Verfahren zur Verringerung eines Schlämmungsverlusts von feinen Eisenerzteilchen in einem Reduktionsverfahren vom Wirbelschichttyp unter Verwendung einer Reduktionsvorrichtung vom Wirbelschichttyp
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Verringerung
des Schlämmungsverlusts von Feineisenerz in einem Reduktionsverfahren vom Wirbelschichttyp
zur Reduzierung von feinem Eisenerz. Genauer bezieht sich die vorliegende Erfindung
auf ein Verfahren zur Verringerung des Schlämmungsverlusts eines feinen Eisenerzes
in einem Reduktionsverfahren vom Wirbelschichttyp, wobei ein Zusatz zusammen mit
dem feinen Eisenerz zugeführt wird oder das feine Eisenerz mit Schlamm umhüllt wird,
bevor es einem Ofen vom Wirbelschichttyp zugeführt wird, wodurch der Schlämmungsverlust
des feinen Eisenerzes verringert wird.
Hintergrund der Erfindung
Gegenwärtig weisen die Eisenerzablagerungen bei 80 % von ihnen eine
Teilchengröße von weniger als 8 mm auf, und das Eisenherstellungsverfahren unter
Verwendung eines Fließbetts zieht als Eisenherstellungsverfahren der nächsten Generation
Aufmerksamkeit auf sich. Deshalb werden lebhaft Forschungsarbeiten und Entwicklungen
zu diesem Verfahren in der ganzen Welt, einschließlich Europa, Amerika, Japan und
Korea, durchgeführt.
Große Eisenerzteilchen können unter Verwendung des herkömmlichen Festbett-Ofens
reduziert werden, aber im Fall von Feineisenerzteilchen kann, falls die Gasgeschwindigkeit,
wie im Ofen vom Festbetttyp beobachtet, niedrig ist, das Reduktionsverfahren aufgrund
eines Haftphänomens oder dergleichen zum Stillstand kommen. Deshalb wird notwendigerweise
der Ofen vom Wirbelschichttyp gewählt, bei dem die Belüftung effizient gemacht werden
kann, und die Gasgeschwindigkeit kann auf einen hohen Wert gebracht werden, um so
den Fluss der festen Teilchen ruhig werden zu lassen.
Unterdessen umfasst das Einschmelz-Reduktionsverfahren: ein Vorreduktionsverfahren
der Reduktion der festen Eisenerzteilchen unter Verwendung von CO + H2
(wobei das erste aus dem Erdgas oder aus Kohle gewonnen wird); und ein Einschmelz-Reduktionsverfahren
des Schmelzen des vorreduzierten Eisenerzes und schließlich seiner Reduktion.
Beim Vorreduktionsverfahren wird ein Eisenerz mit einer breiten Verteilung
der Teilchengröße zu einem gesinterten Eisenerz oder einem Pellet-Eisenerz ausgebildet,
und es wird direkt ohne eine Vorbehandlung wie im herkömmlichen Hochofen verwendet.
Das Sinterverfahren ist jedoch beschwerlich, und deshalb wird das Auslassen des
Sinterverfahrens gefordert.
Auf diese Weise kann die Begrenzung der Eigenschaften des Rohmaterials
überwunden werden, und sowohl der Zwischenschritt der Agglomeration des Feineisenerzes
als auch die Einrichtung zur Durchführung davon können weggelassen werden. So kann
das Feineisenerz direkt verwendet werden, und so wird eine beträchtliche Kostenersparnis
realisiert.
Bei diesem Reduktionsverfahren für feines Eisenerz unter Verwendung
des Reduktionsgases sind eine gute Permeabilität und eine gleichmäßige Temperaturverteilung
innerhalb des Ofens erforderlich, während die Kontaktbereiche der Teilchen groß
gemacht werden müssen. Dafür ist der Ofen vom Wirbelschichttyp eine Notwendigkeit.
Als die typischen handelsüblichen Verfahren zur Reduktion des Eisenerzes
unter Verwendung eines Fließbettes gibt es DIOS in Japan und HISMELT und FIOR in
Australien.
Bei den oben erwähnten Verfahren tritt jedoch während der Reduktion
das Verkleben von Teilchen auf, und eine Degradation tritt auf, die darin resultiert,
dass die Feineisenerzteilchen weggeschwemmt werden und dass der Erholungsgrad für
das reduzierte Eisen herabgesetzt wird, wobei dieses die anhängigen Probleme sind.
