HINTERGRUND DER ERFINDUNG
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein elektronisches Höhenmeßgerät
und eine Höhenmeßlatte, die mit ersterem verwendet wird, und insbesondere auf ein
elektronisches Höhenmeßgerät und eine zugehörige Höhenmeßlatte, die betätigt werden,
um das Bild von Skalenmustern auf der Höhenmeßlatte mit einem photoelektrischen
Meßaufnehmer in ein elektrisches Signal umzuwandeln und die Fourier-Transformation
für das Signal durchzuführen, wodurch die Fokussiersteuerung und Abnormalitätserfassung
durchgeführt werden.
Für die direkte Messung des Höhenverlaufs und dergleichen ist bisher
gewöhnlich ein Satz bestehend aus dem Höhenmeßinstrument und dem Höhenmeßstab verwendet
worden. Der Geometer visiert also die Skala auf der Höhenmeßlatte durch das Höhenmeßinstrument
an und mißt den Höhenunterschied. Dieses traditionelle Höhenmeßschema schließt aber
den durch den Geometer verursachten Ablesefehler ein. Mit der Absicht, den Lesemeßfehler
des Geometers auszuschließen, ist ein elektronisches Höhenmeßgerät (das hier einfach
als „elektronisches Nivellier" bezeichnet wird), das die Skala auf der Höhenmeßlatte
elektronisch mißt, entwickelt worden. Dieses elektronische Höhenmeßsystem ist so
gestaltet, daß von der Höhenmeßlatte ein optisches Signal ausgesandt wird und das
optische Signal am Höhenmeßgerät empfangen und die Skala der Höhenmeßlatte abgelesen
wird.
Obgleich es möglich ist, die neueste fortgeschrittene Bildverarbeitungstechnologie
auf das elektronische Ablesen der Skala der Höhenmeßlatte anzuwenden, die bezüglich
ihrer Vergrößerung von der Entfernung abhängt, nimmt die Verarbeitung für das Skalenmusterbild
eine übermäßig lange Zeit in Anspruch, so daß es derselben an praktischer Eignung
fehlt.
Bei der Befassung mit dieser Situation sind Nivelliere auf der Basis
der ersten und der zweiten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung entwickelt
worden, die die Skala des höchsten Meßstabes elektronisch durch eine einfache Signalverarbeitung
lesen können, selbst wenn die Vergrößerung der Skala in Abhängigkeit von der Entfernung
variiert. Diese elektronischen Nivelliere sind betrieblich in der Lage, den Höhenunterschied
automatisch zu berechnen, nachdem das Skalenmusterbild durch die manuelle Betätigung
in einen fokussierten Zustand gebracht worden ist. Die automatische Fokussierungstechnik,
die allgemein auf der Triangulation beruht, ist seit kurzem dabei, vorherrchend
zu werden. Allerdings benötigt die automatische Fokussierungssteuerung auf der Basis
der Triangulation ihre eigene Steuereinheit, was zu gesteigerten Herstellungskosten
führt.
Darüber hinaus sind die oben erwähnten elektronischen Nivelliere,
die auf der manuellen Fokussieroperation beruhen, aufgrund des ungenauen Visierens
oder ungenauen Fokussierens der Skala der Höhenmeßlatte mit dem Problem der fehlerhaften
Messung behaftet.
Die Druckschrift US-A-4,715,714 offenbart eine Meßvorrichtung die
benutzt wird, um die relative Position zwischen einem ersten Objekt und einem zweiten
Objekt oder dem Bild derselben zu bestimmen. Das erste Objekt weist einen Codeträger
auf, der entlang eines Pfades angeordnet ist. Der Codeträger ist mit einem rechtwinklig
zum Pfad angeordnetem Muster versehen. Das zweite Objekt weist einen Codeleser auf,
der auf den Codepfad gerichtet ist. Ein Computer ist stromabwärts des Codelesers
angeschlossen und besitzt Mittel zum Quantifizieren des durch den Codeleser gelieferten
Signals und zum Vergleichen desselben mit dem gespeicherten Codebild des Codeträgers.
Diese Meßvorrichtung mißt die Skala der Latte vollelektronisch durch Bilden von
irregulären Mustern auf der Latte entlang der Länge der Meßrichtung und durch Bildverarbeitung
der irregulären Muster der Latte, wobei die Vergrößerung derselben in Abhängigkeit
von der Entfernung geändert wird. Allerdings ist die benötigte Verarbeitungszeit
relativ lang.
Die Druckschrift EP-A-0 290 140 offenbart eine Ausrüstung zum Messen
von Höhenunterschieden. Die Ausrüstung benutzt eine Höhenmeßlatte und ein Höhenmeßgerät.
Die Höhenmeßlatte trägt Unterteilungsmarken, die durch kodierte beabstandete Marken
an Einheitshöhen gebildet sind, wodurch diese Marken mit einer konstanten Teilung
angeordnet sind. Um jede Markierung zu unterscheiden, sind die Marken senkrecht
zur Längenmeßrichtung angeordnet. In diesem System sind Strichcodes erforderlich,
um jede mit einem vorbestimmten Zwischenabstand angeordnete Marke zu unterscheiden.
Das Skalenmuster besitzt eine relativ komplizierte Struktur. Was weiter die longitudinale
Richtung anbetrifft, gibt es nur Markierungen mit einer konstanten Teilung. Daher
ist das Ablesen zwischen den Markierungen nicht in allen Fällen möglich.
Im Hinblick auf diesen Stand der Technik ist es ein Ziel der vorliegenden
Erfindung, eine Meßlatte und elektrisches Höhenmeßgerät zu schaffen, die für eine
einfache Signalverarbeitung befähigt sind.
Dieses Ziel wird durch eine Höhenmeßlatte und ein elektrisches Gerät
erreicht, wie in Anspruch 1 und 5 definiert. Weitere Ausführungsformen sind in den
Unteransprüchen definiert.
KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
1 ist ein Blockdiagramm, das das elektronische
Nivellier 1 auf der Basis der ersten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung
zeigt;
2(a) und 2(b)
sind Diagramme zur Erläuterung der Höhenmeßlatte 2, die mit dem in
1 dargestellten elektronischen Nivellier benutzt wird;
3 ist eine perspektivische Ansicht des
elektronischen Nivelliers 1, basierend auf der ersten Ausführungsform der
Erfindung;
4 ist ein Diagramm, das das Leistungsspektrum
des Ausgangssignals der ersten Ausführungsform der Erfindung zeigt;
5 ist ein Diagramm zur Erläuterung des
Prinzips der Entfernungsmessung auf der Basis der ersten Ausführungsform der Erfindung;
6, 7 und
8 sind Diagramme die benutzt werden, um das Prinzip
der Messung großer Entfernungen auf der Basis der ersten Ausführungsform der Erfindung
zu erläutern;
9 ist ein Diagramm zur Erläuterung des
Prinzips der Messung kleiner Entfernungen auf der Basis der ersten Ausführungsform
der Erfindung;
10 ist ein Blockdiagramm, das die Anordnung
der Rechenmittel 16 auf der Basis der ersten Ausführungsform der Erfindung
veranschaulicht;
11 ist ein Flußdiagramm das benutzt wird,
um die Betriebsweise der ersten Ausführungsform der Erfindung zu erläutern;
12 ist ein Diagramm, das das Skalenmuster
auf der Höhenmeßlatte, basierend auf der zweiten Ausführungsform der vorliegenden
Erfindung, zeigt;
13 ist ein Blockdiagramm, das die Anordnung
des elektronischen Nivelliers 1 auf der Basis der dritten Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung zeigt;
14 ist ein Blockdiagramm, das die Anordnung
der Rechenmittel 16, basierend auf der dritten Ausführungsform der Erfindung
veranschaulicht;
15 ist ein Flußdiagramm, das die Fokussierungssteuerung
auf der Basis der dritten Ausführungsform der Erfindung darstellt;
16 ist ein Flußdiagramm, das die Fokussierungssteuerung
auf der Basis einer Variante der dritten Ausführungsform der Erfindung darstellt;
17 ist ein Blockdiagramm, das die Anordnung
des elektronischen Nivelliers 1 auf der Basis der vierten Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung zeigt; und
18 ist ein Blockdiagramm, das die Anordnung
der Rechenmittel 16 auf der Basis der vierten Ausführungsform der Erfindung
darstellt.
BESCHREIBUNG DER BEVORZUGTEN AUSFÜHRUNGSFORMEN
Ausführungsformen dieser Erfindung werden unter Bezugnahme auf die
Zeichnungen erläutert.
