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Dokumentenidentifikation DE202005005221U1 04.08.2005
Titel Hufverbandschutzschuh für Pferde
Anmelder Hoffmann, Margarete, 90562 Kalchreuth, DE
Vertreter Burghardt & Burghardt, 12524 Berlin
DE-Aktenzeichen 202005005221
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 04.08.2005
Registration date 30.06.2005
Application date from patent application 31.03.2005
IPC-Hauptklasse A01L 5/00
IPC-Nebenklasse A01L 3/06   A61D 9/00   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen Hufverbandschutzschuh für die Vorder- und Hinterhufe eines Pferdes, der eine Kombination von sogenannten Hufglocken, Hufballenschoner zum Schutz des Kronenrandes des Pferdefußes und Gamasche zum Schutz der Sehnen und der dem Huf des Pferdes sich anschließenden Gliedmaßen bildet.

Zum Schutz eines Pferdefußes sind Huf- oder Springglocken und zum Schutz von angrenzenden Gliedmaßen eines Pferdes sind Gamaschen mit Fesselkopfstützfunktionen zum Schutz und zur Entlastung der Sehnen und Bänder des Pferdes bekannt. Es handelt sich um getrennte Schutzeinrichtungen, die jeweils auch getrennt anlegbar sind.

Die sogenannten Hufglocken zum Schutz des Kronenrandes und des Ballens haben den Nachteil, daß sie den Huf nicht vollständig umschließen und am Kronenrand Reizungen verursachen. Außerdem können im Fesselbereich Scheuerstellen entstehen.

Zur Behebung dieser Nachteile der Hufglocken wurden, insbesondere für kranke Tiere, sogenannte Krankenschuhe entwickelt, die den gesamten Hufbereich umschließen können. Diese Krankenschuhe werden durch Riemen oberhalb des Hufes im Bereich der Fessel gegen Abstreifen gesichert. Durch die eingesetzten Mittel zur Halterung des Krankenschuhes im Fesselbereich ist es nicht ausgeschlossen, daß es zu einer Belastung in diesem Bereich kommen kann, obgleich diese Schuhe einen gepolsterten Randbereich aufweisen. Weiterhin ist es nachteilig, daß das Festziehen der Haltemittel begrenzt ist, um Reizungen im Fesselbereich zu vermeiden. Dadurch ist der feste Sitz des Krankenschuhes nicht gewährleistet und beim Bewegen des Tieres ist ein sich Lösen des Hufschuhes nicht auszuschließen.

Diese Hufschuhe finden für sich einen vielseitigen Einsatz zum Schutz des Pferdefußes, beispielsweise zur Überbrückung der abgelaufenen Hufe oder der verlorengegangenen Hufeisen, zum Transportschutz, zur Vermeidung von Verletzungen beim Deckakt, zur Vermeidung von Schneeklumpen zwischen den Hufeisen und gegen das Ausgleiten auf Eisflächen und letztlich zur orthopädischen oder medikamentösen Behandlung von Hufverletzungen.

Obgleich vielfältige Einsatzmöglichkeiten für Hufschuhe gegeben sind, ist es bisher unterblieben, diese Hufschuhe so auszubilden, daß diese an den Hufen festsitzen ohne im Fesselbereich eine mechanische Belastung hervorzurufen.

Unabhängig von dem Schutz des Hufes durch einen Hufschutzschuh ist es erforderlich, die angrenzenden Gliedmaße, wie Fesselgelenk, Köte und Fesselbeuge vor Verletzungen, während insbesondere der sportlichen Betätigung eines Pferdes, zu schützen. Die hierfür angebotenen, von dem Hufschutzschuh unabhängig anzulegenden Gamaschen, beispielsweise mit Fesselkopfstützfunktion, sollen den Fesselkopf und das Röhrbein schützen. Diese Gamasche ist längs geschlitzt ausgeführt, damit ein Anlegen möglich wird. Im angelegten Zustand wird diese Gamasche geschlossen und durch mindestens einen Klettverschluß in verschlossener Position gehalten. Diese von dem Hufschutzschuh körperlich getrennte Gamasche, die im angelegten Zustand durch äußere Klettverschlüsse geschlossen gehalten wird, weist den Nachteil auf, daß sie – wegen der Anatomie der Gliedmaßen des Pferdes – verrutschen kann. Die Ursache hierfür liegt aber auch darin, daß die Gamasche und der Hufschutzschuh zwei körperlich getrennte und nicht miteinander verbundene Teile darstellen.