Ein Beispiel für den Reduktionsofen unter Verwendung der Wirbelschicht
ist die offengelegte japanische Patentanmeldung Nr. Hei-6-306432. Dieser Ofen vom
Wirbelschichttyp wird in 1 dargestellt. Wie in
1 gezeigt, besteht der Ofen 10 vom Wirbelschichttyp
baulich aus einem zylindrischen Reduktionsofen 11 und Zyklonen
14 und 15. Ein Reduktionsgas wird durch eine Gaszufuhröffnung
13 an der Unterseite des zylindrischen Reduktionsofens und durch einen
Gasverteiler 16 zugeführt. Unterdessen wird der Ofen durch eine Eisenerzbeschicköffnung
12 mit einem feinen Eisenerz beschickt. Dann werden die Eisenerzteilchen
mit dem Hochtemperaturreduktionsgas zur Reaktion gebracht, damit
das Eisenerz reduziert wird. Nachdem ein bestimmter Zeitabschnitt vergangen ist,
wird das reduzierte Feineisenerz durch eine Eisenerzabförderöffnung 17
abgefördert.
Wenn jedoch die Teilchen in dem Fließbett innerhalb des Reduktionsofens
in Bewegung gehalten werden, dann tritt eine Degradation aufgrund der Kollisionen
zwischen den Teilchen und aufgrund der Reibung zwischen den Teilchen und der Ofenwand
auf, wodurch die Teilchen noch weiter verkleinert werden. Während die Reaktion voranschreitet,
wird das erwähnte Phänomen aufgrund der thermischen Zusammenstöße und der Variation
der inneren Struktur ernster.
Gemäß den Experimenten von Sato et al. tritt, wenn die Feineisenerzteilchen
bei einer hohen Temperatur innerhalb des Fließbetts reduziert werden, die erwähnte
Pulverisierung auf, was zu dem Ergebnis führt, dass der Teilchendurchmesser auf
einen kleinen Teil des ursprünglichen Durchmessers herabgesetzt wird. Auf diese
Weise nehmen die Feineisenerzteilchen zu. Diese Feineisenerzteilchen werden mittels
eines Zyklons recycelt oder durch eine Staubsammeleinrichtung aufgefangen, um in
den Ofen vom Wirbelschichttyp in Umlauf gebracht zu werden und so reduziert zu werden.
Unter dieser Bedingung können jedoch die außerordentlich feinen Teilchen nicht von
dem Zyklon eingefangen werden, sondern werden weggeschwemmt, wodurch sie einen Schlämmungsverlust
verursachen. Gegenwärtig beläuft sich der Schlämmungsverlust beim DIOS-Verfahren
auf 10 – 20%, und deswegen wird, falls dieses Verfahren auf einen handelsüblichen
Ofen angewendet wird, ein beträchtliches Problem auftreten. Unter Berücksichtigung
der Produktivität des herkömmlichen Reduktionsofens liegt der Level des zulässigen
Schlämmungsverlustes bei ungefähr 5%.
Unterdessen wird, falls die Gasgeschwindigkeit innerhalb des Ofens
zu hoch ist, die Auslaugungsmenge der feinen Teilchen angehoben und verringert so
den Erholungsgrad. Auf der anderen Seite sondern sich die groben Teilchen, falls
die Flussgeschwindigkeit zu niedrig ist, auf den Gasverteiler ab, wodurch sie den
Fluss des Reduktionsgases behindern. Dies führt zu einer nicht gleichmäßigen Reduktion
und zu einem Haftenbleiben, was darin resultiert, dass das Reduktionsverfahren zum
Stillstand kommt. Diese Zusammenkleberscheinung ist ein ernstes Problem bei der
Reduzierung der groben Eisenerzteilchen gewesen. Um dieses Problem zu überwinden
werden die Eisenerzteilchen mit einem Zusatz oder Kohlenstoff beschichtet, aber
in diesem Fall ist ein zusätzliches Verfahren erforderlich und erhöht so die Kosten.
JP-03-215621 schlägt ein Verfahren zur Behandlung von Eisenerz in
einem Verfahren vom Wirbelschichttyp vor, das darauf zielt, das Haftproblem zu überwinden,
ohne dass ein zusätzliches Verfahren erforderlich ist. Das Verfahren umfasst Schritte,
um die Zufuhrrate des Gases und eines nicht backenden Materials (z.B. Flussmittel)
zu steuern, daran angepasst, wie sich die Temperatur zwischen drei Teilen der Fließbettvorrichtung
verändert.
Dieses Verfahren umfasst jedoch keine Schritte, die darauf gerichtet
sind, außergewöhnlich feine Teilchen einzufangen, und so bleibt der Schlämmungsverlust
unvermindert.