Erste Ausführungsform
Das Höhenmeßsystem dieser Ausführungsform besteht aus einem Nivellier
1 und einer Höhenmeßlatte 2, wie in den 1
bis 3 dargestellt ist. Das elektronische
Nivellier 1 ist auf einem Vernier-Abschnitt 100 montiert, wie
in 3 dargestellt. Er besteht aus einem optischen System,
das einen Objektivlinsenabschnitt 11, einen Kompensator 12, einen
Strahlteiler 13, einen Okularabschnitt 14, einen linearen Sensor
15 und eine Recheneinrichtung 16 umfaßt, wie in 1
dargestellt.
Der Objektivlinsenabschnitt 11 erzeugt das Bild des Skalenmusters
der Höhenmeßlatte 2. Der Kompensator 12 ist ein automatisch arbeitender
Mechanismus zum Waagerechthalten der Visierlinie, wodurch eine gewisse Neigung der
optischen Achse des elektronischen Nivelliers 1 ausgeglichen wird. Der
Strahlteiler 13 spaltet den einfallenden Lichtstrahl in zwei Richtungen
zum Okularabschnitt 14 und zum linearen Sensor 15 hin. Der Okularabschnitt
14 wird durch den Geometer benutzt, um die Skala auf der Höhenmeßlatte
2 anzuvisieren. Der lineare Sensor 15 ist ein Musterdetektor,
der das durch den Objektivlinsenabschnitt gebildete Skalenmusterbild in ein elektrisches
Signal umwandelt. Der lineare Sensor 15, der bei dieser Ausführungsform
ein linearer CCD-Sensor ist, kann irgendein optischer Sensor sein, der ein Array
von Fotodioden von mindestens einer einzelnen Dimension aufweist.
Die Recheneinrichtung 16 besteht aus einem Verstärker
161, einer Abtast- und Halteschaltung 162, einem A/D-Umsetzer
163, einem RAM 164, einem Takttreiber 165, einem Mikrocomputer
166 und einem Sichtanzeigeabschnitt 167.
Die Höhenmeßlatte 2 weist eine zyklische, geradlinige Anordnung
von Skalenmustern mit einer konstanten Teilung p auf, wobei jeder Musterblock aus
einem ersten Muster A, einem zweiten Muster B und einem dritten Muster R besteht,
wie in 2 dargestellt ist. Entsprechende Blöcke
bestehend aus drei Mustern sind also kontinuierlich ausgebildet. Der ganz linke
Musterblock ist als Block 0 definiert und umfaßt R(0), A(0) und B(0); der nächste
Block ist Block 1 und umfaßt R(1), A(1), B(1); der nächste Block ist Block 2 und
umfaßt R(2), A(2) und B(2); usw. Es wird ein Bezugssignal entsprechend der konstanten
Musterteilung p erzeugt.
Die Musterteilung beträgt bei dieser Ausführungsform 10 mm, obgleich
sie willkürlich gewählt werden kann. Das dritte Muster R hat eine konstante Breite
von 8 mm für ihren schwarzen Abschnitt, während das erste Muster A eine Breite des
schwarzen Abschnittes besitzt, die in einer zyklischen Periode von 600 mm moduliert
ist, und das zweite Muster B hat eine Breite des schwarzen Abschnittes, die in einer
zyklischen Periode von 570 mm moduliert ist. Das erste Muster A und das zweite Muster
B können willkürliche periodische Breitenvariationen haben, die sich leicht voneinander
unterschieden. Das ersten Muster A und das zweite Muster B sind in ihren Breiten
moduliert bzw. nach Rastermaß entworfen, wie in 2(b)
gezeigt ist.
Als nächstes soll das Meßprinzip des wie oben beschrieben angeordneten
Höhenmeßsystems erläutert werden.
Zunächst wird die Messung der horizontalen Position der Höhenmeßlatte
2 erklärt. Da das erste Muster A in Bezug auf die Breite des schwarzen
Abschnittes mit einer Periode von 600 mm moduliert ist, wird die Musterbreite DA
für eine Modulationsbreite von 0–10 mm wie Folgt ausgedrückt:
DA = 5 × (1 + sin(2 × &pgr; × X/600
– &pgr;/2))(1)
wobei X den Wert 10 mm, 40 mm, 70 mm, usw. annimmt.
Ähnlich wird die Musterbreite DB des zweiten Musters B,
das mit einer Periode von 570 mm moduliert ist, wie folgt ausgedrückt:
DB = 5 × (1 + sin(2 × &pgr; × X/570
+ &pgr;/2))(2)
wobei X die Werte 20 nun, 50 mm, 80 mm, usw. annimmt.
Das erste und das zweite Muster werden mit verschobenen Phasen von
±&pgr;/2 in der Absicht moduliert, die Trennung der sich aus diesen Mustern
ergebenden Signale zu vereinfachen.
Da das erste Muster A und das zweite Muster B leicht unterschiedliche
Perioden haben, erscheint dasselbe Muster in einem Abstand, der das kleinste gemeinsame
Vielfache der Perioden ist, d. h. in einem Abstand von 11400 mm, was bei dieser
Ausführungsform das kleinste gemeinsame Vielfache von 600 mm und 570 mm ist. Dementsprechend
weisen die aus den ersten und zweiten Mustern erzeugten Signale Phasenverschiebungen
auf, die über den Bereich von 0–11400 mm zwischen 0 und 2&pgr; variieren.
Was die Signale des ersten und des zweiten Musters mit jeweils entsprechenden
Phasen ϕA und ϕB, anbetrifft, wird die horizontale
Position H der Höhenmeßlatte 2 wie folgt ausgedrückt:
H = 11400 × ((ϕB – ϕA
– &pgr;)/(2&pgr;)) mm(3)
Als nächstes wird die Berechnung des Abstandes des elektronischen
Nivelliers 1 und der Höhenmeßlatte 2 erläutert.
Das elektronische Nivellier 1 liest die Skala auf der Höhenmeßlatte
2, und das resultierende Signal wird der Fourier-Transformation unterzogen.
Wie in dem Leistungssprektrumsdiagramm der 4 dargestellt,
werden die Signalkomponenten in eine Frequenzkomponente des Referenzsignals entsprechend
der Musterteilung p, in eine Frequenzkomponente des ersten Musters A, eine Frequenzkomponente
des zweiten Musters B und eine Frequenzkomponente (die eine dreimal so große Periode
wie die des Referenzsignals besitzt) eines Satzes (Block) des dritten Musters R,
des ersten Musters A und des Musters B getrennt. Diese Spektralfrequenzen bewegen
sich in dem Maße nach unten, wie sich der Abstand zwischen dem elektronischen Nivelier
1 und der Höhenmeßlatte 2 verringert. Unter allen Signalkomponenten
hat das Referenzsignal die kleinste Periode (sie entspricht der konstanten Musterteilung
p).
Da die Musterteilung p fixiert ist, kann der Abstand zwischen dem
elektronischen Nivelier 1 und der Höhenmeßlatte 2 auf der Basis
der Linsenfokusformel berechnet werden.
Wie in 5 gezeigt ist, erzeugt die Linse
nämlich eine Bildweite w für die Musterteilung p, und der Abstand L zwischen der
Bodenhöhe 1 und der Latte 2 wird aus dem Abstand d zwischen der
Linse und dem Bild wie folgt berechnet:
L = d(p/w)
Da d annähernd gleich dem Fokusabstand f der Linse ist, gilt:
L = d(p/w) ≅ f(p/w)
Bei Verwendung des linearen Sensors 15 mit einer Pixellänge
von C und einer Ausgabewellenlänge von k entsprechend der Musterteilung p wird die
durch die Linse erzeugte Bildlänge w ausgedrückt durch w = Ck.
Dementsprechend wird der Abstand L zwischen der Bodenhöhe 1 und der Latte
2 annähernd wie folgt berechnet:
L = ((f/C × k)) × (p)(4)
Als nächstes wird das Prinzip der Höhenmessung erläutert.
Der erste Fall ist die Höhenmessung auf lange Distanz. Die Fourier-Transformation
für das Ausgabesignal des linearen Sensors 15 erzeugt ein Signal, das die
Musterteilung p reflektiert, wie in 6 dargestellt.
