Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Herstellen
eines Fe-B-R-basierten Dauermagneten mit exzellentem korrosionsresistenten Film.
Genauer gesagt, bezieht sich die vorliegende Erfindung auf ein Verfahren zur Herstellen
eines Fe-B-R-basierten Dauermagneten, welcher auf seiner Oberfläche einen exzellenten
korrosionsresistenten Film mit exzellenter Anhaftung an der Oberfläche des Magneten
aufweist, der einfach und zu niedrigen Kosten ausgebildet werden kann, ohne eine
Plattierungsbehandlung und eine Behandlung unter Verwendung von hexavalentem Chrom
durchzuführen, und der eine stabile hochmagnetische Charakteristik zeigen kann,
die nicht beeinträchtigt werden kann, selbst falls der Magnet unter Hochtemperatur-
und Hochfeuchtebedingungen einer Temperatur von 80°C und einer relativen Feuchte
von 90% stehen gelassen wird.
Beschreibung verwandten Stands der Technik
Ein Fe-B-R-basierter Dauermagnet, für den ein Fe-B-Nd-basierter Dauermagnet
repräsentativ ist, wird in der Praxis bei verschiedenen Anwendungen verwendet, weil
er aus einem preiswerten Material, reich in natürlichen Ressourcen, hergestellt
wird und eine hohe magnetische Charakteristik aufweist.
Jedoch ist ein Fe-B-R-basierte Dauermagnet dafür anfällig, durch Oxidation
an der Atmosphäre zu korrodieren, weil er hochreaktives R und Fe enthält. Wenn der
Fe-B-R-basierte Dauermagnet verwendet wird, ohne jeglicher Behandlung unterworfen
worden zu sein, schreitet die Korrosion des Magneten aufgrund des Vorhandenseins
einer kleinen Menge von Säure, Base und/oder Wasser von seiner Oberfläche aus fort,
um Rost zu erzeugen, wodurch Abbau und Dispersion der Magneteigenschaften einhergeht.
Wenn weiterhin der Magnet mit darin erzeugtem Rost in einer Vorrichtung, wie etwa
einer magnetischen Schaltung, eingebaut wird, besteht die Möglichkeit, dass der
Rost sich verteilt, und so umgebende Teile oder Komponenten verschmutzt.
Es gibt bereits einen vorgeschlagenen Magneten, der einen korrosionsbeständigen
metallplattierten Film auf seiner Oberfläche aufweist, der durch einen Nassplattierprozess,
wie etwa ein stromloses Plattierverfahren und ein Elektroplattierverfahren, gebildet
wird, um die Korrosionsresistenz des Fe-B-R-basierten Dauermagneten im Hinblick
auf den oben beschriebenen Punkt zu verbessern (siehe japanische Patentveröffentlichung
Nr. 3-74012). Bei diesem Verfahren kann jedoch eine bei der Vorbehandlung vor der
Plattierungsbehandlung verwendete saure oder alkalische Lösung in den Poren des
Magneten zurückbleiben, wodurch der Magnet im Verlaufe der Zeit in einigen Fällen
korrodieren kann. In der EP 0 502 475 A2
wird ein Verfahren beschrieben, bei dem die Oberfläche eines Verbundmagneten mit
einer Nickellösung in Anwesenheit eines organischen Säuresalzes behandelt wird,
um eine Nickelschutzoberflächenschicht zu erzeugen. Zusätzlich ist der Magnet bezüglich
seiner Widerstandsfähigkeit gegenüber Chemikalien schlecht und aus diesem Grund
kann die Oberfläche des Magneten während der Plattierungsbehandlung korrodieren.
Selbst falls der metallplattierte Film auf der Oberfläche des Magneten, wie oben
beschrieben, ausgebildet wird, kann weiterhin, falls der Magnet einem Korrosionstest
unter Bedingungen einer Temperatur von 60°C und einer relativen Feuchte von
90% unterworfen wird, die Magneteigenschaft des Magneten nach einem Verstreichen
von 100 Stunden um 10% oder mehr gegenüber dem Anfangswert abgebaut werden.
Es gibt auch ein konventionellerweise vorgeschlagenes Verfahren, bei
dem ein korrosionsresistenter Film, wie etwa ein Phosphatfilm oder ein Chromatfilm,
auf der Oberfläche eines Fe-B-R-basierten Dauermagnets ausgebildet wird (siehe japanische
Patentveröffentlichung Nr. 4-22008). Der bei diesem Verfahren gebildete Film ist
bezüglich seiner Anhaftung an der Oberfläche des Magneten ausgezeichnet, es kann
jedoch, falls er einem Korrosionstest unter Bedingungen einer Temperatur von 60°C
und einer relativen Feuchte von 90% unterworden wird, die magnetische Eigenschaft
des Magneten nach Verstreichen von 300 h um 10% oder mehr gegenüber dem Ausgangswert
abgebaut werden.
Bei einem konventionell vorgeschlagenen Verfahren zum Verbessern der
Korrosionsresistenz des Fe-B-R-basierten Dauermagneten, d.h. bei einem sogenannten
Aluminium-Chromat-Behandlungsverfahren (siehe japanische Patentveröffentlichung
Nr. 6-66173) wird eine Chromatbehandlung nach Ausbildung eines Aluminiumfilms durch
ein Dampfabscheidungsverfahren durchgeführt. Dieses Verfahren verbessert die Korrosionsresistenz
des Magneten beachtlich. Jedoch setzt die bei diesem Verfahren eingesetzte Chromatbehandlung
hexavalentes Chrom ein, was für die Umwelt unerwünscht ist und aus diesem Grund
ist ein Abfallflüssigkeitsbehandlungsverfahren kompliziert. Es wird befürchtet,
dass ein mit diesem Verfahren gebildeter Film den menschlichen Körper während der
Handhabung des Magneten beeinflusst, weil er doch eine kleine Menge hexavalenten
Chroms enthält.
Eine andere Oberflächenbehandlung ist in den Patent-Zusammenfassungen
aus Japan, Band 1995, Nr. 11, 26.12.1995 und JP
072 30 906 A beschrieben, wobei die Oberfläche eines Nd-Fe-B-Legierungsmagneten
mit einem organischen denaturierten Siliziumdioxidfilm mittels Gelbildung beschichtet
wird.
Andererseits existiert ein konventionell vorgeschlagenes Verfahren,
bei dem eine primäre Abdeckschicht aus einem als Hauptkomponente verwendeten Metall
auf der Oberfläche eines Fe-B-R-basierten Dauermagneten ausgebildet wird und eine
Glasschicht auf der Oberfläche der primären Abdeckschicht ausgebildet wird (siehe
japanische Patentanmeldungs-Offenlegungsschrift Nr. 1-165105). Falls die primäre
Abdeckschicht unter Verwendung einer Nassplattierung ausgebildet wird, kann der
Magnet im Verlaufe der Zeit korrodieren, wie oben beschrieben. Falls beispielsweise
die primäre Abdeckschicht durch ein Aufdampfverfahren, wie etwa ein Vakuumaufdampfverfahren,
ausgebildet wird, ist es möglich, einen Magneten bereitzustellen, der dieses Problem
nicht aufweist und eine exzellente Korrosionsresistenz hat. Jedoch wird zur Durchführung
des Dampfabscheidungsverfahrens eine große Vorrichtung benötigt und darüber hinaus
ist diese Vorrichtung teuer. Es wird für die Oberfläche des Magneten als Vorbehandlung
eine Reinigungsbehandlung erforderlich und um die aus einem leicht oxidiertem Metall,
das als Hauptkomponente verwendet wird, wie etwa Aluminium, Zinn, Zink und dgl.,
ausgebildete primäre Abdeckschicht auszubilden, wird ein extrem hoher Vakuumgrad
benötigt. Aus diesem Grund wird eine Evakuierungsbehandlung über einen langen Zeitraum
erfordert und daher können eine Verkomplizierung des Herstellverfahrens und die
Verlängerung der für das Herstellverfahren benötigten Zeit nicht vermieden werden.
Zusammenfassung der Erfindung
Demgemäss ist es eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein verfahren
zur Herstellung eines Fe-B-R-basierten Dauermagneten bereitzustellen, der auf seiner
Oberfläche einen exzellent korrosionsresistenten Film mit einer ausgezeichneten
Adhäsion an der Oberfläche des Magneten aufweist, die in der Lage ist, einfach und
zu niedrigen Kosten ausgebildet zu werden, ohne eine Plattierungsbehandlung und
eine Behandlung unter Verwendung von hexavalentem Chrom auszuführen, und der auch
eine stabile hochmagnetische Charakteristik zeigen kann, die nicht beeinträchtigt
werden kann, selbst falls der Magnet unter Hochtemperatur- und Hochfeuchtebedingungen
einer Temperatur von 80°C und einer relativen Feuchte von 90% stehen gelassen
wird.
