Außenmantel der Nabe 80 im hinteren Bereich der
Nabe 80 befestigbar ist. Dabei sind das Impulsgeberrad 130'' und
ein hinteres Dichtelement 124'' der 7 mit
den gleichen Bezugszeichennummern wie die entsprechenden Bauteile der
1 bezeichnet und zusätzlich mit Hochstrichen versehen.
Die 9 zeigt ausschnittsweise ein Impulsgeberrad
130''', das am Außenmantel einer Nabe 80'' im hinteren Bereich
der Nabe 80'' befestigbar ist. Dabei sind das Impulsgeberrad
130''', ein hinteres Dichtelement 124''', das in eine ringartige
Nut des Nabeninnenmantels eingesetzt ist, die Nabe 80'' und ein an einer
hinteren Stirnseite abgeschrägter Außenring 30' der 9
mit den gleichen Bezugszeichennummern wie die entsprechenden Bauteile der
1 bezeichnet und zusätzlich mit Hochstrichen versehen.
Das äußere Dichtelement 122 zum Abdichten von vorne her ist
schließlich in der Ausführungsform der 1 als Dichtelement
122 zwischen dem Radnabendeckel 110 und dem hohlzylinderartigen
Bereich 88 der Nabe 80 ausgebildet, wobei es wenigstens an eines
der Bauteile 110 und 88 angespritzt ausgebildet sein kann.
10- Achsende
12, 12', 12''- zylinderartiger Bereich
14', 14''- Nut
22- Wälzkörper
24- Käfig
26, 122, 124, 124', 124'', 124'''- Dichtelement
30, 30'- Außenring
32- zylindermantelartiger Bereich
34- kegelstumpfmantelartiger Bereich
36- Vertiefung
40, 40'- vorderer Innenring
42, 52- ringartige Nut
44, 54- ringartiger Bereich
50, 50'- hinterer Innenring
60, 60', 60''- Achsmutter
62- Höhlung
64, 64'- Verstemmbereich
70- Sicherungsring
72, 73- nasenartige Ausformung
75- Sicherungsmutter
80,80', 80''- Nabe
82- kegelstumpfmantelartiger Bereich
84- flanschartiger Bereich
86- Anschlagfläche
88, 88'- hohlzylinderartiger Bereich
92- ringartige Nut
94- Sprengring
100, 100'- Mutter
102- Vertiefung
110- Radnabendeckel
115- Bremsscheibe
130, 130', 130''- Impulsgeberrad
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| Anspruch[de] |
- Innenring einer Wälzlagerbaugruppe, der in axialer Richtung wenigstens
zweigeteilt ausgebildet ist, umfassend einen ersten und einen zweiten Ring, die
an einem ihrer axialen Enden, an dem sie bestimmungsgemäß aneinander anliegen, ineinander
in einen lösbaren und in axialer Richtung belastbaren Eingriff bringbar ausgebildet
sind, dadurch gekennzeichnet, dass jeder der Ringe an besagtem Ende eine
ringartige, in axialer Richtung einen Hinterschnitt ausbildende Nut umfasst, der
zum besagten Ende hin ein ringartiger Bereich vorgelagert ist, dessen dem jeweils
anderen Ring bestimmungsgemäß zugewandter Mantel für ein Verschrauben der Ringe
miteinander mit einem Gewinde versehen ist.
- Innenring nach Anspruch 1, wobei eine axiale Länge der Nut eines der
Ringe größer als eine axiale Länge des ringartigen Bereichs des anderen Rings ausgebildet
ist.
- Innenring nach einem der Ansprüche 1 oder 2, wobei die Stirnfläche
des ringartigen Bereichs eines der Ringe am besagten Ende und eine die Nut des anderen
Rings von besagtem Ende weg begrenzende Stirnfläche zum bestimmungsgemäßen Aneinanderanliegen
ausgebildet sind.
- Radlager mit der Wälzlagerbaugruppe nach einem der Ansprüche 1 bis
3.
- Radlager nach Anspruch 4, wobei das Radlager eine Achsmutter umfasst,
mit der die Ringe auf einem Achsabschnitt oder Achsschenkel in axialer Richtung
befestigbar sind.
- Radlager nach Anspruch 5, wobei die Achsmutter auf einem gewindebolzenartigen
Bereich des Achsabschnitts oder -schenkels aufschraubbar ist.
