Die Neuerung betrifft eine Schornsteinhaube für ein- und mehrzügige
Schornsteinköpfe.
Im DE-U 20 2004 008 190.3 wird ein Spannsystem für Verkleidungselemente
von im Querschnitt rechteckigen oder quadratischen Bauteilen, insbesondere von Schornsteinköpfen,
beschrieben, beinhaltend zwei beabstandete Klemmkörper, die einerseits an den Bauteilen
und andererseits im Bereich der Verkleidung abstützbar sind, wobei jeder Klemmkörper
mit einem als Hohlkörper ausgebildeten Führungselement ausgestattet ist, die einander
gegenüber liegen und zur Aufnahme eines mit Schraubenmuttern zusammenwirkenden,
mit einem Gewinde versehenen Abstandselementes vorgesehen sind.
Dem DE-U 201 03 991 sind vorgefertigte Elemente für die Verkleidung
eines Schornsteinkopfes zu entnehmen, mit die Schornsteinaußenwandung umgebender
Verkleidung, die aus neben- und/oder übereinander zusammensetzbaren, hitzebeständigen
plattenförmigen Elementen besteht sowie die Anordnung von Abdeckelementen, die durch
die Anweisung von ausrichtbaren Winkelelementen als Unterkonstruktion eine Einheit
bilden, wobei Justiergeräte oder ähnlich wirkende Elemente die Verbindung herstellen.
Leichte hitzebeständige konfektionierte Justierwinkel werden nach vorbestimmten
Längen vertikal an den Ecken des Schornsteinkopfes beabstandet vorgesehen und durch
die versetzbaren Eigenschaften wahlweise geometrisch Formen zugestellt, die als
Basiselemente für die Aufnahme von Abdeckrahmen und Abdeckhauben dienen, wobei gleichzeitig
eine Verbindung mit den Verkleidungselementen hergestellt wird. Die Abdeckrahmen
werden mittels Abstandsschraubvorrichtungen lösbar gegenüber dem Schornsteinkopf
vorgesehen.
Der Neuerung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Schornsteinhaube für
ein- und mehrzügige Schornsteinköpfe bereit zu stellen, die mit einfachen Mitteln
auf preiswerte Art und Weise erzeugt werden kann. Die Schornsteinhaube soll leicht
montierbar und so gegenüber dem Schornsteinkopf verlagerbar sein, dass keine Beschädigungen
an dem Mauerwerk des Schornsteins hervorgerufen werden müssen.
Diese Aufgabe wird gelöst durch eine Schornsteinhaube für ein- und
mehrzügige Schornsteinköpfe, zumindest beinhaltend einen vorgeformten Profilkörper,
winkelförmig ausgebildete Schürzenelemente sowie ein Spannsystem zur beschädigungslosen
Festlegung des Profilkörpers und der Schürzenelemente im Bereich des jeweiligen
Schornsteinkopfes.
Vorteilhafte Weiterbildungen des Neuerungsgegenstandes sind den Unteransprüchen
zu entnehmen.
Die zum Einsatz gelangenden Profilkörper können durch Verwendung einer
üblichen Abkanteinrichtung in jede gewünschte Gestalt vorgeformt werden. Hier bieten
sich Konturen an, die beispielsweise oberhalb des Schornsteinkopfes eine spitze
Erhebung haben.
Soll aus ästhetischen Gründen eine Spitze vermieden werden, bietet
sich an, den erhabenen Bereich in gebogener, das heißt gerundeter Form, auszuführen.
In seiner einfachsten Ausgestaltungsform verfügt die Schornsteinhaube
lediglich über drei Grundelemente in Verbindung mit entsprechend ausgebildeten Spannsystemen,
mittels derer sie beschädigungsfrei am jeweiligen Schornsteinkopf verankert werden
kann.
Dem Betrachter bietet sich somit eine Schornsteinhaube, die im Bereich
des Schornsteinkopfes rundum über abgeschlossene Bereiche verfügt, so dass lediglich
der erhabene, spitz oder gerundet ausgebildete, obere Bereich zum seitlichen Austritt
von Gasen oder aber zum Zutritt durch den Schornsteinfeger dient. Von großem Vorteil
ist auch, dass durch die gewählte Form der Schornsteinhaube kein Schnee mehr darauf
liegen bleibt, so dass durch viel Schnee hervorgerufene Auflasten nicht mehr gegeben
sind.
Sofern es gesetzliche Bestimmungen geben sollte, die zusätzliche Gasaustrittöffnungen
verlangen, können selbige in Form von Schlitzen, verschließbaren Klappen oder dergleichen,
bedarfsweise auf beiden Seiten des erhabenen Bereiches eingebracht werden, wobei
diese Öffnungen bereits auch vorher schon vorgesehen werden können.
Einem weiteren Gedanken der Neuerung gemäß kann der jeweilige spitz
oder gerundet ausgebildete Bereich der Schornsteinhaube modular ausgebildet werden,
wobei vorteilhafterweise verschiebbare Abdeckelemente zur Erzeugung beliebig großer
Öffnungsbereiche denkbar sind, über welche beispielsweise der Schornsteinfeger problemlos
auf den jeweiligen Zug des Schornsteins zugreifen kann.
