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Dokumentenidentifikation DE102005000920A1 04.08.2005
Titel Elektronischer Kalender
Anmelder Weishaar, Christoph, Dipl.-Ing. (FH), 71336 Waiblingen, DE
Erfinder Weishaar, Christoph, Dipl.-Ing. (FH), 71336 Waiblingen, DE
Vertreter COHAUSZ DAWIDOWICZ HANNIG & PARTNER, 40237 Düsseldorf
DE-Anmeldedatum 07.01.2005
DE-Aktenzeichen 102005000920
Offenlegungstag 04.08.2005
Veröffentlichungstag im Patentblatt 04.08.2005
IPC-Hauptklasse G09D 3/12
IPC-Nebenklasse G06F 15/02   
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung (10), insbesondere Kalender zur visuellen elektronischen Darstellung individuell gestaltbarer grafischer Elemente und/oder Werke, insbesondere Bildwerke und/oder Kalenderinformationen, wobei die Vorrichtung (10) Mittel zur hängenden Montage sowie zur Darstellung der Bildwerke und/oder der Kalenderinformationen ein flach ausgebildetes elektronisches Display (11) aufweist, wobei die Vorrichtung (10) ein Mikrorechnersystem (12) zur Steuerung des elektronischen Displays (11) und der auf dem elektronischen Display (11) darstellbaren Informationen umfasst und das Display (11) von einem dünnen flexiblen und beschichteten Trägermaterial gebildet ist.

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung insbesondere einen Kalender zur visuellen Darstellung individuell gestaltbarer grafischer Elemente und/oder Werke, insbesondere Bildwerke und/oder Kalenderinformationen, wobei besagte Vorrichtung Mittel zur hängenden Montage sowie zur Darstellung der Bildwerke und/oder der Kalenderinformationen ein flach ausgebildetes elektronisches Display aufweist.

Ferner betrifft die Erfindung einen individuell gestaltbaren elektronischen Kalender, der neben den klassischen Kalenderinformationen insbesondere Tag, Woche, Monat und Jahr um Bildinformationen erweitert ist, wobei diese Bilder sowohl informativer als auch ästhetischer Natur sein können, wie man es von Gemälden, Zeichnungen, Graphiken oder Photographien kennt.

Für eine ästhetische und dekorative Ausgestaltung individuell gestaltbarer Kalender, die neben der klassischen Kalenderinformationen durch Bildwerke erweitert sind, werden Printmedien zur Abbildung besagter Kalenderinformationen und/oder Bildinformationen respektive Bildwerke verwendet. Bekannt sind hier Jahreskalender, welche für jeden Monat oder jede Woche, in Einzelfällen auch für jeden Tag, ein eigenes Kalenderblatt enthalten. Aus der DE 100 19 887 ist beispielsweise ein Kalender bekannt, der die Möglichkeit der Einlage einzelner Blätter im Sinne einer individuell gestaltbaren Werbefläche bietet.

Neben der klassischen Kalender in Printform sind auch elektronische Kalender bekannt, bei denen ein Kalenderprogramm als festprogrammierte Logik oder softwaregesteuert auf einem elektronischen Rechner, wie beispielsweise einem PC, einem Notebook oder einem PDA laufen.

Das deutsche Gebrauchsmuster DE 29 608 220 U1 offenbart beispielsweise einen elektronischen Kalender, der Terminverwaltungsaufgaben übernimmt und relevante Kalenderinformationen auf einem einem Taschenrechner ähnlichen Display zur Anzeige bringt und die Gestalt und Größe eines Taschenrechners besitzt. Weiterhin zeigt die deutsche Offenlegungsschrift DE 198 10 209 A1 einen elektronischen Erinnerungskalender, der periodisch wiederkehrende Ereignisse verwaltet und diese rechtzeitig auf einem Display automatisch anzeigt.

Printmedien besitzen stets den Nachteil der mangelnden Aktualität sowie der Varianz sowohl bezüglich der Kalenderinformationen als auch bezüglich etwaiger Bildinformationen oder Bildwerke. Darüber hinaus ist es für den Käufer eines solchen Kalenders mit hohem zeitlichen Aufwand verbunden, einen seinen individuellen Wünschen genügenden Kalender zu finden.

