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Dokumentenidentifikation EP0980131 04.08.2005
EP-Veröffentlichungsnummer 0000980131
Titel Verfahren und Überwachungsvorrichtung zur Überwachung wenigstens eines von zur Notversorgung von elektrischen und/oder elektronischen Verbrauchern zuschaltbaren Batteriesatzes
Anmelder CEAG Notlichtsysteme GmbH, 59494 Soest, DE
Erfinder Prasuhn, Jürgen, 59494 Soest, DE
Vertreter Grünecker, Kinkeldey, Stockmair & Schwanhäusser, 80538 München
DE-Aktenzeichen 59912211
Vertragsstaaten AT, BE, CH, CY, DE, DK, ES, FI, FR, GB, GR, IE, IT, LI, LU, MC, NL, PT, SE
Sprache des Dokument DE
EP-Anmeldetag 09.08.1999
EP-Aktenzeichen 991156803
EP-Offenlegungsdatum 16.02.2000
EP date of grant 29.06.2005
Veröffentlichungstag im Patentblatt 04.08.2005
IPC-Hauptklasse H02J 9/06
IPC-Nebenklasse H02J 7/00   G01R 31/36   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Überwachungsvorrichtung zur Überwachung wenigstens eines zur Notversorgung von elektrischen und/oder elektronischen Verbrauchern, insbesondere von Zentralbatterie-Notlichtsystemen, zuschaltbaren Batteriesatzes mit den Merkmalen der Oberbegriffe der Patentansprüche 1 beziehungsweise 13.

Aus der Praxis sind ein solches Verfahren bzw. eine solche Überwachungsvorrichtung bekannt. Bei den vorbekannten Verfahren mißt eine Steuereinrichtung wenigstens eine Gesamtspannung zwischen Plus- und Minus-Anschluß einer Anzahl von in Reihe geschalteten Batterien des Batteriesatzes und lädt die Batterie mittels einer Ladeeinrichtung gegebenenfalls wieder auf.

Eine entsprechende Steuer- und/oder Ladeeinrichtung ist vorrichtungsmäßig mit den Plus- und Minus-Anschlüssen des Batteriesatzes zur Ermittlung einer Gesamtbatteriespannung verschaltet. Ein solcher Batteriesatz oder mehrere solcher Sätze dienen als Zentralbatteriesystem für die Notversorgung von beispielsweise Notlichtversorgungssystemen. In der Regel findet eine jährliche Überprüfung des Batteriesatzes bzw. des Zentralbatteriesystemes statt, die aus einem technischen Funktionstest und einem Betriebsdauertest besteht.

Ein solcher Batteriesatz besteht beispielsweise aus 108 Einzelbatterien von jeweils 2 V, so daß der Batteriesatz insgesamt 216 V als Gesamtspannung abgeben kann. Falls einzelne oder mehrere dieser Einzelbatterien ausfallen, sinkt die Gesamtspannung und die Spannungsversorgung durch den Batteriesatz ist möglicherweise unzureichend für eine ausreichende Beleuchtung durch das Notlichtversorgungssystem.

Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, frühzeitig den Ausfall einzelner oder mehrerer Einzelbatterien zu detektieren und dadurch eine höhere Systemverfügbarkeit zu gewährleisten.

Diese Aufgabe wird durch die kennzeichnenden Merkmale der Ansprüche 1 beziehungsweise 13 gelöst.

Verfahrensmäßig wird neben der Gesamtspannung zumindest über eine weitere Anzapfung des Batteriesatzes eine weitere Spannung bezüglich Plus- und Minus-Anschluß gemessen, ein Differenzwert dieser Spannungswerte ermittelt und ein entsprechendes Differenzwertsignal an die Steuereinrichtung übertragen.