Die jetzigen Erfinder haben verschiedene eifrige Studien im Hinblick
auf die obigen Punkte durchgeführt und haben als Ergebnis gefunden, dass, wenn ein
Fe-B-R-basierter Dauermagnet und Metallstücke einer azirkulären oder säulenartigen
Form mit einer Längengröße von 0,05 mm bis 10 mm in einem Behandlungsbehälter eingegeben
werden und im Behandlungsbehälter geschüttelt (vibriert) und/oder bewegt werden,
ein aus dem Metallstück erzeugtes feines Metallpulver auf der Oberfläche des Magneten
abgelagert werden kann, um einen Film zu bilden; dass, wenn ein Metalloxidfilm auf
dem Metallfilm durch einen Solgelprozess gebildet wird, der Metalloxidfilm eng an
der Oberfläche des Metallfilms auf dem Magneten anhaftet, um die Korrosionsbeständigkeit
des Magneten zu verbessern; und dass der Einfluss auf den menschlichen Körper und
die Umwelt durch Verwendung des Solgelprozesses beachtlich vermindert werden kann
und darüber hinaus ein solches Herstellverfahren sehr einfach ist.
Die vorliegende Erfindung ist basierend auf diesem Wissen vollendet
worden. Um die obige Aufgabe zu erfüllen, wird gemäß einem ersten Aspekt und Merkmal
der vorliegenden Erfindung ein Verfahren zur Herstellung eines Dauermagneten mit
einem Metalloxidfilm auf seiner Oberfläche mit einem dazwischen angeordneten Metallfilm
bereitgestellt, dass die Schritte des Platzierens eines Fe-B-R-basierten Dauermagneten
und von Metallstücken einer azirkulären oder säulenartigen Form mit einer Längengröße
von 0,05 mm bis 10 mm in einen Behandlungsbehälter, wo sie geschüttelt und/oder
bewegt werden, um so einen Metallfilm auf der Oberfläche des Magneten auszubilden;
Auftragens auf die Oberfläche des Metallfilms einer Sollösung, die durch die hydrolytische
Reaktion und die Polymerisierungsreaktion einer Metallverbindung hergestellt ist
und ein Ausgangsmaterial für einen Metalloxidfilm darstellt; und Unterwerfen der
aufgetragenen Sollösung einer Wärmebehandlung, um diesen Metalloxidfilm zu bilden.
Gemäß einem zweiten Aspekt und Merkmal der vorliegenden Erfindung,
zusätzlich zum ersten Merkmal, wird das Metallstück verwendet, um diesen Metallfilm,
der aus mindestens einer Metallkomponente hergestellt ist, die aus der Gruppe ausgewählt
ist, die aus Aluminium, Zinn und Zink besteht, auszubilden.
Gemäß einem dritten Aspekt und Merkmal der vorliegenden Erfindung,
zusätzlich zum ersten Merkmal, liegt die Dicke des Metallfilms
in einem Bereich von 0,01 &mgr;m bis 1 &mgr;m.
Gemäß einem vierten Aspekt und Merkmal der vorliegenden Erfindung,
zusätzlich zum ersten Merkmal, wird die Sollösung verwendet, um diesen Metalloxidfilm,
der aus mindestens einer Metalloxidkomponente hergestellt ist, die aus der Gruppe
ausgewählt ist, die aus Aluminium(Al)-oxid, Silizium(Si)-oxid, Zirkonium(Zr)-oxid
und Titan(Ti)-oxid besteht, auszubilden.
Gemäß einem fünften Aspekt und Merkmal der vorliegenden Erfindung,
zusätzlich zum ersten Merkmal, wird die Sollösung verwendet, um diese Metallkomponente,
die die gleiche Metallkomponente wie die Metallkomponente des Metallfilms enthält,
auszubilden.
Gemäß einem sechsten Aspekt und Merkmal der vorliegenden Erfindung,
zusätzlich zum ersten Merkmal, liegt die Dicke des Metalloxidfilms in einem Bereich
von 0,01 &mgr;m bis 10 &mgr;m.
Gemäß einem siebten Aspekt und Merkmal der vorliegenden Erfindung,
zusätzlich zum ersten Merkmal, liegt der Gehalt an Kohlenstoff (C), der in dem Metalloxidfilm
enthalten ist, in einem Bereich von 50 ppm bis 1.000 ppm.
Gemäß einem achten Aspekt und Merkmal der vorliegenden Erfindung,
zusätzlich zum ersten Merkmal, ist der Metalloxidfilm aus einem Metalloxid gebildet,
das im wesentlichen eine amorphe Phase umfasst.
Mit dem Verfahren gemäß der vorliegenden Erfindung ist es möglich,
auf der Oberfläche des Magneten einen ausgezeichneten korrosionsresistenten Film
auszubilden, der einfach und zu niedrigen Kosten hergestellt werden kann, ohne eine
Plattierungsbehandlung oder eine Behandlung unter Verwendung von hexavalentem Chrom
durchzuführen und der eine exzellente Adhäsion an der Oberfläche des Magneten aufweist,
und der Magnet kann eine stabile hochmagnetische Charakteristik zeigen, die nicht
verschlechtert werden kann, selbst falls der Magnet für einen langen Zeitraum unter
Hochtemperatur- und Hochfeuchtebedingungen von einer Temperatur von 80°C und
einer relativen Feuchte von 90% stehlen gelassen wird. Somit ist es möglich, einen
Fe-B-R-basierten Dauermagneten mit exzellenter Korrosionsresistenz bereitzustellen.
Detaillierte Beschreibung der Erfindung
Es wird nunmehr ein Verfahren zum Ausbilden eines Metallfilms auf
der Oberfläche eines Magneten beschrieben, das ein Platzieren eines Fe-B-R-basierten
Dauermagneten und von Metallstücken in einem Behandlungsbehälter umfasst, wo sie
geschüttelt und/oder bewegt werden.
Es kann ein, einer Metallkomponente für einen gewünschten Metallfilm
entsprechendes, Metallstück verwendet werden. Ein Beispiel eines solchen Metallstücks
ist ein Metallstück, das aus zumindest einer Metallkomponente hergestellt ist, die
aus der Gruppe ausgewählt ist, welche aus Aluminium, Zinn, Zink, Kupfer, Eisen,
Nickel, Kobalt und Titan besteht. Diejenigen dieser Metallverbindungen, die einen
Metallfilm effizient auf einem gesinterten Magneten ausbilden können, sind Aluminium,
Zinn und Zink. Das Metallstück kann aus einer einzelnen Metallkomponente oder aus
einer Legierung gemacht sein. Ein aus einer Mehrzahl von Metallkomponenten hergestellter
Film kann unter Verwendung einer Mehrzahl von Metallstücken unterschiedlicher Metallkomponenten
ausgebildet werden.
Metallstücke mit verschiedenen Formen, wie etwa einer azirkulären
(drahtähnlichen) Form, einer säulenartigen Form und einer massiven Form werden verwendet,
aber vom Standpunkt des effizienten Herstellens eines feinen Metallpulvers, welches
das Ausgangsmaterial zum Ausbilden des Metallfilms ist, ist es essentiell, dass
ein azirkuläres oder säulenförmiges Metallstück mit einem scharfen Ende verwendet
wird.
Vom Standpunkt der effizienten Herstellung eines feinen Metallpulvers,
welches ein Ausgangsmaterial zum Ausbilden des Metallfilms ist, liegt die Längengröße
des Metallstücks in einem Bereich von 0,05 mm bis 10 mm, vorzugsweise in einem Bereich
von 0,3 mm bis 5 mm, bevorzugtererweise in einem Bereich von 0,5 mm bis 3 mm. Metallstücke
mit derselben Form und derselben Größe können verwendet werden und Metallstücke
mit unterschiedlichen Formen und unterschiedlichen Größen können in Kombination
verwendet werden.
Es ist wünschenswert, dass das Schütteln und/oder die Bewegung des
Magneten und der Metallstücke in einer trockenen Weise durchgeführt werden, im Hinblick
darauf, dass der Magnet und die Metallstücke anfällig dafür sind, zu oxidieren und
zu korrodieren. Das Schütteln und/oder die Bewegung des Magneten und der
Metallstücke kann bei Atmosphäre und bei Umgebungstemperatur durchgeführt werden.
Der bei der vorliegenden Erfindung verwendete Behandlungsbehälter erfordert keine
komplizierte Struktur und kann beispielsweise eine Behandlungskammer in einem Trommelapparat
sein. Der Trommelapparat ist eine bekannte Vorrichtung vom Rotationstyp, Vibrationstyp
oder Zentrifugaltyp. Im Fall des Rotationstyps ist es wünschenswert, dass die Rotationsgeschwindigkeit
auf einen Bereich von 20 U/min bis 50 U/min eingestellt wird. Im Falle des Schütteltyps
ist es wünschenswert, dass die Schüttelfrequenz in einem Bereich von 50 bis 100
Hz eingestellt wird und die Schüttelamplitude im Bereich von 3 mm bis 10 mm eingestellt
wird. Im Falle des Zentrifugaltyps ist es wünschenswert, dass die Anzahl der Drehungen
in einem Bereich von 70 U/min bis 200 U/min eingestellt wird.
