Die Erfindung betrifft ein Verbindungselement zum lösbaren Verbinden
eines Stollens an einer Kunststoffsohle eines Schuhs, insbesondere eines Sportschuhs,
mit einem Sohlenbefestigungsende zur Befestigung an der Sohle und einem Stollenbefestigungsende
zur Befestigung an dem Stollen.
Aus dem Hause der Anmelderin ist bekannt, Stollen oder Stollensysteme
mittels einer oder mehrerer als Schrauben ausgebildeter Verbindungselemente mit
der Sohle zu verschrauben. Zu diesem Zweck sind in der Kunststoffsohle Gewindebuchsen
eingelassen, in welche die Schrauben eindrehbar sind. Die als Verbindungselement
fungierende Schraube weist somit an ihrem Sohlenbefestigungsende ein Gewinde und
an dem Stollenbefestigungsende einen Schraubenkopf auf, der in Einbaulage an dem
Stollen anliegt.
Aus der US 5,625,129 ist ferner
ein als Bajonettverschluß ausgebildetes Verbindungselement bekannt, das in eine
in der Sohle eingelassene Buchse einsetzbar ist.
Diese bekannten Verbindungselemente ermöglichen bereits ein gutes
Auswechseln der Stollen. Allerdings muß für die Buchsen immer eine bestimmte Materialstärke
der Sohle gegeben sein. Für eine Schraube muß zudem ein Schraubendreher zur Hand
sein, und es müssen mehrere Schrauben zeitaufwendig ein- und ausgedreht werden.
Demzufolge liegt die Aufgabe der vorliegenden Erfindung darin, ein
Verbindungselement vorzusehen, das die vorgenannten Nachteile zumindest teilweise
vermeidet und zudem ein einfaches und schnelles Auswechseln der Stollen ermöglicht.
Dieses wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß das Sohlenbefestigungsende
plattenartig zum Einlassen in die Kunststoffsohle ausgebildet ist, daß das Stollenbefestigungsende
quer zu dem plattenartigen Sohlenbefestigungsende verläuft, um in Einbaulage aus
der Sohle herauszuragen, und daß an dem Stollenbefestigungsende Rastmittel zum lösbaren
Verbinden mit dem Stollen vorgesehen sind. Die Verbindungselemente werden demnach
mit ihrem plattenartigen Sohlenbefestigungsende beim Fertigen der Sohle in diese
eingelassen oder eingegossen, so daß die Sohle das Sohlenbefestigungsende vollflächig
umschließt und nur das Stollenbefestigungsende nach unten aus der Sohle herausragt.
An diesem Stollenbefestigungsende kann der Stollen nun einfach durch das Rastmittel
befestigt und wieder von diesem entfernt werden.
Vorzugsweise sind die zueinander korrespondierenden Rastmittel so
ausgebildet, dass der erforderliche Halt des Stollens gewährleistet ist, gleichzeitig
aber auch eine werkzeuglose Montage und Demontage der Stollen möglich ist. Auf diese
Weise müssen die Stollen oder gesamte Stollensysteme (mehrere, über Verbindungsstege
verbundene Stollen) nur auf eines oder mehrere der aus der Sohle herausragenden
Stollenbefestigungsenden aufgeklipst werden.
Die bevorzugte Ausbildung der Rastmittel sieht vor, an dem Stollenbefestigungsende
einen Hinterschnitt vorzusehen, in den ein Rastvorsprung eingreift, der in einer
zur Aufnahme des Stollenbefestigungsendes ausgebildete Öffnung an dem Stollen (Aufnahmeöffnung)
vorgesehen ist. Prinzipiell ist es jedoch auch möglich, an dem Stollenbefestigungsende
einen entsprechenden Vorsprung vorzusehen, der in eine Ausnehmung in der Aufnahmeöffnung
eingreift.
In einer Variante ist das erfindungsgemäße Verbindungselement als
Winkelprofil ausgebildet, das eine als Sohlenbefestigungsende dienende Sohlenflanke
und eine im wesentlichen rechtwinklig zu der Sohlenflanke verlaufende Stohlenflanke
aufweist, die als Stollenbefestigungsende fungiert.
Ein besonders geringes Verletzungsrisiko stellt das Verbindungselement
dar, wenn man das Stollenbefestigungsende als Stift ausbildet, der vorzugsweise
mittig auf dem plattenartigen Sohlenbefestigungsende angeordnet ist. Es handelt
sich mithin um einen Stift mit einem umlaufenden Flansch an dem zum Einlassen in
die Sohle gerichteten Ende. Durch die mittige Anordnung wird ferner eine beidseitige
oder umfängliche Befestigung des Verbindungselements in der Sohle erreicht.
In der bevorzugten Ausführungsform weist dieser Stift einen umlaufenden
Hinterschnitt, z.B. eine Ringnut, auf, in welchen die Rastvorsprünge der Stollen
in Einbaulage eingreifen. Der Stollen muß demnach nur auf den oder die Stifte aufgeklipst
werden.
