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Dokumentenidentifikation DE202005007336U1 11.08.2005
Titel Gepolsterter Schulterträger zum Übertragen einer Last auf eine Schulter einer Trägerin/eines Trägers
Anmelder F+E Gesellschaft für Bekleidungsinnovation mbH & Co. KG, 83098 Brannenburg, DE
Vertreter Andrae Flach Haug, 81541 München
DE-Aktenzeichen 202005007336
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 11.08.2005
Registration date 07.07.2005
Application date from patent application 09.05.2005
IPC-Hauptklasse A41F 15/00
IPC-Nebenklasse A41C 3/12   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen gepolsterten Schulterträger zum Übertragen einer Last auf eine Schulter einer Trägerin/eines Trägers, mit einem Trägerband und einem Polsterteil, das einen zwischen dem Trägerband und der Schulter angeordneten ersten seitlichen Bereich und einen zwischen dem Trägerband und dem Hals der Trägerin/des Trägers angeordneten zweiten seitlichen Bereich hat, wobei mindestens ein Teil des Trägerbandes mit einem Teil des ersten seitlichen Bereiches derart verbunden ist, daß das Trägerband und das Polsterteil in den miteinander verbundenen Teilen gemeinsam eine Elastizität in Trägerlängsrichtung haben, die geringer als die Elastizität des zweiten seitlichen Bereiches des Polsterteiles in Trägerlängsrichtung ist.

Ein solcher Schulterträger ist aus unserem Gebrauchsmuster Nr. 202 02 242.0 bekannt. Bei diesem Schulterträger gibt es eine Ausführungsform (10), bei der ein Trägerband an einem bandförmigen Polsterteil befestigt ist, das zwischen dem Trägerband und der Schulter einer Trägerin/eines Trägers verläuft, wobei das bandförmige Polsterteil breiter als das Trägerband ist und einen näher am Hals der Trägerin/des Trägers liegenden seitlichen Bereich hat, der nicht von dem Trägerband abgedeckt ist. Das Trägerband ist an dem bandförmigen Polsterteil angenäht, wobei aus der Praxis bekannt ist, das Trägerband nur längs seiner zum Hals der Träger/des Trägers zugekehrten Seitenkante an dem bandförmigen Polsterteil anzunähen, während an anderen Stellen des Trägerbandes, insbesondere an der vom Hals der Trägerin/des Trägers abgekehrten Seitenkante keine feste Verbindung zu dem bandförmigen Polsterteil besteht. Infolgedessen liegt das Trägerband außerhalb seiner dem Hals der Trägerin/des Trägers zugekehrten Seitenkante im Tragezustand lose auf dem Polsterteil auf. Durch die Befestigung des Trägerbandes an dem Polsterteil längs der dem Hals der Trägerin/des Trägers zugekehrten Seitenkante des Trägerbandes wird die Elastizität des Polsterteiles nicht nur im Bereich der Naht, sondern im gesamten Bereich, der von dem Trägerband abgedeckt wird, verringert. Der mit dem Polsterteil erhoffte Polstereffekt wird daher zumindest in dem von dem Trägerband abgedeckten Bereich des Polsterteiles verringert. Obwohl der bekannte Schulterträger in einem halsseitigen Bereich eine höhere Elastizität als in einem armseitigen Bereich aufweist, empfindet die Trägerin/der Träger den Tragekomfort des bekannten Schulterträgers als nicht optimal, wenn eine besonders hohe Last auf den Schulterträger wirkt.

Die Aufgabe der Erfindung besteht daher darin, den eingangs genannten Schulterträger so weiterzubilden, daß er auch bei hohen Lasten keine unangenehmen Druckstellen auf der Schulter der Trägerin/des Trägers bewirkt.

Die Aufgabe der Erfindung wird dadurch gelöst, daß das Trägerband nur in einem auf eine von dem Hals der Trägerin/des Trägers abgekehrten Seitenkante des Trägerbandes begrenzten Teil mit dem dieser Seitenkante gegenüberliegenden Teil des ersten seitlichen Bereiches des Polsterteiles verbunden ist und außerhalb dieser Teile im Tragezustand lose auf dem ersten seitlichen Bereich des Polsterteiles aufliegt.

