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Dokumentenidentifikation DE202004019724U1 28.07.2005
Titel Schornsteinhaube
Anmelder Schoeneweiss, Horst, 58332 Schwelm, DE
Vertreter Cichy, W., Dipl.-Ing., Pat.-Anw., 58332 Schwelm
DE-Aktenzeichen 202004019724
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 28.07.2005
Registration date 23.06.2005
Application date from patent application 22.12.2004
IPC-Hauptklasse F23L 17/12
IPC-Nebenklasse F23L 17/02   

Beschreibung[de]

Die Neuerung betrifft eine Schornsteinhaube für ein- und mehrzügige Schornsteinköpfe.

Im DE-U 20 2004 008 190.3 wird ein Spannsystem für Verkleidungselemente von im Querschnitt rechteckigen oder quadratischen Bauteilen, insbesondere von Schornsteinköpfen, beschrieben, beinhaltend zwei beabstandete Klemmkörper, die einerseits an den Bauteilen und andererseits im Bereich der Verkleidung abstützbar sind, wobei jeder Klemmkörper mit einem als Hohlkörper ausgebildeten Führungselement ausgestattet ist, die einander gegenüber liegen und zur Aufnahme eines mit Schraubenmuttern zusammenwirkenden, mit einem Gewinde versehenen Abstandselementes vorgesehen sind.

Dem DE-U 201 03 991 sind vorgefertigte Elemente für die Verkleidung eines Schornsteinkopfes zu entnehmen, mit die Schornsteinaußenwandung umgebender Verkleidung, die aus neben- und/oder übereinander zusammensetzbaren, hitzebeständigen plattenförmigen Elementen besteht sowie die Anordnung von Abdeckelementen, die durch die Anweisung von ausrichtbaren Winkelelementen als Unterkonstruktion eine Einheit bilden, wobei Justiergeräte oder ähnlich wirkende Elemente die Verbindung herstellen. Leichte hitzebeständige konfektionierte Justierwinkel werden nach vorbestimmten Längen vertikal an den Ecken des Schornsteinkopfes beabstandet vorgesehen und durch die versetzbaren Eigenschaften wahlweise geometrisch Formen zugestellt, die als Basiselemente für die Aufnahme von Abdeckrahmen und Abdeckhauben dienen, wobei gleichzeitig eine Verbindung mit den Verkleidungselementen hergestellt wird. Die Abdeckrahmen werden mittels Abstandsschraubvorrichtungen lösbar gegenüber dem Schornsteinkopf vorgesehen.

Der Neuerung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Schornsteinhaube für ein- und mehrzügige Schornsteinköpfe bereit zu stellen, die mit einfachen Mitteln auf preiswerte Art und Weise erzeugt werden kann. Die Schornsteinhaube soll leicht montierbar und so gegenüber dem Schornsteinkopf verlagerbar sein, dass keine Beschädigungen an dem Mauerwerk des Schornsteins hervorgerufen werden müssen.

Diese Aufgabe wird gelöst durch eine Schornsteinhaube für ein- und mehrzügige Schornsteinköpfe, zumindest beinhaltend einen vorgeformten Profilkörper, winkelförmig ausgebildete Schürzenelemente sowie ein Spannsystem zur beschädigungslosen Festlegung des Profilkörpers und der Schürzenelemente im Bereich des jeweiligen Schornsteinkopfes.

Vorteilhafte Weiterbildungen des Neuerungsgegenstandes sind den Unteransprüchen zu entnehmen.

Die zum Einsatz gelangenden Profilkörper können durch Verwendung einer üblichen Abkanteinrichtung in jede gewünschte Gestalt vorgeformt werden. Hier bieten sich Konturen an, die beispielsweise oberhalb des Schornsteinkopfes eine spitze Erhebung haben.

Soll aus ästhetischen Gründen eine Spitze vermieden werden, bietet sich an, den erhabenen Bereich in gebogener, das heißt gerundeter Form, auszuführen.

In seiner einfachsten Ausgestaltungsform verfügt die Schornsteinhaube lediglich über drei Grundelemente in Verbindung mit entsprechend ausgebildeten Spannsystemen, mittels derer sie beschädigungsfrei am jeweiligen Schornsteinkopf verankert werden kann.

Dem Betrachter bietet sich somit eine Schornsteinhaube, die im Bereich des Schornsteinkopfes rundum über abgeschlossene Bereiche verfügt, so dass lediglich der erhabene, spitz oder gerundet ausgebildete, obere Bereich zum seitlichen Austritt von Gasen oder aber zum Zutritt durch den Schornsteinfeger dient. Von großem Vorteil ist auch, dass durch die gewählte Form der Schornsteinhaube kein Schnee mehr darauf liegen bleibt, so dass durch viel Schnee hervorgerufene Auflasten nicht mehr gegeben sind.