Auch elektronische Kalender nach dem Stand der Technik bieten keine ausreichende und befriedigende Varianz der Kalenderinformationen und/oder Bildinformationen respektive Bildwerke. Insbesondere besitzen elektronische Kalender nach dem Stand der Technik ein hohes Gewicht, einen hohen Energieverbrauch sowie geringe Abmessungen der Kalenderinformations- und Bildanzeigefläche. Ferner besitzen sie unzureichende Montagemöglichkeiten und erlauben nur eingeschränkte Betrachtungswinkel. Darüber hinaus geht bei Abschaltung der Versorgungsspannung die Bild- und/oder Kalenderfunktion verloren.

Hiervon ausgehend, hat sich der Erfinder die Aufgabe gestellt, einen elektronischen Kalender zur aktuellen Darstellung von Kalenderinformationen zu erfinden, der auf einem netzwerkgesteuerten elektronischen Anzeigesystem basiert, welches weitgehend unabhängig von einem lokal gesteuerten Rechner ist, wobei besagte Kalenderinformationen durch beliebige Bildwerke ergänzbar sein können und wobei die Bildwerke zeitlich und in Ihrer Ausgestaltung individuell veränderlich sein können.

Ferner liegt der vorliegenden Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung insbesondere Kalender zur visuellen Darstellung individuell gestaltbarer grafischer Elemente und/oder Werke, insbesondere Bildwerke und/oder Kalenderinformationen zu schaffen, so dass ein elektronischer Kalender nach dem Stand der Technik dahingehend verbessert wird, dass er bei minimalem Energieverbrauch ein Höchstmaß an ästhetischer Gestaltungsvarianz mit ansprechend großer Kalenderinformations- und Bildanzeigefläche sowie Montageflexibilität und ein geringes Gewicht aufweist.

Diese Aufgaben werden erfindungsgemäß durch die Merkmale der Ansprüche 1 und 2 gelöst.

Der Benutzer kann selbst und individuell nach seine Wünschen die Bildinformationen des Kalenders gestalten und ist weder an eingeschränkte Bildthemen, wie sie von handelüblichen Kalendern in Printform vorgegeben werden noch an in festen Zeitspannen wechselnden Bildinformationen gebunden.

Die zeitintensive Auswahl eines geeigneten Kalenders in Buchläden, Kaufhäusern oder dergleichen entfällt somit. Auch ist es dem Benutzer durch Verwendung individuellen Bildmaterials wie privaten Fotos, Zeichnungen oder Graphiken möglich, dem Kalender eine persönliche Note zu erteilen.

Darüber hinaus können durch ein Öffnen eines Zugangs des Kalenders an Dritte, über ein Netzwerk individuelle Informationen wie beispielsweise Termine eingeblendet und/oder abgeglichen werden. Auch ist es bei diesem erfindungsgemäßen Kalender einfach möglich, Informationen respektive Einträge wieder zu löschen.

Im Vergleich zu einem auf einem programmierbaren Rechner installierten Kalenderprogramms, liegen die Vorteile des vorgeschlagenen Kalenders insbesondere in der Ausgestaltung der Hardware. Herkömmliche Rechner wie beispielsweise PCs, Notebooks oder PDAs sind bezüglich der der Erfindung zugrunde liegenden Aufgabenstellung unwirtschaftlich. Die Gründe für die Unwirtschaftlichkeit liegen in der Schnittstellengestaltung, im Energieverbrauch und in der Bildspeicherung unter An- bzw. Abwesenheit der Versorgungsspannung, wodurch die Akzeptanz des Benutzer sinkt.

Die Displayarchitekturen elektronischer Displays nach dem Stand der Technik ermöglichen keinen großen Betrachtungswinkel, wie ihn der Benutzer von einem Kalender in Printform gewohnt ist.

Außerdem ist bei programmierbaren Rechnern nach dem Stand der Technik weder eine einfache noch eine robuste Wandmontage möglich.

Die vorliegende Erfindung überwindet vorgenannte Nachteile und bietet ein Höchstmaß an Varianz sowie Aktualität der darstellbaren Kalender- und Bildinformationen respektive Bildwerke bei gleichzeitiger Minimierung der hierfür notwendigen Hardware, wobei die Vorteile eines Kalenders in Printform hierbei erhalten bleiben.

Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen und Merkmale sind in den Unteransprüchen aufgeführt und werden im Folgenden anhand von drei Ausführungsbeispielen und drei Zeichnungen beschrieben.