Der Vorteil des erfindungsgemäßen Schulterträgers besteht darin, daß die Polsterwirkung nahezu über die gesamte Breite des ersten und zweiten seitlichen Bereichs des Polsterteiles gleichmäßig zur Verfügung steht, da das Polsterteil mit dem Trageband nur längs der vom Hals der Trägerin/des Trägers abgekehrten Seitenkante des Trägerbandes verbunden ist. Der erfindungsgemäße Schulterträger zeichnet sich durch einen äußerst hohen Tragekomfort auch bei hohen Lasten aus. Besonders angenehm empfindet die Trägerin/der Träger die Tatsache, daß die Polsterwirkung des Polsterteiles im Bereich der halsseitigen Seitenkante des Trägerbandes uneingeschränkt ist, denn dort liegt das Trägerband im Tragezustand nunmehr lose auf dem Polsterteil auf. Eine Versteifung des erfindungsgemäßen Schulterträgers konzentriert sich auf die armseitige Seitenkante des Trägerbandes, also auf eine Stelle der Schulter, wo angesichts der anatomischen Gegebenheiten die Schulter eine relativ harte Auflage für den Schulterträger bietet.

Vorzugsweise ist das Polsterteil plattenförmig und hat es eine vom Hals der Trägerin/des Trägers abgekehrte Seitenkante, die parallel und in unmittelbarer Nähe zu der vom Hals der Trägerin/des Trägers abgekehrten Seitenkante des Trägerbandes verläuft. Von einer Last auf den Schulterträger ausgeübte Zugkräfte können daher nur von dem Trägerband in das Polsterteil längs der armseitigen Kante des Trägerbandes eingeleitet werden, denn nur dort ist das Trägerband mit dem Polsterteil verbunden. In allen anderen Bereichen, in denen das Trägerband das Polsterteil bedeckt, liegt das Trägerband nur lose auf dem Polsterteil auf.

Vorzugsweise sind die beiden vom Hals der Trägerin/des Trägers abgekehrten Seitenkanten des Trägerbandes und des Polsterteiles von einem U-förmig gefalteten Einfaßband bedeckt, das in Trägerlängsrichtung verläuft und an dem Trägerband und dem Polsterteil befestigt ist. Durch das Einfaßband wird die Elastizität des Schulterträgers im Bereich der armseitigen Kante des Trägerbandes weiter verringert, wodurch sich der Tragekomfort des Schulterträgers noch weiter erhöht.

Vorzugsweise ist das Einfaßband an dem Trägerband und dem Polsterteil durch eine Naht befestigt, die zugleich das Trägerband und das Polsterteil unmittelbar miteinander verbindet. Auf diese Weise wird eine angenehm feste Verbindung zwischen dem Trägerband und dem Polsterteil im Bereich des Einfaßbandes geschaffen.

Vorzugsweise ist die dem Hals der Trägerin/des Trägers zugekehrte Seitenkante des Trägerbandes freiliegend, was zur Folge hat, daß die Elastizität des Trägerbandes an der halsseitigen Kante des Trägerbandes im Vergleich zu der Elastizität im Bereich zwischen den beiden Seitenkanten nicht eingeschränkt ist.

Besonders vorteilhaft für den Tragekomfort des Schulterträgers ist es, wenn der zweite seitliche Bereich des Polsterteils eine 0,5- bis 1,5-fache Breite des Trägerbandes hat. Der vom Trägerband nicht abgedeckte zweite seitliche Bereich des Polsterteils hat damit eine ausreichend breite Auflagefläche auf der zum Hals der Trägerin/des Trägers ansteigenden Muskulatur, die auf Druck besonders empfindlich reagiert.

Der erfindungsgemäße Schulterträger eignet sich besonders als Teil einer Miederware, insbesondere eines Büstenhalters für große Büsten.

Anhand der folgenden Beschreibung eines Ausführungsbeispiels der Erfindung, das auch in den Zeichnungen dargestellt ist, wird die Erfindung näher erläutert. Es zeigt

1 einen Büstenhalter mit zwei Schulterträgern nach der Erfindung im Tragezustand,

2 einen der beiden in 1 ersichtlichen Schulterträger in vergrößerter Darstellung,

3 eine Draufsicht auf die Oberseite eines Abschnittes des in 2 gezeigten Schulterträgers,

4 eine Draufsicht auf die Unterseite des in 2 gezeigten Schulterträgers, und

5 einen Schnitt durch den in 3 dargestellten Schulterträger entlang der Linie V-V, wobei die einzelnen Teile des Schulterträgers übertrieben groß und dick dargestellt sind.