Vorrichtungsgemäß ist eine Überwachungseinrichtung mit zumindest einer weiteren Spannungsanzapfung des Batteriesatzes verbunden und weist eine Vergleicherschaltung zur Ermittlung von Spannungswerten zwischen Spannungsanzapfung und Plus- sowie Minus-Anschluß als auch zur Auswertung einer Spannungsdifferenz zwischen diesen Spannungswerten auf

Durch diese zusätzlich ermittelten Spannungen und ihre Differenz ist feststellbar, ob eine einzelne oder mehrere der Batterien des Batteriesatzes zwischen Spannungsanzapfung und Plus- oder Minus-Anschluß ausgefallen sind. Die normalerweise zwischen der Spannungsanzapfung und dem Plus- oder Minus-Anschluß anliegenden Spannungen ergeben sich durch die Einzelspannungen der zwischen diesen Anschlüssen angeordneten Anzahl von Einzelbatterien. Stimmt ein gemessener Spannungswert nicht mit dem erwarteten Spannungswert überein, ist ein Ausfall oder Kurzschluß einer oder mehrerer Einzelbatterien zwischen Spannungsanzapfung und Plus- oder Minus-Anschluß erfaßt.

Vorzugsweise kann die Spannungsanzapfung des Batteriesatzes mittig oder symmetrisch als Mittenanzapfung erfolgen. Auf diese Weise müßten bei einer geraden Anzahl von Batterien die beiden zwischen Mittenanzapfung und Plus- bzw. Minus-Anschluß gemessenen Spannungswerte gleich sein. Bei einer Unsymmetrie der Spannungswerte kann auf einen Ausfall oder Kurzschluß einer entsprechenden Anzahl von Einzelbatterien geschlossen werden.

Um erst bei Ausfall einer sicherheitsbeeinflussenden Anzahl von Einzelbatterien beispielsweise eine Meldung über eine nicht mehr ausreichende Funktion des Batteriesatzes zu erhalten oder um gewisse Spannungsschwankungen beim Laden, bzw. Entladen des Batteriesatzes zu berücksichtigen, kann eine Übertragung des Differenzwertsignals durch die Überwachungsvorrichtung zur Steuer- und/oder Ladeeinrichtung beispielsweise auch erst bei einem Differenzwert der gemessenen Spannungen größer als ein vorgegebener Grenzdifferenzwert erfolgen.

Um gleichzeitig ein Laden des Batteriesatzes durch die Ladeeinrichtung neben der Überwachung durch die Überwachungsvorrichtung zu gewährleisten, können diese parallel an dem Plus- und Minus-Anschluß des Batteriesatzes angeschlossen sein. Die Überwachungsvorrichtung ist dabei weiterhin mit der Mittenanzapfung verbunden. Es sei an dieser Stelle darauf hingewiesen, daß statt einer Symmetrieüberwachung mit Mittenanzapfung beispielsweise auch eine Drittel-, Viertel- usw. Überwachung erfolgen kann, d.h. die Überwachungsvorrichtung ist mit zwei, drei, vier oder mehr Anzapfungen des Batteriesatzes verbunden. Bei einer solchen Anordnung werden jeweils die Spannungen zwischen einer Anzapfung und zu dieser benachbarten Anzapfungen bzw. Plus- und Minus-Anschlüssen ermittelt und beispielsweise mit den übrigen Spannungswerten verglichen, wobei bei einer Drittelüberwachung drei Spannungswerte von jeweils einem Drittel der Gesamtspannung, bei einer Viertelüberwachung vier Spannungswerte von jeweils einem Viertel der Gesamtspannung usw. ermittelt und verglichen werden.

Die Einzelbatterien sind zur Bildung des Batteriesatzes miteinander in der Regel in einem Batterieschrank untergebracht, wobei dieser Batterieschrank auch mehrere Batteriesätze enthalten kann. Bei einem einfachen Ausführungsbeispiel kann zumindest die Überwachungsvorrichtung ebenfalls in dem Batterieschrank angeordnet sein. Auf diese Weise ist eine dezentrale Überwachung eines jeden Batteriesatzes möglich.