Zusammenfassung der Erfindung
Um die oben beschriebenen herkömmlichen Probleme zu lösen, führten
die Erfinder Forschungsarbeiten und Experimente durch, und basierend auf den Ergebnissen
der Forschungsarbeiten und Experimente kamen sie dazu, die vorliegende Erfindung
vorzuschlagen.
Gemäß einem ersten Gesichtspunkt der Erfindung wird ein Verfahren
zur Verringerung eines Schlämmungsverlusts von feinen Eisenerzteilchen in einem
Reduktionsverfahren vom Wirbelschichttyp unter Verwendung einer Reduktionsvorrichtung
vom Wirbelschichttyp bereitgestellt, umfassend: einen Ofen vom Fließbetttyp zur
Aufnahme von Feineisenerz und eines Reduktionsgases (aufgenommen durch seine Unterseite),
um eine Wirbelschicht auszubilden, um so das feine Eisenerz zu reduzieren und ein
reduziertes Feineisenerz abzufördern und ein Austrittsgas ausströmen zu lassen;
und einen Zyklon zum Einfangen der feinen Eisenerzteilchen aus dem Austrittsgas,
um das Austrittsgas nach seiner Trennung von den Feineisenerzteilchen abzuführen
und die Feineisenerzteilchen zum Ofen vom Wirbelschichttyp im Kreislauf umzupumpen,
wobei das Verfahren den folgenden Schritt umfasst: Beschicken des Ofens vom Wirbelschichttyp
mit 3 – 6 Vol.-% Kalkstein (CaCO3) oder Dolomit (CaCO3,
MgCO3) zusammen mit dem Feineisenerz.
Bevorzugterweise hat der Zusatz eine Teilchengröße von 0,15 mm oder
weniger.
Deshalb ist es ein Vorteil der vorliegenden Erfindung, ein Verfahren
zur Verringerung des Schlämmungsverlusts von feinem Eisenerz in
einem Reduktionsverfahren vom Wirbelschichttyp anzugeben, bei dem ein Zusatz zusammen
mit dem Feineisenerz einem Ofen vom Wirbelschichttyp zugeführt wird, wodurch der
Schlämmungsverlust des Feineisenerzes verringert wird.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
Der oben stehende Gegenstand und andere Vorteile der Erfindung werden
durch eine detaillierte Beschreibung des bevorzugten, nicht begrenzenden Ausführungsbeispiels
der vorliegenden Erfindung unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen offensichtlicher,
wobei:
1 zeigt eine schematische Aufrissansicht
des herkömmlichen Feineisenerzreduktionsofens vom Wirbelschichttyp;
2 zeigt eine schematische Aufrissansicht
des experimentellen Feineisenerzreduktionsofens vom Wirbelschichttyp gemäß der vorliegenden
Erfindung;
3 zeigt eine schematische Aufrissansicht
eines anderen Ausführungsbeispiels des experimentellen Feineisenerzreduktionsofens
vom Wirbelschichttyp gemäß der vorliegenden Erfindung; und
4 ist eine graphische Darstellung, die
die Veränderung der Auslaugungsrate bezüglich der zugefügten Menge des Zusatzes
darstellt.
Detaillierte Beschreibung der bevorzugten Ausführungsbeispiele
Die vorliegende Erfindung stellt ein Verfahren zur Reduktion eines
feinen Eisenerzes in einem Ofen vom Wirbelschichttyp mit einem Zyklon bereit. Tatsächlich
kann die vorliegende Erfindung jedoch auf eine Mehrstufenreduktionsvorrichtung vom
Fließbetttyp angewendet werden.
Im Verfahren zur Reduktion eines feinen Eisenerzes unter Verwendung
eines Ofens vom Fließbetttyp und eines Zyklons wird der Ofen vom Wirbelschichttyp
mit feinem Eisenerz beschickt und durch den untersten Teil des Ofens wird ein Reduktionsgas
zugeführt, um das feine Eisenerz zu reduzieren, während eine Wirbelschicht ausgebildet
wird. Unter dieser Bedingung bewegen sich kleine Teilchen, die im Abführgas enthalten
sind, zum Zyklon. Dann werden die feinen Teilchen durch den Zyklon vom Abführgas
getrennt, um zum Wirbelschichttypofen zu zirkulieren, während ein Teil der feinen
Teilchen zusammen mit großen Teilchen durch eine Abführöffnung zur Außenseite des
Reduktionsofens abgeführt werden.
