Die Erfindung betrifft einen Sender zum Erzeugen eines hochfrequenten
Sendesignals, welcher beispielsweise in Mobilfunksystemen eingesetzt werden kann.
Diese können unter anderem den weit verbreiteten GSM-Standard (Global System For
Mobil Communication) oder den DCS1900-Standard benutzen. Die Erfindung ist jedoch
nicht auf die explizit genannten Standards beschränkt, sondern kann für alle Kommunikationssysteme
verwendet werden, bei denen die Modulation des Trägersignals derart erfolgt, daß
dessen Amplitude konstant bleibt (Phasenmodulation).
Das GSM-Netz besteht, wie jedes andere Telekommunikationsnetz auch,
aus Systembestandteilen, die Schnittstellen bedienen und Funktionalitäten bereitstellen.
Es arbeitet in den Frequenzbereichen 890 MHz bis 915 MHz und 935 MHz bis 960 MHz.
Das Netz ist aus einer Vielzahl von Funkstellen aufgebaut. Die Anzahl der modular
einsetzbaren Grundbausteine im GSM-Netz ist jedoch verhältnismäßig gering. Das
Base-Station-Sub-System (Basisstationsteilsystem) organisiert den sicheren Datenaustausch
zwischen den Mobilstationen und der Netzinfrastruktur. Dazu gehören Aufbau, Aufrechterhaltung
und Aufbau der Funkverbindung zwischen Mobilstationen und der Base-Tranceiver-Station
(Basisstation). Darüber hinaus wird eine ständige Qualitätsbeurteilung des Funkkanals
und die daraus abzuleitenden Reaktionen des Systems z.B. die Einleitung und Steuerung
von Zellwechseln (Hand-Over) vorgenommen. Außerdem werden Informationen über den
Aufenthaltsort der Mobilstationen an das Netz weitergegeben. Das vermittlungstechnische
Teilsystem (Switching-Subsystem) führt zum einen alle Aufgaben aus, die zum Aufbau,
Verwalten und Lösen von Verbindungen benötigt werden. Zum anderen muß das vermittlungstechnische
Teilsystem aber auch alle mobilitätsbedingten Verfahren durchführen. Dies reicht
von der Verwaltung der statischen Teilnehmerdaten über das Auffinden einer gerufenen
Mobilstation an einem beliebigen Ort des GSM-Versorgungsbereichs bis zur zuverlässigen
Erfassung aller Gebührendaten. Daneben bedient das vermittlungstechnische Teilsystem
Schnittstellen zu anderen Telekommunikationsnetzen oder Telekommunikationsdiensten.
Die Funkstrecke zwischen dem Mobilteil und der Netzinfrastruktur
ist von zwei Grundeigenschaften geprägt: Die Ressource Funkkanal ist nur eingeschränkt
verfügbar. Sie kann prinzipiell an einem Ort zur selben Zeit nur einmal verwendet
werden. Jeder Funkkanal ist hochgradig störanfällig. Das Auftreten von Störungen
in diesen offenen Systemen kann nicht unterbunden werden. Auf einem physikalischen
Funkkanal werden zeitgeteilt acht physikalische Nachrichtenkanäle, genannt Bursts,
übertragen. Eine vollständige Sequenz aller acht Kanäle wird TDMA-Rahmen (Time-Devision-Multible-Access)
genannt. Auf jedem physikalischen Nachrichtenkanal können Signalisierungs- und/oder
Nutzinformationen auf sogenannten logischen Kanälen vermittelt werden. Die Zuordnung
von logischen auf physikalische Kanäle wird als Mapping bezeichnet. Das Mapping
ist dynamisch und wechselt in Abhängigkeit von Betriebszustand und zu realisierender
Übertragungsaufgabe, z.B. bei der Übertragung von Sprachinformationen über den
Normalburst bei bestehender Telefonverbindung. Die logischen Kanäle bestehen aus
den Verkehrskanälen und den Steuer- oder Kontrollkanälen.