Um die Batteriesätze temperaturgeführt laden zu können, kann jedem der Batteriesätze ein Temperatursensor zur Messung der Umgebungstemperatur zugeordnet sein, welcher über eine entsprechende Fühlerleitung mit der Lade- und/oder Steuereinrichtung zur Übermittlung eines entsprechenden Temperatursignals verbunden ist. Solche Temperatursensoren sind in der Regel sinnvoll, um die Batterien mit vom Batteriehersteller vorgegebenen, temperaturabhängigen Daten entsprechend zu laden. Die Fühlerleitung ist beispielsweise eine 2-polige Leitung, die mit der Steuer- und/oder Ladeeinrichtung verbunden ist. Dabei kann der Temperatursensor benachbart zum Batteriesatz innerhalb des Batterieschrankes angeordnet sein.

Zur Vereinfachung des Gesamtsystemes ist es weiterhin als vorteilhaft zu betrachten, wenn die Daten des Temperatursensors beispielsweise nur zur Ladeeinrichtung übermittelt werden, wobei diese über eine eigene Steuereinrichtung in Form beispielsweise eines Mikroprozessors verfügen kann, um die Ladung des Batteriesatzes temperaturgeführt durchführen zu können.

Das Verfahren bzw. die entsprechende Vorrichtung zur Überwachung werden weiterhin vereinfacht, wenn die Ladeeinrichtung mit ihrer Steuereinrichtung auch das Differenzwertsignal direkt empfängt. Um den Verschaltungsaufwand in diesem Zusammenhang zu minimieren, kann der Empfang des Differenzwertsignals über die Fühlerleitungen erfolgen.

Weiterhin kann die Überwachungseinrichtung direkt von dem Batteriesatz versorgt werden, indem sie mit diesem zur Spannungsversorgung verbunden ist. Dadurch entfällt die Notwendigkeit eine eigene Batterie innerhalb des Batterieschrankes oder eine eigene Spannungsversorgung von außen für die Überwachungseinrichtung anzuordnen.

Um das Differenzwertsignal in einfacher Weise zu bestimmen, kann die Vergleichsschaltung eine Auswerteeinheit aufweisen und mit dem Plus-und Minus-Anschluß und der zumindest einen weiteren Batterieanzapfung zur Bestimmung der dem Differenzwertsignal entsprechenden Spannungsdifferenz verbunden sein.

Die Übermittlung des Differenzwertsignals über die Fühlerleitung kann beispielsweise dadurch erfolgen, daß das Differenzwertsignal durch getaktetes Belasten oder Hochohmigschalten der Fühlerleitung übertragen wird. Dies kann bei einer Symmetrieüberwachung sowohl bei einem Differenzwertsignal gleich Null als auch bei einem Differenzwertsignal größer als einem vorbestimmten Wert erfolgen. Eine Differenzwertsignal gleich Null ergibt sich beispielsweise, wenn die bei einer Mittenanzapfung zwischen dieser und dem Plus- und Minus-Anschluß ermittelten Spannungswerte gleich sind. Dies entspricht einem Batteriesatz, bei dem keine Einzelbatterien ausgefallen sind.

Ein Differenzwertsignal größer als ein vorbestimmter Wert kann sich bei einer Mittenanzapfung ergeben, wenn eine oder mehrere Einzelbatterien einen Kurzschluß aufweisen. Das getaktete Belasten oder Hochohmigschalten kann in diesem Zusammenhang erfolgen, wenn das Differenzwertsignal Null ist oder auch größer als der vorbestimmte Wert ist. Die Taktung erfolgt dabei so langsam, daß weiterhin eine Temperaturüberwachung und temperaturgeführte Ladung aufgrund der relativ trägen Temperaturmessung möglich ist.

Um eine entsprechende Taktung generieren zu können, kann die Vergleichsschaltung mit einem Taktgeber zur Ausgabe von Impulsen in Abhängigkeit zum Differenzwertsignal verschaltet sein. Beispielsweise können mehr oder weniger Impulse bei einem mehr oder weniger hohen Differenzwertsignal ausgegeben werden.

Bei einem einfachen Ausführungsbeispiel kann der Taktgeber ein insbesondere in der Taktfrequenz einstellbarer Oszillator sein.

