Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Dartspielgerät mit
einer Vorrichtung zur Erzeugung von Referenzlinien oder Abstandslinien (toe lines).
Die Spieler müssen diese dann nicht von Hand ziehen.
Übliche Dartscheiben besitzen eine Vielzahl von Dartflächen und Dartsegmenten,
auf die ein Spieler mit einem Dartpfeil treffen muss. Es bestehen unterschiedliche
Varianten von Dartspielen für einen oder mehrere Spieler. Bei nahezu allen Dartspielen
werden eine oder mehrere Referenz- oder Abstandslinien vor der Dartscheibe benötigt,
hinter denen die Spieler während des Spiels stehen müssen.
Der Abstand zwischen der Referenz- bzw. Abstandslinie und der Dartscheibe
beträgt normalerweise 7 bis 9 Fuß, d. h. ca. 2,13 m bis 2,74 m. So beträgt in die
Entfernung zwischen der Abstandlinie und der Dartscheibe beim "Great British" 7
Fuß und 6 Inch, d. h. ca. 2,29 m, wohingegen in den USA zwischen 7 Fuß und 9 1/4
Fuß, d. h. zwischen 2,13 m und 2,82 m gespielt wird.
Die Abstandlinien vor der Dartscheibe werden dabei immer noch von
den Spielen von Hand gezogen, zum Beispiel mit Kreide, einem Stift oder dergleichen.
Vor dem Spielen müssen die Spieler also zuerst den Abstand zwischen der Abstandslinie
und der Dartscheibe messen, um anschließend die Linie zu ziehen. Da dies üblicherweise
mit Kreide oder einem Stift erfolgt, sind die Linien normalerweise nicht für eine
längere Zeit haltbar.
Zwar besteht die Möglichkeit, sich an bereits bestehenden Objekten
oder Linien auszurichten, die bereits vorher am Boden erzeugt wurden, zum Beispiel
den Begrenzungslinien eines Bodenbelags, und diese als Referenz- bzw. Abstandslinien
zu verwenden. Jedoch ist es dann zumeist schwierig, eine Halte- oder Wandfläche
für die Dartscheibe zu finden sich, die sich exakt in dem benötigten Abstand von
den bestehenden Objekten bzw. Linien befindet.
Nachfolgend wird die Erfindung anhand eines in der Zeichnung dargestellten
Ausführungsbeispiels näher erläutert. Die Zeichnung zeigt in:
1 eine perspektivische Ansicht eines erfindungsgemäßen
Dartspielgeräts mit einer Vorrichtung zur Erzeugung von Referenzlinien gemäß einem
ersten Ausführungsbeispiel,
2 eine perspektivische Ansicht des zugehörigen
Liniengenerators,
3 eine Explosionsdarstellung des Liniengenerators,
4 und 5
jeweils eine schematische Seitenansicht des Liniengenerators,
6 eine perspektivische Ansicht eines
Liniengenerators gemäß einem zweiten Ausführungsbeispiel, der zur separaten Wandbefestigung
geeignet ist,
7 und 8
jeweils eine schematische Seitenansicht des Liniengenerators nach 6,
9 eine perspektivische Ansicht eines
erfindungsgemäßen Dartspielgeräts mit einem Liniengenerator gemäß einem dritten
Ausführungsbeispiel in Form einer Spielkonsole, und in
10 und 11
jeweils eine schematische Seitenansicht des Liniengenerators in 9.
Das in 1 dargestellte Dartspielgerät umfasst
eine Dartscheibe 10 mit einem spinnennetzartigen Gitter 11, welches
die Vorderseite der Dartscheibe 10 in eine Vielzahl von Dartflächen und
Dartsegmenten 12 unterteilt, auf die ein Spieler mit einem hier nicht dargestellten
Pfeil treffen muss. Die Dartscheibe 10 kann Zusatzeinrichtungen wie beispielsweise
eine Bedienungsfläche 14 aufweisen, über welche die von den Spielern zu
spielenden Dartspiele einzustellen und die erzielten Ergebnisse einzugeben sind.
Zudem können die Eingaben automatisch ausgewertet und angezeigt sowie die Spieler
durch das jeweilige Dartspiel geführt werden.
Das Dartspielgerät umfasst weiterhin eine oder mehrere Vorrichtungen
30 zur Generierung von Referenzlinien. Diese Vorrichtung 30, im
folgenden als Liniengenerator bezeichnet, kann an einem Objekt 10, beispielsweise
einer Wand 80 oder einer Spielerkonsole 1 befestigt werden. Außerdem
ist eine Befestigung unmittelbar an der Dartscheibe 10 über Kopplungs-
oder Befestigungsmittel oder eine Vorrichtung 20 möglich. Beispielsweise
kann, wie in den 2 bis 4
gezeigt, die Befestigungsvorrichtung 20 einen oder mehrere
Arme 21 aufweisen, die jeweils einen abgebogenen oder seitlich abstehenden
Vorsprung 22 an einem Ende derselben besitzen, sowie eine oder mehrere
Öffnungen 23 in den Armen 21 oder den Vorsprüngen 22
zur Aufnahme von Befestigungsorganen 24, insbesondere Schrauben, über welche
die Arme 21 z. B. an der Dartscheibe 10 befestigbar sind.