Um das Signal über die Luftschnittstelle zu übertragen, ist ein Sender
notwendig, der das Datensignal im Basisband so aufbereitet, daß es über die Luftschnittstelle
übertragbar ist. Dabei dürfen keine Konflikte mit anderen zu übertragenden Informationen,
die von anderen Funksystemen stammen, entstehen. Eine Voraussetzung für eine gute
Sendesignalqualität ist ein niedriger Rauschpegel weitab vom Träger bei hoher
Sendeleistung. Dazu ist aus dem Stand der Technik ein in Figur 1 gezeigter Sender
bekannt (siehe auch Datenblatt Telefunken vom 29. Januar 1997: Modulation PLL for
GSM, DCS and PCS Systems U2893B, Application circuit (900 MHz)). Dieser weist
einen lokalen Oszillator LO, der zur Kanaleinstellung dient, auf. Das vom lokalen
Oszillator LO stammende Signal mit der Frequenz fLO wird mit einem Sendesignal
der Frequenz fVCO, welches von einem Hochfrequenzoszillator HF-VCO stammt mittels
eines Mischers M1 gemischt und einem Tiefpaß TP zugeführt. Das am Ausgang des
Tiefpasses TP anliegende anliegende Modulatoreingangssignal mit der Frequenz fMO
wird auf einen Quadraturmodulator QM geführt, der das Inphase-Datensignal mit der
Frequenz fI und das Quadratur-Datensignal mit der Frequenz fQ jeweils mit dem
Modulatoreingangssignal (Frequenz fMO) mischt und die entsprechenden Mischerausgangssignale
addiert. Das so gewonnene quadraturmodulierte Signal wird durch den Bandpaß BP
gefiltert und einem ersten Frequenzteiler FT1 mit dem Teilerverhältnis N zugeführt.
Der erste Frequenzteiler FT1 teilt das Signal mit der Frequenz fIF durch den Teilerwert
N und führt das geteilte Signal auf einen Phasenfrequenzvergleicher PFD. Das von
einem Zwischenfrequenzoszillator ZF-OSZ stammende Signal mit der Frequenz fZF wird
einem zweiten Frequenzteiler FT2 mit dem Teilerwert R zugeführt, welcher die Frequenz
fZF durch den Teilerwert R teilt und dem Phasenfrequenzvergleicher PFD zuführt.
Dieser vergleicht anfänglich die an dessen Eingängen anliegenden Frequenzen und
später deren Phasen miteinander. Der Phasenfrequenzvergleicher PFD erzeugt entsprechende
Steuerausgangssignale, üblicherweise in Form von Nadelimpulsen, welche einer Ladungspumpe
CP zugeführt werden. Die Ladungspumpe CP in Verbindung mit einem passiven Schleifenfilter
LF wirkt wie ein aktives Schleifenfilter. Das am Ausgang des Schleifenfilters LF
anliegende Signal steuert den Hochfrequenzoszillator HF-VCO, welcher dann direkt
das Sendesignal mit der Frequenz fVCO erzeugt, das am Ausgang A des Senders abgreifbar
ist.
Die beschriebene Schaltung hat zwei gravierende Nachteile. Erstens
weist das vom Mischer M1 erzeugte Signal einen hohen Störsignalanteil auf, weil
sowohl der Hochfrequenzoszillator HF-VCO, als auch der Lokaloszillator LO einen
nicht unerheblichen Klirrfaktor aufweisen, d.h. sie erzeugen Signale mit einer
Grundfrequenz und mehreren Harmonischen dazu. Zusätzlich wird beim Wechseln der
Frequenz fLO von einer ersten auf eine zweite Kanalfrequenz ein gegenüber dem ersten
Mischprodukt verschiedenes Mischprodukt entstehen, was bedeutet, daß am Mischerausgang
neue, veränderte Störsignalanteile auftreten. Die Frequenzen der Störsignalanteile
können zudem sehr nahe bei der Sendefrequenz fVCO liegen. Zweitens können Störungen
vom Phasenfrequenzvergleicher PFD ausgehen, wobei diese frequenzmäßig ebenfalls
in der Näher der Sendefrequenz fVCO liegen können.