Zur Übermittlung der Impulse vom Taktgeber, kann dieser mit der Fühlerleitung verbunden sein. Ebenso kann der erzeugte Takt dem Meßsignal des Temperatursensors aufmoduliert sein.

Wenn zumindest zeitweilig auf eine Temperaturüberwachung des Batteriesatzes verzichtet wird, kann das Differenzwertsignal auch durch getaktetes Kurzschließen und Öffnen der Fühlerleitung übertragen werden. Dies kann einerseits bei einem Differenzwertsignal von Null als auch, wie bereits oben ausgeführt, bei einem Differenzwertsignal größer als ein vorgegebener Wert erfolgen.

Ein weiteres Signal kann an die Lade- und/oder Steuereinrichtung dann übermittelt werden, wenn beispielsweise eine fehlende Spannungsanzapfung, insbesondere Mittenanzapfung, detektiert wird.

Dies kann beispielsweise dadurch erfolgen, daß die Taktung der Fühlerleitung zur Informationsübermittlung mit unterschiedlichen, einstellbaren Taktfrequenzen für die Übertragung der Differenzwertsignale oder der Information über eine fehlende Spannungsanzapfung erfolgt.

Um beispielsweise erst bei Ausfall mehrerer Einzelbatterien, d.h. ab einer bestimmten Größe für das Differenzwertsignal eine Information nach außen abzugeben, kann der entsprechende Grenzdifferenzwert durch die Vergleicherschaltung einstellbar sein. Die Einstellung kann ebenfalls dazu benutzt werden, Abweichungen von einem Differenzwertsignal gleich Null zuzulassen, um gewissen Schwankungen bei der Symmetrieüberwachung zuzulassen.

Um in einfacher Weise ein getaktetes Kurzschließen und Öffnen der Fühlerleitung zu ermöglichen, kann zwischen Taktgeber und Fühlerleitung eine Schalt- und/oder Belastungseinheit zum Kurzschließen oder Öffnen bzw. zur Belastung oder zum Hochohmigschalten der Fühlerleitung verschaltet sein.

Im folgenden wird ein vorteilhaftes Ausführungsbeispiel der Erfindung anhand der in der Zeichnung beigefügten Figur näher erläutert und beschrieben.

Es zeigt:

Fig. 1
eine Prinzipdarstellung einer Schaltung zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens bzw. als erfindungsgemäße Überwachungsvorrichtung.

In Fig. 1 ist ein Batterieschrank 14 dargestellt, der über Leitungen 24 mit zumindest einer Ladeeinrichtung 7 und einer Steuereinrichtung 3 verbunden ist. In analoger Weise können auch mehr als der eine dargestellte Batterieschrank mit diesen Einrichtungen verbunden sein. Solche Batterieschränke enthalten eine Anzahl von in Reihe geschalteten Einzelbatterien 6, die zusammen einen Batteriesatz 2 bilden.

Die Batteriesätze dienen sowohl bei vorhandenem Netz als auch bei Netzausfall dazu, insbesondere Notbeleuchtungssysteme betriebsbereit zu halten. Plus- und Minus-Anschlüsse 4, 5 des Batteriesatzes sind über nicht dargestellte Leitungen mit dem Notlichtversorgungssystem und gleichzeitig mit einer Ladeeinrichtung 7 verbunden. Um die Einzelbatterien entsprechend zu vom Batteriehersteller vorgegebenen Daten temperaturgeführt laden zu können, ist in dem Batterieschrank 14 ein Temperatursensor 9 angeordnet. Dieser ist über eine 2-polige Fühlerleitung 10 mit einer separaten oder einer in der Ladeeinrichtung integrierten Steuereinrichtung 3 verbunden. Die separate Steuereinrichtung kann weiterhin zum Bereitschalten des Batteriesatzes zur Notversorgung eingesetzt werden.

