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Dokumentenidentifikation DE202005006935U1 11.08.2005
Titel Gasfederanordnung
Anmelder Stabilus GmbH, 56070 Koblenz, DE
DE-Aktenzeichen 202005006935
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 11.08.2005
Registration date 07.07.2005
Application date from patent application 28.04.2005
IPC-Hauptklasse F16F 9/02
IPC-Nebenklasse F15B 15/20   

Beschreibung[de]

Die Neuerung bezieht sich auf eine Gasfederanordnung, insbesondere eine Stuhlgasfedersäule, mit einem in einem Außenrohr axial verschiebbaren zylindrischen Druckrohr, wobei das Druckrohr mit seiner Außenwandung in einer Druckrohrführung des Außenrohres gelagert ist, die das Druckrohr ringartig umschließt und wobei das Druckrohr mit einem ersten Druckrohrende aus dem Außenrohr herausgeführt ist.

Eine solche Gasfederanordnung ist beispielsweise als ein eine Gasfeder aufweisendes Standrohr eines höhenverstellbaren Stuhles bekannt. Dabei wird die – in üblicher Weise einen Kolben und einen als Druckrohr ausgebildeten Zylinder aufweisende – Gasfeder teleskopartig innerhalb des als Außenrohr ausgebildeten Standrohres durch eine Führung radial positioniert. Der Zylinder der Gasfeder, der an einem Ende von einer Kolbenstangenführung verschlossen ist, bildet eine Gegenführung. Eine Sicke in der Zylinderwandung, ausgestanzte Umformlappen oder eine Hülse dienen einer Befestigung der Kolbenstangenführung in dem Zylinder. Der an einer Kolbenstange angeordnete Kolben ist axial gegenüber dem Zylinder und in diesem verschiebbar, und mit einem außerhalb des Zylinders befindlichen Ende der Kolbenstange stützt sich die gesamte Gasfederanordnung auf einem Boden des Standrohres ab. An einem aus dem Standrohr herausgeführten ersten Zylinderende ist ein Sitzträger befestigt.

Bei einer Axialverschiebung des Druckrohres in dem Außenrohr können an der Außenwandung des Druckrohres sowohl Verunreinigungen aus der Umwelt in die Führung und das Außenrohr hinein- als auch zum Beispiel Verunreinigungen in Form von Gleit- und/oder Schmierstoffen aus der Führung herausgetragen werden.

Der vorliegenden Neuerung liegt ausgehend vom Stand der Technik die Aufgabe zugrunde, eine Gasfederanordnung der eingangs genannten Art zu schaffen, die eine verminderte Gefahr von Verunreinigungen aufweist.

Diese Aufgabe wird neuerungsgemäß dadurch gelöst, daß in axialer Richtung zwischen der Druckrohrführung des Außenrohres und dem ersten Druckrohrende eine ringartig das Druckrohr (3) umschließende Abstreifeinrichtung für die Außenwandung des Druckrohres angeordnet ist.

