Die vorliegende Erfindung betrifft eine Kühlwalze, bandförmige Magnetmaterialien,
Magnetpulver und Verbundmagnete (im Folgenden als "Pressmagnete" bezeichnet). Genauer
gesagt betrifft die vorliegende Erfindung eine Kühlwalze, ein unter Verwendung der
Kühlwalze hergestelltes bandförmiges Magnetmaterial, ein aus dem bandförmigen Magnetmaterial
gebildetes Magnetpulver und einen unter Verwendung des Magnetpulvers hergestellten
Verbundmagneten.
Beschreibung des Standes der Technik
Seltenerd-Magnetmaterialien als Legierung, die Seltenerdelemente enthalten,
haben hervorragende magnetische Eigenschaften. Wenn sie für Magnetmaterialien z.
B. von Motoren verwendet werden, können die Motoren eine hohe Leistung aufweisen.
Solche Magnetmaterialien werden durch das Abschreck-Verfahren unter
Verwendung von beispielsweise einer Schmelzspinnvorrichtung hergestellt. Im Folgenden
wird hierin das Herstellungsverfahren bei Verwendung der Schmelzspinnvorrichtung
erläutert.
23 ist eine Seitenansicht im Schnitt,
die den Zustand an oder um einen Berührungsabschnitt einer geschmolzenen Legierung
mit einer Kühlwalze in der herkömmlichen Schmelzspinnvorrichtung zeigt, die bandförmiges
Magnetmaterial mittels eines Einwalzenverfahrens herstellt.
Wie aus dieser Figur zu ersehen ist, wird beim herkömmlichen Verfahren
ein Magnetmaterial aus einer vorgegebenen Legierungszusammensetzung (im Folgenden
als "Legierung" bezeichnet) erschmolzen und die so erschmolzene Legierung
60 wird aus einer Düse (in der Zeichnung nicht dargestellt) eingespritzt,
so dass sie auf eine Umfangsfläche 530 einer Kühlwalze 500 prallt,
die sich relativ zur Düse in der durch den Pfeil A in 23
angegebenen Richtung dreht. Die Legierung, die auf die Umfangsfläche 530
prallt, wird abgeschreckt (abgekühlt) und erstarrt dann, wodurch eine bandförmige
Legierung auf kontinuierliche Weise hergestellt wird. Diese bandförmige Legierung
wird als schmelzgesponnenes Band bezeichnet. Da das schmelzgesponnene Band mit hoher
Abkühlgeschwindigkeit abgeschreckt wurde, besteht sein Feingefüge aus einer amorphen
Phase oder mikrokristallinen Phase, so dass es durch eine Wärmebehandlung hervorragende
magnetische Eigenschaften entwickeln kann. Diesbezüglich ist zu beachten, dass die
gestrichelte Linie in 23 eine Erstarrungs-Grenzfläche
710 der geschmolzenen Legierung 60 markiert.
Die Seltenerdelemente neigen zu Oxidation. Im oxidierten Zustand haben
ihre magnetischen Eigenschaften die Tendenz, schwächer zu werden. Deshalb erfolgt
die Herstellung des schmelzgesponnenen Bandes 80 normalerweise in einer
Schutzgasatmosphäre.
Dies führt jedoch dazu, dass Gas zwischen die Umfangsfläche
530 und das Bad 70 der geschmolzenen Legierung 60 eindringt,
was in der Bildung von Grübchen (Vertiefungen) 9 in der Walzenkontaktfläche
810 des schmelzgesponnenen Bandes 80 resultiert (d. h. in der
Oberfläche des schmelzgesponnenen Bandes, die mit der Umfangsfläche 530
der Kühlwalze 500 in Berührung steht). Diese Tendenz wird verstärkt, wenn
die Umfangsgeschwindigkeit der Kühlwalze 500 hoch wird, und in diesem Fall
wird auch die Fläche der entstehenden Grübchen größer.
In dem Fall, in dem sich solche Grübchen 9 (vor allem sehr
große Grübchen) bilden, kann die geschmolzene Legierung 60 aufgrund des
eingedrungenen Gases keinen ausreichenden Kontakt mit der Umfangsfläche
530 der Kühlwalze 500 an den Stellen mit Grübchen herstellen,
so dass die Abkühlgeschwindigkeit verringert wird, um eine rasche Erstarrung zu
vermeiden. Als Ergebnis wird in Abschnitten des schmelzgesponnenen Bandes, in denen
sich solche Grübchen gebildet haben, die Kristallkorngröße der Legierung grob, was
in schlechteren magnetischen Eigenschaften resultiert.
Magnetpulver, das durch Mahlen eines derartigen schmelzgesponnenen
Bandes mit den Abschnitten schlechterer magnetischer Eigenschaften erhalten wird,
weist eine größere Streuung oder Schwankung seiner magnetischen Eigenschaften auf.
Deshalb können aus einem derartigen Magnetpulver gebildete Pressmagnete nur mäßige
magnetische Eigenschaften haben, und auch ihre Korrosionsbeständigkeit ist gering.
Im Dokument US-A-5,665,177 (am nächsten kommender Stand der Technik)
wird eine Kühlwalze zur Herstellung von bandförmigem Magnetmaterial offenbart. Das
bandförmige Magnetmaterial wird durch Aufprall einer geschmolzenen Legierung auf
eine Umfangsfläche der Kühlwalze durch Abkühlen gefolgt von Erstarren hergestellt.
Die Kühlwalze hat eine Mehrzahl sich in Umfangsrichtung erstreckender Nuten. Die
Nuten sorgen für eine Oberflächenrauheit, deren beabsichtigtes Ergebnis ist, dass
die Zunahme der Abkühlgeschwindigkeit aufgrund der Vergrößerung der verfügbaren
Oberfläche der Kühlwalze auf die Abnahme der Abkühlgeschwindigkeit in Abhängigkeit
von der Oberflächenrauheit abgestimmt werden kann. Die äußere Oberflächenschicht
wird von einer Cr-Oberflächenschicht gebildet.
Im Dokument EP-A-0 936 633 wird ein Verfahren zur Herstellung eines
Bandes aus einer Magnetlegierung und eines Harz-Verbundmagneten offenbart. Eine
Legierungsschmelze wird auf eine rotierende Metallwalze gebracht, um die Legierungsschmelze
rasch zur Erstarrung zu bringen und so das Magnetlegierungsband herzustellen.
ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG
Es ist eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Kühlwalze hoher
Dauerhaftigkeit bereitzustellen, die die Herstellung eine Magneten mit hervorragenden
magnetischen Eigenschaften und hervorragender Zuverlässigkeit gestattet, sowie ein
Verfahren zur Herstellung von bandförmigem Magnetmaterial unter Verwendung der Kühlwalze.
Diese Aufgaben werden von einer Kühlwalze gemäß Anspruch 1 und einem
Verfahren zur Herstellung von bandförmigem Magnetmaterial unter Verwendung einer
solchen Walze gemäß Anspruch 14 gelöst. Bevorzugte Ausführungsformen sind Gegenstand
der Unteransprüche.
Die Kühlwalze gemäß Anspruch 1 gestattet die Herstellung von Magneten
mit hervorragenden magnetischen Eigenschaften und hervorragender Zuverlässigkeit.
Vorzugsweise besteht die äußere Oberflächenschicht der Kühlwalze aus
einem Material, dessen Wärmeleitfähigkeit bei oder etwa bei Raumtemperatur niedriger
ist als die Wärmeleitfähigkeit des Baumaterials des Grundwalze. Dadurch wird es
möglich, die geschmolzene Legierung des Magnetmaterials mit einer geeigneten Abkühlgeschwindigkeit
abzuschrecken, wodurch Magnete mit besonders hervorragenden magnetischen Eigenschaften
bereitgestellt werden können.
Außerdem besteht bei der vorliegenden Erfindung die äußere Oberflächenschicht
der Kühlwalze vorzugsweise aus einem Material, dessen Wärmeleitfähigkeit bei oder
etwa bei Raumtemperatur gleich oder kleiner ist 80 Wm–1K–1
ist. Dadurch wird es ebenfalls möglich, die geschmolzene Legierung des Magnetmaterials
mit einer geeigneten Abkühlgeschwindigkeit abzuschrecken, wodurch Magnete mit besonders
hervorragenden magnetischen Eigenschaften bereitgestellt werden können.
Ferner besteht die äußere Oberflächenschicht der Kühlwalze ebenfalls
bevorzugt aus einem Material, dessen Wärmedehnungskoeffizient bei oder etwa bei
Raumtemperatur im Bereich von 3,5–18[× 10–6K–1]
liegt. Demzufolge ist die Oberflächenschicht fest auf der Grundwalze der Kühlwalze
verankert, so dass ein Abschälen der Oberflächenschicht wirksam verhindert werden
kann.
Bei der vorliegenden Erfindung hat außerdem die äußere Oberflächenschicht
der Kühlwalze bevorzugt eine durchschnittliche Dicke von 0,5 bis 50 &mgr;m. Dadurch
wird es ebenfalls möglich, die geschmolzene Legierung des Magnetmaterials mit einer
geeigneten Abkühlgeschwindigkeit abzuschrecken, wodurch Magnete mit besonders hervorragenden
magnetischen Eigenschaften bereitgestellt werden können.
Des Weiteren wird bevorzugt, dass die äußere Oberflächenschicht der
Kühlwalze ohne spanende Bearbeitung hergestellt wird. Durch die Verwendung einer
solchen Kühlwalze kann die Oberflächenrauheit Ra der Umfangsfläche der Kühlwalze
gering gehalten werden, ohne dass ein spanendes Verfahren wie Schleifen oder Polieren
eingesetzt werden muss.
Bei der vorliegenden Erfindung enthält das Mittel zur Grübchenkorrektur
bevorzugt mindestens einen auf der Umfangsfläche der Kühlwalze ausgeformten Grat.
Dadurch können in der Walzenkontaktfläche entstandene Grübchen wirksam geteilt werden,
wodurch Magnete mit besonders hervorragenden magnetischen Eigenschaften bereitgestellt
werden können.
Hierbei beträgt die bevorzugte durchschnittliche Breite des Grates
0,5–95 &mgr;m. Dadurch können in der Walzenkontaktfläche entstandene Grübchen
wirksam geteilt werden, wodurch Magnete mit besonders hervorragenden magnetischen
Eigenschaften bereitgestellt werden können.
Ferner wird der Grat bevorzugt durch Ausformen mindestens einer Nut
in der Umfangsfläche der Kühlwalze hergestellt. Durch die Bildung des Grates in
dieser Weise wird es möglich, die Gratbreite und dgl. genau einzustellen.
Des Weiteren wird bevorzugt, dass die durchschnittliche Breite jeder
Nut 0,5–90 &mgr;m beträgt. Dadurch können in der Walzenkontaktfläche entstandene
Grübchen ebenfalls wirksamer geteilt werden, wodurch Magnete mit besonders hervorragenden
magnetischen Eigenschaften bereitgestellt werden können.
Des Weiteren wird bevorzugt, dass die durchschnittliche Höhe des Grates
0,5–20 &mgr;m beträgt. Dadurch können in der Walzenkontaktfläche entstandene
Grübchen wirksamer geteilt werden, wodurch Magnete mit besonders hervorragenden
magnetischen Eigenschaften bereitgestellt werden können.
Außerdem wird bevorzugt, den Grat oder die Nut spiralförmig bezüglich
der Drehachse der Kühlwalze auszuformen. Durch eine derartige Struktur kann die
Kühlwalze mit den Nuten und Graten auf relativ einfache Weise geformt werden. Dadurch
können außerdem in der Walzenkontaktfläche entstandene Grübchen wirksamer geteilt
werden, wodurch Magnete mit besonders hervorragenden magnetischen Eigenschaften
bereitgestellt werden können.
Ferner weist der mindestens eine Grat oder die mindestens eine Nut
bevorzugt eine Mehrzahl Grate oder Nuten auf, die parallel zueinander in einem durchschnittlichen
Abstand von 0,5–100 &mgr;m angeordnet sind. Bei dieser Anordnung der Grate
oder Nuten ist es möglich, die Streuung oder Schwankung der Abkühlgeschwindigkeiten
in verschiedenen Abschnitten der geschmolzenen Legierung klein zu halten, so dass
Magnete mit besonders hervorragenden magnetischen Eigenschaften bereitgestellt werden
können.
Bei der vorliegenden Erfindung ist außerdem das Verhältnis der projizierten
Fläche des Grates oder der Nut zur projizierten Fläche der Umfangsfläche vorzugsweise
gleich oder größer als 10%. Dadurch kann die geschmolzene Legierung des Magnetmaterials
mit einer geeigneten Abkühlgeschwindigkeit abgeschreckt werden, wodurch Magnete
mit besonders hervorragenden magnetischen Eigenschaften bereitgestellt werden können.
Das bandförmige Magnetmaterial gestattet die Bereitstellung von Magneten
mit besonders hervorragenden magnetischen Eigenschaften und hervorragender Zuverlässigkeit.
Bei diesem bandförmigen Magnetmaterial enthalten vorzugsweise die
auf der Walzenkontaktfläche des bandförmigen Magnetmaterials bei der Erstarrung
desselben entstandenen Grübchen sehr große Grübchen, von denen ein jedes eine Fläche
von gleich oder größer als 2000 &mgr;m hat, wobei das Verhältnis der von den so
erzeugten großen Grübchen in der Walzenkontaktfläche eingenommenen Fläche zur Gesamtfläche
der Walzenkontaktfäche des bandförmigen Magnetmaterials gleich oder kleiner als
10% ist. Ein derartiges bandförmiges Magnetmaterial hat eine geringere Streuung
der Kristallkorngrößen an seinen verschiedenen Abschnitten, so dass Magnete mit
besonders hervorragenden magnetischen Eigenschaften bereitgestellt werden können.
Vorzugsweise erfolgt beim bandförmigen Magnetmaterial die Teilung
der entstandenen Grübchen durch Übertragen der Form zumindest eines Teils der Umfangsfläche
der Kühlwalze auf die Walzenkontaktfläche des bandförmigen Magnetmaterials. Dies
ermöglicht es, die Streuung der Kristallkorngrößen an den verschiedenen Abschnitten
des bandförmigen Magnetmaterials gering zu halten, so dass Magnete mit besonders
hervorragenden magnetischen Eigenschaften bereitgestellt werden können.
Hierbei beträgt die durchschnittliche Dicke des bandförmigen Magnetmaterials
8–50 &mgr;m. Durch die Verwendung eines solchen bandförmigen Magnetmaterials
können Magnete mit noch besseren magnetischen Eigenschaften bereitgestellt werden.
Durch die Verwendung eines derartigen Magnetpulvers ist es möglich,
Magnete mit hervorragenden magnetischen Eigenschaften und hervorragender Zuverlässigkeit
bereitzustellen.
Hierbei wird das Magnetpulver vorzugsweise mindestens einer Wärmebehandlung
während oder nach seinem Herstellungsprozess unterworfen. Dies
ermöglicht es, Magnete mit noch besseren magnetischen Eigenschaften bereitzustellen.
Ferner liegt die durchschnittliche Partikelgröße vorzugsweise im Bereich
von 1–300 &mgr;m. Dies ermöglicht es ebenfalls, Magnete mit noch besseren
magnetischen Eigenschaften bereitzustellen.
Des Weiteren hat das Magnetpulver vorzugsweise ein Verbundgefüge,
das aus einer hartmagnetischen und einer weichmagnetischen Phase besteht. Dies ermöglicht
es ebenfalls, Magnete mit besonders hervorragenden magnetischen Eigenschaften bereitzustellen.