Es ist wünschenswert, dass die Menge des Magneten und der Metallstücke,
die in dem Behandlungsbehälter platziert sind, in einem Bereich von 20 Vol.-% bis
90 Vol.-% des Innenvolumens des Behandlungsbehälters liegen. Falls die Menge kleiner
als 20 Vol.-% ist, ist sie zu klein und nicht von praktischem Nutzen. Falls die
Menge 90 Vol.-% übersteigt, besteht die Möglichkeit, dass ein Metallfilm nicht effizient
gebildet werden kann. Das Mengenverhältnis von Magnet zu Metallstücken ist wünschenswerterweise
3 oder weniger, ausgedrückt als Volumenverhältnis (Magnet/Metallstücke). Falls das
Volumenverhältnis 3 übersteigt, besteht die Möglichkeit, dass viel Zeit benötigt
wird, und daher ist ein 3 übersteigendes Volumenverhältnis nicht von praktischem
Nutzen. Die Behandlungszeit hängt von der Behandlungsmenge ab und ist üblicherweise
im Bereich von 1 h bis 10 h.
Beim oben beschriebenen Verfahren wird ein feines Metallpulver, das
aus dem Metallstück erzeugt wird, auf der Oberfläche des Magneten abgelagert, um
einen Metallfilm zu bilden. Das Phänomen der Ablagerung des feinen Metallpulvers
auf der Oberfläche des Magneten wird als eine besondere mechanochemische Reaktion
angesehen. Das feine Metallpulver wird fest auf der Oberfläche des Magneten abgelagert
und der gebildete Metallfilm zeigt eine exzellente Korrosionsresistenz. Vom Standpunkt
der Sicherstellung einer zufriedenstellenden Korrosionsresistenz ist es wünschenswert,
dass die Dicke des Metallfilms gleich oder größer als 0,01 &mgr;m ist. Die obere
Grenze für die Filmdicke ist nicht besonders beschränkt. Jedoch wird zum Ausbilden
eines Metallfilms mit einer Dicke oberhalb von 1 &mgr;m sehr viel Zeit benötigt
und daher ist dieses Verfahren geeignet zum Ausbilden eines Metallfilms mit einer
Dicke von 1 &mgr;m oder weniger.
Die Anhaftung zwischen der Oberfläche des Magneten und dem Metallfilm
kann dadurch verstärkt werden, dass der auf der Oberfläche des Magneten durch das
oben beschriebene Verfahren gebildete Metallfilm einer Hitzebehandlung unterworfen
wird. Die Hitzebehandlung kann in diesem Stadium ausgeführt werden, aber ein ähnlicher
Effekt kann selbst durch eine Hitzebehandlung zum Ausbilden eines Metalloxidfilms
bereitgestellt werden, das nachfolgend hier beschrieben wird. Es ist wünschenswert,
dass die Temperatur für die Hitzebehandlung gleich oder niedriger als 500°C
ist, weil die Möglichkeit besteht, dass, falls die Temperatur 500°C überschreitet,
eine Degradierung der magnetischen Eigenschaft auftritt oder der Metallfilm schmilzt.
Eine Prozedur zum Aufbringen einer Sollösung, welche durch die hydrolytische
Reaktion und die Polymerisierungsreaktion einer Metallverbindung hergestellt wird,
und welche das Ausgangsmaterial für einen Metalloxidfilm ist, auf die Oberfläche
des gebildeten Metallfilms und Unterwerfen der aufgetragenen Sollösung einer Wärmebehandlung,
um einen Metalloxidfilm zu bilden, wird unten beschrieben.
Der Metalloxidfilm kann ein aus einer einzelnen Metalloxidkomponente
gebildeter Film oder ein aus einer Mehrzahl von Metalloxidkomponenten gebildeter
kompositer Film sein. Die Metalloxidkomponente kann beispielsweise zumindest eine
sein, die ausgewählt aus der Gruppe, welche aus Aluminium(Al)-oxid, Silizium(Si)-oxid,
Zirkonium(Zr)-oxid und Titan(Ti)-oxid besteht.
Von den aus einem Einzelmetalloxid gebildeten Filmen kann der Siliziumoxidfilm
(SiOx-Film: 0 < x ≦ 2) bei einer niedrigen Temperatur im Vergleich
mit einem Fall gebildet werden, bei dem ein Film einer anderen Metalloxidkomponente
verwendet wird, weil die Sollösung zum Ausbilden des Films stabil im Vergleich zu
einer Sollösung zum Ausbilden eines anderen Metalloxidfilms ist und daher dieser
Siliziumoxidfilm vorteilhaft in Bezug darauf ist, dass der Einfluss auf die Magneteigenschaft
des Magnets vermindert werden kann. Zirkoniumoxidfilm (ZrOx-Film: 0 <
x ≦ 2) ist vorteilhaft in Bezug darauf, dass es nicht nur bezüglich Korrosionsresistenz,
sondern auch bezüglich Alkaliresistenz exzellent ist.
Falls der Metalloxidfilm ein solcher ist, der dieselbe Metallkomponente
wie die Metallkomponente des Metallfilms ist, der eine primäre Abdeckschicht ist
(z.B. wenn ein Aluminiumoxidfilm (Al2Ox-Film: 0 < x ≦ 3)
auf einem Aluminiumfilm gebildet wird), ist dieser Film vorteilhaft in Bezug darauf,
dass die Anhaftung an der Schnittstelle zwischen dem Metallfilm und dem Metalloxidfilm
fester ist.
Beispiele für den aus einer Mehrzahl von Metalloxidkomponenten gebildeten
Kompositfilm sind ein Si-Al-Kompositfilm (SiOx·Al2Oy-Film:
0 < x ≦ 2 und 0 < y ≦ 3), ein Si-Zr-Kompositfilm (SiOxZrOy-Film
: 0 < x ≤ 2 und 0 < y ≦ 2) und ein Si-Ti-Kompositfilm (SiOxTiOy-Film:
0 < x ≦ 2 und 0 < y ≦ 2). Der Kompositfilm, der eine Si-Oxidkomponente enthält,
ist vorteilhaft in Bezug darauf, dass die Sollösung relativ stabil ist und ein solcher
Film bei einer relativ niedrigen Temperatur ausgebildet werden kann und daher der
Einfluss auf die Magnetcharakteristik des Magneten vermindert werden kann. Ein,
eine Zr-Oxidkomponente erhaltender Kompositfilm ist vorteilhaft dahingehend, dass
er in Bezug auf die Alkaliresistenz exzellent ist.
Falls der Metalloxidfilm ein dieselbe Metallkomponente wie die Metallkomponente
des Metallfilms als primärer Abdeckschicht enthaltender Kompositfilm ist (z.B. wenn
ein Si-Al-Kompositoxidfilm auf einem Aluminiumfilm ausgebildet wird oder wenn ein
Si-Ti-Kompositoxidfilm auf einem Titanfilm ausgebildet wird), ist dieser Kompositfilm
vorteilhaft in Bezug darauf, dass die Adhäsion an der Schnittstelle zwischen dem
Metallfilm und dem Kompositfilm fester ist.
Die im Solgelverfahren verwendete Sollösung ist eine durch Präparieren
einer Metallverbindung, die eine Quelle zum Ausbilden eines Metalloxidfilms, eines
Katalysators, eines Stabilisators und Wasser ist, in einem organischen Lösungsmittel
hergestellte Lösung, um ein Kolloid durch die hydrolytische Reaktion und Polymerisierungsreaktion
herzustellen, so dass das Kolloid in der Lösung dispergiert ist.
Beispiele für die Metallverbindung als die Quelle zum Ausbilden des
Metalloxidfilms, die verwendet werden können, sind ein Metallalkoxid (das ein Alkoxid
mit zumindest einer Alkoxylgruppe sein kann, die mit einer Alkylgruppe, wie etwa
Methylgruppe und Ethylgruppe oder mit einer Phenylgruppe oder dgl. substituiert
ist), wie etwa Methoxid, Ethoxid, Propoxid, Butoxid; ein Metallcarboxylat, wie etwa
Oxalat, Acetat, Octylat und Stearat; eine Chelatverbindung, wie etwa Metallacetylacetonat;
und anorganische Salze, wie etwa Metallnitrat und Chlorid.
Falls die Stabilität und Kosten der Sollösung berücksichtigt werden,
ist es in Fällen einer zum Ausbilden eines Aluminiumoxidfilms verwendeten Aluminiumverbindung
und einer zum Ausbilden eines Zirkoniumoxidfilms verwendeten Zirkoniumverbindung
wünschenswert, ein Alkoxid mit einer Alkoxylgruppe, die 3 bis 4 Kohlenstoffatome
enthält, wie etwa Aluminium- und Zirkoniumpropoxide und Butoxide, ein Carboxylat,
wie etwa Metallacetat und -octylat, zu verwenden. Im Falle einer Silizium(Si)-Verbindung,
die zum Ausbilden eines Siliziumoxidfilms verwendet wird, ist es wünschenswert,
ein Alkoxid mit einer Alkoxylgruppe zu verwenden, die 1 bis 3 Kohlenstoffatome enthält,
wie etwa Siliziummethoxid, -ethoxid und -propoxid. Im Falle einer zum Ausbilden
eines Ti-Oxidfilms verwendeten Titan-(Ti)-Verbindung ist es wünschenswert, ein Alkoxid
zu verwenden, das eine Alkoxylgruppe aufweist, die 2 bis 4 Kohlenstoffatome enthält,
wie etwa Titanethoxid, -propoxid und -butoxid.
