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Dokumentenidentifikation DE102004002663A1 11.08.2005
Titel Vorrichtung zur Sicherung persönlicher Wertgegenstände an Badestränden oder anderen Badegewässern
Anmelder Fa. Hera Baleares S.L (in constitution), Eivissa, Baleares Nif., ES
Erfinder Heim, Horst, 71394 Kernen, DE;
Pöschl, Günter, 86672 Thierhaupten, DE
Vertreter Dietrich Rechtsanwälte GbR, 53604 Bad Honnef
DE-Anmeldedatum 19.01.2004
DE-Aktenzeichen 102004002663
Offenlegungstag 11.08.2005
Veröffentlichungstag im Patentblatt 11.08.2005
IPC-Hauptklasse E05G 1/08
Zusammenfassung Beschrieben ist eine Vorrichtung zur Sicherung persönlicher Wertgegenstände an Badestränden oder anderen Badegewässern. Dabei werden die Wertgegenstände in einem Fächerblock, der vorzugsweise ausgebildet ist, in mit Schubladen versehenen Fächern untergebracht. Die Fächer sind aus immer baugleichen, modularen Bauteilen, vorzugsweise in einem quadratischen Querschnitt aufgebaut und diebstahlsicher mit einem Fundamentklotz verankert. Jeweils an den Ecken der vier Seiten ist ein Münzeinwurf aufgebracht. Diese Vorrichtung besitzt beispielsweise ein aus Solarpaneelen gebildetes Dach, welches zur Sonne aufgerichtet ist. Ein dem erstmals geöffneten Fach zugeordneter Code ermöglicht der Person eine Öffnen der Schublade ohne Münzeinwurf. Nach Beendigung der Nutzung und fachgerechter Schließung des Faches wird bei Quittierung des Codes ein Teilbetrag der ursprünglich gezahlten Mietgebühr zurückerstattet. Nach Quittierung des Codes schließt sich das Fach automatisch. Anstatt eines Codes kann alternativ, bei entsprechender Ausstattung der Münzenleserstation, auch ein Daumenabdruck zum Öffnen angewandt werden.

Beschreibung[de]

Beschrieben wird eine Vorrichtung zur Sicherung persönlicher Wertgegenstände an Badestränden oder anderen Badegewässern. Solche Plätze liegen oft fern von Gebäuden oder anderen Baulichkeiten, in denen man Wertgegenstände wie Kreditkarten, Personalausweis, Führerschein, Autoschlüssel oder Geldbörse diebstahlsicher verwahren kann. Insbesondere an Badestränden sind Badegäste in der Regel bestrebt, sich in der Nähe des Wassers aufzuhalten. Die Mobilität am Strand macht eine Bewachung der Wertgegenstände nahezu unmöglich. Verschärft tritt dieses Problem auf, wenn die Badegäste zum Schwimmen in das Wasser gehen.

Die Defizite bei einer Bewachung solcher Wertgegenstände führen zu einer zunehmenden Zahl von Diebstahldelikten in diesem Umfeld, die insbesondere an Badeplätzen mit hohen Menschenkonzentrationen zu enormen Schäden führen und die touristische Anziehungskraft von Badeplätzen im In- und Ausland nachhaltig schädigen. Neben individuellen Schädigungen entstehen somit auch volkswirtschaftliche Schäden.

Aus dem Stande der Technik ist folgende kanadische Druckschrift bekannt: CA 2343873 A1 2002/05/28. Diese betrifft eine zur Befestigung am Körper vorgesehene Tragevorrichtung. Aus dem US Patent Nummer US 6,37,353 B2 ist ein modularer Safeaufbau bekannt. Das darin beschriebene Ausführungsbeispiel ist aufgrund der Vielzahl von Bauteilen und der Komplexität der konstruktiven Ausbildung für einen Einsatz im Freien ungeeignet.

Es gibt aus dem Stande der Technik ebenso wasserdichte Behälter aus Kunststoff, die über Riemen am Körper befestigt werden können. Diese Behälter sind allerdings unhandlich und stören den Schwimmer bei seinen Bewegungsabläufen. Zudem ist bei diesen Behältnissen stets dem einhergehenden Auf- oder Abtrieb Rechnung zu tragen. Beides limitiert die Anwendung dieser Behältnisse. Ein weiterer Nachteil dieser Verwahrlösung besteht darin, dass diese Behälter, sobald sie – etwa am Strand – nicht am Körper getragen und beispielsweise am Liegeplatz abgelegt werden, nicht sicher vor Spontandiebstählen sind.

Aufgabe der Erfindung ist es, eine Vorrichtung zur Sicherung persönlicher Wertgegenstände an Badestränden oder anderen Badegewässern zu schaffen. Die Aufgabe ist erfindungsgemäß durch den Anspruch 1 gelöst.