Eine Aufgabe der Erfindung ist es, einen Sender anzugeben, bei dem
die im Stand der Technik auftretenden Störungen vermieden werden.
Die Aufgabe wird durch einen Sender gemäß Patentanspruch 1 gelöst.
Der erfindungsgemäße Sender zum Erzeugen eines hochfrequenten Signals
weist einen ersten Oszillator, einen Mischer, einen Quadraturmodulator, mindestens
einen Frequenzteiler, einen Vergleicher, ein erstes Filter und einen zweiten Oszillator
auf. Der Ausgang des ersten Oszillators ist mit dem ersten Eingang des Mischers
und dem ersten Eingang des Vergleichers verbunden. Der Ausgang des Mischers ist
mit dem ersten Eingang des Quadraturmodulators verbunden. Am zweiten und dritten
Eingang des Quadraturmodulators liegen Basisband-Eingangssignale an. Der Ausgang
des Quadraturmodulators ist mit dem zweiten Eingang des Vergleichers und der Ausgang
des Vergleichers mit dem Eingang des ersten Filters und der Ausgang des ersten
Filters mit dem Eingang des zweiten Oszillators verbunden. Der zweite Eingang des
Mischers ist mit dem Ausgang des zweiten Oszillators, an dem auch das hochfrequente
Sendesignal anliegt, verbunden. Zwischen den ersten Oszillator und den Vergleicher
und/oder zwischen den Quadraturmodulator und den Vergleicher ist der Frequenzteiler
geschaltet.
Vorteilhafterweise wird für die erfindungsgemäße Schaltung weniger
Chipfläche benötigt. Ein weiterer Vorteil besteht darin, daß durch die starre Frequenzkopplung,
unabhängig von der Kanalfrequenz, eine eventuell auftretende Störung immer exakt
mit der Sendefrequenz zusammenfällt, was dann unproblematisch ist.
Vorteilhafte Weiterbildungen ergeben sich aus den abhängigen Ansprüchen.
So ist in einer Ausführungsform ein zweites Filter vorgesehen, das
zwischen den Mischer und den Quadraturmodulator geschaltet ist.
Weiterhin kann eine Ladungspumpe vorgesehen sein, die dem ersten
Filter vorgeschaltet ist.
Der Vergleicher kann auch zum Frequenzvergleich dienen.
Es kann ein drittes Filter vorgesehen sein, das zwischen den Quadraturmodulator
und den Vergleicher geschaltet ist.
Der Sender ist für ein Mobilfunksystem verwendbar.
Die Erfindung wird im folgenden anhand von zwei Figuren weiter erläutert.
Figur 1 zeigt einen Sender wie er aus dem Stand der Technik bekannt ist.
Figur 2 zeigt das Blockschaltbild eines erfindungsgemäßen Senders.
Auf Figur 1 wurde bereits oben eingegangen.
Gegenüber dem in Figur 1 gezeigten Blockschaltbild wurde bei dem
in Figur 2 gezeigten Sender erstens der Zwischenfrequenzoszillator ZF-OSZ entfernt
und zweitens der lokale Oszillator LO zusätzlich mit dem Eingang des zweiten Frequenzteilers
FT2 verbunden. Der Begriff
verbunden" bedeutet im gesamten Kontext, daß die einzelnen Schaltungselemente
entweder direkt oder aber unter Zwischenschaltung eines oder mehrerer weiterer
Schaltungselemente mit dem zweiten Schaltungselement verknüpft sind. Der Begriff
verbunden" soll sowohl eine funktionelle als auch eine
physikalische Verbindung zwischen den einzelnen Schaltungselementen umfassen.