Um einen Kompositoxidfilm zu bilden, kann eine Mehrzahl von Metallverbindungen
in Form einer Mischung derselben verwendet werden und eine Metallkompositverbindung,
wie etwa ein Metallkompositalkoxid, kann allein oder in Kombination mit einer Metallverbindung
verwendet werden. Um beispielsweise einen Si-Al-Kompositoxidfilm zu bilden, kann
eine Si-Al-Kompositverbindung, wie etwa ein Si-Al-Kompositalkoxid mit einer Si-O-Al-Bindung
und Alkoxylgruppen (von denen einige mit einer Alkylgruppe, wie etwa Methylgruppe
und Ethylgruppe oder mit einer Phenylgruppe oder dgl. substituiert sein können),
die 1 bis 4 Kohlenstoffatome enthalten, verwendet werden. Besondere Beispiele solcher
Verbindungen sind (H3CO)3-Si-O-Al-(OCH3)2
und (H5C2O)3-Si-O-Al-(OC2H5)2.
Wenn ein Kompositoxidfilm unter Verwendung einer Mehrzahl von Metallverbindungen
geformt werden soll, ist das Mischverhältnis jeder Metallverbindung nicht besonders
beschränkt und kann gemäß den Verhältnissen von Komponenten für den gewünschten
Kompositoxidfilm festgelegt werden.
Wenn beispielsweise ein Si-Al-Kompositoxidfilm auf einem Aluminium(Al)-Film
zu bilden ist, ist es wünschenswert, dass eine Si-Verbindung und eine Al-Verbindung
bei Verwendung gemischt werden oder eine Si-Verbindung und eine Si-Al-Kompositverbindung
zur Verwendung gemischt werden, so das Molarverhältnis (Al/Si + Al) von Aluminium
zur Gesamtzahl von Molen an Silizium (Si) und Aluminium (Al), die im Si-Al-Kompositoxidfilm
enthalten sind, gleich oder größer als 0,001 ist. Durch Mischen solcher Verbindungen
im oben beschriebenen Molarverhältnis kann die Reaktivität an der Grenzfläche zum
Aluminiumfilm gesteigert werden, während ausgezeichnete Eigenschaften (die Sollösung
ist stabil und der Film kann bei einer relativ niedrigen Temperatur gebildet werden)
im Siliziumoxidfilm erhalten werden. Wenn eine Wärmebehandlung (die nachfolgend
beschrieben wird) bei 150°C oder niedriger nach Aufbringen der Sollösung auf
die Oberfläche des Metallfilms ausgeführt wird, ist das Molarverhältnis wünschenswerterweise
0,5 oder weniger. Wenn solch eine Behandlung bei 100°C oder
niedriger ausgeführt wird, ist das Molarverhältnis wünschenswerterweise 0,2 oder
niedriger. Dies liegt daran, dass es notwendig ist, die Temperatur bei der Wärmebehandlung
anzuheben, da das Verhältnis von eingemischtem Aluminium erhöht wird.
Das Verhältnis von zur Sollösung eingemengter Metallverbindung ist
wünschenswerterweise im Bereich von 0,1 Gew.-% bis 20 Gew.-% (in Bezug auf das Verhältnis
des Metalloxid, z.B. anhand des Verhältnis von SiO2 im Fall einer Verbindung,
und anhand des Verhältnisses von SiO2 + Al2O3 im
Falle einer Si-Verbindung einer Al-Verbindung). Falls das Verhältnis kleiner als
0,1 Gew.-% ist, besteht die Möglichkeit, dass ein überschüssiger Zyklus des filmbildenden
Schritts notwendig ist, um einen Film mit einer zufriedenstellenden Dicke auszubilden.
Falls das Verhältnis 20 Gew.-% übersteigt, besteht die Möglichkeit, dass die Viskosität
der Sollösung erhöht ist, wodurch es schwierig gemacht wird, den Film auszubilden.
Säuren wie etwa Essigsäure, Salpetersäure und Salzsäure können allein
oder in Kombination als Katalysator verwendet werden. Die geeignete Menge an zugegebener
(zugegebenen) Säure(n) ist durch die Wasserstoffionen-Konzentration in der hergestellten
Sollösung definiert, und es ist wünschenswert, dass die Säure(n) so zugegeben wird/werden,
dass der pH-Wert der Sollösung im Bereich von 2 bis 5 liegt. Falls der pH-Wert kleiner
als 2 ist oder 5 übersteigt, besteht die Möglichkeit, dass die hydrolytische Reaktion
und die Polymerisierungsreaktion zum Zeitpunkt der Herstellung einer Sollösung,
die zum Ausbilden eines Films geeignet ist, nicht gesteuert werden kann.
Falls notwendig, kann der zum Stabilisieren der Sollösung verwendete
Stabilisator, abhängig von der chemischen Stabilität einer verwendeten Metallverbindung,
geeignet ausgewählt werden, aber es wird eine Verbindung, die zum Ausbilden eines
Chelats mit dem Metall in der Lage ist, wie etwa ein &bgr;-Diketon, wie etwa Acetylaceton,
und eines &bgr;-Ketoesters, wie etwa Ethylacetoacetat, bevorzugt.
Die Menge des eingemischten Stabilisators ist wünschenswerterweise
gleich oder kleiner als 2 in Bezug auf das Molarverhältnis (Stabilisator/Metallverbindung),
wenn &bgr;-Diketon verwendet wird. Falls das Molarverhältnis 2 übersteigt, besteht
die Möglichkeit, dass die hydrolytische Reaktion und die Polymerisierungsreaktion
zur Herstellung der Solreaktion behindert werden können.
Wasser kann der Sollösung direkt oder indirekt durch eine chemische
Reaktion zugeführt werden, z.B. durch Verwenden von durch eine Veresterungsreaktion
mit einer Carboxylsäure hergestelltem Wasser, wenn ein Alkohol als Lösungsmittel
verwendet wird, oder durch Verwenden von Wasserdampf aus der Atmosphäre. Wenn Wasser
direkt oder indirekt der Sollösung zugeführt wird, ist das Molverhältnis von Wasser/Metallverbindung
wünschenswerterweise gleich oder kleiner als 100. Falls das Molverhältnis 100 übersteigt,
besteht die Möglichkeit, dass die Stabilität der Sollösung beeinflusst wird.
Das organische Lösungsmittel ist nicht beschränkt und kann jegliches
Lösungsmittel sein, welches dazu in der Lage ist, eine gesamte Metallverbindung,
einen Katalysator, einen Stabilisator und Wasser homogen zu lösen, welche Komponenten
der Sollösung sind, so dass das hergestellte Kolloid homogen in der Lösung dispergiert
ist. Beispiele für das organische Lösungsmittel, das verwendet werden kann, sind
ein niederer Alkohol, wie etwa Ethanol; ein Kohlenwasserstoffetheralkohol, wie Ethylenglykolmonoalkylester;
ein Acetat von Kohlenwasserstoffetheralkohol, wie etwa Ethylenglykolmonoalkyletheracetat;
ein Acetat eines niederen Alkohols, wie etwa Ethylacetat; und ein Keton, wie etwa
Aceton. Vom Standpunkt der Sicherheit während der Behandlung und der Kosten aus
ist es wünschenswert, dass niedere Alkohole, wie etwa Ethanol, Isopropylalkohol
und Butanol alleine oder in Kombination verwendet werden.
Die Viskosität der Sollösung hängt von der Kombination der verschiedenen
in der Sollösung enthaltenen Komponenten ab und ist wünschenswerterweise allgemein
gleich oder kleiner als 0,02 N·s/m2 (20 cP). Falls die Viskosität
0,02 N·s/m2 (20 cP) übersteigt, besteht die Möglichkeit, dass
es schwierig wird, einen Film gleichförmig zu bilden und während der Wärmebehandlung
Risse erzeugt werden können.
Die Zeit und Temperatur zum Herstellen der Sollösung hängen von der
Kombination der verschiedenen in der Sollösung enthaltenen Komponenten ab. Üblicherweise
liegt die Herstellzeit im Bereich von 1 min bis 72 h, und die Herstelltemperatur
liegt im Bereich von 0°C bis 100°C.
Beispiele des Verfahrens zum Auftragen der Sollösung auf die Oberfläche
des Metallfilms, das verwendet werden kann, sind ein Tauchbeschichtungsverfahren,
ein Aufsprühverfahren und ein Schleuderbeschichtungsverfahren.
