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Dokumentenidentifikation DE102004002627A1 04.08.2005
Titel Schalenseparator
Anmelder Bühler AG, Uzwil, CH
Erfinder Görlitz, Frank-Otto, 38116 Braunschweig, DE
Vertreter Frommhold, J., Dr.-Ing., Pat.-Ass., 38114 Braunschweig
DE-Anmeldedatum 16.01.2004
DE-Aktenzeichen 102004002627
Offenlegungstag 04.08.2005
Veröffentlichungstag im Patentblatt 04.08.2005
IPC-Hauptklasse B02B 3/04
IPC-Nebenklasse B02B 7/02   
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft einen Schalenseparator zur Abtrennung der Schalen vom geschälten Braunreis im Luftstrom.
Um die Leistung des Schalenseparators zu erhöhen, wird ein dünner Produktschleier in einer Zone (3) der Speiseeinrichtung vor Eintritt in einen Sichtkanal (5) mittels eines Luftstroms (4) beschleunigt.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen Schalenseparator, insbesondere einen Schalenseparator zur Separation der Schalen von Braunreis nach der Schälung, zum Beispiel in einem Gummiwalzenschäler.

Getreide, insbesondere Reis wird vor der weiteren Verarbeitung geschält. Bekannt sind hierzu Schälmaschinen mit Gummiwalzen. Diesen sind Separatoren nachgeordnet, um den geschälten Braunreis sauber von den entfernten Schalenteilen trennen zu können. Bekannte Separatoren weisen drei Separationszonen auf und neben dem Braunreis werden mehrere Mischfraktionen u. a. gebildet.

Bei sogenannten Scalperatoren gelangt Weizen auf eine Vorreinigungstrommel, die mit einem groben Drahtgewebe bespannt ist. Der Weizen passiert die Trommel und grobe Beimengungen werden aussortiert und abgestossen. Der Weizen wird nachfolgend aspiriert, um leichte Beimengungen zu entfernen, wobei der Aspirationsstrom mittels Ventilator in eine Niederschlagskammer gezogen wird. Eine Rückleitung der Luft zum Wiedergebrauch ist bereits gegeben. Sand oder Staub können nicht aus dem Produktstrom entfernt werden.

Eine ähnliche Reinigungsmaschine für Weizen ist im RU-PS 2133149 beschrieben. Hierbei wird der Weizen zunächst vom Rund- und Langkornbesatz getrennt und anschliessend werden Leichtprodukte und Staub abgetrennt. Der Weizenstrom gelangt anschliessend in einen zusätzlichen pneumatischen Separationskanal, wo Schmachtkörner und Bruchkörner abgeführt werden. Die Luft wird gereinigt und erneut verwendet.

Bei Separatoren, die auf einen Walzenschäler, insbesondere einen Gummiwalzenschäler folgen, fällt das Produkt mittels Schwerkraft über eine geringe Fallhöhe in den Speise- und Aspirationsbereich. Die Fallgeschwindigkeit des Produktes ist gering.

Die Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Schalenseparator zu schaffen, der eine effizientere Abtrennung der Schalen von Getreide, insbesondere von geschältem Braunreis ermöglicht. Der Braunreis wird dabei mittels Walzenschälern geschält, wie sie zum Beispiel in den DE 10253099.8 oder DE 10328751.5 (nicht vorveröffentlicht) offenbart sind.

Die Aufgabe ist mit den Merkmalen des Patentanspruchs gelöst.

Durch Vorbeschleunigung des geschälten Produktes kann im Schalenseparator ein dünnerer Produktschleier (der sich noch mit hoher Trennschärfe separieren lässt) bei höherer Gesamtleistung und bei gleicher Kanalbreite erzeugt werden. Erfindungsgemäss erfolgt die Vorbeschleunigung pneumatisch, doch kann ebenso (oder in Ergänzung) eine vor dem Walzenspalt des Walzenschälers angeordnete Rutsche "verlängert" werden. Die Durchsatzleistung kann um ein Mehrfaches erhöht werden. Sie ergibt sich aus dem Produkt der Querschnittsfläche des Speiseschleiers und der Geschwindigkeit des Speiseschleiers.

Bei sinnvoller, kompakter Breite des Schalenseparators muss also dessen Geschwindigkeit erhöht werden, da dessen Dicke für eine genaue Separation möglichst gering sein soll.

