Die Erfindung betrifft einen Sammelhefter mit einer Sammelkettenanordnung,
welche einen Firstbereich bildende Dachsegmente und zwischen einer Arbeitslage und
einer hiervon abgeschwenkten Lage verstellbar gelagerte Mitnehmer mit einer jeweiligen
Anschlagfläche umfasst.
Die Merkmale der Erfindung sind den beigefügten Zeichnungen und den
darauf Bezug nehmenden nachfolgenden Erläuterungen entnehmbar.
In den Zeichnungen zeigt:
1 eine schematische Darstellung eines
Sammelhefters,
2 in vereinfachter Darstellung einen
abgespeckten Teilabschnitt des Sammelhefters gemäß 1
mit einer Nebensammelkette und einer Hauptsammelkette,
3 eine hauptsächlich einen Abschnitt
der Nebensammelkette und einen Umlenkbereich derselben wiedergebende Darstellung
eines Abschnittes des Sammelhefters,
4a einen Abschnitt der Hauptsammelkette
entgegen der Richtung des Pfeils IV in 2 gesehen,
4b einen Abschnitt der Hauptsammelkette
in Richtung des Pfeils IV in 2 gesehen.
Der Sammelhefter gemäß 1 umfasst im vorliegenden
Ausführungsbeispiel drei Falzbogenanleger 10, 12, 14,
die jeweils einen Falzbogen 16, 18, 20 rittlings auf
einer hier nicht im Detail dargestellten Sammelkettenanordnung ablegen. Die auf
diese Weise ab- und übereinander gelegten Falzbogen 16, 18,
20 bilden gemeinsam ein zu heftendes Exemplar 30, welches wie
zuvor das sich bildende Exemplar, in einer Transportrichtung gemäß dem Pfeil P entlang
einer Transport- und Heftlinie 22 transportiert wird, die sich entlang
der Falzbogenanleger 10, 12, 14 und über eine Heftstation
24 hinaus bis zu einer Übergabestation 29 erstreckt. Die Heftstation
24 umfasst beim vorliegenden Ausführungsbeispiel zwei Heftköpfe
26 und einem jeweiligen derselben zugeordnete, in 1
nicht erkennbare Umbieger, welche mittels der Heftköpfe 26 in die zu heftenden
Exemplare 30 eingestochenen Drahtklammern 27 umbiegen und zwar
die Schenkel der Drahtklammern 27, welche die Exemplare 30 durchdrungen
haben.
Die Übergabestation 29 umfasst beim vorliegenden Ausführungsbeispiel
ein nicht näher dargestelltes Auswerferschwert und Auslegebänder 29.1.
Das Auswerferschwert greift in den jeweiligen Falzbruch der gehefteten Exemplare
32 ein, hebt diese aus der Transport- und Heftlinie 22 aus und
übergibt sie an die Auslegebänder 29.1, mittels welcher die gehefteten
Exemplare 32 in Richtung des Pfeils T weiter transportiert werden, und
zwar bevorzugt zu einer Beschnittvorrichtung.
Von der Heftstation 24 aus stromaufwärts bezüglich der Transportrichtung
gemäß Pfeil P ist eine später noch näher erläuterte Mess-Station 33 vorgesehen,
in welcher die Dicke der zu heftenden Exemplare 30 ermittelt wird.
Wie in 2 erkennbar, umfasst die Sammelkettenanordnung
beim vorliegenden Ausführungsbeispiel eine endlose betriebsmäßig umlaufende Nebensammelkette
40 und eine endlose betriebsmäßig umlaufende Hauptsammelkette
50, welche Fördertrume ausbilden, die beiderseits einer Führungsleiste
48 verlaufen. Diese Fördertrume passieren sämtliche Falzbogenanleger
10, 12, 14 gemeinsam. Vor Erreichen der Mess-Station
33 taucht die Nebensammelkette 40 unter die Führungsleiste
48 ab und der weitere Transport der zu heftenden Exemplare 30
sowie der alsdann gehefteten Exemplare 32 zur Übergabestation
29 erfolgt nach dem Abtauchen der Nebensammelkette 40 mittels
der Hauptsammelkette 50.
Die Nebensammelkette 40 und die Hauptsammelkette
50 umfassen jeweils eine Antriebs- und Umlenkkettenräder umschlingende
Rollenkette mit Innen- und Außenlaschen, unter gleichmäßigen Abständen an den Außenlaschen
einer Kettenseite derart gelenkig angeordnete Mitnehmer 44 bzw.