Nach Aufbringen der Sollösung auf die Oberfläche des Metallfilms wird
die aufgetragene Sollösung einer Wärmebehandlung unterworfen. Die notwendige Erwärmungstemperatur
kann auf einem Pegel sein, der hinreicht, um zumindest das organische Lösungsmittel
zu verdampfen. Wenn beispielsweise Ethanol als organisches Lösungsmittels verwendet
wird, ist die Minimaltemperatur 80°C, was ein Siedepunkt von Ethanol ist. Wenn
andererseits ein gesinterter Magnet verwendet wird, besteht, falls die Erwärmungstemperatur
500°C übersteigt, die Möglichkeit, dass die Degradierung der magnetischen Eigenschaft
des Magneten verursacht wird und der Metallfilm geschmolzen wird. Daher ist die
Wärmetemperatur wünschenswerterweise im Bereich von 80°C bis 500°C, und
bevorzugtererweise ist sie im Bereich von 80°C bis 250°C, vom Standpunkt
des möglichst Verhinderns des Erzeugens von Rissen während des Abkühlens nach der
Wärmebehandlung. Wenn ein Verbundmagnet verwendet wird, muss die Temperaturbedingung
für die Wärmebehandlung unter Berücksichtung der wärmeresistenten Temperaturen eines
verwendeten Harzes eingestellt werden. Wenn beispielsweise ein unter Verwendung
eines Epoxidharzes oder eines Polyamidharzes hergestellter Verbundmagnet verwendet
wird, liegt die Erwärmungstemperatur wünschenswerterweise im Bereich von 80 bis
200°C im Hinblick auf die hitzeresistenten Temperaturen dieser Harze. Üblicherweise
ist die Erwärmungszeit im Bereich von 1 min bis 1 h.
Gemäß dem oben beschriebenen Verfahren kann ein im wesentlichen eine
amorphe Phase enthaltender Metalloxidfilm, der hinsichtlich der Korrosionsresistenz
ausgezeichnet ist, ausgebildet werden. Beispielsweise beinhaltet bei einem Si-Al-Kompositoxidfilm
dessen Struktur eine große Zahl von Si-O-Si-Bindungen und eine große Zahl von Si-O-Al-Bindungen,
im Falle eines Si-reichen Films, und beinhaltet eine große Zahl von Al-O-Al-Bindungen
und eine große Zahl von Si-O-Al-Bindungen im Falle eines Al-reichen Films. Die Verhältnisse
beider Komponenten im Film werden durch das Verhältnis der gemischten Metallverbindung
festgelegt.
Gemäß dem oben beschriebenen Verfahren enthält der Metalloxidfilm
Kohlenstoff (C) aufgrund der Metallverbindung und des Stabilisators. Der im wesentlichen
eine amorphe Phase, die hinsichtlich der Korrosionsresistenz ausgezeichnet ist,
umfassende Metalloxidfilm wird leicht durch den Einschluss von Kohlenstoff hergestellt,
und es ist wünschenswert, dass der Kohlenstoff (C)-Gehalt im Bereich von 50 ppm
bis 1.000 ppm (Gewicht pro Gewicht) liegt. Falls der C-Gehalt kleiner ist als 50
ppm, besteht die Möglichkeit, dass Risse im Film erzeugt werden. Falls der C-Gehalt
1.000 ppm übersteigt, besteht die Möglichkeit, dass keine hinreichende Verdichtung
des Films auftritt.
Der durch das oben beschriebene Verfahren ausgebildete Metalloxidfilm
hat eine ausgezeichnete Korrosionsresistenz, falls seine Dicke gleich oder größer
als 0,01 &mgr;m ist. Die obere Beschränkung für die Dicke des Films, der dazu in
der Lage ist, durch das oben beschriebene Verfahren ausgebildet zu werden, ist nicht
beschränkt, kann aber gleich oder kleiner als 10 &mgr;m, vorzugsweise gleich oder
kleiner als 5 &mgr;m, wünschenswertererweise gleich oder kleiner als 1 &mgr;m, vom
Standpunkt der Notwendigkeit zur Verminderung der Größe des Magneten selbst und
dem Standpunkt der Sicherstellung der Haltbarkeit sein, wenn der Magnet in ein Teil
eingebaut wird, dessen Temperatur weit variiert, wie in einem Motor für ein Automobil.
Natürlich kann, falls notwendig, das Auftragen der Sollösung auf die Oberfläche
des Metallfilms und die nachfolgende Wärmebehandlung mehrfach wiederholt durchgeführt
werden.
Es kann ein Kugelstrahlen (ein Verfahren zum Modifizieren der Oberfläche
durch Aufprallenlassen von harten Partikeln gegen die Oberfläche) als ein vorheriger
Schritt vor der Ausbildung des Metalloxidfilms auf den Metallfilm durchgeführt werden.
Der Metallfilm kann durch Ausführen des Kugelstrahlens geglättet werden, wodurch
die Ausbildung eines Metalloxidfilms, der dünn ist, aber eine ausgezeichnete Korrosionsresistenz
aufweist, erleichtert werden kann.
Es ist wünschenswert, dass zum Kugelstrahlen ein Pulver mit einer
Härte äquivalent zu oder mehr als der Härte des ausgebildeten Metallfilms verwendet
wird. Beispiele solcher Pulver sind sphärische Hartpartikel mit einer Mohs-Härte
von 3 oder mehr, wie etwa Stahlkugeln oder Glasperlen. Falls die durchschnittliche
Partikelgröße des Pulvers kleiner als 30 &mgr;m ist, ist die auf den Metallfilm
ausgeübte drückende Kraft kleiner und es wird daher viel Zeit für die Behandlung
benötigt. Falls andererseits die durchschnittliche Partikelgröße des Pulvers 3.000
&mgr;m übersteigt, besteht die Möglichkeit, dass die Glätte der Oberfläche zu groß
ist und die fertig gestellte Oberfläche uneben ist. Daher liegt die durchschnittliche
Partikelgröße des Pulvers wünschenswerter im Bereich von 30 &mgr;m bis 3.000 &mgr;m
und wünschenswertererweise im Bereich von 40 &mgr;m bis 2.000 &mgr;m.
Der Schubdruck beim Kugelstrahlen soll wünschenswerterweise im Bereich
von 0,098 MPa (1,0 kg/cm2) bis 0,49 MPa (5,0 kg/cm2) liegen.
Falls der Strahlschub niedriger als 0,098 MPa (1,0 kg/cm2) ist, besteht
die Möglichkeit, dass die auf den Metallfilm ausgeübte Schubkraft kleiner ist und
für die Behandlung viel Zeit benötigt wird. Falls der Strahldruck
0,49 MPa (5,0 kg/cm2) übersteigt, besteht die Möglichkeit, dass die auf
dem Metallfilm aufgebrachte Schubkraft ungleichförmig ist, womit eine Verminderung
der Glätte der Oberfläche einhergeht.
Die Strahlzeit beim Kugelstrahlen sollte wünschenswerterweise im Bereich
von 1 min bis 1 h liegen. Falls die Strahlzeit kürzer als 1 min ist, besteht die
Möglichkeit, dass keine gleichförmige Behandlung der gesamten Oberfläche erreicht
werden kann. Falls die Strahlzeit 1 h übersteigt, besteht die Möglichkeit, dass
eine Degradierung der Glätte der Oberfläche eintritt.
Ein in einem Fe-Br-R-basierten Dauermagneten enthaltenes, in der vorliegenden
Erfindung verwendetes Element seltener Erden (R) ist wünschenswerterweise zumindest
ein Element aus Nd, Pr, Dy, Ho, Tb und Sm, zusätzlich dazu zumindest ein Element
aus La, Ce, Gd, Er, Eu, Tm, Yb, Lu und Y.
Üblicherweise reicht eines von ihnen (R) aus, aber in der Praxis kann
eine Mischung von 2 oder mehr Elementen seltener Erden (Mischmetall und Didymium
und dergl.) aus Gründen der Beschaffungsbequemlichkeit verwendet werden.
Der Gehalt an R in einem Fe-B-R-basierten Dauermagneten ist wünschenswerter
in einem Bereich von 10 Atom-% bis 30 Atom-%. Falls der R-Gehalt niedriger als 10
Atom-%, ist die Kristallstruktur dieselbe kubische Kristallstruktur wie bei &agr;-Fe
und aus diesem Grund wird keine hohe magnetische Eigenschaft, insbesondere keine
hohe koerzitive Kraft (iHc). erhalten. Falls andererseits der R-Gehalt 30 Atom-%
übersteigt, wächst der Gehalt an einer R-reichen, nicht-magnetischen Phase und die
residuale Magnetflussdichte (Br) wird vermindert, so dass kein Dauermagnet mit einer
ausgezeichneten Eigenschaft hergestellt werden kann.