Hierbei beträgt die durchschnittliche Kristallkorngröße sowohl der
hart- als auch der weichmagnetischen Phase vorzugsweise zwischen 1 und 100 nm. Dies
ermöglicht es ebenfalls, Magnete mit besonders hervorragenden magnetischen Eigenschaften,
insbesondere mir hervorragender Koerzitivkraft und Rechteckigkeit bereitzustellen.
Der Pressmagnet hat besonders hervorragende magnetische Eigenschaften
und eine hervorragende Zuverlässigkeit.
Hierbei liegt die Eigenkoerzitivkraft (HCJ) des Pressmagneten
bei Raumtemperatur bevorzugt im Bereich von 320 bis 1200 kA/m. Dies ermöglicht es,
einen Pressmagneten mit hervorragender Wärmebeständigkeit und Magnetisierbarkeit
sowie mit ausreichender magnetischer Flussdichte bereitzustellen.
Hierbei ist das maximale magnetische Energieprodukt (BH)max
des Pressmagneten vorzugsweise gleich oder größer als 40 kJ/m3. Durch
die Verwendung eines solchen Pressmagneten können Kleinmotoren hoher Leistung bereitgestellt
werden.
Diese und andere Aufgaben, Strukturen und Vorteile der vorliegenden
Erfindung werden aus der nachfolgenden detaillierten Beschreibung der Erfindung
in Zusammenhang mit den beiliegenden Zeichnungen deutlich.
KURZBESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
1 ist eine perspektivische Ansicht, die
eine Vorrichtung (Schmelzspinnvorrichtung) zur Herstellung von bandförmigen Magnetmaterial
schematisch zeigt, die mit einer Kühlwalze einer ersten Ausführungsform der vorliegenden
Erfindung ausgerüstet ist.
2 ist eine Vorderansicht der in
1 dargestellten Kühlwalze.
3 ist eine Schnittansicht, die die Form
eines Abschnitts in der Nähe der Umfangsfläche der in 1
dargestellten Kühlwalze schematisch zeigt.
4 ist eine Querschnittsansicht, die den
Zustand in der Nähe des Berührungsabschnitts der geschmolzenen Legierung mit der
Kühlwalze der herkömmlichen Schmelzspinnvorrichtung schematisch zeigt, die ein bandförmiges
Magnetmaterial mittels des Einwalzenverfahrens herstellt.
5 ist eine Querschnittsansicht, die den
Zustand in der Nähe des Berührungsabschnitts der geschmolzenen Legierung mit der
Kühlwalze der in 1 dargestellten Schmelzspinnvorrichtung
schematisch zeigt.
6 ist eine perspektivische Ansicht, die
den Oberflächenzustand des von der herkömmlichen Schmelzspinnvorrichtung hergestellten
bandförmigen Magnetmaterials schematisch zeigt.
7 ist eine perspektivische Ansicht, die
den Oberflächenzustand des von der in 1 dargestellten
Schmelzspinnvorrichtung hergestellten bandförmigen Magnetmaterials schematisch zeigt.
8 ist eine Darstellung zur Erläuterung
eines Verfahrens zur Grübchenkorrektur.
9 ist eine Darstellung zur Erläuterung
eines anderen Verfahrens zur Grübchenkorrektur.
10 zeigt schematisch ein Beispiel des
Verbundgefüges (Nanoverbundgefüge) des Magnetpulvers der vorliegenden
Erfindung.
11 zeigt schematisch ein anderes Beispiel
des Verbundgefüges (Nanoverbundgefüge) des Magnetpulvers der vorliegenden Erfindung.
12 zeigt schematisch ein anderes Beispiel
des Verbundgefüges (Nanoverbundgefüge) des Magnetpulvers der vorliegenden Erfindung.
13 ist eine Vorderansicht, die eine zweite
Ausführungsform der Kühlwalze gemäß der vorliegenden Erfindung schematisch zeigt.
14 ist eine Schnittansicht, die die Form
eines Abschnitts in der Nähe der Umfangsfläche der in 13
dargestellten Kühlwalze schematisch zeigt.
15 ist eine Vorderansicht, die eine dritte
Ausführungsform der Kühlwalze gemäß der vorliegenden Erfindung schematisch zeigt.
16 ist eine Schnittansicht, die schematisch
die Form eines Abschnitts in der Nähe der Umfangsfläche der in 15
dargestellten Kühlwalze zeigt.
17 ist eine Vorderansicht, die eine vierte
Ausführungsform der Kühlwalze gemäß der vorliegenden Erfindung schematisch zeigt.
18 ist eine Schnittansicht, die schematisch
die Form eines Abschnitts in der Nähe der Umfangsfläche der in 17
dargestellten Kühlwalze zeigt.
19 ist eine Vorderansicht, die eine weitere
Ausführungsform der Kühlwalze gemäß der vorliegenden Erfindung schematisch zeigt.
20 ist eine Schnittansicht, die die Form
eines Abschnitts in der Nähe der Umfangsfläche der Kühlwalze der vorliegenden Erfindung
schematisch zeigt.
21 ist eine Schnittansicht, die ein weiteres
Beispiel der Form der Umfangsfläche der Kühlwalze der vorliegenden Erfindung schematisch
zeigt.
22 ist ein Elektronograf des Oberflächenzustands
des bandförmigen Magnetmaterials gemäß der vorliegenden Erfindung.
23 ist eine Schnittansicht, die den Zustand
an oder um einen Berührungsabschnitt einer geschmolzenen Legierung mit einer Kühlwalze
in der herkömmlichen Vorrichtung (Schmelzspinnvorrichtung) zeigt, die bandförmiges
Magnetmaterial mittels eines Einwalzenverfahrens herstellt.
DETAILLIERTE BESCHREIBUNG DER ERFINDUNG
Nachfolgend werden Ausführungsformen der Kühlwalze gemäß der vorliegenden
Erfindung sowie Ausführungsformen des bandförmigen Magnetmaterials, des Magnetpulvers
und des Pressmagneten gemäß der vorliegenden Erfindung unter Bezugnahme auf die
beiliegenden Zeichnungen detailliert beschrieben.
Aufbau der Schmelzspinnvorrichtung
1 ist eine perspektivische Ansicht einer
Schmelzspinnvorrichtung, mit der ein bandförmiges Magnetmaterial im Einwalzenverfahren
hergestellt wird. Die Vorrichtung ist mit einer Kühlwalze 5 gemäß einer
ersten Ausführungsform der Erfindung ausgestattet. Des Weiteren zeigt
2 eine Vorderansicht der in 1
dargestellten Kühlwalze und 3 ist eine vergrößerte
Schnittansicht eines Teils der Umfangsfläche der in 1
dargestellten Kühlwalze.
Wie aus 1 ersichtlich ist, enthält die
Schmelzspinnvorrichtung 1 einen zylindrischen Körper 2, der ein
Magnetmaterial aufnehmen kann, und eine Kühlwalze 5, die in der durch den
Pfeil A in der Figur angegebenen Richtung relativ zum zylindrischen Körper
2 rotiert. Eine Düse (Blende) 3, die das geschmolzene Magnetmaterial
(geschmolzene Legierung) 6 einspritzt, ist am unteren Ende des zylindrischen
Körpers 2 angeformt.
Der zylindrische Körper 2 kann aus einem wärmebeständigen
Keramikmaterial wie Kristall, Tonerde, Magnesia und dgl. bestehen.
Die Düsenöffnung der Düse 3 kann verschiedene Formen haben
wie z. B. einen Kreis, eine Ellipse, einen Schlitz und dgl.
Außerdem ist am Außenumfang des zylindrischen Körpers 2 eine
Heizspule 4 vorgesehen. Durch Anlegen z. B. hochfrequenter Wellen wird
das Innere des zylindrischen Körpers 2 erwärmt (induktiv erwärmt) und deshalb
geht das Magnetmaterial im zylindrischen Körper 2 in den geschmolzenen
Zustand über.
In dieser Hinsicht ist zu beachten, dass das in dieser Vorrichtung
verwendete Heizmittel nicht auf die oben beschriebene Spule 4 beschränkt
ist, sondern dass anstelle der Spule 4 ein Kohleheizelement verwendet werden
kann.
Die Kühlwalze 5 ist aus einer Grundwalze 51 und
einer Oberflächenschicht 52 aufgebaut, die die Umfangsfläche
53 der Kühlwalze 5 bildet.
Die Oberflächenschicht 52 kann aus dem gleichen Material
bestehen wie die Grundwalze 51. Vorzugsweise besteht jedoch die Oberflächenschicht
52 aus einem Material mit einer niedrigeren Wärmeleitfähigkeit als die
des Materials der Grundwalze 51.
Das für die Grundwalze 51 verwendete Material ist nicht auf
ein bestimmtes Material beschränkt. Bei der vorliegenden Erfindung besteht jedoch
die Grundwalze 51 vorzugsweise aus einem Metallmaterial mit hoher Wärmeleitfähigkeit
wie Kupfer oder Kupferlegierungen, damit die in der Oberflächenschicht
52 erzeugte Wärme so rasch wie möglich abgeführt werden kann.
Die Wärmeleitfähigkeit des Materials der Oberflächenschicht
52 bei oder etwa bei Raumtemperatur ist nicht ausdrücklich auf einen bestimmten
Wert festgelegt. Vorzugsweise beträgt jedoch die Wärmeleitfähigkeit 80 W·m–1·K–1
oder darunter und mehr bevorzugt liegt die Wärmeleitfähigkeit im Bereich von 3–60
W·m–1·K–1 und am meisten bevorzugt
liegt die Wärmeleitfähigkeit im Bereich von 5–40 W·m–1·K–1.
Durch den Aufbau der Kühlwalze 5 aus der Oberflächenschicht
52 und der Grundwalze 51 jeweils mit der oben beschriebenen Wärmeleitfähigkeit
wird es möglich, die geschmolzene Legierung 6 mit einer geeigneten Abkühlgeschwindigkeit
abzuschrecken. Ferner wird die Differenz zwischen den Abkühlgeschwindigkeiten in
der Nähe der Walzenkontaktfläche 81 (bei der es sich um die Oberfläche
des schmelzgesponnenen Bandes handelt, die mit der Umfangsfläche der Kühlwalze in
Kontakt steht) und in der Nähe der freien Oberfläche 82 (bei der es sich
um die Oberfläche des schmelzgesponnenen Bandes gegenüber von der Walzenkontaktfläche
handelt) klein. Folglich ist es möglich, ein schmelzgesponnenes Band 8
zu erhalten, bei dem die Streuung der Kristallkorngrößen an verschiedenen Abschnitten
desselben geringer ist und das dadurch hervorragende magnetische Eigenschaften aufweist.
Beispiele für Materialien mit einer derartigen Wärmeleitfähigkeit
sind u. a. Metallmaterialien wie Zr, Sb, Ti, Ta, Pd, Pt und Legierungen solcher
Metalle, Metalloxide dieser Metalle und Keramikmaterialien. Beispiele für Keramikmaterialien
enthalten oxidische Keramikmaterialien wie Al2O3, SiO2,
TiO2, Ti2O3, ZrO2, Y2O3,
Bariumtitanat, Strontiumtitanat und dgl., nitridische Keramikmaterialien wie AlN,
Si3N4, TiN, BN, ZrN, HfN, VN, TaN, NbN, CrN, CrN, Cr2N
und dgl., carbidische Keramikmaterialien wie Graphit, SiC, ZrC, Al4C3,
CaC2, WC, TiC, HfC, VC, TaC, NbC und dgl. sowie Gemische aus zwei oder
mehr dieser Keramikmaterialien. Von diesen Keramikmaterialien werden nitridische
Keramikmaterialien und Materialien, die diese enthalten, besonders bevorzugt.
Im Vergleich zu den herkömmlichen Materialien, die für die Umfangsfläche
der Kühlwalze verwendet werden (d. h. Cu, Cr oder dgl.), haben diese Keramikmaterialien
eine hohe Härte und eine ausgezeichnete Dauerhaftigkeit (Abriebfestigkeit). Deshalb
kann selbst bei wiederholter Verwendung der Kühlwalze 5 die Form der Umfangsfläche
53 erhalten werden und deshalb wird auch die Wirkung des Mittels zur Grübchenkorrektur
(Beschreibung folgt später) kaum beeinträchtigt.
Ferner haben die oben beschriebenen Materialien, die für die Kühlwalze
51 verwendet werden können, normalerweise einen hohen Wärmedehnungskoeffizienten.
Bevorzugt liegt deshalb der Wärmedehnungskoeffizient des Materials
der Oberflächenschicht 52 nahe dem der Grundwalze 51. So liegt
z. B. der Wärmedehnungskoeffizient (Koeffizient der linearen Dehnung &agr;) bei
oder etwa bei Raumtemperatur vorzugsweise im Bereich von 3,5–18[× 10–6 K–1]
und mehr bevorzugt im Bereich von 6–12[× 10–6 K–1].
Wenn der Wärmedehnungskoeffizient des Materials der Oberflächenschicht
52 bei oder etwa bei Raumtemperatur innerhalb dieses Bereichs liegt, kann
eine zuverlässige Bindung zwischen der Grundwalze 51 und der Oberflächenschicht
52 aufrechterhalten werden, wodurch ein Abschälen der Oberflächenschicht
52 wirksam vermieden wird.
Die Oberflächenschicht 52 kann anstelle einer einzigen Schicht
wie oben beschrieben als Laminatstruktur mit einer Mehrzahl Schichten verschiedener
Zusammensetzungen gebildet werden. Eine solche Oberflächenschicht 52 kann
beispielsweise aus zwei oder mehr Schichten gebildet werden, die eine Schicht aus
Metallmaterial und eine Schicht aus Keramikmaterial wie oben beschrieben enthalten.
Ein Beispiel für eine solche Laminatstruktur aus zwei Schichten der Oberflächenschicht
52 ist ein Laminat bestehend aus einer unteren Schicht aus einem Metallmaterial,
die sich an der Seite der Grundwalze 51 befindet, und einer oberen Schicht
aus Keramikmaterial. In diesem Fall sollen diese benachbarten Schichten vorzugsweise
gut aneinander haften oder miteinander verbunden werden. Zu diesem Zweck können
diese benachbarten Schichten dasselbe Element enthalten.
Wenn die Oberflächenschicht 52 als eine solche Laminatstruktur
aus einer Mehrzahl Schichten aufgebaut ist, besteht ferner vorzugsweise die äußerste
Schicht aus dem Material, das eine Wärmeleitfähigkeit im oben beschriebenen Bereich
hat.
Ferner ist es in dem Fall, in dem die Oberflächenschicht
52 aus einer einlagigen oben beschriebenen Struktur besteht, nicht erforderlich,
dass die Materialzusammensetzung der Oberflächenschicht eine gleichmäßige Verteilung
in ihrer Dickenrichtung hat. So können sich beispielsweise die Anteile der Bestandteile
in Dickenrichtung ändern (d. h. es können klassierte Materialien verwendet werden).
Die durchschnittliche Dicke der Oberflächenschicht 52 (im
Fall der Laminatstruktur die Gesamtdicke) ist nicht auf einen bestimmten Wert beschränkt.
Vorzugsweise liegt die durchschnittliche Dicke jedoch im Bereich von 0,5–50
&mgr;m und mehr bevorzugt zwischen 1 und 20 &mgr;m.