Die Verbindung des Batterieschranks 14 mit Lade- und/oder Steuereinrichtung erfolgt über entsprechende Leitungen 24, die zwischen Anschlüssen 18 der Fühlerleitung 10 und Eingängen 23 bzw. zwischen Plus- und Minus-Anschlüssen 4, 5 des Batteriesatzes 2 und Ausgängen 22 verlaufen.

Ein solcher Batteriesatz 2 besteht in der Regel aus 108 Einzelbatterien mit einer Einzelspannung von 2 V. Dadurch erhält man insgesamt eine Batterie mit einer Gesamtspannung von 216 V. Der Batteriesatz 2 ist bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel mit einer als Mittenanzapfung 11 ausgebildeten Anzapfung 8 ausgebildet. Über diese kann eine Mittenspannung nach 54 Einzelbatterien abgefragt werden, wobei eine entsprechende Spannungsmessung sowohl bezüglich des Plus-Anschlusses 4 als auch des Minus-Anschlusses 5 erfolgt.

An dieser Stelle sei angemerkt, daß beispielsweise auch zwei, drei, vier usw. Anzapfungen vorgesehen sein können, die Spannungen von einem Drittel, Viertel, Fünftel usw. der den Batteriesatz bildenden Einzelbatterien messen. Die folgenden Ausführungen gelten analog für solche Batteriesätze mit mehreren Anzapfungen.

Die Mittenanzapfung 8 sowie die Plus- und Minus-Anschlüsse 4, 5 sind mit entsprechenden Eingängen 21, 19 und 20 einer Überwachungsvorrichtung 1 verbunden, die ebenfalls in dem Batterieschrank 14 angeordnet ist. Die Eingänge 19, 20, 21 sind mit einer Vergleicherschaltung 12 mit Auswerteeinheit 13 verbunden. Diese sind Teil der Überwachungsvorrichtung 1. Die Überwachungsvorrichtung 1 ist mit dem Plus- und Minus-Anschluß 4, 5 parallel zur Ladeeinrichtung 7 verschaltet.

In der Vergleicherschaltung 12 werden die Spannungen zwischen Mittenanzapfung 11 und Plus-Anschluß 4 bzw. Minus-Anschluß 5 ermittelt und aus diesen Werten eine Spannungsdifferenz ermittelt. Ist keine der Einzelbatterien 6 bzw. Zellen 6 ausgefallen, sind die beiden ermittelten Spannungswerte gleich und ein aus diesen berechneter Differenzwert ist gleich Null. Mittels dieses Differenzwertes wird der Batteriesatz 2 überwacht, wozu dieser Differenzwert an die Lade- und/oder Steuereinrichtung 7, 3 übermittelt wird. Außerdem kann durch die Auswerteeinheit 13 der Vergleicherschaltung 12 beispielsweise erst dann ein Differenzwertsignal ausgegeben werden, wenn der Spannungsdifferenzwert größer als ein vorbestimmter Wert ist. Dieser vorbestimmte Grenzwert entspricht beispielsweise dem Ausfall einer oder mehrerer Einzelbatterien.

Die Vergleicherschaltung 12 bzw. Auswerteeinheit 13 ist mit einem Oszillator 15 als Taktgeber verbunden. Dieser kann Impulse 16 einstellbarer Frequenz ausgeben. Der Oszillator 15 ist mit einer Schalt- und/oder Belastungseinheit 17 verbunden. Oszillator 15 und Einheit 17 sind Teile der Überwachungsvorrichtung 1, wobei die Schalt- und/oder Belastungseinheit 17 zwischen Temperatursensor 9 und Anschlüssen 18 in der Fühlerleitung 19 verschaltet ist. Die Überwachungsvorrichtung 1 ist über nicht dargestellte Leitungen mit dem Batteriesatz 2 zur eigenen Spannungsversorgung verbunden.

Im folgenden wird kurz die Funktionsweise der dargestellten erfindungsgemäßen Überwachungsvorrichtung anhand der Figur erläutert.