54, dass diese um eine Rollenachse der Rollenkette schwenkbar sind, sowie
quer zur Rollenkette geneigte Dachsegmente, die mit Außenlaschen derselben Kettenseite
verbunden sind, wobei die genannte jeweilige Kettenseite und die Neigung der Dachsegmente
derart vorgesehen sind, dass die Nebensammelkette 40 und die Hauptsammelkette
50 gemeinsam entlang des Fördertrums der Nebensammelkette 40 ein
einen Firstbereich F bildendes Giebeldach darstellen, in dessen Firstbereich F ein
Spalt ausgebildet ist, der von der Führungsleiste 48 überbrückt ist.
Die gegenseitigen Abstände der Mitnehmer 44 der Nebensammelkette
40 sind gleich jenen der Mitnehmer 54 der Hauptsammelkette
50 und die Phasenlage der Nebensammelkette 40 und der Hauptsammelkette
50 ist derart eingestellt, dass an den Mitnehmern 44 und an den
Mitnehmern 54 ausgebildete, in die Transportrichtung gemäß Pfeil P weisende
Anschlagflächen 44.1 und 54.1 entlang des Fördertrums der Nebensammelkette
40 bündig sind, und zwar so lange bis vor dem Abtauchen der Nebensammelkette
40 ein jeweiliger Mitnehmer 44 der Nebensammelkette
40 aus einer Arbeitslage, in welcher er ein Exemplar 30 vor sich
her schiebt, entgegen der Transportrichtung gemäß Pfeil P von diesem Exemplar
30 wegschwenkt. Dieses Schwenken der Mitnehmer 44 und
54 erfolgt unter deren Eigengewicht, welches in der Arbeitslage
der Mitnehmer 44 und 54 von Führungsschienen abgestützt ist.
In 3 ist dies am Beispiel der Nebensammelkette
40 wiedergegeben. Das hierin erkennbare Prinzip gilt in gleicher Weise
für die Hauptsammelkette 50 und deren Mitnehmer 54.
Eine zur Bildung der Nebensammelkette 40 benutzte endlose
Rollenkette 41 umschlingt ein Antriebskettenrad 76 und ein hier
nicht wiedergegebenes Umlenkkettenrad und ist zwischen diesen mittels Führungsschienen
46 geführt.
Ein jeweiliger der Mitnehmer 44 ist über eine gelenkige Verbindung
78 derart an die Rollenkette 41 angekoppelt, dass er um die Achse
einer der Kettenrollen der Rollenkette 41 schwenkbar ist. Im Beispiel gemäß
3 ist ein jeweiliger Mitnehmer 44 entlang
des Transporttrums der Nebensammelkette 40 mittels einer Kurvenfolger-Rolle
80 an einer Führungsschiene 82 abgestützt und dadurch in seiner
Arbeitslage gehalten. Kurz bevor ein jeweiliger Mitnehmer 44 das Antriebskettenrad
76 erreicht, wird die abstützende Wirkung der Führungsschiene
82 aufgehoben (eine an der Führungsschiene 82 ausgebildete, die
Mitnehmer 44 in ihrer Arbeitslage haltende Führungsfläche weicht der Kurvenfolger-Rolle
80 aus) und der Mitnehmer 44 schwenkt entgegen der Transportrichtung
gemäß Pfeil P von jeweils vom Mitnehmer 44 vor sich her geschobenen, im
Falle von 1 zu heftenden Exemplar 30 weg.
Wie bereits erwähnt gilt das insoweit erläuterte Prinzip des Wechsels
der Mitnehmer 44 von deren Arbeitslage in eine davon abgeschwenkte Lage
auch für die Mitnehmer 54 der Hauptsammelkette 50, jedoch mit
dem Unterschied, dass deren Mitnehmer 54 aus deren Arbeitslage abschwenken,
wenn sie sich dem genannten Auswerferschwert bis auf einen bestimmten Abstand genähert
haben.
Wie des Weiteren in 2 erkennbar, sind
insbesondere im Anschluss an die abtauchende Nebensammelkette 40 Leitbleche
64 und 70 vorgesehen. Diese stützen und führen jeweils einen Schenkel
der rittlings herantransportierten Exemplare 30, deren jeweiliger anderer
Schenkel von den Dachsegmenten 52 der Hauptsammelkette 50 gestützt
und geführt wird. Dementsprechend sind die Leitbleche 64 und
70 ebenso geneigt angeordnet wie die Dachsegmente 42 der Nebensammelkette
40 und sie bilden gemeinsam mit Dachsegmenten 52 der Hauptsammelkette
50 ein einen Firstbereich ausbildendes Giebeldach, wobei im Firstbereich
wiederum ein Spalt ausgebildet ist, der von der bereits genannten Führungsleiste
48 überbrückt wird.
Die bereits erwähnte Mess-Station 33 umfasst eine in eine
Ausnehmung des Leitbleches 70 eingesetzte feste Messrolle 68 und
eine von einem Tastarm 74 getragene ausrückbare Messrolle 72.
