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Dokumentenidentifikation DE19581930B4 04.08.2005
Titel Klavier mit einem eingebauten elektronischen Musikinstrument
Anmelder Kabushiki Kaisha Kawai Gakki Seisakusho, Hamamatsu, Shizuoka, JP
Erfinder Inaba, Tatsuya, Hamamatsu, Shizuoka, JP
Vertreter TBK-Patent, 80336 München
DE-Anmeldedatum 29.03.1995
DE-Aktenzeichen 19581930
WO-Anmeldetag 29.03.1995
PCT-Aktenzeichen PCT/JP95/00606
WO-Veröffentlichungsnummer 0009630891
WO-Veröffentlichungsdatum 03.10.1996
Date of publication of WO application in German translation 05.02.1998
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 04.08.2005
Veröffentlichungstag im Patentblatt 04.08.2005
IPC-Hauptklasse G10C 3/00
IPC-Nebenklasse G10H 1/00   

Beschreibung[de]

Diese Erfindung bezieht sich auf ein Klavier gemäß Anspruch 1 mit einem eingebauten elektronischen Musikinstrument, das ein herkömmliches System zum Spielen durch Anschlagen von Saiten und ferner ein System zum Spielen durch Steuern einer elektronischen Klangquelle aufweist.

Bei einem herkömmlichen elektronischen Klavier oder dergleichen zum Spielen im Ansprechen auf das Herunterdrücken einer Taste auf der Tastatur wird eine elektronische Klangquelle entsprechend Tastenanschlagbedingungen gesteuert, wodurch Klänge zum Spielen erzeugt werden. Ein derartiges elektronisches Klavier ist mit einem Sensor unter der Taste oder an anderen Positionen zur Erfassung der Tastenanschlagbedingungen vorgesehen. Der Sensor erfaßt die Berührungsinformationen (Berührungsdaten), die die Tastengeschwindigkeit (die Tastenanschlagsstärke) enthalten. Außerdem wird zur Modifikation des Klangerzeugungspegels entsprechend der Tastenanschlagsstärke die Empfindlichkeit (die Effektivität) der Tastenberührung für jede Taste der Tastatur gesteuert.

Die Effektivität der Tastenberührung definiert die Beziehung zwischen den Tastenberührungsstärkedaten und dem Ausgangssignalpegel (dem Klangpegel), der zu der Klangquelle übertragen wird. Wie es beispielsweise in 6 gezeigt ist, wird durch das Anlegen einer Neigungslinie (Berührungskurve) zur Modifikation der Daten ein Berührungsdatum vor der Umwandlung (auf der horizontalen Achse) in ein Berührungsdatum nach der Umwandlung (auf der longitudinalen Achse) modifiziert bzw. umgewandelt. Der Ausgangsklangpegel wird beruhend auf den Berührungsdaten nach der Umwandlung gesteuert.

Zur Einstellung der Effektivität der Tastenberührung ist eine Karte bzw. Abbildung entsprechend der Berührungskurve in einem Nur-Lese-Speicher (ROM) oder dergleichen vorab gespeichert.

Jedoch unterscheidet sich bei einem sogenannten Klavier mit einem eingebauten elektronischen Musikinstrument, das eine Kombination eines akustischen Klaviers und einer elektronischen Klangquelle derart darstellt, daß es unter Verwendung der elektronischen Klangquelle zusätzlich zum gewöhnlichen Klavierspiel gespielt werden kann, die Intensität elektronischer Klänge von der der natürlichen Klavierklänge, wenn eine Berührungskurve eines herkömmlichen elektronischen Klaviers verwendet wird, woraus sich ein Problem ergibt.