Vorteilhaft kann mittels der neuerungsgemäßen Abstreifeinrichtung zuverlässig ein Austritt von an der Außenwandung des Druckrohres, welches axial, das heißt in Richtung der Mittelachse der Gasfederanordnung, in dem Außenrohr verschiebbar ist, anhaftenden Verunreinigungen aus dem Außenrohr heraus vermieden werden. Die vorgenannten Verunreinigungen umfassen insbesondere Gleit- und/oder Schmierstoffe, die regelmäßig zur Verbesserung der Gleiteigenschaften des Druckrohres in der Druckrohrführung des Außenrohres angeordnet sein können; darüber hinaus kann zu den Verunreinigungen auch ein Abrieb der Druckrohrführung zählen. Dadurch daß die Neuerung bereits einer Entstehung vorgenannter Verunreinigungen an der Außenwandung des Druckrohres wirkungsvoll entgegentritt, wird zum einen eine Verschmutzung von Personen, und zwar insbesondere deren Bekleidung, grundsätzlich vermieden, was vor allem bei einer als Stuhlgasfedersäule ausgebildeten Gasfederanordnung von großer Bedeutung ist. Zum anderen könnten vorgenannte Verunreinigungen Schmutzpartikel aus der Umgebung binden, welche Schmutzpartikel bei einem Einfahren des Druckrohres in das Außenrohr in die Druckrohrführung eingezogen werden könnten und die Druckrohrführung beschädigen könnten; einer solchen Beschädigungsgefahr entzieht die Erfindung vorteilhaft die Grundlage. Die neuerungsgemäße Gasfederanordnung weist somit eine besonders hohe Betriebssicherheit und Dauerhaltbarkeit auf, die Gasfederanordnung arbeitet außerordentlich zuverlässig. Aufgrund ihrer hohen Betriebssicherheit und Zuverlässigkeit sehr vorteilhaft geeignet ist die Erfindung als Stuhlgasfedersäule, insbesondere für einen Bürodrehstuhl, wobei es besonders günstig ist, daß gleichzeitig auch die Verschmutzungsgefahr für den Stuhl benutzende Personen wesentlich reduziert ist: In der Druckrohrführung und zwischen Druckrohrführung und Außenrohr beispielsweise angeordnetes Fett zur Schmierung der Außenwandung des Druckrohres wird mit der Neuerung an einem Austreten aus dem Außenrohr gehindert, es verbleibt in dem Außenrohr und tritt nicht an der Außenwandung des Druckrohres aus dem Außenrohr heraus. Von besonderem Vorteil ist bei der Neuerung, daß die Abstreifeinrichtung keines zusätzlichen, beispielsweise motorischen, Antriebes bedarf, sondern in einfacher Weise bereits bei einer Axialverschiebung des Druckrohres unmittelbar aufgrund einer Relativbewegung von Druckrohr und Abstreifeinrichtung wirksam werden kann. Die Abstreifeinrichtung ist zumindest in Ausschubrichtung des Druckrohres aus dem Außenrohr wirksam; zusätzlich kann die Abstreifeinrichtung vorteilhaft auch in Einschubrichtung des Druckrohres in das Außenrohr wirksam sein.

Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung der Neuerung weist die Druckrohrführung eine Führungsbuchse für das Druckrohr auf, wodurch der Aufbau der Gasfederanordnung vereinfacht und ihre Herstellungskosten gesenkt werden können. Vorzugsweise ist zwischen Führungsbuchse und Druckrohraußenwandung für eine klemmfreie Lagerung des Druckrohres ein definierter Spalt vorgesehen. Zur Verbesserung der Gleiteigenschaften des Druckrohres in dem Außenrohr ist die Paarung Druckrohr und Führungsbuchse an ihren Kontakt- und Gleitflächen vorzugsweise gefettet.

Allgemein ist das Druckrohr bei einer Axialverschiebung in dem Außenrohr relativ zu der Abstreifeinrichtung verschiebbar, was auch die Möglichkeit einer gleichzeitigen Bewegung der Abstreifeinrichtung oder eines Teiles der Abstreifeinrichtung sowie des Druckrohres umfaßt. Hingegen kann der konstruktive Aufbau der Gasfederanordnung weiter vereinfacht werden, wenn gemäß einer anderen vorteilhaften Weiterbildung der Neuerung die Abstreifeinrichtung ortsfest bezüglich des Außenrohres angeordnet ist.

Eine zuverlässige Halterung der Abstreifeinrichtung und gleichzeitig ein Verschluß des Außenrohres kann dadurch erreicht werden, daß gemäß einer anderen vorteilhaften Weiterbildung der Neuerung die Abstreifeinrichtung an einer endseitig auf dem Außenrohr angeordneten und von dem Druckrohr durchragten Kappe angeordnet ist. Die Kappe kann, beispielsweise mittels einer Preßpassung, ohne weitere Hilfsmittel einen festen Sitz auf dem Außenrohr haben; es ist aber auch denkbar, daß die Kappe mittels einer Verklebung, einer Verstiftung oder einer Verschraubung an dem Außenrohr befestigt ist.

Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung der Neuerung kann die Abstreifwirkung dadurch wesentlich verbessert werden, daß die Abstreifeinrichtung unter radialer Vorspannung in der Kappe angeordnet ist.