Der Fe-Gehalt liegt wünschenswerterweise in einem Bereich von 65 Atom-%
bis 80 Atom-%. Falls der Fe-Gehalt niedriger ist als 65 Atom-%, wird die residuale
Magnetflussdichte (Br) vermindert. Falls der Fe-Gehalt 80 Atom-% übersteigt, kann
keine hohe koerzitive Kraft (iHc) erhalten werden. Es ist möglich, die Temperaturcharakteristik
ohne Degradierung der Magneteigenschaft des hergestellten Magnets durch Austauschen
eines Anteils von Fe mit Co zu verbessern. Falls jedoch die Menge an substituiertem
Co 20 des Eisens übersteigt, wird die magnetische Eigenschaft degradiert und daher
wird eine solche Menge nicht bevorzugt. Die Menge an substituiertem Co in einem
Bereich von 5 Atom-% bis 15 Atom-% ist zum Bereitstellen einer Hochmagnetflussdichte
wünschenswert, weil die residuale Magnetflussdichte (Br) gesteigert wird, im Vergleich
zu einem Fall, bei dem kein Teil von Fe substituiert ist.
Der B-Gehalt liegt wünschenswerterweise in einem Bereich von 2 Atom-%
bis 28 Atom-%. Falls der B-Gehalt kleiner als 2 Atom-% ist, ist eine rhombohedrale
Struktur die Hauptphase, und es wird keine hohe koerzitive Kraft (iHc) erhalten.
Falls der B-Gehalt 28 Atom-% übersteigt, wird der Gehalt einer B-reichen, nicht-magnetischen
Phase ansteigen und die residuale Magnetflussdichte (Br) wird vermindert, so dass
kein Dauermagnet mit einer exzellenten Charakteristik hergestellt wird.
Um die Herstellung des Magneten zu verbessern und die Kosten zu senken,
kann 2,0 Gew.-% P und/oder 2,0 Gew.-% S in einer Mengemenge von 2,0 Gew.-% oder
weniger im Magneten enthalten sein. Weiterhin kann die Korrosionsfestigkeit des
Magneten durch Substituieren eines Anteils von B mit 30 Gew.-% oder weniger an Kohlenstoff
(C) verbessert werden.
Weiterhin ist die Zugabe zumindest eines von Al, Ti, V, Cr, Mn, Bi,
Nb, Ta, Mo, W, Sb, Ge, Sn, Zr, Ni, Si, Zn, Hf und Ga zum Verbessern der koerzitiven
Kraft und der Rechtwinkligkeit der Demagnetisierungskurve und zum Verbessern der
Herstellung und Vermindern der Kosten wirksam. Es ist wünschenswert, das zumindest
einer dieser Stoffe in einer Menge in einem Bereichs zugegeben wird, der die Bedingung
erfüllt, dass zumindest 0,9 T (9 kG) von Br benötigt wird, um sicherzustellen, dass
das maximale Energieprodukt (BH)max gleich oder größer als 160 kJ/m2
(20 MGOe) ist.
Zusätzlich zu R, Fe und B kann der Fe-B-R-basierte Dauermagnet bei
industrieller Produktion des Magneten unvermeidliche Unreinheiten enthalten.
Der Fe-B-R-basierte Dauermagnet, der in der vorliegenden Erfindung
verwendet wird, hat ein dahingehendes Merkmal, dass er eine Hauptphase enthält,
die eine Verbindung umfasst, die eine tetragonale Kristallstruktur mit einer durchschnittlichen
Kristallkorngröße im Bereich von 1 &mgr;m bis 80 &mgr;m und 1 bis 50 Vol.-% einer
nicht-magnetischen Phase (ausschließlich einer Oxidphase) aufweist. Der Magnet zeigt
iHc ≧ 80 kA/m (1 kOe), Br > 0,4 T (4 kG) und (BH)max ≧ 80 kJ/m3
(10 MGOe), wobei der Maximalwert von (BH)max 200 kJ/m3(25
MGOe) oder mehr erreicht.
Auf dem Metalloxidfilm der vorliegenden Erfindung kann ein weiterer
Film ausgebildet werden. Durch Verwenden einer solchen Konfiguration ist möglich,
die Charakteristik des Metalloxidfilms zu verstärken und dem Metalloxidfilm eine
weitere Funktionalität zu geben.
Beispiele
Als Beispiel wurde, wie in US-Patent Nr. 4,770,723 beschrieben, ein
bekannter Gussbarren pulverisiert und dann sequenziell einem Pressen, einem Sintern,
einer Wärmebehandlung und einer Oberflächenbearbeitung unterworfen, wodurch ein
gesinterter Magnet mit einer Größe von 23 × 10 × 6 mm und einer Zusammensetzung
von 17Nd – 1Pr – 75Fe – 7B hergestellt wurde (das im Nachfolgenden
als "Magnetteststück" bezeichnet werden wird). Das Magnetteststück wurde dem folgenden
Experiment unterworfen, wobei die Dicke eines Metallfilms unter Verwendung eines
Fluoreszenzröntgendickenmeters gemessen wurde und die Dicke eines Metalloxidfilms
durch Beobachten einer gebrochenen Fläche des Films mit einem Elektronenmikroskop
gemessen wurde. Der Gehalt an Kohlenstoff (C) im Metalloxidfilm wurde durch ein
Glühentladungsmassenspektrometer gemessen. Zusätzlich wurde die Struktur des Metalloxidfilms
unter Verwendung eines Röntgendiffraktometers analysiert.
Man sollte anmerken, dass die vorliegende Erfindung nicht auf einen
gesinterten Fe-B-R-basierten Magneten beschränkt und auch auf einen Fe-B-R-basierten
Verbundmagneten anwendbar ist.
Beispiel 1
150 Magnetteststücke (mit einem Scheinvolumen von 0,5 l und einem
Gewicht von 1,6 kg) und kurze säulenförmige Aluminiumstücke mit einem Durchmesser
von 0,8 mm und einer Länge von 1 mm (und ein Scheinvolumen von 20 l und ein Gewicht
von 100 kg aufweisend) wurden in eine Behandlungskammer mit einem Volumen von 50
l in einer Feinmühle vom Schütteltyp geworfen (ihre Gesamtmenge betrug 40 Vol.-%
des Innenvolumens der Behandlungskammer). Sie wurden dann einer Trockenbehandlung
für 5 Stunden unter den Bedingungen einer Vibrationsfrequenz von 60 Hz und einer
Amplitude von 1,8 mm unterworfen, wodurch ein Aluminiumfilm auf der Oberfläche des
Magneten ausgebildet wurde. Der ausgebildete Aluminiumfilm hatte eine Dicke von
0,05 &mgr;m.
Eine Sollösung wurde aus Komponenten hergestellt: eine Aluminiumverbindung,
ein Katalysator, ein Stabilisator, ein organisches Lösungsmittel und Wasser, die
in Tabelle 1 gezeigt sind, in einer Zusammensetzung, einer Viskosität und einem
pH-Wert, die in Tabelle 2 gezeigt sind. Die Sollösung wurde durch einen Tauchbeschichtungsprozess
auf den Magneten, der den Aluminiumfilm bei einer in Tabelle 3 gezeigten Zugrate
aufgebracht und dann einer in Tabelle 3 gezeigten Wärmebehandlung unterworfen, um
auf dem Aluminiumfilm einen Aluminiumoxidfilm auszubilden. Der ausgebildete Film
(Al2Ox-Film: 0 < x ≦ 3) hatte eine Dicke von 1 &mgr;m.
Der Gehalt an Kohlenstoff (C) im Film betrug 450 ppm. Die Struktur des Films war
amorph.
Der Magnet mit dem Aluminiumoxidfilm auf seiner Oberfläche mit dem
zwischengefügten Aluminiumfilm wurde einem Korrosionswiderstands-Beschleunigungstest
unterworfen, in dem er unter Hochtemperatur/Hochfeuchte-Bedingungen einer Temperatur
von 80°C und einer relativen Feuchte von 90 für 300 h stehen gelassen wurde.
Die Magneteigenschaften vor und nach dem Test und die Veränderung im Aussehen nach
dem Test sind in Tabelle 4 gezeigt. Als Ergebnis wurde gefunden, dass, selbst falls
der Magnet unter den Hochtemperatur/Hochfeuchte-Bedingungen über den langen Zeitraum
stehen gelassen wurde, die magnetische Charakteristik und das Aussehen des Magneten
wenig beeinträchtigt waren und eine benötigte Korrosionsresistenz hinreichend erfüllt
war. Der Magnet wurde mit einem aus Gusseisen hergestellten Spanner mit einem modifizierten
Acrylat-basierten Klebstoff (Produkt Nr. Hard loc G-55, hergestellt von Denki Kagaku
Kogyo Kabushiki Kaisha) verbunden und für 24 Stunden stehen gelassen und dann einem
anderen Test unterworfen, nämlich einem komprimierenden Schertest unter Verwendung
einer Amsler-Testmaschine, um eine Scherbindungsfestigkeit des Magneten zu messen,
wobei ein ausgezeichneter Wert von 32,4 mPa (331 kgf/cm2) bereitgestellt
wurde.