Für eine besonders feste Verbindung kann der Stift ferner mit einem
Außengewinde versehen sein, auf das der Stollen mittels eines in der Stollenöffnung
vorgesehenen Innengewindes aufschraubbar ist. Dabei kann eine Kombination der Rastverbindung
durch die Rastmittel und die Schraubverbindung realisiert werden. Prinzipiell ist
es jedoch auch denkbar, die Stollen ohne Rastverbindung nur mit den Stiften zu verschrauben.
Daneben betrifft die Erfindung einen Stollen zur Verbindung mit einem
zuvor beschriebenen Verbindungselement, das in die Kunststoffsohle eines Schuhs
einlaßbar ist, welcher sich dadurch auszeichnet, daß dieser eine Aufnahmeöffnung
zur Aufnahme des Stollenbefestigungsendes aufweist und in dieser
Stollenöffnung ferner Rastmittel vorgesehen sind, die mit den Rastmitteln des Verbindungselements
korrespondieren.
Zum Erhalt der erforderlichen Festigkeit ist das Verbindungselement
vorzugsweise aus Stahl oder aus einem schlagzähen Kunststoff gefertigt; bei Verwendung
von Stahl wird üblicherweise Edelstahl eingesetzt, um die erforderliche Rostbeständigkeit
zu erhalten.
Die Erfindung ist in den Figuren anhand von bevorzugten Ausführungsbeispielen
veranschaulicht und im folgenden anhand dieser detailliert beschrieben. Es zeigen:
– 1 eine untere Ansicht einer Kunststoffsohle
eines Sportschuhs mit darin eingelassenen Verbindungselementen zur Befestigung von
Stollen,
– 2 eine schematische Schnittansicht
eines Stollens zur Befestigung an dem Verbindungselement vor dem Aufschrauben des
Stollens auf den Stift,
– 3 den Stollen gemäß
2 in Einbaulage,
– 4 eine perspektivische Teilansicht,
teilweise im Schnitt, eines an der Ferse des Sportschuhs befestigten Stollenelements,
das auf mehrere erfindungsgemäße Verbindungselemente aufgeklipst ist,
– 5 ein vergrößertes seitliches
Schnittbild einer alternativen Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verbindungselements,
das in eine Kunststoff sohle eines Sportschuhs eingelassen ist,
– 6 eine Seitenansicht des Verbindungselements
gemäß 5,
– 7 eine Frontansicht des Verbindungselements
gemäß 6 und
– 8 eine Draufsicht des Verbindungselements
gemäß 6.
Demnach sind in die Kunststoffsohle 10 eines Sportschuhs
insgesamt neun Verbindungselemente 20 an den bekannten Stellen zu Befestigung
von Stollen eingelassen. Auf diese Verbindungselemente 20 können entweder
einzelne Stollen 30 oder ganze Stollenelemente 40 befestigt werden.
Die Stollen 20 bzw.
Stollenelemente 50 und die Kunststoffsohle 10 sind
aus den bekannten Materialien gefertigt, z.B. Polyamid oder Polyurethan.
Jedes Verbindungselement 20 weist ein platten- oder tellerförmig
ausgebildetes Sohlenbefestigungsende 22 auf, auf dem mittig ein als Stollenbefestigungsende
dienender Stift 24 befestigt ist, der quer zu dem plattenartigen Sohlenbefestigungsende
verläuft. Jedes Sohlenbefestigungsende 22 wird an entsprechenden Stellen
in der Sohle 10 positioniert und beim Fertigen der Sohle 10 in
diese eingegossen und vollumfänglich von dem Material der Kunststoffsohle umschlossen.
Zu diesem Zweck kann an den Befestigungsstellen die Materialstärke der Kunststoffsohle
erhöht werden, vorzugsweise auf bis zu 4 mm, wohingegen die Materialstärke der restlichen
Kunststoffsohle üblicherweise nur 2,5 bis 3 mm beträgt. Im eingegossenen Zustand
stehen nur die Stifte 24 der Verbindungselemente 20 aus der Kunststoffsohle
10 hervor.
Im Ballenbereich der Sohle 10 werden vorzugsweise einzelne
Stollen 30 an den Verbindungselementen 20 befestigt. Zu diesem
Zweck ist in dem jedem Stollen eine Aufnahmeöffnung 32 vorgesehen, die
zur Aufnahme des Stiftes 24 dient; mithin ist der Innendurchmesser der
Aufnahmeöffnung 32 etwa so groß wie der Außendurchmesser des Stiftes
24. Der Durchmesser des zylindrischen Stiftes 24 beträgt vorzugsweise
5 bis 6 mm.
Zur Verbindung des Stollens an dem Stift 24 sind zwischen
dem Stift und dem Stollen 30 Rastmittel ausgebildet; der eine Teil des
Rastmittels ist am Stift 24 und der korrespondierende Teil des Rastmittels
am Stollen 30 ausgebildet. Bei allen in den Figuren dargestellten Ausführungsformen
weist das Stollenbefestigungsende des Verbindungselements 20 einen Hinterschnitt
auf. Bei dem Stift 24 ist der Hinterschnitt als Ringnut 26 ausgebildet,
die etwa in der Mitte des Stiftes 24 angeordnet ist. Der Außendurchmesser
des Stiftes 24 oberhalb der Nut 26 hat einen geringeren Außendurchmesser
als das in der Figur untere Ende des Stiftes 28, das zusätzlich mit einem
Außengewinde 29 versehen ist.