Durch die zwischen Temperatursensor 9 und externer Lade- und Steuereinrichtung 7, 3 verschaltete Überwachungsvorrichtung 1 werden bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel zwei Spannungswerte ermittelt. Diese Spannungswerte werden zwischen einer Mittenanzapfung 8 und Plus-Anschluß 4 des Batteriesatzes 4 einerseits und Minus-Anschluß 5 des Batteriesatzes 2 andererseits abgegriffen. Durch die Vergleicherschaltung 12 der Überwachungsvorrichtung 1 wird ein Differenzwert aus den beiden abgegriffenen Spannungswerten ermittelt. Dieser Differenzwert wird als Differenzwertsignal an die Lade- und/oder Steuereinrichtungen 7, 3 nach außen übermittelt. Die Übermittlung erfolgt über die Fühlerleitung 10 des Temperatursensors 9.

Die Übermittlung kann in unterschiedlicher Weise erfolgen.

Soll beispielsweise bei einem Differenzwert gleich Null, d.h. bei gleichen Spannungswerten zwischen Mittenanzapfung 8 und Plus- bzw. Minus-Anschluß 4, 5, ein entsprechendes Signal übermittelt werden, so wird bei Vorliegen eines solchen Differenzwertsignals durch den Oszillator 15 die Schalt- und/oder Belastungseinheit 17 mittels der Impulse 16 so gesteuert, daß im gleichen Takt die Fühlerleitung 10 belastet oder hochohmig geschaltet wird. Diese simulierten Temperatursprünge können beispielsweise von der in der Ladeeinrichtung 7 enthaltenen Steuereinrichtung erfaßt und ausgewertet werden. Dadurch, daß die Taktung der Fühlerleitung beispielsweise mit Frequenzen im Bereich von 0,5 bis 10 s-1 erfolgt, kann dieses Signal von dem durch den Temperatursensor ermittelten Temperatursignal in einfacher Weise getrennt werden. Das eigentliche Temperatursignal unterliegt keinen solchen kurzzeitigen Temperatursprüngen, da die Temperaturmessung innerhalb des Batterieschranks 14 relativ träge ist.

Es ist ebenso möglich, eine Taktung der Fühlerleitung dann durchzuführen, wenn die ermittelte Spannungsdifferenz größer als ein vorbestimmter Wert ist. Dies entspricht einem Fehler im Batteriesatz, wie beispielsweise dem Ausfall einer oder mehrerer Einzelbatterien.

Ebenso kann eine Taktung, insbesondere mit anderer Frequenz als hinsichtlich der Überwachung des Batteriesatzes 2 erfolgen, um beispielsweise eine nicht angeschlossene Mittenanzapfung mitzuteilen.

Bevorzugt wird erfindungsgemäß die Fühlerleitung bei einer Unsymmetrie des Batteriesatzes, d.h. bei einer Spannungsdifferenz, und beispielsweise bei nicht angeschlossener Mittenanzapfung getaktet.

Die entsprechende Übermittlung der Information kann auch dadurch erfolgen, daß durch die Schalt- und/oder Belastungseinheit 17 ein getaktetes Kurzschließen und Öffnen der Fühlerleitung erfolgt. Dies kann bei einer Unsymmetrie oder auch umgekehrt bei einer Symmetrie des Batteriesatzes erfolgen. Bei dem getakteten Kurzschließen und Öffnen der Fühlerleitung ist allerdings zu beachten, daß in diesem Fall nicht stetig eine Temperaturüberwachung innerhalb des Batterieschrankes 14 und ebenfalls eine Temperaturführung der Ladeeinrichtung 7 möglich ist.