Ziel der Erfindung ist es, sowohl einen angelegten Hufschutzschuhe als auch eine angelegte, die anschließenden Gliedmaßen nach dem Huf schützende Gamasche gegen ein Verrutschen bzw. Verlieren zu schützen.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Hufverbandschutzschuh als Kombination eines Hufschutzschuhes und einer Gamasche zum Schutz der dem Huf sich anschließenden Gliedmaßen eines Pferdes mit einer besonderen Verschlußtechnik zu entwickeln, wobei diese Einheit als Hufverbandschutzschuh mit einem straffen Sitz und einem festen Halt auszubilden ist.

Die Aufgabe wird durch die in dem unabhängigen Anspruch offenbarte Lehre zur Bereitstellung eines Hufverbandschutzschuhes bestehend aus einem festen Hufteil und einem mit diesem verbundenen Schaftaufbau, der am vorderen und seitlichen Hufkronenrand über das Fesselbein hochgezogen ist und unterhalb des Vorderfußwurzelgelenks bzw. des Sprunggelenks endet, gelöst.

Die Erfindung soll nachfolgend an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert werden. In den zugehörigen Zeichnungen zeigen:

1 einen Hufverbandschutzschuh in Seitenansicht,

2 den Hufverbandschutzschuh in Hinteransicht,

3 den erfindungsgemäß ausgebildeten Hufverbandschutzschuh mit geöffneter Gamasche im Schaft,

4 den Hufverbandschutzschuh mit geöffneter Gamasche in einer Ansicht von oben.

Der erfindungsgemäß ausgestaltete Hufverbandschutzschuh besteht aus einem Hufschutzteil 1 und einer mit diesem verbundenen Gamasche 2 zum Schutz der nach dem Huf folgenden Gliedmaßen eines Pferdes. Das Hufschutzteil 1 besteht aus einer festen Sohle 3 mit einem festen Randaufbau im Bereich des Hufes und ist mit einer äußeren Schutzkappe 4 versehen, wobei der Sohlenaufbau eine stoßdämpfende Innensohle und eine rutschfeste und eine griffige Profil-Außensohle aufweist. Das Hufschutzteil 1 verfügt über eine Innenverkleidung aus einem verschleißfesten Material und weist eine weit zu öffnende verschließbare Einstiegsöffnung 5 auf. Hierdurch ist das Anlegen des Hufverbandschutzschuhes an dem Huf des Pferdes problemlos möglich. Die Einstiegsöffnung 5, die aus einer Längsschlitzung des Hufschutzteils 1 im Bereich der Fesselbeuge besteht, ist im geschlossenen Zustand durch einen Klettverschluß 6, der die längs geteilte Einstiegsöffnung 5 verschließt, ausgerüstet. Zusätzlich zu diesem längs verlaufenden Klettverschluß 6 verfügt diese Einstiegsöffnung 5 über eine, quer zu dieser längs verlaufenden und durch einen Klettverschluß 6 verschließbaren Einstiegöffnung 5 angeordnete Schließtechnik 7. Diese besteht aus zwei zu dem längs, d. h. senkrecht verlaufenden Klettverschluß 6 quer angeordneten als Gegenzugverschluß ausgebildeten Gummi-Klettverschlüssen in der Fesselbeuge bis zur Köte.

Die an den Hufteil 1 sich anschließende Gamasche 2 weist eine Ausdehnung 8 auf, die das Röhrenbein bzw. den Hintermittelfuß des Pferdes abdeckt und sich von der Fesselbeuge aufwärts bis zur Vorderfußwurzel oder bis zum Sprunggelenk erstreckt. Diese Gamasche 2 ist auf der Vorderseite längs geteilt ausgeführt. Auf einer Rückseite weist die Gamasche eine Ausnehmung 9 auf, mit einem sich daran anschließenden Halterungsteil 10. Dieses Halterungsteil 10 besteht aus zwei Gamaschenlaschen 11, die um das Röhrenbein bzw. um den Hintermittelfuß herum gelegt werden können. Im angelegten Zustand können diese Gamaschenlaschen 11 durch quer verlaufende äußere Klettverschlüsse 12 geschlossen werden. Im Bereich des Halterungsteiles 10 befindet sich innerhalb der Gamasche 2 eine Halterungsmanschette 13. Diese ist geteilt ausgeführt, wobei die beiden Hälften dieser Halterungsmanschette 13 an einer inneren Oberfläche 14 der Gamasche 2 mit dieser verbunden sind. Diese dient der Halterung der angelegten Gamasche 2 auf dem Röhrbein bzw. auf dem Hintermittelfuß des Pferdes. Nach dem Anlegen werden die Teile der Halterungsmanschette 13 durch einen Klettverschluß 15 in Schließstellung gehalten.