In dem Fall, in dem ein feines Eisenerz mit einer breiten Verteilung
der Teilchengröße in dem Ofen vom Wirbelschichttyp reduziert wird, wird das Eisenerz
in der ersten Reaktionsstufe vermindert, und deshalb belegen manchmal die neu hergestellten
feinen Teilchen den größeren Teil. Demgemäß nehmen die zirkulierenden feinen Teilchen
im Zeitverlauf mehr und mehr zu. Als Folge wird, falls die Kapazität des Zyklons
kleiner ist als die zirkulierende Menge der feinen Teilchen, die Leistung des Zyklons
deutlich erniedrigt. Weiterhin wird in diesem Fall die Menge des Schlämmungsverlustes
größer als die Menge der feinen Teilchen, die zum Reduktionsofen zurückkehren. Deshalb
kann sich das Zirkulationsrohr zusetzen, mit dem Ergebnis, dass die gesamte Menge
der zirkulierenden feinen Teilchen zur Außenseite abgefördert wird.
Dieses wiederum verursacht ein Sekundärproblem am Reduktionsofen,
an der Gasaufbereitungseinheit und am Wasseraufbereitungssystem, wodurch es zu einem
Anhalten des Reduktionsverfahrens kommt.
Um die oben angegebenen Probleme zu lösen, wird die vorliegende Erfindung
auf eine solche Weise durchgeführt, dass Kalksteinteilchen oder Dolomitteilchen
von 0,15 mm als ein Zusatz zusammen mit dem feinen Eisenerz in den Ofen vom Wirbelschichttyp
zugeführt werden, wodurch sie den Schlämmungsverlust der feinen Eisenerzteilchen
verhindern und das Degradationsphänomen verhindern.
Die vorliegende Erfindung wird detaillierter beschrieben.
Das heißt, die feinen Zusatzteilchen, die zusammen mit den feinen
Einsenerzteilchen in den Reduktionsofen zugeführt werden, haben eine kleinere Dichte,
und deshalb verlassen alle von ihnen das Fließbett, und kommen dann zusammen mit
den feinen Eisenerzteilchen am Zyklon an. Dann wechselwirken die feinen Zusatzteilchen,
die so am Zyklon angekommen sind, mit den feinen Eisenerzteilchen, so dass die feinen
Eisenerzteilchen mit den Zusatzteilchen beschichtet werden. In der Folge nehmen
die Pseudoteilchengrößen zu, und diese Eisenerzteilchen mit Pseudoteilchengrößen
werden im Kreislauf zum Reduktionsofen umgepumpt. So wird durch eine Beschickung
des Ofens vom Fließbetttyp mit feinen Zusatzteilchen die Menge der feinen Eisenerzteilchen,
die den Zyklon durchlaufen, auf einer bestimmten Stufe stabilisiert, wodurch der
Zyklon auf einer hohen Leistungsfähigkeit gehalten wird.
Bei der vorliegenden Erfindung sollte die Beschickungsmenge der feinen
Zusatzteilchen bevorzugter Weise auf 3 – 6% begrenzt sein. Der Grund ist der
folgende. Das heißt, falls die Beschickungsmenge weniger als 3% beträgt, ist die
Hinzufügungswirkung unzureichend, während, falls sie 6% überschreitet, dann die
innere Temperatur des Ofens auf Grund der Wärmeabsorptionszersetzungsreaktion des
Zusatzes mit dem Reduktionsgas verlässlich erniedrigt wird.
Die Teilchengröße des Zusatzes sollte bevorzugterweise 0,15 mm betragen,
und das ist so, weil die Zusatzteilchen bei dieser Teilchengröße leicht vom Zyklon
eingefangen werden können.
Unterdessen nimmt, nach der Pulverisierung der Feineisenerzteilchen,
der Anteil der Teilchen von 0,1 mm oder weniger auf ungefähr 30% zu, wobei dies
die allgemein bekannte Tatsache ist. Unter der Annahme, dass dies richtig ist, müssen
10 – 20% des Zusatzes relativ zur Gesamtmenge der Eisenerzteilchen von 0,1
mm oder weniger hinzugefügt werden. Es wurde durch die Experimente der Erfinder
bestätigt, dass dieser Bereich der Hinzufügung in Anbetracht der Abnahme des Flugverlustes
der feinen Eisenerzteilchen zu bevorzugen ist.
Bei einem anderen Verfahren, das kein Teil der Erfindung ist, wird
Schlamm zum feinen Eisenerz in einer Menge von 0,2 – 5,0% hinzugefügt, und
ein Mischen findet statt, um die feinen Eisenerzteilchen mit dem Schlamm zu bedecken.
