Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Wärmerückgewinnung mittels
einer Wärmepumpe sowie eine Vorrichtung zur Durchführung eines derartigen Verfahrens.
Ausbildungen für Wärmerückgewinnung mittels Wärmepumpen sind in vielfältigen
Ausführungen bekannt. Aufgabe der Erfindung ist es, ein Verfahren der eingangs genannten
Art so auszubilden, daß es möglichst ökonomisch einsetzbar und einfach durchführbar
ist.
Weitere Aufgabe der Erfindung ist es, eine möglichst einfach aufgebaute,
funktionstüchtige Vorrichtung zur Durchführung eines derartigen Verfahrens bereitzustellen.
Die Erfindung löst diese Aufgaben, indem sie vorsieht, daß als Kältemittel
Wasser verwendet wird und wenigstens eine einstufige Verdichtung mittels eines ölgekühlten
Schraubenverdichters erfolgt.
Das Kältemaschinenöl wird bei dem erfindungsgemäßen Verfahren direkt
in den Verdichter eingespritzt und zur Kühlung, Schmierung der Lager und zur Abdichtung
des Verdichtungsraumes genutzt. Durch die Kühlung wird dabei unter anderem die maximale
Verdichtungstemperatur begrenzt. Die vom Öl abgeführte Wärmemenge wird im Verfahren
gemäß der Erfindung durch den Einsatz von Wärmetauschern dem Prozeß weitgehend wieder
zugeführt.
In vorteilhafter Weiterbildung stellt die Erfindung eine Vorrichtung
zur Trennung des Kältemaschinenöles vom Kältemittel Wasser bereit, um eine Vermischung
dieser beiden Substanzen, wie sie bei einem Einsatz eines gekühlten Verdichters
gemäß der Erfindung eintritt, wieder rückgängig zu machen.
Nachfolgend soll die Erfindung anhand eines in der Zeichnung dargestellten
Ausführungsbeispiels näher erläutert werden. Die Figur zeigt in schematischer Weise
den Aufbau eines Kältemittelkreislaufs und eines Ölkreislaufs.
Der Kältemittelkreislauf besteht aus einem Verdampfer 1,
einem Flüssigkeitsabscheider 2, einem Verdichter 3, der über einen
Elektromotor 4 angetrieben wird, einem mehrstufigen Ölabscheider
5 sowie einem Kondensator 6, der von einem zu heizenden Medium
in einem in der Figur gestrichelt dargestellten Kreislauf durchströmt wird.
Der Kältemaschinenölkreislauf umfaßt ebenfalls den Verdichter
3 und den mehrstufigen Ölabscheider 5, ferner einen Ölsammler
7, einen ersten, ebenfalls von dem zu heizenden Medium durchströmten Ölkühler
8, einen zweiten, luftgekühlten Ölkühler 9 und eine Ölpumpe
10.
Das als Kältemittel dienende Wasser wird im Verdampfer 1
bei etwa 0,15 bis 0,3 bar auf etwa 54 bis 69,2°C erwärmt und so zum Sieden gebracht.
Durch den nachgeschalteten Flüssigkeitsabscheider 2 wird sichergestellt,
daß nur Kältemitteldampf vom Verdichter 3 angesogen wird. Im Verdichter
3 wird der Kältemitteldampf auf etwa 0,8 bis 1,0 bar und eine Druckrohrtemperatur
von etwa 93 bis 99,5°C verdichtet. Das den Verdichter 3 verlassende
Öl hat die gleiche Temperatur. Teilweise emulgieren im Druckrohr Kältemittel und
Kältemaschinenöl.
Im Ölabscheider 5 werden Öl und Kältemittel wieder weitgehend
voneinander getrennt. Im Kondensator 6 kondensiert das Kältemittel bei
0, 8 bis 0, 98 bar und einer Temperatur von 93 bis 97,5°C. Die Kondensationswärme
wird an das zu heizende Medium abgegeben. Das, je nach Temperaturgefälle im Kondensator
6, etwa 90°C warme Kältemittel wird anschließend über ein Drosselorgan
wieder in den Flüssigkeitsabscheider 2 zurückgeführt. Das vom Ölabscheider
5 separierte Öl wird, durch ein weiters Drosselorgan um 0,1 bis 0,5 bar
im Druck vermindert, in den Ölsammler 7 geleitet. Durch die Druckverminderung
überschreitet der etwaig noch im Öl befindliche Restanteil an Wasser seinen Siedepunkt;
das Wasser dampft aus und wird, durch ein weiteres Drosselorgan auf den ursprünglichen
Verdampfungsdruck reduziert, wieder dem Flüssigkeitsabscheider 2 zugeführt.
Das vom Ölsammler 7 aufgefangene Kältemaschinenöl wird anschließend
durch den ersten Ölkühler 8 geleitet. Hier wird das Öl von dem zu heizenden
Medium auf eine Temperatur von etwa 70 bis 80°C heruntergekühlt und, sofern
die Öltemperatur immer noch zu hoch ist, durch eine Regelung in den zweiten, luftgekühlten
Ölkühler 9 geleitet. Ist hingegen die Öltemperatur nach dem ersten Ölkühler
8 im zulässigen Bereich, so wird der luftgekühlte Ölkühler 9 durch
eine Bypaßleitung umgangen. Anschließend wird das Öl wieder in den Verdichter
3 geleitet. Das zu heizende Medium wird, je nach seiner Temperatur und
dem Massenstrom, im ersten Ölkühler 8 vorgewärmt und gelangt anschließend
in den Kondensator 5, wo es auf die gewünschte Endtemperatur von etwa 60
bis 95°C erwärmt wird.