Sofern es gesetzliche Bestimmungen geben sollte, die zusätzliche Gasaustrittöffnungen verlangen, können selbige in Form von Schlitzen, verschließbaren Klappen oder dergleichen, bedarfsweise auf beiden Seiten des erhabenen Bereiches eingebracht werden, wobei diese Öffnungen bereits auch vorher schon vorgesehen werden können.

Einem weiteren Gedanken der Neuerung gemäß kann der jeweilige spitz oder gerundet ausgebildete Bereich der Schornsteinhaube modular ausgebildet werden, wobei vorteilhafterweise verschiebbare Abdeckelemente zur Erzeugung beliebig großer Öffnungsbereiche denkbar sind, über welche beispielsweise der Schornsteinfeger problemlos auf den jeweiligen Zug des Schornsteins zugreifen kann.

Der Neuerungsgegenstand ist anhand eines Ausführungsbeispieles in der Zeichnung dargestellt und wird wie folgt beschrieben. Es zeigen

1 und 2 unterschiedliche Ausgestaltungsformen von neuerungsgemäßen Schornsteinhauben in verschiedenen Ansichten;

3 Prinzipsskizze einer Befestigung einer nur teilweise dargestellten Schornsteinhaube;

4 Prinzipsskizze des in 3 dargestellten Spannsystems.

1 zeigt in verschiedenen Ansichten eine Schornsteinhaube 1, gebildet durch ein mehrfach abgekantetes Metallblech 2. Die Kantbereiche sind mit den Bezugszeichen 3,4,5,6,7 versehen. Die Schornsteinhaube 1 verfügt über seitliche vertikale Wandbereiche 8, die sich über die Länge der Schornsteinhaube 1 erstrecken. Ferner erkennbar sind winkelförmig ausgebildete seitliche Schürzenelemente 9, die in Verbindung mit den Wandbereichen 8 einen geschlossenen Rahmen ergeben, der auf dem nicht weiter dargestellten Schornsteinkopf, mit vorgebbarem Abstand dazu, aufgesetzt werden kann. Über nur angedeutete in folgenden Figuren beschriebene Spannsysteme 10 kann die Schornsteinhaube 1 beschädigungslos mit dem jeweiligen Schornsteinkopf in Wirkverbindung gebracht werden. Die einander zugewandten Schenkel 11,12 einerseits des Metallblechs 2 und andererseits der Schürzenelemente 9 weisen Durchgangsbereiche 13 auf. Ein jedes Spannsystem 10 beinhaltet ein Aufnahmenelement 14, das den Durchgangsbereichen 13 gegenüber liegt und mit einem nur angedeuteten Verbindungselement 15 in Wirkverbindung gebracht werden kann. Der Gasaustrittsbereich ist mit dem Bezugszeichen 16 versehen. Sofern aus gesetzlichen Gründen weitere Gasaustrittsöffnungen notwendig sein sollten, können selbige durch nur angedeutete Schlitze 17 gebildet werden, die in den erhabenen spitzen Wandbereichen 18,19 der Schornsteinhaube 1 eingebracht sein können.

2 zeigt eine Alternative zu 1, wobei der einzige Unterschied darin zu sehen ist, dass der erhabene Bereich durch einen gerundeten Wandabschnitt 20 gebildet wird. Sofern für den Schornsteinfeger größere Öffnungen vorgesehen werden müssen, kann der erhabene Bereich 20 modular aufgebaut werden, wie dies durch die verfahrbare Tür 21 angedeutet ist. An den Wandbereichen 8 können, soweit gewünscht, Versteifungen 22 vorgesehen werden, die in umgeklappter Form mit dem jeweiligen Schürzenelement 9 verbindbar sind.

3 zeigt als Prinzipsskizze das in 1 angedeutete ein Spannsystem 10, das in diesem Beispiel in Wirkverbindung mit einem Eckbereich 23 der Schornsteinhaube 1, respektive des Schürzenelementes 9 gebracht werden kann und andererseits sich an einem gegenüberliegendem Eckbereich 24 eines angedeuteten Schornsteinkopfes 25 abstützt. Das Spannsystem 10 beinhaltet beabstandete Klemmkörper 26,27 an welche zylindrisch ausgebildete Hohlkörper 28,29 durch Schweißen 30,31 anbringbar sind. Ferner vorgesehen ist ein Abstandselement 32 in Form einer Gewindestange, das das Aufnahmeelement 14 trägt, welches ein Innengewinde 14' aufweist und entlang der Gewindestange 32 bewegbar ist. Der Abstand zwischen den Eckbereichen 23,24 kann durch Bewegen von Schraubenmuttern 33 gezielt eingestellt werden, so dass eine beschädigungslose Befestigung der Schornsteinhaube 1 auf dem Schornsteinkopf 25 möglich ist.