Dann wird eine Trocknung bei einer Temperatur von 105 – 800°C für 1 –
24 Stunden durchgeführt. Dann werden die feinen Eisenerzteilchen mit dem darauf
aufgebrachten Schlamm dem Ofen vom Wirbelschichttyp zugeführt, wodurch sie den Auslaugungsverlust
der feinen Eisenerzteilchen verhindern und das Degradationsphänomen verhindern.
Der bei dem zuvor erwähnten Verfahren, das kein Teil der Erfindung
bildet, verwendbare Schlamm, ist zunächst der Schmelzofenschlamm, der dadurch erhalten
wird, dass die Stäube des Abfördergases, das von einem Schmelzofen abgefördert wird,
mit Wasser aufgefangen werden. Zweitens ist es der Schlamm, der erhalten wird, indem
die Stäube des Abfördergases, das von einem Ofen vom Fließbetttyp abgefördert wird,
durch Wasser aufgefangen werden. Das typische Herstellungsverfahren für geschmolzenes
Eisen umfasst das COREX-Verfahren und das FINEX-Verfahren.
Die vorzuziehende Zusammensetzung des Schlamms umfasst: 5 –
50% T.Fe, 2 –20% SiO2, 3 – 30% CaO, 2 – 11,5% Al2O3,
1 – 3,5% MgO, 2 – 9 % C, 1% oder weniger TiO2, 1% oder weniger
P2O5, 1,5% oder weniger K2O, 0,1% oder weniger
Na2O und 1% oder weniger S.
Unter den oben stehenden Bestandteilen verhindern CaO, MgO, Al2O3
und C das Wachsen des zellulären Eisens und in der Folge das Aneinanderhaften zwischen
den Teilchen. Weiterhin verhindern CaO und MgO das Ausschlämmen der feinen Eisenerzteilchen,
wodurch sie den Eisenerholungsgrad verbessern.
Obwohl CaO, MgO und Al2O3 beim Verhindern der
Erscheinung des Aneinanderhaftens wirksam sind, wird, falls ihr Gehalt unangemessen
hoch ist, dann das Ansehen des schließlich reduzierten Eisens verringert, und deshalb
sollte ihr Gehalt angemessen angepasst werden.
Weiterhin ist C ein starkes Mittel, um Haftung zu verhindern, und
je höher sein Gehalt ist, desto wirksamer ist es. Weiterhin produziert es ein Reduktionsgas
(C + CO2 = 2CO), um die Reduktionstauglichkeit zu erhöhen, während es
auch als eine Wärmequelle wirkt und als ein Reduktionsgas im Schmelzofen, um es
so möglich zu machen, die Verwendung von Kohle herabzusetzen.
Unterdessen ist S ein Bestandteil, der das Zusammenkleben antreibt,
und deshalb sollte es auf 1% oder weniger beschränkt sein.
Unterdessen sollte der auf die Feineisenerzteilchen aufgebrachte Schlamm
bevorzugterweise 0,2 – 5,0 Gew.% der Gesamtmenge der Feineisenerzteilchen
belegen. Falls die Menge des Schlammes bei weniger als 0,2% liegt, wird die Wirkung
zur Verhinderung des Aneinanderhaftens und der Degradation unzureichend. Auf der
anderen Seite wird, falls die Menge des Schlamms 5,0% überschreitet, der getrocknete
Schlamm derart verschlechtert, dass er zur Außenseite des Reaktionsbehälters geführt
wird, wodurch er möglicherweise einen Stillstand oder eine Störung
des Verfahrens verursacht.
Bei dem zuvor erwähnten Verfahren, das kein Teil der Erfindung ist,
wird unter Verwendung einer Drehofen-Vorrichtung oder dergleichen die oben erwähnte
Menge einer Schlamm-Suspensionsflüssigkeit mit einem feinen Roheisenerz vermischt.
So werden die feinen Eisenerzteilchen mit dem Schlamm umhüllt, und dann wird eine
Trocknung durchgeführt, bevor der Reduktionsofen mit den umhüllten Feineisenerzteilchen
beschickt wird.
Beim zuvor erwähnten Verfahren, das keinen Teil der Erfindung bildet,
wird die oben erwähnte Trocknung bei einer Temperatur von 105 – 800°C
für 1 – 24 Stunden durchgeführt.
Falls die Trocknungstemperatur zu niedrig liegt und/oder falls die
Trocknungszeit zu kurz ist, kann keine ausreichende Trocknung realisiert werden.
