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Dokumentenidentifikation DE69825124T2 28.07.2005
EP-Veröffentlichungsnummer 0000919739
Titel Käfig für Wälzlager
Anmelder Koyo Seiko Co., Ltd., Osaka, JP
Erfinder Sakai, Kentarou, Hamura-shi, Tokyo, JP
Vertreter Haseltine Lake Partners GbR, 81669 München
DE-Aktenzeichen 69825124
Vertragsstaaten DE, FR, GB
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 01.12.1998
EP-Aktenzeichen 983098146
EP-Offenlegungsdatum 02.06.1999
EP date of grant 21.07.2004
Veröffentlichungstag im Patentblatt 28.07.2005
IPC-Hauptklasse F16C 33/46

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft einen Käfig für ein Rollenlager, insbesondere für eines aus Kunstharz.

Herkömmlicherweise weist ein Kunstharzkäfig für ein Rollenlager einen zylindrischen Körper aus Kunstharz auf. Eine Anzahl von axial verlaufenden Taschen jeweils zum Aufnehmen von Rollenkörpern ist in vorbestimmten Abständen in dem zylindrischen Körper ausgebildet und in Umfangsrichtung des zylindrischen Körpers angeordnet. Säulenförmige oder Wandteile sind in dem zylindrischen Körper ausgebildet, um benachbarte Taschen voneinander zu trennen. Mit anderen Worten: in dem Käfig sind zwei axial voneinander getrennte Ringkörper über eine Anzahl von säulenförmigen Teilen, die in vorbestimmten Abständen in Umfangsrichtung des Käfigs angeordnet sind, integral miteinander verbunden. Jede Tasche ist von den einander gegenüberliegenden Ringkörpern und den benachbarten säulenförmigen Teilen gebildet.

3 zeigt ein Beispiel für einen solchen herkömmlichen Kunstharzkäfig für ein Rollenlager (siehe japanische Offenlegungsschrift (kokai) Nr. 979268, auf der der Oberbegriff der Ansprüche 1 und 6 basiert).

In dem in 3 gezeigten Käfig 1 bildet die radial äußere Fläche eines säulenförmigen Teils 3 einen Teil einer zylindrischen Fläche, die parallel zu der Außenumfangsfläche des zylindrischen Körpers oder der Kontur des Käfigs 1 verläuft. Die radial innere Fläche 5 des säulenförmigen Teils 3 bildet einen Teil der Innenumfangsfläche des zylindrischen Körpers. Umfangsmäßig entgegengesetzte Seitenflächen des säulenförmigen Teils 3 verlaufen in axialer Richtung des Käfigs 1 und im wesentlichen parallel zu den radialen Mittellinien oder Ebenen der entsprechenden Taschen, so dass die Tasche eine mehr oder weniger konstante Breite über ihre (radiale) Höhe aufweist.

Die axialen Endbereiche 20 der radial äußeren Fläche des säulenförmigen Teils 3, die den jeweiligen Ringkörpern 4 benachbart sind, bilden Teile einer zylindrischen Fläche, deren Radius etwas kleiner ist als der der Außenumfangsfläche des zylindrischen Körpers, d. h. der Außenumfangsflächen der Ringkörper 4. Die Außenumfangsflächen der Ringkörper 4 dienen als Führungsflächen für den Käfig 1. Der mittlere Bereich 21 der radial äußeren Fläche des säulenförmigen Teils 3, der sich den zwischen axial entgegengesetzten Endbereichen 20 befinden, bildet Teil einer zylindrischen Fläche, deren Radius ebenfalls kleiner ist als der der axial entgegengesetzten Endbereiche 20, und dient als Fläche eines Durchgangs für Schmieröl.

Genutete Teile 7 sind in den umfangsmäßig entgegengesetzten Seitenflächen des säulenförmigen Teils 3 an axial entgegengesetzten Endbereichen ausgebildet, die den axial entgegengesetzten Endbereichen 20 entsprechen. Entsprechend ist die Dicke des säulenförmigen Teils 3, am Umfang der genuteten Teile 7 gemessen, kleiner als die an den anderen mittleren Bereichen des säulenförmigen Teils 3 gemessene Dicke.