Man könnte sich beispielsweise vorstellen, daß die Abstreifeinrichtung mit der Außenwandung des Druckrohres in Kontakt stehende Bürstenelemente aufweist und/oder daß die Abstreifeinrichtung lediglich abschnittweise, gegebenenfalls mit axial und in Umfangsrichtung des Druckrohres gegeneinander versetzten Segmenten an der Außenwandung des Druckrohres anliegt. Demgegenüber kann ein wirkungsvolles Abstreifen bei hoher Dauerhaltbarkeit der Abstreifvorrichtung und kostengünstiger Herstellbarkeit dadurch erreicht werden, daß gemäß einer anderen vorteilhaften Weiterbildung der Neuerung die Abstreifeinrichtung eine an dem Umfang des Druckrohres anliegende, zur Führungsbuchse gerichtete ringförmige Abstreiflippe aufweist.

Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung der Neuerung kann der Aufbau der Abstreifeinrichtung weiter vereinfacht werden, wenn die Abstreiflippe in die Kappe oder in die Führungsbuchse integriert ist.

Insbesondere um ein sicheres Anliegen der Abstreiflippe, vorzugsweise mit Vorspannung, an dem Druckrohr zu gewährleisten, ist gemäß einer anderen vorteilhaften Weiterbildung der Neuerung vorgesehen, daß die Abstreifeinrichtung einen Stützring zur mechanischen Stabilisierung der Abstreiflippe aufweist. Der Stützring besteht vorzugsweise aus einem steifen Kunststoff, kann aber zum Beispiel auch ein Metallring sein.

Die Montage der Abstreifeinrichtung kann weiter vereinfacht werden, wenn gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung der Stützring und die Abstreiflippe ein einziges Bauteil bildend miteinander verbunden sind.

Gemäß einer anderen vorteilhaften Weiterbildung der Neuerung sind der Stützring und die Abstreiflippe Funktionselemente eines Ein-Komponenten-Bauteiles, und zwischen Stützring und Abstreiflippe ist ein als Verbindungsfederelement zum Andrücken der Abstreiflippe an die Außenwandung des Druckrohres ausgebildetes weiteres Funktionselement des Ein-Komponenten-Bauteiles angeordnet. Auf diese Weise erhält man eine besonders kostengünstig und einfach auch in großen Stückzahlen herstellbare Abstreifeinrichtung. Bei dem Ein-Komponenten-Bauteil kann es sich bevorzugt um ein Kunststoffspritzgußbauteil handeln.

Für ein besonders sicheres Anliegen der Abstreiflippe an dem Druckrohr kann gemäß einer anderen vorteilhaften Weiterbildung der Neuerung vorgesehen sein, daß der Stützring und die Abstreiflippe Funktionselemente eines Ein-Komponenten-Bauteiles, insbesondere eines Ein-Komponenten-Kunststoffspritzgußbauteiles, sind und daß die Abstreiflippe eine Andruckfeder zum Andrücken der Abstreiflippe an die Außenwandung des Druckrohres aufweist. Die Andruckfeder besteht bevorzugt aus einem Metall.

Insbesondere können individuelle Erfordernisse sowohl an die Stützwirkung als auch an die Abstreifwirkung speziell erfüllt werden, wenn gemäß einer anderen vorteilhaften Weiterbildung der Neuerung der Stützring und die Abstreiflippe jeweils eine Komponente eines Zwei-Komponenten-Bauteiles bilden, das vorzugsweise ein Zwei-Komponenten-Kunststoffspritzgußbauteil sein kann.

Gemäß einer anderen vorteilhaften Weiterbildung der Neuerung weist die Abstreifeinrichtung einen an dem Umfang des Druckrohres anliegenden Abstreifring auf, wodurch eine besonders kostengünstige Abstreifeinrichtung erzielt werden kann. Der Abstreifring kann allgemein mit einer Ringfläche, die im speziellen lippenförmig ausgebildet sein kann, an dem Umfang des Druckrohres anliegen. Vorzugsweise ist der Abstreifring ein Nutring.