Anspruch[de]
  1. Verfahren zur Überwachung wenigstens eines zur Notversorgung von elektrischen und/oder elektronischen Verbrauchern, insbesondere von Zentralbatterie-Notlichtsystemen, zuschaltbaren Batteriesatzes (2), wobei eine Steuereinrichtung (3) wenigstens eine Gesamtspannung zwischen Plus- und Minus-Anschluß (4, 5) einer Anzahl von in Reihe geschalteten Batterien (6) des Batteriesatzes (2) mißt und die Batterie mittels einer Ladeeinrichtung (7) gegebenenfalls wieder auflädt, dadurch gekennzeichnet, daß neben der Gesamtspannung über zumindest eine Anzapfung (8, 11) des Batteriesatzes (2) eine weitere Spannung bezüglich Plus- und Minus-Anschluß (4, 5) gemessen, ein Differenzwert dieser Meßwerte ermittelt und ein Differenzwertsignal an die Steuer- und/oder Ladeeinrichtung (3, 7) über eine Verbindung übertragen wird.
  2. Verfahren zur Überwachung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Anzapfung (8, 11) des Batteriesatzes (2) mittig erfolgt.
  3. Verfahren zur Überwachung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Messung der Spannungen und/oder die Ermittlung des Differenzwertes und/oder die Übertragung des Differenzwertsignals kontinuierlich erfolgt.
  4. Verfahren zur Überwachung nach wenigstens einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Übertragung des Differenzwertsignals bei einem Differenzwert der gemessenen Spannung größer als einem vorgegebenen Grenzdifferenzwert erfolgt.
  5. Verfahren zur Überwachung nach wenigstens einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß ein Temperatursensor (9) die Temperatur in der Umgebung des Batteriesatzes (2) mißt und ein Temperatursignal an die Steuer- und/oder Ladeeinrichtung (2, 7) über eine Fühlerleitung (10) insbesondere zur temperaturgeführten Ladung des Batteriesatzes übermittelt.
  6. Verfahren zur Überwachung nach wenigstens einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuer- und/oder Ladeeinrichtung (3, 7) das Differenzwertsignal über die Fühlerleitung (10) empfängt.
  7. Verfahren zur Überwachung nach wenigstens einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Differenzwertsignal durch getaktetes Belasten oder Hochohmigschalten der Fühlerleitung (10) übertragen wird.
  8. Verfahren zur Überwachung nach wenigstens einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Differenzwertsignal durch getaktetes Kurzschließen und Öffnen der Fühlerleitung (10) übertragen wird.
  9. Verfahren zur Überwachung nach wenigstens einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß eine mit der Anzapfung (8, 11) verbundene Vergleicherschaltung (12) den Differenzwert ermittelt und eine Taktung der Fühlerleitung (10) auslöst.
  10. Verfahren zur Überwachung nach wenigstens einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Vergleicherschaltung (12) eine fehlende Anzapfung (8, 11) detektiert und ein entsprechendes Signal an die Steuer- und/oder Ladeeinrichtungen (3, 7) insbesondere über die Fühlerleitung (10) übermittelt.
  11. Verfahren zur Überwachung nach wenigstens einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Taktung der Fühlerleitung (10) zur Informationsübermittlung mit an einem Taktgeber (15) einstellbarer Taktfrequenz erfolgt.
  12. Verfahren zur Überwachung nach wenigstens einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Grenzdifferenzwert an der Vergleicherschaltung eingestellt wird.
  13. Verfahren zur Überwachung nach wenigstens einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß zur Taktung des erzeugten Takt den Temperaturen des Temperatursensors aufmoduliert ist.