Hilfs-Rollenkörper-Halteteile 22 sind an beiden Umfangsrändern der radial äußeren Fläche des säulenförmigen Teils 3 an axial entgegengesetzten Endteilen des mittleren Bereichs 21 derart ausgebildet, dass diese in Richtung der Tasche vorstehen. Ein äußerer Haupt-Rollenkörper-Halteteil 23 ist an dem mittleren Bereich jedes Umfangsrands der radial äußeren Fläche des säulenförmigen Teils 3 derart ausgebildet, dass er zwischen den Hilfs-Rollenkörper-Halteteilen 22 und von diesen in einem angemessenen Abstand axial getrennt angeordnet ist.

Der äußere Rollenkörper-Halteteil 23 steht in größerem Maße in Richtung der Tasche und radial nach außen vor als die Hilfs-Rollenkörper-Halteteile 22.

Ein innerer Rollenkörper-Halteteil 24 ist an jedem Umfangsrand der radial inneren Fläche des säulenförmigen Teils 3 derart ausgebildet, dass er in Richtung der Tasche vorsteht und axial über den ganzen Weg zwischen den genuteten Teilen 7 verläuft. Der innere Rollenkörper-Halteteil 24 steht um ein kleineres Maß vor als der äußere Rollenkörper-Halteteil 23.

Das in 3 gezeigte Rollenlager hält ein Zahnrad G drehbar auf einer Welle S. In dem Rollenlager ist jeder Rollenkörper R jeweils in einer Tasche des Käfigs 1 aufgenommen. Die Welle S ist in einem Loch befestigt, das von den somit ringförmig angeordneten Rollenkörpern R gebildet ist, welche wiederum in einem Wellenloch D des Zahnrads G befestigt sind.

Ein Schmieröl-Zuführloch P ist in der Welle S entlang ihrer Achse ausgebildet und steht mit einem Ölauslassloch Q in Verbindung, das sich an einer axial mittleren Position des Käfigs 1 zu der Außenseite der Welle S hin öffnet.

Als nächstes wird das Strömen des Schmieröls in dem Rollenlager während der Drehung des Zahnrads G um die Welle S beschrieben.

Das Schmieröl wird von einer externen Schmieröl-Zuführeinrichtung in das in der Welle S ausgebildete Zuführloch P geführt. Das so zugeführte Schmieröl wird durch eine Zentrifugalkraft durch das Ölauslassloch Q auf die Innenseite des Rollenlagers geleitet.

Somit wird das Schmieröl auf die Umfangsfläche jedes Rollenkörpers R geführt, der auf der Fläche der Welle S abrollt. Ein Blockieren durch den inneren Rollenkörper-Halteteil 24 bewirkt, dass das Schmieröl in jede Tasche strömt, wobei es einen Umweg über die genuteten Teile 7 an axial entgegengesetzten Seiten des inneren Rollenkörper-Halteteils 24 nimmt. Das Öl erreicht dann den mittleren Bereich 21 der radial äußeren Fläche des säulenförmigen Teils 3 und dann das Wellenloch D des Zahnrads G. Nach dem Schmieren der Fläche der Welle S und der Umfangsfläche jedes Rollenkörpers R und des Wellenlochs D des sich drehenden Zahnrads G strömt das Schmieröl durch Spalte zwischen den Außenumfangsflächen der Ringkörper 4 und der Fläche des Wellenlochs D zu der Außenseite des Rollenlagers.