Die Gamasche 2, die eine Längsteilung 16 an der Vorderseite 17 der Gamasche 2 aufweist, ist mittels eines längs verlaufenden Klettverschlusses 18 verschließbar. Durch diese Längsteilung 16 und durch die aufklappbaren Gamaschenlaschen 11 kann das Hufschutzteil 1 an den Pferdefuß mühelos über die Einstiegsöffnung 5 angelegt werden und danach die anzulegende Gamasche 2 geschlossen werden und diese mittels der Halterungsmanschette 13 nach Anlegen am Röhrbein bzw. auf dem Hintermittelfuß des Pferdes fixiert werden. Danach werden die Gamaschenlaschen 11 geschlossen und mittels der äußeren Klettverschlüsse 12 in dieser Schließstellung gehalten.

Der erfindungsgemäß ausgebildete Hufverbandschutzschuh läßt sich schonend für das Pferd anlegen und kann den bezweckten Schutz für den Pferdehuf und für die bandagierten Gliedmaßen erfüllen, denn dieser kann sich nicht von selbst lösen. Außerdem verfügt das Innenteil des Hufverbandschutzschuhes über eine entsprechende Innenauspolsterung und einen sicheren Sitz. Außerdem verfügt der Hufschutzteil 1 im Bereich der Fesselbeuge erfindungsgemäß über eine Innenwölbung. Nach dem Einstieg des Pferdehufes kann durch die vorgesehene Schließtechnik 7 im Bereich der Einstiegsöffnung 5 das Hufschutzteil 1 anatomisch-formgebend zusammengezogen werden. Hierdurch wird einerseits ein sicherer Sitz und ein fester Halt des Hufverbandschutzschuhes u.a. gewährleistet und andererseits werden die hochempfindlichen Stellen im Bereich der Fesselbeuge einschließlich der Köte geschont.

1Hufschutzteil 2Gamasche 3Sohle 4Schutzkappe 5Einstiegsöffnung 6Klettverschluß 7Schließtechnik 8Ausdehnung 9Ausnehmung 10Halterungsteil 11Gamaschenlasche 12Klettverschluß 13Halterungsmanmschette 14Innenfläche 15Klettverschluß 16Längsteilung 17Vorderseite 18Klettverschluß

Anspruch[de]
  1. Hufverbandschutzschuh zum Schutz eines Hufes und der anschließenden Gliedmaßen eines Pferdes, dadurch gekennzeichnet, daß der für Vorderhuf und Hinterhuf einsetzbare Hufverbandschutzschuh als Einheit aus einem festen Hufschutzteil (1) und einer schaftartig ausgebildeten, die Gliedmaßen eines Pferdes umschließenden Gamasche (2) besteht.
  2. Hufverbandschutzschuh nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, daß das Hufschutzteil (1) im Bereich des Hufhinterteils eine öffnungsfähige und verschließbare Einstiegsöffung (5) aufweist und die Gamasche (2) öffnungsfähig mit einer inneren und äußeren Verschlußtechnik ausgestattet ist.
  3. Hufverbandschutzschuh nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Einstiegsöffung (5) einen senkrechten Klettverschluß 6 aufweist und hierzu eine quer angeordnete, als Gegenzugverschluß ausgebildete, aus zwei Gummi-Klettverschlüssen bestehende Schließtechnik (7) vorgesehen ist.
  4. Hufverbandschutzschuh nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Gamasche (2) sich an dem vorderen und seitlichen Hufkronenrand über das Fesselbein hochgezogen bis unterhalb des Vorderfußwurzelgelenks bzw. Sprunggelenks erstreckt.
  5. Hufverbandschutzschuh nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Gamasche (2) aus zwei Schafthälften besteht, die an der Vorderseite miteinander lösbar verbunden sind und jede Schafthälfte eine Gamaschenlasche aufweist, die eine Ausnehmung (9) an der Gamaschenrückseite vom der Einstiegsöffnung (5) im Hufteil (1) in Richtung der Vorderfußwurzel bzw. des Sprunggelenkes des Pferdes begrenzt.
  6. Hufverbandschutzschuh nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die innere Verschlußtechnik der Gamasche (2) aus einem Verschlußmittel besteht und eine öffnungsfähige, geteilte Halterungsmanschette (13) aufweist und zwei Enden dieser mit einer Innenfläche (14) der Gamasche (2) fest verbunden sind.
  7. Hufverbandschutzschuh nach Anspruch 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß als Verschlußmittel für die Halterungsmanschette (13) ein Klettverschluß (15) vorgesehen ist.
  8. Hufverbandschutzschuh nach Anspruch 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß das Hufschutzteil (1) eine feste Sohle (3), eine äußere feste Schutzkappe (4) und eine weiche Innenfütterung aufweist.
  9. Hufverbandschutzschuh nach Anspruch 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß das Hufschutzteil (1) im Bereich der Fesselbeuge des Pferdes eine Innenwölbung aufweist, die der anatomischen Ausbildung der Fesselbeuge entsprechend ausgebildet ist.
Es folgen 4 Blatt Zeichnungen






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