Die vorliegende Erfindung betrifft ein Gerät zur Verarbeitung von
digitalen optischen Signalen. Insbesondere betrifft die vorliegende Erfindung ein
optisches Gerät zum Vergleichen von zumindest einer Sequenz mit N Bits mit zumindest
einer vorbestimmten Sequenz mit N Referenzbits, ein optisches Kommunikationssystem,
in dem dieser Vergleich durchgeführt wird und ein Verfahren zur Durchführung dieses
Vergleichs.
Herkömmliche Mustererkennung wird mittels einer herkömmlichen Korrelationsoperation
zwischen einem Referenzmuster und einem Testmuster durchgeführt. Der Begriff "Referenzmuster"
bezeichnet ein vorbestimmtes Muster, das erkannt werden soll. Der Begriff "Testmuster"
bezeichnet jedes andere Muster, das mit dem Referenzmuster verglichen werden soll.
Die Korrelation c(x,y) zwischen einem Referenzmuster s(x,y) und einem Testmuster
f(x, y) wird somit definiert:
worin s(x,y) und f(x,y) zweidimensionale Muster, (x,y) räumliche Koordinaten dieser
zweidimensionalen Muster und (&agr;,&bgr;) herkömmliche Integrationsvariablen sind
und das Sternchen die komplexe Konjugation bezeichnet.
Dieses Integral wird herkömmlich als die Faltung der zwei Muster s(x,
y) und f(x, y) dargestellt:
worin ⨂ die Faltungsoperation darstellt.
Wie bekannt, ist diese Faltungsoperation in dem Bereich der Fourier-Transformation
ein einfaches Produkt der Fourier-Transformationen der jeweiligen Muster (in Großbuchstaben
angegeben):
worin (&xgr;,&eegr;) die räumliche Frequenzen sind.
Um die Korrelationsfunktion c(x,y) im räumlichen Bereich zu finden,
reicht es folglich aus, das Spektrum C(&xgr;,&eegr;) zu berechnen und dann die inverse
Fourier-Transformation zu finden.
Es ist außerdem bekannt, dass es in der Optik möglich ist, eine hochkomplexe
Operation wie die zweidimensionale Fourier-Transformation auf einfache Weise und
in Echtzeit mittels einer optischen Linse durchzuführen. Der Grund dafür liegt darin,
dass eine solche Linse auf seiner rückseitigen Brennebene die genaue Fourier-Transformation
eines Musters liefert, das sich auf der vorderseitigen Brennebene befindet.
Es gibt bekannte optische Geräte, die in der Lage sind, eine Korrelationsoperation
zwischen zwei Mustern durchzuführen. Zum Beispiel zeigt 1
(in welcher, der größeren Klarheit wegen, die Bezugsachsen x, y, z auch angegeben
sind) einen herkömmlichen optischen Korrelator gemäß Vander Lugt (A. Vander Lugt,
"Signal detection by complex spatial filtering", IEEE trans. Inform. Theory, vol.
10, p.139, 1964).
Dieses Gerät umfasst eine erste Linse 21 mit einer Brennweite
f, ein optisches Filter 22 und eine zweite Linse 23 mit einer
Brennweite f2, Der Abstand zwischen den zwei Linsen 21 und
23 beträgt f1+f2 und das optische Filter
22 befindet sich in der rückseitigen Brennebene der ersten Linse
21, die der vorderseitigen Brennebene der Linse 23 entspricht.
In 1 hat die zweite Linse 23 dieselbe Brennweite
f wie die Linse 21 (f1=f2=f). Andererseits, wenn
die Linse 23 eine Brennweite f2 hat, die sich von f1
unterscheidet, hat das optische Feld am Ausgang des Korrelators einen zusätzlichen
Skalierungsfaktor im Vergleich zum Fall, bei dem f1=f2=f ist.
Zum Zwecke der vorliegenden Beschreibung sollen die in 1
dargestellten Eingangsebene 11 und Ausgangsebene 14 der Vorrichtung
die vorderseitige Brennebene der Linse 21 bzw. die rückseitige Brennebene
der Linse 23 bezeichnen.
Das optische Filter 22 kann beispielsweise ein angepasstes
Filter (MF) oder ein Phase-Only-Filter (POF) sein.
Das angepasste Filter MF hat eine Übertragungsfunktion H(&xgr;,&eegr;)
= kS·(&xgr;,&eegr;), worin S·(&xgr;,&eegr;) das komplexe Konjugat
der Fourier-Transformation des Referenzmusters s(x, y) bezeichnet und k eine Multiplikationskonstante
ist.
Das Phase-Only-Filter POF hat eine Übertragungsfunktion:
die Fourier-Transformation des Referenzmusters s(x, y) ist.
In Bezug auf die Operation des Vander-Lugt-Korrelators
a) wird das Testmuster f(x,y), welches sich auf der Eingangsebene
11 befindet, auf der rückseitigen Brennebene der Linse 21 Fourier-transformiert,
wodurch die Feldverteilung F(&xgr;,&eegr;) erzeugt wird;
b) wird auf der rückseitigen Brennebene diese Feldverteilung F(&xgr;,&eegr;)
durch ein optisches Filter 22 gefiltert, wobei dessen Ausgang eine Feldverteilung
von F(&xgr;,&eegr;) H(&xgr;,&eegr;) zugeführt wird; und
c) es wird auf der rückseitigen Brennebene der zweiten Linse 23 die
optische Feldverteilung F(&xgr;,&eegr;)H(&xgr;,&eegr;) durch die Linse 23 Fourier-transformiert,
um die Faltung f(x,y)⨂h(x,y) des Testmusters f(x,y) und die Antwort auf den
Impuls [h(x,y)] des optischen Filters 22 zu liefern;
worin h(x,y) die inverse Fourier-Transformation der Übertragungsfunktion (H(&xgr;,&eegr;)
des Filters [&zgr;1(&xgr;,&eegr;)] ist, welches wie oben dargestellt
die das Referenzmuster s(x,y) betreffende Information enthält.
Im Falle sowohl des angepassten Filters als auch des Phase-Only-Filters
erreicht die Intensität der Feldverteilung auf der Ausgangsebene 14, gemessen
am Ursprung (x=0), y=0), ihren Höchstwert, wenn das Testmuster mit dem Referenzmuster
[f(x,y)=s(x,y)] übereinstimmt, und hat einen kleineren Wert, wenn dies nicht der
Fall ist. Indem man die Intensität der Feldverteilung am Ursprung (x=0, y=0) der
Ausgangsebene 14 misst, kann man bestimmen, ob das Testmuster mit dem Referenzmuster
identisch ist oder nicht.
Jedoch verarbeiten das angepasste Filter und das Phase-Only-Filter
die Muster auf jeweils verschiedene Weise.
Im Fall des angepassten Filters entspricht die Faltung f(x,y)⨂h(x,y)
der Korrelation c(x,y) zwischen dem Testmuster und dem Referenzmuster wie in Gleichung
(2) definiert. Folglich, wenn das Testmuster mit dem Referenzmuster (f(x,y)=s(x,y)]
übereinstimmt, führt der Vander-Lugt-Korrelator die Operation des Autokorrelationstyps:
durch, und wenn das Testmuster f(x,y) vom Referenzmuster s(x,y) verschieden ist,
führt er die Operation des Kreuzkorrelationstyps:
durch.
Dennoch, im Falle des Phase-Only-Filters, entspricht die Faltung f(x,y)⨂h(x,y)
nicht einer Korrelationsoperation c(x,y) zwischen dem Testmuster und dem Referenzmuster
wie herkömmlich in der Mathematik definiert [Gleichung (2)), und wenn das Referenzmuster
(f(x,y)=s(x,y)) auf der Eingangsebene 11 vorhanden ist, ist diese Faltung
vom Typ:
wobei &zgr;-1 die Operation der inversen Fourier-Transformation bezeichnet.
Andererseits, wenn das Testmuster f(x,y) sich vom Referenzmuster s(x,y) unterscheidet,
ist die Faltung vom Typ
Wenngleich die Operation, die durch den Vander-Lugt-Korrelator mit
einem Phase-Only-Filter durchgeführt wird, keine echte Korrelationsoperation ist,
wie sie in der Mathematik herkömmlich definiert sind, werden zum Zwecke der vorliegenden
Erfindung die Funktionen ac'(x,y) und cc'(x,y) als eine Autokorrelation bzw. eine
Kreuzkorrelation betrachtet.
Unter den verschiedenen Parametern, welche die Leistung eines Korrelators
mit einem Phase-Only-Filter identifizieren, wird in der vorliegenden Beschreibung
auf Parameter D' Bezug genommen, welcher das Verhältnis zwischen der Intensität
(|cc'(0,0|2) der Feldverteilung angibt, die am Ursprung (x=0, y=0) der
Ausgangsebene 14 bei einer Kreuzkorrelationsoperation cc'(x,y) festgestellt
wurde, und jener (|ac(0,0|2), die bei einer Autokorrelationsoperation
ac'(x,y):
festgestellt wurde, wobei cc'(0,0) und ac'(0,0) die vorstehend in Gleichungen (8)
und (9) definierten Faltungsoperationen für x=0 und y=0 auf der Ausgangsebene
14 des in 1 dargestellten Korrelators sind.