Die zu heftenden Exemplare 30 passieren die Mess-Station 33 zwischen
der festen Mess-Rolle 68 und der ausrückbaren Messrolle 72.
Wie bereits dargelegt, werden die gehefteten Exemplare 32
in der genannten Übergabestation 29 mittels des genannten Auswerferschwertes
aus der Transport- und Heftlinie 22 ausgehoben und an die Auslegebänder
29.1 übergeben. Der diesem Vorgang vorausgehende Transport der gehefteten
Exemplare 32 erfolgt beim vorliegenden Ausführungsbeispiel ausschließlich
mittels der Hauptsammelkette 50. Insofern sind auch im vorliegenden Ausführungsbeispiel
die Maßnahmen zur Verhinderung unkontrollierter Lageänderungen der gehefteten Exemplare
auf deren Weg in ihre Auswurfposition auf die Hauptsammelkette 50 beschränkt.
Es versteht sich aber, dass bei einer derartigen Ausgestaltung eines Sammelhefters,
dass dieser geheftete Exemplare mittels zweier Sammelketten bis in die Übergabeposition
transportiert, die entsprechenden Maßnahmen an beiden Sammelketten getroffen werden
können.
In den 4a und 4b
ist ein Abschnitt der im vorliegenden Fall von den genannten Maßnahmen betroffenen
Hauptsammelkette 50 wiedergegeben, und zwar in 4a
in deren Einbaulage gesehen, wie sie sich insbesondere aus 2
ergibt.
Die Hauptsammelkette 50 ist mittels einer endlosen Rollenkette
41' gebildet, an deren von Außenlaschen gebildeten Kettengliedern die Dachsegmente
52 in der bereits erläuterten Art angeordnet sind.
Ein der 4a entsprechender Abschnitt der
Hauptsammelkette 50 stellt sich in Richtung des Pfeils IV in
2 gesehen in der aus 4b
ersichtlichen Form dar. Der dargestellte Abschnitt umfasst eine Mehrzahl von Dachsegmenten
52 und einen der bereits erwähnten Mitnehmer 54, der analog zur
Ausgestaltung der Nebensammelkette 40 über eine gelenkige Verbindung
78 an der zur Bildung der Hauptsammelkette 50 vorgesehenen endlosen
Rollenkette 41' angeordnet und mittels eines alternativ zur Kurvenfolger-Rolle
80 gemäß 3 in Form eines Gleitschuhs
54.2 ausgebildeten Kurvenfolgers und einer hier nicht dargestellten, den
Gleitschuh 54.2 abstützenden Führungsschiene in der genannten Arbeitslage
gehalten ist. Diese Arbeitslage ist in den 4a und
4b dargestellt.
Ein jeweiliges einer Anschlagfläche 54.1 eines der Mitnehmer
54 unmittelbar benachbartes Dachsegment 52 trägt einen auf den
bereits erläuterten Firstbereich F beschränkten Hilfsmitnehmer 52.1. Dieser
Hilfsmitnehmer 52.1 bildet eine in die Transportrichtung gemäß Pfeil P
weisende Hilfsanschlagfläche 52.2 aus, die in der Arbeitslage
des Mitnehmers 54 gemeinsam mit dessen Anschlagfläche 54.1 eine
zusammengesetzte Anschlagfläche 55 bildet. Dabei liegen die Hilfsanschlagfläche
52.2 des Hilfsmitnehmers 52.1 und die Anschlagfläche
54.1 des Mitnehmers 54 in dessen Arbeitslage bevorzugt in ein
und derselben Ebene, die bevorzugt vertikal verläuft.
Die Hilfsmitnehmer 52.1 sind bei einer ersten Ausgestaltung
einstückig an entsprechende Dachsegmente 52 angeformt und bei einer zweiten
Ausgestaltung lösbar mit diesen verbindbar. Im ersten Falle sind bei einer Veränderung
der Abstände der Mitnehmer 54 der Hauptsammelkette 50 (und damit
der Mitnehmer 44 der Nebensammelkette 40) – der sogenannten
Kettenteilung – zur Anpassung an unterschiedliche Formate der Exemplare
32 unter anderem Dachsegmente 52 mit und ohne Hilfsmitnehmer
52.1 gegeneinander auszutauschen, während im zweiten Falle zur Anpassung
an unterschiedliche Formate der Exemplare 32 unter anderem veränderte Anzahlen
von Mitnehmern 52 mit Hilfsmitnehmern 52.1 zu versehen sind.
Am jeweiligen Mitnehmer 54 ist eine Ausnehmung
54.3 vorgesehen, welche in der Arbeitslage des Mitnehmers 54 den
jeweiligen Hilfsmitnehmer 52.1 aufnimmt.