Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Erzeugung von gedrosselter
Blas- oder Saugluft, bei der ein pneumatischer Druckerzeuger am Anfang einer Drosselstrecke
angeschlossen ist, wobei Blas- oder Saugluft in die Drosselstrecke einströmt und
durch Verwirbelungen in der Drosselstrecke gedrosselte Blas- oder Saugluft am Ende
der Drosselstrecke ein- oder ausströmt.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine einfache Alternative
zu schaffen.
Die Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale des Anspruchs
1 gelöst.
Es ist ein besonderer Vorteil der Erfindung, dass die neue Drosselstrecke
einen einfachen Aufbau besitzt und kostengünstig herstellbar ist. Darüber hinaus
weist sie eine außerordentlich gute Dichtheit gegenüber der Umgebung auf. Es hat
sich als vollkommen ausreichend herausgestellt, wenn nur eine Seite der Drosselstrecke
Vorsprünge und zwischen diesen gebildete Wirbelkammern aufweist, wogegen die den
Vorsprüngen gegenüberliegende Drosselwand unbearbeitet bleiben kann.
Bei einem zweiten Ausführungsbeispiel ist es in vorteilhafter Weise
vorgesehen, den Abstand (Spalt) zwischen den Vorsprüngen und der gegenüberliegenden
Drosselwand dadurch herzustellen, dass eine Platte mit Durchbrüchen derart zwischen
zwei die Drosselstrecke bildenden Lagen angeordnet wird, dass der Durchbruch im
Bereich der jeweiligen Drosselstrecke angeordnet ist.
Besonders günstig ist die Herstellung des mit Vorsprüngen versehenen
Drosselelementes durch Spritzgussverfahren oder Prägeverfahren, insbesondere unter
Verwendung von Kunststoffmaterialien.
Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den Zeichnungen dargestellt
und werden im Folgenden beschrieben.
Es zeigt:
1 eine Bogenrotationsdruckmaschine in
schematischer Darstellung im Schnitt,
2 ein Bogenleitelement im Bereich des
Auslegers im Schnitt in schematischer Darstellung,
3 eine Draufsicht auf das Bogenleitelement
in perspektivischer Ansicht,
4 einen Schnitt durch das Bogenleitelement
mit einer Drosselstrecke im Lagenaufbau,
5 einen Schnitt durch ein alternatives
Bogenleitelement, welches im Spritzguss- oder Prägeverfahren hergestellt wurde,
6 einen Schnitt durch eine Drosselstrecke
gemäß 5,
7 einen Schnitt durch eine alternative
Drosselstrecke, und
8 einen Schnitt durch eine zweite alternative
Drosselstrecke.
Eine Bogen 7 verarbeitende Maschine 1, z. B. eine
Druckmaschine, weist einen Anleger 2, mindestens ein Druckwerk
3 bzw. 4 und einen Ausleger 6 auf. Die Bogen
7 werden von einem Bogenstapel 8 entnommen und vereinzelt oder
schuppenförmig über einen Zuführtisch 9 den Druckwerken 3 und
4 zugeführt. Diese enthalten in bekannter Weise jeweils einen Plattenzylinder
11; 12. Die Plattenzylinder 11 und 12 weisen
jeweils eine Vorrichtung 13, 14 zum Befestigen flexibler Druckplatten
auf. Darüber hinaus ist jedem Plattenzylinder 11; 12 eine Vorrichtung
16; 17 für den halb- oder vollautomatischen Druckplattenwechsel
zugeordnet.
Der Bogenstapel 8 liegt auf einer gesteuert anhebbaren Stapelplatte
10 auf. Die Entnahme der Bogen 7 erfolgt von der Oberseite des
Bogenstapels 8 mittels eines sogenannten Saugkopfes 18, der unter
anderem eine Anzahl von Hub- und Schleppsaugern 19, 21 für die
Vereinzelung der Bogen 7 aufweist. Darüber hinaus sind die Blaseinrichtungen
22 zur Auflockerung der oberen Bogenlagen und Tastelemente 23
zur Stapelnachführung vorgesehen. Zur Ausrichtung des Bogenstapels 8, insbesondere
der oberen Bogen 7 des Bogenstapels 8 sind eine Anzahl von seitlichen
und hinteren Anschlägen 24 vorgesehen.