Im Falle eines Korrelators mit einem angepassten Filter, wird im folgenden
dennoch auf ein Parameter D Bezug genommen, welcher das Verhältnis zwischen der
Intensität (|cc(0,0)|2) der Feldverteilung angibt, die am Ursprung (x=0,
y=0) der Ausgangsebene 14 bei einer Kreuzkorrelationsoperation cc(x,y)
festgestellt wird, und jener (|ac(0,0|2), die bei einer Autokorrelationsoperation
ac(x,y):
festgestellt wird, wobei ac(0,0) und cc(0,0) die vorstehend [Gleichungen (6) und
(7)] definierten Autokorrelation und Kreuzkorrelation berechnet für x=0 und y=0
auf der Ausgangsebene 14 des in 1 dargestellten
Korrelators sind.
Die Parameter D und D' erreichen einen Einheitswert, wenn ein mit
dem Referenzmuster s(x,y) identisches Testmuster f(x,y) am Eingang eines Korrelators
vorhanden ist. Wenn allerdings ein vom Referenzmuster verschiedenes Muster am Eingang
vorhanden ist, haben die Parameter D und D' einen Wert von weniger als 1, und das
Unterscheidungsvermögen CD des Korrelators, das durch
CD = 1-D oder CD'=1-D'(12)
definiert ist, steigt, wenn der Wert von D oder D' fällt.
Die Parameter D und D' sind somit Indikatoren des Unterscheidungsvermögens
CD eines Korrelationsgeräts.
Es ist ebenfalls bekannt, dass das Phase-Only-Filter eine Gesamtleistung
aufweist, die besser ist als die des angepassten Filters, wenn es mit einem Vander-Lugt-Korrelator
für Mustererkennung verbunden ist [K.C. Macukow et al., "Phase only filter as matched
spatial filter with enhanced discrimination capability", Optics communications,
vol. 64, p. 224, 1987; L.P. Yaroslavsky, "Is the phase only filter and its modifications
optimal in terms of discrimination capability in pattern recognition?", Applied
Optics, vol. 31, p.1677, 1992; L.A. Romero et al., "Comparison between the peak-to-sidelobe
ration of the matched and the Phase only filters", Optics Letters, vol. 16, p. 253,
1991; B.V. Kumar et al., "Phase only filter with improved signal to noise ratio",
Applied Optics, vol. 28, p. 250, 1989].
US Patent 5 214 534 beschreibt auch ein Verfahren zum Durchführen
einer Musterkorrelation in einem Fourier-Transformationskorrelator. Dieses Verfahren
besteht darin, dass ein Eingangsmuster als ein Phase-Only-Objekt mit standardisierter
Amplitude und einer Phase, die von der Intensität dieses Eingangsmusters abhängt,
kodiert wird. Dieses Verfahren besteht ebenfalls im Hervorbringen der Fourier-Transformation
dieses Objekts, im Filtern der Fourier-Transformation des Objekts mit einem zweidimensionalen
Phase-Only-Filter, in dem das Referenzmuster erfasst wird, und schließlich im Hervorbringen
der inversen Fourier-Transformation des Objekts, welches so gefiltert wurde.
US Patent 5 523 881 beschreibt einen optischen Signalprozessor, der
eine kohärente Lichtquelle, einen ersten und einen zweiten räumlichen Lichtmodulator
und einen Strahlteiler verwendet. Das Licht von der Quelle wird vom Strahlteiler
reflektiert und an den ersten räumlichen Lichtmodulator gesandt, wo es durch Mehrphasenmodulation
gemäß einem Eingangsmuster moduliert wird. Das so modulierte kohärente Licht wird
dann der Fourier-Transformation unterworfen, an den zweiten räumlichen Lichtmodulator
gesandt, wo es mittels Mehrphasenmodulation gemäß dem Referenzmuster moduliert wird,
und dann der inversen Fourier-Transformation unterworfen. Ein Signal, das von der
Korrelationsoperation zwischen dem Eingangsmuster und dem Referenzmuster abhängt,
wird somit am Ausgang erhalten.
Dennoch ist das Problem der Erkennung von digitalen optischen Signalen,
mit anderen Worten das Problem der Unterscheidbarkeit einer Sequenz mit N Referenzbits
von jeder anderen Sequenz mit N Bits, sogar dann, wenn sich die Sequenzen lediglich
durch ein einziges Bit unterscheiden, viel komplexer als das der Mustererkennung,
bei welcher sich im Allgemeinen die Eingangsmuster vom Referenzmuster durch viel
mehr als einen einzigen Punkt unterscheiden.
Beim Angehen des Problems der Erkennung von digitalen optischen Signalen,
mit anderen Worten von Sequenzen mit Bits, die ein numerisch kodiertes Datenelement
enthalten, haben die Erfinder der vorliegenden Erfindung mittels Computersimulationen
die Leistung eines Vander-Lugt-Korrelators mit einem Phase-Only-Filter
22 und mit binären Sequenzen mit N Bits (die Bits hatten einen Wert von
1 oder 0) am Eingang untersucht. Diese Simulationen begannen unter Verwendung einer
Amplitudenmodulation der N Bits, bei welcher Bit 1 der Anwesenheit eines optischen
Feldes zugeordnet wurde, während Bit 0 dessen Abwesenheit zugeordnet wurde, oder
umgekehrt (Modulation vom ein/aus Typ). Zusätzlich wurden zwei binäre Referenzsequenzen
mit 8 Bits (ein Byte) ausgewählt, die 01000111 (die Nummer 71 in der Dezimalschreibweise)
und 01001110 (die Nummer 78 in der Dezimalschreibweise) entsprachen, und die Werte
des Parameters D' (oben definiert) wurden für 256 verschiedene Eingangstestbytes
berechnet (alle möglichen Bytes, die mit binären Sequenzen mit N=8 Bits erhältlich
sind, d.h. 2N).
14 und 15
zeigen die Werte des Parameters D', die auf diese Weise für das Referenzbyte 01000111
(71) bzw. 01001110 (78) festgestellt wurden. In beiden Fällen wurden alle Testbytes,
die vom Referenzbyte verschieden waren, vom Referenzbyte unterschieden (ergaben
einen D'-Wert von weniger als 1), und der schlimmste Fall (niedrigstes CD') wurde
beim Testbyte 01001111 (79) festgestellt, mit anderen Worten mit einem der Bytes,
welches sich vom Referenzbyte lediglich durch ein Bit unterschied. Für das Referenzwort
01000111 (71) und das Testbyte 01001111 (79) wurde ein Parameter D' von 0,99 ermittelt,
während für das Wort 01001110 (78) und das Byte 01001111 (79) 0,87 festgestellt
wurde. Dies bedeutet, dass der schlechteste Wert von CD' weniger als 1 % im Falle
des Referenzbytes (71) und ungefähr 13% im Falle des Referenzbytes (78) betrug.
In diesem Zusammenhang sollte festgehalten werden, dass, um zu bestimmen,
ob eine Testsequenz mit der Referenzsequenz identisch ist oder nicht, es auch notwendig
ist, ein Gerät zu verwenden, welches in der Lage ist, den Wert der Intensität des
durch die Vergleichsoperation zwischen den zwei Sequenzen erzeugten Signals zu analysieren,
und zu bestimmen, ob dieser Wert mit dem Maximalwert gleich ist, den diese Intensität
im Falle der Identität zwischen der Testsequenz und der Referenzsequenz aufweist.
Wenn der Wert der Intensität, der dem schlimmsten Fall entspricht, dem Maximalwert
naht, muss das Gerät empfindlicher sein, um die Referenzsequenz unter allen möglichen
Eingangtestsequenzen unterscheiden zu können. Beispielsweise muss das Gerät, bei
einem CD'- (oder CD-) Wert von 1%, in der Lage sein, Intensitätsabweichungen von
1 % zu detektieren, vorausgesetzt, dass es kein Hintergrundrauschen gibt. Da dies
jedoch nie der Fall ist, ist zusätzlich zu der hohen Empfindlichkeit des Geräts
ein verhältnismäßig sehr leises Geräusch erforderlich. Diese Bedingungen, selbst
wenn sie erfüllt werden können, erfordern die Konstruktion von sehr teueren Geräten.
Um preiswerte kommerzielle Geräte verwenden zu können, nahmen die Erfinder das Problem
in Angriff, die bestmöglichen CD'- (oder CD-) Werte für alle 2N-1 Testsequenzen,
die sich von der Referenzsequenz unterscheiden, zu identifizieren.
Nachdem sie festgestellt haben, dass die Amplitudemodulation der numerischen
Sequenz für die Unterscheidung von Sequenzen mit Bits nicht geeignet war, beschlossen
die Erfinder, die Leistung eines Vander-Lugt-Korrelators mit einem Phase-Only-Filter
und Sequenzen mit N Eingangsbits, die phasenmoduliert wurden (die Bits hatten die
gleiche Intensität und eine Phase von 0/&pgr; für die 0 bzw. 1 Bits oder umgekehrt),
zu untersuchen.
4 und 5
zeigen die Werte des Parameters D', die im Falle der Referenzbytes 01000111 (71)
bzw. 01001110 (78) für 256 mögliche Eingangstestbytes ermittelt wurden.