Für eine Phase &thgr;, die sich aus der schnellen Fourier-Transformation ergibt,
und für eine Phase &thgr;m in derjenigen Position des linearen Sensors
13 (das m-te Bit), die der horizontalen Position entspricht, kann die horizontale
Position H1 innerhalb der Teilung p genau wie folgt berechnet werden
(Feinmessung):
H1 = (&thgr;m/360°) × p(5)
Um die horizontale Position zu messen, ist es erforderlich, die angenäherte
Position der Teilung p zu erhalten, die von der Musteranfangsposition auf der Höhenmeßlatte
2 gezählt wird. Anfänglich wird das Ausgangssignal des linearen Sensors
15 für die Teilungen der vorderen und hinteren Hälfte des Referenzsignals
(es entspricht der Musterteilung p) integriert. Die Entnahme des integrierten Wertes
bei jedem dritten Impuls (Produktdetektion) erzeugt ein Signal 1 für das erste Muster
A, ein Signal 2 für das zweite Muster B und ein Signal 3 für das dritte Muster R,
wie in 7 dargestellt. Das dritte Muster R von 8 mm
wird nicht moduliert, während das erste Muster A und das zweite Muster B in einer
Tiefe von 10 mm moduliert werden, und daher hat das dritte Mustersignal 3, das einen
virtuellen konstanten integrierten Wert aufweist, ein Niveau von etwa 80% in Bezug
auf die Signale 1 und 2.
Da das dritte Muster R, das erste Muster A und das zweite Muster B
in einer vorbestimmten Reihenfolge zyklisch plaziert sind, kann jedes entnommene
Signal unter den Mustern identifiziert werden. Um den Einfluß von optischen Störungen,
wie etwa das Schattieren, zu beseitigen, können Differenzsignale A-R und B-R auf
der Basis des Signals des dritten Musters R erzeugt werden, wie in 8
dargestellt.
Anschließend ist es durch Wählen eines Satzes von Signalen R, A-R
und B-R einschließlich des Referenzsignals, das die Bitposition (m-tes Bit) auf
dem linearen Sensor 15 entsprechend der horizontalen Position enthält,
und durch Bewerten der Phasen der Signale A-R und B-R möglich zu bestimmen, an welcher
Position der Höhenmeßlatte 2 die Kombination des ersten Musters A, des
zweiten Musters B und des dritten Musters R abgeleitet ist.
Was das A-R-Signal des Niveaus Am mit einer Halbspitzenamplitude Wa
und das B-R-Signal des Niveaus Bm mit einer Halbspitzenamplitude Wb anbetrifft,
ergeben sich die Phasen dieser Signale A-R und B-R wie folgt:
ϕ&agr; = sin–1(Am/Wa)(6)
ϕb = sin–1(Bm/Wb) – 2 ×
&pgr;(10/570)(7)
Der Grund für den zweiten Term der Formel (7) besteht darin, daß die
Position des Signals für das zweite Muster B eine Verschiebung von 10 mm gegenüber
dem ersten Muster A aufweist.
Durch Einsetzen der Formeln (6) und (7) in die Formel (3) kann die
horizontale Position auf der Höhenmeßlatte 2 für das Signal des ersten
Musters A berechnet werden. Im Falle, daß das Bezugssignal, welches die horizontale
Position enthält, zum dritten Muster R gehört, werden 10 mm von der berechneten
horizontalen Position subtrahiert; oder im Falle, daß es zu dem zweiten Muster B
gehört, werden 10 mm zu der berechneten horizontalen Position hinzuaddiert. Als
Ergebnis wird das angenäherte Niveau H2 der horizontalen Position erhalten
(Grobmessung).
Zusammengefaßt wird das Niveau H durch: Bewerten der Phase des Bezugssignals
an der horizontalen Position gemessen (Feinmessung), Bestimmen der Position des
Bezugssignals für die horizontale Position in Bezug auf die Musterstartposition
auf der Höhenmeßlatte 2, basierend auf der Phasendifferenz zwischen dem
ersten Muster A und dem zweiten Muster B (Grobmessung); und Verschmelzen des Feinmeßergebnisses
H1 und des Grobmeßergebnisses H2.
Als nächstes wird der Fall der Messung bei kurzer Distanz erläutert.
In diesem Falle werden klare Bilder des ersten Musters A, des zweiten Musters B
und des dritten Musters R erzeugt, und daher wird eine genauere Höhenmessung durch
die direkte Messung der Signalamplitude erwartet, statt der Produktbildungserfassung
im Anschluß an die Fourier-Transformation, wie es bei der Messung auf große Distanz
der Fall ist.
Zu Beginn wird also das Ausgangssignal des linearen Sensors
15 differenziert, um dadurch die ansteigenden Flanken und die abfallenden
Flanken des Signals zu erfassen, wie in 9 dargestellt.
Die Breite des schwarzen Abschnittes jedes Musters kann aus den Flanken des Signals
abgeschätzt werden. Als nächstes wird die Position des zentralen Bits jedes schwarzen
Abschnittes bestimmt. Ein Signal, das das Bitintervall darstellt, wird zum Referenzsignal,
das die konstante Teilung p des ersten Musters A, des zweiten Musters
B und des dritten Musters R wiedergibt.
Da die Periode des Differenzsignals einer Distanz von 10 mm auf der
Höhenmeßlatte 2 entspricht, ergeben sich die Positionen der Referenzsignale
Nf (Nf-tes Bit) und Nb (Nb-tes Bit)
vor und hinter der Bitposition (m-tes Bit) für die horizontale Position (Feinmessung)
gemäß folgender Formel:
H1 = ((m – Nf)/(Nb –
Nf)) × 10(8)
Was die in einer Anzahl von n vorliegenden Bezugssignale zwischen
der Startposition Ns und der Endposition Ne anbetrifft, wird
das Durchschnittsintervall k des Bezugssignals berechnet durch:
k = (Ne – Ns)n
Durch Einsetzen des sich ergebenden Wertes von k in dem Ausdruck (4)
kann die angenäherte Distanz zwischen dem elektronischen Nivellier 1 und
der Höhenmeßlatte 2 erhalten werden.
Durch Entnehmen jedes dritten schwarzen Abschnittes von Anfang an
und Berücksichtigen des dritten Musters R, das in der ordnungsgemäßen Reihung des
dritten Musters R, des ersten Musters A und des zweiten Musters B konstante Breite
besitzt, kann die Entsprechung zwischen den entnommenen Abschnitten und den Mustern
R, A und B bestimmt werden.
Anschließend wird die Bestimmung in Bezug auf die Frage durchgeführt,
zu welchem Muster unter R, A und B und zu welchem Musterblock das Referenzsignal
gehört, das die Bitposition (m-tes Bit) des linearen Sensors 15 für die
Horizontalposition umfaßt, beispielsweise der n-te Block im Falle von R(n), A(n)
und B(n).
Durch Einsetzen von
DA = 5*(1 + SIN(2*&pgr;*Xa/600 – &pgr;/2))
Xa = 30 × n + 10
in die Formel (1) für DA, kann der Wert von n aus DA wie folgt
berechnet werden:
n = (10/&pgr;) × (ϕa+ (&pgr;/2)) –
(1/3)(9)
ϕ&agr; = sin–1((DA/5)
– 1)
Einer der beiden Werte von ϕa, der zwischen 0 und
2&pgr; besteht, wird aufgrund der Bedingung gewählt, daß n eine ganze Zahl ist.
Dieser Musterblock, dem eine Blocknummer na erteilt wird, besteht bei einem Intervall
von 600 mm (d. h. jeder 20-te Block) auf der Höhenmeßlatte 2, wobei n berechnet
wird durch:
n = 20 × d + na;
wobei d die Werte 0, 1, 2, 3, usw. annimmt.
Die Breite DB des zweiten Musters B wird unter Benutzung
des resultierenden Wertes von n berechnet.
Durch Einsetzen von
X = 30 × n + 20
in die Formel (2) und Vergleichen von DB mit den obigen Berechnungsergebnissen
von DB, wird die Blocknummer n, bei der beide DB-Werte übereinstimmen,
erfaßt. Das angenäherte Niveau H2 (Grobmessung) wird in einem der folgenden
drei Fälle in Abhängigkeit davon berechnet, zu welchem Muster, dem dritten R, dem
ersten Muster A und dem zweiten Muster B, die bestimmten Werte von n und m gehören.
Für das dritte Muster R: H2 = 30 × n
Für das erste Muster A: H2 = 30 × n + 10
Für das zweite Muster B: H2 = 30 × n + 20(10)
Durch Bestimmen auf der Basis einiger zusätzlicher Sätze von Mustern
vor und hinter dem inhärenten Mustersatz kann der durch eine verschmutzte Skala
verursachte Meßfehler minimiert werden.