Da die Tastatur eines Klaviers mit einem eingebauten elektronischen Musikinstrument die gleiche wie bei einem akustischen Klavier ist, unterscheidet sich die von der Tastatur durch ein Funktionssystem oder dergleichen zu dem Finger übertragene Kraft natürlich stark von der bei einem herkömmlichen elektronischen Klavier. Insbesondere weist das Funktionssystem des Klaviers verschiedene Eigenschaften bzw. Kennlinien für jede Taste auf. Wenn es daher unter Verwendung der elektronischen Klangquelle auf die gleiche Weise wie als akustisches Klavier gespielt wird, unterscheiden sich die von der elektronischen Klangquelle erzeugten tatsächlichen Klänge (die elektronischen Klänge) merklich von den Klängen, die der Spieler zu erzeugen wünscht (den natürlichen Klavierklängen). Je mehr sich der Spieler außerdem an die Tastenberührung des akustischen Klaviers gewöhnt, desto mehr Inkompatibilität empfindet er beim Spielen unter Verwendung der elektronischen Klangquelle.

Der Stand der Technik gemäß US 4 704 931 offenbart ein Musikinstrument mit einer Tastatur und einer elektronischen Klangquelle. Das Musikinstrument weist außerdem eine Einrichtung zur Modifikation von Modifikationsdaten und eine Einrichtung zur Erfassung von Eingabebedingungen auf.

Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein Klavier mit einem eingebauten elektronischen Musikinstrument auszugestalten, bei dem der Spieler ohne das Gefühl einer Inkompatibilität unter Verwendung der elektronischen Klangquelle auf ähnliche Weise wie beim Spielen als akustisches Klavier spielen kann.

Die Aufgabe wird mit einem Klavier mit der Kombination der Merkmale des Patentanspruchs 1 gelöst. Eine vorteilhafte Weiterbildung der Erfindung ist in Patentanspruch 2 definiert.

Zur Lösung dieser Aufgabe ist gemäß Patentanspruch 1 ein Klavier mit einem eingebauten elektronischen Musikinstrument, das ein akustisches Klavier mit einem eingebauten elektronischen Musikinstrument mit einer elektronischen Klangquelle ist, vorgesehen, wobei eine Tastatur für beide Spiele verwendet wird, gekennzeichnet durch eine Eingabebedingungserfassungseinrichtung M2 zur Erfassung der Eingabebedingung von einer Taste M1 der Tastatur beim Spielen unter Verwendung des elektronischen Musikinstruments, eine Modifikationsdatenspeichereinrichtung M3 zur Speicherung von Modifikationsdaten, die Abbildungsdaten oder Arithmetikausdrucksdaten zur Modifikation der Effektivität der Taste M1 sind, und eine Eingabeinformationsmodifikationseinrichtung M4 zur Modifikation der durch die Eingabebedingungserfassungseinrichtung M2 erfaßten Eingabeinformationen der Taste M1 beruhend auf den in der Modifikationsdatenspeichereinrichtung M3 gespeicherten Modifikationsdaten, wobei die in der Modifikationsdatenspeichereinrichtung M3 gespeicherten Modifikationsdaten derart eingestellt sind, daß eine Klangerzeugungsbedingung beim Betrieb des elektronischen Musikinstruments mit der beim Betrieb des akustischen Klaviers übereinstimmt.

Gemäß einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist ein Klavier mit einem eingebauten elektronischen Musikinstrument vorgesehen, bei dem die Modifikationsdaten entsprechend einer besonderen Taste oder Gruppen von Tasten modifiziert wurden.

Diese Modifikationsdaten können ein Berührungsdatum zur Modifikation der Lautheit von Klängen entsprechend der Tastenanschlaggeschwindigkeit (der Tastenanschlagsstärke) sein.

Die besondere Taste oder die Gruppen von Tasten können beispielsweise durch das Einteilen der Tasten auf der Tastatur in weiße Tasten und schwarze Tasten oder in eine Vielzahl von Bereichen festgelegt werden.