So stellten die Erfinder fest, dass das Unterscheidungsvermögen CD'
akzeptable Werte für alle Eingangstestbytes aufwies, außer für die komplementären
Bytes. Der Grund dafür liegt darin, dass der auf diese Weise konfigurierte (mit
einem Phase-Only-Filter und herkömmlicher 0/&pgr; Phasenmodulation) Vander-Lugt-Korrelator
nicht in der Lage war, das Referenzbyte von dessen komplementären Byte zu unterscheiden.
Aus diesem Grund stellten die Erfinder verschiedene andere Arbeitshypothesen
auf, welche die Frage betrafen, wie eine Sequenz mit N Referenzbits von deren komplementären
Sequenz unterschieden werden könnte, ohne das Vermögen, diese Referenzsequenz mit
N Bits von anderen Testsequenzen mit N Bits zu unterscheiden, nachteilig zu beeinflussen.
Im Laufe dieser Suche haben sie unerwartet festgestellt, dass dies unter Verwendung
einer geeigneten 0/&agr;&pgr; Phasenmodulation mit 0<&agr;<1 für die Eingangsbits
erreicht werden kann.
In einem ersten Aspekt betrifft die vorliegende Erfindung somit ein
optisches Gerät umfassend
– ein erstes Element, das ein digitales optisches Signal mit zumindest
einer Sequenz mit N Bits, die durch eine geeignete Phasenmodulation moduliert sind,
liefern kann;
– einen Reihen-Parallel-Umsetzer zum Umsetzen dieser zumindest einen Sequenz
mit N Bits in ein räumliches Muster von N parallelen Bits, welches dieselbe Information
wie die Sequenz mit den N Bits enthält; und
– ein zweites Element, das eine Vergleichsoperation zwischen dem räumlichen
Muster mit N Bits und einem vorbestimmten räumlichen Referenzmuster mit N Bits durchführen
kann und das einem Ausgang ein Signal zuführen kann, welches eine Intensität besitzt,
dessen Wert von dem Ergebnis der Vergleichsoperation abhängt,
dadurch gekennzeichnet, dass die geeignete Phasenmodulation 0/&agr;&pgr;, worin
0<&agr;<1, ist.
Das Gerät gemäß der vorliegenden Erfindung ist nicht nur in der Lage,
eine vorbestimmte Sequenz mit N Referenzbits von deren komplementären Sequenz zu
unterscheiden, sondern vermag auch die durchschnittliche Unterscheidbarkeit der
Referenzsequenz mit N Bits von allen anderen mit den erwähnten N Bits erhältlichen
Testsequenzen zu verbessern (d.h. es verringert den Durchschnittswert des Parameters
D oder D'). Mit anderen Worten ermöglicht es das Gerät, die Anzahl von Sequenzen
mit N Bits, die erkannt werden können, über das Niveau bekannter Geräte zu heben.
Das erfindungsgemäße Gerät hat auch den Vorteil, dass es eine Unterscheidungsoperation
in Echtzeit durchführt, mit anderen Worten in einer Zeitspanne, die mit der Dauer
der Ausbreitung der Bits im Gerät gleich ist. Es ist somit mit keinen Einschränkungen
der Bitgeschwindigkeit verbunden, wenn es an ein optisches Koppelnetz oder in einem
optischen Kommunikationssystem verbunden ist.
Typischerweise ist diese eine Sequenz mit N Bits auch die komplementäre
Sequenz des vorbestimmten räumlichen Referenzmusters mit N Bits.
Vorteilhafterweise wird der Wert des Parameters &agr; so ausgewählt,
dass die Unterscheidung dieses vorbestimmten räumlichen Referenzmuster mit N Bits
von der komplementären Sequenz optimiert wird. Noch vorteilhafter ist es, wenn der
Wert des Parameters &agr; so ausgewählt wird, dass die Unterscheidung dieses vorbestimmten
räumlichen Referenzmusters mit N Bits von allen möglichen Sequenzen mit N Bits optimiert
wird.
Typischerweise beträgt der Wert des Parameters &agr; von 0,3 bis 0,95.
Noch typischer ist es, wenn der Wert des Parameters &agr; von 0,7
bis 0,9 beträgt.
Typischerweise umfasst dieses erste Element eine Laserquelle und einen
Phasenmodulator, der die 0/&agr;&pgr; Phasenmodulation ausführen kann.
In einer Ausführung umfasst das erste Element auch ein optoelektronisches
Gerät, das ein optisches digitales Eingangssignal mit einer Modulation verschieden
von 0/&agr;&pgr; in ein elektrisches Steuersignal für den 0/&agr;&pgr; Phasenmodulator
umsetzen kann.
In einer Ausführung umfasst der Reihen-Parallel-Umsetzer einen 1×N
Teiler zum Klonen des digitalen optischen Signals in N digitale optische Signale
und N Verzögerungsleitungen zum Verzögern der N digitalen optischen Signale durch
eine vorbestimmte Verzögerung für jedes Signal in solch einer Weise, dass das räumliche
Muster mit N Bits am Ausgang der N Verzögerungsleitungen bereitgestellt wird.
Noch bevorzugter ist es, wenn die N Verzögerungsleitungen Heizgeräte
umfassen.
Typischerweise führt das zweite Element eine Faltungsoperation des
räumlichen Musters mit N Bits und des vorbestimmten räumlichen Referenzmusters mit
N Bits durch.
Vorzugsweise ist das zweite Element, das eine Vergleichsoperation
durchführen kann, ein optisches Element, das an dessen Ausgang ein optisches Signal
liefern kann, das eine Intensität hat, dessen Wert vom Ergebnis der Vergleichsoperation
abhängt.
In einer Ausführung ist das zweite Element ein Vander-Lugt-Korrelator.
Vorzugsweise umfasst der Vander-Lugt-Korrelator eine erste optische
Linse, eine zweite optische Linse und ein Phase-Only-Filter.
Vorzugsweise umfasst das optische Gerät auch ein Detektorelement zum
Detektierten der Intensität des Signals am Ausgang des zweiten Elements sowie ein
Vergleichselement, das diese Intensität mit einer Intensitätsschwelle mit einem
vorbestimmten Wert vergleichen kann, um zu bestimmen, ob das räumliche Muster mit
N Bits mit dem vorbestimmten räumlichen Referenzmuster mit N Bits identisch ist
oder nicht.
Wenn dieses Signal am Ausgang des zweiten Elements optisch ist, ist
das Detektorelement typischerweise ein Photodetektor zum Umsetzen des optischen
Signals in ein entsprechendes elektrisches Ausgangssignal mit einer vorbestimmten
Spannung. Auch ist der Vergleicher typischerweise ein elektrischer Schwellschaltkreis,
welcher diese Spannung mit einem vorbestimmten Spannungsschwellwert vergleichen
kann, um zu bestimmen, ob das räumliche Muster mit N Bits mit dem vorbestimmten
räumlichen Referenzmuster mit N Bits identisch ist oder nicht.
In einer Ausführung ist das optische Gerät wirksam mit einem Prozessor
verbunden, der für jedes vorbestimmte räumliche Referenzmuster den Wert des Parameters
&agr; bestimmen kann, welcher die Unterscheidung des vorbestimmten räumlichen Referenzmuster
mit N Bits von seiner komplementären Sequenz optimiert, und der die Ausführung der
0/&agr;&pgr; Phasenmodulation durch das erste Element und das Optimieren der Vergleichsoperation
durch das zweite Element herbeiführen kann.
Vorteilhafterweise bestimmt dieser Prozessor für jedes vorbestimmte
räumliche Referenzmuster den Wert des Parameters &agr;, welcher die Unterscheidung
des vorbestimmten räumlichen Referenzmuster mit N Bits von allen möglichen Sequenzen
mit N Bits optimiert.
In einem zweiten Aspekt betrifft die vorliegende Erfindung ein optisches
Kommunikationssystem umfassend:
– zumindest eine erste Vorrichtung, die eine Lichtquelle und einen Phasenmodulator
aufweist, zum Liefern eines digitalen optischen Signals mit zumindest einer Sequenz
mit N Bits, die durch eine geeignete 0/&agr;&pgr; Phasenmodulation moduliert ist,
wobei 0<&agr;<1;
– eine optische Übertragungsleitung, die optisch mit der ersten Vorrichtung
verbunden ist, zum Übertragen des digitalen optischen Signals;
– eine zweite Vorrichtung, die optisch mit der optischen Übertragungsleitung
verbunden ist, und die aufweist:
i. einen Reihen-Parallel-Umsetzer zum Umsetzen dieser zumindest einen Sequenz mit
N Bits in ein räumliches Muster mit N parallelen Bits, welches dieselbe Information
wie die Sequenz mit den N Bits enthält; und
ii. ein Element, das eine Vergleichsoperation zwischen dem räumlichen Muster mit
N Bits und einem vorbestimmten räumlichen Referenzmuster mit N Bits durchführen
kann und das einem Ausgang ein Signal zuführen kann, welches eine Intensität hat,
dessen Wert von dem Ergebnis der Vergleichsoperation abhängt;
iii. ein Detektorelement zum Detektieren der Intensität des Signals bei dem Ausgang
des Elements und welches eine Vergleichsoperation durchführen kann; und
iv. ein Vergleichselement, das mit dem Detektorelement verbunden ist und das die
Intensität mit einem Schwellwert für die Intensität, der einen vorbestimmten Wert
hat, vergleichen kann, um zu bestimmen, ob das räumliche Muster mit N Bits mit dem
vorbestimmten räumlichen Muster mit N Bits identisch ist oder nicht.