Der erfindungsgemäße Sender für Zellularsysteme erreicht mit geringem
Schaltungsaufwand und bei geringem Stromverbrauch ein geringeres Breitband-Ausgangsrauschen,
erzeugt wenigere unerwünschte Ausgangssignalanteile (z.B. durch unerwünschte Mischprodukte)
und die Ausgangsphase folgt genauer dem gewünschten Modulationsschema als der Sender
gemäß dem Stand der Technik (Figur 1).
Gegenüber dem in Figur 1 gezeigten Sender, bei dem sich die Ausgangsfrequenz
fVCO und die Frequenz fLO in gleichem Maße ändern, also der lokale Oszillator im
Kanalraster (200 KHz für GSM) liegt, ändert sich die Frequenz fVCO gegenüber der
Frequenz fLO gemäß:
fVCO=fLO&peseta; (R-N) :R
Daraus ergeben sich folgende Konsequenzen, wenn der lokale Oszillator
über einem bestimmten Bereich abgestimmt wird, um das Sende-Band abzudecken:
Die Frequenz fMO ist nicht konstant, sondern ändert sich abhängig
von der Frequenz fLO gewichtet mit dem Faktor N:R.
Die Phasenvergleichsfrequenz fPD verstimmt sich ebenfalls in Abhängigkeit
von der Frequenz fLO.
Das Frequenzraster des lokalen Oszillators Lo wird mit einem Faktor
(R-N):R in das Kanalraster des Hochfrequenzoszillators HF-VCO übersetzt.
Der entscheidende Vorteil durch diese phasenstarre Verkopplung aller
in der Schaltung vorkommenden Frequenzen liegt in der Vermeidung der Störsignalanteile
(Spurious-Frequenzen). Beim Stand der Technik gemäß Figur 1 entstehen Spurious-Frequenzen
wie folgt. Um eine hohe Phasengenauigkeit zu erreichen, muß der Phasenfrequenzdetektor
PFD in der Lage sein, sehr kleine Phasenunterschiede linear zu verarbeiten. Da
in der Schaltung gemäß Figur 1 ein digital arbeitender Phasen-Frequenzdetektor
PFD mit Ladungspumpe CP verwendet wird, bedeutet dies, daß sehr kurze Nadelimpulse
mit der Phasenvergleichsfrequenz fPD erzeugt werden müssen. Auch bei der 0/90°-Erzeugung
im Quadraturmodulator QM bedient man sich digitaler Techniken (Flip-Flops), die
sehr steile Schaltflanken erzeugen.
Als Konsequenz derartiger Signalverarbeitung entstehen spektral gesehen
immer die Obertonspektren dieser Frequenzen (Phasenvergleichsfrequenz fPD, Quadraturmodulatorfrequenz
fQM). Aufgrund systemtechnischer Vorgaben sind diese Schaltungselemente sehr schnell
auszulegen (Phasengenauigkeit, sowohl beim Quadraturmodulator QM, als auch beim
Phasenfrequenzdetektor PFD). Dies ist gleichbedeutend, daß die Obertonspektren
bis zu sehr hohen Frequenzen (mehrere GHz) relativ hohen Energieinhalt haben.
Das bei diesen Frequenzen erfolgende Übersprechen auf andere Schaltungsteile
führt zu folgendem Effekt:
Vielfache der Phasenvergleichsfrequenz fPD oder Quadraturmodulatorfrequenz
fQM werden mit Vielfachen der Frequenz fLO im Mischer M1 in die Nähe der Frequenz
fQM umgesetzt. Je näher dieses unerwünschte Mischprodukt an die Frequenz fQM, und
damit an der Sendefrequenz fVCO liegt, desto weniger wird es durch die Übertragungsfunktion
des Regelkreises unterdrückt. Beim Überstreichen des Frequenzbandes des lokalen
Oszillators LO finden sich immer Frequenzen, bei denen das unerwünschte Produkt
sehr nahe am gewünschten Träger liegt, also beispielsweise einen Kanalabstand entfernt.