Zusammenfassend gilt: Der Pegel H wird durch Erzeugen des Referenzsignals
aus der Breite von schwarzen Abschnitten der Muster R, A und B sowie durch Bestimmen
eines Referenzsignals für die der horizontalen Position entsprechenden Bitposition
erhalten, um so ein Feinmeßresultat H1, ein Grobmeßresultat H2
auf der Basis der Phasendifferenz zwischen den Signalen des ersten Musters A und
des zweiten Musters B zu erhalten, und anschließendes Verschmelzen des Feinmeßergebnisses
H1 und des Grobmeßergenisses H2.
Wenngleich die soeben beschriebene Meßmethode dazu bestimmt ist, Signale
des modulierten ersten Musters A und des zweiten Musters B auf der Basis des nicht
modulierten dritten Musters R zu unterscheiden, ist die Messung auch ohne Benutzung
des dritten Musters R möglich, falls das erste Muster A und das zweite Muster B
auf der Basis eines anderen Systems identifiziert werden können, wie etwa die Erfassung
der Wellenlänge der von beiden Mustern abgeleiteten Sensorausgangssignale.
Als nächstes werden die Einzelheiten der Rechenmittel 16
beschrieben, die im elektronischen Nivellier 1 enthalten sind. Gemäß
4 verstärkt der Verstärker 163 das vom linearen
Sensor 15 erzeugte Signal, und die Abtast- und Halteschaltung
162 hält und tastet das verstärkte Signal als Antwort auf das Zeitablaufsignal
ab, das durch den Taktgeber 165 geliefert wird. Der A/D-Umsetzer
163 wandelt das von der Abtast- und Halteschaltung 162 gehaltene
Spannungssignal in digitale Daten um; der RAM 164 speichert die Daten;
und der Mikrocomputer 166 führt verschiedene Rechenprozesse durch.
Nachfolgend werden die Funktionen des Mikrocomputers 166
unter Bezugnahme auf 10 erläutert. Die Recheneinrichtung
16 besteht aus einem Referenzsignalgenerator 1661, einem Mustersignalgenerataor
1662, einem Blockdetektor 1663 und einem Rechenteil
1664. Der Referenzsignalgenerator 1661 erzeugt ein Referenzsignal,
das die Musterteilung p durch die schnelle Fourier-Transformation im Falle der Messung
auf lange Distanz erzeugt, oder er erzeugt ein Referenzsignal aus der ansteigenden
und der abfallenden Flanke des Ausgangssignals des linearen Sensors 15
durch die Differenzieroperation für das Signal im Falle der Messung auf kurze Distanz.
Der Mustersignalgenerator 1662 integriert die Ausgabe des
linearen Sensors für die vordere und hintere Teilungshälfte des Bezugsignals und
er entnimmt jeden dritten integrierten Wert (Produkterfassung), um so ein erstes
Mustersignal und ein zweites Mustersignal im Falle der Messung auf lange Distanz
zu erzeugen, oder das erste Mustersignal und das zweite Mustersignal direkt durch
die Entnahmeoperation im Falle der Messung auf kurze Distanz zu erzeugen.
Der Blockdetektor 1663 vergleicht die Breite DA
des ersten Musters A mit der Breite DB des zweiten Musters B, um so die
Blockzahl im Falle der Messung auf kurze Distanz zu bestimmen.
Der Rechenteil 1664 berechnet die Höhendifferenz auf der
Basis der Phasen des ersten Mustersignals und des zweiten Mustersignals in einer
Position der Visierlinie im Falle der Messung auf lange Distanz, oder er berechnet
die Höhendifferenz auf der Basis des identifizierten Blocks im Falle der Messung
auf kurze Distanz.
Die Recheneinrichtung 16 hat auch eine Distanzmessungsfunktion
und ist in der Lage, den angenäherten horizontalen Abstand zwischen dem elektronischen
Nivellier 1 und der Höhenmeßlatte 2 durch die Berechnung des Ausdruckes
(4) zu berechnen.
Der Sichtanzeigteil 167, der eine Flüssigkristalltafel sein
kann, zeigt den durch den Rechenteil 1664 berechneten Höhenunterschied
an. Das Rechenergebnis kann an eine externe Speichervorrichtung oder dergleichen
geliefert werden.
Als nächstes wird die Betriebsweise der ersten, wie oben beschriebenen
Ausführungsform der Erfindung im einzelnen auf der Basis des Flußdiagramms der
11 erläutert.
Im Schritt 1 wird. die Höhenmeßlatte 2 in der Meßposition
plaziert, und das elektronische Nivellier 1 wird eingeschaltet, um die
Messung zu beginnen. In Schritt 2 wandelt der lineare Sensor
15 das Bild des dritten Musters R, des ersten Musters A und des zweiten
Musters B der Höhenmeßlatte 2, abgebildet durch den Objektivlinsenteil
11, in ein elektrisches Signal um. In Schritt 3 wird das vom linearen
Sensor 15 erzeugte elektrische Signal der A/D-Umsetzung unterzogen, und
die resultierenden digitalen Daten werden in Schritt 4 im RAM
164 gespeichert. In Schritt 5 wird das von dem lineraren Sensor
15 gelieferte elektrische Signal der schnellen Fourier-Transformation (FFT)
unterzogen. Anstatt der FFT kann auch eine andere Spektralanalysetechnik, wie etwa
das Verfahren der maximalen Entropie (MEM) oder dergleichen, benutzt werden.
In Schritt 6 wird. das Spektrum mit der höchsten Frequenz
unter jenen als Bezugssignal gewählt, die in Schritt 5 erhalten wurden.
In Schritt 7 wird der angenäherte Abstand zwischen dem elektronischen Nivellier
1 und der Höhenmeßlatte 2 auf der Basis der Formel (4) berechnet.
In Schritt 8 wird der Meßmodus, d. h. Messung auf kurze oder
lange Distanz, aus dem in Schritt 1 erhaltenen Berechnungsergebnissen bestimmt.
Bei dieser Ausführungsform wird ein Abstand von 10 m oder darunter als kurze Distanz
eingestuft, wenngleich sie willkürlich geändert werden kann.
Im Falle der Messung auf lange Distanz, die in Schritt 8
entschieden wird, geht die Abfolge der Schritte nach Schritt 9 über, in
welchem das Ausgangssignal des linearen Sensors 15 über die halbe Teilungslänge
vor und hinter dem Referenzsignal integriert wird. In Schritt 10 wird jeder
dritte integrierte Wert entnommen (Produkterfassung), so daß das Signal 1 des ersten
Muster A, das Signal 2 des zweiten Musters B und das Signal 3 des dritten Musters
R getrennt werden. In Schritt 11 wird jedes Signal bestimmt, vom ersten
Muster A, vom zweiten Muster B oder vom dritten Muster R zu stammen, basierend auf
der Tatsache, daß das Signal 3 des dritten Musters R einen virtuell konstanten,
integrierten Wert besitzt, der etwa 80% der Signale 1 und 2 beträgt, und daß diese
drei Muster der Reihe nach auftreten. In Schritt 12 werden die Phasen ϕA
und ϕB auf der Basis der Gleichungen (6) und (7) berechnet, und
die Berechnungsergebnisse werden in die Formel (3) eingesetzt, um das grobe Niveau
in Schritt 13 zu berechnen.
In Schritt 14 wird der Feinpegel H1 auf der Basis
der Formel (5) berechnet und der Feinpegel H1 und der Grobpegel H2
werden verschmolzen, um in Schritt 15 das Niveau H zu.
erhalten. Der Schritt 15 testet die Vollständigkeitsbedingung der Messung.
Im Falle der Messung auf kurze Distanz, die in Schritt 8
entschieden wird, geht die Schrittfolge nach Schritt 16 über, in welchem
das Ausgangssignal des linearen Sensors 15 differenziert wird, um die ansteigende
und die abfallende Flanke des Signals zu erfassen. Im nächsten Schritt
17 wird die Breite zwischen den Kanten des schwarzen Abschnittes gemessen,
um die der Mitte des schwarzen Abschnittes entsprechende Bitposition zu bestimmen.
In Schritt 18 wird das Referenzsignal, das die Musterteilung darstellt,
aus dem Ergebnis des Schrittes 17 gebildet.
In Schritt 19 wird der Feinpegel H1 auf der Basis
der Formel (8) berechnet und in Schritt 20 wird jede dritte Breite eines
schwarzen Abschnittes entnommen und das dritte Muster R mit der konstanten Musterbreite
wird erkannt. In Schritt 21 werden alle Muster, das dritte Muster R, das
erste Muster A und das zweite Muster B auf der Basis der ordnungsgemäßen Aneinanderreihung
der Muster bestimmt.