Für Einzelheiten der Bestimmung des Parameters &agr; sowie der Eigenschaften
des Reihen-Parallel-Umsetzers, des Elements, das eine Vergleichsoperation durchführen
kann, des Detektorelements und des Vergleichselements wird auf die vorangegangene
Beschreibung des erfindungsgemäßen Geräts verwiesen.
Typischerweise ist die Lichtquelle eine Laserquelle.
Vorteilhafterweise umfasst die optische Übertragungsleitung eine optische
Faser. Noch vorteilhafter ist es, wenn sie ein optisches Kabel umfasst.
In einer Ausführung umfasst die zweite Vorrichtung:
– einen 1×M Teiler zum Klonen des digitalen optischen Signals mit
zumindest einer Sequenz mit N Bits in M optische Signale mit jeweils dieser zumindest
einer Sequenz mit N Bits,
– einen Reihen-Parallel-Umsetzer zum Umsetzen der zumindest einen Sequenz
mit N Bits in ein räumliches Muster mit N parallelen Bits, welches dieselbe Information
wie die Sequenz mit den N Bits enthält, für jedes der M optischen Signale, und
– ein Element, das eine Vergleichsoperation zwischen dem räumlichen Muster
mit N Bits und einem der M vorbestimmten räumlichen Referenzmustern mit N Bits durchführen
kann.
Typischerweise ist die zumindest eine Sequenz mit N Bits auch die
komplementäre Sequenz von einem der M vorbestimmten räumlichen Referenzmustern mit
N Bits.
Vorzugsweise wird der Parameter &agr; so ausgewählt, dass die Unterscheidung
der M vorbestimmten räumlichen Referenzmuster von der komplementären Sequenz optimiert
wird. Noch bevorzugter ist es, wenn der Parameter &agr; so ausgewählt wird, dass
die Unterscheidung der M vorbestimmten räumlichen Referenzmustern von allen möglichen
Sequenzen mit N Bits optimiert wird.
In einem dritten Aspekt betrifft die vorliegende Erfindung ein Verfahren
zum Vergleichen von einem optischen räumlichen Muster mit N Bits mit einem vorbestimmten
räumlichen Referenzmuster mit N Bits umfassend folgende Schritte:
a) Modulieren der N Bits des optischen räumlichen Musters mit einer geeigneten
Phasenmodulation;
b) Durchführen einer Faltungsoperation des räumlichen Musters mit N Bits mit
dem vorbestimmten räumlichen Referenzmuster mit N Bits in solch einer Weise, dass
ein Signal mit einer Intensität geliefert wird, dessen Wert von dem Ergebnis der
Faltungsoperation abhängt;
c) Detektieren der Intensität;
d) Vergleichen des Wertes der Intensität mit einem Schwellwert für die Intensität,
der einen vorbestimmten Wert hat, um zu bestimmen, ob das optische räumliche Muster
mit N Bits mit dem vorbestimmten räumlichen Referenzmuster mit N Bits identisch
ist oder nicht,
dadurch gekennzeichnet, dass die geeignete Phasenmodulation 0/&agr;&pgr; ist, wobei
0<&agr;<1 ist.
Vorzugsweise liefert Schritt b) ein optisches Signal mit einer Intensität,
dessen Wert von dem Ergebnis der Faltungsoperation abhängt.
Typischerweise besteht Schritt c) aus dem Umsetzen des optischen Signals
in ein entsprechendes elektrisches Signal mit einer vorbestimmten Spannung und Schritt
d) aus dem Vergleichen des Wertes dieser Spannung mit einem vorbestimmten Spannungsschwellwert,
um zu bestimmen, ob das optische räumliche Muster mit N Bits mit dem räumlichen
Referenzmuster mit N Bits identisch ist oder nicht.
Für Informationen zur Bestimmung des Parameters &agr; wird hier auf
die vorangegangene Beschreibung des erfindungsgemäßen Geräts verwiesen.
Die Merkmale und Vorteile der Erfindung werden nunmehr mit Bezug zu
Ausführungsbeispielen dargestellt, die, ohne den Erfindungsgegenstand einzuschränken,
anhand der beigefügten Zeichnungen veranschaulicht sind, wobei:
1 den herkömmlichen Vander-Lugt-Korrelator
schematisch zeigt;
2 ein erfindungsgemäßes optisches Übertragungssystem
schematisch zeigt;
3 eine Ausführung eines Reihen-Parallel-Umsetzer
des in 2 dargestellten Übertragungssystems zeigt;
4 die Werte des Parameters D' zeigt,
die mit einer herkömmlichen 0/&pgr; Phasenmodulation, 256 Testbytes und dem Referenzbyte
01000111 (71) erhalten wurden;
5 die Werte des Parameters D' zeigt,
die mit einer herkömmlichen 0/&pgr; Phasenmodulation, 256 Testbytes und dem Referenzbyte
01001110 (78) erhalten wurden;
6 eine Ausführung eines erfindungsgemäßen
optischen Geräts schematisch zeigt;
7 in Kurve A die Werte des Parameters
D' zeigt, die mit einer Variation des Pegels der &phgr; Phasenmodulation unter Verwendung
des Bytes 01001110 als Referenz und des komplementären Bytes als Test erhalten wurden,
und in Kurve B die Niedrigstwerte des Parameters D', die unter Verwendung der anderen
Testbytes für jeden Pegelwert der &phgr; Phasenmodulation erhalten wurden;
8 den Wert des Parameters D' zeigt, der
erfindungsgemäß für jedes der 256 Testbytes mit dem Referenzbyte 01001110 (78) und
einer optimalen Modulation von 0/0,72 &pgr; erhalten wurde;
9 die Werte des Parameters D' zeigt,
die mit acht Bytes, die sich lediglich durch ein Bit vom Referenzbyte 01001110 (78)
unterschieden, sowie mit seinem komplementären Byte, mit einem Modulationspegel
gemäß dem Stand der Technik (Kurve E) sowie mit einem erfindungsgemäßen Modulationspegel
(Kurve F) erhalten wurden.
10 den Wert für jedes der 256 Referenzbytes
zeigt, der für den optimalen Pegel &phgr;'o der erfindungsgemäßen Modulation
erhalten wurde;
11 den Maximalwert des Parameters D'
für jedes der 256 Referenzbytes zeigt, der mit dem optimalen Modulationspegel &phgr;'o
erhalten wurde;
12 den Maximalwert des Parameters D'
für jedes der 256 Referenzbytes zeigt, der bei einem Modulationswert von 0,83&pgr;
erhalten wurde;
13 die relative Veränderung des Parameters
D' für jedes der 256 Bytes zeigt;
14 die Werte des Parameters D' zeigt,
die mit dem Referenzbyte 01000111 (71), 256 Testbytes und einer Amplitudemodulation
vom ein/aus Typ erhalten wurden;
15 die Werte des Parameters D' zeigt,
die mit dem Referenzbyte 01001110 (78), 256 Testbytes und einer Amplitudemodulation
vom ein/aus Typ erhalten wurden;
16 eine zweite Ausführung eines erfindungsgemäßen
optischen Geräts schematisch zeigt;
17 den Maximalwert des Parameters D'
für jedes der 256 Referenzbytes zeigt, der bei einer herkömmlichen 0/&pgr; Phasenmodulation
erhalten wurde;
18 den Unterschied zwischen den Werfen
des Parameters D' von 17 und jenen von 12
für jedes der 256 Referenzbytes zeigt.
Die Ausführung des erfindungsgemäßen optischen Geräts 500
umfasst ein erstes Element 100 zum Liefern eines digitalen optischen Signals mit
zumindest einer seriellen optischen Sequenz 1000 mit N binären Bits, die
durch eine geeignete Phasenmodulation moduliert ist, einen Reihen-Parallel-Umsetzer
6 und ein zweites Element 9 zum Durchführen einer Faltungsoperation
im freien Raum und parallel mit einer vorbestimmten Referenzsequenz mit N binären
Bits und der seriellen optischen Testsequenz 1000 (6).
Das erste Element 100 zum Liefern der optischen Sequenz
1000 mit N Bits umfasst beispielsweise eine Laserquelle 120 und
einen Phasenmodulator 130. Die Laserquelle 120 ist beispielsweise
eine Laserdiode, die auf den Wellenlängen eines optischen Signals der Telekommunikation
emittiert, beispielsweise im Bereich von ungefähr 1300 bis 1600 nm, oder vorzugsweise
im Bereich von etwa 1500 bis 1600 nm.
Der Phasenmodulator 130 ist ein herkömmlicher optischer Modulator
umfassend beispielsweise einen Hohlleiter auf einem LiNbO3 Substrat,
dem zwei Elektroden zugeordnet sind. Der Modulator 130 führt eine binäre
Phasenmodulation des optischen Signals durch, das von der Laserquelle
120 gemäß dem digitalen elektrischen Pilotsignal 110 emittiert
wird, welches die zu übertragende digitale Information mit einer vorbestimmten Übertragungsgeschwindigkeit
überträgt.