Beispiel 2
Eine Sollösung, die eine Zusammensetzung, eine Viskosität und einen
pH-Wert wie in Tabelle 2 gezeigt aufwies, wurde aus den Komponenten hergestellt:
eine Si-Verbindung, ein Katalysator, ein Stabilisator, ein organisches Lösungsmittel
und Wasser, in Tabelle 1 gezeigt. Die Sollösung wurde auf den in Beispiel 1 hergestellten
und den Aluminiumfilm von 0,05 &mgr;m auf seiner Oberfläche aufweisenden Magneten
bei einer in Tabelle 3 gezeigten Zugrate durch einen Tauchbeschichtungsprozess aufgebracht
und dann einer in Tabelle 3 gezeigten Wärmebehandlung unterworfen, um einen Si-Oxidfilm
auf dem Aluminiumfilm zu bilden. Der ausgebildete Film hatte eine Dicke von 0,8
&mgr;m (SiOx-Film : 0 < x ≦ 2). Der Anteil an Kohlenstoff im Film
war 450 ppm. Die Struktur des Films war amorph.
Der durch das oben beschriebene Verfahren hergestellte und einen Si-Oxidfilm
auf seiner Oberfläche mit einem dazwischen gefügten Aluminiumfilm aufweisende Magnet
wurde einem Korrosionsresistenz-Beschleunigungstest unter denselben Bedingungen
wie in Beispiel 1 unterworfen. In Tabelle 4 sind die Ergebnisse gezeigt. Als Ergebnis
wurde gefunden, dass der hergestellte Magnet eine benötigte Korrosionsresistenz
ausreichend erfüllt. Der Magnet wurde weiterhin einem anderen Test unterworfen,
nämlich einem Kompressionsschertest unter denselben Bedingungen wie in Beispiel
1, um eine Scherbindungsstärke des Magneten zu messen, der dabei einen ausgezeichneten
Wert von 26,9 MPa (274 kgf/cm2) bereitstellte.
Beispiel 3
Eine Sollösung mit einer Zusammensetzung, Viskosität und pH-Wert,
wie in Tabelle 2 gezeigt, wurde aus den Komponenten hergestellt: eine Zr-Verbindung,
ein Katalysator, ein Stabilisator, ein organisches Lösungsmittel und Wasser, gezeigt
in Tabelle 1. Die Sollösung wurde auf den in Beispiel 1 erzeugten und den Aluminiumfilm
von 0,05 &mgr;m auf seiner Oberfläche aufweisenden Magneten bei einer in Tabelle
3 gezeigten Zugrate durch einen Tauchbeschichtungsprozess aufgebracht und dann einer
in Tabelle 3 gezeigten Wärmebehandlung unterworfen, um einen Zr-Oxidfilm auf dem
Aluminiumfilm auszubilden. Der ausgebildete Film hatte eine Dicke von 1 &mgr;m (ZrOx-Film:
0 < x ≦ 2). Der Anteil an Kohlenstoff im Film betrug 450 ppm. Die Struktur des
Films war amorph.
Der durch das oben beschriebene Verfahren hergestellte und den Zr-Oxidfilm
auf seiner Oberfläche mit dem dazwischen eingefügten Aluminiumfilm aufweisende Magnet
wurde einem Korrosionsresistenz-Beschleunigungstest unter denselben Bedingungen
wie in Beispiel 1 unterworfen. Die Ergebnisse sind in Tabelle 4 wiedergegeben. Im
Ergebnis wurde gefunden, dass der hergestellte Magnet die erforderliche Korrosionsresistenz
hinreichend erfüllt.
Beispiel 4
Eine Sollösung mit einer Zusammensetzung, Viskosität und pH-Wert,
wie in Tabelle 2 gezeigt, wurde aus den Katalysator, ein Stabilisator, ein organisches
Lösungsmittel und Wasser, gezeigt in Tabelle 1. Die Sollösung wurde auf den in Beispiel
1 erzeugten und den Aluminiumfilm von 0,05 &mgr;m auf seiner Oberfläche aufweisenden
Magneten durch einen Tauchbeschichtungsprozess aufgebracht und dann einer in Tabelle
3 gezeigten Wärmebehandlung unterworfen, um einen Ti-Oxidfilm auf dem Aluminiumfilm
auszubilden. Der ausgebildete Film hatte eine Dicke von 1 &mgr;m (TiOx-Film:
0 < x ≦ 2). Der Anteil an Kohlenstoff im Film betrug 320 ppm. Die Struktur des
Films war amorph.
Der durch den oben beschriebenen Prozess hergestellte und einen Ti-Oxifilm
auf seiner Oberfläche mit dem dazwischen gefügten Aluminium aufweisende Magnet wurde
einem Korrosionsresistenz-Beschleunigungstest unter denselben Bedingungen wie in
Beispiel 1 unterworfen. In Tabelle 4 sind die Ergebnisse wiedergegeben. Als Ergebnis
wurde gefunden, dass der hergestellte Magnet eine erforderliche Korrosionsresistenz
hinreichend erfüllte. Tabelle 1Tabelle 2
Anm. 1:
in Bezug auf Al2O3
Anm. 2:
in Bezug auf SiO2
Anm. 3:
in Bezug auf ZrO2
Anm. 4:
in Bezug auf TiO2
Anm. 5:
unter Verwendung von Wasserdampf in der Atmosphäre.
Tabelle 3Tabelle 4
Vergl. =
Vergleichs–
Vergleichsbeispiel 1
Das Magnetteststück wurde entfettet, in eine Säure getaucht und in
eine 4,6 g/l an Zink und 17,8 g/l an Phosphat umfassende Behandlungslösung mit einer
Temperatur von 70°C eingetaucht, wodurch ein Phosphatfilm mit einer Dicke von
1 &mgr;m auf der Oberfläche des Magneten ausgebildet wurde. Der hergestellte Magnet
wurde einem Korrosionsresistenz-Beschleunigungstest unter denselben Bedingungen
wie in Beispiel 1 unterzogen. Die Ergebnisse sind in Tabelle 4 vorgestellt. Als
Ergebnis war der hergestellte Magnet bezüglich seiner magnetischen Charakteristik
degradiert und verrostet.
Vergleichsbeispiel 2
Das Magnetteststück wurde einem Korrosionsresistenz-Beschleunigungstest
unter denselben Bedingungen wie in Beispiel 1 unterworfen. Die Ergebnisse sind in
Tabelle 4 gezeigt. Als Ergebnis war das magnetische Teilstück bezüglich seiner magnetischen
Eigenschaften vermindert und verrostet.
Beispiel 5
Eine Sollösung wurde aus den folgenden Komponenten hergestellt: eine
Si-Verbindung, eine Aluminiumverbindung, ein Katalysator, ein Stabilisator, ein
organisches Lösungsmittel und Wasser, die in Tabelle 5 gezeigt sind, bei einer Zusammensetzung,
einer Viskosität und einem pH-Wert, die in Tabelle 6 gezeigt sind. Die Sollösung
wurde auf den in Beispiel 1 hergestellten und den Aluminiumfilm von 0,05 &mgr;m
auf seiner Oberfläche aufweisenden Magneten bei einer in Tabelle 7 gezeigten Zugrate
durch einen Tauchbeschichtungsprozess aufgebracht und dann einer in Tabelle 7 gezeigten
Wärmebehandlung unterworfen, um einen Si-Al-Kompositoxidfilm auf
dem Aluminiumfilm auszubilden. Der ausgebildete Film (SiOxAl2Oy-Film:
0 < x ≦ 2 und 0 < y ≦ 3) hatte eine Dicke von 0,9 &mgr;m. Der Gehalt an Kohlenstoff
(C) im Film betrug 290 ppm. Die Struktur des Films war amorph.
Der durch den oben beschriebenen Prozess hergestellte und den Si-Al-Kompositoxidfilm
auf seiner Oberfläche mit dem dazwischen eingefügten Aluminiumfilm aufweisende Magnet
wurde einem Korrosionsresistenz-Beschleunigungstest unter denselben Bedingungen
wie in Beispiel 1 unterworfen. Die Ergebnisse sind in Tabelle 8 gezeigt. Als Ergebnis
wurde gefunden, dass der hergestellte Magnet eine benötige Korrosionsresistenz hinreichend
erfüllte. Der Magnet wurde weiter einem anderen Test unterworfen, nämlich einem
Kompressionsschertest unter denselben Bedingungen wie in Beispiel 1, um eine Scherbindungsfestigkeit
des Magneten zu messen, der dabei einen exzellenten Wert von 31,7 MPa (323 kgf/cm2)
zeigte.