Dabei wurde auch gefunden, dass sich allein über die Fallhöhe der Durchsatz ab einer gewissen Höhe nicht mehr deutlich steigern lässt, abgesehen von einer ggf. unerwünscht grossen Bauhöhe der Maschine.

Mittels pneumatische Förderung und Vorbeschleunigung des Produktes kann die Produktgeschwindigkeit hingegen deutlich und ohne Vergrösserung der Bauhöhe der Maschine gesteigert werden. Somit kann die Dicke des Speisschleiers verringert werden oder bei gleicher Dicke und höherer Beschleunigung ein höherer Durchsatz erzielt werden.

Bei grosser Breite des Speiseschleiers kann noch eine Verteil- oder Paddelschnecke vorgeschaltet sein. Das verteilte Produkt wird beschleunigt, zum Beispiel in einem mit Luft beaufschlagten Kanal.

Über eine Fliehkraftabscheidung wird das Produkt abgelenkt und dem Speisespalt zugeführt, durch den es in den Separationsluftstrom gelangt. Auf Grund der geringen Dicke des Schleiers wird das Produkt vom Separationsluftstrom gut durchlüftet und eine genaue Separation in Leicht- und Schwerteile ist durchführbar.

Die Erfindung wird nachfolgend in einem Ausführungsbeispiel anhand einer Zeichnung mit einer einzigen Figur näher beschrieben.

Nach dem Schälen, zum Beispiel in einem Gummiwalzenschäler gelangt der geschälte Braunreis in einen Produktzulauf 1, wo das Produkt (Schälgemisch) mittels einer Verteilschnecke 2 auf die gesamte Breite eines Sichtkanals 5 verteilt wird. Das verteilte Produkt fällt in eine kanalartige Zone 3, wo es mittels eines Luftstromes 4 aus einem Bypass in einem dünnen Schleier beschleunigt wird und in den Sichtkanal 5 gelangt. Dort wird das Produkt vom Hauptluftstrom 6 durchströmt und in eine Schwer- und eine Leichtfraktion getrennt. Der Luftstrom ist so eingestellt, dass die Schwerteile (Braunreis) nach unten gegen eine Austragsschnecke 7 fallen und ausgetragen werden können. Die Schalen (Leichtteile) werden im steilen und sich verengenden Sichtkanal 5 weiter beschleunigt und entlang gekrümmter Wände 8, 9 einer Kammer 10 zugeführt, wo sie mittels einer Austragsschnecke 11 ausgetragen werden.

Der Luftstrom wird im Kreislauf geführt. Sie gelangt aus der Kammer 10 mittels eines Ventilators 12 über eine Bypassklappe 13 wieder in die Zone 3 bzw. durch ein Lochblech 14 in den Sichtkanal 5.

Ebenso kann der Luftstrom zusätzlich in den Gummiwalzenschäler geführt werden, wo der ungeschälte Rohreis dann vor dem Walzenspalt analog beschleunigt wird, vor dem Walzenspalt also eine druckluftbeaufschlagte Speisezuführung angeordnet wird. Die Leistung des Walzenschälers kann so zusätzlich bei geringem Bruchzuwachs gesteigert werden.

Weitergehend und abweichend von der dargestellten Produktzuführung wäre es auch denkbar, den Schalenseparator mit zwei übereinander liegenden Sichtkanälen 5 (Auslesezonen) zu versehen.

1Produktzulauf 2Verteilschnecke 3Zone 4Luftstrom 5Sichtkanal 6Hauptluftstrom 7Austragsschnecke 8Wand 9Wand 10Kammer 11Austragsschnecke 12Ventilator 13Bypassklappe 14Lochblech

Anspruch[de]
  1. Schalenseparator zur Separation der Schalen von geschältem Getreide, insbesondere von Reis mit einer Speiseeinrichtung und einem nachgeordneten Sichtkanal (5), auf den eine Kammer (10) mit einer Austragsschnecke (11) zum Austrag der Schalen folgt, dadurch gekennzeichnet, dass die Speiseeinrichtung eine luftdurchströmte Zone (3) aufweist.
  2. Schalenseparator nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, die Zone (3) in den Sichtkanal (5) mündet.
  3. Schalenseparator nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass zwei übereinander liegende Sichtkanäle (5) vorgesehen sind.
  4. Schalenseparator nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass ein, dem Schalenseparator vorgelagerter Walzenschäler mit einer druckluftbeaufschlagten Speisezuführung vor dem Walzenspalt versehen ist.
Es folgt ein Blatt Zeichnungen






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