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Dokumentenidentifikation DE10361994A1 28.07.2005
Titel Befestigung von Knöpfen
Anmelder Lüdemann, Dietrich, Dipl.-Kaufm., 97688 Bad Kissingen, DE
Erfinder Lüdemann, Dietrich, Dipl.-Kaufm., 97688 Bad Kissingen, DE
DE-Anmeldedatum 31.12.2003
DE-Aktenzeichen 10361994
Offenlegungstag 28.07.2005
Veröffentlichungstag im Patentblatt 28.07.2005
IPC-Hauptklasse A41H 37/10
IPC-Nebenklasse A44B 1/08   
Zusammenfassung Befestigung von Knöpfen und anderen Applikationen, die im Vergleich zu dem üblichen Annähen ein Minimum an Arbeitsaufwand bei einem Maximum an Stabilität gewährleistet.
Zu diesem Zweck werden vorgefertigte Dorne mit Widerhaken aus Kunststoff durch Löcher einer Gegenplatte geführt und durch Einrasten fixiert.

Beschreibung[de]
1. Befestigung von Knöpfen und anderen Applikationen

Die Erfindung betrifft eine Befestigung von Knöpfen und anderen Applikationen nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.

Die Befestigung von Knöpfen und anderen Applikationen auf Kleidungsstücken, Sitz- und Liegemöbeln und anderen Gegenständen mit textilem Bezug oder Bezug aus Leder soll auf eine Art ermöglicht werden, die ein Minimum an Arbeitsaufwand bei einem Maximum an Stabilität der Befestigung gewährleistet.

Knöpfe und andere Applikationen werden bislang entweder aufgenäht, aufgeklebt oder genietet.

Das Aufnähen ist ein aufwändiger Prozess, der nur bei hohen Stückzahlen den wirtschaftlichen Einsatz von Automaten zur Unterstützung erlaubt. Bei Fertigung in geringen Stückzahlen, Einzelanfertigungen und Reparaturen ist das Verfahren weitgehend manuell und daher vergleichsweise arbeitsaufwändig. Es sind darüber hinaus in jedem Falle Werkzeuge einzusetzen wie Nähmaschine, Nähnadel, Faden oder Garn, die gerade im Falle von dringenden Reparaturen nicht in jeder Situation verfügbar sind. Genähte Befestigungen sind zudem in der Regel nicht beständig, sondern verlieren nach unbestimmter Zeit oder durch leichten unbeabsichtigtem Zug am Knopf bzw. der Applikation ihre Wirkung. Oftmals geht im Schadensfall auch der Knopf oder die Applikation verloren.

Das Aufkleben ist für Knöpfe nicht geeignet und wird lediglich für bestimmte dekorative Applikationen verwendet.

Das Nieten ist zwar ein verhältnismäßig einfacher Prozess, erfordert jedoch in jedem Fall den Einsatz eines speziellen Werkzeugs (Nietzange). Genietete Befestigungen zeichnen sich in der Regel durch hohe Stabilität aus. Der damit erkaufte Nachteil ist die nahezu Unmöglichkeit, die genietet Verbindung ohne großen Aufwand und ohne Beschädigung von Material zu lösen. Für Schließknöpfe an Kleidungsstücken wird das Nieten deshalb so gut wie gar nicht eingesetzt.

Diese Erfindung soll alle die genannten Nachteile weitgehend ausschließen.

Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, dass zur Befestigung von Knöpfen und Applikationen eine vorgefertigte Gegenplatte und ein vorgefertigter Dorn mit Widerhaken aus Kunststoff verwendet werden. Der Dorn kann mit der Gegenplatte fest verbunden oder gar aus einem Guss sein. Der Dorn wird durch die Löcher von Knopf oder Applikation und durch den Stoff des Gegenstandes, an dem er/sie befestigt werden soll, geschoben und in der Gegenplatte durch einfaches Einführen durch Einrasten fixiert.

Die mit der Erfindung erzielten Vorteil bestehen darin, dass

  • a) keine Werkzeuge zur Befestigung von Knöpfen und Applikation benötigt wird,
  • b) der Aufwand und die Anforderungen an Geschicklichkeit geringer sind als bei anderen Verfahren
  • c) die Befestigung stabil und strapazierfähig ist,
  • d) die Befestigung einfach durch das Durchneiden des Dorns gelöst werden kann,
  • e) die benötigten Materialien (Gegenplatte und Dorn) auf kleinstem Raum mitgeführt werden können,
  • f) Dorn und Gegenplatte in verschiedenen Ausführungen und Größen in großen Mengen kostengünstig hergestellt werden können,
  • g) eine Ausführung von Dorn und Gegenplatte jeweils für viele unterschiedliche Situationen und Gegenstände passt,
  • h) bei Fertigungen in großer Stückzahl eine Automatisierung durch den Einsatz einfacher Maschinen denkbar ist.