Mit dem von der Laserquelle 120 gesendeten optischen Signal
assoziiert der Phasenmodulator 130 beispielsweise eine Phase von
– &phgr;=0, wenn das Bit des elektrischen Signals 110 0 ist;
und
– &phgr;=&agr;&pgr;, wenn das Bit des elektrischen Signals 110
1 ist,
wobei der Wert des Parameters &agr; vorzugsweise so gewählt wird, dass die Unterscheidbarkeit
der vorbestimmten Referenzsequenz mit N Bits von deren komplementären Sequenz optimiert
wird, oder, noch bevorzugter, so dass die Unterscheidbarkeit der vorbestimmten Referenzsequenz
mit N Bits von allen möglichen 2N Testsequenzen mit N binären Bits optimiert
wird.
So wird am Eingang des Reihen-Parallel-Umsetzers 6 die optische
Sequenz 1000 mit N Bits durch die 0-&agr;&pgr; Modulation phasenmoduliert.
Der Reihen-Parallel-Umsetzer 6 kann die serielle Sequenz
1000 mit N Bits, die wie oben beschrieben gebildet ist, in ein räumliches
Muster 3000 mit N Bits umsetzen, welches dieselbe Information enthält wie
die serielle Sequenz 1000.
3 zeigt ein Beispiel eines Reihen-Parallel-Umsetzers
6 für N=8. Das optische Signal, das die serielle Sequenz 1000
mit N Bits am Eingang des Reihen-Parallel-Umsetzers 6 enthält, wird durch
einen Teiler 61 in N gleiche Signale aufgeteilt, und anschließend wird
die i-te Kopie (i=1...N) um einen Zeitintervall von &tgr;i=(N-i)·Tb(Tb
ist die Zeitdauer eines Bits, mit anderen Worten das Inverse der Bitgeschwindigkeit)
durch geeignete optische Verzögerungsleitungen 62 verzögert. Auf diese
Weise ist das i-te Bit der seriellen Sequenz 1000 mit N Bits am i-ten Ausgang
des Umsetzers 6 vorhanden, so dass das entsprechende räumliche Muster
3000 mit N Bits gebildet wird.
Der Teiler 61 ist beispielsweise ein einzelner 1×N
Schweißfaserkoppler oder wird aus einer entsprechenden Anzahl von 1×2 Schweißfaserteilern
gebildet, die in Reihenschaltung verbunden sind, um einen 1×N Teiler zu bilden.
Alternativ kann der Teiler 61 auch durch andere Technologien wie die integrierte
Optik oder die holographische Beugung hergestellt werden.
Die optischen Verzögerungsleitungen 62 sind beispielsweise
Segmente optischer Fasern oder Hohleiter von geeigneter Länge.
Vorzugsweise sind herkömmliche thermo-optische Phasensteuerungen ("Heizer"),
die hier nicht gezeigt sind, am Ausgang der optischen Verzögerungsleitungen
62 oder, alternativ, entlang der Verzögerungsleitungen 62 vorhanden,
und regulieren genau die Phasenverzögerungszeit von jedem der N Signale, so dass
die Phasenbeziehung zwischen den N Bits des räumlichen Musters 3000 dieselbe
ist wie die zwischen den N Bits der optischen Sequenz 1000 am Eingang des
Reihen-Parallel-Umsetzers 6.
Mittels einer herkömmlichen elektronischen Stabilisierungs- und Steuerungsschaltung
regulieren die Heizer entsprechend die Temperatur der Verzögerungsleitungen
612, um die Längen dieser Leitungen 612 und somit die Phasen der
N Bits des räumlichen Musters 3000 anzupassen.
Wenn die optischen Verzögerungsleitungen 62 aus Segmenten
optischer Fasern bestehen, kann ein ähnlicher Effekt mit herkömmlichen piezoelektrischen
Geräten (Stretcher) erhalten werden, die in der Lage sind, die Längen dieser Segmente
optischer Fasern zu regulieren.
In einer Ausführung besteht das zweite Element 9 zur Durchführung
einer Faltungsoperation im freien Raum und, parallel dazu, der Referenzsequenz mit
N Bits und der seriellen optischen Testsequenz 1000 aus einem herkömmlichen
Vander-Lugt-Korrelator vom vorstehend mit dem Bezug auf 1
beschriebenen Typ, umfassend eine erste konvexe Linse 21, ein Phase-Only-Filter
22 und eine zweite konvexe Linse 23. Die Linsen 21 und
23 haben beispielsweise Brennweiten von f1=1000 mm bzw. f2=250
mm.
Das zweite Element 9 führt dessen Ausgang ein optisches Signal
2000 mit einer Intensität zu, dessen Wert vom Ergebnis
der Vergleichsoperation zwischen der Referenzsequenz mit N Bits und der seriellen
optischen Testsequenz 1000 abhängt.
Das Phase-Only-Filter 22 hat eine Übertragungsfunktion mit
einer Phase &phgr;(&xgr;,&eegr;), die im Wesentlichen mit der konjugierten Phase
des auf dem Filter einfallenden optischen Feldes gleich ist, wenn die Testsequenz
mit N Bits mit der Referenzsequenz gleich ist. Insbesondere hat dieses Phase-Only-Filter
22 eine Übertragungsfunktion mit einer Phase &phgr;(&xgr;,&eegr;), die
im Wesentlichen mit der konjugierten Phase der Fourier-Transformation der Referenzsequenz
mit N Bits gleich ist [Gleichung (4)].
Beispielsweise besteht es aus einem herkömmlichen räumlichen Lichtmodulator
(SLM) unter Verwendung von Flüssigkristallen vom "verdrillt-nematischen" Typ.
Dieses Gerät besteht aus einer Reihe von N-Flüssigkristallzellen,
die dem einfallenden optischen Feld gemäß dem Konjugat der Phaseninformation, die
in der Fourier-Transformation der Referenzsequenz mit N Bits enthalten ist, eine
Phasenverzögerung vermitteln. Diese Phasenverzögerung wird durch die Steuerung der
an den Flüssigkristallzellen anliegenden Potentialdifferenz mittels eines elektrischen
Steuerungssystems erhalten. Dies wird erreicht, weil es aufgrund der doppelbrechenden
Eigenschaften der Flüssigkristalle möglich ist, eine Drehung der Polarisationsebene
des auf die Zellen einfallenden Lichts, mit anderen Worten eine Phasenveränderung
des einfallenden Lichts durch Anlegen einer vorbestimmten Potentialdifferenz an
die Zellen, herbeizuführen.
Alternativ kann das Phase-Only-Filter 22 auch aus einer herkömmlichen,
durch bekannte holographische oder beugende lithograpische Verfahren hergestellten
Phasenmaske bestehen.
Ein ähnlicher Effekt kann auch mit einem Vander-Lugt-Korrelator umfassend
eine erste und eine zweite konvexe optische Linse und ein herkömmliches angepasstes
Filter erzielt werden.
In anderen Ausführungen kann das zweite Element 9 auch aus
anderen Gerätarten bestehen, die in der Lage sind, eine Faltungsoperation von zwei
Sequenzen mit Bits durchzuführen, wie ein herkömmlicher Joint-Transformationskorrelator
(JTC), ein Korrelator vom in der vom vorliegenden Anmelder eingereichten Patentanmeldung
Nr. 982002411.9 beschriebenen Typ, oder geeignete herkömmliche elektronische Geräte.
2 zeigt eine Ausführung eines optischen
Übertragungssystems gemäß einem anderen Aspekt der vorliegenden Erfindung. Dieses
System ist geeignet zum Senden von zumindest einem digitalen optischen Signal, das
eine gewisse Anzahl von optischen Sequenzen 1000 mit N Bits enthält, die
jeweils eine Dauer Tb und eine Bitrate rb=1/Tb
haben. Das optische Übertragungssystem in 2 umfasst
einen Sender A, eine optische Übertragungsleitung 4 und einen Empfänger
B.
Wiederum umfasst der Sender A eine Laserquelle 2, die mit
einem Eingang des Phasenmodulators 3 optisch verbunden ist. Der Ausgang
des Phasenmodulators 3 ist verbunden mit der optischen Übertragungsleitung
4, welche wiederum mit dem Eingang vom Empfänger B optisch verbunden ist.
Die Laserquelle 2 ist beispielweise eine Laserdiode, die
bei den Wellenlängen eines optischen Signals der Telekommunikation emittiert, beispielsweise
im Bereich von etwa 1300 bis 1600 nm oder vorzugsweise im Bereich von etwa 1500
bis 1600 nm.
Der Phasenmodulator 3 ist ein herkömmlicher optischer Modulator
umfassend beispielsweise einen Hohlleiter auf einem LiNbO3 Substrat,
dem zwei Elektroden zugeordnet sind. Der Modulator 3 führt eine binäre
Phasenmodulation des optischen Signals durch, das von der Laserquelle
2 gemäß dem digitalen elektrischen Pilotsignal 110 gesendet wurde,
welches die zu übertragende digitale Information bei einer vorbestimmten Bitrate
enthält.
Mit dem von der Laserquelle 2 emittierten optischen Signal
assoziiert der Phasenmodulator 3 beispielsweise eine Phase von
– &phgr;=0, wenn das Bit des elektrischen Signals 110 0 ist;
und
– &phgr;=&agr;&pgr;, wenn das Bit des elektrischen Signals 110
1 ist,
wobei der Wert des Parameters &agr; vorzugsweise so gewählt wird, dass die Unterscheidbarkeit
von M vorbestimmten räumlichen Referenzmustern mit N Bits von ihren komplementären
Sequenzen optimiert wird, oder, am meisten bevorzugt, von allen möglichen 2N
Testsequenzen, die mit N binären Bits existieren können.