- Radlager nach einem der Ansprüche 5 oder 6, wobei die Achsmutter zusammen
mit einem der Ringe eine einstückige Einheit ausbildend gestaltet ist.
- Radlager nach einem der Ansprüche 5 bis 7, wobei das Radlager Mittel
zum Sichern der Achsmutter gegen unbeabsichtigtes Lösen umfasst.
- Radlager nach Anspruch 8, wobei die Mittel eine Sicherungsmutter umfassen,
die auf den gewindebolzenartigen Bereich mit aufschraubbar ist.
- Radlager nach einem der Ansprüche 8 oder 9, wobei die Mittel eine
axiale Nut im gewindebolzenartigen Bereich umfassen, in die ein Teil der Achsmutter
hinein verformbar ausgebildet ist.
- Radlager nach einem der Ansprüche 8 bis 10, wobei die Mittel eine
axiale Nut im gewindebolzenartigen Bereich und einen auf den Bereich aufschiebbaren
Sicherungsring umfassen, der nach innen hin mehrere Nasen, von den wenigstens eine
zum Eingreifen in die Nut vorgesehen ist, und nach außen hin wenigstens eine Nase
umfasst, die in eine entsprechende, in Umfangsrichtung begrenzte Höhlung der Achsmutter
hinein verformbar ist.
- Radlager nach einem der Ansprüche 5 bis 11, wobei die Achsmutter an
einer Stirnseite wenigstens eine Höhlung für ein Eingreifen eines Werkzeugs zum
Lösen und Festziehen der Achsmutter umfasst.
- Radlager nach einem der Ansprüche 5 bis 12, wobei das Radlager eine
Nabe und die Wälzlagerbaugruppe einen Außenring umfasst, die Nabe wenigstens von
einer Seite her, einen Teilbereich eines Außenmantels des Außenrings umschließend,
auf den Außenring aufschiebbar ist, und wenigstens ein Bereich des Außenmantels
des Außenrings und ein Bereich eines Innenmantels der Nabe zum gegenseitigen Aneinanderanliegen
übereinstimmend kegelstumpfmantelartig ausgebildet sind
- Radlager nach Anspruch 13, wobei die kegelstumpfmantelartigen Bereiche
selbsthemmungsfrei ausgebildet sind.
- Radlager nach einem der Ansprüche 13 oder 14, wobei der Außenmantel
des Außenrings zu besagter Seite hin einen, sich an den kegelstumpfmantelartigen
Bereich anschließenden, zylindermantelartigen Bereich umfasst, der mit einem Gewinde
versehen ist.
- Radlager nach einem der Ansprüche 13 bis 15, wobei der Innenmantel
der Nabe an besagter Seite einen, sich an den kegelstumpfmantelartigen Bereich anschließenden,
sich im wesentlichen entsprechend einer Hohlzylinderstirnfläche radial erstreckenden
Bereich umfasst.
- Radlager nach einem der Ansprüche 15 oder 16, wobei das Radlager eine
ringartige Mutter umfasst, die zum Befestigen der Nabe auf dem Außenring
auf den zylindermantelartigen Bereich des Außenrings aufschraubbar ist.
- Radlager nach Anspruch 17, wobei die Nabe zu besagter Seite hin einen
sich an den radial erstreckenden Bereich anschließenden, sich in axialer Richtung
hohlzylinderartig erstreckenden Bereich umfasst, der in axialer Richtung bei bestimmungsgemäß
aufgebrachter Mutter über die Mutter übersteht.
- Radlager nach Anspruch 18, wobei der überstehenden Teil des hohlzylinderartigen
Bereichs an dessen Innenmantel, nahe der bestimmungsgemäß aufgebrachten Mutter eine
wenigstens teilweise in Umfangsrichtung umlaufende Nut umfasst, in die Mittel einbringbar
sind, so dass bei einem Abschrauben der Mutter die Nabe mit abgezogen wird.
- Radlager nach Anspruch 19, wobei die Mittel einen Sprengring umfassen.
- Radlager nach einem der Ansprüche 17 bis 20, wobei die Mutter für
ein Lösen und Festziehen von der besagten Seite her Mittel umfasst, an denen ein
entsprechendes Werkzeug zum Lösen und Festziehen angreifen kann.