Wie oben beschrieben, strömt bei diesem herkömmlichen Kunstharzkäfig für ein Rollenlager das Schmieröl von der externen Schmieröl-Zuführeinrichtung über das Schmieröl-Zuführloch P und das Ölauslassloch Q der Welle S zu der Innenseite des Rollenlagers. In dem Rollenlager strömt aufgrund der Blockade durch den inneren Rollenkörper-Halteteil 24 das Schmieröl in jede Tasche, wobei es einen Umweg über die genuteten Teile 7 an den axial entgegengesetzten Seiten des inneren Rollenkörper-Halteteils 24 nimmt, bevor es den mittleren Bereich 21 der radial äußeren Fläche des säulenförmigen Teils 3 und dann das Wellenloch D des Zahnrads G erreicht.

Nach dem Erreichen des mittleren Bereichs 21 der radial äußeren Fläche des säulenförmigen Teils 3 strömt das Schmieröl in Spalte, die an entgegengesetzten Endbereichen 20 ausgebildet sind und schmaler sind als der an dem mittleren Bereich 21 ausgebildete Spalt. Das Schmieröl strömt dann durch die Spalte zwischen den Außenumfangsflächen der Ringkörper 4 und der Fläche des Wellenlochs D zu der Außenseite des Rollenlagers.

Entsprechend erfolgt die Strömung des Schmieröls in dem Rollenlager nicht reibungslos. Folglich werden Abriebpartikel und Staub, die in das Rollenlager gelangt sind, nicht ausreichend zu der Außenseite des Rollenlagers ausgetragen. Somit verursacht ein solches Rollenlager Probleme, wenn es für Getriebe und ähnliche Komponenten von Bau- und Landmaschinen, die in staubigen Umgebungen arbeiten, verwendet wird.

ZUSAMMENFASSENDER ÜBERBLICK ÜBER DIE ERFINDUNG

Angesichts des oben Gesagten liegt der vorliegenden Erfindung die Aufgabe zugrunde, einen Kunstharzkäfig für ein Rollenlager bereitzustellen, der eine reibungslose Ölströmung durch das Rollenlager ermöglicht und bei dem Abriebpartikel und Staub, die in das Rollenlager eingetreten sind, zufriedenstellend zu der Außenseite des Rollenlagers ausgetragen werden können.

Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung stellen einen Kunstharzkäfig für ein Rollenlager bereit, der aus Kunstharz derart hergestellt ist, dass Ringkörper, die in axialer Richtung des Käfigs voneinander getrennt sind, durch säulenförmige Teile, die in vorbestimmten Abständen in Umfangsrichtung des Käfigs angeordnet sind, integral miteinander verbunden sind, wobei durch die einander gegenüberliegenden Ringkörper und die benachbarten säulenförmigen Teile eine Tasche zur Aufnahme eines Rollenkörpers gebildet ist. Die radial äußere Fläche des säulenförmigen Teils ist ein Segment einer zylindrischen Fläche, die parallel zu den Außenumfangsflächen der Ringkörper verläuft, welche als Führungsflächen für den Käfig dienen, und ihr Radius ist in angemessenem Radius kleiner als der der Außenumfangsflächen der Ringkörper, wodurch eine Fläche eines Durchgangs für Schmieröl gebildet wird, der über die gesamte axiale Länge des säulenförmigen Teils verläuft. Die radial innere Fläche des säulenförmigen Teils bildet zusammen mit der Innenumfangsfläche der Ringkörper einen Teil einer zylindrischen Fläche, deren Durchmesser um mindestens 30 % des Rollenkörper-Durchmessers größer ist als der einer Welle, auf der das Rollenlager montiert ist. Umfangsmäßig entgegengesetzte Seitenflächen des säulenförmigen Teils verlaufen im wesentlichen parallel zu den radialen Mittellinien der entsprechenden Taschen. Genutete Teile sind in den umfangsmäßig entgegengesetzten Seitenflächen des säulenförmigen Teils an axialen Endbereichen benachbart zu den jeweiligen Ringkörpern ausgebildet.