Bei dem Klavier mit dem eingebauten elektronischen Musikinstrument mit der vorstehend angeführten Struktur wird die Eingabebedingung der Taste M1 auf der Tastatur durch die Eingabebedingungserfassungseinrichtung M2 als Eingabeinformationen erfaßt, wenn das elektronische Musikinstrument gespielt wird. Die durch die Eingabebedingungserfassungseinrichtung M2 erfaßten Eingabeinformationen der Taste M1 werden durch die Eingabeinformationsmodifikationseinrichtung M4 unter Verwendung von in der Modifikationsdatenspeichereinrichtung M3 gespeicherten Modifikationsdaten modifiziert, die beispielsweise Abbildungsdaten oder Arithmetikausdrucksdaten zur Modifikation der Effektivität der Taste M1 sind. Insbesondere werden die in der Modifikationsdatenspeichereinrichtung M3 gespeicherten Modifikationsdaten derart eingestellt, daß die Klangbedingung beim Betrieb des elektronischen Musikinstruments mit der beim Betrieb des akustischen Klaviers übereinstimmt. Wenn daher das elektronische Musikinstrument mit der gleichen Tastenberührung wie beim Spielen des gewöhnlichen akustischen Klaviers bedient wird, d.h., wenn die Taste auf der Tastatur (sowohl für das elektronische Musikinstrument als auch das akustische Klavier) gedrückt wird, wird der gleiche Klang wie beim Spielen eines gewöhnlichen akustischen Klaviers ohne das Empfinden einer Inkompatibilität erzeugt.

Da gemäß der weiteren Ausgestaltung der Erfindung die Modifikationsdaten entsprechend einer besonderen Taste oder Gruppen von Tasten, beispielsweise schwarze Tasten und weiße Tasten, modifiziert werden, kann die Menge an zu speichernden Modifikationsdaten klein sein.

Die Erfindung wird nachstehend anhand eines Ausführungsbeispiels unter Bezugnahme auf die beiliegende Zeichnung ausführlich beschrieben. Es zeigen:

1 ein schematisches Blockschaltbild des Aufbaus der Erfindung,

2 ein Blockschaltbild des elektrischen Aufbaus eines Wandklaviers gemäß einem Ausführungsbeispiel,

3 eine schematische Darstellung des inneren Aufbaus des Wandklaviers des Ausführungsbeispiels,

4A bis 4D graphische Darstellungen von Berührungskurven zur Modifikation von Berührungsdaten gemäß dem Ausführungsbeispiel,

5 ein Ablaufdiagramm des Steuerprozesses gemäß dem Ausführungsbeispiel und

6 eine graphische Darstellung gemäß dem Stand der Technik.

2 zeigt ein schematisches Blockschaltbild des Aufbaus eines Wandklaviers gemäß dem Ausführungsbeispiel. 3 zeigt eine schematische Darstellung des Saitenanschlagsystems und des Stopsystems des Wandklaviers.

Wie es in 2 gezeigt ist, umfaßt das Wandklavier 1 ein Saitenanschlagsystem 7 zum Anschlagen der Saiten im Ansprechen auf die Betätigung von Tasten 5 einer Tastatur 3 ähnlich einem herkömmlichen Klavier, so daß es als akustisches Klavier gespielt werden kann. Das Wandklavier 1 umfaßt ferner eine elektronische Klangquelle 9, die im Ansprechen auf die Betätigung der Tastatur 3 derart zu steuern ist, daß das Klavier über Lautsprecher oder einen Kopfhörer (die nicht in der Zeichnung gezeigt sind) gespielt werden kann.

Das Wandklavier 1 umfaßt ferner eine Verstärkereinrichtung 11, die mit der elektronischen Klangquelle 9 verbunden ist, einen Kopfhöreranschluß 13, einen Lautsprecheranschluß 15, ein Stopsystem 17, um die Erzeugung von Klängen durch das Saitenanschlagsystem 7 zu stoppen, wenn es unter Verwendung der elektronischen Klangquelle 9 gespielt wird, und eine Steuereinrichtung 19 zur Steuerung der elektronischen Klangquelle 9 im Ansprechen auf die Betätigung bzw. Bedienung der Tastatur 3.

Nachstehend wird der vorstehend angeführte Aufbau ausführlich beschrieben.