  14. Überwachungsvorrichtung (1) zur Überwachung wenigstens eines zur Notversorgung von elektrischen und/oder elektronischen Verbrauchern, insbesondere von Notlichtversorgungssystemen, zuschaltbarem, einen Plus- und einen Minus-Anschluß aufweisenden Batteriesatzes (2) aus einer Anzahl von in Reihe geschalteten Batterien (6), wobei die Überwachungsvorrichtung (1) zumindest mit dem Plus- und Minus-Anschluß (4, 5) zur Ermittlung einer Gesamtspannung verschaltet ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Überwachungsvorrichtung mit wenigstens einer weiteren Spannungsanzapfung (8, 11) des Batteriesatzes (2) verschaltet ist und eine Vergleicherschaltung (12) zur Ermittlung von Spannungswerten zwischen Spannungsanzapfung (8, 11) und Plus- und Minus-Anschlüssen (4, 5) sowie zur Auswertung einer Spannungsdifferenz zwischen diesen Spannungswerten aufweist.
  15. Überwachungsvorrichtung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß die Spannungsanzapfung (8, 11) wenigstens eine Mittenanzapfung (11) ist.
  16. Überwachungsvorrichtung nach Anspruch 14 oder 15, dadurch gekennzeichnet, daß eine Ladeeinrichtung (7) und die Überwachungsvorrichtung (1) parallel mit den Plus- und Minus-Anschlüssen (4, 5) verschaltet sind.
  17. Überwachungsvorrichtung nach wenigstens einem der Ansprüche 14 bis 16, dadurch gekennzeichnet, daß der Batteriesatz (2) zusammen mit zumindest der Überwachungsvorrichtung (1) in einem Batterieschrank (14) angeordnet ist.
  18. Überwachungsvorrichtung nach wenigstens einem der vorangehenden Ansprüche 14 bis 17, dadurch gekennzeichnet, daß ein Temperatursensor (9) dem Batteriesatz (2) zur Messung der Umgebungstemperatur zugeordnet und der Temperatursensor (9) mit der Ladeeinrichtung (7) und/oder einer die Ladeeinrichtung steuernden Steuereinrichtung (3) über eine Fühlerleitung (10) verbunden ist.
  19. Überwachungsvorrichtung nach wenigstens einem der Ansprüche 14 bis 18, dadurch gekennzeichnet, daß die die Ladung des Batteriesatzes (2) über die Ladeeinrichtung (7) steuernde Steuereinrichtung (3) Teil der Ladeeinrichtung (7) ist.
  20. Überwachungsvorrichtung nach wenigstens einem der Ansprüche 14 bis 19, dadurch gekennzeichnet, daß die Überwachungsvorrichtung (1) mit dem Batteriesatz (2) zur Spannungsversorgung verbunden ist.
  21. Überwachungsvorrichtung nach wenigstens einem der Ansprüche 14 bis 20, dadurch gekennzeichnet, daß die Vergleicherschaltung (12) eine Auswerteeinheit (13) aufweist und mit dem Plus-und Minus-Anschluß (4, 5) und der zumindest einen weiteren Anzapfung (8, 11) des Batteriesatzes (2) zur Bestimmung der Spannungsdifferenz verbunden ist.
  22. Überwachungsvorrichtung nach wenigstens einem der Ansprüche 14 bis 21, dadurch gekennzeichnet, daß die Auswerteeinheit (13) mit einem Taktgeber (15) zur Ausgabe von Impulsen zumindest in Abhängigkeit von einem Spannungsdifferenzwert verschaltet ist.
  23. Überwachungsvorrichtung nach wenigstens einem der Ansprüche 14 bis 22, dadurch gekennzeichnet, daß der Taktgeber (15) ein insbesondere in der Taktfrequenz einstellbarer Oszillator ist.
  24. Überwachungsvorrichtung nach wenigstens einem der Ansprüche 14 bis 23, dadurch gekennzeichnet, daß der Taktgeber (15) zur Übertragung von Spannungsimpulsen (16) mit der Steuer- und/oder Ladeeinrichtung (3, 7) über die Fühlerleitung (10) verbunden ist.
  25. Überwachungsvorrichtung nach wenigstens einem der vorangehenden Ansprüche 14 bis 24, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen Taktgeber (15) und Fühlerleitung (10) eine Schalt- und/oder Belastungseinheit (17) als Teil der Überwachungsvorrichtung (1) zum Kurzschließen oder Öffnen bzw. zur Belastung oder zum Hochohmigschalten der Fühlerleitung (10) verschaltet ist.
  26. Überwachungsvorrichtung nach wenigstens einem der vorangehenden Ansprüche 14 bis 25, dadurch gekennzeichnet, daß die Überwachungsvorrichtung (1) als Nachrüstsatz zwischen Temperatursensor (9) und Fühlerleitung (10) innerhalb des Batterieschrankes (14) sowie mit Verbindungsleitungen zum Plus- und Minus-Anschluß (4, 5) einsetzbar ist.






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