Es zeigen:

1: eine erste erfindungsgemäße Ausführungsvariante des elektronischen Kalenders mit Datenübertragung aus einem Fernnetz;

2: eine zweite erfindungsgemäße Ausführungsvariante des elektronischen Kalenders mit Datenübertragung aus einem lokalen Netz;

3: eine mechanische Aufnahme des elektronischen Kalenders in Form eines Rollos.

1 zeigt eine erfindungsgemäße Ausführungsvariante des elektronischen Kalenders 10 umfassend ein elektronisches Display 11, ein Rahmen 14 zur mechanischen Aufnahme des Displays, ein Mikrorechnersystem 12 zur Steuerung des elektronischen Displays 11 und der auf dem elektronischen Display 11 darstellbaren Informationen, eine Interfaceschaltung 13, wobei die auf dem Display darstellbaren Informationen über die Interfaceschaltung 13 und über ein lokales Netz 16 und/oder über ein Fernnetz 17, wie z. B. das Internet, aus einer Datenbank 19 an das Mikrorechnersystem 12 übertragen werden.

Die Interfaceschaltung 13 stellt eine Schnittstelle zum Anschluss externer Geräte und/oder zur Anbindung der Vorrichtung insbesondere Kalender 10 an ein lokales Netz 16 bereit, beispielsweise Anschlüsse wie USB, RS-232, FireWire oder dergleichen.

In einer weiteren vorteilhaften Ausprägung der Erfindung können das Mikrorechnersystem 12 und die Interfaceschaltung 13 in einer Einheit, beispielsweise auf einer Platine oder in einem Bauteil integriert sein. Die Störanfälligkeit durch zusätzliche Leitungen und Kontaktstellen kann dadurch reduziert und die Bauform von Mikrorechnersystem 12 und Interfaceschaltung 13 verkleinert werden.

Entsprechend 2 stammen die über das lokale Netzwerk 16 übertragbaren Daten in einer weiteren möglichen Ausführungsvariante auch von einer lokalen Rechnereinheit 21, beispielsweise einem PC, einem Notebook oder einem PDA.

Unter dem Begriff "lokal" wird die Übertragung von Daten innerhalb eines Gebäudes verstanden. ferner wird unter der Bezeichnung "fern" eine Übertragung von Daten über Gebäudegrenzen hinaus verstanden.

In weiteren nicht dargestellten Ausführungsvarianten kann eine Datenübertragung zu der Vorrichtung insbesondere dem Kalender 10 über die Interfaceschaltung 13 direkt von einer lokalen oder entfernten Rechnereinheit 21 oder direkt von einer lokalen oder entfernten Datenbank 19 über ein lokales Netzwerk in das Mikrorechnersystem 12 erfolgen. Vorteilhaft ist hierbei die Gewährleistung eines Höchstmaßes an Flexibilität für die ästhetische Ausgestaltung der Kalenderanzeigefläche, die in einer vorteilhaften Ausführung der Erfindung nicht ortgebunden durchgeführt werden muss.

Das Mikrorechnersystem 12 kann eine Speichereinheit zur Speicherung der darzustellenden Kalender- und Bildinformationen respektive Bildwerke besitzen, in den die übertragbaren Daten ladbar sind. Alternativ kann der elektronische Kalender 10 auch einen separaten Festspeicher aufweisen, der die Möglichkeit der Speicherung großer Datenmengen, insbesondere für Bildmengen bereitstellt.

Das Mikrorechnersystem 12 kann zumindest ein fest einprogrammiertes Programm beinhalten, welches sich der Kalender- und Bildinformationen im Speicher bedienen kann und welches diese automatisch in innerhalb des Programms definierbaren Abständen, insbesondere täglich und/oder wöchentlich und/oder monatlich zur Anzeige bringen kann.

Ferner kann das Mikrorechnersystem 12 eine integrierte Spannungsversorgung aufweisen, jedoch ist auch eine separate Spannungsversorgung des Mikrorechnersystems 12 möglich.