In Schritt 22 wird die Blockzahl des Bezugssignals für die
horizontale Position auf der Basis der Formel (9) bestimmt, und der Grobpegel H2
wird in Schritt 23 auf der Basis der Formel (10) berechnet. In Schritt
15 werden der Feinpegel H1 und der Grobpegel H2 gemischt,
um das Niveau H zu erhalten, und das Ende der Messung wird festgestellt. Im Falle
der in Schritt 15 entschiedenen Beendigung geht die Sequenz nach Schritt
24 über, um die Operation zu beenden, oder aber die Sequenz kehrt nach
Schritt 2 zurück.
In Schritt 12 wird die Höhendifferenz in Bezug auf die in
Schritt 11 bestimmte Position berechnet, und das Ergebnis wird auf dem
Sichtanzeigeteil 167 angezeigt. Der nachfolgende Schritt 13 bestimmt
über die Beendigung der Messung. Im Falle der Beendigung der Messung geht die Sequenz
nach Schritt 14 über, um die Operation zu beenden oder die Sequenz kehrt
nach Schritt 2 zurück, um die Meßoperation zu wiederholen.
Als alternativer Systemaufbau wird die Höhendifferenz aus dem Niveau
H durch den Berechnungsteil 1664 berechnet, wobei das Ergebnis auf dem
Sichtanzeigteil 167 angezeigt wird.
Zweite Ausführungsform
Die zweite Ausführungsform dieser Erfindung wird nunmehr erläutert.
Diese Ausführungsform dient dazu, nur die modulierten ersten und zweiten Abschnitte
A und B für die Messung zu benutzen, während das dritte Muster R nicht benutzt wird.
Die Signale des ersten Muster und des zweiten Musters werden auf der Basis ihrer
Wellenlängen unterschieden.
Die bei dieser Ausführungsform benutzte Höhenmeßlatte 2 ist
in 12 dargestellt, auf der das erste Muster A und das
zweite Muster B zyklisch mit einer konstanten Teilung p ausgerichtet sind; und es
unterscheidet sich vom Gegenstück der ersten Ausführungsform durch das Fehlen des
dritten Musters R.
Als nächstes wird die Signalverarbeitung nur für unterschiedliche
Teile gegenüber der ersten Ausführungsform erläutert. Der Abstand zwischen dem elektronischen
Nivellier 1 und der Höhenmeßlatte 2 wird ebenfalls bei dieser
Ausführungsform berechnet. Bei der Messung auf große Distanz wird die Feinmessung
in gleicher Weise wie bei der ersten Ausführungsform durchgeführt. Für die Grobmessung
wird das Ausgangssignal des linearen Sensors 15 integriert, und jeder zweite
integrierte Wert wird im Signalentnahmeprozeß des Schrittes 10 gemäß
11 entnommen, um so das Signal 1 des ersten Musters
A und das Signal 2 des zweiten Musters B zu erhalten.
Diese Signale werden wegen der Messung auf lange Distanz für mindestens
eine einzelne Periode erfaßt, und ein Musteridentifizierer unterscheidet diese Signale
auf der Basis der Periode, d. h., das Signal 1 des ersten Musters A weist eine längere
Periode auf, und das Signal 2 des zweiten Musters B weist eine kürzere Periode auf.
Aufgrund der Unterscheidung zwischen dem Signal 1 und dem Signal 2 werden ihre Phasen
ϕA und ϕB abgeschätzt, und der Grobpegel wird mit
dem Feinpegel gemischt, um das Niveau zu erhalten. Die Funktion des Musteridentifiziers
wird durch die Recheneinrichtung 16 zum Abschluß gebracht.
Bei der Messung auf kurze Distanz entspricht die Musterteilung auf
dem linearen Sensor 15 des elektronischen Nivelliers 1 dem Wert
w im Signalidentifikationsschritt 21 von 11,
und das Signal 1 des ersten Musters A und das Signal 2 des zweiten Musters B werden
auf der Basis der Größe der Breitenvariation jedes Signals sowie der Periode des
Referenzsignals unterschieden. Speziell werden für das erste Muster mit einer Periode
von 600 mm und für das zweite Muster mit einer Periode von 570 mm deren Impulsbreiten
in der gleichen Weise wie gemäß den Formeln (1) und (2) berechnet, nämlich wie folgt:
DA5 × (1 + sin(2 × &pgr; × Xa/600
– &pgr;/2))(11)
wobei
Xa = 20 × n
DB5 × (1 + sin(2 × &pgr; × Xb/570
+ &pgr;/2))(12)
wobei
Xb = 20 × n + 10
und wobei n die Blocknummer entsprechend 0, 1, 2 usw. ist.
Durch Umbilden der obigen Formeln wird der Wert von n aus DA
wie folgt berechnet:
n = (15/&pgr;) × (ϕA + &pgr;/2)(13)
wobei
ϕp = sin–1(DA/5 – 1)
Alternativ wird der Wert von n aus DA wie folgt berechnet:
n = (57/4&pgr;) × (ϕB – &pgr;/2) –
(1/2)(14)
wobei
ϕB = sin–1(DB/5 –
1)
Die erste Impulsbreite des erfaßten Signals ist DA, und
der Wert von n wird durch die Formel (13) berechnet. In diesem Falle liegt die zu
wählende Blocknummer innerhalb der Periode von 600 mm. Unter zwei möglichen Werten
von n wird einer auf der Basis des Vergleichs der ersten und der zweiten Impulsbreite
gewählt. Anschließend wird die Impulsbreite DA+1 für n + 1 durch die
Formel (11) berechnet. Ähnlich wird der Wert von n für den Fall der ersten Impulsbreite
DB berechnet, und daraus wird DB+1 berechnet. Falls die der
ersten Impulsbreite am nächsten kommende Impulsbreite näher an DA+1 liegt,
wird die erste Impulsbreite als diejenige des Musters A bestimmt, oder aber wenn
sie näher an DB+1 liegt, wird die erste Impulsbreite als diejenige des
Musters B bestimmt.
Im Anschluß an die Diskrimination der Signale 1 und 2 wird die Blocknummer
in der gleichen Weise wie bei der ersten Ausführungsform bestimmt, und der Grobpegel
wird mit dem Feinpegel gemischt, um das Niveau zu erhalten.
Der verbleibende Bearbeitungsabschnitt der zweiten Ausführungsform
ist identisch mit dem der ersten Ausführungsform, so daß die Erläuterung nicht wiederholt
wird.
Wenngleich bei der ersten und bei der zweiten Ausführungsform der
Erfindung das erste und das zweite Muster auf der Basis der Raummodulation gebildet
wird, wobei die Musterbreite variiert wird, ist die vorliegende Erfindung nicht
auf dieses System beschränkt; so kann die Musterkonzentration für die Modulation
variiert werden, statt die Musterbreite zu variieren.
Bei der bisherigen ersten und zweiten Ausführungsform der Erfindung
ist das erste und das zweite Muster (und das dritte Muster der ersten Ausführungsform)
in zyklischer Folge mit konstanter Teilung entlang der Länge der Meßrichtung ausgefluchtet,
wobei das erste und das zweite Muster Musterbreiten besitzen, die in verschiedenen
Perioden variieren, während das dritte Muster eine konstante Musterbreite besitzt.
Im elektronischen Nievellier 1 liest der Musterdetektor das erste und das
zweite Muster (und das dritte Muster bei der ersten Ausführungsform); der Referenzsignalgenerator
erzeugt ein Referenzsignal aus dem durch den Musterdetektor erfaßten Signal; der
Mustersignalgenerator erzeugt das erste und das zweite Mustersignal aus dem Referenzsignal
und dem erfaßten Signal; und der Berechnungsteil berechnet die Höhendifferenz aus
den Phasen des ersten und des zweiten Mustersignals an einer Stelle in der Nähe
der Visierlinie. Dementsprechend ist eine Berechnung wie die der gegenseitigen Korrelation
nicht erforderlich, und die Meßzeit wird verringert.
Weiter erzeugt bei dem elektronischen Höhenmeßgerät, basierend auf
der ersten und zweiten Ausführungsform der Erfindung, der Referenzsignalgenerator
das Referenzsignal aus der Impulsbreite des durch den Musterdetektor erfaßten Signals;
der Blockdetektor bestimmt den Musterblock, in welchem die Visierlinie enthalten
ist, und zwar auf der Basis der Musterbreiten der ersten und der zweiten Mustersignale
an einer Stelle in der Nähe der Visierlinie; und der Rechenteil berechnet die Höhendifferenz
auf der Basis des bestimmten Musterblocks.