Ausführungsbeispiele sind in der Zeichnung dargestellt und werden im folgenden beschrieben.

Version I

Ausführungsbeispiele für das Befestigen von Knöpfen oder anderer Applikationen mit 2 oder 4 Löchern.

In der Ausführung für 2 Löcher ist ein Dorn (1) mit der Gegenplatte fest verbunden, in der Ausführung für 4 Löcher sind 2 Dorne (2) mit der Gegenplatte fest verbunden. Zum Befestigen werden die Dorne von der Unterseite des Materials, auf dem die Befestigung erfolgen soll, durch das Material und die Löcher des Knopfes oder der Applikation gedrückt {3). Die Dorne werden anschließend gebogen und die freien Enden der Dorne durch die noch freien Löcher des Knopfes oder der Applikation geführt, durch das Material gedrückt (4) und in je einem Loch in der Gegenplatte festgemacht (5). Die Spitze des Dorns ist mit Widerhaken ausgestattet, die im Fixierungsloch der Gegenplatte einrasten. Dadurch ist eine variable Länge des Befestigungsdorns je nach Materialstärke und Dicke des Knopfes und der Applikation möglich. Die Dornspitze, die aus der Gegenplatte auf der Unterseite herausragt wird mit einer Schere oder einem Messer abgeschnitten (6).

Version II a

Ausführungsbeispiel für das Befestigen von Knöpfen oder anderen Applikationen mit 2 Löchern. Im Gegensatz zur Version I ist hier der Dorn (7) nicht fest mit der Gegenplatte (8 und 9) verbunden. Die beiden freien Enden des Dorns sind beide mit Widerhaken ausgestattet und werden von oben durch die Löcher des Knopfes oder der Applikation und durch das darunter liegende Material geführt (10, 11 und 12). Anschließend werden beide Dornspitzen in einem Loch in der Gegenplatte fixiert (13 und 14) und die überragenden Enden abgeschnitten (15).

Version II b

Ausführungsbeispiel für das Befestigen von Knöpfen oder anderen Applikationen mit 4 Löchern. Im Gegensatz zur Version II a verfügt der Dorn hier über 4 Spitzen mit Widerhaken (16 und 17), die so angeordnet sind, dass sie durch alle 4 Löcher des Knopfes oder der Applikation geführt werden können (20 bis 23). Sodann wird die Spitze in der Gegenplatte (18 und 19) fixiert (24).

Version III

Ausführungsbeispiel für das Befestigen von Knöpfen oder anderen Applikationen, bei denen der Befestigungsdorn fest mit dem Knopf oder der Applikation verbunden ist.

Der Dorn an der Unterseite des Gegenstandes (25), den es zu befestigen gilt, wird durch das darunter liegende Material gedrückt und in das Fixierungsloch der Gegenplatte (26 und 27) geschoben (28). Die Spitze des Dorns ist mit Widerhaken ausgestattet, die im Fixierungsloch der Gegenplatte einrasten (30). Die Dornspitze, die aus der Gegenplatte auf der Unterseite herausragt, wird mit einer Schere oder einem Messer abgeschnitten (29).

In diesem Falle ist der Befestigungsdorn fest mit der Gegenplatte an deren Oberseite verbunden (33). Er wird durch das darüber liegende Material gedrückt und in das Fixierungsloch des Knopfes (31 und 32) geschoben. Die Spitze des Dorn ist mit Widerhaken ausgestattet, die im Fixierungsloch des Knopfes einrasten (34). Die Dornspitze, die aus dem Knopf auf der Oberseite herausragt, wird mit einer Schere oder einem Messer abgeschnitten (35).


Anspruch[de]
  1. Befestigung von Knöpfen, dadurch gekennzeichnet, dass ein dünnes Teil aus biegsamem, reißfestem und formstabilem Kunststoff (etwa Polyamid 6,6) durch Stoff und Knopf bzw. die Applikation gezogen und in einer kleinen Platte aus dem gleichen oder einem anderen Material verankert wird.
Es folgen 5 Blatt Zeichnungen






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