Ein Stau von abgestreiftem Gut mit den möglichen Folgen einer Behinderung der Axialverschiebbarkeit des Druckrohres in dem Außenrohr und/oder einer Beschädigung der Druckrohrführung kann zuverlässig dadurch vermieden werden, daß gemäß einer anderen vorteilhaften Weiterbildung der Neuerung die Abstreifeinrichtung einen entgegen einer Ausschubrichtung des Druckrohres aus dem Außenrohr offenen Abstreifgutsammelraum aufweist.

Ausführungsbeispiele der Neuerung sind in der Zeichnung schematisiert dargestellt und werden im folgenden näher erläutert. Es zeigen

1 eine teilgeschnittene Seitenansicht einer Gasfederanordnung,

2 eine Schnittansicht einer Abstreifeinrichtung,

3 eine Schnittansicht einer weiteren Abstreifeinrichtung und

4 bis 8 Querschnittsformen verschiedener Abstreifringe

9 eine Schnittansicht einer Führungsbuchse mit einer eingesetzten Abstreiflippe

10 eine Schnittansicht einer einteilig mit einer Abstreiflippe ausgebildeten Führungsbuchse.

Sich jeweils entsprechende Elemente sind in allen Figuren mit gleichen Bezugszeichen versehen.

1 zeigt eine teilgeschnittene Seitenansicht einer als Stuhlgasfedersäule ausgebildeten Gasfederanordnung 1 mit einem als Standrohr eines Stuhles ausgebildeten Außenrohr 2. In dem Außenrohr 2 ist axial, das heißt in Richtung der Mittelachse 12 der Gasfederanordnung 1, verschiebbar ein zylindrisches Druckrohr 3 angeordnet, das mit seiner Außenwandung 4 in einer Druckrohrführung 5 des Außenrohres 2 gelagert ist. Durch die axial bewegliche Anordnung des Druckrohres 3 gegenüber dem Außenrohr 2 wird eine Hubbewegung des Stuhles ermöglicht. Die Druckrohrführung 5 weist eine in das Außenrohr 2 eingesetzte Führungsbuchse 6 für das Druckrohr 3 auf, wobei zwischen Druckrohr 3 und Führungsbuchse 6 ein kleiner Spalt definierter Größe vorliegt, in welchem Fett zur Schmierung von Druckrohr 3 und Führungsbuchse 6 angeordnet ist. Die Mittelachsen von Druckrohr 3 und Außenrohr 2 fallen mit der Mittelachse 12 der Gasfederanordnung 1 zusammen.

Das Druckrohr 3 ist nur teilweise in das Außenrohr 2 eingetaucht und mit einem ersten, geschlossenen Druckrohrende 7 aus dem Außenrohr 2 herausgeführt. Es ist zu erkennen, daß die Außenwandung 4 des Druckrohres 3 in einem dem ersten Druckrohrende 7 zugewandten Endbereich des Druckrohres 3 einen Konus 10 ausbildet. Mittels dieses Konus 10 wird die Gasfederanordnung 1 und im speziellen das Druckrohr 3 in einem Sitzträger des Stuhles befestigt.

An einem dem ersten Druckrohrende 7 gegenüberliegenden zweiten, in das Außenrohr 2 eingetauchten Druckrohrende 8 des Druckrohres 3 ist das Druckrohr 3 verschlossen, wobei hier eine Kolbenstange 9 aus dem Druckrohr 3 heraustritt. Unmittelbar vor dem zweiten Druckrohrende 8 ist in dem Druckrohr 3 eine Kolbenstangenführung angeordnet, die einerseits die Kolbenstange 9 radial führt und andererseits das Druckrohr 3 nach außen hin abdichtet. Die Kolbenstangenführung sitzt in dem Druckrohr 3 in einem mit einem Druckrohrabsatz 11 beginnenden Endbereich.

Zwischen dem Konus 10 der Außenwandung 4 des Druckrohres 3 und dem Druckrohrabsatz 11 ist das Druckrohr 3 zylindrisch als Rohr mit gleichbleibendem Außendurchmesser DDR ausgebildet, so daß eine zuverlässige Lagerung des Druckrohres 3 in der Führungsbuchse 6 sichergestellt ist.