Liegt die durchschnittliche Dicke der Oberflächenschicht
52 unter dem oben angegebenen unteren Grenzwert, können sich folgende Probleme
ergeben. Ja nach dem für die Oberflächenschicht 52 zu verwendendem Material
kann nämlich der Fall eintreten, dass die Kühlfähigkeit zu hoch wird. Wird ein derartiges
Material für die Oberflächenschicht 52 verwendet, wird die Abkühlgeschwindigkeit
in der Nähe der Walzenkontaktfläche 81 des schmelzgesponnenen Bandes
8 zu hoch, selbst wenn es ziemlich dick ist, was dazu führt, dass in diesem
Abschnitt ein amorphes Gefüge erzeugt wird. Andererseits wird in der Nähe der freien
Oberfläche 82 des schmelzgesponnenen Bandes 8, wo die Wärmeleitfähigkeit
relativ gering ist, die Abkühlgeschwindigkeit mit zunehmender Dicke des schmelzgesponnenen
Bandes 8 niedrig, so dass die Kristallkorngröße wahrscheinlich grob wird.
Dies führt nämlich dazu, dass die Kristallkorngröße in der Nähe der freien Oberfläche
82 des erhaltenen schmelzgesponnenen Bandes 8 die Tendenz hat,
grob zu werden und dass wahrscheinlich ein amorphes Gefüge in der Nähe der Walzenkontaktfläche
81 des schmelzgesponnenen Bandes 8 erzeugt wird, was dazu führt,
dass keine einwandfreien magnetischen Eigenschaften erzielt werden können. Selbst
wenn in diesem Fall z. B. die Dicke des schmelzgesponnenen Bandes 8 durch
Erhöhen der Umfangsgeschwindigkeit der Kühlwalze 5 gering gemacht wird,
um die Kristallkorngröße in der Nähe der freien Oberfläche 82 des schmelzgesponnenen
Bandes 8 zu verringern, führt dies wiederum dazu, dass das schmelzgesponnene
Band 8 ein noch ausgeprägteres regelloses amorphes Gefüge in der Nähe der
Walzenkontaktfläche 81 des erhaltenden schmelzgesponnenen Bandes
8 aufweist. Bei einem solchen schmelzgesponnenen Band 8 liegt
dann der Fall vor, dass selbst durch eine Wärmebehandlung nach der Herstellung keine
einwandfreien magnetischen Eigenschaften erzielt werden.
Überschreitet dagegen die durchschnittliche Dicke der Oberflächenschicht
52 den obigen oberen Grenzwert, wird die Abkühlgeschwindigkeit zu langsam
und dadurch die Kristallkorngröße grob, was zu schlechten magnetischen Eigenschaften
führt.
Das Verfahren zur Ausbildung der Oberflächenschicht 52 ist
nicht auf ein bestimmtes Verfahren beschränkt. Vorzugsweise wird jedoch ein chemisches
Aufdampfverfahren (chemical vapour deposition – CVD) wie Wärme-CVD, Plasma-CVD,
Laser-CVD und dgl. oder ein physikalisches Aufdampfverfahren (PVD) wie Abscheidung
aus der Gasphase, Sputtern, Ionenbeschichtung und dgl. angewendet. Mit diesen Verfahren
lässt sich eine Oberflächenschicht mit einer gleichmäßigen Dicke auf relativ einfache
Weise herstellen, so dass es nicht erforderlich ist, die Oberfläche nach der Ausbildung
der Oberflächenschicht 52 spanend zu bearbeiten. Die Oberflächenschicht
52 kann außerdem mittels anderer Verfahren wie galvanischer Beschichtung,
Tauchbeschichtung, chemischer Metallabscheidung, Metallspritzen und dgl. hergestellt
werden. Von diesem Verfahren wird das Metallspritzen besonders bevorzugt. Der Grund
hierfür ist, dass bei Bildung der Oberflächenschicht 52 nach diesem Verfahren
die Oberflächenschicht 52 fest auf der Grundwalze 51 haftet bzw.
mit dieser verbunden wird.
Des Weiteren kann vor der Ausbildung der Oberflächenschicht
52 auf der äußeren Umfangsfläche der Grundwalze 51 eine Vorbehandlung
der äußeren Oberfläche der Grundwalze 51 stattfinden. Beispiele für eine
solche Vorbehandlung sind u. a. eine Waschbehandlung wie alkalisches Waschen, oxidisches
Waschen und Waschen unter Verwendung organischer Lösungsmittel und dgl. sowie eine
Grundierbehandlung wie Strahlen, Ätzen und die Ausbildung einer Beschichtungsunterlage
und dgl. Auf diese Weise wird die Oberflächenschicht 52 fester mit der
Grundwalze 51 nach der Ausbildung der Oberflächenschicht 52 verbunden.
Außerdem wird es durch die oben beschriebene Grundierbehandlung möglich, eine gleichmäßige
und präzise Oberflächenschicht 52 auszubilden, so dass die erhaltene Kühlwalze
5 eine geringere Streuung der Wärmeleitfähigkeit an ihren verschiedenen
Abschnitten aufweist.
Mittel zur Grübchenkorrektur
Wie später beschrieben wird, wird das schmelzgesponnene Band
8 hergestellt, indem eine geschmolzene Legierung 6 aus einem Magnetmaterial
auf die Umfangsfläche 53 der Kühlwalze 5 prallt, wo sie abgeschreckt
(abgekühlt) wird. Dabei werden Grübchen in der Walzenkontaktfläche 81 des
schmelzgesponnenen Bandes 8 erzeugt oder gebildet, da Gas zwischen die
Umfangsfläche 53 und das Bad 7 der geschmolzenen Legierung
6 eingedrungen ist. Wie aus 4 ersichtlich
bilden sich Grübchen auf der Walzenkontaktfläche 81 des erhaltenen schmelzgesponnenen
Bandes 8, da Abschnitte, in die Gas eingedrungen ist, mit dem darin eingeschlossenen
Gas abgekühlt werden (siehe 6). Ferner haben die Abschnitte
des Bades 7, die in Berührung mit dem eingedrungenen Gas stehen, eine relativ
niedrigere Abkühlgeschwindigkeit als die anderen Abschnitte des Bades
7, was zu gröberen Kristallkorngrößen führt. Als Ergebnis hat das erhaltene
schmelzgesponnene Band 8 große Schwankungen oder Streuungen seiner Kristallkorngrößen
und magnetischen Eigenschaften. Diese Tendenz wird verstärkt, wenn die Fläche jedes
Grübchens 9 und die Gesamtfläche der Grübchen 9 groß werden.
Angesichts des obigen Problems wird in der Umfangsfläche
53 der Kühlwalze 5 der vorliegenden Erfindung ein Mittel zur Grübchenkorrektur
bereitgestellt, um die in der Walzenkontaktfläche 81 des schmelzgesponnenen
Bandes 8 entstandenen Grübchen 9 zu teilen. Indem solche Mittel
zur Grübchenteilung auf der Kühlwalze 5 bereitgestellt werden, werden Grübchen
9 so erzeugt oder gebildet, dass sie durch die in 5
und 7 dargestellten Nuten 84 geteilt
werden. Ferner wird durch die Gas austreibende Wirkung der Nuten 54 (wird
später beschrieben) zumindest ein Teil des zwischen die Umfangsfläche
53 und das Bad 7 eingedrungenen Gases durch die Nuten
84 ausgetrieben, so dass die Menge des zwischen der Umfangsfläche
53 und dem Bad 7 verbleibenden Gases klein wird. Aus diesen Gründen
wird die Fläche jedes der in der Walzenkontaktfläche 81 des erhaltenen
schmelzgesponnenen Bandes 8 klein, und deshalb wird die Gesamtfläche der
erzeugten Grübchen ebenfalls klein (siehe 7). Das bedeutet,
dass die Streuung der Abkühlgeschwindigkeiten in den verschiedenen Abschnitten des
Bades 7 gering wird, so dass ein schmelzgesponnenes Band mit geringer Streuung
der Kristallkorngrößen und hervorragenden magnetischen Eigenschaften erhalten werden
kann.
Bei dem in den Zeichnungen dargestellten Beispiel wird das Mittel
zur Grübchenkorrektur aus Nuten 54 gebildet, die in der Umfangsfläche
53 der Kühlwalze 5 parallel zur Drehrichtung der Kühlwalze
5 ausgeformt werden. In diesem Zusammenhang ist zu beachten, dass zwischen
benachbarten Nuten 54 Grate 55 vorhanden sind. Bei der vorliegenden
Erfindung fungieren die so gebildeten Grate 55 als Mittel zur Grübchenkorrektur.
Durch die Ausbildung solcher Nuten 54 in der Umfangsfläche
53 der Kühlwalze 5 kann das zwischen die Umfangsfläche
53 und das Bad 7 eingedrungene Gas in die Nuten 54 gelangen
und dann durch die Nuten 54 abfließen. Deshalb wird das zwischen die Umfangsfläche
53 und das Bad 7 eingedrungene Gas durch die Nuten entsprechend
der Drehung der Kühlwalze 5 ausgetrieben. Durch einen derartigen Effekt
(im Folgenden als "Gas austreibender Effekt" bezeichnet) wird das Bad
7 mit der Umfangsfläche 53 an den Abschnitten, wo Gas eingedrungen
ist, in Kontakt gebracht. Wenn das Bad 7 auf diese Weise so mit der Umfangsfläche
53 in Berührung kommt, werden Grübchen 9 so erzeugt, dass sie
durch die in 7 dargestellten Grate 55 geteilt
werden, so dass die Fläche jedes Grübchens klein wird. Außerdem wird die Menge des
zwischen der Bad 7 und der Umfangsfläche 53 verbleibenden Gases
wie auch die Gesamtfläche der Grübchen klein. Als Ergebnis wird die Streuung der
Abkühlgeschwindigkeiten in den verschiedenen Abschnitten des Bades 7 gering,
so dass es möglich wird, ein schmelzgesponnenes Band
8 mit geringer Streuung seiner Kristallkorngrößen und hervorragenden magnetischen
Eigenschaften zu erzielen.
In diesem Zusammenhang ist zu beachten, dass zwar in dem in der Zeichnung
dargestellten Beispiel eine Mehrzahl Grate 55 ausgeformt ist, für diese
Erfindung jedoch mindestens ein Grat ausreichend ist.
Der Durchschnittswert der Breite L1 jeder Nut
54 (Breite der Nut in einem Öffnungsabschnitt in der Umfangsfläche
53) wird vorzugsweise auf 0,5–90 &mgr;m und mehr bevorzugt auf 1–50
&mgr;m eingestellt. Ist der Durchschnittswert der Breite L1 der Nut
54 kleiner als der kleinste Wert, wird der Gas austreibende Effekt zum
Austreiben des zwischen die Umfangsfläche 53 und das Bad 7 eingedrungenen
Gases geschwächt. Überschreitet andererseits der Durchschnittswert der Breite L1
der Nut 54 den größten Wert, werden große Grübchen in den Abschnitten der
Nuten 54 erzeugt, so dass die Kristallkorngröße grob wird.
Ferner wird der Durchschnittswert der Breite L2 des Grates
55 (am maximalen Breitenabschnitt des Grates) vorzugsweise auf 0,5 bis
95 &mgr;m und mehr bevorzugt auf 1 bis 50 &mgr;m eingestellt. Ist der Durchschnittswert
der Breite L2 des Grates kleiner als der kleinste Wert, funktionieren
die Grate nicht ausreichend als Mittel zur Grübchenkorrektur, so dass sich sehr
große Grübchen in der Walzenkontaktfläche bilden. Überschreitet andererseits der
Durchschnittswert L2 des Grates 55 den oberen Grenzwert, werden
Grübchen zwischen den Graten und dem Bad gebildet.
Der Durchschnittswert der Tiefe (maximale Tiefe) L3 jeder
Nut 54 (oder der Durchschnittswert der maximalen Höhe L3 jedes
Grates 55) wird vorzugsweise auf 0,5–20 &mgr;m und mehr bevorzugt
auf 1–10 &mgr;m eingestellt. Ist der Durchschnittswert der Tiefe L3
der Nut 54 kleiner als der kleinste Wert, wird der Gas austreibende Effekt
zum Austreiben des zwischen die Umfangsfläche 53 und das Bad
7 eingedrungenen Gases geschwächt, so dass die Wirkung als Mittel zur Grübchenkorrektur
nicht ausreichend zum Tragen kommt. Überschreitet andererseits der Durchschnittswert
der Tiefe L3 der Nut 54 den größten Wert, nimmt die Durchflussmenge
des in der Nut fließenden Gases zu, so dass die Gasströmung die Tendenz zur turbulenten
Strömung mit Wirbeln hat, was dazu führt, dass die Wirkung des Mittels zur Grübchenkorrektur
nicht ausreichend zum Tragen kommt.
Der Durchschnittswert des Abstandes L4 zwischen benachbarten
Nuten 54 (oder der Durchschnittswert des Abstandes L1 zwischen
benachbarten Graten 55) ist ein wichtiger Faktor für die Einstellung oder
Bestimmung der Größe jedes der in der Walzenkontaktfläche 81 des schmelzgesponnenen
Bandes 8 entstandenen Grübchens 9 sowie der Gesamtfläche der gebildeten
Grübchen 9. Vorzugsweise wird der Durchschnittswert des Abstandes L4
zwischen benachbarten Nuten 54 (oder der Durchschnittswert des Abstandes
L4 zwischen benachbarten Graten 55) auf 0,5–100 &mgr;m
und mehr bevorzugt auf 3–50 &mgr;m eingestellt. Liegt der Durchschnittswert
des Abstandes L4 innerhalb dieses Bereichs, funktioniert jeder Grat
55 wirksam als Mittel zur Grübchenkorrektur, und der Abstand zwischen dem
Berührungsabschnitt und dem Nicht-Berührungsabschnitt der Umfangsfläche
53 bezüglich des Bades 7 kann hinreichend klein gemacht werden.
Bei diesem Ergebnis wird die Differenz der Abkühlgeschwindigkeiten zwischen den
Abschnitten des Bades, die mit der Kühlwalze 5 in Berührung stehen, und
den Abschnitten des Bades, die nicht mit der Kühlwalze 5 in Berührung stehen,
hinreichend klein, so dass es möglich ist, ein schmelzgesponnenes Band
8 mit geringer Streuung seiner Korngrößen und magnetischen Eigenschaften
zu erhalten.
Das Verhältnis der Fläche der Nuten 54 (oder der Grate
55) zur Fläche der Umfangsfläche 53 bei Projektion auf dieselbe
Ebene sollte vorzugsweise gleich oder größer als 10% sein und liegt mehr bevorzugt
im Bereich von 30–99,5%. Ist das Verhältnis der projizierten Fläche der Nuten
54 (oder der Grate 55) zur projizierten Fläche der Umfangsfläche
53 kleiner als 10%, ist es nicht möglich, ausreichende Gas austreibende
Strömungswege zum Austreiben des zwischen das Bad 7 und die Umfangsfläche
53 eingedrungenen Gases bereitzustellen, so dass das Gas wahrscheinlich
zwischen dem Bad 7 und der Umfangsfläche 53 verbleibt, was dazu
führt, dass sehr große Grübchen entstehen.
Zur Ausformung der Nuten 54 (oder der Grate 55)
in der Umfangsfläche 53 der Kühlwalze 5 können verschiedene Verfahren
angewendet werden. Beispiele der Verfahren sind u. a. verschiedene spanende Prozesse
wie Schneiden, Stufenpressen, Schleifen, Strahlen und dgl., Laserbearbeitung, funkenerosive
Bearbeitung, chemisches Ätzen und dgl. Von diesen Verfahren ist die spanende Bearbeitung,
vor allem, besonders bevorzugt, da im Vergleich mit anderen Verfahren Breite und
Tiefe jeder Nut und der Abstand benachbarter Nuten relativ einfach mit hoher Präzision
eingestellt werden können.