Die Vorrichtung insbesondere Kalender 10 kann ferner eine Schnittstelle oder ein Laufwerk zur Aufnahme eines Wechseldatenträgers aufweisen, wie sie beispielsweise bei Digitalkameras zum Einsatz kommen, womit eine Übertragung von Daten zwischen dem Wechseldatenträger und der Vorrichtung insbesondere Kalender 10 in das Mikrorechnersystem 12 möglich ist. Aus der Vielzahl unterschiedlicher standardisierter Wechseldatenträger sind vorzugsweise Speicherkarten in Form von SD-Karten oder Flash-Karten verwendbar. Durch Verwendung derartiger Speichermedien ist es möglich, gänzlich auf die Übertragung von Daten aus dem lokalen oder globalen Netzwerk zu verzichten. Dies erhöht die Flexibilität bei der beispielsweise jährlichen Aktualisierung der auf dem elektronischen Kalender darzustellenden Kalender- und Bildinformationen respektive Bildwerken.

Nach Übertragung der Daten über das lokale Netzwerk 16 kann der Kalender 10, bestehend aus den Komponenten 11, 12, 13 und 14, vom Netzwerk 16 getrennt werden, so dass dieser als Stand-alone-Gerät ohne weitere Rechnereinheiten betrieben werden kann. Dies reduziert den Energiebedarf des elektronischen Kalenders auf minimale Werte. Ein vollkommen autarker, selbstständiger Betrieb ist damit möglich.

Bei der Übertragung der Daten über ein Fernnetzwerk 17 gemäß 1 kann der Übergang vom lokalen Netzwerk 16 auf das Fernnetzwerk über einen Netzwerkzugang 15 erfolgen, der die mechanische und elektrische Kopplung der beiden Netzwerke 16 und 17 ermöglicht. Weiterhin kann ein Netzwerkzugang 18 die Ankopplung der Datenbank 19 an ein lokales oder entferntes Netz ermöglichen.

Der Vorteil der Realisierung nach 1 liegt in der Nutzbarkeit einer globalen Datenbank 19, die eine große Fülle aktueller Daten, insbesondere Bilder enthalten kann. Über einen Netzwerkzugang 18 kann der Zugang des Fernnetzwerk 17 zu der Datenbank 19 erfolgen. Der Benutzer kann aus dieser Datenbank 19 heraus seinen individuellen Kalender zusammenstellen.

Bei der Realisierung einer Datenübertragung zu dem erfindungsgemäßen Kalender 10 gemäß der Ausführungsvarianten nach 2 kann die Aufgabe der globalen Datenbank 19 durch einen lokalen Rechner 21 übernommen werden. Dieser kann eine entsprechende Konfigurationssoftware zur Zusammenstellung der Kalenderinformationen aufweisen.

Bezüglich der Akzeptanz des elektronischen Kalenders 10 durch den Benutzer kommt der technischen Ausgestaltung des elektronischen Displays 11 eine zentrale Bedeutung zu. In einer besonders vorteilhaften Ausführung besteht das Trägermaterial des Displays 11 aus einer Kunststofffolie, auf der alle relevanten Strukturen über Druckverfahren aufbringbar sind. Die Flexibilität der Folie ermöglicht eine kompakte Bauform sowie eine einfache Montage in die mechanische Aufnahme des Displays 14. Hierbei wird eine hohe mechanische Robustheit erreicht, da auf herkömmliche zerbrechliche Glasträger, wie sie beispielsweise bei TFT oder LCD Standarddisplays Verwendung finden, verzichtet werden.

Für eine weitere Gewichtsreduktion kann das beschichtbare Trägermaterial von einer flexiblen dünnen Kunststofffolie gebildet werden.

Die mechanische Aufnahme 14 des Displays weist in einer vorteilhaften Ausführung rückseitig Mittel zur hängenden Montage, insbesondere zur Montage an einer Wand auf. Beispielsweise können diese Mittel Haken und/oder Ösen und/oder Aussparungen/Ausnehmungen in der mechanischen Aufnahme sein. Alternativ können besagte Mittel auch an beliebig anderer Stelle vorgesehen werden, die eine hängende Montage ermöglichen.

Durch die Folie ist es auch möglich, den elektronischen Kalender 10 mit Hilfe einer Aufrollvorrichtung entsprechend einem Rollo mit Rollokasten 31 kompakt zusammenzurollen. Eine entsprechende beispielhafte Ausführungsvariante ist in 3 dargestellt. Auf diese Weise kann die für das Aufhängen des Kalenders bei Wandmontage notwendige Fläche für eine andere Nutzung verwendet werden.