Die Kolbenstange 9 ist in dem Außenrohr 2 und teilweise innerhalb des Druckrohres 3 angeordnet, wobei die Kolbenstange 9 innerhalb des Druckrohres 3 mit einem Kolben verbunden ist. Das Druckrohr 3 mit dem Kolben und der Kolbenstange 9 bildet eine Gasfeder 13 der Gasfederanordnung 1.

Außerhalb des Druckrohres 3 ist die Kolbenstange 9 endseitig mit einer Bodenplatte 14 des Außenrohres 2 verbunden. Zur Lagerung der Gasfeder 13 ist weiterhin ein an der Bodenplatte 14 angeordnetes Axiallager 15 mit vorgeschaltetem Anschlagpuffer 16 vorgesehen. In einem der Bodenplatte 14 zugewandten Endbereich ist das Außenrohr 2 mit einem Konus 17 zur Befestigung der Gasfederanordnung 1 an einem Fußkreuz des Stuhles versehen.

An dem der Bodenplatte 14 abgewandten Ende des Außenrohres 2, an welchem Ende das Druckrohr 3 aus dem Außenrohr 2 herausgeführt ist, ist die Führungsbuchse 6 mittels einer Bördelung 18 des Außenrohres 2 in dem Außenrohr 2 gehalten. In axialer Richtung zwischen der Druckrohrführung 5 des Außenrohres 2 und dem ersten Druckrohrende 7 ist eine Abstreifeinrichtung 19 für die Außenwandung 4 des Druckrohres 3 angeordnet. Die Abstreifeinrichtung 19 verhindert insbesondere ein Austreten von Fett aus dem Spalt zwischen Führungsbuchse 6 und Druckrohr 3 sowie ein Eindringen von Staub und Schmutz in die Führungsbuchse 6.

Die Abstreifeinrichtung 19, die einen an dem Umfang des Druckrohres 3 anliegenden, als Nutring ausgebildeten Abstreifring 22 und einen als Stützring 21 ausgebildeten Armierungsring zur mechanischen Stabilisierung des Abstreifringes 22 aufweist, ist an einer endseitig auf dem Außenrohr 2 befestigten und von dem Druckrohr 3 durchgriffenen Kappe 20 ortsfest bezüglich des Außenrohres 2 angeordnet. Ferner weist die Abstreifeinrichtung 19 einen entgegen einer durch einen Pfeil 23 symbolisierten Ausschubrichtung des Druckrohres 3 aus dem Außenrohr 2 offenen Abstreifgutsammelraum 24 auf.

Eine Schnittansicht einer anderen Abstreifeinrichtung 19 für eine Gasfederanordnung wie sie beispielsweise bezüglich 1 beschrieben ist zeigt 2. Diese Abstreifeinrichtung umfaßt einerseits eine auch als Dichtlippe wirkende ringförmige Abstreiflippe 25 aus einem thermoplastisch verarbeitbaren Elastomer (TPE) und andererseits, und zwar als die Abstreiflippe 25 halterndes Außenteil, einen Stützring 26, der gleichzeitig eine auf ein hier nicht dargestelltes Außenrohr der Gasfederanordnung aufsetzbare Kappe 20 bildet. Die Abstreiflippe 25 liegt im eingebauten Zustand an dem Umfang eines Druckrohres der Gasfederanordnung an, und die Mittelachse 12 der Abstreifeinrichtung 19 ist mit der Mittelachse der Gasfederanordnung identisch.

Der Stützring 26, der in diesem Beispiel aus einem Thermoplast besteht, dient zur mechanischen Stabilisierung der Abstreiflippe 25 und zur Erzeugung einer Vorspannung der Abstreiflippe 25 gegenüber dem Druckrohr. Der Stützring 26 und die Abstreiflippe 25 sind hier ein einziges Bauteil bildend miteinander verbunden, sie bilden in diesem Ausführungsbeispiel jeweils eine Komponente eines Zwei-Komponenten-Bauteiles. Grundsätzlich könnten Abstreiflippe und Stützring aber auch zwei, zum Beispiel mechanisch, eine Form- und Lagefixierung gewährleistend miteinander verbundene, Bauteile sein. Die Kappe 20 kann beispielsweise mittels einer Schnappverbindung mit dem Außenrohr und/oder einer in dem Außenrohr angeordneten Führungsbuchse der Gasfederanordnung verbunden sein.