Ein derartiges Störprodukt erreicht mit sehr hohem Leistungspegel den Ausgang
A und ist mit keiner bisher bekannten Filterung unterdrückbar, da das Störprodukt
bereits innerhalb des modulierenden Ausgangsspektrums liegt und damit mit hoher
Wahrscheinlich die System-Spezifikation verletzt wird.
Am folgenden Beispiel für GSM wird gezeigt, daß Störprodukte höherer
Ordnung nie zu vermeiden sind:
Wählt man z.B. die ZF-Frequenz fZF bei 246 Mhz und die Phasenvergleichsfrequenz
fPD bei 123 MHz, so ergibt sich für das GSM-Sendeband 890-915 MHz das notwendige
Frequenzband des lokalen Oszillators LO bei 1136-1161 MHz. Am Mischer M1 entstehen
die Harmonischen vom lokalen Oszillator LO, da der Mischer M1 aus Effizienz-Gründen
im Schaltbetrieb arbeitet. So kommt 3fLO im Band 3408-3483 MHz zu liegen (der 3.
Harmonischen kommt aufgrund der schaltungstechnischen Realisierung die höchste
Amplitude zu). Gleichzeitig ist im Mischer M1 aufgrund der Übersprecheffekte ein
Signal bei 26fPD=3198 MHz vorhanden. Stimmt man den lokalen Oszillator LO nun z.B.
auf 1147,8 MHz (ein GSM-Kanal neben (3198+246)/3 MHz), so entsteht außer dem erwünschten
ZF-Träger bei 246 MHz auch noch das Mischprodukt bei 3*1147.8MHz-26*123MHz=245.4MHz.
Da die Mischung ein nichtlinearer Effekt ist, ist das ganze Obertonspektrum des
600 kHz Differenztones um den ZF-Träger gruppiert zu finden.
Bei geeigneter Wahl der Zwischenfrequenz ZF kann man den Effekt mit
3fLO zwar auf ein kleines Maß reduzieren: Das überstrichene 3fLO-Band muß dazu
zwischen" den Harmonischen der Phasenvergleichsfrequenz
fPD zu liegen kommen. Bei einem für GSM nötigen Abstimmbereich von 25 MHz, einem
3fLO-Bereich von 75 MHz und einer Phasenvergleichsfrequenz fPD von hier 123 MHz
läßt sich das 3fLO-Band noch mit einem Frequenzabstand von jeweils (123-75)/2 MHz
= 24 MHz zwischen den fPD-Harmonischen zentrieren, für höhere fLO-Harmonische ist
dies jedoch nicht mehr möglich.
Die Phasenvergleichsfrequenz fPD kann schon aus technologischen Gründen
nicht mehr zu sehr erhöht werden.
Es ist jedoch anzumerken, daß auch bei solch einem bezüglich 3fLO
optimierten Frequenzplan ein Differenzton prinzipiell entsteht. Dieser wird durch
das Schleifenfilter LF jedoch stark unterdrückt. Andererseits steigen aber die
Anforderungen der Systemspezifikation mit steigender Ablagefrequenz vom Träger
stark an, womit auch ein derartiger weitabspurious" zu
einer Spezifikations-Verletzung führen kann.
Die neue Architektur vermeidet die Entstehung dieser Differenztöne
schon im Ansatz vollständig.
Kennzeichnend für die neue Architektur ist die Tatsache, daß alle
vorkommenden Frequenzen in festem harmonischem Verhältnis zueinander stehen (die
Verknüpfungsfaktoren wurden bereits erläutert).
Dadurch fallen die Obertonmischprodukte genau (phasenstarr) in den
Träger. Aufgrund der ungleichen Amplituden von Träger und Obertonmischprodukt hat
dies praktisch keinen Einfluß auf den Träger. Es ist somit keine Entstehung von
Differenztönen möglich.