4 zeigt als Prinzipsskizze das in 3 dargestellte Spannsystem 10, wobei folgende Bauteile erkennbar sind: Klemmelemente 26,27, eine Gewindestange 32, die Hohlkörper 28,29, die Schraubenmuttern 33 sowie das Aufnahmeelement 14. Zur Positionierung des Aufnahmeelementes 14 im Bereich der in 1 dargestellten Durchgangsbereiche 13 können bedarfsweise weitere Schraubenmuttern auf der Gewindestange 32 vorgesehen werden. In diesem Beispiel wirkt das Aufnahmeelement 14 mit einer Gewindestange 34 zusammen, die mit dem Verbindungselement 15 (1) in Wirkverbindung gebracht werden kann.


Anspruch[de]
  1. Schornsteinhaube für ein- und mehrzügige Schornsteinköpfe (25), zumindest beinhaltend einen vorgeformten Profilkörper (2), winkelförmig ausgebildete Schürzenelemente (9) sowie ein Spannsystem (10) zur beschädigungslosen Festlegung des Profilkörpers (2) und der Schürzenelemente (9) im Bereich des jeweiligen Schornsteinkopfes (25).
  2. Schornsteinhaube nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Profilkörper (2) durch ein mehrfach abgekantetes Metallblech gebildet ist.
  3. Schornsteinhaube nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Profilkörper (2) durch ein gekantetes und gebogenes Metallblech gebildet ist.
  4. Schornsteinhaube nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Schürzenelemente (9) 90° zum Profilkörper (2) angeordnet und mit einem Schenkel (12) unterhalb eines gegenüberliegenden Schenkels (11) des Profilkörpers (2) positioniert sind.
  5. Schornsteinhaube nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Spannsystem (10) zwei beabstandete Klemmkörper (26,27) aufweist, die einerseits im Bereich von abgekanteten Wandbereichen (23) des Profilkörpers (2) und/oder des jeweilige Schürzenelementes (9) und andererseits an gegenüberliegenden Bereichen (24) des jeweiligen Schornsteinkopfes (25) abgestützt sind, wobei jeder Klemmkörper (26,27) ein als Hohlkörper ausgebildetes Führungselement (28,29) für den jeweiligen Endbereich eines, zumindest partiell, mit einem Gewinde versehenen Abstandselementes (32) aufweist.
  6. Schornsteinhaube nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Abstandselement (32) eine Gewindestange vorgebbarer Länge ist, die in Wirkverbindung mit mindestens zwei zur Beabstandung der Klemmelemente (26,27) dienenden Muttern (33) steht.
  7. Schornsteinhaube nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass auf der Gewindestange (32) ein Aufnahmeelement (14) vorgesehen ist, über welches der eine Schenkel (12) des jeweiligen Schürzenelementes (9) und der diesem zugeordnete gegenüberliegende Schenkel (11) des Profilkörpers (2) mittels eines Verbindungselementes (15) schornsteinkopfseitig festlegbar sind.
  8. Schornsteinhaube nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Aufnahmeelement (14) mit einem Innengewinde (14') versehen ist.
  9. Schornsteinhaube nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Aufnahmeelement (14) im Bereich der Erstreckung der Gewindestange (32) an vorgebbaren Stellen positionierbar und insbesondere zwischen Muttern fixiert gehalten ist.
  10. Schornsteinhaube nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Aufnahmeelement (14) durch eine Gewindestange gebildet ist, die durch die Durchgangsbereiche (13) der Schürzenelemente (9) sowie des Metallbleches (2) hindurch steckbar und mit dem Verbindungselement (15) in Wirkverbindung bringbar ist.
  11. Schornsteinhaube nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass im Bereich der über den Schornsteinkopf (25) hinausragenden spitz oder gerundet ausgebildeten erhabenen Bereiche (18,19,20) Öffnungsbereiche (17) vorgesehen sind.
  12. Schornsteinhaube nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Öffnungsbereiche (17) durch Schlitze, verschließbare Klappen oder dergleichen gebildet sind.
  13. Schornsteinhaube nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass der spitz oder gerundet ausgebildete erhabene Bereich (18 bis 20) modular ausgebildet ist, insbesondere über entlang des Bereiches (18 bis 20) verschiebbare Abdeckelemente (21) zur Erzeugung von Öffnungsbereichen verfügt.
Es folgen 4 Blatt Zeichnungen






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