Eine Schnittansicht einer weiteren Abstreifeinrichtung 19 für eine Gasfederanordnung wie sie beispielsweise bezüglich 1 beschrieben ist zeigt 3, wobei auch in diesem Ausführungsbeispiel ein Stützring 26 und eine ringförmige Abstreiflippe 25 ein einziges Bauteil bildend miteinander verbunden sind. Dieses Bauteil bildet gleichzeitig eine auf ein hier nicht dargestelltes Außenrohr der Gasfederanordnung aufsetzbare Kappe 20, wobei die Kappe 20 zum Beispiel über einen von einer Flächenpressung zwischen einer Außenkontur des Außenrohres und einer Innenkontur 29 der Kappe 20 hervorgerufenen Kraftschluß auf dem Außenrohr gehalten werden kann. Der Stützring 26 und die Abstreiflippe 25 sind Funktionselemente eines Ein-Komponenten-Bauteiles aus einem thermoplastisch verarbeitbaren Elastomer. Zwischen Stützring 26 und Abstreiflippe 25 ist ein als Verbindungsfederelement 27 zum Andrücken der Abstreiflippe 25 an eine Außenwandung eines Druckrohres der Gasfederanordnung ausgebildetes weiteres Funktionselement des Ein-Komponenten-Bauteiles angeordnet; Federeigenschaften erlangt das Verbindungsfederelement 27 aufgrund von axialen Ringnuten 28. Alternativ oder zusätzlich zu dem Verbindungsfederelement 27 kann die Abstreiflippe 25 auch eine Andruckfeder, beispielsweise in Form einer Metallfeder, zum Andrücken der Abstreiflippe 25 an die Außenwandung des Druckrohres aufweisen.

Die Ausführungsbeispiele nach 2, 3 sehen jeweils einen ringförmigen, entgegen einer durch einen Pfeil 23 symbolisierten Ausschubrichtung des Druckrohres der Gasfederanordnung aus dem Außenrohr offenen Abstreifgutsammelraum 24 vor.

4 bis 8 zeigen Querschnittsformen verschiedener geeigneter Abstreifringe 22 mit angedeuteter Mittelachse 12 für eine Abstreifeinrichtung einer beispielsweise bezüglich 1 beschriebenen Gasfederanordnung:

Nach 4 sind zur Selbstzentrierung des Abstreifringes 22 flexible Wulste 30 für eine axiale und gegebenenfalls radiale Vorspannung in einer Nut einer Kappe vorgesehen. Der Abstreifring 22 gemäß 5 besitzt eine doppelte Abstreiflippe 25 für eine verbesserte Abstreiffunktion, wobei die innere, einer Druckrohrführung zugewandte der Abstreiflippen 25 radial nach innen vorspringen kann. 6 zeigt in dem Abstreifring 22 eine Ringfeder 31 zur Anordnung des Abstreifringes 22 unter radialer Vorspannung in einer Kappe, ohne eine Nut in der Kappe vorsehen zu müssen. Einen Abstreifring 22 mit als Fettreservoir ausgebildetem Abstreifgutsammelraum 24 zeigt 7. 8 zeigt einen Abstreifring 22, der als sogenannter Quad-Ring ausgebildet ist.

In 9 ist eine ringförmige Abstreiflippe 25 vorzugsweise aus einem thermoplastisch verarbeitbaren Thermoplast von einer ebenfalls aus Kunststoff bestehenden Führungsbuchse 6 dreiseitig umspritzt, so daß die Abstreiflippe 25 in die Führungsbuchse 6 integriert ist.

10 zeigt eine ebenfalls in die Führungsbuchse 6 integrierte Abstreiflippe 25, wobei die als Kunststoffspritzgießteil ausgebildete Führungsbuchse 6 mit der Abstreiflippe 25 einteilig ausgebildet ist.