In diesem Zusammenhang ist zu beachten, dass die Grate 55
aus der resultierenden Form der Umfangsfläche 53 entstehen,
nachdem die Nuten 54 in die Umfangsfläche 53 durch das oben genannte
Verfahren eingeformt worden sind.
In dem Fall, in dem die Oberflächenschicht 52 auf der äußeren
Umfangsfläche der Grundwalze 51 (d. h. in dem Fall, in dem die Oberflächenschicht
52 nicht integral mit der Grundwalze 51 hergestellt wird), können
die Nuten 54 und die Grate 55 direkt in der Oberflächenschicht
52 durch das oben genannte Verfahren oder durch ein anderes Verfahren ausgeformt
werden. Die Nuten 54 und Grate 55 können speziell wie in
8 dargestellt in der Oberflächenschicht 52
durch das oben genannte Verfahren ausgeformt werden. Alternativ ist es auch möglich,
die Nuten 54 und Grate 55 auf der äußeren Umfangsfläche der Grundwalze
51 durch das oben beschriebene Verfahren auszuformen und dann die Oberflächenschicht
52 darüber anzubringen, wie in 9 dargestellt
ist. Im zuletzt genannten Fall wird die Dicke der Oberflächenschicht 52
im Vergleich zur Tiefe jeder Nut 54 oder zur Höhe jedes Grates
55, die in der Grundwalze 51 ausgeformt werden, klein gewählt.
Damit können die als Mittel zur Grübchenkorrektur dienenden Grate 55 in
der Umfangsfläche 53 ausgeformt werden, ohne dass die Oberflächenschicht
52 einer spanenden Bearbeitung unterzogen wird. Da auf diese Weise keine
spanende Bearbeitung der Oberfläche der Oberflächenschicht 52 durchgeführt
wird, kann die Oberflächenrauheit Ra der Umfangsfläche 53 ohne Polieren,
das normalerweise in der letzten Stufe erfolgt, relativ gering gehalten werden.
In diesem Zusammenhang ist zu beachten, dass in jeder der
3 und 5 die
Grenzfläche zwischen der Grundwalze und der Oberflächenschicht in der Zeichnung
nicht dargestellt ist (in jeder der 14, 16,
18, 20
und 21, deren Erläuterung später folgt, ist
die Grenzschicht ebenfalls nicht dargestellt).
Legierungszusammensetzung des Magnetmaterials
Bei dieser Erfindung haben das bandförmige Magnetmaterial und das
Magnetpulver gemäß der vorliegenden Erfindung bevorzugt hervorragende magnetische
Eigenschaften. Zu diesem Zweck bestehen sie vorzugsweise aus Legierungen die R (rare
earth – seltene Erden) (hier bedeutet R mindestens eines der Seltenerdelemente,
einschließlich Y). Von diesen Legierungen werden R enthaltende Legierungen (hier
bedeutet R mindestens eines der Seltenerdelemente, einschließlich Y), TM (= transition
metal) (hier bedeutet TM mindestens eines der Übergangsmetalle) und B (Bor) besonders
bevorzugt. Jede der nachstehenden Legierungen ist besonders bevorzugt.
(1) Eine Legierung, deren Basiskomponenten ein Seltenerdelement hauptsächlich
Sm und ein Übergangsmetall hauptsächlich Co enthalten (im Folgenden als "Legierungen
auf Sm-Co-Basis" bezeichnet).
(2) Eine Legierung, deren Basiskomponenten R (hier bedeutet R mindestens eines
der Seltenerdelemente, einschließlich Y), ein Übergangsmetall hauptsächlich Fe (TM)
und B enthalten (im Folgenden als "Legierungen auf R-TM-B-Basis" bezeichnet).
(3) Eine Legierung, deren Basiskomponenten ein Seltenerdelement hauptsächlich
Sm und ein Übergangsmetall hauptsächlich Fe sowie ein Lückenelement hauptsächlich
N enthalten (im Folgenden als "Legierungen auf Sm-Fe-N-Basis" bezeichnet).
(4) Eine Legierung, deren Basiskomponenten R (hier bedeutet R mindestens eines
der Seltenerdelemente, einschließlich Y), ein Übergangsmetall wie Fe enthalten,
und die ein Nanoverbundgefüge hat, in dem eine weichmagnetische und ein hartmagnetische
Phase nebeneinander existieren (einschließlich des Falls, bei dem sie durch eine
Korngrenzenphase verbunden sind).
(5) Ein Gemisch aus zwei oder mehr der oben genannten Legierungszusammensetzungen
(1) bis (4). In diesem Fall können die Vorteile der Legierungszusammensetzungen
genutzt werden, so dass sich auf einfache Weise noch hervorragendere magnetische
Eigenschaften erzielen lassen.
Typische Beispiele der Legierungen auf Sm-Co-Basis sind u. a. SmCo5,
Sm2TM17 (TM bedeutet hier ein Übergangsmetall).
Typische Beispiele der Legierungen auf R-Fe-B-Basis sind u. a. Legierungen
auf Nd-Fe-B-Basis, Legierungen auf Pr-Fe-B-Basis, Legierungen auf Nd-Pr-Fe-B-Basis,
Legierungen auf Nd-Dy-Fe-B-Basis, Legierungen auf Ce-Nd-Fe-B-Basis, Legierungen
auf Ce-Pr-Nd-Fe-B-Basis und eine dieser Legierungen, bei der ein Teil des Fe durch
ein anderes Übergangsmetall wie Co oder Ni oder dgl. ersetzt ist.
Typische Beispiele der Legierungen auf Sm-Fe-N-Basis sind u. a. Sm2Fe17N3,
das durch Nitrifizieren einer Sm2Fe17-Legierung gebildet wird,
und Legierungen auf Sm-Zr-Fe-Co-N-Basis mit einer TbCu7-Phase. Im Falle
der Legierung auf Sm-Fe-N-Basis wird normalerweise N in Form eines Lückenatoms eingeführt,
indem das schmelzgesponnene Band einer geeigneten Wärmebehandlung unterzogen wird,
um es nach der Herstellung des schmelzgesponnenen Bandes zu nitrifizieren.
Beispiele der oben genannten Seltenerdelemente sind Y, La, Ce, Pr,
Nd, Pm, Sm, Eu, Gd, Tb, Dy, Ho, Er, Tm, Yb, Lu und ein Mischmetall, und es können
ein oder mehrere dieser Seltenerdmetalle enthalten sein. Beispiele für die Übergangsmetalle
sind Fe, Co, Ni und dgl., und es können ein oder mehrere dieser Metalle enthalten
sein.
Zur Verbesserung der magnetischen Eigenschaften wie Koerzitivkraft
und maximales Energieprodukt und dgl. oder um die Wärme- und Korrosionsbeständigkeit
zu verbessern, können die Magnetmaterialien ferner ein oder mehrere der Elemente
Al, Cu, Ga, Si, Ti, V, Ta, Zr, Nb, Mo, Hf, Ag, Zn, P, Ge, Cr und W wie erforderlich
enthalten.
In diesem Verbundgefüge (Nanoverbundgefüge) existieren eine weichmagnetische
Phase 10 und eine hartmagnetische Phase 11 in Form eines Musters
(Modell) wie beispielsweise in 10 dargestellt.
11 oder 12,
in denen die Dicke der jeweiligen Phasen und ihre Korngrößen dargestellt sind, sind
im Nanometermaßstab dargestellt. Ferner sind die weichmagnetische Phase
10 und die hartmagnetische Phase 11 nebeneinander angeordnet (dazu
gehört auch der Fall, bei dem diese Phasen über eine Korngrenzenphase benachbart
sind), wodurch zwischen ihnen magnetische Wechselwirkungen stattfinden können.
Die Magnetisierung der weichmagnetischen Phase ändert durch die Wirkung
eines externen Magnetfeldes leicht ihre Richtung. Wenn die weichmagnetische Phase
zusammen mit der hartmagnetischen Phase vorliegt, zeigt deshalb die Magnetisierungskurve
für das gesamte System eine gestufte "Serpentinenkurve" im zweiten Quadranten des
B-H-Diagramms (J-H-Diagramm). Hat jedoch die weichmagnetische Phase eine hinreichend
kleine Größe von weniger als einigen nm-Zehnern, wird die Magnetisierung der weichmagnetischen
Phase ausreichend und stark durch die Kopplung mit der Magnetisierung der umgebenden
hartmagnetischen Phase eingeschränkt, so dass sich das gesamte System wie ein hartmagnetisches
Material verhält.
Ein Magnet mit einem solchen Verbundgefüge (Nanoverbundgefüge) hat
die folgenden fünf Hauptmerkmale.
(1) Im zweiten Quadranten des B-H-Diagramms (J-H-Diagramm) springt die Magnetisierung
in umgekehrter Richtung zurück (in diesem Sinne wird ein solcher Magnet auch als
"" bezeichnet).
(2) Er ist gut magnetisierbar, so dass er mit einem relativ schwachen Magnetfeld
magnetisiert werden kann.
(3) Die Temperaturabhängigkeit der magnetischen Eigenschaften ist gering im
Vergleich zu dem Fall, in dem das System ausschließlich aus einer hartmagnetischen
Phase besteht.
(4) Die Änderungen der magnetischen Eigenschaften im Lauf der Zeit sind gering.
(5) Es kann keine Verschlechterung der magnetischen Eigenschaften festgestellt
werden, selbst wenn er fein gemahlen wird.
Wie oben beschrieben haben aus dem Verbundgefüge bestehende Magnete
hervorragende magnetische Eigenschaften. Die Magnetpulver gemäß der vorliegenden
Erfindung haben deshalb vorzugsweise ein derartiges Verbundgefüge.
Diesbezüglich versteht es sich, dass die in den 10
bis 12 dargestellten Muster nur Beispiele
sind, und das Verbundgefüge nicht darauf beschränkt ist.
Herstellung des bandförmigen Magnetmaterials
Nachfolgend wird die Herstellung des bandförmigen Magnetmaterials
(d. h. des schmelzgesponnenen Bandes) unter Verwendung der oben beschriebenen Kühlwalze
5 beschrieben.
Wie oben beschrieben wird das bandförmige Magnetmaterial durch Aufprall
einer geschmolzenen Legierung des Magnetmaterials auf die Umfangsfläche der Kühlwalze
zum Abkühlen und anschließenden Erstarren hergestellt. Nachfolgend wird dafür ein
Beispiel beschrieben.
Wie in 1 dargestellt ist die Schmelzspinnvorrichtung
1 in einer Kammer (nicht dargestellt) eingebaut und wird unter der Bedingung
betrieben, bei der das Kammerinnere mit einem inerten Gas oder einem anderen Umgebungsgas
gefüllt ist. Um die Oxidation des schmelzgesponnenen Bandes 8 zu verhindern,
ist das Umgebungsgas vorzugsweise ein inertes Gas. Beispiele für inerte Gase sind
u. a. Argongas, Heliumgas, Stickstoffgas oder dgl.
Der Druck des Umgebungsgases ist ausdrücklich auf einen bestimmten
Wert begrenzt, beträgt aber vorzugsweise zwischen 1,3 hPa und 1013,25 hPa (1–760
Torr).
Die flüssige Oberfläche der erschmolzenen Legierung 6 im
zylindrischen Körper 2 wird mit einem vorgegebenen Druck, der höher ist
als der Innendruck der Kammer, beaufschlagt. Die erschmolzene Legierung
6 wird aus der Düse 3 durch den Differenzdruck zwischen dem Druck
des Umgebungsgases in der Kammer und der Summe der auf die flüssige Oberfläche der
erschmolzenen Legierung 6 im zylindrischen Körper 2 und auf den
zylindrischen Körper 2 proportional zum Flüssigkeitspegel ausgeübten Drücke
eingespritzt.
Der Einspritzdruck der erschmolzenen Legierung (d. h. der Differenzdruck
zwischen dem Druck des Umgebungsgases in der Kammer und der Summe der auf die flüssige
Oberfläche der erschmolzenen Legierung 6 im zylindrischen Körper
2 und auf den zylindrischen Körper 2 proportional zum Flüssigkeitspegel
ausgeübten Drücke) ist nicht ausdrücklich auf einen bestimmten Wert begrenzt, beträgt
aber vorzugsweise 10–100 kPa.
Bei der Schmelzspinnvorrichtung 1 wird ein magnetisches Material
(Legierung) in den zylindrischen Körper 2 eingebracht und durch Erwärmen
mittels der Spule 4 erschmolzen, und die dann erschmolzene Legierung
6 wird aus der Düse 3 ausgestoßen. Danach prallt die erschmolzene
Legierung 6 wie in 1 dargestellt auf die Umfangsfläche
53 der Kühlwalze 5 und nach der Bildung eines Bades
7 wird die erschmolzene Legierung 6 rasch zur Erstarrung abgekühlt,
während sie über die Umfangsfläche 53 der rotierenden Kühlwalze
5 geschleppt wird, wodurch kontinuierlich oder intermittierend ein schmelzgesponnenes
Band 8 erzeugt wird. Wenn bei dieser Bedingung Gas (Umgebungsgas) zwischen
das Bad 7 und die Umfangsfläche 53 eindringt, werden Grübchen
9 in der Walzenkontaktfläche des schmelzgesponnenen Bandes 8 erzeugt
wie oben beschrieben. Da jedoch bei dieser Ausführungsform das Mittel zur Grübchenkorrektur
(Grate 55) in der Umfangsfläche 53 der Kühlwalze 5 vorgesehen
ist, werden diese Grübchen so erzeugt, dass sie durch die in der Walzenkontaktfläche
ausgeformten Nuten geteilt werden. Das so gebildete schmelzgesponnene Band
8 wird bald von der Umfangsfläche freigegeben und in Richtung des Pfeils
B in 1 geführt.
Da das Mittel zur Grübchenkorrektur auf diese Weise in der Umfangsfläche
53 der Kühlwalze 5 vorgesehen ist, wird die Bildung sehr großer
Grübchen und dadurch auch die ungleichmäßige Abkühlung des Bades 7 verhindert.
Als Ergebnis kann ein schmelzgesponnenes Band 8 mit geringerer Streuung
seiner Kristallkorngrößen und mit hervorragenden magnetischen Eigenschaften erhalten
werden.
In diesem Zusammenhang ist zu beachten, dass es für die Herstellung
eines solchen schmelzgesponnenen Bandes 8 nicht immer erforderlich ist,
die Düse 3 unmittelbar oberhalb der Drehachse 50 der Kühlwalze
5 zu installieren.