Ein in 1 dargestellter Büstenhalter 1 hat zwei über die Schultern einer Trägerin T geführte Schulterträger 2 nach der Erfindung, die identisch ausgebildet aber spiegelverkehrt angeordnet sind. Jeder Schulterträger 2 weist ein mit dem Vorderteil 3 und dem nicht dargestellten Rückenteil des Büstenhalters 1 verbundenes Trägerband 4 und ein plattenförmiges Polsterteil 5 auf, das, wie aus 4 ersichtlich, annähernd trapezförmig ist. Das Polsterteil 5 hat einen ersten seitlichen Bereich 6, der zwischen dem Trägerband 4 und der Schulter der Trägerin T angeordnet ist, und einen zweiten seitlichen Bereich 7, der zwischen dem Trägerband 4 und dem Hals der Trägerin T angeordnet ist. Das Trägerband 4 verläuft damit oberhalb des ersten seitlichen Bereiches 6 des Polsterteiles 5, während der zweite seitliche Bereich 7 seitlich neben der halsseitigen Seitenkante 8 des Trägerbandes liegt. Eine armseitige Seitenkante 9 des Trägerbandes 4 verläuft parallel und in unmittelbarer Nähe zu einer armseitigen Seitenkante 10 des Polsterteiles. Die beiden armseitigen Seitenkanten 9 und 10 des Trägerbandes 4 bzw. des Polsterteiles 5 liegen damit genau übereinander.

Das Trägerband 4 ist nur längs seiner armseitigen Seitenkante 9 mit dem Polsterteil 5 entlang dessen armseitiger Seitenkante 10 durch eine Naht 11 fest verbunden, mit der zugleich ein U-förmig gefaltetes Einfaßband 12, das die beiden Seitenkanten 9 und 10 bedeckt, an dem Trägerband 4 und dem Polsterteil 5 befestigt ist. Zwischen der Naht 11 und der halsseitigen Seitenkante 8 liegt das Trägerband 4 lose auf dem Polsterteil 5 auf.

Das Polsterteil 5 wird von der armseitigen Seitenkante 10 und einer weiteren Kante 13 begrenzt, die ihrerseits von einem Einfaßband 14, das U-förmig gefaltet ist und durch eine Naht 15 an dem Polsterteil 5 längs der weiteren Kante 13 befestigt ist, bedeckt. Das Einfaßband 14 hat zwei in 4 gestrichelt angedeutete Endabschnitte 16, die zwischen dem schulterseitigen Schenkel des im Querschnitt U-förmigen Einfaßbandes 12 und der Unterseite des Trägerbandes 8 angeordnet sind. Die Naht 11 verbindet das Einfaßband 12 auch mit den Endabschnitten 16 des Einfaßbandes 14.

Die halsseitige Kante 8 des Trägerbandes 4 ist freiliegend und verläuft lose über das Einfaßband 14 hinweg.

Sowohl das Trägerband 4 als auch das Polsterteil 5 wie auch die Einfaßbänder 12 und 14 sind jeweils aus einem elastischen textilen Material hergestellt, das im Aufbau und in der Elastizität unterschiedlich sein kann.

Das Polsterteil 5 wird nur im Bereich der Naht 11 in seiner Elastizität in Trägerlängsrichtung eingeschränkt. Ebenso wird die Elastizität des Trägerbandes 11 in Trägerlängsrichtung nur im Bereich der Naht 11 eingeschränkt. Im Bereich zwischen der Naht 11 und der halsseitigen Kante 13 des Polsterteiles 5 ist das Polsterteil 5 gleichmäßig elastisch in Trägerlängsrichtung. Außerdem hat das Polsterteil in diesem Bereich eine gleichmäßige Polsterwirkung.


