Stand der Technik
Die Erfindung geht aus von einer Vorrichtung zum Reinigen einer Tafel
aus Stahlblech nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
Derartige Tafeln sind an ihrer Oberfläche meist weiß beschichtet.
Zum Schreiben oder Zeichnen auf der Tafel werden Stifte verwendet. Die Beschriftungen
oder Zeichnungen können durch Wischen mit einem trockenen Tuch über die Tafeloberfläche
entfernt werden. Derartige Tücher haben jedoch den Nachteil eines geringen Komforts
für den Benutzer.
Aus der DE 298 07 569 U1 ist eine Vorrichtung zum Löschen von auf
einer Tafel aufgebrachten Information bekannt. Die Vorrichtung besteht aus einem
Kunststoffgehäuse, in welches ein Reinigungstuch eingespannt ist. Bei einer starken
Verschmutzung kann das Tuch entfernt und durch ein neues Tuch ersetzt werden. Die
Vorrichtung hat den Nachteil, dass die Herstellung des Kunststoffgehäuses relativ
aufwendig ist und die Vorrichtung ein relativ hohes Gewicht aufweist. Dies liegt
zum einen an dem Gewicht des Kunststoffgehäuses und zum anderen an dem in dem Gehäuse
vorgesehenen Permanentmagneten, der dafür sorgt, dass die Vorrichtung auch bei Nichtgebrauch
an der Tafel haften bleibt. Darüber hinaus ist das Auswechseln des Reinigungstuchs
mit einem großen Aufwand verbunden, da das Gehäuses geöffnet und nach dem
Entfernen des verschmutzten Tuchs ein sauberes Tuch eingespannt werden muß.
Zum Öffnen des Gehäuses sind die beiden ineinander einrastenden Gehäuseteile mit
Hilfe eines Schraubenziehers oder eines anderen Werkzeugs auseinander zu drücken.
Das Reinigungstuch ist mit zwei seiner Enden durch hierfür vorgesehene Schlitze
zu ziehen. Damit sind mehrere Arbeitsschritte und Werkzeuge zum Austausch des Reinigungstuchs
notwendig.
Die Erfindung und ihre Vorteile
Demgegenüber hat die erfindungsgemäße Vorrichtung mit den Merkmalen
des Anspruchs 1 den Vorteil, dass sie ein wesentlich geringeres Gewicht aufweist
und einfacher sowie kostengünstiger herzustellen ist. Der Griffteil der Vorrichtung
besteht aus einem Block eines geschäumten starren Materials. Dieser Block ist wesentlich
leichter als die Kunststoffteile der aus dem Stand der Technik bekannten Vorrichtungen.
Da das Material starr ist und sich nur durch die Einwirkung einer größeren
Kraft verformen lässt, kann der zum Reinigen teilweise notwendige Druck von der
Hand des Benutzers auf den Reinigungsstreifen der Vorrichtung übertragen werden.
Zur Herstellung des Griffteils wird der Block aus einem größeren Teil beispielsweise
unter Einsatz einer Wasserstrahltechnik herausgeschnitten. Damit ist die Herstellung
des Griffteils wesentlich einfacher und kostengünstiger durchzuführen, als bei den
zumeist im Spritzgussverfahren hergestellten Griffteile des Standes der Technik.
Das geschäumte starre Material, welches für die Herstellung des Griffteils benötigt
wird, kann ebenfalls kostengünstig produziert werden und ist daher preiswert zu
beziehen.
An dem Griffteil ist ein Klettstreifen zum lösbaren Befestigen des
Reinigungsstreifens vorgesehen. Ist der Reinigungsstreifen daher stark verschmutzt,
so wird er durch den Benutzer im Randbereich angehoben und von dem Klettstreifen
abgezogen. Anschließend wird ein neuer Reinigungsstreifen durch einfaches
Auflegen auf den Klettstreifen und leichtes Anpressen an dem Griffteil befestigt.
Der Austausch des Reinigungsstreifens ist somit einfach und schnell durchzuführen.
Zusätzliche Werkzeuge, wie sie beispielsweise zum Öffnen des Kunststoffgehäuses
der aus dem Stand der Technik der DE 298 07 569 U1 bekannt sind, sind bei der erfindungsgemäßen
Vorrichtung nicht notwendig. Der an dem Klettstreifen verhakte Reinigungsstreifen
haftet trotz des leichten Lösens so gut an dem Griffteil, dass eine zuverlässige
Reinigung der Tafel garantiert ist.
Die Vorrichtung kann nicht nur zum Reinigen einer Tafel aus Stahlblech,
sondern auch zum Reinigen sonstiger glatter Oberflächen verwendet werden. Zum Beseitigen
von Beschriftungen oder Verunreinigungen von der Tafel oder von sonstigen Oberflächen
ist es häufig ausreichend, mit dem trockenen Reinigungsstreifen über die Oberfläche
zu wischen. Lösen sich die Verunreinigungen dabei nicht, so können zusätzlich flüssige
Reinigungsmittel verwendet werden. Diese werden entweder auf die zu reinigende Oberfläche
oder auf den Reinigungsstreifen der Vorrichtung aufgetragen. Zum schnelleren Trocknen
kann der feuchte Reinigungsstreifen durch einen Handgriff von der Vorrichtung gelöst
und separat ausgelegt werden.
Nach einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist der Griffteil
der Vorrichtung an der der Tafel oder einer anderen Oberfläche zugewandten Seite
eben ausgebildet und weist an der der Hand eines Benutzers zugewandten Seite eine
runde Form auf. Die ebene und flach ausgebildete Seite, an der der Klettstreifen
und der Reinigungsstreifen befestigt sind, sorgt damit dafür, dass der Reinigungsstreifen
vollständig auf der zu reinigenden Oberfläche aufliegen kann. Damit wird eine optimale
Reinigungswirkung erzielt. Die dem Reinigungsstreifen abgewandte Seite ist dagegen
rund oder gewölbt ausgebildet und passt sich damit optimal der Hand des Benutzers
an. Die Vorrichtung liegt damit leicht und angenehm in der Hand.