Der einzige Mechanismus zur Entstehung von unerwünschten Frequenzanteilen
ist die Übertragung der Phasenvergleichsfrequenz fPD in das Ausgangssignal. Diese
liegt jedoch recht hoch(typ.100MHz) und wird bereits durch das Schleifenfilter
LF (loop-filter) sehr stark unterdrückt. Bei dieser hohen Frequenzablage besteht
die Möglichkeit, (wenn überhaupt nötig), mit Filterung des Sendesignals das Ausgangsspektrum
noch zu verbessern.
Die Verwendung von zwei Teilern FT1 und FT2 mit den Teilerwerten
N bzw. R, die verschieden oder auch gleich sein können, erreicht man einen höheren
Freiheitsgrad bei der Bestimmung des Frequenzplans.
Der Schaltung liegt ein Upconversion-PLL-Konzept zugrunde.
Falls der Zwischenfrequenzoszillator ZF-OSZ für den Empfänger benötigt
wird, hat die erfindungsgemäße Schaltungsanordnung den Vorteil, daß für den Sendevorgang
-da dieser den Zwischenfrequenzoszillator nicht benötigt- der Stromverbrauch im
System (Sender+Empfänger) reduziert werden kann.
Der Hochfrequenzoszillator HF-VCO ist ein spannungsgesteuerter Oszillator.
Der lokale Oszillator LO kann ebenfalls ein spannungsgesteuerter Oszillator sein.
Anspruch[de]
Sender zum Erzeugen eines hochfrequenten Sendesignals,
bei dem ein erster Oszillator (LO), ein Mischer (M1), ein Quadraturmodulator
(QM), mindestens ein Frequenzteiler (FT1, FT2), ein Vergleicher (PFD), ein erstes
Filter (LF) und ein zweiter Oszillator (HF-VCO) vorgesehen sind,
bei dem der Ausgang des ersten Oszillators (LO) mit dem ersten Eingang des
Mischers (M1) und dem ersten Eingang des Vergleichers (PFD) verbunden ist,
bei dem der Ausgang des Mischers (M1) mit dem ersten Eingang des Quadraturmodulators
(QM) verbunden ist,
bei dem am zweiten und dritten Eingang des Quadraturmodulators (QM) Basisband-Eingangssignale
anliegen,
bei dem der Ausgang des Quadraturmodulators (QM) mit dem zweiten Eingang des
Vergleichers (PFD) verbunden ist,
bei dem der Ausgang des Vergleichers (PFD) mit dem Eingang des ersten Filters
(LF) verbunden ist,
bei dem der Ausgang des ersten Filters (LF) mit dem Eingang des zweiten Oszillators
(HF-VCO) verbunden ist,
bei dem der zweite Eingang des Mischers (M1) mit dem Ausgang des zweiten Oszillators
(HF-VCO), an dem auch das hochfrequente Sendesignal anliegt, verbunden ist,
bei dem zwischen den ersten Oszillator (LO) und den Vergleicher (PFD) oder/und
zwischen den Quadraturmodulator (QM) und den Vergleicher (PDF) der Frequenzteiler
(FT1, FT2) geschaltet ist.
Sender nach Anspruch 1,
bei dem ein zweites Filter (TP) vorgesehen ist, das zwischen den Mischer (M1)
und den Quadraturmodulator (QM) geschaltet ist.
Sender nach einem der Ansprüche 1 oder 2,
bei dem eine Ladungspumpe (CP) vorgesehen ist, die dem ersten Filter (LF) vorgeschaltet
ist.
Sender nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
bei dem der Vergleicher (PFD) auch zum Frequenzvergleich dient.
Sender nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
bei dem ein drittes Filter (BP) vorgesehen ist, das zwischen den Quadraturmodulator
(QM) und den Vergleicher (PFD) geschaltet ist.
Verwendung des Senders nach einem der Ansprüche 1 bis 5, für ein Mobilfunksystem.