Der optimale Bereich der Umfangsgeschwindigkeit der Kühlwalze
5 hängt von der Zusammensetzung der geschmolzenen Legierung, dem Materialaufbau
(Zusammensetzung) der Oberflächenschicht 52 und dem Oberflächenzustand
der Umfangsfläche 53 (insbesondere der Benetzbarkeit der Umfangsfläche
53 bezüglich der geschmolzenen Legierung 6) und dgl. ab. Um die
magnetischen Eigenschaften zu verbessern, wird jedoch eine Umfangsgeschwindigkeit
im Bereich von 5 bis 60 m/s normalerweise bevorzugt, wobei 10 bis 40 m/s mehr bevorzugt
ist. Liegt die Umfangsgeschwindigkeit der Kühlwalze 5 unter dem obigen
unteren Grenzwert, verringert sich die Abkühlgeschwindigkeit der geschmolzenen Legierung
6 (Bad 7). Dies führt dazu, dass die Kristallkorngröße wahrscheinlich
zunimmt, wodurch die magnetischen Eigenschaften verschlechtert werden. Überschreitet
dagegen die Umfangsgeschwindigkeit der Kühlwalze 5 den obigen oberen Grenzwert,
ist die Abkühlgeschwindigkeit zu hoch, wodurch ein amorphes Gefüge vorherrschend
wird. In diesem Fall lassen sich die magnetischen Eigenschaften nicht ausreichend
verbessern, selbst wenn in einem späteren Stadium eine nachstehend beschriebene
Wärmebehandlung erfolgt.
Vorzugsweise hat das so erhaltene schmelzgesponnene Band
8 eine gleichmäßige Breite w und Dicke t. Hierbei sollte die durchschnittliche
Dicke t des schmelzgesponnenen Bandes 8 vorzugsweise im Bereich von 8–50
&mgr;m und mehr bevorzugt im Bereich von 10–40 &mgr;m liegen. Ist die durchschnittliche
Dicke t kleiner als der untere Grenzwert, wird amorphes Gefüge vorherrschend, so
dass sich die magnetischen Eigenschaften nicht ausreichend verbessern lassen, selbst
wenn in einem späteren Stadium eine nachstehend beschriebene Wärmebehandlung erfolgt.
Außerdem nimmt die Produktivität pro Zeiteinheit ebenfalls ab. Überschreitet dagegen
die durchschnittliche Dicke t den obigen oberen Grenzwert, wird die Kristallkorngröße
an der Seite der freien Oberfläche 82 des schmelzgesponnenen Bandes
8 wahrscheinlich grob, so dass sich die magnetischen Eigenschaften verschlechtern.
Bei dem wie oben beschrieben erhaltenen gesponnenen Band
8 der vorliegenden Erfindung wird die Oberflächenform oder -gestalt der
Umfangsfläche 53 der Kühlwalze 5 auf zumindest einen Teil der
Walzenkontaktfläche 81 des schmelzgesponnenen Bandes 8 (ganz oder
teilweise) übertragen. Folglich werden in der Walzenkontaktfläche 81 des
schmelzgesponnenen Bandes 8 Grate 83 und Nuten (oder Vertiefungen)
84, die jeweils der Oberflächenform der Umfangsfläche 53 der Kühlwalze
5 (d. h. den Nuten 84 und Graten 83) entsprechen, ausgeformt.
Da die Grate 83 und Nuten 84 auf diese Weise in der Walzenkontaktfläche
81 des schmelzgesponnenen Bandes 8 ausgebildet werden, werden
entstandene Grübchen wirksam durch diese Nuten 84 so geteilt, dass die
Fläche jedes Grübchens klein ist. Ferner wird die Gesamtfläche der Grübchen
9 wegen der oben beschriebenen Gas austreibenden Wirkung der in der Umfangsfläche
53 der Kühlwalze 5 ausgeformten Nuten 54 ebenfalls kleiner.
Mit diesem Ergebnis lässt sich ein schmelzgesponnenes Band 8 mit einer
geringeren Streuung seiner Kristallkorngrößen in seinen verschiedenen Abschnitten
und mit hervorragenden magnetischen Eigenschaften erzielen.
Ferner beträgt bei der vorliegenden Erfindung das Verhältnis der projizierten
Fläche sehr großer Grübchen 9 (ein sehr großes Grübchen hat eine Fläche
über 2000 &mgr;m2), die in der Walzenkontaktfläche 81 des schmelzgesponnenen
Bandes 8 bei seiner Erstarrung gebildet werden, vorzugsweise weniger als
10% und mehr bevorzugt weniger als 5%. Bei einem größeren Verhältnis als 10% wird
die Gesamtfläche der Abschnitte des schmelzgesponnenen Bandes 8 mit extrem
niedriger Abkühlgeschwindigkeit (d. h. Abschnitte der Walzenkontaktfläche
81 des schmelzgesponnenen Bandes 8, wo sich sehr große Grübchen
gebildet haben, insbesondere der Bereich um den Mittelpunkt jedes großen Grübchens)
groß im Vergleich zur Gesamtfläche der Abschnitte des schmelzgesponnenen Bandes
8, die mit der Kühlwalze 5 in Berührung stehen, so dass die magnetischen
Eigenschaften des schmelzgesponnenen Bandes 8 insgesamt schlechter werden.
Diesbezüglich ist darauf hinzuweisen, dass das Verhältnis der projizierten
Fläche der großen Grübchen 9 als Verhältnis der projizierten Fläche zu
einer vorgegebenen Fläche der Walzenkontaktfläche 81 berechnet wird. Hierbei
ist das Verhältnis vorzugsweise ein Durchschnittswert, der aus einigen Stichprobenpunkten
auf der Walzenkontaktfläche 81 erhalten wird.
Ferner beträgt bei der vorliegenden Erfindung das Verhältnis der projizierten
Fläche der Grübchen 9 (alle Grübchen), die in der Walzenkontaktfläche
81 des schmelzgesponnenen Bandes 8 bei dessen Erstarrung gebildet
werden, vorzugsweise weniger als 40% und mehr bevorzugt weniger als 30%. Ist das
Verhältnis der projizierten Fläche der Grübchen zu groß, wird die Abkühlgeschwindigkeit
bei der Erstarrung insgesamt niedriger, so dass die Kristallkorngröße grob wird
und die magnetischen Eigenschaften des erhaltenen schmelzgesponnenen Bades ebenfalls
schlechter werden.
Ferner kann das erhaltene schmelzgesponnene Band 8 mindestens
einer Wärmebehandlung unterzogen werden, um z. B. die Rekristallisierung des amorphen
Gefüges zu beschleunigen und um das Gefüge homogener zu machen. Die Bedingungen
dieser Wärmebehandlung können beispielsweise eine Erwärmung im Bereich von 400 bis
900°C für die Dauer von 0,2 bis 300 min sein.
Um außerdem Oxidation zu verhindern, wird diese Wärmebehandlung vorzugsweise
im Vakuum oder bei verringertem Druck (z. B. im Bereich von 13 Pa–0,0013 Pa
(1 × 10–1 bis 1 × 10–6 Torr) oder
in einer nicht oxidierenden Atmosphäre eines inerten Gases wie Stickstoffgas, Argongas,
Heliumgas oder dgl. durchgeführt.
Das wie oben beschrieben erhaltene schmelzgesponnene Band (bandförmiges
Magnetmaterial) 8 hat ein Mikrokristallgefüge oder ein Gefüge, bei dem
Mikrokristalle in einem amorphen Gefüge enthalten sind, und weist hervorragende
magnetische Eigenschaften auf.
Die obige Beschreibung erfolgte unter Bezugnahme auf das Einwalzenverfahren.
Es ist jedoch selbstverständlich möglich, das Doppelwalzenverfahren anzuwenden.
Mit diesen Abschreckverfahren kann das Metallgefüge (d. h. die Kristallkörnung)
zu einem Mikrogefüge umgebildet werden, so dass diese Verfahren besonders wirksam
zur Verbesserung der magnetischen Eigenschaften, insbesondere der Koerzitivkraft,
von Pressmagneten sind.
Herstellung des Magnetpulvers
Das Magnetpulver dieser Erfindung wird durch Mahlen des wie oben beschrieben
hergestellten schmelzgesponnenen Bandes 8 erhalten.
Das Mahlverfahren für das schmelzgesponnene Band ist nicht ausdrücklich
eingeschränkt, und es können verschiedene Arten von Mahl- oder
Zerkleinerungsvorrichtungen verwendet werden wie eine Kugelmühle, Vibrationsmühle,
Strahlmühle und Stiftmühle. Dabei kann zur Vermeidung von Oxidation der Mahlprozess
im Vakuum oder bei einem verringerten Druck (z. B. bei einem Druck von 13 Pa–0,0013
Pa (1 × 10–1 bis 1 × 10–6 Torr) oder
in einer nicht oxidierenden Atmosphäre eines inerten Gases wie Stickstoff, Argon,
Helium oder dgl. durchgeführt werden.
Die durchschnittliche Partikelgröße (Durchmesser) des Magnetpulvers
ist nicht ausdrücklich eingeschränkt. In dem Fall, in dem das Magnetpulver jedoch
zur Herstellung von Pressmagneten (Seltenerd-Pressmagneten) verwendet wird, was
später beschrieben wird, beträgt die durchschnittliche Partikelgröße vorzugsweise
zwischen 1 und 300 &mgr;m und mehr bevorzugt zwischen 5 und 150 &mgr;m, um die Oxidation
des Magnetpulvers und eine Verschlechterung der magnetischen Eigenschaften während
des Mahlens zu verhindern.
Um eine bessere Formbarkeit des Pressmagneten zu erzielen, wird ein
gewisses Maß der Streuung der Partikelgrößenverteilung des Magnetpulvers bevorzugt.
Dadurch ist es möglich, das Hohlraumverhältnis (Porosität) des erhaltenen Pressmagneten
zu verringern. Als Ergebnis können die Dichte und mechanische Festigkeit des Pressmagneten
im Vergleich zu einem Pressmagneten mit dem gleichen Anteil Magnetpulver erhöht
werden, wodurch die magnetischen Eigenschaften weiter verbessert werden.
Das erhaltene Magnetpulver kann einer Wärmebehandlung unterzogen werden,
um z. B. den Einfluss der durch den Mahlprozess hervorgerufenen Spannungen zu beseitigen
und um die Kristallkorngröße innerhalb festgelegter Grenzen zu halten. Die Bedingungen
dieser Wärmebehandlung können z. B. eine Erwärmung im Bereich von 350 bis 850°C
für die Dauer von 0,2 bis 300 min sein.
Um die Oxidation des Magnetpulvers zu vermeiden, wird die Wärmebehandlung
vorzugsweise im Vakuum oder bei einem verringerten Druck (z. B. im Bereich von 13
Pa–0,0013 Pa (1 × 10–1 bis 1 × 10–6
Torr) oder in einer nicht oxidierenden Atmosphäre eines inerten Gases wie Stickstoffgas,
Argongas und Heliumgas durchgeführt.
Das so erhaltende Magnetpulver hat ein gutes Bindungsvermögen mit
Bindeharzen (Benetzbarkeit der Bindeharze). Wenn also ein Pressmagnet unter Verwendung
des oben beschriebenen Magnetpulvers hergestellt wird, hat er eine hohe mechanische
Festigkeit sowie eine ausgezeichnete Wärmestabilität (Wärmebeständigkeit) und Korrosionsbeständigkeit.
Demzufolge kann geschlossen werden, dass das Magnetpulver für die Herstellung des
Pressmagneten geeignet ist und der hergestellte Pressmagnet eine hohe Zuverlässigkeit
hat.
Bei einem solchen oben beschriebenen Magnetpulver sollte die durchschnittliche
Kristallkorngröße des Magnetpulvers vorzugsweise gleich oder kleiner als 500 nm,
mehr bevorzugt gleich oder kleiner als 200 nm sein und am meisten bevorzugt im Bereich
von 10–120 nm liegen. Ist die durchschnittliche Kristallkorngröße größer als
500 nm, können die magnetischen Eigenschaften, vor allem die Koerzitivkraft und
die Rechteckigkeit, nicht ausreichend verbessert werden.
Vor allem dann, wenn das Magnetmaterial eine Legierung mit dem Verbundgefüge
wie in (4) oben beschrieben ist, sollte die durchschnittliche Kristallkorngröße
vorzugsweise im Bereich von 1–100 nm und mehr bevorzugt im Bereich von 5–50
nm liegen. Bei einer durchschnittlichen Kristallkorngröße in diesem Bereich treten
zwischen der weichmagnetischen Phase 10 und der hartmagnetischen Phase
11 wirksamere magnetische Wechselwirkungen auf, so dass deutlich verbesserte
magnetische Eigenschaften festgestellt werden können.
Pressmagnet und dessen Herstellung
Nachstehend wird der Pressmagnet gemäß der vorliegenden Erfindung
beschrieben.
Der Pressmagnet gemäß der vorliegenden Erfindung wird durch Binden
des oben beschriebenen Magnetpulvers unter Verwendung eines Bindeharzes (Bindemittel)
hergestellt.
Als Bindemittel kann entweder ein thermoplastisches Harz oder ein
thermohärtendes Harz verwendet werden.
Beispiele für thermoplastisches Harz sind u. a. Polyamid (Beispiel:
Nylon 6, Nylon 46, Nylon 66, Nylon 610, Nylon 612, Nylon 11, Nylon 12, Nylon 6-12,
Nylon 6-66); thermoplastisches Polyimid; Flüssigkristall-Polymer wie aromatischer
Polyester; Polyphenylenoxid; Polyphenylensulfid; Polyolefin wie Polyethylen, Polypropylen
und Ethylvinylacetatcopolymer; modifiziertes Polyolefin; Polycarbonat, Polymethylmethacrylat;
Polyester wie Polyethylenterephthalat und Polybutylenterephthalat; Polyether, Polyetheretherketon;
Polyetherimid; Polyacetal; Copolymer mit legierter Basis und Polymerlegierung mit
mindestens einem dieser Materialien als Hauptbestandteil. Hierbei kann ein Gemisch
aus zwei oder mehr Arten dieser Materialien verwendet werden.
Von diesen Harzen wird ein Polyamid als Hauptbestandteil enthaltendes
Harz aufgrund seiner besonders hervorragenden Formbarkeit und hohen mechanischen
Festigkeit besonders bevorzugt. Außerdem wird ein Flüssigkristallpolymer und/oder
Polyphenylensulfid als Hauptbestandteil enthaltendes Harz bevorzugt, da es die Wärmebeständigkeit
verbessert. Des Weiteren weisen diese thermoplastischen Harze eine hervorragende
Knetbarkeit mit dem Magnetpulver auf.
Diese thermoplastischen Harze haben den Vorteil, dass aus einer weiten
Palette gewählt werden kann. So ist es z. B. möglich, ein thermoplastisches Harz
mit guter Formbarkeit oder ein thermoplastisches Harz mit guter Wärmebeständigkeit
und mechanischer Festigkeit durch geeignete Wahl der betreffenden Arten, Copolymerisierung
und dgl. bereitzustellen.
Andererseits enthalten Beispiele für thermohärtendes Harz verschiedene
Arten von Epoxidharzen des Bisphenoltyps, Novolak-Typs, Melaminharze, Polyester-
(oder ungesättigte Polyester)-Harze, Polyimidharze, Siliconharze, Polyurethanharze
und dgl. Hierbei kann ein Gemisch aus zwei oder mehr Arten dieser Materialien verwendet
werden.
Von diesen Harzen werden die Epoxidharze, Phenolharze und Siliconharze
wegen ihrer besonders hervorragenden Formbarkeit, hohen mechanischen Festigkeit
und hohen Wärmebeständigkeit bevorzugt. Von diesen Harzen werden die Epoxidharze
besonders bevorzugt. Diese thermohärtenden Harze haben außerdem eine hervorragende
Knetbarkeit mit dem Magnetpulver und Homogenität (Gleichmäßigkeit) beim Kneten.
Das zu verwendende nicht gehärtete thermohärtende Harz kann entweder
im flüssigen oder festen (pulverförmigen) Zustand bei Raumtemperatur vorliegen.