Der Neuerungsgegenstand ist anhand eines Ausführungsbeispieles in
der Zeichnung dargestellt und wird wie folgt beschrieben. Es zeigen
1 und 2
unterschiedliche Ausgestaltungsformen von neuerungsgemäßen Schornsteinhauben in
verschiedenen Ansichten;
3 Prinzipsskizze einer Befestigung einer nur
teilweise dargestellten Schornsteinhaube;
4 Prinzipsskizze des in 3
dargestellten Spannsystems.
1 zeigt in verschiedenen Ansichten eine
Schornsteinhaube 1, gebildet durch ein mehrfach abgekantetes Metallblech
2. Die Kantbereiche sind mit den Bezugszeichen 3,4,5,6,7
versehen. Die Schornsteinhaube 1 verfügt über seitliche vertikale Wandbereiche
8, die sich über die Länge der Schornsteinhaube 1 erstrecken.
Ferner erkennbar sind winkelförmig ausgebildete seitliche Schürzenelemente
9, die in Verbindung mit den Wandbereichen 8 einen geschlossenen
Rahmen ergeben, der auf dem nicht weiter dargestellten Schornsteinkopf, mit vorgebbarem
Abstand dazu, aufgesetzt werden kann. Über nur angedeutete in folgenden Figuren
beschriebene Spannsysteme 10 kann die Schornsteinhaube 1 beschädigungslos
mit dem jeweiligen Schornsteinkopf in Wirkverbindung gebracht werden. Die einander
zugewandten Schenkel 11,12 einerseits des Metallblechs
2 und andererseits der Schürzenelemente 9 weisen Durchgangsbereiche
13 auf. Ein jedes Spannsystem 10 beinhaltet ein Aufnahmenelement
14, das den Durchgangsbereichen 13 gegenüber liegt und mit einem
nur angedeuteten Verbindungselement 15 in Wirkverbindung gebracht werden
kann. Der Gasaustrittsbereich ist mit dem Bezugszeichen 16 versehen. Sofern
aus gesetzlichen Gründen weitere Gasaustrittsöffnungen notwendig sein sollten, können
selbige durch nur angedeutete Schlitze 17 gebildet werden, die in den erhabenen
spitzen Wandbereichen 18,19 der Schornsteinhaube 1 eingebracht
sein können.
2 zeigt eine Alternative zu
1, wobei der einzige Unterschied darin zu sehen ist,
dass der erhabene Bereich durch einen gerundeten Wandabschnitt 20 gebildet
wird. Sofern für den Schornsteinfeger größere Öffnungen vorgesehen werden müssen,
kann der erhabene Bereich 20 modular aufgebaut werden, wie dies durch die
verfahrbare Tür 21 angedeutet ist. An den Wandbereichen 8 können,
soweit gewünscht, Versteifungen 22 vorgesehen werden, die in umgeklappter
Form mit dem jeweiligen Schürzenelement 9 verbindbar sind.
3 zeigt als Prinzipsskizze das in
1 angedeutete ein Spannsystem 10, das in diesem
Beispiel in Wirkverbindung mit einem Eckbereich 23 der Schornsteinhaube
1, respektive des Schürzenelementes 9 gebracht werden kann und
andererseits sich an einem gegenüberliegendem Eckbereich 24 eines angedeuteten
Schornsteinkopfes 25 abstützt. Das Spannsystem 10 beinhaltet beabstandete
Klemmkörper 26,27 an welche zylindrisch ausgebildete Hohlkörper
28,29 durch Schweißen 30,31 anbringbar sind.
Ferner vorgesehen ist ein Abstandselement 32 in Form einer Gewindestange,
das das Aufnahmeelement 14 trägt, welches ein Innengewinde 14'
aufweist und entlang der Gewindestange 32 bewegbar ist. Der Abstand zwischen
den Eckbereichen 23,24 kann durch Bewegen von Schraubenmuttern
33 gezielt eingestellt werden, so dass eine beschädigungslose Befestigung
der Schornsteinhaube 1 auf dem Schornsteinkopf 25 möglich ist.
4 zeigt als Prinzipsskizze das in
3 dargestellte Spannsystem 10, wobei folgende
Bauteile erkennbar sind: Klemmelemente 26,27, eine Gewindestange
32, die Hohlkörper 28,29, die Schraubenmuttern
33 sowie das Aufnahmeelement 14. Zur Positionierung des Aufnahmeelementes
14 im Bereich der in 1 dargestellten Durchgangsbereiche
13 können bedarfsweise weitere Schraubenmuttern auf der Gewindestange
32 vorgesehen werden. In diesem Beispiel wirkt das Aufnahmeelement
14 mit einer Gewindestange 34 zusammen, die mit dem Verbindungselement
15 (1) in Wirkverbindung gebracht werden kann.