Das Saitenanschlagsystem 7 funktioniert auf die gleiche Art und Weise wie das eines herkömmlichen Wandklaviers, wie es in 3 gezeigt ist. Das heißt, wenn bei dem Saitenanschlagsystem 7 eine Taste 5 der Tastatur 3 durch einen Spieler niedergedrückt wird, schwingt ein hinteres Ende 5a der Taste 5 nach oben. Dann führt ein Heber 23 ein Endstück 25 und ein Hammerschaft 27 schwenkt zu einer Saite S. Wenn sich der Heber 23 weiter hebt, trennt sich das Endstück 25 von dem Heber 23 und der Hammerschaft 27 beginnt eine Trägheitsbewegung (Drehbewegung). In Folge dessen schlägt der an der Führungskante des Hammerschafts 27 vorgesehene Hammer 29 die Saite S an.

An der Rückseite des Vorderendes der Taste 5 sind eine gestufte Verschlußeinrichtung 31 und Tastensensoren 33 und 35 als Einrichtung zur Erfassung des Drück- und des Trennvorgangs der Taste 5 angeordnet. Jeder Tastensensor 33 und 35 wird aus einer Kombination eines lichtemittierenden Elements und eines lichtempfangenden Elements gebildet und dient zur Erzeugung eines Ein-Signals im Hinblick auf eine Störung zwischen diesen beiden Elementen. Das heißt, wenn die Taste 5 gedrückt wird, ergibt sich ein gewisses Zeitintervall zwischen Unterbrechungen des optischen Pfades der Tastensensoren 33 und 35 durch die gestufte Verschlußeinrichtung 31. Aus diesem Zeitintervall kann die Geschwindigkeit der sich bewegenden Taste 5 berechnet werden. Der ausführliche Aufbau und die Arbeitsweise des vorstehend angeführten Saitenanschlagsystems 7 sind beispielsweise in der japanischen Patentanmeldung JP 07-064540A offenbart.

Andererseits umfaßt das Stopsystem 17, wie es in 3 gezeigt ist, einen zwischen dem Hammerschaft 27 und der Saite S angeordneten Riegel 37. Der Riegel 37 ist ein in die Länge gezogenes Element, das sich in die horizontale Richtung des Klaviers 1 (die vertikale Richtung in 3) erstreckt und zwischen der durch durchgezogene Linien in der Figur angezeigten Position (Bewegungsstopposition) und der durch gestrichelte Linien in der Figur angezeigten Position (Bewegungserlaubnisposition) durch ein Riegelansteuerungssolenoid 38 (2) oder eine andere Einrichtung bewegt werden kann. Wenn daher das Stopsystem 17 die Erzeugung von Klängen durch das Saitenanschlagsystem 7 stoppt (wenn unter Verwendung der elektronischen Klangquelle gespielt wird), ist der Riegel 37 an der Bewegungsstopposition festgemacht, und der sich inertial drehende bzw. inertial schwenkende Hammerschaft 27 stößt an den Riegel 37 an der durch die gestrichelten Linien in der Figur angezeigten Position an. Demnach schlägt der Hammer 29 die Saite nicht an, wodurch kein Klang bzw. Ton erzeugt wird. Der ausführliche Aufbau und die Arbeitsweise des vorstehend angeführten Stopsystems 17 sind beispielsweise in der japanischen Patentanmeldung JP 07-064540A offenbart.

Wie es in 2 gezeigt ist, besteht die Steuereinrichtung 19 zur Steuerung der elektronischen Klangquelle 9 aus einer Logikschaltung mit einer Zentraleinheit (CPU) 41, einem Nur-Lese-Speicher (ROM) 43, einem Schreib-Lese-Speicher (RAM) 45 und anderen bekannten Komponenten und ist über eine Eingabe- und Ausgabe-Schnittstelle 47 mit der elektronischen Klangquelle 9, den Tastensensoren 33, 35 und einem Schalter 49 zur Auswahl zwischen dem Spielen unter Verwendung des Saitenanschlagsystems 7 und dem Spielen unter Verwendung der elektronischen Klangquelle 9 verbunden.

