Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Trennen von Fluidströmen
in einer Heizeinrichtung, insbesondere zum Erwärmen des Innenraums eines Kraftfahrzeugs,
wobei die Heizeinrichtung zumindest einen mit einer Mehrzahl an lamellenartigen
Wärmeabgabeelementen ausgerüsteten Heizkörper aufweist.
In der Kfz-Industrie besteht zunehmend Bedarf an Heizungskonzepten,
bei denen sich aufgrund einer getrennten Luftführung (Umluft oder Frischluft) getrennte
Heizzonen im Innenraum eines Kraftfahrzeugs (beispielsweise auf der Fahrer- und
Beifahrerseite) realisieren lassen.
Derartige Heizeinrichtungen weisen heutzutage regelmäßig elektrische
Zusatz-Heizkörper, vorzugsweise unter Verwendung von PTC-Heizwiderständen auf, die
gemeinsam mit einer herkömmlichen Wärmequelle in einem Luftstrom zum Fahrgastinnenraum
des Kraftfahrzeugs angeordnet sind. Die genannten Zusatz-Heizkörper weisen regelmäßig
eine Anordnung paralleler, lamellenartiger Wärmeabgabeelemente auf, die in gut wärmeleitender
Verbindung mit den PTC-Heizwiderständen stehen und vom Luftstrom durch die Heizeinrichtung
zwecks Wärmeübertrag an denselben umströmt werden.
Zum Erreichen geteilter Heizzonen im Fahrgastinnenraum des Kraftfahrzeugs
kann die Luftführung durch die Heizeinrichtung von vorne herein durch entsprechende
Trennwände in mehrere Fluidströme unterteilt erfolgen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine kostengünstige und
einfach zu montierende Vorrichtung zum Einsatz in den vorstehend beschriebenen Heizeinrichtungen
zu schaffen, mit der sich insbesondere stromabwärts eines Lamellen-Zusatzheizkörpers
eine Trennung von Fluidströmen erreichen bzw. aufrecht erhalten lässt.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch eine Vorrichtung zum
Trennen von Fluidströmen in einer Heizeinrichtung, insbesondere zum Erwärmen des
Innenraums eines Kraftfahrzeugs, wobei die Heizeinrichtung zumindest einen mit einer
Mehrzahl an lamellenartigen Wärmeabgabeelementen ausgerüsteten Heizkörper aufweist,
mit einem im wesentlichen plattenförmigen Trennkörper, der einen Durchbruch zum
Aufschieben des Trennkörpers auf den Heizkörper aufweist.
Vorzugsweise ist dabei aufgrund der Strömungsgeometrie durch die Heizeinrichtung,
insbesondere durch die – vorzugsweise parallel angeordneten – lamellenartigen
Wärmeabgabeelemente des Heizkörpers, eine Plattenebene des Trennkörpers im aufgeschobenen
Zustand im wesentlichen parallel zu einer Längskante der Wärmeabgabeelemente angeordnet.
Um ein einfaches Aufschieben des Trennkörpers auf den Heizkörper zu
ermöglichen, sieht eine Weiterbildung der erfindungsgemäßen Vorrichtung vor, der
Durchbruch im wesentlichen eine Länge und Breite der Wärmeabgabeelemente entsprechende
Abmessungen aufweist.
Da sich die Wärmeabgabeelemente des Heizkörpers aufgrund dessen Heizleistung
stark erwärmen können, ist der Trennkörper vorzugsweise in einem hitzebeständigen
Material ausgebildet, wobei es sich um ein Kunststoffmaterial handeln kann. Weiterhin
weist das Material des Trennkörpers in einer äußerst bevorzugten Weiterbildung der
erfindungsgemäßen Vorrichtung eine ausweichende Flexibilität auf, um zumindest den
Durchbruch zum Aufschieben auf den Heizkörper reversibel weiten zu können, so dass
der Trennkörper anschließend im Klemmsitz auf dem Heizkörper gehalten ist.