Die optische Übertragungsleitung 4 umfasst typischerweise
eine optische Faser. Vorzugsweise umfasst sie ein optisches Kabel.
Bei Fernverbindungen umfasst die optische Übertragungsleitung
4 vorzugsweise zumindest einen herkömmlichen optischen Verstärker, beispielsweise
einen vom Erbium-dotierten Fasertyp.
In der erläuterten Ausführung umfasst der Empfänger B einen 1×M
Teiler 5 zur Trennung des Eingangssignals in M Ausgänge. Jeder der M Ausgänge
des Teilers 5 ist mit einem Reihen-Parallel-Umsetzer 6 verbunden,
umfassend jeweils N Ausgänge, beispielsweise aus optischer Faser. Die N Ausgänge
jedes Reihen-Parallel-Umsetzers 6 sind mit einem der M Elemente 9.1-9.M
vom vorstehend beschrieben Typ optisch verbunden, zum Durchführen einer Faltungsoperation
im freien Raum und, parallel dazu, mit einem räumlichen Referenzmuster mit N Bits
und einem räumlichen Testmuster mit N Bits (6). Der
Ausgang jedes Elements 9.1-9.M ist mit einem separaten Photodetektor 7
verbunden, welcher wiederum mit der Schwellenschaltung 8 verbunden ist.
Der Teiler 5 ist beispielsweise ein einzelner 1×M Schweißfaserkoppler
oder besteht aus einer Vielzahl von Schweißfaserkopplern (beispielsweise vom 1×2
Typ) in Reihenschaltung, um einen 1×M Teiler zu bilden.
Alternativ kann der Teiler 5 auch durch andere Technologien
wie die integrierte Optik oder holographische Beugung hergestellt werden.
Die räumlichen Reihenumsetzer 6 sind beispielsweise vom vorstehend
mit Bezug auf 3 beschriebenen Typ.
In einer Ausführung können die Geräte 9.1-9.M, wie vorstehend erwähnt,
ein Vander-Lugt-Korrelator (1) sein, umfassend jeweils
eine erste konvexe Linse 21, ein Phase-Only-Filter 22 und eine
zweite konvexe Linse 23. Alternativ können die Geräte 9.1-9.M aus anderen
herkömmlichen Korrelatortypen bestehen wie einem herkömmlichen Joint-Transformationskorrelator
(JTC), einem Korrelator vom in der vom vorliegenden Anmelder eingereichten Patentanmeldung
Nr. 98202411.9 beschriebenen Typ oder herkömmlichen elektronischen Geräten, die
in der Lage sind, eine Faltungsoperation mit einem Referenzbyte und einem Testbyte
durchzuführen.
Jedes der Geräte 9.1-9.M wird so hergestellt, dass sie eine vorbestimmte
binäre Referenzsequenz mit N Bits unter allen der möglichen Sequenzen (2N),
die von der optischen Übertragungsleitung 4 zugeführt werden, erkennen.
Der Empfänger B ist somit in der Lage, von allen der 2N möglichen Sequenzen,
die dem Eingang zugeführt werden, diejenigen zu unterscheiden, die mit zumindest
einer der M Referenzsequenzen (wobei M≤2N) identisch sind.
Wenn es andererseits erforderlich ist, nur eine vorbestimmte Referenzsequenz
mit N Bits zu erkennen, umfasst der Empfänger B lediglich einen Reihen-Parallel-Umsetzer
6, ein einzelnes Element 9, eine einzelne Photodiode
7 und eine einzelne Schwellenschaltung 8.
Diese Referenzsequenzen können beispielsweise eine Zellenadresse zur
Übertragung vom asynchronen Typ (asynchrones Übertragungsverfahren, ATM) oder ein
CDMA (Codemultiplex-Vielfachzugriff) Leitungscode sein.
Der Photodetektor 7 ist beispielsweise eine PIN Photodiode
aus InGaAs, wie das ETX75 FJ SLR Modell, das von Epitaxx Optoelectronics Devices,
7 Graphics Drive, West Trenton, NJ, USA, vertrieben wird.
Die Schwellenschaltung 8 ist beispielsweise eine herkömmliche
elektronische Schaltung.
Der Photodetektor 7 detektiert die Intensität des optischen
Signals 2000 am Ausgang des entsprechenden Elements 9 und setzt
sie in einen entsprechenden Spannungswert V um. Die Schwellenschaltung
8 vergleicht diesen Spannungswert V mit einem Schwellenspannungswert, der
auf herkömmliche Weise ausgewählt wird, um zu bestimmen, ob die von der optischen
Übertragungsleitung 4 zugeführten Sequenzen mit N Bits mit der vorbestimmten
Referenzsequenz identisch sind oder nicht.
16, in welcher dieselben Bezugszeichen
zur Angabe von Komponenten vom selben Typ wie die vorstehend beschriebenen verwendet
werden, zeigt eine zweite Ausführung des Geräts 500 gemäß der vorliegenden
Erfindung.
In der in 16 dargestellten Ausführung
umfasst das Gerät 500 in 6 auch eine optoelektronische
Schaltung 43, einen Photodetektor 7, eine Schwellenschaltung
8 und einen Prozessor 44. Wiederum umfasst die optoelektronische
Schaltung 43 typischerweise eine Photodiode, eine Schwellenschaltung und
einen elektronischen Verstärker, jeweils vom herkömmlichen Typ (nicht gezeigt).
Die optoelektronische Schaltung 43 setzt ein digitales optisches
Signal, welches eine von 0/&agr;&pgr; verschiedene Modulation hat und von einer
Übertragungsleitung (beispielsweise vom optischen Fasertyp) 41 zugeführt
wird, in ein entsprechendes elektrisches Signal 110 um. Das elektrische
Signal 110 wird als das Pilotsignal des Phasenmodulators 130 des
Geräts 500 verwendet, welcher das von der Laserquelle 120 durch
eine 0/&agr;&pgr; Modulation erzeugte optische Signal moduliert.
Die Sequenz mit N Bits 1000, die auf diese Weise mit dem
Phasenmodulator 130 moduliert wird, wird an den Reihen-Parallel-Umsetzer
und an das zweite Element 9 in 6 gesandt.
Das optische Ausgangssignal 2000 des zweiten Elements
9 wird dann an den Photodetektor 7 und dann an die Schwellenschaltung
8 gesandt.
Für Informationen zur Bestimmung des Parameters &agr; und die Merkmale
der Laserquelle 120, des Phasenmodulators 130, des Reihen-Parallel-Umsetzers
6, des zweiten Elements 9, des Photodetektors 7 und der
Schwellenschaltung 8 wird hier auf die vorangegangenen Beschreibungen verwiesen.
Das Gerät in 16 kann beispielsweise im
Empfänger eines herkömmlichen optischen Übertragungssystems verwendet werden, in
welchem zumindest ein digitales optisches Signal übertragen wird, das Sequenzen
mit N Bits umfasst und durch eine herkömmliche Modulation wie NRZ (non return to
zero) oder RZ (return to zero) Amplitudemodulation oder eine 0/&pgr; Phasenmodulation
moduliert wurde.
Für die letztgenannte 0/&pgr; Phasenmodulation wird die optoelektronische
Schaltung 43 vorzugsweise einem herkömmlichen Gerät zugeordnet, das in
der Lage ist, eine Detektion vom kohärenten Typ durchzuführen.
Das zumindest ein digitales optisches Signal wird dem Eingang des
Geräts in 16 über die Übertragungsleitung
41 zugeführt.
Die Schaltung 43 führt die optisch-zu-elektrisch Umsetzung
des digitalen optischen Signals, das die Sequenzen mit N Bits umfasst, durch und
liefert somit das elektrische Pilotsignal 110 an den Phasenmodulator
130.
Gemäß der vorbestimmten Referenzsequenz mit N Bits bestimmt der Prozessor
44 den Parameter &agr; wie vorstehend beschrieben und betreibt
– den Phasenmodulator 130, so dass er eine 0/&agr;&pgr; Modulation
des von der Laserquelle 120 emittierten Signals durchführt; und
– das Filter des Elements 9, so dass es die Phase (im Falle eines
Phase-Only-Filters) oder die Phase und Amplitude (im Falle eines angepassten Filters)
des einfallenden optischen Feldes gemäß der Information zur Phase bzw. zur Phase
und Amplitude, die im auf dem Filter einfallenden optischen Feld enthalten ist,
verändert, wenn die Testsequenz mit N Bits mit der Referenzsequenz identisch ist.
Das vom zweiten Element 9 gelieferte optische Signal
2000 wird dann durch die Photodiode 7 in ein elektrisches Signal
umgesetzt, dessen Spannung von der Schaltung 8 mit einer auf herkömmliche
Weise ausgewählten Schwellenspannung verglichen wird, um zu bestimmen, ob die zugeführten
Testsequenzen mit dem vorbestimmten Referenzsequenz identisch sind oder nicht.
Folglich kann das Gerät in 16 aufgrund
des Prozessors 44 mehr als eine vorbestimmte Referenzsequenz mit N Bits
unter denen erkennen, die dem Empfänger zugeführt werden.
Die Erfinder haben ein Computerprogramm entwickelt, das in der Lage
ist, das Verhalten eines erfindungsgemäßen Geräts zu simulieren.