Tabelle 5
Anm. 1:
Verbindung repräsentiert durch (H5C2O)3SiOAl(OC2H5)2
Tabelle 6Tabelle 7Tabelle 8Beispiel 6
30 Magnetteststücke (mit einem Scheinvolumen von 0,1 l und einem Gewicht
von 0,32 kg) und kurze säulenförmige Sn-Stücke mit einem Durchmesser von 0,8 mm
und einer Länge von 1 mm (und ein Scheinvolumen von 2 l und ein Gewicht von 11 kg
aufweisend) wurden in eine Behandlungskammer mit einem Volumen von 3,5 1 in einer
Feinmühle vom Schütteltyp geworfen (ihre Gesamtmenge betrug 60 Vol.-% des Innenvolumens
der Behandlungskammer). Sie wurden dann einer Trockenbehandlung für 5 h unter Bedingungen
einer Vibrationsfrequenz von 60 Hz und einer Amplitude von 1,5 mm unterworfen, um
einen Sn-Film auf der Oberfläche des Magneten auszubilden. Der ausgebildete Sn-Film
hatte eine Dicke von 0,4 &mgr;m.
Die Sollösung wurde aus den Komponenten hergestellt: eine Silizium(Si)-Verbindung,
ein Katalysator, ein Stabilisator, ein organisches Lösungsmittel und Wasser, die
in Tabelle 9 gezeigt sind, bei einer Zusammensetzung, einer Viskosität, und einem
pH-Wert, die in Tabelle 10 gezeigt sind. Die Sollösung wurde auf den Magneten mit
dem Sn-Film bei einer in Tabelle 11 gezeigten Zugrate durch einen Tauchbeschichtungsprozess
aufgebracht und dann einer in Tabelle 11 gezeigten Wärmebehandlung unterworfen,
um einen Si-Oxidfilm auf dem Sn-Film auszubilden. Der ausgebildete Film (SiOx-Film
: 0 < x ≦ 2) hatte eine Dicke von 0,3 &mgr;m. Der Gehalt an Kohlenstoff (C) im
Film betrug 350 ppm. Die Struktur des Films war amorph.
Der durch das oben beschriebene Verfahren hergestellte und den Si-Oxidfilm
auf seiner Oberfläche mit dem dazwischen eingefügten Sn-Film aufweisende Magnet
wurde einem Korrosionsresistenz-Beschleunigungstest unter denselben Bedingungen
wie in Beispiel 1 unterworfen. In Tabelle 12 sind die Ergebnisse gezeigt. Als Ergebnis
wurde gefunden, dass der hergestellte Magnet eine erforderliche Korrosionsresistenz
hinreichend zufrieden stellt.
Beispiel 7
150 Magnetteststücke (mit einem Scheinvolumen von 0,5 l und einem
Gewicht von 1,6 kg) und kurze säulenförmige Zn-Stücke mit einem Durchmesser von
1 mm und einer Länge von 1 mm (und ein Scheinvolumen von 20 1 und ein Gewicht von
100 kg aufweisen) wurden in eine Behandlungskammer mit einem Volumen von 50 l in
einer Feinmühle vom Schütteltyp geworfen (ihre Gesamtmenge betrug 40 Vol.-% des
Innenvolumens der Behandlungskammer). Sie wurden dann einer Trockenbehandlung für
5 h unter Bedingungen einer Vibrationsfrequenz von 60 Hz und einer Amplitude von
1,8 mm unterworfen, um einen Zn-Film auf der Oberfläche des Magnets auszubilden.
Der ausgebildete Sn-Film hatte eine Dicke von 0,2 &mgr;m.
Die Sollösung wurde aus den Komponenten hergestellt: eine Silizium-(Si)-Verbindung,
ein Katalysator, ein Stabilisator, ein organisches Lösungsmittel und Wasser, die
in Tabelle 9 gezeigt sind, bei einer Zusammensetzung, einer Viskosität, und einem
pH-Wert, die in Tabelle 10 gezeigt sind. Die Sollösung wurde auf den Magneten mit
dem Zn-Film bei einer in Tabelle 11 gezeigten Zugrate durch einen Tauchbeschichtungsprozess
aufgebracht und dann einer in Tabelle 11 gezeigten Wärmebehandlung unterworfen,
um einen Si-Oxidfilm auf dem Zn-Film auszubilden. Der ausgebildete Film (SiOx-Film:
0 < x ≦ 2) hatte eine Dicke von 0,7 &mgr;m. Der Gehalt an Kohlenstoff (C) im
Film betrug 450 ppm. Die Struktur des Films war amorph.
Der durch das oben beschriebene Verfahren hergestellte und den Si-Oxidfilm
auf seiner Oberfläche mit dem dazwischen eingefügten Zn-Film aufweisende Magnet
wurde einem Korrosionsresistenz-Beschleunigungstest unter denselben Bedingungen
wie in Beispiel 1 unterworfen. In Tabelle 12 sind die Ergebnisse gezeigt. Als Ergebnis
wurde gefunden, dass der hergestellte Magnet eine erforderliche Korrosionsresistenz
hinreichend zufrieden stellte.
Beispiel 8
Die Sollösung wurde aus den Komponenten hergestellt: eine Silizium(Si)-Verbindung,
ein Katalysator, ein Stabilisator, ein organisches Lösungsmittel und Wasser, die
in Tabelle 9 gezeigt sind, bei einer Zusammensetzung, einer Viskosität, und einem
pH-Wert, die in Tabelle 10 gezeigt sind. Die Sollösung wurde auf den Magneten mit
dem Zn-Film von 0,2 &mgr;m auf seiner Oberfläche bei einer in Tabelle 11 gezeigten
Zugrate durch einen Tauchbeschichtungsprozess aufgebracht und dann einer in Tabelle
11 gezeigten Wärmebehandlung unterworfen, um einen Zr-Oxidfilm auf dem Zn-Film auszubilden.
Der ausgebildete Film (ZrOx-Film: 0 < x ≦ 2) hatte eine Dicke von
0,6 &mgr;m. Der Gehalt an Kohlenstoff (C) im Film betrug 140 ppm. Die Struktur des
Films war amorph.
Der durch das oben beschriebene Verfahren hergestellte und den Zr-Oxidfilm
auf seiner Oberfläche mit dem dazwischen eingefügten Zn-Film aufweisende Magnet
wurde einem Korrosionsresistenz-Beschleunigungstest unter denselben Bedingungen
wie in Beispiel 1 unterworfen. In Tabelle 12 sind die Ergebnisse gezeigt. Als Ergebnis
wurde gefunden, dass der hergestellte Magnet eine erforderliche Korrosionsresistenz
hinreichend zufrieden stellte.
Tabelle 9Tabelle 10
Anm. 1:
in Bezug auf SiO2
Anm. 2:
in Bezug auf ZrO2
Tabelle 11Tabelle 12
Anspruch[de]
Verfahren zur Herstellung eines Dauermagneten mit einem Metalloxidfilm
auf seiner Oberfläche mit einem dazwischen angeordneten Metallfilm, das die Stufen
umfasst, in denen ein auf Fe-B-R basierender Dauermagnet und Metallstücke mit einer
nadelförmigen Form oder einer säulenartigen Form mit einer Längengröße von 0,05
mm bis 10 mm in einen Behandlungsbehälter eingegeben werden, wo sie geschüttelt
und/oder bewegt werden, um so einen Metallfilm auf der Oberfläche des Magneten auszubilden,
auf die Oberfläche des Metallfilms eine Sollösung, die durch die hydrolytische Reaktion
und die Polymerisierungsreaktion einer Metallverbindung hergestellt ist und ein
Ausgangsmaterial für einen Metalloxidfilm darstellt, aufgetragen wird und die aufgetragene
Sollösung einer Wärmebehandlung unterworfen wird, um diesen Metalloxidfilm zu bilden.
Verfahren nach Anspruch 1, worin das Metallstück verwendet wird, um
diesen Metallfilm, der aus mindestens einer Metallkomponente hergestellt ist, die
aus der Gruppe gewählt ist, die aus Aluminium (Al), Zinn (Sn) und Zink (Zn) besteht,
auszubilden.
Verfahren nach Anspruch 1, worin die Dicke dieses Metallfilms in einem
Bereich von 0,01 &mgr;m bis 1 &mgr;m liegt.
Verfahren nach Anspruch 1, worin diese Sollösung verwendet wird, um
diesen Metalloxidfilm, der aus mindestens einer Metalloxidkomponente hergestellt
ist, die aus der Gruppe gewählt ist, die aus Aluminium(Al)oxid, Silicium(Si)oxid,
Zirkonium(Zr)oxid und Titan(Ti)oxid besteht, auszubilden.
Verfahren nach Anspruch 1, worin die Sollösung verwendet wird, um diesen
Metalloxidfilm, der die gleiche Metallkomponente wie die Metallkomponente dieses
Metallfilms enthält, auszubilden.
Verfahren nach Anspruch 1, worin die Dicke dieses Metalloxidfilms in
einem Bereich von 0,01 &mgr;m bis 10 &mgr;m liegt.
Verfahren nach Anspruch 1, worin der Gehalt an Kohlenstoff (C), der
in diesem Metalloxidfilm enthalten ist, in einem Bereich von 50 ppm bis 1.000 ppm
liegt.
Verfahren nach Anspruch 1, worin dieser Metalloxidfilm aus einem Metalloxid
gebildet ist, das im wesentlichen eine amorphe Phase umfasst.