Um die Halteeigenschaften des Trennkörpers auf dem Heizkörper weiter
zu verbessern, kann eine erfindungsgemäße Vorrichtung zusätzlich Vorsprünge an wenigstens
einer sich parallel zu den Längskanten der Wärmeabgabeelemente erstreckenden, den
Durchbruch definierenden Innenwand des Trennkörpers aufweisen, die zum Halten des
Trennkörpers in einer Richtung senkrecht zur Ausrichtung der Wärmeabgabeelemente
durch Eingreifen jeweils in einen Zwischenraum zwischen den Wärmeabgabeelementen
ausgebildet sind. Erfindungsgemäß haken sich demnach die Vorsprünge zwischen den
einzelnen Wärmeabgabeelementen ein, so dass sich der Trennkörper in seinem ursprünglichen,
ungeweiteten Zustand nicht mehr ohne weiteres verschieben lässt.
Zum Erzielen einer optimalen Trennwirkung ist der Trennkörper erfindungsgemäß
vorzugsweise stromabwärts einer weiteren Heizeinheit der Heizeinrichtung, wie einem
Wärmetauscher in Verbindung mit dem Kühlwasserkreis eines Kraftfahrzeugs, angeordnet.
Um einen einfachen und aus strömungstechnischer Sicht günstigen Einbau
des Trennkörpers zu ermöglichen, sieht eine andere Variante der erfindungsgemäßen
Vorrichtung vor, dass eine äußere Kontur des Trennkörpers entsprechend einer Aufnahme
in einem Halteteil für den Trennkörper und ggf. die weitere Heizeinheit ausgebildet
ist. Gemäß einer äußerst bevorzugten Weiterbildung der erfindungsgemäßen Vorrichtung
ist dabei vorgesehen, dass eine äußere Kontur des Trennkörpers im wesentlichen rechteckig
mit zwei abgerundeten, eine Längsseite des Kontur-Rechtecks definierenden Ecken
ausgebildet ist. Aus Stabilitätsgründen kann der Trennkörper ferner ein umlaufendes,
doppelt H-förmiges Querschnittsprofil aufweisen, dessen parallele Schenkel die äußere
Kontur bzw. den Durchbruch definierende Innenwände des Trennkörpers bilden.
Die Erfindung betrifft auch ein Verfahren zum Trennen von Fluidströmen
in einer Heizeinrichtung mit wenigstens einem, mit einer Mehrzahl an parallel angeordneten,
lamellenartigen Wärmeabgabeelementen ausgerüsteten Heizkörper, insbesondere zum
Erwärmen des Innenraums eines Kraftfahrzeugs, wobei ein im wesentlichen plattenförmiger
Trennkörper mit einem zentralen Durchbruch auf den Heizkörper aufgeschoben wird,
so dass sich eine Plattenebene im wesentlichen parallel zu den Längskanten der Wärmeabgabeelemente
erstreckt. Dabei wird der Trennkörper vorzugsweise zum Aufschieben auf den Heizkörper
reversibel verformt, insbesondere durch Aufweiten des Durchbruchs.
Weitere Vorteile und Eigenschaften der Erfindung ergeben sich aus
der nachfolgenden Beschreibung eines Ausführungsbeispiels anhand der Zeichnung.
Darin zeigt:
1 einen Längsschnitt durch eine Heizeinrichtung
zum Erwärmen des Innenraums eines Kraftfahrzeugs mit getrennten Luftströmen;
2a einen elektrischen Zusatz-Heizkörper
der Heizeinrichtung gemäß 1 mit aufgeschobenem Trennkörper
in Seitenansicht;
2b einen Schnitt entlang der Linie B-B
in 2a;
3 eine perspektivische Ansicht des Zusatz-Heizkörpers
mit aufgeschobenem Trennkörper und einem Halteteil zum Aufnehmen derselben;
4a eine Draufsicht auf den Trennkörper;
und
4b einen Schnitt entlang der Linie B-B
in 4a.
Die 1 zeigt im Längsschnitt eine Heizeinrichtung
1 zum Beheizen des Innenraums eines Kraftfahrzeugs. Die Heizeinrichtung
1 weist gemäß dem gezeigten Ausführungsbeispiel ein Gehäuse 2
mit einem Gehäuseoberteil 2.1 und einem Gehäuseunterteil 2.2 auf,
das weiterhin eine Zwischenwand 2.3 für eine getrennte Luftführung (Pfeile
L1, L2) besitzt.
Zum Erwärmen der Luftströme L1, L2 ist zunächst ein Wärmetauscher
3 vorgesehen, der mit dem Kühlwasserkreis des betreffenden Kraftfahrzeugs
verbunden ist. Stromabwärts des Wärmetauschers 3 ist ein elektrischer Zusatz-Heizkörper
4 in Form eine PTC-Zuheizers angeordnet, der nachfolgend anhand der
2a, b noch genauer
beschrieben wird.
