Die Erfindung betrifft ein selbstleuchtendes Bodenbelagelement, das
durch Berühren an- und ausgeschalten werden kann.
Leuchtende Teppiche sind bereits bekannt. Es gibt zwei unterschiedliche
Ausführungen. Bei dem Einen (DE 200 22 086
U1) befinden sich im Flor des Teppichs Lichtleitfasern, deren Enden Leuchtpunkte
erzeugen. Das hat zur Folge, dass nur einzelne Punkte leuchten und somit nur schwach
der Raum erhellt wird.
Eine Orientierung im Raum ohne zusätzlicher Beleuchtung ist praktisch
unmöglich.
Bei Ausführung 2 (DE G 92 12 654 U1) befinden sich in einem gewöhnlichen
gewebten Teppich zahlreiche Kunststoff- oder Glasfasern so eingearbeitet, dass deren
gebündelten Enden von einer Halogenlampe über eine drehende Farbscheibe angestrahlt
werden. Dadurch leuchten die Faserspitzen im Teppich auf und ein Schriftzug oder
Logo wird in ständig sich ändernden Farben auf dem Teppich wiedergegeben.
Auch diese Ausführung leuchtet nur punktuell und hat daher eine schwache
Lichtintensität.
Der Schutzanspruch 1 angegebenen Erfindung liegt das Problem zugrunde,
ein selbstleuchtendes Bodenbelagelement zu schaffen, welches grossflächig leuchtet,
den Raum erhellt und eine Orientierungshilfe darstellt. So würde das selbstleuchtende
Bodenbelagelement z.B. nachts den Weg zur Toilette erleichtern, da das lästige Schalter
suchen entfallen würde, gleichzeitig das selbstleuchtende Bodenbelagelement aber
nur so viel Licht abgibt, damit man nicht geblendet wird. Das selbstleuchtende Bodenbelagelement
kann auch als atmosphärische Lichtquelle verwendet werden, die im Raum oder im Freien
zusätzlich zur bestehenden Beleuchtung Lichtakzente setzt.
Dieses Problem wird mit den im Schutzanspruch 1 aufgeführten Merkmalen
gelöst.
Mit der Erfindung wird erreicht, dass nur bei Bedarf das selbstleuchtende
Bodenbelagelement durch Berühren eingeschaltet werden kann. Im eingeschalteten Zustand
ermöglicht es eine leichtere Orientierung im Raum (z.B. Toiletten in Krankenhäusern)
oder im Freien.
Eine Weiterentwicklung der Erfindung besteht darin, dass das Bodenbelagelement
so angenehm gestaltet ist, dass man barfuß darauf gehen kann. (Wohnbereich).
Es ist zweckmässig, das selbstleuchtende Bodenbelagelement mit min.
zwei Zeitmodi zu versehen, sodass der Benutzer selbstbestimmen kann, ob er das selbstleuchtende
Bodenbelagelement für kurze oder lange Zeit benötigt.
Beispiel A:
Kurzes Berühren (weniger als 3 sec.) wird der Kurzzeitbetrieb
aktiviert:
Lichtquelle wird eingeschaltet, nach Ablauf des programmierten Zeitintervalls (z.B.
5 min) schaltet sich die Lichtquelle von alleine aus.
Beispiel B:
Langes Berühren (länger als 3 sec.) wird der Dauerlichtbetrieb
aktiviert:
Lichtquelle wird eingeschaltet. Sie bleibt solange an, bis sie durch erneutes Berühren
ausgeschaltet wird.
Der weitere Vorteil der Erfindung besteht darin, dass das selbstleuchtende
Bodenbelagelement dimmbar, rollbar und elastisch ist. Das selbstleuchtende Bodenbelagelement
ist in allen Farben erhältlich und im Standardtemperaturbereich betreibbar.
Ein weiterer Vorteil ist die einfache und schnelle Montage. Verbindung
zur Stromversorgung herstellen und das selbstleuchtende Bodenbelagelement ist Einsatz
bereit.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird anhand der 1.
und 2. erläutert.
Es zeigen
1. Selbstleuchtendes Bodenbelagelement
montiert
2. Detailansicht Versorgungskomponente
In der 1. ist das selbstleuchtende Bodenbelagelement
mit einer teppichähnlichen, lichtdurchlässigen Schutzschicht (1), einer
selbstleuchtenden Folie (2), einer Sensorfläche (3) und elektrische
Versorgungskomponente (4) dargestellt.
2. zeigt die elektrische Versorgungskomponente
(4), die wiederum aus einem intergriertem Inverter (5) und einer
Zeitablaufsteuerung (6) besteht.
In dem gleichen Gehäuse gemäß 2. ist auch
die Sensorelektronik (7) mit untergebracht.
Im Ausführungsbeispiel wird das selbstleuchtende Bodenbelagelement
mit Netzspannung betrieben.