| Dokumentenidentifikation |
DE10355398B3 28.07.2005 |
| Titel |
Lageranordnung |
| Anmelder |
AB SKF, Göteborg, SE |
| Erfinder |
Buchheim, Burkhard, 97422 Schweinfurt, DE; Dilje, Alexander, 97421 Schweinfurt, DE; Hauck, Helmut, 97502 Euerbach, DE; Stürzenberger, Jürgen, 97424 Schweinfurt, DE; Wendt, Klaus, 97247 Eisenheim, DE |
| Vertreter |
Gosdin, M., Dipl.-Ing.Univ. Dr.-Ing., Pat.-Anw., 97422 Schweinfurt |
| DE-Anmeldedatum |
25.11.2003 |
| DE-Aktenzeichen |
10355398 |
| Veröffentlichungstag der Patenterteilung |
28.07.2005 |
| Veröffentlichungstag im Patentblatt |
28.07.2005 |
| IPC-Hauptklasse |
F16C 35/04
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| IPC-Nebenklasse |
F16C 43/00
F16L 27/04
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| Zusammenfassung |
Die Erfindung betrifft eine Lageranordnung (1), bestehend aus einem Lager (2) und einem Lagerträger (3), wobei der Lagerträger (3) zur Festlegung an einem Maschinenteil ausgebildet ist und wobei das Lager (2) mit dem Lagerträger (3) bleibend verbunden ist. Um die Wirtschaftlichkeit der Herstellung und Montage der Lageranordnung zu verbessern, ist erfindungsgemäß vorgesehen, dass der Lagerträger (3) eine Anzahl sich in axialer Richtung (A) erstreckende Fortsätze (4) aufweist, die zum kraftschlüssigen Verbinden mit einer radial (R) ausgerichteten Fläche (5) des Lagers (2) geeignet sind.
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| Beschreibung[de] |
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Die Erfindung betrifft eine Lageranordnung, bestehend aus einem Lager
und einem Lagerträger, wobei der Lagerträger zur Festlegung an einem Maschinenteil
ausgebildet ist und wobei das Lager mit dem Lagerträger verbunden ist.
Lageranordnungen dieser Gattung sind im Stand der Technik weit verbreitet.
Beispielsweise offenbart die DE 199 50 732
C1 eine solche Lageranordnung, bei der ein Trägerteil mit einem Wälzlager
bleibend verbunden ist, so dass der Lagerträger samt Wälzlager eine Einheit bildet.
Der bleibende Verbund zwischen Lagerträger und Wälzlager wird hier durch eine Umformung
bewerkstelligt.
Neben der genannten Lösung existieren vielfältige Möglichkeiten, einen
Lagerträger mit einem Wälzlager, zu verbinden. Es wird hierzu auf die
DE 20 63 360 A1, die US
59 31 585 A, die DE 101 00 465
A1, die DE 200 19 278 U1,
die US 34 69 897, die DE
15 10 920 B1, die DE 19 58 364 U,
die US 12 38 880, die US 20030077016 A1,
die US 20030179968 A1 sowie auf die US 54
39 298 A hingewiesen.
Besondere Anforderungen an die Wirtschaftlichkeit der Lageranordnung,
d. h. an eine ökonomische Herstellung der Anordnung und eine einfache Montierbarkeit,
treten vor allem im Großserienbereich auf, wobei insbesondere der Pkw-Bau zu nennen
ist. In Pkw-Getrieben müssen in größer Stückzahl Wälzlager auf einem Lagerträger
festgelegt und als Einheit verbaut werden.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Lageranordnung
der eingangs genannten Art derart weiterzubilden, dass eine wirtschaftliche Herstellung
der Lageranordnung und eine einfache und kostengünstige Montage des Lagers im Lagerträger
möglich ist.
Die Lösung dieser Aufgabe durch die Erfindung ist dadurch gekennzeichnet,
dass der Lagerträger eine Anzahl sich in axiale Richtung erstreckende Fortsätze
aufweist, die eine kraftschlüssige Verbindung mit einer Fläche des Außenrings des
Lagers bewirken, wobei die Fläche zylindrisch und unmittelbar an die Laufbahn für
die Wälzkörper angrenzend ausgebildet ist und deren Oberflächennormale radial zur
Drehachse des Lagers gerichtet ist.
Danach ist vorgesehen, dass der Lagerträger mit sich axial erstreckenden
Fortsätzen ausgestattet ist, die eine geeignete radial ausgerichtete Fläche des
Lagers klemmen und so für eine kraftschlüssige Verbindung von Lager und Lagerträger
sorgen.
Eine erste Weiterbildung sieht vor, dass die Fortsätze federelastisch
hinsichtlich einer radial auf sie wirkenden Kraft ausgebildet sind.
Die Fortsätze des Lagerträgers werden bevorzugt durch einen Stanz-
und Biegeprozess gebildet, was zu großen Vorteilen hinsichtlich der Wirtschaftlichkeit
des Herstellungsprozesses führt.
Dabei kann vorgesehen sein, dass der Stanz- und Biegeprozess vor dem
Zusammenfügen von Lager und Lagerträger durchgeführt wird. In diesem Falle wird
der mit Fortsätzen ausgestattete Lagerträger auf die den Lagerträger tragende Schulter
des Lagers aufgeschoben. Alternativ dazu kann auch vorgesehen werden, dass der Stanz-
und Biegeprozess während des Zusammenfügens von Lager und Lagerträger durchgeführt
wird, was fertigungstechnische Vorteile haben kann.
Die Fortsätze des Lagerträgers sind bevorzug äquidistant über den
Umfang des Lagers und namentlich über den Umfang des Außenrings des Lagers angeordnet.