Auf den Zusatz-Heizkörper 4 ist erfindungsgemäß, wie in der
1 gezeigt, ein Trennkörper 5 aufgeschoben.
Der Trennkörper 5 dient stromabwärts des Heizkörpers 4 zum Auf
rechterhalten der getrennten Luftführung L1', L2', beispielsweise zum getrennten,
unabhängigen Beheizen eines Fahrer- und eines Beifahrerbereichs im Kraftfahrzeug.
Hierzu sind des weiteren in den Kontaktbereichen zwischen der Zwischenplatte
2.3 und dem Wärmetauscher 3, dem Trennkörper 5 und dem
Wärmetauscher 3 sowie dem Trennkörper 5 und der Zwischenplatte
2.3 geeignete Dichtungen 6.1, 6.2, 6.3 vorgesehen.
Die 2a, b
zeigen nochmals detailliert den Zusatz-Heizkörper 4 aus 1:
Zunächst ist in der 2a der Zusatz-Heizkörper
4 mit aufgeschobenem Trennkörper 5 in Seitenansicht gezeigt. Wie
insbesondere aus der 2b, die einen Schnitt entlang
der Linie B-B in 2a darstellt, ersichtlich ist, weist
der Heizkörper 4 zunächst eine Reihe von parallel angeordneten Profilrohren
4.1 auf, innerhalb derer elektrische PTC-Heizwiderstände (nicht gezeigt)
zum Bereitstellen der Heizleistung des Heizkörpers 4 angeordnet sind. Die
Profilrohre 4.1 sind an ihren Enden jeweils durch Anschluss-/Halteteile
4.2, 4.2' gehalten und zur Energieversorgung der PTC-Widerstände
elektrisch kontaktiert.
Um die durch die PTC-Widerstände erzeugte Wärme von den Profilrohren
4.1 auf einen Luftstrom L1, L2 (1) durch die
Heizeinrichtung 1 bzw. den Heizkörper 4 übertragen zu können,
sind auf den Profilrohren 4.1 eine Anzahl von Wärmeabgabeelementen in Form
dünner Metalllamellen 4.3 angeordnet, von denen in den 2a,
b aus Gründen der Übersichtlichkeit nur einige
wenige explizit dargestellt sind. Die Lamellen 4.3 sind zueinander parallel
angeordnet und weisen geeignete Durchbrüche auf, mit denen sie auf die Profilrohre
4.1 des Heizkörpers 4 aufgeschoben und gehalten sind. Insbesondere
besitzen die Lamellen 4.3 gemäß der 2b an
ihren Enden Einrollungen 4.4, durch die sie paarweise voneinander beabstandet
gehalten sind.
Der Trennkörper 5 weist – wie bereits aus den
2a, b erkennbar
und weiter unten anhand der 3, 4a,
4b noch detailliert dargestellt – einen
zentralen Durchbruch auf, mit dem er auf den Heizkörper 4, speziell: auf
die Lamellen 4.3, aufgeschoben ist. Dies ist zunächst in der
3 in einer perspektivischen Ansicht schematisch dargestellt.
Die 3 zeigt den Heizkörper
4 mit aufgeschobenem Trennkörper 5, der in eine
entsprechende Aufnahme 2.3a in der Zwischenwand 2.3 (1)
des Gehäuses 2 der Heizeinrichtung 1 eingesetzt ist. Einige Lamellen
4.3 des Heizkörpers 4 sind exemplarisch angedeutet.
Weiterhin ist in 3 in einem Bereich hinter
dem Heizkörper 4 eine Aufnahme 2.3b für den Wärmetauscher
3 der Heizeinrichtung 1 vorgesehen (vgl. 1).
Wie bereits aus der 3 erkennbar, ist
der Trennkörper 5 der erfindungsgemäßen Vorrichtung im wesentlichen plattenförmig
ausgebildet, wobei seine äußere Kontur der eines Rechtecks entlehnt ist, jedoch
im Bereich einer Längsseite des Rechtecks zumindest an den Ecken einen abgerundeten
Verlauf aufweist.