Nach einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung sind
in der dem Klett- und Reinigungsstreifen zugewandten Seite des Griffteils eine oder
mehrere Vertiefungen für einen oder mehrere Permanentmagneten vorgesehen. Da der
Griffteil, der Klettstreifen und der Reinigungsstreifen ein sehr geringes Gewicht
aufweisen, wird lediglich eine kleine magnetische Kraft benötigt, um die Vorrichtung
an einer Tafel aus Stahlblech haften zu lassen. Im Unterschied zu den aus dem Stand
der Technik bekannten Vorrichtungen können daher wesentlich kleinere Permanentmagneten
verwendet werden. Dies sorgt wiederum insgesamt für ein geringes Gewicht der erfindungsgemäßen
Vorrichtung. In einer bevorzugten Ausführungsform haben die Permanentmagneten eine
zylindrische Form, vergleichbar mit einer kleinen Münze oder einem kleinen Knopf.
Der Durchmesser kann dabei weniger als 11,0 mm betragen. Da die Permanentmagneten
im Vergleich zu der Fläche, mit welcher die Vorrichtung an der Tafel anliegt, eine
wesentlich kleinere Ausdehnung haben, kann es von Vorteil sein, nicht nur einen,
sondern zwei kleine zylindrische Permanentmagneten räumlich getrennt voneinander
vorzusehen. Die Vertiefungen in dem Griffteil sind an die Form der Permanentmagneten
angepasst, so dass die Permanentmagneten umschlossen werden und deren Oberfläche
mit der Oberfläche des Griffteils abschließt. Durch den Klettstreifen werden
die Permanentmagneten abgedeckt und in den Vertiefungen gehalten.
Nach einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist
der Klettstreifen an seiner dem Griffteil zugewandten Oberfläche mit einem Klebstoff
beschichtet. Zum Befestigen des Klettstreifens muss daher lediglich eine Schutzfolie
abgezogen, der Klettstreifen auf den Griffteil aufgelegt und ausgerichtet sowie
angedrückt werden. Das Aufbringen des selbstklebenden Klettstreifens auf den Griffteil
erfolgt damit in einem Arbeitsschritt und ohne die Verwendung zusätzlicher Werkzeuge.
Nach einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung besteht
der Reinigungsstreifen aus Filz. Dieser hat den Vorteil, dass die durch trockenes
Wischen entfernte Farbe gebunden wird. Sie verbleibt damit weder auf der Tafel noch
kann sie die Kleidung oder die Hände des Benutzers verschmutzen. Darüber hinaus
können je nach Anwendungsfall auch Reinigungsstreifen aus Mikrofaser, Samt, Velours,
Papier oder Zellstoff verwendet werden. Dank des Klettstreifens können die Reinigungsstreifen
schnell und einfach ausgetauscht und damit an die jeweilige Anwendung angepasst
werden. Der Klettstreifen hat den Vorteil, dass an den kleinen Häkchen alle Arten
von Textilien und Papierreinigungstüchern haften.
Nach einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung sind
der Reinigungsstreifen und/ oder der Griffteil und/ oder der Klettstreifen in der
Waschmaschine waschbar. Damit können die Vorrichtung komplett oder nur einzelne
Teile der Vorrichtung in der Waschmaschine gereinigt werden. Besonders geeignet
ist hierzu eine Wassertemperatur von 30° C.
Weitere Vorteile und vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind
der nachfolgenden Beschreibung, der Zeichnung und den Ansprüchen zu entnehmen.
Zeichnung
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt.
Dieses ist im folgenden näher beschrieben. Es zeigen:
- Figur 1
- Vorrichtung zum Reinigen einer Tafel aus Stahlblech im Längsschnitt,
- Figur 2
- Draufsicht auf den Griffteil mit den Permanentmagneten.
Beschreibung des Ausführungsbeispiels
In Figur 1 ist eine Vorrichtung zum Reinigen einer Tafel aus Stahlblech
im Längsschnitt dargestellt. Ein Griffteil 1 besteht aus einem Block eines geschäumten,
starren Materials. Der Block ist massiv ausgebildet und an der oberen Seite 2 abgerundet.
Die nach unten weisende Seite 3 ist flach und eben. Sie ist beim Reinigen einer
Tafel aus Stahlblech der Oberfläche der Tafel zugewandt. In Vertiefungen 4 des Griffteils
1 befinden sich Permanentmagneten 5. Auf die Seite 3 des Griffteils 1 ist ein Klettstreifen
6 aufgeklebt. Durch den Klettstreifen 6 werden außerdem die Permanentmagneten
5 in ihren Vertiefungen 4 gehalten. An der mit Häkchen ausgestatten Oberfläche des
Klettstreifens 6 haftet der Reinigungsstreifen 7.
Figur 2 zeigt den Griffteil mit den Permanentmagneten in einer Draufsicht.
In dieser Darstellung sind die kreisrunden Vertiefungen und die ebenfalls runden
Permanentmagneten erkennbar.
Sämtliche Merkmale der Erfindung können sowohl einzeln als auch in
beliebiger Kombination miteinander erfindungswesentlich sein.
Bezugszahlenliste
- 1
- Griffteil
- 2
- obere Seite des Griffteils
- 3
- untere Seite des Griffteils
- 4
- Vertiefung für Permanentmagnet
- 5
- Permanentmagnet
- 6
- Klettstreifen
- 7
- Reinigungsstreifen