Anspruch[de]
  1. Gepolsteter Schulterträger zum Übertragen einer Last auf eine Schulter einer Trägerin/eines Trägers, mit einem Trägerband und einem Posterteil, das einen zwischen dem Trägerband und der Schulter angeordneten ersten seitlichen Bereich und einen zwischen dem Trägerband und dem Hals der Trägerin/des Trägers (T) angeordneten zweiten seitlichen Bereich hat, wobei zumindest ein Teil des Trägerbandes mit einem Teil des ersten seitlichen Bereiches derart verbunden ist, daß das Trägerband und das Polsterteil in den miteinander verbundenen Teilen gemeinsam eine Elastizität in Trägerlängsrichtung haben, die geringer als die Elastizität des zweiten seitlichen Bereiches des Polsterteiles in Trägerlängsrichtung ist, dadurch gekennzeichnet, daß das Trägerband (4) nur in einem auf eine von dem Hals der Trägerin/des Trägers (T) abgekehrten Seitenkante (9) des Trägerbandes (4) begrenzten Teil mit dem dieser Seitenkante (9) gegenüberliegenden Teil des ersten seitlichen Bereiches (6) des Polsterteiles (5) verbunden ist und außerhalb dieser Teile im Tragezustand lose auf dem ersten seitlichen Bereich (6) des Polsterteiles (5) aufliegt.
  2. Gepolsteter Schulterträger nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Polsterteil (5) plattenförmig ist und eine vom Hals der Trägerin/des Trägers (T) abgekehrte Seitenkante (10) hat, die parallel und in unmittelbarer Nähe zu der vom Hals der Trägerin/des Trägers (T) abgekehrten Seitenkante (9) des Trägerbandes (4) verläuft.
  3. Gepolsteter Schulterträger nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden vom Hals der Trägerin/des Trägers (T) abgekehrten Seitenkanten (9, 10) des Trägerbandes (4) und des Polsterteiles (5) von einem U-förmig gefalteten Einfaßband (12) bedeckt sind, das in Träger-längsrichtung verläuft und an dem Trägerband (4) und dem Polsterteil (5) befestigt ist.
  4. Gepolsteter Schulterträger nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Einfaßband (12) an dem Trägerband (4) und dem Polsterteil (5) durch eine Naht (11) befestigt ist, die zugleich das Trägerband (4) und das Polsterteil (5) unmittelbar miteinander verbindet.
  5. Gepolsteter Schulterträger nach Anspruch 3 oder Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die dem Hals der Trägerin/des Trägers (T) zugekehrte Seitenkante des Trägerbandes freiliegend ist.
  6. Gepolsteter Schulterträger nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der zweite seitliche Bereich (7) des Polsterteils (5) eine 0,5- bis 1,5-fache Breite der Breite des Trägerbandes (4) hat.
  7. Gepolsteter Schulterträger nach einem der Ansprüche 2 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß das Polsterteil (5) von der vom Hals der Trägerin/des Trägers (T) abgekehrten Seitenkante (10) und einer weiteren Kante (13) begrenzt wird, und die weitere Kante (13) von einem weiteren U-förmig gefalteten Einfaßband (14) bedeckt ist, das an dem Polsterteil (5) befestigt ist und zwei Endabschnitte (16) hat, die von dem die beiden Seitenkanten (9, 10) des Trägerbandes (4) und des Polsterteils (5) bedeckenden Einfaßbandes (12) bedeckt werden, und daß die Endabschnitte (16) des weiteren Einfaßbandes (14) einerseits an dem die beiden Seitenkanten (9, 10) des Trägerbandes (4) und des Polsterteiles (5) bedeckenden Einfaßband (12) und andererseits an dem Trägerband (4) befestigt sind, und das Trägerband (4) auf dem weiteren Einfaßband (14) außerhalb der Endabschnitte (16) im Tragezustand lose aufliegt.
  8. Gepolsteter Schulterträger nach einem der Ansprüche 2 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß das Polsterteil (5) annähernd die Form eines Trapezes mit zwei parallelen Seiten hat, wobei die von dem Hals der Trägerin/des Trägers (T) abgekehrte Seitenkante (10) des Polsterteiles (5) die längere der beiden parallelen Seiten des Trapezes ist.
  9. Gepolsteter Schulterträger nach einem der Ansprüche 3 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß sich das die beiden Seitenkanten (9, 10) des Trägerbandes (4) und des Polsterteiles (5) bedeckende Einfaßband (12) an einem über das Polsterteil (5) in Trägerlängsrichtung hinausragenden vorderen und/oder hinteren Abschnitt des Trägerbandes (4) fortsetzt.
  10. Gepolsteter Schulterträger nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Trägerband (4) einen über das Polsterteil (5) in Trägerlängsrichtung hinausragenden vorderen und/oder hinteren Abschnitt hat, und der vordere und/oder der hintere Abschnitt des Trägerbandes (5) mit dem vorderen (3) bzw. hinteren Teil eines Bekleidungsstückes (1) oder einer Tasche oder einem Rucksack verbunden sind bzw. ist.
  11. Gepolsteter Schulterträger nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß das Bekleidungsstück eine Miederware (1), ein Badebekleidungsstück oder eine Hose ist.
  12. Gepolsteter Schulterträger nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß das Trägerband (4) und/oder das Polsterteil (5) aus einem elastischen textilen Material bestehen bzw. besteht.
  13. Gepolsteter Schulterträger nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß das Einfaßband (12) und/oder das weitere Einfaßband (14) aus einem elastischen textilen Material bestehen bzw. besteht.
Es folgen 2 Blatt Zeichnungen






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