Das auf der ersten und der zweiten Ausführungsform der Erfindung basierende
elektronische Höhenmeßgerät arbeitet auch mit dem Rechenteil, um die Höhendifferenz
auf der Basis des bestimmten Musterblocks im Falle einer kurzen Distanz zur Höhenmeßlatte
zu berechnen, oder um die Höhendifferenz auf der Basis der Phasen des ersten und
des zweiten Mustersignals an einer Stelle in der Nähe der Visierlinie im Falle eines
langen Abstandes zur Höhenmeßlatte zu berechnen.
Weiter werden das zweite und das dritte Muster auf der Meßlatte mit
konstanter Periode moduliert, und daher ist es nicht erforderlich, die gesamte Information
zu speichern und zu berechnen, und das elektronische Höhenmeßgerät kann in einer
recht einfachen Hardware-Struktur konfiguriert werden.
Bei der ersten Ausführungsform der Erfindung weist die Höhenmeßlatte
das dritte Muster mit einer konstanten Teilung zusätzlich zum ersten und zum zweiten
Muster auf, wobei diese Muster in zyklischer Reihenfolge mit einer
konstanten Teilung ausgebildet sind, und das elektronische Nivellier enthält den
Musteridentifizierer, durch den die ersten und zweiten Muster leicht unterschieden
werden können, basierend auf dem dritten Mustersignal mit der konstanten Periode
unter den durch den Musterdetektor erfaßten Signalen.
Dritte Ausführungsform
Die dritte Ausführungsform der vorliegenden Erfindung wird nunmehr
unter Bezugnahme auf die Zeichnungen erklärt.
Das Gerät dieser Ausführungsform besteht aus einem Objektivlinsenteil
11, einem Kompensator 12, einem Strahlteiler 13, einem
Okularteil 14, einem linearen Sensor 15, einer Recheneinrichtung
16 und einem Antrieb 17, wie in 13
dargestellt.
Der Objektivlinsenteil 11 zum Bilden des Musterbildes der
Höhenmeßlatte 2 besteht aus einer Objektivlinse 111 und einer
inneren Linse 112, die als Fokussierteil dienen und die Funktion hat, das
Musterbild auf der Höhenmeßlatte 2 durch Bewegen mit dem Antrieb
17 zu fokussieren.
Der Antrieb 17 arbeitet entsprechend dem von der Recheneinrichtung
16 gelieferten Rechenergebnis, um die innere Linse 112 für den
spezifizierten Wert zu bewegen. Obgleich der Motor 17 bei dieser Ausführungsform
ein Elektromotor ist, kann jedes beliebige Antriebsmittel, wie etwa ein Schrittmotor,
ein Ultraschallmotor, verwendet werden, der die innere Linse 112 hin- und
herbewegen kann.
Der Objektivlinsenteil 11, der Kompensator 12, der
Strahlteiler 13, der Okularteil 14 in Kombination bilden ein optisches
Teleskopsystem, und der lineare Sensor 15 arbeitet als photoelektrischer
Wandler.
Der restliche Teil des elektronischen Nivelliers 1 und die
Ausbildung der Höhenmeßlatte 2 sind mit denen der ersten Ausführungsform
identisch, die in 1 und in 2 dargestellt
ist, so daß eine Erläuterung derselben nicht wiederholt wird.
Als nächstes werden die Funktionen des Mikrocomputers 166
unter Bezugnahme auf 14 erläutert. Die Berechnungseinrichtung
16 besteht aus einem Referenzsignalgenerator 1661, einem Mustersignalgenerator
1662, einem Blockdetektor 1663, einem Rechenteil 1664,
einem Fokussierungskontroller 1665 und einem Mustererkenner 1666.
Der Fokussierungsregler 1665 führt die Fourier-Transformation
für das durch den linearen Sensor 15 erzeugte elektrische Signal durch
und steuert den Antrieb 17, so daß der Ausgangspegel der Fourier-Transformation
maximal ist. Für die Fourier-Transformation kann die Funktion der schnellen Fourier-Transformation
des Referenzsignalgenerators 1661 benutzt werden. Die Recheneinrichtung
16 umfaßt nämlich die Funktion eines Signalprozessors.
Nunmehr wird das Prinzip der vom Fokussierungskontroller
1665 durchgeführten Fokussierungssteuerung erklärt. Die Höhenmeßlatte
2 weist eine Reihung von Skalenmustern mit einer konstanten Teilung p auf,
wobei jedes Skalenmuster in Bezug auf die Breite moduliert wird. Die Skalenmuster
werden durch den linearen Sensor 15 gelesen. Das ausgegebene Signal wird
der Fourier-Transformation unterzogen, und ein Leistungsspektrum, wie es in
4 der ersten Ausführungsform dargestellt ist, wird
erzeugt.
Im Diagramm, bei dem die Frequenz auf der horizontalen Achse abgetragen
ist, erscheinen Spitzen bei:
nh/(p/d × f) Periode/n Bit.
Darin ist: p die Musterteilung der Höhenmeßlatte 2, d der
Abstand zwischen dem elektronischen Nivellier 1 und der Höhenmeßlatte
2, f der Brennpunktabstand des optischen Systems des elektronischen Nivelliers
1, n die Anzahl der Bits des eindimensionalen Sensors, der die Fourier-Transformation
durchführt, und h das Bitintervall des Sensors.
Der Spitzenwert fällt, wenn sich das Objektivlinsensystem aus der
scharf eingestellten Position herausbewegt. Dementsprechend findet die Fokussierungsoperation
so statt, damit der Spitzenwert erfaßt wird.
Der Mustererkenner 1666 führt die Musteranpassung durch Suchen
nach einem Musterbild der Höhenmeßlatte 2 auf der Basis des Leistungsspektrums
durch.
Der restliche Teil der Recheneinrichtung 16 ist mit demjenigen
der ersten Ausführungsform identisch, so daß eine Erklärung desselben nicht wiederholt
wird.
Als nächstes wird die Fokussierungsoperation auf der Basis dieser
Ausführungsform gemäß dem Flußdiagramm der 15 erläutert.
In Schritt 1 betätigt der Fokussierungskontroller
1665 in der Recheneinrichtung 16 den Antrieb 17, um die
innere Linse 112 aus ihrer Unendlichposition zu der näheren Position mit
einer bestimmten Geschwindigkeit zu bewegen. Schritt 2 stellt den Ablauf
einer vorbestimmten Zeitlänge fest, und beim Erfassen des Zeitablaufs werden in
Schritt 3 Daten aus dem linearen Sensor 15 abgerufen. In Schritt
4 führt die Recheneinrichtung 16 die Fourier-Transformation für
die Daten durch, und in Schritt 5 wird das Ergebnis mit dem vorherigen
Ergebnis verglichen, um zu entscheiden, ob der Ausgangspegel der Fourier-Transformation
den Spitzenwert durchschritten hat. Wenn der Durchgang des Spitzenwertes in Schritt
5 erfaßt wird, geht die Bearbeitungssequenz nach Schritt 6 weiter,
in welchem der Fokussierungskontroller 1665 den Antrieb 17 betätigt,
um die innere Linse 112 anzuhalten; oder die Sequenz kehrt nach Schritt
2 zurück.
Nachdem die innere Linse 112 in Schritt 6 angehalten
worden ist, betätigt der Fokussierungskontroller 1665 den Antrieb
17, um die innere Linse 112 in Schritt 7 bei einer bestimmten
Geschwindigkeit in die Unendlichposition zu bewegen. Im nächsten Schritt
8 werden Daten vom linearen Sensor 15 abgerufen, und in Schritt
9 wird die Fourier-Trasnsformation durch die Berechnungseinrichtung
16 durchgeführt. Schritt 10 vergleicht das Ergebnis mit dem vorherigen
Ergebnis, um dadurch zu entscheiden, ob der gegebene Pegel der Fourier-Transformation
den Spitzenwert durchschritten hat, oder nicht. Aufgrund der Erfassung des Durchgangs
des Spitzenwertes in Schritt 10, d. h. der Erfassung des Im-Fokus-Zustandes,
betätigt der Fokussierungskontroller 1665 den Antrieb 17, um die
innere Linse 112 in Schritt 11 anzuhalten, oder die Sequenz kehrt
nach Schritt 7 zurück, um die Fokussierungsoperation fortzusetzen.