Der oben beschriebene Pressmagnet gemäß dieser Erfindung kann beispielsweise
wie folgt hergestellt werden. Zunächst werden das Magnetpulver, ein Bindeharz und
erforderlichenfalls ein Additiv (Antioxidans, Gleitmittel oder dgl.) gemischt und
geknetet (z. B. warm geknetet), um das Verbundmaterial (Verbundmasse) für den Pressmagneten
herzustellen. Danach wird das so erhaltene magnetische Verbundmaterial in einem
magnetfeldfreien Raum durch ein Formungsverfahren wie Pressverdichten (Nasspressen),
Strangpressen oder Spritzgießen in die gewünschte Magnetform gebracht. Ist das verwendete
Bindeharz ein thermohärtendes Harz, wird der erhaltende Rohling nach dem Formen
durch Erwärmen oder dgl. ausgehärtet.
Von diesen drei Typen Formungsverfahren sind das Strangpressen und
das Spritzgießen (insbesondere das Spritzgießen) deshalb vorteilhaft, weil z. B.
die Wahlmöglichkeiten der Formen vielfältig sind und die Produktivität hoch ist.
Bei diesen Formungsverfahren muss jedoch eine ausreichend hohe Fluidität der Masse
in der Formmaschine sichergestellt werden, um eine einwandfreie Formbarkeit zu erhalten.
Aus diesem Grund ist es bei diesen Verfahren nicht möglich, den Anteil des Magnetpulvers
zu erhöhen, d. h. es ist nicht möglich, Pressmagnete hoher Dichte herzustellen wie
im Fall des Pressverdichtens. Bei dieser Erfindung ist es jedoch möglich, eine hohe
magnetische Flussdichte zu erzielen, wie später beschrieben wird, so dass hervorragende
magnetische Eigenschaften erhalten werden können, ohne einen Pressmagneten mit hoher
Dichte herzustellen. Dieser Vorteil der vorliegenden Erfindung trifft auch für den
Fall zu, in dem Pressmagnete durch Strangpressen oder Spritzgießen hergestellt werden.
Der Anteil des Magnetpulvers im Pressmagneten ist nicht ausdrücklich
beschränkt und wird normalerweise im Hinblick auf das anzuwendende Formungsverfahren
und die Kompatibilität der Formbarkeit mit den hohen magnetischen Eigenschaften
bestimmt. Der Anteil liegt vorzugsweise im Bereich von 75–99,5 Gew.-% und
mehr bevorzugt im Bereich von 85–97,5 Gew.-%.
Besonders dann, wenn ein Pressmagnet durch Pressverdichten hergestellt
wird, sollte der Anteil des Magnetpulvers vorzugsweise im Bereich von 90–99,5
Gew.-% und mehr bevorzugt im Bereich von 93–98,5 Gew.-% liegen.
In dem Fall, in dem ein Pressmagnet durch Strangpressen oder Spritzgießen
hergestellt wird, sollte der Anteil des Magnetpulvers vorzugsweise im Bereich von
75–98 Gew.-% und mehr bevorzugt im Bereich von 85–97 Gew.-% liegen.
Die Dichte &rgr; des Pressmagneten wird von Faktoren wie dem spezifischen
Gewicht des im Pressmagneten enthaltenen Magnetpulvers und dem Hohlraumverhältnis
(Porosität) des Pressmagneten und dgl. bestimmt. Für die Pressmagnete gemäß dieser
Erfindung ist die Dichte &rgr; nicht ausdrücklich auf einen bestimmten Wert beschränkt,
sie liegt aber vorzugsweise im Bereich von 4,5–6,6 mg/m3 und mehr
bevorzugt im Bereich von 5,5–6,4 mg/m3.
Da die remanente magnetische Flussdichte und die Koerzitivkraft des
Magnetpulvers hoch sind, stellt bei dieser Erfindung der aus dem Magnetpulver geformte
Pressmagnet hervorragende magnetische Eigenschaften (speziell ein hohes maximale
magnetisches Energieprodukt (BH)max) selbst dann bereit, wenn der Anteil
des Magnetpulvers relativ gering ist. Diesbezüglich versteht es sich von selbst,
dass die hervorragenden magnetischen Eigenschaften in dem Fall erhalten werden können,
in dem der Anteil des Magnetpulvers hoch ist.
Form, Abmessungen und dgl. des gemäß dieser Erfindung hergestellten
Pressmagneten sind nicht ausdrücklich eingeschränkt. Hinsichtlich der Form beispielsweise
sind alle Formen wie stabförmig, prismenförmig, zylindrisch (Kreiszylinder), rund,
tellerförmig, gekrümmt tellerförmig und dgl. zulässig. Hinsichtlich der Abmessungen
sind alle Größen, beginnend von großen Größen bis ultraminiaturisierten, zulässig.
Wie jedoch wiederholt in dieser Beschreibung erwähnt, ist die vorliegende Erfindung
besonders vorteilhaft, wenn sie für miniaturisierte und ultraminiaturisierte Magnete
angewendet wird.
Ferner beträgt bei der vorliegenden Erfindung die Koerzitivkraft (HCJ)
(Koerzitivkraft bei Raumtemperatur) des Pressmagneten vorzugsweise 320 bis 1200
kA/m, wobei 400 bis 800 kA/m mehr bevorzugt ist. Ist die Koerzitivkraft (HCJ)
niedriger als der untere Grenzwert, tritt eine deutliche Demagnetisierung auf, wenn
ein umgekehrtes Magnetfeld angelegt wird, und die Wärmebeständigkeit bei hohen Temperaturen
verschlechtert sich. Überschreitet dagegen die Koerzitivkraft (HCJ) den
obigen oberen Grenzwert, wird die Magnetisierbarkeit schlechter. Deshalb kann durch
die Einstellung der Koerzitivkraft (HCJ) auf den obigen Bereich in dem
Fall, in dem der Pressmagnet einer multipolaren Magnetisierung unterworfen wird,
eine einwandfreie Magnetisierung selbst dann erzielt werden, wenn kein ausreichend
starkes Magnetisierungsfeld sichergestellt werden kann. Außerdem kann eine hinreichende
magnetische Flussdichte erzielt werden, wodurch Pressmagnete hoher Leistungsfähigkeit
bereitgestellt werden können.
Des Weiteren beträgt bei der vorliegenden Erfindung das maximale magnetische
Energieprodukt (BH)max des Pressmagneten vorzugsweise 40 kJ/m3
oder mehr, ist mehr bevorzugt gleich oder größer als 50 kJ/m3 und liegt
am meisten bevorzugt im Bereich von 70 bis 120 kJ/m3. Ist das maximale
magnetische Energieprodukt (BH)max kleiner als 40 kJ/m3, lässt
sich kein ausreichendes Drehmoment bei einer Verwendung in Motoren erzielen, die
von den Typen und Strukturen derartiger Magnete abhängen.
Wie oben beschrieben werden bei der Kühlwalze dieser Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung die Grübchen in der Walzenkontaktfläche 81 des
schmelzgesponnenen Bandes 8 im geteilten Zustand erzeugt, da die als Mittel
zur Grübchenkorrektur wirkenden Grate 55 auf der Kühlwalze 5 vorgesehen
sind. Deshalb ist es möglich, die Bildung sehr großer Grübchen zu verhindern, so
dass die Streuung oder Schwankung der Abkühlgeschwindigkeiten klein wird. Es ist
somit möglich, ein schmelzgesponnenes Band mit geringerer Streuung seiner Kristallkorngrößen
und mit stabil guten magnetischen Eigenschaften zu erhalten.
Deshalb können Pressmagneten, die aus dem erhaltenen schmelzgesponnenen
Band hergestellt werden, ebenfalls gute magnetische Eigenschaften aufweisen. Außerdem
lassen sich bei der Herstellung der Pressmagnete gute magnetische Eigenschaften
erzielen, ohne dass dies zu Lasten der hoher Dichte geht. Dies bedeutet, dass die
erhaltenen Pressmagnete verbesserte Formbarkeit, Maßgenauigkeit, mechanische Festigkeit,
Korrosionsbeständigkeit, Wärmebeständigkeit und dgl. aufweisen können.
Nunmehr wird die zweite Ausführungsform der Kühlwalze 5 gemäß
der vorliegenden Erfindung beschrieben. 13 ist eine
Vorderansicht, die die zweite Ausführungsform der Kühlwalze 5 gemäß der
vorliegenden Erfindung schematisch darstellt, und 14
ist eine Schnittansicht, die das Gefüge eines Abschnitts in der Nähe der Umfangsfläche
der in 13 dargestellten Kühlwalze 5 schematisch
zeigt. Im Folgenden wird die Kühlwalze 5 der zweiten Ausführungsform unter
Betonung der Unterschiede zwischen der ersten und zweiten Ausführungsform beschrieben,
während auf die Beschreibung der Gemeinsamkeiten verzichtet wird.
Wie aus 13 ersichtlich sind die Grate
55, die als Mittel zur Grübchenkorrektur dienen, spiralförmig bezüglich
der Drehachse 50 der Kühlwalze 5 ausgeformt. Die Grate
55 mit einer solchen Spiralform lassen sich auf relativ einfache Weise
über die gesamte Umfangsfläche 53 ausformen. So können beispielsweise die
Nuten 54 mit einem Schneidwerkzeug gebildet werden, z.
B. auf einer Drehmaschine, die mit konstanter Drehzahl parallel zur Drehachse
50 der Kühlwalze 5 bewegt wird, wobei die Kühlwalze
5 mit konstanter Drehzahl rotiert. Auf diese Weise bilden die verbleibenden
Abschnitte der Umfangsfläche 53 zwischen benachbarten Nuten 54
und 54 die Grate 55.
Hierbei ist anzumerken, dass die Anzahl der Spiralnuten
54 (oder Grate 55) eins oder mehr sein kann.
Ferner sollte der Winkel &thgr; (Absolutwert), der zwischen der Längsrichtung
der Nut 54 (oder dem Grat 55) und der Drehrichtung der Kühlwalze
5 definiert wird, vorzugsweise gleich oder kleiner als 30° und mehr
bevorzugt gleich oder kleiner als 20° betragen. Ist der Winkel &thgr; gleich
oder kleiner als 30°, kann das zwischen die Umfangsfläche 53 und das
Bad 7 eingedrungene Gas ungeachtet der Umfangsgeschwindigkeit der Kühlwalze
5 wirksam ausgetrieben werden. Folglich wird eine wirksamere Teilung der
Grübchen erreicht, so dass die Fläche jedes Grübchens und die Gesamtfläche der Grübchen
weiter verringert werden kann.
Außerdem kann der Winkel &thgr; so geändert werden, dass er je nach
Lage auf der Umfangsfläche 53 identische oder verschiedene Werte hat. Werden
ferner zwei oder mehr Nuten 54 (oder Grate 55) ausgeformt, kann
der Winkel &thgr; in jeder der Nuten 54 (oder Grate 55) geändert
werden.
Bei dieser Ausführungsform münden die Enden jeder Nut 54
in Öffnungen 57, die in den gegenüberliegenden Randabschnitten
56 der Umfangsfläche 53 in den Stirnflächen der Kühlwalze
5 ausgeformt sind. Diese Anordnung ermöglicht es, das Gas, das zwischen
der Umfangsfläche 53 und dem Bad 7 ausgetrieben worden ist, durch
die Öffnungen 57 zu den Seiten der Kühlwalze 5 abzuführen, so
dass ein erneutes Eindringen des abgeführten Gases zwischen die Umfangsfläche
53 und das Bad 7 wirksam verhindert werden kann, wodurch der Grübchenkorrektureffekt
weiter verbessert wird. Obwohl im obigen Beispiel die Nut 54 mit den Öffnungen
56 an ihren gegenüberliegenden Enden ausgeführt ist, kann eine solche Öffnung
auch an einem ihrer Enden vorgesehen werden.
Nunmehr wird die dritte Ausführungsform der Kühlwalze 5 gemäß
der vorliegenden Erfindung beschrieben. 15 ist eine
Vorderansicht, die die dritte Ausführungsform der Kühlwalze 5 gemäß der
vorliegenden Erfindung schematisch darstellt, und 16
ist eine Schnittansicht, die das Gefüge eines Abschnitts in der Nähe der Umfangsfläche
der in 15 dargestellten Kühlwalze 5 schematisch
zeigt. Im Folgenden wird die Kühlwalze 5 der dritten Ausführungsform unter
Betonung der Unterschiede zwischen der dritten und der ersten und zweiten Ausführungsform
beschrieben, während auf die Beschreibung der Gemeinsamkeiten verzichtet wird.
Wie aus 15 ersichtlich sind in der Umfangsfläche
53 mindestens zwei Spiralnuten 54 ausgeformt, deren Spiralrichtungen
voneinander verschieden sind, so dass sich diese Nuten 54 an zahlreichen
Stellen schneiden.
Auf die gleiche Weise wie bei der oben beschriebenen zweiten Ausführungsform
bilden bei dieser Ausführungsform die in der Umfangsfläche 53 zwischen
benachbarten Nuten 54 und 54 verbleibenden Abschnitte die Grate
55.
Bei dieser Ausführungsform wird das schmelzgesponnene Band
8 durch die Ausformung solcher Nuten mit entgegengesetzter Spiralrichtung
von den rechts gerichteten sowie von den links gerichteten Spiralen mit einer seitlichen
Kraft beaufschlagt, die sich gegenseitig aufhebt. Deshalb wird eine seitliche Bewegung
des schmelzgesponnenen Band 8 in 15 unterdrückt,
so dass die Vorwärtsrichtung des schmelzgesponnenen Band 8 stabil wird.
Ferner liegen die Winkel (Absolutwert), die jeweils zwischen der Längsrichtung
der Nuten 54 und der Drehrichtung der Kühlwalze 5 definiert werden
(in 15 mit &thgr;1 und &thgr;2
gekennzeichnet), vorzugsweise im gleichen Bereich die der oben im Zusammenhang mit
der zweiten Ausführungsform beschriebene Winkel &thgr;.
Nunmehr wird die vierte Ausführungsform der Kühlwalze 5 gemäß
der vorliegenden Erfindung beschrieben. 17 ist eine
Vorderansicht, die die vierte Ausführungsform der Kühlwalze 5 gemäß der
vorliegenden Erfindung schematisch darstellt, und 18
ist eine Schnittansicht, die das Gefüge eines Abschnitts in der Nähe der Umfangsfläche
der in 17 dargestellten Kühlwalze 5 schematisch
zeigt. Im Folgenden wird die Kühlwalze 5 wie bei der zweiten und dritten
Ausführungsform unter Betonung der Unterschiede zwischen der vierten Ausführungsform
und der ersten, zweiten und dritten Ausführungsform beschrieben, während auf die
Beschreibung der Gemeinsamkeiten verzichtet wird.
Wie aus 17 ersichtlich ist bei dieser
Ausführungsform die Kühlwalze 5 mit einer Mehrzahl V-förmiger Nuten versehen,
von denen eine jede eine Spitze an der Mitte der Breite der Umfangsfläche
53 der Kühlwalze 5 in axialer Richtung derselben hat, wobei sich
zwei Nuten zu den Rändern 56 der Umfangsfläche 53 erstrecken.
Bei dieser Ausführungsform bilden durch Ausformen der Nuten
54 mit der obigen Form die in der Umfangsfläche 53 von den Nuten
54 und 54 verbleibenden verschiedenen Abschnitte die Grate
55, die ein Mehrzahl V-förmiger Grate aufweisen.
