Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Erhöhung der Lebensdauer
der Feuertestauskleidung eines LD-Konverters gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruches.
Die Feuerfestauskteidung eines LD-Konverters wird durch den Blasbetrieb
stark beansprucht, dies gilt insbesondere für den Bodenbereich.
Um die Lebensdauer der Feuerfestauskleidung eines LD-Konverters zu
efhöhen und damit den Zeitraum bis zu einer Neuzustellung zu verlängern, ist es
übliche Praxis nach dem Konverterabstich einen Großteil, ca. 80%, der LD-Schlacke
in Schlackenkübel zu entleeren. Die Restmenge von 20% verbleibt im Konverter und
wird mit einem kalkhaltigen Mittel, vorzugsweise Stückkalk angereichert und abgekühlt.
Anschließend wird das Konvertergefäß mehrfach geschwenkt, um ein Ankleben
der Schlacke an der Ausmauerung im Bodenbereich zu erreichen. Der dann noch verbleibende
Rest wird in Schlackenkübel entleert.
Aufgabe der Erfindung ist es, dieses bekannte Verfahren zur Erhöhung
der Lebensdauer der Feuertestauskleidung eines LD-Konverters ohne zusätzliche Kosten
nachhaltig zu verbessern.
Diese Aufgabe wird ausgehend vom Oberbegriff in Verbindung mit dem
kennzeichnenden Teil des Patentanspruches gelöst.
Nach der Lehre der Erfindung wird der verbleibenden LD-Schlacke statt
Stückkalk Kalksteinsplitt (CaCO3) zugegeben.
Dabei macht man sich folgenden Effekt zunutze. Kalkstein (CaCO3)
zersetzt sich oberhalb von 900°C in die Komponenten Kalk (CaO) und gasförmiges
CO2. Diese Reaktion ist stark endotherm (wärmeverbrauchend), so dass
sie zur Kühlung verwendet werden kann.
Dies hat den Vorteil, dass die vorgeschlagene Entsäuerungsreaktion
zu einer noch stärkeren Abkühlung der nach dem Abstich stark überhitzten Konverterschlacke
führt. Zusätzlich werden der Basengrad der Schlacke und damit verbunden die Klebefähigkeit
der LD-Schlacke deutlich messbar efhöht.