Zwischen dem letzten Druckwerk 4 und dem Auslegestapel
26 ist eine Bogenführung 27 in Form eines pneumatischen Bogenleitelementes
unterhalb einer Kettenführung 28 angeordnet. Das Bogenleitelement
27 weist an seiner Unterseite 30 mindestens einen
Anschluss für einen Druckerzeuger, insbesondere Blaslufterzeuger 29, auf.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung ist jedoch nicht auf Blasluft beschränkt, sondern
ist in gleichem Maße und unverändert mit Saugluft anwendbar. An seiner Oberseite
31, und zwar an der dem zu transportierenden Bogen zugewandten Seite, weist
das Bogenleitelement eine Anzahl von Auslassöffnungen 32 bzw. Düsen auf,
die unter dem Bogen ein Tragluftpolster aus gedrosselter Blasluft erzeugen und verhindern,
dass dieser mit dem Bogenleitelement 27 in Berührung gerät. Zur Erzeugung
der gedrosselten Blasluft ist je Düse 32 eine Drosselstrecke
33 vorgesehen, welche zwischen Einlass- und Auslassöffnung 36,
32 einen Strömungskanal 34 aufweist, der mit einer Anzahl von
Verwirbelungselementen versehen ist. Diese sind an einer Wand 38 des Strömungskanals
34 als Vorsprünge 39 voneinander in bzw. gegen Strömungsrichtung
beabstandet angeordnet. Hierbei wird zwischen den Spitzen 41 der Vorsprünge
39 und der gegenüber liegenden Wand 42 des Strömungskanals
34 ein Spalt S gebildet, der einen Durchfluss der Blas- oder Saugluft gewährleistet.
Jeweils zwischen zwei benachbarten Vorsprüngen 39, 39 werden Wirbelkammern
44 gebildet, die eine Verwirbelung hervorrufen und damit den freien Durchfluss
der Blas- oder Saugluft drosseln.
Einen Aufbau einer Drosselstrecke 33 zeigt beispielsweise
4. Bei diesem Ausführungsbeispiel besteht die Drosselstrecke
33 aus mehreren mit Durchbrüchen versehenen Lagen:
- 1. Einem Trag- bzw. Leitelement 51 mit mindestens einer Ausströmöffnung
32,
- 2. einer Abstandsplatte 52,
- 3. einer Drosselplatte 53 und
- 4. einer Einströmplatte 54. Diese weist mindestens eine Einströmöffnung
36 auf, mittels welcher sie direkt am Blas-Saugluft-Erzeuger
29 oder einer Vorkammer 56 verbunden ist.
Die Vorkammer 56 wird von dem Blas-Saugluft-Erzeuger
29 versorgt und verbindet sämtliche Einströmöffnungen 36 miteinander.
Die Durchbrüche sind unterschiedlich groß und derart angeordnet, dass der Durchbruch
im Tragleitelement 51 die Düse 32 bildet. Der Durchbruch in der
Abstandsplatte 52 bildet den Strömungskanal 34, die Durchbrüche
in der Drosselplatte 53 die Vorsprünge 39 und Wirbelkammern
44 und der Durchbruch in der Einströmplatte 54 die Einströmöffnung
36.
Eine weitere, besonders kostengünstige Ausführungsform zeigt
5. Die Drosselstrecke 33 besteht hier im Wesentlichen
aus zwei Teilen, nämlich dem Tragleitelement 51 mit Ausströmöffnung
32 und einem Unterteil 57 mit Einströmöffnung 36, welche
zusammen mit dem Tragleitelement 51 die Drosselstrecke 33 bildet.
Das Unterteil 57 ist aus einem einzigen Bauteil gefertigt, welches bevorzugt
durch Spritzgussverfahren hergestellt wird, wobei das Material ein Kunststoff sein
kann.
Als zweites Herstellungsverfahren wird das Prägeverfahren eingesetzt,
wobei das zu verwendende Material ebenfalls ein Kunststoff sein kann.
Das Unterteil 57 weist hierbei jeweils die voneinander beabstandeten
Vorsprünge 39 auf, von denen jeweils zwei benachbarte Vorsprünge
39 eine Wirbelkammer 44 bilden. Der Durchflusskanal
34 wird durch einen die Drosselstrecke 33 begrenzenden Absatz
58 gebildet, der an der Unterseite des Tragleitelementes 51 angedrückt
wird. Die Einströmöffnung 36 ist entweder direkt mit der Blas-Saugluft-Quelle
oder gemeinsam mit den übrigen Einströmöffnungen 36 mittels einer Vorkammer
56 mit der Blas-Saugluft-Quelle 29 verbunden.
Die 5 bis 7
zeigen vergrößerte Ansichten von Drosselstrecken, die im Spritzguss- oder Prägeverfahren
hergestellt wurden. Hierbei zeigt 5 die bereits beschriebene
parallele Drosselstrecke 34 mit einem konstanten Durchgangsspalt s zwischen
den Spitzen 41 der Vorsprünge 39 und der Unterseite des Tragleitelementes
51.
6 zeigt eine Drosselstrecke
33 mit einem sich aufweitenden Durchgangsspalt s.
7 zeigt eine Drosselstrecke
33, die an ein gekrümmtes Tragleitelement 51 angepasst ist, z.
B. zum Einsatz an Zylindern oder Walzen von Druckmaschinen.