Ein äußerer Rollenkörper-Halteteil mit einer klinkenartigen Konfiguration ist an jedem der umfangsmäßig entgegengesetzten Ränder der radial äußeren Fläche des säulenförmigen Teils an einem Bereich zwischen entgegengesetzten genuteten Teilen derart ausgebildet, dass er in Richtung der Tasche und radial nach außen in einem solchen Maße vorsteht, dass er nicht über die Ringkörper hinaus vorsteht. Die der Tasche zugewandte Fläche des äußeren Rollenkörper-Halteteils ist relativ zu der Seitenfläche des säulenförmigen Teils geneigt. Die inneren Rollenkörper-Halteteile sind an jedem umfangsmäßig entgegengesetzten Rand der radial inneren Fläche des säulenförmigen Teils nur an den axialen Endbereichen zwischen und benachbart zu den jeweiligen entgegengesetzten genuteten Teilen derart ausgebildet, dass sie in Richtung der Tasche vorstehen. Ein mittlerer Ausnehmungsteil oder mindestens ein nicht vorstehender Teil ist entsprechend zwischen den diskreten axial voneinander beabstandeten inneren Rollkörper-Halteteilen ausgebildet.

Bei dem für ein Rollenlager vorgesehenen Kunstharzkäfig gemäß bevorzugten Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung wird von der externen Schmieröl-Zuführeinrichtung zu einem in der Welle ausgebildeten Schmieröl-Zuführloch geleitetes Schmieröl in einen von dem Rollenlager und der Welle gebildeten ausreichend großen Zwischenraum transportiert: der Spalt zwischen der Innenumfangsfläche des Käfigs, d. h. der Wandteile über ihre gesamte Länge mit Ausnahme der Halteteile, und der Fläche der Welle sollte mindestens 15 % des Durchmessers eines Rollenkörpers betragen. Der mittlere Ausnehmungsteil zwischen den inneren Rollenkörper-Halteteilen ermöglicht es dem zu der Umfangsfläche jeder auf der Fläche der Welle abrollenden Rolle geleiteten Schmieröl, auf einfache Weise in eine Tasche und dann aus dieser heraus zu der radial äußeren Fläche des säulenförmigen Teils zu strömen. Das in den Spalt zwischen der radial inneren Fläche des säulenförmigen Teils und der Fläche der Welle geleitete Schmieröl strömt ferner in die in dem säulenförmigen Teil ausgebildeten genuteten Teile und dann aus diesen heraus zu der radial äußeren Fläche des säulenförmigen Teils.

Nach dem Schmieren der Fläche der Welle, der Umfangsfläche jedes Rollenkörpers und des Wellenlochs eines Drehkörpers strömt das Schmieröl durch Spalte zwischen den Außenumfangsflächen der Ringkörper und der Fläche des Wellenlochs zu der Außenseite des Rollenlagers. Im Vergleich zu einem Rollenlager, für das ein herkömmlicher Käfig verwendet wird, strömt das Schmieröl aufgrund des größeren Öldurchgangs und der kleineren Anzahl von Hindernissen reibungsloser. Somit ist der erfindungsgemäße Käfig in geeigneter Weise für Rollenlager für Getriebe und ähnliche Komponenten von Bau- und Landmaschinen, die in staubigen Umgebungen arbeiten, verwendbar.

Zum besseren Verständnis der Erfindung werden nun Ausführungsbeispiele der Erfindung anhand der beiliegenden Zeichnungen beschrieben. Es zeigen:

1 eine axial geschnittene Ansicht eines Teils eines Kunstharzkäfigs für ein Rollenlager gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung;

2 eine radial teilgeschnittene Ansicht entlang der Linie II-II aus 1; und

3 eine Schnittansicht eines herkömmlichen Kunstharzkäfigs für ein Rollenlager.