Die Aufnahmeöffnung 32 des Schraubstollens 30 weist
etwa mittig einen umfänglich verlaufenden Rastvorsprung 34 auf. In Einbaulage
hintergreift dieser Rastvorsprung 34 den Hinterschnitt des Stiftes 24,
um eine lösbare Rastverbindung zwischen dem Stollen 30 und dem Verbindungselement
20 herzustellen. Am in der 2 unteren Ende
der Aufnahmeöffnung 32 weist diese ein Innengewinde aus, das korrespondierend
zu dem Außengewinde 29 des Stiftes 24 ausgebildet ist. Folglich
wird der Stollen 30 nicht nur mit dem Stift 24 verrastet, sondern
zur Verbesserung des Halts auch auf diesen aufgeschraubt.
Im Fersenbereich in der Kunststoffsohle 10 sind drei der
erfindungsgemäßen Verbindungselemente 20 in einem Dreieck zueinander angeordnet.
Auf diese Verbindungselemente 20 ist ein zusammenhängendes
Stollenelement 40 befestigt. Dieses besteht aus drei Kunststoffstollen
42, die über einstückig angeformte Verbindungsstege 44 zu einer
dreieckigen Gestalt miteinander verbunden sind. Jeder der Stollen 42 ist
wiederum mit entsprechenden Aufnahmeöffnungen zur Aufnahme der Stifte
24 versehen. Im Gegensatz zu den Stollen 30 sind die Stollen
42 des Stollenelements 40 jedoch nicht mit Innengewinden am unteren
Ende der Aufnahmeöffnung ausgestattet, da die Stollenelemente nur auf die Stifte
24 aufgeklipst werden.
In den 5 bis 8
ist ein alternativ ausgebildetes Verbindungselement 50 zum Einlassen in
eine Kunststoffsohle eines Schuhs dargestellt. Im Gegensatz zu der zuvor beschriebenen
Ausführungsform ist dieses Verbindungselement 50 als Winkelprofil mit einer
in die Kunststoffsohle 10 eingelassenen Sohlenbefestigungsflanke
52 und einer quer dazu verlaufenden Stollenbefestigungsflanke
54 ausgebildet. Beide Flanken 52, 54 weisen Öffnungen
auf. Die lochförmige Öffnung 56 in der Sohlenbefestigungsflanke
52 dient zur besseren Fixierung der Sohlenbefestigungsflanke
52 beim Eingießen in die Kunststoffsohle 10. Die rechteckige Öffnung
58 in dem Stollenbefestigungsschenkel 54 bildet hingegen den Hinterschnitt,
den die an den Stollen ausgebildeten Rastvorsprünge in Einbaulage hintergreifen.
Die nicht dargestellten Stollen zur Befestigung an dem in den
5 bis 7 abgebildeten
Verbindungslement 50 weisen anstelle einer zylindrischen Aufnahmeöffnung
eine schlitzförmige Aufnahmeöffnung auf, in die der Stollenbefestigungsschenkel
54 in Einbaulage eingreift. In der Aufnahmeöffnung sind wiederum Rastvorsprünge
vorgesehen, um die Öffnung 54 an dem Stollenbefestigungsschenkel in Einbaulage
zu hintergreifen.
Grundsätzlich ist man bestrebt, das plattenartige Sohlenbefestigungselement
so flach wie möglich auszubilden, um die notwendige Materialstärke der Sohle an
den Aufnahmestellen für die Verbindungselemente so gering wie möglich zu halten
und mithin im Vergleich zu den aus dem Stand der Technik bekannten Buchsen, die
in die Sohle eingegossen sind, eine deutliche Gewichtsreduktion der Kunststoffsohle
zu erzielen. Vorzugsweise beträgt die Materialstärke des Verbindungselements am
plattenartigen Sohlenbefestigungsende ca. 1,5 bis 2 mm.
Für den Fachmann ist offensichtlich, daß die Rastmittel zur Verbindung
der Stollen an dem Verbindungselement beliebig ausgebildet werden können und nicht
auf die beschriebene Form mit einem Hinterschnitt in dem Verbindungselement beschränkt
sind. Vielmehr ist es beispielsweise auch möglich, Rastvorsprünge an dem Stollenbefestigungsende
des Verbindungselements vorzusehen, welche in Einbaulage in einen korrespondierend
ausgebildeten Hinterschnitt in den Stollen eingreifen.
10- Kunststoffsohle
20- Verbindungselement
22- Sohlenbefestigungsende
24- Stift
26- Ringnut
28- Unteres Ende des Stiftes
29- Außengewinde
30- Stollen
32- Aufnahmeöffnung
34- Rastvorsprung
36- Innengewinde
40- Stollenelement
42- Stollen
44- Verbindungssteg
50- Verbindungselement
52- Sohlenbefestigungsflanke
54- Stollenbefestigungsflanke
56- Öffnung
58- Öffnung