Auf diese Weise ist das Höhenmeßgerät auf der Basis der dritten Ausführungsform
dieser Erfindung in der Lage, das Skalenmuster der Höhenmeßlatte durch Erfassen
des Spitzenwertes der Ausgabe der Fourier-Transformation zu fokussieren.
Variante der dritten Ausführungsform
Anhand des Flußdiagramms der 16 wird
eine von der dritten Ausführungsform abgeleitete Ausführungsvariante erläutert,
bei der der lineare Sensor 15 durch einen Flächensensor 151 ersetzt
ist.
In Schritt 1 betätigt der Fokussierungskontroller
1665 in der Recheneinheit 16 den Antrieb 17, um die innere
Linse 112 aus ihrer Unendlichposition zu der näheren Position mit einer
bestimmten Geschwindigkeit zu bewegen. Schritt 2 entscheidet über den Ablauf
einer vorbestimmten Zeitlänge, und bei Erfassung des Zeitablaufs werden in Schritt
3 Daten vom Flächensensor 151 abgerufen. Schritt 4 entscheidet,
ob die Zeile des Flächensensors 151, in der das Musterbild der Höhenmeßlatte
vorliegt, bestimmt worden ist. Falls die Sensorzeile in Schritt 4 noch
nicht bestimmt worden ist, geht die Sequenz nach Schritt 5 weiter, in welchem
die Recheneinrichtung 16 Daten von einer Zeile abruft und dafür die Fourier-Transformation
durchführt. In Schritt 6 entscheidet der Mustererkenner 1666 in
der Recheneinrichtung 16, ob ein Leistungsspektrum, das eine Näherung des
Taktes ist, vorhanden ist oder nicht. Es wird nämlich auf der Basis der Mustererkennungstechnik
entschieden, ob das aus dem Musterbild der Höhenmeßlatte 2 hervorgehende
Leistungsspektrum, wie in 4 gezeigt, erscheint, oder
nicht. Bei Erfassung des interessierenden Leistungsspektrums durch den Mustererkenner
1666 in Schritt 6 werden in Schritt 7 die Zeilendaten
des Flächensensors 151 im RAM 164 gespeichert, und die Sequenz
kehrt nach Schritt 2 zurück.
Falls das interessierende Leistungsspektrum in Schritt 6
nicht erfaßt wird, geht die Sequenz nach Schritt 8 weiter um zu testen,
ob alle Zeilen überprüft worden sind oder nicht. Mit Beendigung der Überprüfung
aller Zeilen in Schritt 8 kehrt die Sequenz nach Schritt 2 zurück,
oder falls nicht, kehrt die Sequenz nach Schritt 5 zurück.
Nach dem Urteil über die Bestimmung der Zeile des Sensors in Schritt
4 geht die Sequenz nach Schritt 9 über, um zu entscheiden, ob
der ausgegebene Pegel der Fourier-Transformation den Spitzenwert durchschritten
hat, auf der Basis des Vergleichs mit den vorherigen Daten. Nach Erfassen des Durchgangs
des Spitzenwertes in Schritt 9 betätigt der Fokussierungskontroller
1665 den Antrieb 17, um in Schritt 11 die Linse
112 anzuhalten, oder die Sequenz kehrt nach Schritt 2 zurück.
Nachdem die innere Linse 112 in Schritt 10 angehalten
worden ist, betätigt der Fokussierungskontroller 1665 den Antrieb
17, um die innere Linse 112 in Schritt 11 zur Unendlichposition
mit niedriger Geschwindigkeit zu bewegen. Diese Linsenbewegung ist langsamer als
der Betrieb in Schritt 1 wegen der Absicht einer präzisen Fokuseinstellung.
Im nächsten Schritt 12 werden Daten vom Flächensensor 151 abgerufen,
und es wird in Schritt 13 die Fourier-Transformation durch die Recheneinrichtung
16 durchgeführt. Schritt 14 vergleicht das Ergebnis mit dem vorherigen
Ergebnis um zu entscheiden, ob der ausgegebene Pegel der Fourier-Transformation
den Spitzenwert durchschritten hat oder nicht. Nach dem Erfassen des Durchgangs
des Spitzenwertes in Schritt 14, d. h. der Erfassung des Im-Fokus-Zustandes,
wirkt der Fokussierungskontroller 1665 auf den Antrieb 17 ein,
um in Schritt 15 die innere Linse 112 anzuhalten; andernfalls
kehrt die Sequenz nach Schritt 12 zurück, um die Fokussierungsoperation
fortzusetzen.
Auf diese Weise ist das Höhenmeßgerät auf der Basis dieser Ausführungsvariante
in der Lage, das Skalenmuster der Höhenmeßlatte durch Erfassen des Spitzenwertes
der Fourier-Transformation zu fokussieren. Es ist zum Erzielen einer angenäherten
Fokusposition auf der Basis des ausgegebenen Pegelsder Fourier-Transformation aufgebaut,
die in groben Schritten durchgeführt wird, und um danach die präzise
Fokussierung auf der Basis des ausgegebenen Signals der in feinen Schritten durchgeführten
Fourier-Transformation herbeizuführen, wobei die Fokussierungssteuerung in kurzer
Zeit endet.
Bei dieser Ausführungsvariante arbeitet der Fokussierungskontroller
1665 auf Vermutungsbasis durch lineare Annäherung des Spitzenwertes aus
dem ausgegebenen Pegel der Fourier-Transformation. Sie kann aber auch durch alleiniges
Benutzen des modulierten ersten und zweiten Musters A und B arbeiten, unter Ausschluß
des dritten Musters R, sowie durch Unterscheiden der Signale dieser Muster auf der
Basis ihrer Wellenlängen.
Die obige dritte Ausführungsform und die Variante derselben führen
die numerischen Rechenprozesse durch, die auf der herkömmlichen Technik beruhen,
mit Ausnahme der Fokussierungssteuerung, so daß eine weitere Erläuterung entfällt.
Das elektronische Höhenmeßgerät der beschriebenen dritten Ausführungsform
ist zum automatischen Messen der Höhendifferenz durch das Anvisieren der Höhenmeßlatte
ausgebildet, auf welcher Skalenmuster in Reihe mit konstanter Teilung entlang der
Länge der Meßrichtung ausgefluchtet sind. In dem Gerät bildet das optische Teleskopsystem
das Skalenmusterbild; der photoelektrische Wandler wandelt das Musterbild in ein
Signal um; und der Fokussierungsteil erzeugt das Musterbild auf dem photoelektrischen
Wandler. Der Signalprozessor bewirkt die Fourier-Transformation für das ausgegebene
Wandlersignal, und der Fokussierungsteil wird auf der Basis der Ausgabe des Signalprozessors
gesteuert. Das Gerät führt die automatische Fokussierungssteuerung einfach durch
das Vorhandensein eines zusätzlichen Antriebs im Fokussierungsteil durch, statt
eine separate Fokussierungseinheit zu benötigen, wodurch die Konstruktion vereinfacht
und die Herstellungskosten verringert werden.
Das Gerät der dritten Ausführungsform kann so modifiziert werden,
daß der Fokussierungskontroller auf der Basis der Ausgabe des Signalprozessors arbeitet,
wobei das Signal durch die Bewegung der Fokusposition von einer entfernten Position
zu einer nahen Position oder von einer nahen Position zu einer entfernten Position
mit Hilfe des Fokussierungsteils erzeugt wird.
Der Fokussierungskontroller der dritten Ausführungsform kann so modifiziert
werden, daß eine angenäherte Fokusposition auf der Basis des ausgegebenen Pegels
der Fourier-Transformation erhalten wird, die in groben Schritten durchgeführt wird,
und wobei anschließend eine Feinfokusjustierung auf der Basis des ausgegebenen Pegels
der Fourier-Transformation durchgeführt wird, die in feinen Schritten ausgeführt
wird.
Der Fokussierungskontroller der dritten Ausführungsform kann so abgeändert
werden, daß er auf der Basis einer Annahme durch lineare Annäherung einen Spitzenwert
von des ausgegebenen Pegels des Signalprozessors betätigt wird.
Vierte Ausführungsform
Nachfolgend wird die vierte Ausführungsform dieser Erfindung unter
Bezugnahme auf die Zeichnungen erklärt. Das Gerät dieser Ausführungsform besteht
aus einem Objektivlinsenteil 11, einem Kompensator 12, einem Strahlteiler
13, einem Okularteil 14, einem linearen Sensor 15 und
einer Recheneinrichtung 16, wie in 17 dargestellt.