Wenn das Spielen unter Verwendung des Saitenanschlagsystems 7 durch den Schalter 49 ausgewählt wurde, bewegt die Steuereinrichtung 19 den Riegel 37 des Stopsystems 17 zu der Bewegungserlaubnisposition (siehe 3) und fixiert ihn dort. In Folge dessen wird das Spielen mit den Saitenanschlagsklängen möglich. Zu diesem Zeitpunkt steuert die Steuereinrichtung 19 die elektronische Klangquelle 9 nicht. Wenn andererseits das Spielen des elektronischen Klaviers unter Verwendung der elektronischen Klangquelle 9 durch den Schalter 49 ausgewählt wurde, bewegt die Steuereinrichtung 19 den Riegel 37 des Stopsystems 17 zu der Bewegungsstopposition und fixiert ihn dort. In Folge dessen wird die Steuerung der elektronischen Klangquelle 9 durch die Steuereinrichtung 19 möglich.

Die Steuereinrichtung 19 erfaßt, bei welcher Taste 5 der optische Pfad zwischen den Tastensensoren 33 und 35 der Taste 5 unterbrochen wurde. Gleichzeitig erfaßt die Steuereinrichtung 19 den Augenblick der Unterbrechung jedes optischen Pfades der Tastensensoren 33 und 35 und das Zeitintervall zwischen den Unterbrechungen der optischen Pfade, wodurch bewirkt wird, daß die Berührungsdaten die Gruppe, zu der die Taste 5 gehört, und die Tastengeschwindigkeit (die Tastenanschlagsstärke) beruhend auf dem in dem ROM 43 gespeicherten Steuerprogramm anzeigen. Somit erzeugt die Steuereinrichtung 19 Spielinformationen im Ansprechen auf die Signale von den Tastensensoren 33 und 35, und die Informationen werden zu der elektronischen Klangquelle 9 zur Steuerung übertragen. Die Berührungsdaten können beispielsweise Daten, die die die Tonhöhe darstellende Tastennummer anzeigen, und Daten sein, die die die Klanglautstärke darstellende Tastenanschlagsstärke anzeigen.

Des weiteren ist bei dem Ausführungsbeispiel eine Berührungskurve zur Umwandlung der Berührungsdaten in dem ROM 43 als Abbildungs-(Umwandlungstabellen-)Daten zur Umwandlung der Tastenanschlagsstärkedaten in eine Lautsprecherlautstärke gespeichert, so daß die Lautsprecherlautstärke beim Spielen als elektronisches Klavier gleich der tatsächlichen Klanglautstärke des akustischen Klaviers ist. Unter der Bedingung, daß das elektronische Klavier in Betrieb ist, ist es daher selbst dann, wenn die Taste 5 mit der gleichen Berührung wie beim Spielen des akustischen Klaviers gedrückt wird, möglich, die gleichen Klänge wie bei dem akustischen Klavier zu erzeugen.

Die in dem ROM 43 gespeicherte Berührungskurve wird zuvor auf folgende Art und Weise eingestellt. Als Beispiel wird der Bestimmungsprozess der Umwandlungstabelle der Berührungskurve der Taste C4 beschrieben, die für den mittleren Ton unter den 88 Tasten vorgesehen ist.