- Radlager nach einem der Ansprüche 17 bis 21, wobei an der besagten
Seite eine Stirnfläche des Außenrings Mittel umfasst, in die beim Lösen und Festziehen
der Mutter zum Verhindern eines Drehens des Außenrings ein entsprechendes Werkzeug
angreifen kann.
- Radlager nach einem der Ansprüche 21 oder 22, wobei die Mittel wenigstens
eine Höhlung umfassen, die von besagter Seite her in die Stirnseite der Mutter und/oder
des Außenrings eingearbeitet ist.
- Radlager nach einem der Ansprüche 17 bis 23, wobei das Radlager Mittel
zum Sichern der Mutter gegen ein unbeabsichtigtes Lösen umfasst.
- Radlager nach Anspruch 24, wobei die Mittel eine Radkappe umfassen,
deren Innenmantel in wenigstens im Öffnungsbereich der Radkappe ein Gewinde zum
Aufschrauben auf den zylindermantelartigen Bereich des Außenrings umfasst.
- Radlager nach einem der Ansprüche 17 bis 25, wobei eine der besagten
Seite abgewandte Stirnfläche der Muter zum Drücken gegen den sich radial erstreckenden
Bereich des Nabeninnenmantels vorgesehen ist.
- Radlager nach einem der Ansprüche 17 bis 25, wobei ein Innenmantel
des hohlzylinderartigen Bereichs der Nabe und ein Außenmantel der Mutter für ein
entsprechendes Zusammenwirken mit jeweils einem Gewinde versehen sind.
- Radlager nach Anspruch 27, wobei die Gewinde am Mutterinnen- und -außenmantel
insbesondere hinsichtlich einer Gewindesteigung derart unterschiedlich und aufeinander
abgestimmt gewählt sind, dass die Nabe und der Außenring gegeneinander mit einer
großen Kraft verspannbar sind.
- Radlager nach einem der Ansprüche 13 bis 28, wobei die Nabe einen
sich scheibenartig radial nach außen erstreckenden Flansch umfasst.
- Radlager nach Anspruch 29, wobei von der besagten Seite her eine Radfelge
am Flansch befestigbar ist.
- Radlager nach einem der Ansprüche 29 oder 30, wobei an der der besagten
Seite gegenüberliegenden Seite des Flansches eine Bremsscheibe befestigbar ist,
die in axialer Richtung mit dem Flansch überlappt.
- Radlager nach einem der Ansprüche 13 bis 31, wobei das Radlager zum
Abdichten des Bereichs, in dem die kegelstumpfmantelartigen Bereiche aneinander
anliegen, ein Dichtungssystem umfasst.
- Radlager nach Anspruch 32, wobei das Dichtungssystem eine erste ringartige
Dichtung zum Abdichten an der besagten Seite und eine zweite ringartige Dichtung
zum Abdichten an einer der besagten Seite gegenüberliegenden Seite umfasst.
- Radlager nach Anspruch 33, wobei die erste Dichtung im wesentlichen
an den hohlzylinderartigen Bereich der Nabe und der Radkappe anliegend angeordnet
ist.
- Radlager nach Anspruch 34, wobei die erste Dichtung angespritzt ausgebildet
ist.
- Radlager nach einem der Ansprüche 13 bis 35, wobei die Radlagereinheit
einen Impulsgeberring, insbesondere für ein Antiblockiersystem umfasst.
- Radlager nach Anspruch 36, wobei der Impulsgeberring an einem der
besagten Seite gegenüberliegenden Ende der Nabe auf deren Außenmantel anordenbar
ist.
- Radlager nach Anspruch 36, wobei der Impulsgeberring an einem der
besagten Seite gegenüberliegenden Ende des Außenrings auf dessen Außenmantel anordenbar
ist.
- Radlager nach einem der Ansprüche 36 bis 38, wobei der Impulsgeberring
bei demontierter Nabe zur besagten Seite hin über den Außenring abziehbar ausgebildet
ist.
- Radlager nach einem der Ansprüche 38 oder 39, wobei die zweite Dichtung
im wesentlichen an den Impulsgeberring und einer der besagten Seite gegenüberliegenden
Stirnfläche der Nabe anliegend angeordnet ist.
- Radlager nach einem der Ansprüche 4 bis 40, wobei die Wälzlagerbaugruppe
als ein zweireihiges Kegelrollenlager, insbesondere in O-Anordnung, ausgebildet
ist.
Es folgen 4 Blatt Zeichnungen
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