Der Objektivinsenteil 11 erzeugt das Bild der Skalenmuster
der Höhenmeßlatte 2, und das Bild wird durch die Bewegung einer inneren
Linse im Objektivlinsenteil 11 fokussiert.
Die Recheneinrichtung 16 besteht aus einem Verstärker
161, einer Abtast- und Halteschaltung 162, einem A/D-Umsetzer
163, einem RAM 164, einem Takttreiber 16, einem Mikrocomputer
166, einem Sichtanzeigeteil 167, einem Meßstartschalter
168 und einem Summer 169. Der Meßstartschalter 168 arbeitet
als Meßstart-Befehlseingabemittel, und löst die Recheneinrichtung aus, um die Messung
als Reaktion auf das Tätigwerden des Bedieners einzuleiten. Das Meßstart-Befehlseingabemittel
ist nicht auf einen Schalter beschränkt; vielmehr kann irgendein Eingabemittel benutzt
werden, das in der Lage ist, die Recheneinrichtung in Betrieb zu setzen.
Der verbleibende Teil dieser Ausführungsform und die Gestaltung der
Höhenmeßlatte sind mit denjenigen der in 1 und in
2 dargestellten ersten Ausführungsform identisch, so daß deren
Erläuterung nicht wiederholt wird.
Als nächstes werden die Funktionen des Mikrocomputers 166
unter Bezugnahme auf 18 erläutert. Die Recheneinrichtung
16 besteht aus einem Referenzsignalgenerator 1661, einem Mustersignalgenerator
1662, einem Blockdetektor 1663, einem Rechenteil 1664,
einem Mustererkenner 1666 und einem Anomaliediskriminator 1667.
Wenn der Meßstartschalter 168 aktiviert wird, geht der Anomaliediskriminator
1667 in Betrieb, um eine Anomalie in der Ausgabe der durch den Referenzsignalgenerator
1661 erzeugten Ausgabe der Fourier-Transformation zu erfassen und den Sichtanzeigeteil
167 und den Summer 169 zu aktivieren, um dadurch das Auftreten
einer Anomalie zu melden.
Das Prinzip der Anomalieerfassung durch den Anomaliediskriminator
1667 wird nachfolgend erläutert. Die Höhenmeßlatte 2 weist eine
regelmäßige Reihung von Skalenmustern mit einer konstanten Teilung
p auf, wobei jedes Skalenmuster der Breite nach moduliert ist. Skalenmuster werden
durch den linearen Sensor 15 gelesen. Das Ausgabesignal wird der Fourier-Transformation
unterzogen, und ein Leistungsspektrum wird erzeugt, wie es in 4
der ersten Ausführungsform dargestellt ist.
Auf dem Diagramm mit der auf der horizontalen Achse abgetragenen Frequenz
erscheinen Spitzen bei:
nh/(p/d × f) Periode/nBit,
dabei ist: p die Musterteilung der Höhenmeßlatte 2,; d der Abstand zwischen
dem elektronischen Nivellier 1 und der Höhenmeßlatte 2; f der
Fokusabstand des optischen Systems des elektronischen Nivellierst n die Anzahl der
Bits des eindimensionalen Sensors, der die Fourier-Transformation durchführt; und
h das Bitintervall des Sensors.
Im Falle, daß eine Position der Höhenmeßlatte, die sich von der spezifizierten
Position unterscheidet, anvisiert wird, variieren Frequenzen, bei denen Spitzen
auftreten auf den Spektalmustern. Demgemäß kann die Visierabweichung auf der Höhenmeßlatte
auf der Basis der Mustererkennung der Spektralmuster erfaßt werden.
Im Falle, daß das Musterbild aus dem Fokus gerät, fällt die Fourier-Transformationsausgabe
aus, und dementsprechend kann der Fehler der Höhenmeßlatte automatisch auf der Basis
des Ausgangspegels erfaßt werden.
Als Reaktion auf die Erfassung einer Anomalie durch den Anomaliediskriminator
1667 wird diese auf dem Sichtanzeigeteil 167 angezeigt, und der
Summer 169 wird aktiviert. Es ist dem Sichtanzeigeteil 167 möglich,
den Visiserfehler und den Fokusfehler unterschiedlich anzuzeigen. Es kann jede andere
Warnvorrichtung anstelle des Anzeigeteils und des Summers verwendet werden.
Der verbleibende Teil des Aufbaus der Recheneinrichtung
16 entspricht der ersten und der dritten Ausführungsform, so daß deren
Erläuterung nicht wiederholt wird.
Wenn im Betrieb der Bediener den Meßstartschalter 168 drückt,
beginnt die Recheneinrichtung 16 zu arbeiten. Der Referenzsignalgenerator
1661 führt die schnelle Fourier-Transformation für das vom linearen Sensor
15 erzeugte Signal durch, um so ein Spektralmuster zu bilden.
Anschließend wird der Mustererkenner 1666 aktiviert, und
die aus der Mustererkennung resultierende Integrität des Spektralmusters wird durch
den Anomaliediskriminator 1667 beurteilt. Bei Erfassung einer Sichtlinienabweichung
durch den Anomaliediskriminator 1667 auf der Basis des Spektralmusters
wird sie auf dem Sichtanzeigeteil 167 angezeigt, und der Summer
169 wird aktiviert.
Der Anomaliediskriminator 1667 bewertet den ausgegebenen
Pegel der durch den Referenzsignalgenerator 1661 gelieferten Fourier-Transformation,
und im Falle, daß der ausgegebene Pegel unter einem bestimmten Niveau liegt, zeigt
er eine Anomaliemeldung auf dem Sichtanzeigeteil 167 an und aktiviert den
Summer 169.
Falls jedoch der Anomaliediskriminator 1667 keine Anomalie
erfaßt, beginnt die Recheneinrichtung 16 mit der Berechnung der Höhendifferenz.
Die Art und Weise der numerischen Berechnung entspricht der weiter oben erläuterten
herkömmlichen Art, so daß deren Erläuterung nicht wiederholt wird.
Das Gerät der vierten Ausführungsform kann modifiziert werden, um
nur das modulierte erste und zweite Muster A und B zu verwenden, unter Ausschluß
des dritten Musters R, und die Signale dieser Muster werden auf der Basis ihrer
Wellenlängen unterschieden. Eine Höhenmeßlatte mit zwei Arten von periodischen Mustern
kann nämlich anstelle der Höhenmeßlatte verwendet werden, die drei Arten von periodischen
Mustern aufweist.
Das elektronische Höhenmeßgerät der beschriebenen vierten Ausführungsform
ist dazu bestimmt, den Höhenunterschied automatisch durch das Anvisieren der Höhenmeßlatte
zu messen, auf der Skalenmuster mit konstanter Teilung entlang der Länge der Meßrichtung
angeordnet sind. Bei dem Gerät bildet das optische Teleskopsystem das Skalenmusterbild,
der photoelektrische Wandler wandelt das Musterbild in ein Signal um, und der Signalprozessor
führt die Fourier-Transformation für das Wandlerausgangssignal durch. Die Meßoperation
wird durch die Meßstart-Befehleingabeeinrichtung als Antwort auf die vom Bediener
durchgeführte Handlung in Gang gesetzt. Der Rechenteil berechnet den Höhenunterschied
auf der Basis der Ausgabe der Fourier-Transformation, die durch den Signalprozessor
durchgeführt wird; der Anomaliediskriminator arbeitet mit dem Ziel, die Anomalie
in der Ausgabe der Fourier-Transformation bei der Auslösung der Meßstart-Befehlseingabemittel
zu erfassen; und die Anzeigeeinrichtung zeigt das Ergebnis der Anomaliediskrimination
an, wodurch eine Anomalie des Fourier-Transformationspegels automatisch erfaßt werden
kann.
Die Höhenmeßlatte, die eine Anordnung von Skalenmustern mit konstanter
Teilung entlang der Länge trägt, weist mindestens zwei periodische Muster auf, die
mit einem spezifizierten Verhältnis zum Abbilden durch das optische
Teleskopsystem gebildet sind. Der Anomaliediskriminator erfaßt die Mangelhaftigkeit
des Ausgabepegels der Fourier-Transformation, die durch den Signalprozessor durchgeführt
wird und diskriminiert die Anomalie auf der Basis des Vorhandenseins oder Fehlens
von zwei Spektralmustern mit dem spezifizierten Verhältnis, wodurch der Visierfehler
und der Fokusfehler automatisch entdeckt werden können, um die Falschmessung zu
verhindern.