  • (1) Wie es in 4A gezeigt ist, wird zuerst eine gerade Berührungskurve, die die Beziehung zwischen der erfaßten Tastenanschlagsstärke (auf der horizontalen Achse) und der Tastenanschlagsstärke nach der Umwandlung (auf der vertikalen Achse: entspricht der tatsächlichen Klanglautstärke) zeigt, zwischen 0 und 127 auf der Skala ausgebildet.
  • (2) Unter der Aus-Bedingung des elektronischen Klaviers wird dann das akustische Klavier tatsächlich gespielt. Die Klanglautstärke des Klaviers wird unter Verwendung eines Mikrophons oder dergleichen aufgezeichnet. Eine Berührungskurve, die die Beziehung zwischen der erfaßten Tastenanschlagsstärke und der tatsächlichen Klanglautstärke des akustischen Klaviers zeigt, wird ausgebildet, wie es in 4B gezeigt ist.
  • (3) Unter der Ein-Bedingung des elektronischen Klaviers wird das elektronische Klavier tatsächlich gespielt. Die Klanglautstärke des Klaviers aus dem Lautsprecher wird unter Verwendung eines Mikrophons oder einer anderen Einrichtung aufgezeichnet. Eine die Beziehung zwischen der erfaßten Tastenanschlagsstärke und der tatsächlichen Klanglautstärke des elektronischen Klaviers anzeigende Berührungskurve wird wie in 4C gezeigt ausgebildet.
  • (4) Wie es aus den 4B und 4C ersichtlich ist, unterscheiden sich die Klanglautstärke des akustischen Klaviers und des elektronischen Klaviers für die gleiche Tastenanschlagsstärke sehr voneinander. Daher wird bei diesem Ausführungsbeispiel, wie es in 4D gezeigt ist, eine Berührungskurve unter Bezugnahme auf die 4B und 4C derart eingestellt, daß die gleiche Klanglautstärke für die gleiche Tastenanschlagsstärke erreicht werden kann, ob nun das Klavier als akustisches Klavier oder als elektronisches Klavier eingesetzt wird. Die Berührungskurve kann beispielsweise für jede Taste 5 oder für weiße Tasten und schwarze Tasten ausgebildet werden.

Nachstehend wird die Arbeitsweise des Wandklaviers 1 mit dem vorstehend beschriebenen Aufbau unter Bezugnahme auf die 3 und 5 beschrieben.

Wenn das Wandklavier 1 mittels des Schalters 49 als akustisches Klavier eingesetzt wird, ist der Riegel 37 an der Bewegungserlaubnisposition angeordnet, wie es in 3 gezeigt ist. Daher können die Hämmer 29 die Saiten anschlagen. Demnach kann ein Spieler durch Bedienen der Tastatur 3 zum Anschlagen der Saiten spielen, wie es auch beim Spielen eines herkömmlichen akustischen Klaviers der Fall ist.

Wenn andererseits das Wandklavier 1 mittels des Schalters 49 als elektronisches Klavier eingesetzt wird, ist der Riegel 37 an der vorstehend angeführten Bewegungsstopposition angeordnet. Daher kann ein Spieler nicht durch das Anschlagen von Saiten zur Erzeugung von Klängen wie beim Spielen eines herkömmlichen akustischen Klaviers spielen. Statt dessen kann der Spieler durch Bedienen der Tastatur 3 zur Steuerung der elektronischen Klangquelle 9 spielen, aus der elektronische Klänge über Lautsprecher erzeugt werden.

Wie es in dem Ablaufdiagramm in 5 gezeigt ist, wird in diesem Fall zuerst die Geschwindigkeit einer Taste 5 (die Tastenanschlagsstärke) über die Tastensensoren 33 und 35 in S100 erfaßt. Dann wird die erfaßte Tastenanschlagsstärke unter Bezugnahme auf eine in dem ROM 43 gespeicherte Umwandlungstabelle in S110 umgewandelt, die als Berührungskurve in 4D gezeigt ist. In S120 werden beruhend auf den umgewandelten Tastenanschlagsstärkedaten die elektronische Klangquelle 9 und die Verstärkereinrichtung 11 zur Erzeugung eines Klangs über Lautsprecher gesteuert. Die umgewandelte Tastenanschlagsstärke zeigt die Klanglautstärke, die die Intensität des Klangs darstellt. Wie es vorstehend beschrieben ist, ist die Umwandlungstabelle dieses Ausführungsbeispiels derart eingestellt, daß, wenn der Spieler das elektronische Klavier mit der gleichen Berührung wie beim Spielen des akustischen Klaviers spielt, die Klanglautstärke gleich derjenigen des akustischen Klaviers ist. Daher kann der Spieler ohne das Gefühl einer Inkompatibilität spielen.