Um den Wirkungsgrad zu erhöhen, können selbstleuchtende organische Moleküle als Pixel bildende Leuchtelemente bei dem Displays zum Einsatz kommen. In einer vorteilhaften Ausführungsvariante bieten sich beispielsweise organische Licht emittierende Leuchtdioden an. Hierdurch ergibt sich ein elektronsicher Kalender 10 mit einem von der Displaytechnologie uneingeschränkten Betrachtungsbereich.

In einer weiteren vorteilhaften Ausführung der Erfindung können die Kalender- und Bildinformationen respektive Bildwerke dauerhaft dargestellt werden, wobei nach Abschaltung der Versorgungsspannung die angezeigten Kalender- und Bildinformationen erhalten bleiben. Hier bieten sich beispielsweise cholesterische Flüssigkristalle an, die auf das Trägermaterial des Displays aufgebracht werden können und für eine Zustandsänderung lediglich ein zeitlich kurz angelegtes elektrisches Feld geringer Intensität erfahren brauchen. Für die weitere Anzeige des Displayinhalts ist somit keine zusätzliche Energie notwendig.

Als cholesterische Flüssigkristalle werden im Folgenden Materialen verstanden, die bei einer für einen elektronischen Kalender geeigneten Temperatur, insbesondere bei Raumtemperatur, die die Eigenschaften von Flüssigkristallen in der cholesterischen Phase besitzen.

Insbesondere ermöglichen cholesterische Flüssigkristalle die Herstellung leichtgewichtiger und robuster Displays mit hoher Auflösung und hohem Kontrast, so dass auch hier der Nachteil des eingeschränkten Blickwinkels von elektronischen Kalendern nach dem Stand der Technik überwunden werden kann.

In einer bevorzugten Ausführungsvariante kann die das Trägermaterial bildende Kunststofffolie aus einem dünnen flexiblen Polyester Substrat gebildet werden, wobei ein Aufrollen des elektronischen Kalenders 10 in einem Rollokasten 31 nach 3 ermöglicht wird. Als Substrat wird im Folgenden die Grundlage bzw. das Trägermaterial verstanden, auf das die bilderzeugbaren Strukturen insbesondere organische Licht emittierende Dioden oder cholesterische Flüssigkristalle aufbringbar sind.

Auf cholesterischen Flüssigkristallen basierende Displays können durch Anlegen einer geringen zeitlich kurzen elektrischen Spannung zwischen einem farbigen und einem schwarzen Zustand wechseln. Beide optischen Zustände sind stabil, so dass zur Aufrechterhaltung des darstellbaren Bildes keine Leistung notwendig ist.

Der farbige Zustand kann beispielsweise durch geeignete Farbwahl eines Hintergrunds des Displays bestimmt werden, da cholesterische Flüssigkristalle in einem der optisch stabilen Zustände transparent sind. Vorzugsweise ist hier zum Beispiel eine Einfärbung des Substratmaterials und/oder bei transparentem Substrat eine dünne Farbschicht oder eine Farbfolie denkbar, die auf der Rückseite des Substrats aufgebracht ist. Displays zur Darstellung von mehr als zwei Farben können beispielsweise durch die Verwendung mehrerer Schichten cholesterischer Flüssigkristalle realisiert werden. Auf diese Weise ist eine besonders ästhetische Ausgestaltung des elektronischen Kalenders 10 möglich, wobei die Darstellbarkeit von farbigen Bildwerken und/oder Kalenderinformationen realisierbar ist.


Anspruch[de]
  1. Vorrichtung (10) insbesondere Kalender zur visuellen elektronischen Darstellung individuell gestaltbarer grafischer Elemente und/oder Werke, insbesondere Bildwerke und/oder Kalenderinformationen, wobei die Vorrichtung (10) Mittel zur hängenden Montage sowie zur Darstellung der Bildwerke und/oder der Kalenderinformationen ein flach ausgebildetes elektronisches Display (11) aufweist, dadurch gekennzeichnet,

    – dass die Vorrichtung (10) ein Mikrorechnersystem (12) zur Steuerung des elektronischen Displays (11) und der auf dem elektronischen Display (11) darstellbaren Informationen umfasst und