Deshalb werden dann, falls die umhüllten Teilchen dem Ofen zugeführt werden, die
umhüllten Teilchen agglomeriert, woraus sich ergibt, dass sich die Rohre zusetzen
und dass die Verwirbelung der Teilchen in dem Ofen vom Wirbelschichttyp nicht wirksam
ist, wodurch möglicherweise ein Stillstand des Verfahrens herbeigeführt wird.
Wie oben beschrieben kann durch die Umhüllung der feinen Eisenerzteilchen
mit dem Schlamm eine Degradation der Eisenerzteilchen aufgrund mechanischer oder
thermischer Stöße verhindert werden. Weiterhin kann das Aneinanderhaften, das über
dem Gasverteiler auftritt, wirksam verhindert werden, und der Produktivitätsverlust
aufgrund des Schlämmungsverlusts der feinen Eisenerzteilchen kann durchgreifend
verringert werden. Das heißt, falls die feinen Eisenerzteilchen dem Ofen vom Wirbelschichttyp
zugeführt werden, nachdem sie gemäß dem zuvor erwähnten Verfahren, das keinen Teil
der Erfindung bildet, mit dem Schlamm umhüllt wurden, können dann die Pulverisierung
der Eisenerzteilchen und der daraus folgende Auslaugungsverlust und die Erscheinung
des Aneinanderhaftens dank der Gegenwart von Kohlenstoff (C), Kalkstein (CaO) und
Aluminiumoxid (Al2O3) verhindert werden. Weiterhin wird dank
der Erzeugung des Reduktionsgases (C + CO2 → 2CO), verursacht durch
C, die Reaktion der festen Feineisenerzteilchen gefördert. Weiterhin ist C die Wärmequelle
und deshalb kann der Kohlenverbrauch herabgesetzt werden, wodurch sich die Wirtschaftlichkeit
verbessert.
Unterdessen kann bei der vorliegenden Erfindung der Abbau in der ersten
Stufe der Reduktion wirksam in Angriff genommen werden, indem ein Zusatz zusammen
mit dem feinen Eisenerz einem ersten Reduktionsofen zugeführt wird (z.B. einem ersten
Vorheiz- oder Vorreduktionsofen in einer dreistufigen Reduktionsvorrichtung vom
Wirbelschichttyp).
Nun werden sowohl die vorliegende Erfindung als auch andere Verfahren,
die keinen Teil der Erfindung bilden, spezifischer auf Basis tatsächlicher Beispiele
beschrieben.
<Beispiel 1: ein Verfahren gemäß der Erfindung>
Eine Reduktionsvorrichtung wie in 2 dargestellt
und mit einer Größe, wie sie in Tabelle 1 angegeben ist, wurde verwendet, um eine
Reduktion unter Bedingungen, wie sie in den Tabellen 1 – 6 angegeben sind,
durchzuführen. In dieser Situation wurde ein Ofen 21 vom Wirbelschichttyp
durch einen Beschickungstrichter 23 mit Feineisenerz beschickt, während
der Zusatz dem Ofen 21 vom Wirbelschichttyp durch einen Zusatzbeschickungstrichter
24 zugeführt wurde. Der Zusatz wurde in der Vorreduktionsstufe zugeführt,
während seine Menge zwischen 1 Gew.% und 10 Gew.% variierte.
Dann wurde das vorreduzierte Eisen dem Feineisenerzbeschickungstrichter
23 erneut zugeführt, wobei ein beweglicher Behälter 25 verwendet
wurde, und wodurch die endgültige Reduktion durchgeführt wurde. Unter Bezugnahme
auf 2 steht das Bezugszeichen 22 für einen
Zyklonen, 28 bezeichnet einen Gasverteiler und 29 bezeichnet ein
Zirkulationsrohr.
Nachdem die Vorreduktion und die Endreduktion in der oben angegebenen
Weise durchgeführt wurden, wurde die Veränderung der Schlämmungsrate in Abhängigkeit
der Hinzufügungsmenge des Zusatzes überprüft, und die überprüften Ergebnisse werden
in Tabelle 4 unten angezeigt.
<Tabelle 1> Höhe und Innendurchmesser des Reduktionsofens vom Wirbelschichttyp<Tabelle 2> Zusammensetzung und Größenverteilung der feinen Roheisenerzteilchen<Tabelle 3> Zusammensetzung und Größenverteilung von Kalkstein<Tabelle 4> Zusammensetzung und Größenverteilung von Dolomit<Tabelle 5> Zusammensetzung, Temperatur und Druck des Reduktionsgases<Tabelle 6> Gasgeschwindigkeit innerhalb des Wirbelschichttyp-Ofens
Wie oben in Tabelle 3 gezeigt, war die Auslaugungsrate, wenn die Menge
des Zusatzes zu klein war, zu hoch. In dem Fall, in dem die Hinzufügung des Zusatzes
dem Bereich der vorliegenden Erfindung entsprach, war die Ausschlämmungsrate sehr
niedrig. Weiterhin war, falls die Hinzufügungsmenge des Zusatzes zu hoch war, die
Auslaugungsrate vergleichsweise hoch. Unterdessen konnte in dem Fall, in dem kein
Zusatz hinzugefügt wurde, ein Schlämmungsverlust von ungefähr 40 % beobachtet werden.
