| Dokumentenidentifikation |
DE102004024034A1 11.08.2005 |
| Titel |
Als Schwert ausgebildete Halterung und Führung eines oszillierend antreibbaren Sägeblattes einer vorzugsweise im Schlachtbetrieb einsetzbaren Säge |
| Anmelder |
Schmid & Wezel GmbH & Co, 75433 Maulbronn, DE |
| Erfinder |
Lay, Norbert, 71149 Bondorf, DE |
| Vertreter |
Dreiss, Fuhlendorf, Steimle & Becker, 70188 Stuttgart |
| DE-Anmeldedatum |
11.05.2004 |
| DE-Aktenzeichen |
102004024034 |
| Offenlegungstag |
11.08.2005 |
| Veröffentlichungstag im Patentblatt |
11.08.2005 |
| IPC-Hauptklasse |
A22B 5/00
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| IPC-Nebenklasse |
A22B 5/20
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| Zusammenfassung |
Beschrieben wird ein Schwert zur Halterung und Führung eines oszillierend antreibbaren Sägeblattes (2) einer vorzugsweise im Schlachtbetrieb einsetzbaren Säge. Das Schwert (1) weist an seiner Unterkante (6) über dieselbe nach unten hervorstehende gegeneinander in Längsrichtung versetzte Laschen (7, 8; 9, 10) zur Führung des Sägeblattes auf, die mit dem Schwert (1) einteilig ausgebildet sind.
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| Beschreibung[de] |
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Die Erfindung betrifft eine als Schwert ausgebildete Halterung und
Führung eines oszillierend antreibbaren Sägeblattes einer vorzugsweise im Schlachtbetrieb
einsetzbaren Säge nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
Man hat seither einander beidseitig des Schwertes gegenüberliegende
Laschen, die der Führung des Sägeblattes dienen, mit Hartlot auf das Schwert aufgelötet.
Nachteilig daran ist, dass das Hartlöten ein aufwändiger Herstellungsschritt
ist und dass Edelstahl nicht gelötet werden kann. Deshalb konnte man seither für
derartige maschinengetriebene Werkzeuge kein Edelstahl verwenden, was jedoch im
Schlachtbetrieb beim Zerteilen von Schlachttieren aus Hygienegründen erforderlich
ist.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein Schwert derart
zu verbessern, dass die präzise Herstellung einfacher und auch aus Edelstahl möglich
ist.
Gemäß der Erfindung erfolgt die Lösung dieser Aufgabe dadurch, dass
die Laschen in Längsrichtung gegeneinander versetzt angeordnet und mit dem Schwert
einteilig ausgebildet sind.
Die versetzte Anordnung der Laschen gewährleistet überraschenderweise
eine ausreichende Führung, so dass die Fertigung viel einfacher erfolgen kann. Das
Schwert, zu dem auch die Laschen als integrale Bestandteile gehören, wird durch
Ausschneiden oder Ausstanzen aus einem flächigen Teil und anschließende spanlose
Umformung hergestellt. So kann das Ausschneiden, auch aus Edelstahl, mittels eines
Laserstrahles aus einer Platine mit ausreichender Genauigkeit erfolgen. Durch ein
anschließendes spanloses Umformen (plastisches Verformen) des Zuschnitts wird das
Schwert in seine endgültige Form gebracht.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung und ihrer vorteilhaften Weiterbildungen
werden im Folgenden anhand der beigefügten Zeichnungen beschrieben. Es stellen dar:
1 ein Ausführungsbeispiel;
2 eine Ansicht des Ausführungsbeispiels
in Richtung der Pfeile II-II in 1;
3 eine Ansicht des Ausführungsbeispiels
in Richtung der Pfeile III-III in 1;
4 einen Schnitt entlang der Pfeile IV-IV
in 1;
5 einen Schnitt entlang der Pfeile V-V
in 1;
6 einen Schnitt entlang der Linie VI-VI
in 1, jedoch 5-fach vergrößert.
Auf dem ersten der beiden beigefügten Blätter der Zeichnungen befinden
sich die linke Seite der 1 und 2
und die 3 – 6,
während das zweite Blatt die rechte Seite der 1 und
2 zeigt.
Das Ausführungsbeispiel weist ein sogenanntes Schwert 1 und
ein Sägeblatt 2 auf. Das Schwert 1 dient der Halterung und Führung
des Sägeblattes 2 und ist an einem Gehäuse einer Säge, von dem lediglich
eine Befestigungsplatte 3 strichpunktiert dargestellt ist, fest angeordnet.
Die Befestigung erfolgt mittels der im Schwert 1 vorgesehenen Löcher
4. Das Sägeblatt 2 ist mittels der Löcher 5 an ein hin
und her bewegtes Antriebselement einer Säge angekoppelt.
An der Unterseite 6 des Schwertes 1 sind am vorderen
Bereich zwei relativ lang ausgebildete Laschen 9, 10 vorgesehen.