    – dass das Display (11) von einem dünnen flexiblen und beschichteten Trägermaterial gebildet ist.
  2. Individuell gestaltbarer elektronischer Kalender (10), der neben den klassischen Kalenderinformationen insbesondere Tag, Woche, Monat und Jahr um Bildinformationen erweitert ist, wobei diese Bilder sowohl informativer als auch ästhetischer Natur sein können, wie man es von Gemälden, Zeichnungen, Graphiken oder Photographien kennt, dadurch gekennzeichnet,

    – dass ein elektronisches Display (11) über ein Mikrorechnersystem (12) ansteuerbar ist,

    – dass die zur Anzeige kommenden Daten über eine Interfaceschaltung (13) aus einem lokalen Netzwerk (16) übertragbar sind und

    – dass die für die Funktionen des elektronischen Displays notwendigen Strukturen auf einer Kunststofffolie aufgebracht sind.
  3. Vorrichtung insbesondere Kalender nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Trägermaterial von einer Kunststofffolie, insbesondere von einem Polyester-Substrat gebildet wird.
  4. Vorrichtung insbesondere Kalender nach Anspruch 1 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung insbesondere der Kalender eine Interfaceschaltung (13) zur Übertragung von Daten zwischen der Vorrichtung (10) und einer lokalen oder entfernten Rechnereinheit (21) oder einer lokalen oder entfernten Datenbank (19) über ein lokales Netzwerk (16) und/oder Fernnetzwerk (17) aufweist.
  5. Vorrichtung insbesondere Kalender nach Anspruch 2 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Interfaceschaltung (13) Teil des Mikrorechnersystems (12) ist
  6. Vorrichtung insbesondere Kalender nach Anspruch 2 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass die über das lokale Netzwerk 16 übertragbaren Daten aus einem Fernnetzwerk (17) oder von einem lokalen Rechnersystem (21) übertragbar sind.
  7. Vorrichtung insbesondere Kalender nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die über das Fernnetzwerk (17) übertragbaren Daten aus einer Datenbank (19) ladbar sind.
  8. Vorrichtung insbesondere Kalender nach einem der Ansprüche 5 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass Daten von der Rechnereinheit (21) und/oder einer Datenbank (19) über die Interfaceschaltung (13) in das Mikrorechnersystem (12) oder Daten aus dem Mikrorechnersystem (12) über die Interfaceschaltung (13) zu der Rechnereinheit (21) und/oder der Datenbank (19) ladtbar sind.
  9. Vorrichtung insbesondere Kalender nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung (10) eine Schnittstelle oder ein Laufwerk zur Übertragung von Daten zwischen einem Wechseldatenträger und der Vorrichtung (10) aufweist.
  10. Vorrichtung insbesondere Kalender nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass Daten von dem Wechseldatenträger über die Schnittstelle oder das Laufwerk in das Mikrorechnersystem (12) oder Daten aus dem Mikrorechnersystem (12) zu dem Wechseldatenträger ladbar sind.
  11. Vorrichtung insbesondere Kalender nach einem der Ansprüche 2 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass Mittel zur dauerhaften Darstellung der Kalenderinformationen und/oder Bildinformationen bzw. Bildwerke bei abgeschalteter Versorgungsspannung, insbesondere cholesterische Flüssigkristalle auf der Kunststofffolie aufgebracht sind.
  12. Vorrichtung insbesondere Kalender nach einem der Ansprüche 2 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass Mittel zur Erzeugung selbstleuchtender Kalenderinformationen und/oder Bildinformationen bzw. Bildwerke auf der Kunststofffolie, insbesondere organische Moleküle aufgebracht sind.
  13. Vorrichtung insbesondere Kalender nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Display (11) die Bildwerke und/oder die Kalenderinformationen in mehr als zwei Farben darstellt.
  14. Vorrichtung insbesondere Kalender nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung (10) Mittel (31) zum Aufrollen des Displays aufweist.
  15. Vorrichtung insbesondere Kalender nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die auf dem Display (11) dargestellten Bildwerke und/oder Kalenderinformationen automatisch in definierbaren Abständen insbesondere täglich und/oder wöchentlich und/oder monatlich änderbar sind.
  16. Vorrichtung insbesondere Kalender nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung (10) Mittel zur Eingabe von Steuerbefehlen und/oder einen internen Speicher und/oder eine interne Spannungsversorgung aufweist.
Es folgen 2 Blatt Zeichnungen






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