Unterdessen sind die Anwesenheit und Abwesenheit des Aneinanderhaftens
vor und nach der Hinzufügung des Zusatzes zusammen mit der durchschnittlichen Reduktionsrate
in Tabelle 7 unten gezeigt. Wie in Tabelle 7 gezeigt, traten in dem Fall, in dem
kein Zusatz hinzugefügt wurde, Teilchenagglomerationen innerhalb einer Stunde nach
dem Beginn des Reduktionsexperiments auf, und deshalb konnte aufgrund der nicht
gleichmäßigen Teilchenverwirbelung kein stabiles Verfahren durchgeführt werden,
und aufgrund ernster Druckschwankungen. Auf der anderen Seite trat in dem Fall,
in dem der Zusatz hinzugefügt wurde, aufgrund der ruhigen Verwirbelung der Teilchen
keine Teilchenagglomeration auf, wodurch es ermöglicht wurde, ein stabiles Verfahren
durchzuführen. Es wurde jedoch beobachtet, dass in dem Fall, in dem der Zusatz hinzugefügt
wurde, die durchschnittliche Reduktionsrate etwas erniedrigt wurde. Wie oben beschrieben,
kann dies dem Abfall der Temperatur durch die Hinzufügung des Zusatzes zugeschrieben
werden.
<Tabelle 7> Anwesenheit und Abwesenheit des Haftens vor und nach der
Hinzufügung des Zusatzes und Veränderung der durchschnittlichen Reduktionsrate<Beispiel 2: Ein anderes Verfahren, das keinen Teil der
Erfindung bildet>
Die Reduktionsvorrichtung 30 der 3
wurde verwendet, und ein Schlamm und ein rohes Feineisenerz wurden innerhalb eines
Drehofens 36 vermischt, um die feinen Eisenerzteilchen mit dem Schlamm
zu umhüllen. Dann wurde eine Trocknung durchgeführt, und der Ofen 31 vom
Wirbelschichttyp wurde mit den getrockneten, umhüllten Teilchen durch den Beschickungstrichter
33 beschickt. Dann wurden die zugeführten Eisenerzteilchen vorreduziert,
während sie eine Wirbelschicht aus Blasen und die Teilchen ausbilden. Unter dieser
Voraussetzung betrug die vermischte Menge des Schlamms 2,5 % des gesamten Eisenerzes,
und die Trocknungstemperatur innerhalb des Drehofens 36 betrug 550°C.
Das vorreduzierte Eisenerz wurde dem Beschickungstrichter
33 für das feine Eisenerz unter Verwendung eines beweglichen Behälters
35 wieder zugeführt, wodurch eine Endreduktion durchgeführt wurde. Die
Reduktionsvorrichtung der 3 war grundsätzlich dieselbe
wie die der 2, mit der Ausnahme der Tatsache, dass
dort der Drehofen 36 verwendet wurde.
Die Zusammensetzungen des Schlamms und des feinen Eisenerzes, die
in dem Beispiel verwendet wurden, sind wie in den Tabellen 8 und 9 unten angegeben.
Im Übrigen waren die Reduktions- und Verfahrensbedingungen die gleichen wie in den
Tabellen 1, 2, 5 und 6.
<Tabelle 8><Tabelle 9>
Nach der Durchführung des Experiments mit der oben angegebenen Vorrichtung
und bei den oben angegebenen Verfahrensbedingungen, wurde die Teilchengrößenverteilung
der Teilchen, die durch den Zyklon 32 eingefangen wurden, gemessen, und
die Ergebnisse sind in der Tabelle 10 unten dargestellt.
Weiterhin wurden die Schlämmungsverluste und die Ausschlämmungsraten
vor und nach der Umhüllung mit Schlamm gemessen, und die gemessenen Ergebnisse sind
in Tabelle 10 unten gezeigt.