Bei Verwendung der Kühlwalze 5 mit diesen Nuten
54 kann das Gas, das zwischen die Umfangsfläche 53 und das Bad
7 eingedrungen ist, wirksamer ausgetrieben werden ist, indem solche Nuten
relativ zur Drehrichtung der Kühlwalze 5 geeignet angeordnet werden. Folglich
wird eine wirksamere Teilung der Grübchen erzielt, so dass die Fläche jedes Grübchens
und die Gesamtfläche der Grübchen weiter verringert werden kann.
Wird außerdem die Kühlwalze 5 mit diesen Nuten
54 verwendet, wird das schmelzgesponnene Band 8 mit einer seitlichen
Kraft von den Nuten 54 an seiner einen Seite sowie mit einer seitlichen
Kraft von den Nuten 54 an seiner anderen Seite beaufschlagt, die sich gegenseitig
aufhebt (siehe 17). Als Ergebnis ist das schmelzgesponnene
Band 8 in axialer Richtung mittig auf der Kühlwalze 5 positioniert,
so dass die Vorwärtsrichtung des schmelzgesponnenen Bandes 8 stabil wird.
Obwohl das Mittel zur Grübchenkorrektur der vorliegenden Erfindung
oben unter Bezugnahme auf die erste bis vierte Ausführungsform beschrieben wurde,
ist die Struktur des Mittels zur Grübchenkorrektur nicht auf diejenigen dieser Ausführungsformen
beschränkt.
Obwohl bei den obigen Ausführungsformen die als Mittel zur Grübchenkorrektur
dienenden Grate als die verbleibende Form der Umfangsfläche ausgebildet werden,
die sich durch die Ausformung der Nuten ergibt, können die Grate auch durch die
Anwendung anderer Verfahren ausgebildet werden. Die Grate können z. B. gebildet
werden, indem andere Elemente aus dem gleichen Material wie die Oberflächenschicht
auf der Umfangsfläche der Kühlwalze vorgesehen werden.
Ferner versteht es sich, dass Form oder Gestalt des Mittels zur Grübchenkorrektur
nicht auf den oben erwähnten Grat beschränkt ist, und andere Formen verwendet werden
können, sofern sie die Funktion der Korrektur der in der Walzenkontaktfläche des
schmelzgesponnenen Bandes gebildeten Grübchen erfüllen.
So kann beispielsweise wie in 19 gezeigt
das Mittel zur Grübchenkorrektur der vorliegenden Erfindung aus einer Reihe getrennter,
kurzer, geneigter Nuten 54 gebildet werden. Ferner kann die Querschnittsform
jeder Nut 54 einer der in 20 oder
21 dargestellten Formen entsprechen.
Mit den in 19 bis 21
dargestellten Kühlwalzen 5 lassen sich die gleichen Ergebnisse wie mit
denen gemäß der ersten bis vierten Ausführungsform erzielen.
BEISPIELE
Im Folgenden werden praktische Beispiel der vorliegenden Erfindung
beschrieben.
Beispiel 1
Eine Kühlwalze mit dem Mittel zur Grübchenkorrektur wie in den
1 bis 3 dargestellt
wurde hergestellt und dann eine Schmelzspinnvorrichtung mit der Kühlwalze gemäß
1 ausgerüstet und betriebsbereit gemacht.
Die Kühlwalze wurde wie folgt hergestellt.
Zuerst wurde eine Grundwalze (Durchmesser 200 mm, Breite 30 mm) aus
Kupfer (Wärmeleitfähigkeit 395 W·m–1·K–1
bei einer Temperatur von 20°C, Wärmedehnungskoeffizient 16,5 × 10–6
K–1 bei einer Temperatur von 20°) hergestellt und dann die
Umfangsfläche mit einer Oberflächenrauheit Ra von 0,07 &mgr;m auf Hochglanz geschliffen.
Danach wurde ein Mehrzahl Nuten 54, die sicht parallel zur
Drehachse der Grundwalze erstreckten, durch Schneiden ausgeformt.
Als Ergebnis der Ausformung der. Nuten 54 werden Grate
55, die die verbleibenden Abschnitte zwischen benachbarten Nuten
54 sind, auf der Umfangsfläche 53 der Kühlwalze 5 ausgeformt.
Danach wurde eine Oberflächenschicht aus ZrC (ein Keramikmaterial)
(Wärmeleitfähigkeit 20,6 W·m–1·K–1
bei einer Temperatur von 20°C, Wärmedehnungskoeffizient 7,0 × 10–6
K–1 bei einer Temperatur von 20°) auf der Außenumfangsfläche
der Grundwalze mittels Ionenbeschichtung aufgebracht, um die in den 1
bis 3 dargestellte Kühlwalze zu erhalten.
Durch die Verwendung der Schmelzspinnvorrichtung mit der so hergestellten
Kühlwalze 5 wurde schmelzgesponnenes Band aus einer Legierung, deren Zusammensetzung
die Formel (Nd0,75Pr0,20Dy0,05)9,0FeRestCo8,2B5,6
hat, gemäß dem nachstehenden Verfahren hergestellt.
Zunächst wurde eine Menge (Grundgewicht) jedes der Materialien Nd,
Pr, Dy, Fe, Co und B abgemessen und dann ein Block aus der Mutterlegierung durch
Gießen dieser Materialien hergestellt.
Danach wurde der Block aus der Mutterlegierung in ein Kristallrohr
der Schmelzspinnvorrichtung 1 mit einer Düse (kreisförmige Blende)
3 an seinem unteren Ende eingebracht. Danach wurde in einer Kammer, in
der die Schmelzspinnvorrichtung 1 installiert ist, ein Vakuum erzeugt und
dann ein inertes Gas (Heliumgas) eingeleitet, um die gewünschte Atmosphäre mit vorgegebener
Temperatur und vorgegebenem Druck zu erzeugen.
Danach wurde der Block aus der Mutterlegierung im Kristallrohr erschmolzen,
indem dieses mittels hochfrequenter induktiver Erwärmung erwärmt wurde. Danach wurde
bei einer auf 28 m/s eingestellten Umfangsgeschwindigkeit der Kühlwalze
5 und einem auf 40 kPa eingestellten Einspritzdruck (d. h. der Differenzdruck
zwischen dem Umgebungsdruck und der Summe der auf die Oberfläche der Flüssigkeit
im Rohr, der sich proportional zum Flüssigkeitspegel verhält, ausgeübten Drücke)
und einem auf 60 kPa eingestellten Druck des Umgebungsgases die erschmolzene Legierung
6 in Richtung des Scheitels der Kühlwalze 5 von unmittelbar oberhalb
der Drehachse der Kühlwalze 5 aus eingespritzt, um kontinuierlich ein schmelzgesponnenes
Band 8 herzustellen.
Beispiele 2 bis 7
Außer der obigen wurden weitere sechs Typen Kühlwalzen hergestellt,
die jeweils die gleiche Konfiguration der Kühlwalze von Beispiel 1 hatten, mit der
Ausnahme, dass Nuten mit Form und Gestalt gemäß den in 13
und 14 dargestellten hergestellt wurden.
Hier sollte beachtet werden, dass diese Kühlwalzen so hergestellt wurden, dass die
durchschnittliche Breite jeder Nut, die durchschnittliche Breite jedes Grates, die
durchschnittliche Tiefe jeder Nut (durchschnittliche Höhe jedes Grates), der durchschnittliche
Abstand benachbarter Nuten (Grate) bei jeder der Kühlwalzen verschieden waren. Außerdem
wurden in jeder der Kühlwalzen drei Nuten mittels einer Drehmaschine ausgeformt,
bei der drei Schneidwerkzeuge in gleichem Abstand angeordnet waren, so dass die
benachbarten Nuten im Wesentlichen den gleichen Abstand in allen Abschnitten der
Umfangsflächen hatten. Außerdem wurde bei jeder dieser Kühlwalzen der zwischen der
Längsrichtung jeder Nut und der Drehrichtung der Kühlwalze definierte Winkel &thgr;
auf 5° eingestellt. Danach wurde durch aufeinander folgenden Austausch der Kühlwalze
der Schmelzspinnvorrichtung von Beispiel 1 mit jeder dieser Kühlwalzen schmelzgesponnenes
Band auf die gleiche Weise wie in Beispiel 1 hergestellt.
Beispiel 8
Ferner wurde eine weitere Kühlwalze auf die gleiche Weise wie die
Kühlwalze von Beispiel 2 hergestellt, mit der Ausnahme, dass Form und Gestalt der
Nuten und Grate gemäß den in 15 und 16
dargestellten hergestellt wurden. Danach wurde auf die gleiche Weise wie in Beispiel
1 ein schmelzgesponnenes Band hergestellt, wobei die Kühlwalze der Schmelzspinnvorrichtung
durch diese Kühlwalze ersetzt wurde. In diesem Zusammenhang ist zu beachten, dass
bei diesem Beispiel 8 die Winkel &thgr;1 und &thgr;2, die
jeweils zwischen der Längsrichtung jeder Nut und der Drehrichtung der Kühlwalze
definiert werden, auf 15° eingestellt wurden.
Beispiel 9
Ferner wurde eine weitere Kühlwalze auf die gleiche Weise wie die
Kühlwalze von Beispiel 1 hergestellt, mit der Ausnahme, dass Form und Gestalt der
Nuten und Grate gemäß den in 17 und 18 dargestellten
hergestellt wurden. Danach wurde auf die gleiche Weise wie in Beispiel 1 ein schmelzgesponnenes
Band hergestellt, wobei die Kühlwalze der Schmelzspinnvorrichtung durch diese Kühlwalze
ersetzt wurde. In diesem Zusammenhang ist zu beachten, dass bei diesem Beispiel
9 die Winkel &thgr;1 und &thgr;2, die jeweils zwischen der
Längsrichtung jeder Nut und der Drehrichtung der Kühlwalze definiert werden, auf
20° eingestellt wurden.
Vergleichsbeispiel
Ferner wurde eine weitere Kühlwalze auf die gleiche Weise wie die
Kühlwalze von Beispiel 1 hergestellt, mit der Ausnahme, dass keine Nuten oder Grate
ausgeformt wurden, nachdem die Außenumfangsfläche auf Hochglanz geschliffen wurde.
Dann wurde auf die gleiche Weise wie in Beispiel 1 ein schmelzgesponnenes Band hergestellt,
wobei die Kühlwalze der Schmelzspinnvorrichtung durch diese Kühlwalze ersetzt wurde.
Bei jeder der Kühlwalzen der Beispiele 1 bis 9 und des Vergleichsbeispiels
betrug die Dicke der Oberflächenschicht 7 &mgr;m. Ferner wurde bei keiner der Kühlwalzen
die Oberflächenschicht nach ihrer Ausbildung einer spanenden Bearbeitung unterworfen.
Bei jeder dieser oben genannten Kühlwalzen wurden die Breite jeder
Nut L1 (Durchschnittswert), die Breite jedes Grates L2 (Durchschnittswert),
die Tiefe jeder Nut (Höhe jedes Grates) L3 (Durchschnittswert), der Abstand
L4 (Durchschnittswert) benachbarter Nuten (Grate) und das Verhältnis
der projizierten Fläche der Nuten zur projizierten Fläche eines vorgegebenen Abschnitts
der Umfangsfläche der Kühlwalze gemessen; die Messwerte sind in der beiliegenden
Tabelle 1 aufgelistet.
Als Nächstes wurde das Oberflächengefüge (Zustand) der Walzenkontaktfläche
jedes schmelzgesponnenen Bandes der Beispiele 1–9 und des Vergleichsbeispiels
mittels eines Rasterelektronenmikroskops (scanning electronic microscope –
SEM) geprüft. Als Ergebnis wurde bestätigt, dass bei allen schmelzgesponnenen Bändern
der Beispiele 1–9 Grate und Nuten entsprechend den Graten und Nuten der Umfangsflächen
der Kühlwalzen auf ihren Walzenkontaktflächen aufgrund der Formübertragung der Umfangsflächen
der Kühlwalzen ausgebildet waren, so dass Grübchen in den Walzenkontaktflächen vorhanden
waren, die durch die Grate oder Nuten geteilt worden sind. Beim schmelzgesponnenen
Band des Vergleichsbeispiels dagegen bestätigte sich jedoch, dass zahlreiche sehr
große Grübchen in der Walzenkontaktfläche erzeugt worden sind. 22
zeigt ein elektronische Schliffbild der Walzenkontaktfläche des schmelzgesponnenen
Bandes von Beispiel 3.
Darüber hinaus wurden die folgenden Bewertungen (1) und (2) für jedes
schmelzgesponnene Band der Beispiele 1 bis 9 und des Vergleichsbeispiels vorgenommen.
(1) Magnetische Eigenschaften der jeweiligen schmelzgesponnenen
Bänder
Ein Streifen des schmelzgesponnenen Bandes mit einer Länge von 5 cm
wurde von jedem schmelzgesponnenen Band abgeschnitten und dann wurden Proben mit
einer Länge von jeweils etwa 7 mm von jedem Streifen genommen. Danach wurden bei
jeder der Proben die durchschnittliche Dicke t, das Verhältnis der projizierten
Fläche der großen Grübchen (mit einer Fläche gleich oder größer als 200 &mgr;m2)
in der Walzenkontaktfläche, das Verhältnis der projizierten Fläche (Gesamtfläche)
aller Grübchen in der Walzenkontaktfläche und ihre magnetischen Eigenschaften gemessen.
Die Dicke wurde mit einem Mikrometer an 20 Probenahmestellen jeder
Probe gemessen und aus den Messwerten wurde die durchschnittliche Dicke t bestimmt.
Das Verhältnis der projizierten Fläche der großen Grübchen (mit einer Fläche gleich
oder größer als 200 &mgr;m2) in der Walzenkontaktfläche und das Verhältnis
der projizierten Fläche (Gesamtfläche) aller Grübchen in der Walzenkontaktfläche
wurden aus den Prüfergebnissen mit dem Rasterelektronenmikroskop (SEM) erhalten.
Von den magnetischen Eigenschaften wurden die Koerzitivkraft HCJ (kA/m)
und das maximale Energieprodukt (BH)max unter Verwendung einen Proben-Magnetometers
des Vibrationstyps (vibration type sample magnetometer – VSM) gemessen. Bei
der Messung wurde das Magnetfeld entlang der Hauptachse der schmelzgesponnenen Bänder
angelegt. Es erfolgte jedoch keine Korrektur der Demagnetisierung.
(2) Magnetische Eigenschaften der Pressmagnete
Jedes der schmelzgesponnen Bänder wurde einer Wärmebehandlung in Argongasatmosphäre
bei einer Temperatur von 675°C für die Dauer von 300 s unterzogen.
Jedes der wärmebehandelten schmelzgesponnenen Bänder wurde dann gemahlen,
um ein Magnetpulver mit einer mittleren Partikelgröße (Durchmesser) von 75 &mgr;m
zu erhalten.
Zur Analyse des Phasengefüges der erhaltenen Magnetpulver wurden die
jeweiligen Magnetpulver einem Röntgenbeugungstest unter Verwendung der Cu-K&agr;-Beugungslinie
bei einem Beugungswinkel (2&thgr;) von 20° bis 60° unterzogen. Anhand des
Beugungsmusters der jeweiligen Magnetpulver wurde bestätigt, dass in jedem der Magnetpulver
eine Beugungsspitze einer hartmagnetischen Phase der R2(Fe·Co)14B-Phase
und eine Beugungsspitze einer weichmagnetischen Phase der &agr;-(Fe, Co)-Phase vorlagen.