Gemäß 1, in der die gleichen Bezugszeichen für Teile verwendet werden, die den in 3 gezeigten Teilen entsprechen, weist ein Kunstharzkäfig 1 für ein Rollenlager einen zylindrischen Körper aus einem NRB-Harz auf. Eine Anzahl von Taschen 2 jeweils zum Aufnehmen von Rollenkörpern R sind in dem zylindrischen Körper ausgebildet und in vorbestimmten Abständen in Umfangsrichtung des zylindrischen Körpers angeordnet. Ein säulenförmiger Teil 3 ist in dem zylindrischen Körper ausgebildet, um benachbarte Taschen 2 voneinander zu trennen. Mit anderen Worten: in dem Käfig 1 sind zwei Ringkörper 4, die in axialer Richtung des Käfigs 1 voneinander getrennt sind, durch eine Anzahl von in vorbestimmten Abständen in Umfangsrichtung des Käfigs 1 angeordneten säulenförmigen Teilen 3 integral miteinander verbunden. Jede Tasche 2 ist von den einander gegenüberliegenden Ringkörpern 4 und den benachbarten säulenförmigen Teilen 3 gebildet.

Die radial äußere Fläche des säulenförmigen Teils 3 ist Teil einer zylindrischen Fläche, die parallel zu der Außenumfangsfläche des zylindrischen Körpers, d. h. der Außenumfangskontur der Ringkörper 4, verläuft und deren Radius etwas kleiner ist als der der Außenumfangsfläche der Ringkörper 4. Die Außenumfangsflächen der Ringkörper 4 dienen als Führungsflächen für den Käfig 1. Die radial äußere Fläche des säulenförmigen Teils 3 dient als Fläche eines Durchgangs für Schmieröl, der über die gesamte axiale Länge des säulenförmigen Teils 3 verläuft.

Die radial innere Fläche 5 des säulenförmigen Teils 3 ist Teil der Innenumfangsfläche des zylindrischen Körpers, d. h. ist über ihre gesamte Länge bündig mit der Innenfläche der Ringkörper 4. Umfangsmäßig entgegengesetzte Seitenflächen 6 des säulenförmigen Teils 3 verlaufen in axialer Richtung des Käfigs 1 und im wesentlichen parallel zu den radialen Mittellinien der entsprechenden Taschen 2, wie in 2 gezeigt. Die Außenumfangsflächen der Ringkörper 4, die als Führungsflächen für den Käfig 1 dienen, haben einen in angemessenem Maße kleineren Durchmesser als das Wellenloch D eines Zahnrads G oder eines ähnlichen von dem Rollenlager getragenen Drehkörpers. Somit wird der Käfig 1 von dem Wellenloch D geführt.

Genutete oder gefalzte Teile 7 sind in den umfangsmäßig entgegengesetzten Seitenflächen 6 des säulenförmigen Teils 3 an axial entgegengesetzten Endbereichen benachbart zu den jeweiligen Ringkörpern 4 ausgebildet. Entsprechend ist die Dicke des säulenförmigen Teils 3, am Umfang der genuteten Teile 7 gemessen, kleiner als die an den anderen mehr mittig angeordneten Bereichen des säulenförmigen Teils 3 gemessene Dicke.

Gemäß 2 ist ein äußerer Rollenkörper-Halteteil 8 mit einer klinkenartigen Konfiguration an jedem der umfangsmäßig entgegengesetzten Ränder der radial äußeren Fläche des säulenförmigen Teils 3 in dem Bereich zwischen den entgegengesetzten genuteten Teilen 7 derart ausgebildet, dass er in Richtung der Tasche 2 und radial nach außen in einem solchen Maße vorsteht, dass er nicht über die Ringkörper 4 hinaus vorsteht. Die Halteteile 8 sind in axialer Richtung etwas kürzer als der Bereich zwischen den Nuten 7. Die der Tasche 2 zugewandte Fläche des äußeren Rollenkörper-Halteteils ist relativ zu der Seitenfläche 6 des säulenförmigen Teils 3 geneigt. Die beiden Halteteile bilden zwischen sich eine V-förmige axiale Nut.

Die klinkenartige Konfiguration des äußeren Rollenkörper-Halteteils 8 erleichtert das radial nach außen gerichtete Trennen von Teilen einer Form entsprechend den Taschen 2 in dem Formtrennschritt eines Kunststoffverarbeitungsprozesses zum Herstellen des Käfigs 1 aus Kunstharz.