Das heißt, da das Wandklavier 1 des Ausführungsbeispiels mit der vorstehend beschriebenen Umwandlungstabelle versehen ist, kann ein Spieler das elektronische Klavier mit der gleichen Berührung wie beim Spielen des akustischen Klaviers spielen und die gleiche Klanglautstärke wie bei dem akustischen Klavier erzielen. Demnach besteht der bemerkenswerte Effekt der Erfindung darin, daß der Spieler, während er die Klänge aus einem Kopfhörer oder aus Lautsprechern hört, ohne das Gefühl einer Inkompatibilität spielen oder üben kann, wie wenn er das akustische Klavier spielen würde.

Da ein Spieler mit der gleichen Berührung wie beim Spielen des akustischen Klaviers unter Verwendung eines Kopfhörers oder einer anderen Einrichtung in der Nacht oder unter anderen Bedingungen üben kann, wird eine hervorragende Effektivität des Übens erhalten. Selbst wenn sich der Spieler an die Tastenberührung des akustischen Klaviers gewöhnt hat, fühlt er ferner bei diesem Ausführungsbeispiel keine Inkompatibilität beim Spielen des elektronischen Klaviers.

Die Erfindung ist nicht auf das vorstehend beschriebene Ausführungsbeispiel beschränkt. Änderungen und Modifikationen können innerhalb des Schutzbereichs der Erfindung ausgeführt werden.

Beispielsweise wird bei dem vorstehend beschriebenen Ausführungsbeispiel eine Umwandlungstabelle, die eine Berührungskurve zeigt, zur Änderung der Berührungsdaten verwendet. Die Berührungsdaten können jedoch auch unter Verwendung arithmetischer Ausdrücke oder Formeln, die in dem ROM gespeichert sind, umgewandelt werden.

Die Tasten können in eine Vielzahl von Bereichen eingeteilt werden, und eine Umwandlungstabelle kann für jeden Bereich vorgesehen werden.

Bei dem Ausführungsbeispiel sind die Lautsprecher mit den Lautsprecheranschlüssen verbunden. Die Lautsprecher können jedoch auch an dem Klavier selbst angebracht sein.

Bei dem Ausführungsbeispiel wird eine Berührungskurve durch Aufnehmen der aus den Lautsprechern erzeugten Klänge mit Mikrophonen ausgebildet. Jedoch können die Klänge auch aus den Ausgangsanschlüssen des Kopfhörers oder der Lautsprecher oder aus anderen Leitungsausgangsanschlüssen aufgenommen werden.

Außerdem kann als Stopsystem zum Stoppen der Erzeugung von Klängen durch das Saitenanschlagsystem beispielsweise ein Riegel 53 zum Stoppen der Bewegung des Auffangeinrichtungsschafts 51 vorgesehen werden, wie es in 3 gezeigt ist. Das Stopsystem muß die Trägheitsbewegung des Hammers nicht stoppen. Wie es in der japanischen Patentoffenlegungsschrift Nr. 63-216099 offenbart ist, kann ein Stopsystem (ein Klangstopsystem) verwendet werden, bei dem eine Drückeinrichtung einen Hammerriegel zum Drücken eines Hammers gegen eine Saite schwenkt und dann eine Sperreinrichtung den Hammer in dem Drückzustand beibehält.

Die Erfindung kann bei einem Flügel mit einem eingebauten elektronischen Musikinstrument angewendet werden. Ein derartiger Flügel ist ausführlich beispielsweise in der japanischen Patentanmeldung JP07-064540A der Anmelderin offenbart.

Zur Ausbildung von Ereignisdaten, die die MIDI-Informationen mit der Steuerkomponente bzw. Steuereinrichtung 19 zusammensetzen, können Daten mit einer Einheit von 3 Bytes aus einem Statusbyte und zwei Datenbytes verwendet werden. In dem Statusbyte werden beispielsweise Tastendrück-(Ton ein)Daten und Tastenelevations-(Ton aus)Daten gespeichert. In dem Datenbyte werden beispielsweise Tastennummer-(Tonnummer)Daten, die die Tonhöhe darstellen, und Tastenanschlagsstärke-(Geschwindigkeits)Daten gespeichert, die die Klanglautstärke darstellen.