Jeweils eine dieser Paare von Laschen befindet sich, ausgehend von der Bildebene
der 1, hinter derselben, die andere vor derselben (vgl.
2), so dass im vorderen Bereich das Sägeblatt
2 (Blickrichtung der Pfeile II) rechts von Lasche 9 und links
von Lasche 10 geführt wird. Im Mittelbereich wird das Sägeblatt links von
Lasche 7 und rechts von Lasche 8 geführt. In eine Öffnung der
Lasche 10 ist ein Führungsklotz 15 eingepresst, der in einen entsprechenden
Schlitz 16 im Sägeblatt 2 eingreift und somit der weiteren Führung
und Stabilisierung des Sägeblatts 2 dient.
Die Besonderheit gegenüber dem Stande der Technik liegt darin, dass
die Laschen 9, 10 in Längsrichtung gegeneinander versetzt angeordnet
und als integrale Bestandteile des Schwertes 1 mit diesem einteilig ausgebildet
sind. Dies reicht zur Führung des Sägeblatts aus. Es wirkt auch der Ausbildung von
Schwingungsknoten über einem längeren Bereich als bei beidseitig einander gegenüberliegenden
Laschen entgegen. Nach dem Beginn eines Schnittes ist das Sägeblatt selbst im Schnittgut
geführt. Mit anderen Worten: Schwert und Laschen sind ein Teil und als solches auch
hergestellt, also nicht durch separates Herstellen und anschließendes Verbinden
(zum Beispiel durch Löten). Sie werden aus einer flachen Platine ausgestanzt oder
mit einem Laserstrahl ausgeschnitten und anschließend spanlos, das
heißt plastisch, verformt. Mit Hilfe dieser Fertigungsmethode ist es auch möglich,
das Schwert aus Edelstahl mit einer Dicke von bis zu 2 mm mit der erforderlichen
Genauigkeit herzustellen. Dies ist deshalb bedeutsam, da man solche Sägen in Schlachthöfen
zum Zerteilen von Schlachttieren verwendet und somit die Verwendung von Edelstahl
aus Hygienegründen geboten ist.
Eine Sicke 20, die der Übersichtlichkeit halber lediglich
in 1 eingezeichnet ist, dient der weiteren Sicherung
der Längsstabilität des Schwertes 1.
Im mittleren Bereich des Schwertes sind zwei ebenfalls versetzt angeordnete
Laschen 7, 8 vorgesehen, die aber kürzer als die Laschen
9, 10 sind, um den Verschleiß niedrig zu halten. Man kann sie
vorsehen, wenn dies aufgrund der Einsatzbedingungen zur Stabilisierung erforderlich
ist.
1- Schwert
2- Sägeblatt
3- Befestigungsplatte
4- Löcher
5- Löcher
6- Unterkante von 1
7, 8- kurze Laschen
9, 10- lange Laschen
15- Führungsklotz
16- Schlitz
20- Sicke
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| Anspruch[de] |
- Als Schwert ausgebildete Halterung und Führung eines oszillierend antreibbaren
Sägeblattes (2) einer vorzugsweise im Schlachtbetrieb einsetzbaren Säge,
wobei das Schwert (1) an seiner Unterkante (6) zwei über dieselbe
nach unten hervorstehende Laschen zur Führung des Sägeblattes (2) aufweist,
die beidseitig an dem Sägeblatt (2) anliegen, wobei eine Lasche das Sägeblatt
von der einen Seite und die andere Lasche das Sägeblatt von der anderen Seite führt,
dadurch gekennzeichnet, dass die Laschen (7, 8;
9, 10) in Längsrichtung des Schwertes (1) gegeneinander
versetzt angeordnet und mit dem Schwert (1) einteilig ausgebildet sind.
- Schwert nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass eine der Laschen
(10) mit einem Führungsklotz (15) versehen ist, der in einen Schlitz
(16) des Sägeblattes (2) eingreift.
- Schwert nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass im Mittelbereich
des Schwertes und im vorderen Bereich je ein Paar über die Unterkante (6)
hervorstehender und gegeneinander versetzter Laschen (7, 8;
9, 10) vorgesehen ist.
- Schwert nach einem der Ansprüche 1 – 3, dadurch gekennzeichnet,
dass zur Verstärkung und Stabilisierung eine in Längsrichtung verlaufende Sicke
(20) angeordnet ist.
- Schwert nach einem der Ansprüche 1 – 4, dadurch gekennzeichnet,
dass das Schwert durch spanlose Umformung eines flächigen Teils gebildet wird, der
ausgestanzt oder mit Hilfe eines Laserstrahles aus einer Platte ausgeschnitten ist.
- Schwert nach einem der Ansprüche 1 – 5, dadurch gekennzeichnet,
dass das Schwert aus Edelstahl ist.
Es folgen 2 Blatt Zeichnungen
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