So haben sie die Werte des Parameters D' bestimmt, die mit einer Variation
des &phgr; Phasenmodulationspegels für das Bit 1 (0≤&phgr;≤&pgr;), mit anderen
Worten mit einer Variation des Parameters &agr; (0≤&agr;≤1), erhalten wurden,
unter Verwendung
– einer Referenzsequenz mit 8 Bits (N=8), die 01001110 ist (78 in der
Dezimalschreibweise);
– aller der möglichen 256 Testbytes; und
– eines Variationsschritts von 0,01 &pgr; des &phgr; Phasenmodulationspegels.
7, Kurve A, zeigt die so ermittelten
Werte des Parameters D' unter Verwendung des komplementären Bytes des Referenzbytes
78 als Testsequenz. 7, Kurve B, zeigt wiederum für
jeden Wert den Höchstwert (schlimmster Fall) des Parameters D', der mit allen 256
Testbytes erhalten wurden, außer denen, die mit dem Referenzbyte 78 und seinem komplementären
Byte identisch waren. Die Kurve B stellt somit für jeden berücksichtigten Wert des
Parameters &agr; den schlimmsten Fall des Unterscheidungsvermögens CD eines erfindungsgemäßen
Geräts für alle Testbytes dar, außer denen, die mit dem Referenzbyte 78 und seinem
komplementären Byte identisch waren.
Für jeden Wert des Parameters &agr; wurde dann der Punkt der Kurve
A oder B, der dem Höchstwert des Parameters D' entsprach, geprüft, und die Kurve,
welche die auf diese Weise ermittelten Punkte durchlief, wurde gezeichnet.
Zu diesem Zeitpunkt wurde der Pegel der Modulation &phgr;, der dem
Minimum dieser Kurve entsprach, geprüft, und so wurde der optimale Modulationspegel
&phgr;o, welcher die Unterscheidbarkeit der Referenzsequenz mit Bits
78 von allen anderen Testsequenzen einschließlich der komplementären Sequenz optimierte,
ermittelt. Wie in 7 gezeigt, wurde für die Referenzsequenz
01001110 (78) ein optimaler Modulationspegel &phgr;o (der in diesem Fall
dem Minimum der Kurve B entspricht) von 0,72&pgr; ermittelt; mit anderen Worten
wurde ein optimaler Wert &agr;o des Parameters &agr; von 0,72 ermittelt.
Für diesen Wert des Modulationspegels wurde ein Parameter D' von 0,4537 für die
komplementäre Sequenz ermittelt, während für die Sequenz mit der schlechtesten Unterscheidbarkeit
(siehe Kurven A und B) ein Parameter D' von 0,6635 ermittelt wurde.
8 zeigt die Ergebnisse einer weiteren
Simulation, die zur Bestimmung der Variation des Parameters D' durchgeführt wurde,
unter Verwendung
– von 256 Testbytes,
– des Bytes 01001110 (78) als Referenzsequenz, und
– von einem optimalen Modulationspegel &phgr;o von 0,72&pgr;.
Die ermittelten Resultate zeigen, dass die 0/&agr;&pgr; Modulation
nach dem erfindungsgemäßen Verfahren einen guten Wert für den Parameter D' bei allen
Testbytes einschließlich der komplementären Sequenzen lieferte.
9 zeigt die Werte des Parameters D',
die mit den Testbytes (206, 14, 110, 94, 70, 74, 76, 79), die sich vom Referenzbyte
01001110 (78) lediglich um ein Byte unterschieden, und mit dessen komplementären
Byte (177), erhalten wurden. Die Kurve E zeigt die Werte des Parameters D', die
mit einem Modulationspegel &phgr; von &pgr; erhalten wurden, mit anderen Worten
mit einer herkömmlichen Modulation, während die Kurve F die Werte des Parameters
D' zeigt, die gemäß der Erfindung mit einem optimalen Modulationspegel &phgr;o
von 0,72&pgr; erhalten wurden.
Diese Kurven zeigen, dass die erfindungsgemäße Phasenmodulation es
ermöglichte, die numerische Referenzsequenz von deren komplementären Sequenz zu
unterscheiden, und die Unterscheidbarkeit (die Verringerung des Wertes vom Parameter
D') vom übriggebliebenen kritischsten Byte 01001111 (79) zu verbessern. Es sollte
hier darauf verwiesen werden, dass ein sehr hoher Wert von D' für dieses letzte
Byte mit der herkömmlichen 0/&pgr; Phasenmodulation erhalten wurde.
Das erfindungsgemäße Gerät ermöglichte es somit, das Problem, dass
eine vorbestimmte Referenzsequenz von deren komplementären Sequenz nicht unterschieden
werden kann, zu überwinden und steigert im Durchschnitt die Möglichkeit, sie von
allen anderen Testsequenzen zu unterscheiden.
Dasselbe Verfahren wurde verwendet, um den optimalen Wert von &phgr;
für jedes der 256 Referenzbytes zu bestimmen.
10 zeigt die so ermittelten optimalen
Werte &phgr; (auf der vertikalen Achse) für jedes Referenzbyte (auf der horizontalen
Achse in Dezimalwerten angegeben). Aus 10 geht hervor,
dass die optimalen Modulationspegel &phgr;o für nahezu alle Bytes zu
einem begrenzten Satz von Werten, die von 0,7 &pgr; bis 0,9 &pgr; reichen, was 0,7≤&agr;o≤0,9
entspricht, gehören.
11 zeigt wiederum den Höchstwert des
Parameters D', der für jedes der 256 Referenzbytes beim entsprechenden vorstehend
festgestellten optimalen Modulationspegel &phgr;o erhalten wurde. Von
Zeit zu Zeit schlossen die Testbytes nicht dasjenige ein, das mit dem ausgewählten
Referenzbyte gleich war.
Zusätzlich wurde mittels einer Gruppe von am Computer durchgeführten
Simulierungen ein Modulationspegel &phgr; von 0,83 &pgr; (&agr;=0,83) ermittelt,
welcher das Vermögen zur Unterscheidung zwischen allen 256 Referenzbytes von allen
möglichen Testbytes optimierte.
12 zeigt die so ermittelten Höchstwerte
des Parameters D' für jedes Referenzbyte.
In diesem Zusammenhang sollte darauf verwiesen werden, dass, wenn
es notwendig ist, dass lediglich M (M<2N) Referenzbytes von allen möglichen
Testbytes erkannt werden, eine Bestimmung des Modulationspegels &phgr;, der das
Vermögen zur Unterscheidung dieser M Referenzbytes von allen möglichen Testbytes
optimiert, vorzuziehen ist. Dieser Modulationspegel wird sich im Allgemeinen von
jenem unterscheiden, der das Vermögen zur Unterscheidung aller 2N Referenzbytes
optimiert.
Der Unterschied (die relative Variation des Parameters D') zwischen
dem Höchstwert des Parameters D', der unter Verwendung des Modulationspegels von
0,83 &pgr; erhalten wurde, und dem Höchstwert des Parameters D', der mit dem optimalen
Modulationspegel für jedes Byte erhalten wurde, wurde dann für jedes Byte berechnet.
13 zeigt die so ermittelten Ergebnisse
für die relative Variation des Parameters D' (auf der vertikalen Achse). Für jedes
Referenzbyte (in der Dezimalschreibweise auf der horizontalen Achse angegeben) wurde
aufgrund der Verwendung eines Modulationswertes von 0,83 &pgr; anstatt des optimalen
Wertes eine Erhöhung des Wertes des Parameters D' von bis zu 20% gefunden.
17 zeigt wiederum den schlechtesten Wert
des Parameters D', der für jedes der 256 Referenzbytes mit einer herkömmlichen 0/&pgr;
Modulation, unter Berücksichtigung aller 2N Testsequenzen mit der Ausnahme
von der komplementären Sequenz und der mit der Referenzsequenz identischen Sequenz,
erhalten wurde.
Beim Vergleich der Ergebnisse in 11 und
12 mit jenen in 17
sollte darauf verwiesen werden, dass die erfindungsgemäße Modulation nicht nur ein
gutes Vermögen zur Unterscheidung der komplementären Sequenz liefert, sondern es
auch ermöglichte, im Durchschnitt viel niedrigere Werte des Parameters D' als jene,
die mit herkömmlicher Modulation erhalten wurden, zu erhalten.
Zum Beispiel zeigt 18, die den Unterschied
zwischen den in 17 erhaltenen Werten von D' und jenen,
die in 12 erhalten wurden, veranschaulicht, wie die
mit herkömmlicher Modulation 0/&pgr; erhaltenen Werte von D' als im Durchschnitt
höher gefunden wurden als jene, die gemäß der Erfindung erhalten wurden.
Das Verfahren zur Bestimmung des Parameters &agr; und folglich des
optimalen Modulationspegels ist unabhängig von der Länge (N) der Referenzsequenz
mit Bits sowie von der speziellen Ausführung des zweiten Elements 9. Zum
Beispiel wurden weitere Simulierungen für verschiedene Längen der numerischen Sequenz,
mit andern Worten für N Werte von 7 und 5, durchgeführt. Auch in diesem Fall wurde
ein optimaler Wert &agr;o typischerweise im Bereich zwischen 0,7 bis
0,9 erhalten.
In einer anderen Ausführung der Erfindung umfasst das Gerät
500 in 6 auch eine Phasenmaske (nicht gezeigt).