Wie es vorstehend ausführlich beschrieben ist, werden gemäß dem Klavier mit dem eingebauten elektronischen Musikinstrument die Modifikationsdaten zur Modifikation der gespeicherten Effektivität der Tasten derart eingestellt, daß die Klangerzeugungsbedingung beim Betrieb des elektronischen Klaviers gleich derjenigen beim Betrieb des akustischen Klaviers ist. Wenn daher ein Spieler das elektronische Instrument mit der gleichen Berührung wie beim Spielen des gewöhnlichen akustischen Klaviers bedient, werden die gleichen Klänge wie bei dem akustischen Klavier ohne das Empfinden einer Inkompatibilität erhalten. Demnach verbessert sich das Klavierspielen durch das Üben und Spielen des elektronischen Musikinstruments.

Da außerdem die Modifikationsdaten entsprechend einer besonderen Taste oder Gruppen von Tasten, beispielsweise schwarzen Tasten und weißen Tasten, modifiziert werden, kann die Menge an zu speichernden Modifikationsdaten klein gehalten werden.

Die Erfindung wurde dahingehend entwickelt, daß ein elektronisches Klavier auf die gleiche Art und Weise wie ein akustisches Klavier ohne das Empfinden einer Inkompatibilität gespielt werden kann. Durch Tastensensoren wird die Tastengeschwindigkeit (Tastenanschlagsstärke) erfaßt. Die erfaßte Tastenanschlagsstärke wird unter Bezugnahme auf eine in einem Nur-Lese-Speicher (ROM) gespeicherte und eine Berührungskurve anzeigende Umwandlungstabelle umgewandelt. Beruhend auf den umgewandelten Tastenanschlagsstärkedaten werden eine elektronische Klangquelle und eine Verstärkereinrichtung zur Erzeugung von Klängen aus Lautsprechern gesteuert. Die umgewandelte Tastenanschlagsstärke stellt die Klanglautstärke dar. Da die Umwandlungstabelle bei dem vorliegenden Ausführungsbeispiel derart eingestellt ist, daß, wenn das elektronische Klavier mit der gleichen Berührung wie beim Spielen des akustischen Klaviers gespielt wird, die gleiche Klanglautstärke wie bei dem akustischen Klavier erhalten werden kann. Daher empfindet der Spieler keine Inkompatibilität.


Anspruch[de]
  1. Klavier mit einem eingebauten elektronischen Musikinstrument, das ein akustisches Klavier mit einem eingebauten elektronischen Musikinstrument mit einer elektronischen Klangquelle ist, wobei eine gleiche Tastatur für jeden Modus verwendet wird, mit

    einer Eingabebedingungserfassungseinrichtung (M2) zur Erfassung der Eingabebedingung von einer Taste (M1) der Tastatur beim Spielen unter Verwendung des elektronischen Musikinstruments,

    einer Modifikationsdatenspeichereinrichtung (M3) zur Speicherung von Modifikationsdaten, die Abbildungsdaten oder Arithmetikausdrucksdaten zur Modifikation der Effektivität der Taste (M1) sind, und

    einer Eingabeinformationsmodifikationseinrichtung (M4) zur Modifikation der durch die Eingabebedingungserfassungseinrichtung erfaßten Eingabeinformationen der Taste beruhend auf den in der Modifikationsdatenspeichereinrichtung gespeicherten Modifikationsdaten,

    wobei die in der Modifikationsdatenspeichereinrichtung gespeicherten Modifikationsdaten derart eingestellt sind, daß die Klangerzeugungsbedingung beim Betrieb des elektronischen Musikinstruments mit der beim Betrieb des akustischen Klaviers übereinstimmt.
  2. Klavier mit einem eingebauten elektronischen Musikinstrument nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Modifikationsdaten entsprechend einer besonderen Taste oder Gruppen von Tasten modifiziert werden.
Es folgen 6 Blatt Zeichnungen






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