Innere Rollenkörper-Halteteile 9 sind in Paaren an jedem der umfangsmäßig entgegengesetzten Ränder der radial inneren Fläche des säulenförmigen Teils 3 an axial entgegengesetzten Endbereichen zwischen und benachbart zu den jeweiligen entgegengesetzten genuteten Teilen 7 derart ausgebildet, dass sie in Richtung der Tasche 2 vorstehen. Ein mittlerer Ausnehmungsbereich 10, in dem sich keine Hindernisse befinden, ist anders als beim Stand der Technik entsprechend zwischen den inneren Rollenkörper-Halteteilen 9 ausgebildet. Jeder äußerer Halteteil 8 verläuft über den Großteil der axialen Distanz derart zwischen den beiden Ausnehmungen 7, dass eine gewisse axiale Überlappung zwischen den inneren und äußeren Halteteilen entsteht. Die inneren Rollenkörper-Halteteile 9 stehen in geringerem Maße als der äußere Rollenkörper-Halteteil 8 vor.

Gemäß 1 sind die radial inneren und äußeren Flächen der Wandbereiche 3, die die Rollenkörper-Taschen bilden, bündig, d. h. sie haben eine konstante radiale Höhe. Dies führt zu einem reibungslosen Ölstrom. Ferner befindet sich die radial äußere Fläche beträchtlich unter (d. h. radial einwärts zu) der äußeren zylindrischen Fläche der Ringkörper 4, derart dass sich die Halteteile 8 immer noch unter dieser äußeren zylindrischen Fläche befinden und ferner der Strom zu dem Spalt zwischen den Ringkörpern und dem Drehteil, d. h. dem Zahnrad, nicht behindert wird.

Das in 1 gezeigte Rollenlager trägt das Zahnrad G derart auf der Welle S, dass das Zahnrad G um die Welle S drehbar ist. Bei dem Rollenlager ist jeder Rollenkörper R jeweils in einer Tasche 2 des Käfigs 1 aufgenommen. Die Welle S ist in das von den somit ringförmig angeordneten Rollenkörpern R gebildete Loch eingesetzt, welche wiederum in das Wellenloch D des Zahnrads G eingesetzt sind. Der Durchmesser der Innenumfangsfläche des Käfigs 1, einschließlich der radial inneren Fläche der säulenförmigen Teile 3, ist vorzugsweise um mindestens 30 % des Durchmessers des Rollenkörpers R größer als der Durchmesser der Welle S, so dass ein Spalt von mindestens 15 % des Durchmessers des Rollenkörpers R zwischen der Innenumfangsfläche des Käfigs 1 und der Fläche der Welle S gebildet wird.

Ferner bildet sich, da die radial äußersten Bereiche der äußeren Rollenkörper-Halteteile 8 und die Außenumfangsfläche des Käfigs 1 einschließlich der Ringkörper 4 einen in geeignetem Maße kleineren Durchmesser aufweisen als das Wellenloch D des Zahnrads G, ein Spalt zwischen den radial äußersten Bereichen und dem Wellenloch D und zwischen der Außenumfangsfläche und dem Wellenloch D.

Ein Schmieröl-Zuführloch P ist in der Welle S entlang ihrer Achse ausgebildet und steht mit einem Ölauslassloch Q in Verbindung, das sich an einer axial mittleren Position des Käfigs 1 zu der Außenseite der Welle S hin öffnet, wie in 3 gezeigt.

Als nächstes wird das Strömen des Schmieröls in dem Rollenlager während der Drehung des Zahnrads G um die Welle S beschrieben.

Das Schmieröl wird von einer externen Schmieröl-Zuführeinrichtung in das in der Welle S ausgebildete Zuführloch P geführt. Das so zugeführte Schmieröl wird durch eine Zentrifugalkraft durch das Ölauslassloch Q auf die Innenseite des Rollenlagers geleitet.