Weiterhin wurden vor und nach der Umhüllung mit Schlamm Messungen
bezüglich des Vorhandenseins des Aneinanderhaftens, der durchschnittlichen Reduktionsrate
und des Kohlenstoffgehalts des endgültig reduzierten Eisens durchgeführt. Die Ergebnisse
sind unten in Tabelle 11 gezeigt.
Wie aus Tabelle 10 ersichtlich war, lag, wenn die Auslaugungsrate
am Zyklon 32 gemessen wurde, der Bereich der Teilchengröße der Teilchen,
die vom Ofen hinausgeführt worden waren und am Zyklon detektiert wurden bei 0,005
mm oder weniger. Bezüglich der Menge der Teilchen, die zur Außenseite weggeflogen
waren, zeigte sich jedoch in dem Fall, in dem der Schlamm nicht zugemischt wurde,
ein Schlämmungsverlust von 40 – 45 %. Im Gegensatz dazu war in dem Fall, in
dem der Schlamm zugemischt wurde, der Flugverlust so niedrig wie 10 – 15%.
Unterdessen traten, wie in Tabelle 11 gezeigt, in dem Fall, in dem
der Schlamm nicht zugemischt war, innerhalb einer Stunde nach dem Start des Reduktionsexperiments
Teilchenagglomerationen auf und deshalb konnte aufgrund des nicht gleichmäßigen
Fließbettes und aufgrund einer ernsthaften Schwankung des Drucks kein stabiles Verfahren
durchgeführt werden. Im Gegensatz dazu traten in dem Fall, in dem der Schlamm zugemischt
wurde, keine Teilchenagglomerationen auf und deshalb konnte Dank der ruhigen Verwirbelung
des Teilchen-Fließbetts ein stabiles Verfahren durchgeführt werden. Entsprechend
wurden die Reduktionsraten in den entsprechenden Stufen zu einem merklichen Grad
verbessert.
Nach dem Experiment wurde der Kohlenstoffgehalt des endgültig reduzierten
Eisens gemessen, und die Ergebnisse waren wie folgt. Das heißt, in dem Fall, in
dem der Schlamm zugemischt wurde, wurde der Kohlenstoffgehalt um das 30 –40
-Fache im Vergleich mit dem Fall, in dem der Schlamm nicht zugemischt wurde, erhöht.
Dies führt zu dem Vorteil, dass die Kohlenstoffeingabe während der Beschickung mit
dem feinen Eisenerz gesichert werden kann.
<Tabelle 10> Degradationsrate und Schlämmungsrate bezüglich der Verteilung
der Teilchengröße vor und nach der Umhüllung mit Schlamm<Tabelle 11 > Auftreten des Aneinanderhaftens, durchschnittliche Reduktionsrate
und Schwankung des Kohlenstoffgehalts vor und nach der Umhüllung mit Schlamm
Gemäß der vorliegenden Erfindung wie oben beschrieben wird ein Zusatz
zusammen mit dem Feineisenerz zugeführt, wodurch der Auslaugungsverlust des Feineisenerzes
verringert wird. Auf diese Weise werden die Degradation und das Aneinanderhaften
der Eisenerzteilchen verhindert, und der Schlämmungsverlust der Feineisenerzteilchen
wird verringert.
Anspruch[de]
Verfahren zur Verringerung eines Schlämmungsverlusts von feinen Eisenerzteilchen
in einem Reduktionsverfahren von Wirbelschichttyp unter Verwendung einer Reduktionsvorrichtung
vom Wirbelschichttyp, umfassend: einen Ofen vom Wirbelschichttyp zur Aufnahme eines
feinen Eisenerzes und eines Reduktionsgases, aufgenommen durch seine Unterseite,
um eine Wirbelschicht auszubilden, um so das feine Eisenerz zu reduzieren und so
ein reduziertes feines Eisenerz abzufördern und ein Austrittsgas ausströmen zu lassen;
und einen Zyklon zum Einfangen der feinen Eisenerzteilchen aus dem Austrittsgas,
um das Austrittsgas nach seiner Trennung von den feinen Eisenerzteilchen abzuführen
und die feinen Eisenerzteilchen nach ihrer Trennung vom Austrittsgas im Kreislauf
zum genannten Ofen vom Wirbelschichttyp zurückzuführen, dadurch gekennzeichnet,
dass das Verfahren den folgenden Schritt umfasst:
Beschicken des genannten Ofens vom Wirbelschichttyp mit 3 – 6 Vol% Kalkstein
(CaCO3) oder Dolomit (CaCO3, MgCo3) zusammen mit
dem feinen Eisenerz.
Verfahren nach Anspruch 1, wobei der Zuschlag eine Teilchengröße von
0,15 mm oder weniger hat.