Außerdem ergab sich bei Prüfung mit dem Durchstrahlungselektronenmikroskop (transmission
electron microscope – TEM), dass die jeweiligen Magnetpulver ein Verbundgefüge
(Nanoverbundgefüge) aufwiesen. Ferner wurde bei jedem der Magnetpulver auch die
durchschnittliche Korngröße dieser Phasen gemessen.
Danach wurde jedes Magnetpulver mit einem Epoxidharz gemischt, um
Zusammensetzungen für Verbundmagnete (Gemische) zu erhalten. Hierbei hatte jedes
Gemisch das gleiche Mischungsverhältnis (Gewichtsteile) von Magnetpulver zu Epoxidharz.
Jede Probe enthielt nämlich ca. 97,5 Gew.-Magnetpulver.
Danach wurde jedes der so erhaltenen Gemische gemahlen oder zu granularer
Beschaffenheit zerkleinert. Die granulare Substanz (Partikel) wurde dann gewogen
und in eine Matrize einer Pressmaschine gefüllt, danach bei einer Temperatur von
12°C und einem Druck von 600 MPa pressverdichtet (bei Fehlen eines Magnetfeldes),
um einen Formling zu erhalten. Der Formling wurde aus der Matrize entnommen und
durch Erwärmen auf eine Temperatur von 175°C gehärtet, um einen Pressmagneten
in Stabform mit einem Durchmesser von 10 mm und einer Höhe von 8 mm zu erhalten.
Nach einer Impulsmagnetisierung der jeweiligen Pressmagneten bei einer
Magnetfeldstärke von 3,2 MA/m wurden die magnetischen Eigenschaften (remanente magnetische
Flussdichte Br, Koerzitivkraft HCJ und maximales Energieprodukt (BH)max)
mittels eines aufzeichnenden Gleichstrom-Flussmeters (unter der Produktkennzeichnung
TRF-5-BH hergestellt und vertrieben von Toe Industry Co. Ltd.) bei einer maximalen
anliegenden Magnetfeldstärke von 2,0 MA/m gemessen. Die Temperatur während der Messung
betrug 23°C (also Raumtemperatur).
Die Messergebnisse sind in den beiliegenden Tabellen 2 bis 4 aufgelistet.
Wie aus den beiliegenden Tabellen 2 und 3 zu ersehen ist, ist bei
jedem der schmelzgesponnenen Bänder der Beispiele 1 bis 9 das Verhältnis der von
sehr großen Grübchen eingenommenen Fläche mit einem Bereich von 0,1 bis 3,8% relativ
gering, und das Verhältnis der Fläche (Gesamtfläche) der von den Grübchen eingenommen
Fläche ist ebenfalls gering. Außerdem haben diese schmelzgesponnenen Bänder eine
geringere Streuung ihrer magnetischen Eigenschaften und weisen im Allgemeinen hervorragende
magnetische Eigenschaften auf. Dies hat vermutlich die folgenden Ursachen.
Die Kühlwalzen der Beispiele 1 bis 9 sind nämlich an ihren Umfangsflächen
mit dem Mittel zur Grübchenkorrektur versehen. Deshalb wird die Bildung sehr großer
Grübchen in den Walzenkontaktflächen verhindert oder unterdrückt. Werden also Grübchen
in den Walzenkontaktflächen erzeugt, ist die Fläche (Größe) jedes Grübchens relativ
klein, so dass die von den gebildeten Grübchen eingenommene Gesamtfläche ebenfalls
klein wird. Folglich wird die Differenz der Abkühlgeschwindigkeiten an verschiedenen
Abschnitten jedes Bades ebenfalls klein, so dass ein schmelzgesponnenes Band mit
geringerer Streuung seiner Kristallkorngrößen und magnetischen Eigenschaften erzielt
werden kann.
Beim schmelzgesponnenen Band des Vergleichsbeispiels dagegen ist das
Verhältnis der von den großen Grübchen eingenommenen Fläche mit einem Bereich von
15,5 bis 25,5% relativ groß, und das Verhältnis der von den Grübchen eingenommenen
Fläche (Gesamtfläche) ist im Vergleich zu den schmelzgesponnenen Bändern gemäß der
vorliegenden Erfindung ebenfalls groß. Ferner weisen die magnetischen Eigenschaften
eine starke Streuung auf, obwohl es aus demselben schmelzgesponnenen Band entnommen
wurde. Dies hat vermutlich die folgenden Ursachen.
Beim schmelzgesponnenen Band des Vergleichsbeispiels wurden in der
Walzenkontaktfläche des schmelzgesponnenen Bandes zahlreiche sehr große Grübchen
durch das zwischen das Band und die Umfangsfläche eingedrungene Gas gebildet. Aufgrund
der Bildung solcher großen Grübchen sank die Abkühlgeschwindigkeit an den Abschnitten
der Walzenkontaktfläche (insbesondere an den Abschnitten um die Mittelpunkte der
großen Grübchen), die nicht mit der Umfangsfläche der Kühlwalze in Berührung standen,
während die Abkühlgeschwindigkeit an den Abschnitten der Walzenkontaktfläche, die
mit der Umfangsfläche in Berührung standen, relativ hoch war,
so dass diese Differenz der Abkühlgeschwindigkeiten eine grobe Kristallkorngröße
verursacht hat. Außerdem wird angenommen, dass diese Differenz der Abkühlgeschwindigkeiten
auch für die starke Streuung der magnetischen Eigenschaften des erhaltenen schmelzgesponnenen
Bandes verantwortlich war.
Wie des Weiteren aus der beiliegenden Tabelle 4 ersichtlich ist, haben
die aus den schmelzgesponnenen Bändern der Beispiele 1 bis 9 hergestellten Pressmagnete
hervorragende magnetische Eigenschaften, während der Pressmagnet des Vergleichsbeispiels
nur schlechte magnetische Eigenschaften aufweist.
Dies hat vermutlich die folgenden Ursachen. Die Pressmagnete der Beispiele
1 bis 9 werden aus den Magnetpulvern, die aus dem schmelzgesponnenen Bändern mit
hervorragenden magnetischen Eigenschaften und geringerer Streuung ihrer magnetischen
Eigenschaften hergestellt wurden, gebildet, während der Pressmagnet des Vergleichsbeispiels
aus dem Magnetpulver, das aus dem schmelzgesponnenen Band mit einer großen Streuung
der magnetischen Eigenschaften hergestellt wurde, gebildet wurde, so dass angenommen
wird, dass der Pressmagnet des Vergleichsbeispiels insgesamt schlechte magnetische
Eigenschaften aufweist.
Wie oben beschrieben werden gemäß der vorliegenden Erfindung die folgenden
Effekte verwirklicht.
Da das Mittel zur Grübchenkorrektur auf der Umfangsfläche der Kühlwalze
vorgesehen ist, wird die Bildung sehr großer Grübchen in der Walzenkontaktfläche
des schmelzgesponnenen Bandes verhindert oder unterdrückt. Selbst wenn dennoch Grübchen
in der Walzenkontaktfläche gebildet werden, ist die Fläche (Größe) jedes Grübchens
relativ klein und deshalb wird auch die von den erzeugten Grübchen eingenommene
Gesamtfläche klein. Folglich wird auch die Differenz der Abkühlgeschwindigkeiten
an den verschiedenen Abschnitten jedes Bades klein, so dass es möglich ist, ein
schmelzgesponnenes Band mit hervorragenden magnetischen Eigenschaften stabil herzustellen.
Insbesondere durch die geeignete Wahl des Materialgefüges und der
Dicke der Oberflächenschicht sowie der Einstellung von Form und Gestalt der als
Mittel zur Grübchenkorrektur dienenden Nuten und Grate ist es möglich, die Fläche
(Größe) jedes in der Walzenkontaktfläche des schmelzgesponnenen Bandes gebildeten
Grübchens sowie die Gesamtfläche der gebildeten Grübchen in geeigneter Weise zu
kontrollieren, so dass ein Magnetmaterial mit hervorragenden magnetischen Eigenschaften
erhalten wird.
Da ferner das Magnetpulver aus einem Verbundgefüge mit einer weichmagnetischen
und einer hartmagnetischen Phase besteht, kann das Magnetpulver eine gute Magnetisierbarkeit
und hervorragende magnetische Eigenschaften aufweisen, von denen insbesondere die
Koerzitivkraft und die Wärmebeständigkeit verbessert werden.
Das außerdem eine hohe magnetische Flussdichte erzielt werden kann,
ist es möglich, Pressmagnete mit guten magnetischen Eigenschaften herzustellen,
selbst wenn es sich um isotrop gebundene Magnete handelt. Gemäß der vorliegenden
Erfindung kann insbesondere eine hervorragende magnetische Leistung bei kleineren
Pressmagneten im Vergleich zu herkömmlichen Pressmagneten erzielt werden, so dass
Kleinmotoren hoher Leistung hergestellt werden können.
Da wie oben beschrieben außerdem eine höhere magnetische Flussdichte
sichergestellt werden kann, können bei der Herstellung der Pressmagnete hinreichend
gute magnetische Eigenschaften erzielt werden, ohne dass irgendwelche Vorkehrungen
getroffen werden müssen, um die Dichte des Pressmagneten zu erhöhen. Als Ergebnis
können die Maßgenauigkeit, die mechanische Festigkeit, die Korrosionsbeständigkeit
(Wärmebeständigkeit) und dgl. wie auch die Formbarkeit weiter verbessert werden,
so dass es möglich ist, auf einfache Weise Pressmagnete mit hoher Zuverlässigkeit
herzustellen.
Da außerdem die Magnetisierbarkeit des Pressmagneten gemäß dieser
Erfindung hervorragend ist, ist es möglich, den Magneten mit einem schwächeren Magnetfeld
zu magnetisieren. Insbesondere kann eine multipolare Magnetisierung und dgl. auf
einfache Weise und zuverlässig durchgeführt und eine hohe magnetische Flussdichte
erzielt werden.
Da für den Pressmagneten keine hohe Dichte erforderlich ist, kann
die vorliegende Erfindung bei einem Verfahren wie Strangpressen oder Spritzgießen
angewendet werden, bei dem Formen mit hoher Dichte im Vergleich zu herkömmlichen
Pressverdichten schwer zu verwirklichen ist, und die oben beschriebenen Effekte
können auch bei nach diesen Formungsverfahren hergestellten Pressmagneten erzielt
werden. Demzufolge können verschiedene Formungsverfahren wahlweise
angewandet werden, wodurch die Wahlmöglichkeiten für die Form des Pressmagneten
erhöht werden können.
Schließlich versteht es sich, dass die vorliegende Erfindung nicht
auf die oben beschriebenen Ausführungsformen und Beispiele beschränkt ist, und dass
zahlreiche Änderungen oder Hinzufügungen vorgenommen werden können, ohne vom Gültigkeitsbereich
der Erfindung abzuweichen, der durch die folgenden Ansprüche definiert wird.
TABELLE 1
Messwerte der Umfangsflächen der Kühlwalzen, Nuten und GrateTABELLE 2
Eigenschaften der schmelzgesponnenen Bänder (Beispiel 1 bis 5)TABELLE 3
Eigenschaften der schmelzgesponnenen Bänder (Beispiel 6 bis 9, Vergleichsbeispiel)Tabelle 4
Mittlere Kristallkorngrößen der Magnetpulver und magnetische Eigenschaften der Pressmagnete
Anspruch[de]
Kühlwalze (5), geeignet zur Herstellung eines bandförmigen
Magnetmaterials (8) durch Aufprall einer geschmolzenen Legierung (8)
auf die Umfangsfläche (53) der Kühlwalze (5), um die Legierung
abzukühlen und zum Erstarren zu bringen,
wobei die Kühlwalze (5) eine Grundwalze (51) und eine äußere Oberflächenschicht
(52) enthält, die auf einem äußeren Umfangsabschnitt der Grundwalze (51)
vorgesehen ist, um als Umfangsfläche (53) zu fungieren;
die äußere Oberflächenschicht (52) der Kühlwalze (5) Mittel zur
Grübchenkorrektur mit mindestens einem Grat (55) auf der äußeren Oberflächenschicht
(52) aufweist, um in der Walzenkontaktfläche (81) des bandförmigen
Magnetmaterials (8), die mit der äußeren Oberflächenschicht (52)
der Kühlwalze (5) in Berührung steht, gebildete Grübchen (9) zu
teilen;
dadurch gekennzeichnet, dass
die äußere Oberflächenschicht (52) aus einem Keramikmaterial hergestellt
ist.
Kühlwalze (5) nach Anspruch 1, bei der die äußere Oberflächenschicht
(52) der Kühlwalze (5) aus einem Material gebildet ist, das bei
oder etwa bei Raumtemperatur eine niedrigere Wärmeleitfähigkeit hat als das Baumaterial
der Grundwalze (51).
Kühlwalze (5) nach Anspruch 1, bei der die äußere Oberflächenschicht
(52) der Kühlwalze (5) aus einem Material gebildet ist, dessen
Wärmeleitfähigkeit bei oder etwa bei Raumtemperatur gleich oder kleiner ist als
80 W·m–1·K–1.
Kühlwalze (5) nach Anspruch 1, bei der die äußere Oberflächenschicht
(52) der Kühlwalze (5) aus einem Material gebildet ist, dessen
Wärmedehnungskoeffizient bei oder etwa bei Raumtemperatur im Bereich von 3,5–18
× 10–6 K–1 liegt.
Kühlwalze (5) nach Anspruch 1, bei der die durchschnittliche
Dicke der äußeren Oberflächenschicht (52) der Kühlwalze (5) 0,5
bis 50 &mgr;m beträgt.
Kühlwalze (5) nach Anspruch 1, bei der die äußere Oberflächenschicht
(52) der Kühlwalze (5) ohne einen spanenden Bearbeitungsprozess
hergestellt wird.
Kühlwalze (5) nach Anspruch 1, bei der die durchschnittliche
Breite des Grates (55) 0,5 bis 95 &mgr;m beträgt.
Kühlwalze (5) nach Anspruch 1, bei der der mindestens eine
Grat (55) durch die Ausformung von Nuten (54) in der äußeren Oberflächenschicht
(52) der Kühlwalze (5) gebildet ist.
Kühlwalze (5) nach Anspruch 8, bei der die durchschnittliche
Breite der Nut (54) 0,5 bis 90 &mgr;m beträgt.
Kühlwalze (5) nach Anspruch 8, bei der die durchschnittliche
Höhe des Grates (55) oder die durchschnittliche Tiefe der Nut (54)
0,5 bis 20 &mgr;m beträgt.
Kühlwalze (5) nach Anspruch 8, bei der der Grat (55)
oder die Nut (54) spiralförmig bezüglich der Drehachse der Kühlwalze (5)
ausgeformt ist.
Kühlwalze (5) nach Anspruch 8, bei der der mindestens eine
Grat eine Mehrzahl Grate und Nuten aufweist, die zueinander parallel in einem durchschnittlichen
Abstand von 0,5 bis 100 &mgr;m angeordnet sind.
Kühlwalze (5) nach Anspruch 8, bei der das Verhältnis der
projizierten Fläche des Grates oder der Nut bezüglich der projizierten Fläche der
Umfangsfläche gleich oder größer als 10% ist.
Verfahren zur Herstellung eines bandförmigen Magnetmaterials durch
Aufprallenlassen einer geschmolzenen Legierung (8) auf die Umfangsfläche
(53) einer Kühlwalze (5) gemäß einem der Ansprüche 1 bis 13, um
die Legierung abzukühlen und zum Erstarren zu bringen.