Vorzugsweise befindet sich diese Phasenmaske am Eingang des zweiten Elements
9. Beispielsweise kann es sich auf der Eingangsebene 11 des in
1 gezeigten Vander-Lugt-Korrelators befinden.
Beispiele von herkömmlichen zu den Zwecken der Erfindung geeigneten
Phasenmasken sind diejenigen, die von Lasiris hergestellt werden, welche Laserritzverfahren
verwendet, oder diejenigen von RPC, welche lithographische Verfahren mit ultravioletter
Strahlung verwendet. Diese Verfahren des Ritzens und die Umsetzung der so erzeugten
beugenden optischen Elemente werden beispielsweise von A. Asselin et al. ("Diffractive
optics at NOI", National Optics Institute, vol. 5, pp. 1-8, 1994) beschrieben.
Die Phasenmaske kann die existierenden Unterschieden zwischen Sequenzen
mit N Bits, die einander sehr ähneln (zum Beispiel im Falle von Sequenzen, die sich
lediglich durch ein Bit voneinander unterscheiden), hervorheben und wird vorzugsweise
so durchgeführt, dass eine vorbestimmte Phasenverschiebung den Bits mitgegeben wird,
die in der Eingangstestsequenz dieselbe Position auf der x, y Ebene besetzen wie
die in der Referenzsequenz mit N Bits auf 1 eingestellten Bits.
Durch die Verwendung einer solchen Maske wird das Phase-Only-Filter
22 des in 1 dargestellten Vander-Lugt-Korrelators
vorzugsweise so betrieben, dass die Phase &phgr;(&xgr;,&eegr;) seiner Übertragungsfunktion
[Gleichung (4)] mit der Summe der Konjugatphase der Fourier-Transformation der Referenzsequenz
mit N Bits und der durch die Maske eingeführten Phasenverschiebung gleich ist.
Zur Bestimmung des optimalen Phasenverschiebungswerts, welcher durch
die Phasenmaske eingeführt werden soll, wurden Simulierungen unter Verwendung des
Bytes 01001110 (78) als Referenzsequenz mit N Bits durchgeführt.
In einer Anfangsphase wurde der optimale Phasenverschiebungswert der
Phasenmaske für die Eingangssequenz unter Verwendung eines herkömmlichen Phasenmodulationspegels
&phgr; (gleich &pgr;) berechnet.
So wurde ein optimaler Phasenverschiebungspegel &phgr;M
der Maske von 0,29 &pgr; erhalten. Mit diesem Wert war es möglich, die Unterscheidbarkeit
aller Sequenzen mit N Bits mit der Ausnahme von der komplementären Sequenz der Referenzsequenz
(78), die andererseits nicht unterschieden wurde, um etwa 21 % zu verbessern.
Folglich wurde dann der optimale Phasenverschiebungswert der Phasenmaske
unter Verwendung eines Phasenmodulationspegels &phgr; von an gemäß der Erfindung
für die Eingangssequenz berechnet.
So wurde eine Kombination von Werten &phgr;o, &phgr;oM
ermittelt, die in der Lage war, die Referenzsequenz von deren komplementären Sequenz
zu unterscheiden, während sie gleichzeitig deren Unterscheidbarkeit von den anderen
Testsequenzen optimierte.
So wurden ein optimaler Modulationspegel &phgr;o, von etwa
0,78&pgr;, und ein optimaler Phasenverschiebungswert &phgr;oM von etwa
0,45&pgr; erhalten.
Für diese Werte von &phgr;o, &phgr;oX wurde
für die numerische Testsequenz 00001110 (14) ein Höchstwert des Parameters D' (dem
schlimmsten Fall entsprechend) von 0,6416 ermittelt.
Somit lieferte die Phasenmaske Werte von D', die insgesamt jenen ähnelten,
die in der Abwesenheit einer Phasenmaske und mit einer optimalen Modulation von
0,72&pgr; der Bits der Eingangssequenz (8) erhalten
wurden.
Anspruch[de]
Optisches Gerät (500) mit
– einem ersten Element (100), das ein digitales optisches Signal
mit zumindest einer Sequenz (1000) mit N Bits, die durch eine geeignete
Phasenmodulation moduliert sind, liefern kann;
– einem Reihen-Parallel-Umsetzer (6) zum Umsetzen dieser zumindest
einen Sequenz (1000) mit N Bits in ein räumliches Muster (3000)
mit N parallelen Bits, welches dieselbe Information wie die Sequenz (1000)
mit den N Bits enthält; und
– einem zweiten Element (9), das eine Vergleichsoperation zwischen
dem räumlichen Muster (3000) mit N Bits und einem vorbestimmten räumlichen
Referenzmuster mit N Bits durchführen kann und das einem Ausgang ein Signal (2000)
zuführen kann, welches eine Intensität besitzt, dessen Wert von dem Ergebnis der
Vergleichsoperation abhängt,
dadurch gekennzeichnet, dass die geeignete Phasenmodulation 0/&agr;&pgr;
ist, wobei 0<&agr;<1 ist.
Gerät (500) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass
die zumindest eine Sequenz mit N Bits auch die komplementäre Sequenz des vorbestimmten
räumlichen Referenzmusters mit N Bits sein kann.
Gerät (500) nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass
der Wert des Parameters &agr; so gewählt wird, dass die Unterscheidbarkeit des vorbestimmten
räumlichen Referenzmusters mit N Bits von der komplementären Sequenz optimiert wird.
Gerät (500) nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass
der Wert des Parameters &agr; so gewählt wird, dass die Unterscheidbarkeit des vorbestimmten
räumlichen Referenzmusters mit N Bits von allen möglichen Sequenzen mit N Bits optimiert
wird.
Gerät (500) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet,
dass das erste Element (100) eine Laserquelle (120)
und einen Phasenmodulator (130) aufweist, der die 0/&agr;&pgr; Phasenmodulation
ausführen kann.
Gerät (500) nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet,
dass das zweite Element (9) eine Faltungsoperation des räumlichen Musters
(3000) mit N Bits mit dem vorbestimmten räumlichen Referenzmuster mit N
Bits durchführt.
Gerät (500) nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass
das zweite Element (9) ein optisches Element ist, das bei seinem Ausgang
ein optisches Signal (2000) liefert, das eine Intensität hat, dessen Wert
von dem Ergebnis der Vergleichsoperation abhängt.
Gerät (500) nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass
das zweite Element (9) ein Vander-Lugt-Korrelator ist.
Optisches Kommunikationssystem umfassend:
– zumindest eine erste Vorrichtung (A), die eine Lichtquelle (2)
und einen Phasenmodulator (3) aufweist, zum Liefern eines digitalen optischen
Signals mit zumindest einer Sequenz (1000) mit N Bits, die durch eine geeignete
0/&agr;&pgr; Phasenmodulation moduliert ist, wobei 0<&agr;<1 ist;
– eine optische Übertragungsleitung (4), die optisch mit der ersten
Vorrichtung (A) verbunden ist, zum Überfragen des digitalen optischen Signals;
– eine zweite Vorrichtung (B), die optisch mit der optischen Übertragungsleitung
(4) verbunden ist, und die aufweist:
i. einen Reihen-Parallel-Umsetzer (6) zum Umsetzen dieser zumindest einen
Sequenz (1000) mit N Bits in ein räumliches Muster (3000) mit
N parallelen Bits, welches dieselbe Information wie die Sequenz (1000)
mit den N Bits enthält; und
ii. ein Element (9), das eine Vergleichsoperation zwischen dem räumlichen
Muster (3000) mit N Bits und einem vorbestimmten räumlichen Referenzmuster
mit N Bits durchführen kann und das einem Ausgang ein Signal (2000) zuführen
kann, welches eine Intensität besitzt, dessen Wert von dem Ergebnis der Vergleichsoperation
abhängt;
iii. ein Detektorelement (7) zum Detektieren der Intensität des Signals
(2000) bei dem Ausgang des Elements (9); und
iv. ein Vergleichselement (8), das mit dem Detektorelement (7)
verbunden ist und das die Intensität mit einem Schwellwert für die Intensität, der
einen vorbestimmten Wert hat, vergleichen kann, um zu bestimmen, ob das räumliche
Muster (3000) mit N Bits identisch mit dem vorbestimmten räumlichen Muster
mit N Bits ist oder nicht.
Verfahren zum Vergleichen eines optischen räumlichen Musters mit N
Bits mit einem vorbestimmten räumlichen Referenzmuster mit N Bits umfassend folgende
Schritte:
a) Modulieren der N Bits des optischen räumlichen Musters mit einer geeigneten Phasenmodulation;
b) Durchführen einer Faltungsoperation des räumlichen Musters mit N Bits mit dem
vorbestimmten räumlichen Referenzmuster mit N Bits in solch einer Weise, dass ein
Signal mit einer Intensität geliefert wird, dessen Wert von dem Ergebnis der Faltungsoperation
abhängt;
c) Detektieren der Intensität;
d) Vergleichen des Wertes der Intensität mit einem Schwellwert für die Intensität,
der einen vorbestimmten Wert hat, um zu bestimmen, ob das optische räumliche Muster
mit N Bits identisch mit dem vorbestimmten räumlichen Referenzmuster mit N Bits
ist oder nicht,
dadurch gekennzeichnet, dass die geeignete Phasenmodulation 0/&agr;&pgr; ist, wobei
0<&agr;<1 ist.