Somit wird das Schmieröl auf die Umfangsfläche jedes Rollenkörpers R geführt, der auf der Fläche der Welle S abrollt. Das Schmieröl durchströmt den mittleren Ausnehmungsbereich 10 zwischen den inneren Rollenkörper-Halteteilen 9 und strömt dann durch den Spalt zwischen der Seitenfläche des säulenförmigen Teils 3 und der Umfangsfläche des Rollenkörpers R und strömt axial entlang der Innenfläche des äußeren Rollenkörper-Halteteils 8. Nach dem Ausströmen an den axial entgegengesetzten Enden des äußeren Rollenkörper-Halteteils 8 erreicht das Schmieröl das Wellenloch D des Zahnrads G. Ferner strömt das Schmieröl, das in den Spalt zwischen der radial inneren Fläche des säulenförmigen Teils 3 und der Fläche der Welle S geleitet wird, in die genuteten Teile 7 und strömt dann zu den radial äußeren Flächen des säulenförmigen Teils 3 aus und erreicht somit das Wellenloch D des Zahnrads G.

Nach dem Schmieren der Fläche der Welle S, der Umfangsfläche jedes Rollenkörpers R und des Wellenlochs D des sich drehenden Zahnrads G strömt das Schmieröl durch Spalte zwischen den Außenumfangsflächen der Ringkörper 4 und der Fläche des Wellenlochs D zu der Außenseite des Rollenlagers.

Zusätzlich zu dem oben beschriebenen Schmiervorgang trägt das Schmieröl Abriebpartikel, die bei Drehen des Zahnrads G aufgetreten sind, und Staub, der in das Rollenlager eingetreten ist, zu der Außenseite des Rollenlagers aus.


Anspruch[de]
  1. Käfig (1) für ein Rollenlager, mit Ringkörpern (4), die in axialer Richtung des Käfigs voneinander beabstandet sind, und säulenförmigen Teilen (3), die Axialrichtung verlaufen, um die Ringkörper miteinander zu verbinden, und die in vorbestimmten Abständen in Umfangsrichtung des Käfigs angeordnet sind, um Taschen zum Aufnehmen von Rollenkörpern (R) zu bilden, wobei der Außendurchmesser der säulenförmigen Teile (3) kleiner ist als der der Ringkörper (4), um einen Durchgang für Schmieröl zu bilden, der über die axiale Länge des säulenförmigen Teils verläuft, und innere (9) und äußere (8) Rollenkörper-Halteeinrichtungen an den Innen- und Außenrändern der säulenförmigen Teile ausgebildet sind; dadurch gekennzeichnet, dass jede innere Rollenkörper-Halteeinrichtung von zwei axial voneinander beabstandeten Teilen (9) an entgegengesetzten Endbereichen der säulenförmigen Teile (3) gebildet ist, derart dass ein zentraler unversperrter Bereich (10) zwischen den inneren Rollenkörper-Halteeinrichtungen gebildet ist.
  2. Käfig nach Anspruch 1, bei dem die radiale Außenfläche jedes säulenförmigen Teils (3) einen im wesentlichen gleichmäßigen Radius aufweist, der kleiner ist als derjenige der Außenumfangsfläche der Ringkörper (4).
  3. Käfig nach Anspruch 1 oder 2, bei dem gefalzte Teile (7) in den umfangsmäßig entgegengesetzten Seitenflächen jedes säulenförmigen Teils an axial entgegengesetzten Endbereichen benachbart zu den jeweiligen Ringkörpern (4) auf der axialen Außenseite und benachbart zu den inneren Halteteilen (9) auf der axialen Innenseite ausgebildet sind.
  4. Käfig nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem die umfangsmäßig entgegengesetzten Seitenflächen (6) benachbarter säulenförmiger Teile (3) im wesentlichen parallel zu den radialen Mittelebenen der entsprechenden Taschen verlaufen.
  5. Käfig nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem jede äußere Halteeinrichtung (8) aus einem einzelnen Halteteil gebildet ist, der, im Querschnitt betrachtet, klinkenartig ausgebildet ist, um in Richtung der Tasche und radial nach außen in einem derartigen Maß vorzustehen, dass er nicht über die Ringkörper (4) hinaus vorsteht; die Fläche des äußeren Rollenkörper-Halteteils (8), die der Tasche zugewandt ist, relativ zu der Seitenfläche des säulenförmigen Teils (3) geneigt ist; und der Rollenkörper-Halteteil (8) zwischen axialen Positionen verläuft, die den Positionen der beiden inneren Rollenkörper-Halteteile entsprechen.
  6. Kunstharzkäfig (1) für ein Rollenlager, mit Ringkörpern (4), die in axialer Richtung des Käfigs voneinander beabstandet und über axial verlaufende säulenförmige Teile (3) miteinander verbunden sind, welche in vorbestimmten Abständen in Umfangsrichtung des Käfigs angeordnet sind, um Taschen zum Aufnehmen von Rollenkörpern (R) zu bilden, wobei:

    die radiale Außenfläche jedes säulenförmigen Teils (3) einen Teil einer zylindrische Fläche bildet, die parallel zu den Außenumfangsflächen der Ringkörper verläuft, welche als Führungsflächen für den Käfig dienen, und deren Radius entsprechend kleiner ist als derjenige der Außenumfangsflächen der Ringkörper (4), wodurch eine Fläche eines Durchgangs für Schmieröl gebildet wird, der über die gesamte axiale Länge des säulenförmigen Teils verläuft; die radiale Innenfläche des säulenförmigen Teils zusammen mit den Innenumfangsflächen der Ringkörper einen Teil einer zylindrischen Fläche bildet; und die umfangsmäßig entgegengesetzten Seitenflächen des säulenförmigen Teils im wesentlichen parallel zu den radialen Mittellinien der entsprechenden Taschen verlaufen;

    genutete Teile (7) in den umfangsmäßig entgegengesetzten Seitenflächen jedes säulenförmigen Teils an axial entgegengesetzten Endbereichen benachbart zu den jeweiligen Ringkörpern (4) ausgebildet sind;

    ein äußerer Rollenkörper-Halteteil (8), der klinkenartig ausgebildet ist, an jedem umfangsmäßig entgegengesetzten Rand der radialen Außenfläche des säulenförmigen Teils an einem Bereich zwischen den genuteten Teilen (7) derart ausgebildet ist, dass er in einem derartigen Maß in Richtung der Tasche und radial nach außen vorsteht, dass er nicht über die Ringkörper (4) hinaus vorsteht; und die Fläche des äußeren Rollenkörper-Halteteils (8), die der Tasche zugewandt ist, relativ zu der Seitenfläche des säulenförmigen Teils (3) geneigt ist;

    dadurch gekennzeichnet, dass

    innere Rollenkörper-Halteteile (9) an jedem der umfangsmäßig entgegengesetzten Ränder der radialen Innenfläche (5) des säulenförmigen Teils an axial entgegengesetzten Endbereichen zwischen und benachbart zu den jeweiligen entgegengesetzten genuteten Teilen (7) derart ausgebildet sind, dass sie in Richtung der Tasche vorstehen, derart dass ein mittlerer Ausnehmungsbereich (10) zwischen den inneren Rollenkörper-Halteteilen ausgebildet ist.
  7. Kunstharzkäfig nach einem der vorstehenden Ansprüche, bei dem die radiale Innenfläche (5) des säulenförmigen Teils und die Innenumfangsflächen der Ringkörper Teile der gleichen zylindrischen Fläche bilden, die einen Durchmesser hat, der um mindestens 30 % des Rollenkörper-Durchmessers größer ist als der Durchmesser einer Welle, auf die das Rollenlager montiert ist.
  8. Rollenlager mit einem Käfig nach einem der vorhergehenden Ansprüche.
Es folgt ein Blatt Zeichnungen






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