Eine mögliche erfindungsgemäße Ausbildung des Trennkörpers
4 ist abschließend in den 4a, b
detailliert dargestellt:
Die 4a zeigt eine Draufsicht auf einen
Trennkörper 5, der im wesentlichen dem bereits in der 3
gezeigten Trennkörper entspricht. Der Trennkörper 5 ist seiner äußeren
Kontur nach im wesentlichen plattenförmig-rechteckig ausgebildet, wobei die seine
Längsseite 5.1 definierenden Ecken 5.2, 5.2' mit einem
Radius R abgerundet ausgebildet sind. Der Trennkörper 5 weist zum Aufschieben
auf den Heizkörper 4 (vgl. 3) einen zentralen
Durchbruch 5.3 auf, der entsprechend den Abmessungen der Lamellen
4.3 des Heizkörpers 4 rechteckig und geeignet dimensioniert ausgebildet
ist. Dabei entspricht eine Länge l und eine Breite b des Durchbruchs 5.3
im wesentlichen entsprechenden Abmessungen der Lamellen 4.3.
An zwei mit den Längsseiten der Lamellen 4.3 in Anlage tretenden
Innenwänden 5.3a, 5.3b des Durchbruchs 5.3 weist der
Trennkörper 5 Vorsprünge 5.4 auf, die im aufgeschobenen Zustand
des Trennkörpers in Zwischenräume zwischen den Lamellen 4.3 (vgl.
2b) eingreifen und so den Trennkörper gegen Verschieben
in Richtung der Erstreckung der Profilrohre 4.1 des Heizkörpers
4 sichern.
Der Trennkörper 5 ist erfindungsgemäß vorzugsweise in einem
flexiblen, temperaturbeständigen Kunststoffmaterial ausgebildet, so dass sich zum
Aufschieben des Trennkörpers durch Auseinanderziehen der Längssseiten
5.1 bzw. 5.3a, 5.3b eine lichte Breite des Durchbruchs
5.3 vergrößern lässt, um insbesondere die Vorsprünge 5.4 an den
Lamellen 4.3 vorbei zu bewegen, bis sich der Trennkörper 5 in
einer gewünschten Stellung auf dem Heizkörper 4 befindet.
Wie bereits aus der 4a ersichtlich, weist
der Trennkörper 5 zwei an seiner Außenkontur bzw. am Rande des Durchbruchs
5.3 zumindest teilweise parallel zueinander umlaufende Wülste
5.5, 5.5' auf, die nachfolgend anhand der 4b
näher erläutert werden.
Die 4b zeigt einen Querschnitt durch
den Trennköper 5 entlang einer Linie B-B in 4a.
Demnach weist der Trennkörper 5 ein umlaufendes, doppelt H-förmiges Querschnittsprofil
auf, um so trotz der Ausbildung des Trennkörpers 5 in flexiblem Kunststoffmaterial
und dem Vorsehen eines zentralen Durchbruchs 5.3 bei verringertem Materialaufwand
eine stabile Ausgestaltung des Trennkörpers 5 zu erreichen. Aufgrund des
H-förmigen Profils des Trennkörpers 5 existieren auf dessen Oberseite
5a und Unterseite 5b die bereits vorstehend beschriebenen Wülste
5.5, 5.5', die demgemäss durch die freien Enden der parallelen
Schenkel des H-förmigen Profils gebildet sind.
Aufgrund seiner vorstehend beschriebenen Ausgestaltung lässt sich
der Trennkörper 5 der erfindungsgemäßen Vorrichtung bei kostengünstiger
Ausgestaltung einfach und sicher auf den Lamellen 4.3 eines Heizkörpers
4 montieren, wobei seine Position auf dem Heizkörper 4 durch Verschieben
in Erstreckungsrichtung der Profilrohre 4.1 (vgl. 2b)
grundsätzlich frei wählbar ist.
1- Heizeinrichtung
2- Gehäuse
2.1- Gehäuse-Oberteil
2.2- Gehäuse-Unterteil
2.3- Zwischenplatte
2.3a,2.3b- Aufnahme
3- Wärmetauscher
4- Zusatz-Heizkörper
4.1- Profilrohr
4.2,4.2'- Anschluss-/Halteteil
4.3- Lamelle
4.4- Einrollung
5- Trennkörper
5a- Oberseite
5b- Unterseite
5.1- Längsseite
5.2,5.2'- Ecke
5.3- Durchbruch
5.3a,5.3b- Innenwand
5.4- Vorsprung
5.5,5.5'- Wulst
6.1,6.2,6.3- Dichtung
L1,L2,L1',L2'- Luftstrom
b- Breite
l- Länge
R- Radius