Die Befestigungsvorrichtung 20 umfasst weiterhin eine oder
mehrere Öffnungen 25 in dem jeweils anderen Ende der Arme 21 zur
Aufnahme von Befestigungsorganen 26, insbesondere Schrauben, welche dazu
dienen, einen Liniengenerator 30 an den Armen 21 zu befestigen.
Beispielsweise kann der Liniengenerator 30 ein Gehäuse 31 aufweisen,
das mittels der Befestigungsorgane 26 schwenkbar an den Armen
21 gelagert ist, damit das Gehäuse 31 des Liniengenerators
30 relativ zu der Dartscheibe 10 gedreht und damit eingestellt
werden kann, und zwar in jeder gewünschten Winkelposition, wie dies in den
4 und 5 dargestellt
ist.
Das Gehäuse 31 des Liniengenerators 30 weist eine
darin vorgesehene Kammer 32 zur Aufnahme einer elektrischen Platine
40 oder dergleichen auf sowie weiterhin einen Gehäuseabschnitt
33 an der Vorderseite. Der Gehäuseabschnitt 33 besitzt eine darin
vorgesehene Öffnung 34 sowie eine vorzugsweise durchgehende Queröffnung
35, welche die vorgenannte Öffnung 34 schneidet oder zumindest
mit dieser in Verbindung steht, um eine Linse 36 aufzunehmen.
An der Platine 40 ist ein Laser oder eine Lichterzeugungsvorrichtung
41 vorgesehen, insbesondere befestigt, der bzw. die hinter der Linse
36 in die Öffnung 34 des Gehäuseabschnitts 33 weist oder
hineinragt, und zwar zur Erzeugung von Licht durch die Linse 36, um eine
oder mehrere Referenzlinien oder Abstandslinien 70 (vgl. 1)
auf den Boden oder dergleichen zu werfen.
Es sei hervorgehoben, dass die Platine 40 und die Lichterzeugungseinrichtung
41 in der gewünschten Winkelstellung auch fest mit der Dartscheibe
10 verbunden werden können, indem das Gehäuse 31 fest an der Dartscheibe
10 befestigt wird.
Die Platine 40 kann weiterhin eine Linse und/oder eine Blende
42 umfassen, die daran angeordnet oder befestigt ist bzw. sind, und zwar
vor der Lichterzeugungseinrichtung 41, um das Licht stärker zu bündeln.
Die Lichterzeugungseinrichtung 41 kann auch so ausgeführt werden, dass
diese die Referenz- bzw. Abstandslinien 70 ohne das Vorhandensein der Linse
36 oder der Blende 42 erzeugt. Zudem können die Referenzlinien
bzw. Abstandslinien 70 mit einer vorgegebenen Länge oder aber alternativ
ohne Längenbegrenzung generiert werden.
Die Referenz- bzw. Abstandslinien 70 werden durch die Lichterzeugungseinrichtung
41 im richtigen Abstand vor der Dartscheibe 10 ausgerichtet, wenn
das Gehäuse 31 und die Platine 40 sowie die Lichterzeugungseinrichtung
41 in der ausgewählten Winkelstellung fest mit der Dartscheibe
10 verbunden sind, so dass die Spieler nicht genötigt sind, die Abstandlinien
beim Spielen immer wieder aufs neue zu ziehen.
An einem rückseitigen Abschnitt des Gehäuses 31 kann eine
Abdeckung 37 mit Befestigungsorganen 38, insbesondere Schrauben,
befestigt werden, um die Platine 10 in dem Gehäuse 31 festzulegen.
Die Platine 40 und/oder die Lichterzeugungseinrichtung 41 können
zum Anschluss an unterschiedliche Stromquellen ausgerüstet sein. Bevorzugt wird
die gleiche Stromquelle wie für die Dartscheibe 10 verwendet. Dazu sind
entsprechende elektrische Leitungen 43 vorgesehen, so dass ein Anschluss
an unterschiedliche elektrische Stromquellen möglich ist.
Durch die nach dem Projektionsprinzip arbeitende Lichterzeugungseinrichtung
41 wird die gewünschte Abstandslinie dauerhaft reproduzierbar.
Die Ausrichtung der Entfernung kann durch die Einstellung des Winkels
des Gehäuses 31 erfolgen, oder aber durch eine automatische Entfernungseinstellung
mittels der Optik der Lichterzeugungseinrichtung 41 oder eine automatische
Verschwenkung des Gehäuses 31. Die Entfernungseinstellung kann mit der
Steuerung der Bedienungseinrichtung 14 zusammenarbeiten, so dass bei Auswahl
eines Spielmodus die richtige Linie bzw. Linien automatisch generiert werden. Bei
separater Anordnung des Gehäuses 31 wird gegebenenfalls eine entsprechende
Datenübertragung per Kabel oder kabelfrei vorgesehen.