Bei der Vorrichtung nach der Erfindung besteht aus Fachmodulen, welche aus baugleichen Teilen, welche über stabile, aus Edelstahl bestehende Verbindungsbolzen durch scharnierartig ausgebildete Lagestellen an den Außenkanten des vorzugsweisen aus einem Strangpressprofil hergestellten Fachteiles form- und kraftschlüssig miteinander verbunden sind.

Aufgrund des nur geringen Spieles zwischen der Schubladenkontur und der fachvorderseitigen Blende wird ein eventuelles, nicht-autorisiertes Öffnen – auch mit Hilfswerkzeugen – verhindert. Deshalb weisen die Schubladen auch keine Griffe oder Vertiefungen auf, die ein nicht-autorisiertes Öffnen der Schublade durch Hebelkräfte ermöglichen können.

Diese Vorrichtung nach der Erfindung erlaubt durch die erfindungsgemäße Ausbildung ein Baukastensystem mit modularem Aufbau, nach welchem durch Aneinander- oder Übereinanderreihen der Fachmodule unterschiedlichste Formen gestaltet werden können. Die Größe eines Fachblocks ergibt sich durch die vorder- und rückseitigen Blendenabmessungen.

Ein dem erstmals geöffneten Fach zugeordneter Code ermöglicht der Person ein Öffnen der Schublade ohne Münzeinwurf. Nach Beendigung der Nutzung und fachgerechter Schließung des Faches kann bei Quittierung des Codes ein Teilbetrag der ursprünglich gezahlten Mietgebühr zurückerstattet werden. Nach Quittierung des Codes schließt sich das Fach automatisch. Anstatt eines Codes kann alternativ, bei entsprechender Ausstattung der Münzenleserstation zum Beispiel auch ein Daumenabdruck zum Öffnen angewandt werden.

Eine Ausbildung nach der Erfindung kann zum Beispiel so gestaltet sein, dass man die Fachmodule auf ein zur stationären Montage vorgefertigtes Fundament aufsetzt und die Vorrichtung diebstahlssicher auf dem Fundament befestigt.

Des weiteren ist es möglich, eine Anzahl von Fachmodulen auf einen Anhänger zu befestigen. Die daraus resultierende Mobilität kommt insbesondere in unzugänglichen Lokalitäten zum Tragen. Dabei ist zu beachten, dass der Anhänger als solcher ausreichend gesichert ist.

Die Ausbildung nach der Erfindung gestattet den Einsatz von Werkstoffen mit einem geringen spezifischen Gewicht – wie zum Beispiel Aluminium oder schlagfester Kunststoff – so dass Transporte in schwer zugänglichen, infrastrukturschwachen Gebieten ohne größeren Transportaufwand möglich sind.

Die zur Steuerung und dem Betrieb der Vorrichtung nach der Erfindung benötigte elektrische Energie wird aus einer Batterie bereitgestellt. Prozessrechner und Münzleser haben einen geringen elektrischen Energiebedarf, so dass man die Batterie, ohne große Flächen nutzen zu müssen, durch Solarpaneele mit elektrischer Energie versorgt. Vorzugsweise werden bei der Vorrichtung nach der Erfindung die Solarpaneele in Dachform klappbar angebaut und auf dem Fachblock diebstahlsicher montiert. Die Solarpanels sind zur Sonne auszurichten. Es ist auch denkbar, die Aufladung der Batterien über eine kleine Windkraftanlage zu betreiben, welche ebenfalls über das Fundament verankert ist. Der Vorteil dieser Ausbildung nach der Erfindung ist, dass die Batterie auch bei Nacht beladen wird.

Nachfolgend wird die erfindungsgemäße Vorrichtung als Ausführungsbeispiel anhand der beigefügten Zeichnungen näher beschrieben.

1 zeigt eine Vorrichtung nach der Erfindung als würfelförmiger Fachblock 11, welcher durch Aneinanderreihen von vier im rechten Winkel zueinander, sich paarweise gegenüberliegende Fächerfronten 13, 17, 15,19 gebildet ist, wobei jede jeweils an den Enden 10, 12, 14, 16 mit einem Münzenleser 18 ausgestattet ist. Der Fächerblock 11 ist mit dem Fundament 20, diebstahlsicher verbunden, nicht dargestellt. Am oberen Ende des Fächerblockes 11 sind Solarpaneele 21 zur elektrischen Stromversorgung angeordnet.