Die dem Lager abgewandte Seite des Lagerträgers und die Stirnseite
des Innenrings des Lagers können auf derselben axialen Position liegen.
Als bevorzugter Werkstoff für den Lagerträger hat sich Stahlblech
bewährt.
Die vorgeschlagene Lageranordnung zeichnet sich dadurch aus, dass
sie sehr leicht und damit preiswert herzustellen und zu montieren ist.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt.
Es zeigen:
1 den Schnitt durch eine Lageranordnung
mit Lager und Lagerträger und
2 die Seitenansicht des Lagerträgers
(Blick auf den Lagerträger von der linken Seite gemäß 1).
Die Lageranordnung 1 besteht aus einem Lager 2 und
einem Lagerträger 3, die miteinander bleibend verbunden sind. Der Verbund
der beiden Teile wird durch eine kraftschlüssige Verbindung erzeugt.
Wie aus 2 gesehen werden kann, werden
hierzu mittels eines Stanz- und Biegeprozesses eine Anzahl Fortsätze 4,
die sich in axialer Richtung A erstrecken, aus dem ebenen blechförmigen Lagerträger
3 ausgebildet. Im Ausführungsbeispiel sind sechs Fortsätze 4 vorgesehen,
die äquidistant über den Umfang des Lagers 2 angeordnet sind.
Wie in 1 gesehen werden kann, wirken
die Fortsätze 4 mit einer radial nach innen ausgerichteten Fläche
5 des Lagers 2 bzw. des Außenrings 6 zusammen. Infolge
des verwendeten Werkstoffs des Lagerträgers 3 – bevorzugt kommt Stahlblech
zum Einsatz – sind die Fortsätze 4 hinsichtlich einer radial wirkenden
Kraft F (siehe 1) elastisch, so dass der Lagerträger
3 nach Aufschieben auf das Lager 2 mit seinen Fortsätzen
4 den Außenring 6 des Lagers 2 klemmt und so die kraftschlüssige
Verbindung zwischen Lagerträger 3 und Außenring 6 herstellt.
Da die radial ausgerichtete Fläche 5 des Außenrings
6 in der Regel nicht geschliffen ist, müssen die Toleranzen durch das federelastische
Verhalten der Fortsätze 4 ausgeglichen werden.
Im Ausführungsbeispiel ist weiter zu erkennen, dass die abgewandte
Seite 7 des Lagerträgers 3 und die Stirnseite 8 des Innenrings
9 des Lagers 2 auf derselben axialen Position A liegen.
Die Herstellung und Montage der Lageranordnung kann mit dem Erfindungsvorschlag
sehr ökonomisch erfolgen. Für viele Anwendungsbereiche, beispielsweise für den Transport
der Lageranordnung, reichen die Kräfte, die die Fortsätze 4 zwischen Lager
2 und Lagerträger 3 erzeugen, aus, so dass sich für manchen Anwendungsfall
eine sehr preiswerte Lageranordnung ergibt.
1- Lageranordnung
2- Lager
3- Lagerträger
4- Fortsatz
5- radial ausgerichtete Fläche des Lagers bzw. Außenrings
6- Außenring
7- abgewandte Seite des Lagerträgers
8- Stirnseite des Innenrings
9- Innenring
A- axiale Richtung
R- radiale Richtung
F- Kraft
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| Anspruch[de] |
- Lageranordnung (1) bestehend aus einem Lager (2)
und einem Lagerträger (3), wobei der Lagerträger (3) zur Festlegung
an einem Maschinenteil ausgebildet ist, wobei das Lager (2) mit dem Lagerträger
(3) verbunden ist und wobei das Lager (2) einen Innenring (9)
und einen Außenring (6) sowie zwischen den Ringen (6,
9) angeordnete Wälzkörper aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass
der Lagerträger (3) eine Anzahl sich in axiale Richtung (A) erstreckende
Fortsätze (4) aufweist, die eine kraftschlüssige Verbindung mit einer Fläche
(5) des Außenrings (6) des Lagers (2) bewirken, wobei
die Fläche (5) zylindrisch und unmittelbar an die Laufbahn für die Wälzkörper
angrenzend ausgebildet ist und deren Oberflächennormale radial zur Drehachse des
Lagers (2) gerichtet ist.
- Lageranordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Fortsätze
(4) federelastisch hinsichtlich einer radial auf sie wirkenden Kraft (F)
ausgebildet sind.
- Lageranordnung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass
die Fortsätze (4) mit der radial nach innen gerichteten Fläche (5)
des Außenrings (6) des Lagers (2) zusammenwirken.
- Lageranordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet,
dass der Lagerträger (3) eine im wesentlichen ebene Kontur aufweist.
- Lageranordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet,
dass die Fortsätze (4) des Lagerträgers (3) durch einen Stanz-
und Biegeprozess gebildet werden.
- Lageranordnung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Stanz-
und Biegeprozess vor dem Zusammenfügen von Lager (2) und Lagerträger (3)
durchgeführt wird.
- Lageranordnung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Stanz-
und Biegeprozess während des Zusammenfügens von Lager (2) und Lagerträger
(3) durchgeführt wird.
- Lageranordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet,
dass die Fortsätze (4) äquidistant über den Umfangs des Lagers (2),
insbesondere des Außenrings (6) des Lagers (2), angeordnet sind.
- Lageranordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet,
dass die dem Lager (2) abgewandte Seite (7) des Lagerträgers (3)
und die Stirnseite (8) des Innenrings (9) des Lagers (2)
auf derselben axialen Position (A) liegen.
- Lageranordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet,
dass der Lagerträger (3) aus Stahlblech besteht.
Es folgt ein Blatt Zeichnungen
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