1Gasfederanordnung 2Außenrohr 3Druckrohr 4Außenwandung 5Druckrohrführung 6Führungsbuchse 7Druckrohrende 8Druckrohrende 9Kolbenstange 10Konus 11Druckrohransatz 12Mittelachse 13Gasfeder 14Bodenplatte 15Axiallager 16Anschlagpuffer 17Konus 18Bördelung 19Abstreifeinrichtung 20Kappe 21Stützring 22Abstreifring 23Pfeil 24Abstreifgutsammelraum 25Abstreiflippe 26Stützring. 27Verbindungsfederelement 28Ringnut 29Innenkontur 30Wulst 31Ringfeder DDRAußendurchmesser

Anspruch[de]
  1. Gasfederanordnung, insbesondere Stuhlgasfedersäule, mit einem in einem Außenrohr axial verschiebbaren zylindrischen Druckrohr, wobei das Druckrohr mit seiner Außenwandung in einer Druckrohrführung des Außenrohres gelagert ist, die das Druckrohr ringartig umschließt und wobei das Druckrohr mit einem ersten Druckrohrende aus dem Außenrohr herausgeführt ist, dadurch gekennzeichnet, daß in axialer Richtung zwischen der Druckrohrführung (5) des Außenrohres (2) und dem ersten Druckrohrende (7) eine ringartig das Druckrohr (3) umschließende Abstreifeinrichtung (19) für die Außenwandung (4) des Druckrohres (3) angeordnet ist.
  2. Gasfederanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Druckrohrführung (5) eine Führungsbuchse (6) für das Druckrohr (3) aufweist.
  3. Gasfederanordnung nach einem der Ansprüche 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Abstreifeinrichtung (19) ortsfest bezüglich des Außenrohres (2) angeordnet ist.
  4. Gasfederanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Abstreifeinrichtung (19) an einer endseitig auf dem Außenrohr (2) angeordneten und von dem Druckrohr (3) durchragten Kappe (20) angeordnet ist.
  5. Gasfederanordnung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Abstreifeinrichtung (19) unter radialer Vorspannung in der Kappe (20) angeordnet ist.
  6. Gasfederanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Abstreifeinrichtung (19) eine an dem Umfang des Druckrohres (3) anliegende, zur Führungsbuchse (6) gerichteten ringförmige Abstreiflippe (25) aufweist.
  7. Gasfederanordnung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Abstreiflippe (25) in die Kappe (20) oder in die Führungsbuchse (6) integriert ist.
  8. Gasfederanordnung nach einem der Ansprüche 6 und 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Abstreifeinrichtung (19) einen Stützring (26) zur mechanischen Stabilisierung der Abstreiflippe (25) aufweist.
  9. Gasfederanordnung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Stützring (26) und die Abstreiflippe (25) ein einziges Bauteil bildend miteinander verbunden sind.
  10. Gasfederanordnung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß der Stützring (26) und die Abstreiflippe (25) Funktionselemente eines Ein-Komponenten-Bauteiles sind und daß zwischen Stützring (26) und Abstreiflippe (25) ein als Verbindungsfederelement (27) zum Andrücken der Abstreiflippe (25) an die Außenwandung (4) des Druckrohres (3) ausgebildetes weiteres Funktionselement des Ein-Komponenten-Bauteiles angeordnet ist.
  11. Gasfederanordnung nach einem der Ansprüche 9 und 10, dadurch gekennzeichnet, daß der Stützring (26) und die Abstreiflippe (25) Funktionselemente eines Ein-Komponenten-Bauteiles sind und daß die Abstreiflippe (25) eine Andruckfeder zum Andrücken der Abstreiflippe (25) an die Außenwandung (4) des Druckrohres (3) aufweist.
  12. Gasfederanordnung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß der Stützring (26) und die Abstreiflippe (25) jeweils eine Komponente eines Zwei-Komponenten-Bauteiles bilden.
  13. Gasfederanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Abstreifeinrichtung (19) einen an dem Umfang des Druckrohres (3) anliegenden Abstreifring (22) aufweist.
  14. Gasfederanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Abstreifeinrichtung (19) einen entgegen einer Ausschubrichtung des Druckrohres (3) aus dem Außenrohr (2) offenen Abstreifgutsammelraum (24) aufweist.
Es folgen 4 Blatt Zeichnungen






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