2 zeigt einen Ausschnitt der Vorrichtung der Erfindung aus einem Fachblock 11 bestehend aus baugleichen Fachteilen 22, welche über stabile, aus Edelstahl bestehende Verbindungsbolzen 24 durch scharnierlagerartig ausgebildete Lagestellen 25 an den Außenkanten 28 des vorzugsweise aus einem korrosionsgeschützten Strangpressprofil hergestellten Fachteiles 22 form- und kraftschlüssig miteinander verbunden sind. Die fachvorderseitige Blende 23 weist im Bereich der Schublade 35 einen genau dem Querschnitt der Schublade 35 angepassten Durchbruch 36 nach 3 auf. Der durch Laserbearbeitung verbliebene Rest wird als Deckel 37 sowohl für die Schubladenvorderseite 38 als auch für die Schubladenrückseite 39 verwendet. Nach dem Zusammenfügen der Fachteile 22 sind die Verbindungsbolzen 24 mit Schwerspannstiften 31, nicht dargestellt, über die Bohrungen 29, 29a verstiftet.

3 zeigt einen Teilausschnitt einer Fachfront 23, welche aus einer massiven metallischen, mit Löchern 31 versehenen Platte gefertigt ist, die so angeordnet sind, dass daraus Lochreihen 32 in gegenseitigem Abstand gebildet sind, welche zur Aufnahme der Verbindungsbolzen 24 nach 2 dienen. Die fachvorderseitige Blende 23 und die Rückseitenblende 33 nach 1 ist baugleich und als eine die gemeinsame Fachfront umfassende Blende ausgebildet.

4 zeigt ein Fachmodul 22 in Vorderansicht mit eingebauter Schublade 35 ohne Deckel 37 nach 2. Die Schublade verfügt an den vier in Längsrichtung angeordneten Außenkanten 28 über konkav ausgebildete Lagerstellen 40, in die rohrförmige Gleitschienen 41 einfügt sind. Im Zentrum der Rohrförmigen Gleitschienen ist ein Stehbolzen 34 aus Edelstahl angeordnet, welcher an jeder der vier Kanten als Verbindungselement zwischen Vorder- und Rückseite nach 2 ausgebildet ist.


Anspruch[de]
  1. Vorrichtung zur Sicherung persönlicher Wertgegenstände an Badestränden oder anderen Badegewässern dadurch gekennzeichnet, dass man die Wertgegenstände wie Kreditkarten, Personalausweis, Führerschein, Autoschlüssel und oder Geldbörse in einer stationären oder mobilen verschließbaren Vorrichtung diebstahlsicher verwahren kann.
  2. Vorrichtung zur Sicherung persönlicher Wertgegenstände nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, dass sie aus baugleichen Fachmodulen ausgebildet ist, welche durch aneinander oder übereinander reihen der Fachmodule individuell gestaltet werden kann.
  3. Vorrichtung zur Sicherung persönlicher Wertgegenstände nach Anspruch 2 dadurch gekennzeichnet, dass die Fachmodule an mindestens einer in Längsrichtung angeordneten durchbohrten Außenkante mit Bolzen verbindbar sind.
  4. Vorrichtung zur Sicherung persönlicher Wertgegenstände nach Anspruch 3 dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindungsbolzen mit der fachvorderseitigen und hinteren Blende nach der Montage verbunden sind.
  5. Vorrichtung zur Sicherung persönlicher Wertgegenstände nach Anspruch 1 bis 3 dadurch gekennzeichnet, dass in jedem Fachmodul eine Schublade angeordnet ist, welche aus einem Formteil besteht, das in seinen vier in Längsrichtung angeordneten Außenkanten konkav ausgebildete Lagerstellen aufweist.
  6. Vorrichtung zur Sicherung persönlicher Wertgegenstände nach Anspruch 5 dadurch gekennzeichnet, dass in den konkav ausgebildeten Lagerstellen rohrförmige Gleitschienen eingefügt sind, die gleichzeitig zur Aufnahme von Stehbolzen zur Befestigung der vorderen und hinteren Deckel ausgebildet sind.
  7. Vorrichtung zur Sicherung persönlicher Wertgegenstände nach Anspruch 1 bis 6 dadurch gekennzeichnet, dass die aus Fachmodulen gebildeten Fachfronten durch Aneinanderreihen von vier im Rechten Winkel zueinander sich paarweise gegenüberliegenden Fachfronten gebildet ist und jede jeweils an einem Ende mit einem Münzenleser ausgestattet ist.
  8. Vorrichtung zur Sicherung persönlicher Wertgegenstände nach Anspruch 7 dadurch gekennzeichnet, dass die für die Vorrichtung benötigte elektrische Energie durch Solarpaneele erzeugt wird und dass die elektrische Energie in einer Batterie zwischen gespeichert ist.
Es folgen 4 Blatt Zeichnungen






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