Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum kontrollierten Vergären einer Flüssigkeit (3). Um bei dem Verfahren den Gärprozess besser beeinflussen und die Qualität der gegorenen Flüssigkeit (3) besser vorhersagen und reproduzieren zu können, wird vorgeschlagen, dass die Temperatur der Flüssigkeit (3) zumindest während eines Teils des Gärungsprozesses derart geregelt wird, dass ein vorgebbarer zeitlicher Dichteverlauf der Flüssigkeit (3) zumindest annähernd eingehalten wird. Insbesondere wird vorgeschlagen, dass der Gärprozess in drei Phasen unterteilt ist. Der Ablauf des gesamten Gärprozesses, insbesondere der Übergang zwischen den Phasen, erfolgt vollautomatisch.
Beschreibung[de]
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zum kontrollierten
Vergären einer Flüssigkeit.
Aus dem Stand der Technik sind Systeme zur Gärtemperaturregelung und
zur Bestimmung der Dichte von Flüssigkeiten (sogenannten Dichtemesssonde) bekannt.
Eine Dichtemesssonde ist beispielsweise aus der DE
199 63 935 A1 bekannt. Die Dichtemesssonde wird zum Messen der Konzentration
einer Säure in Baume-Graden oder das Mostgewicht eines Mostes oder Weines in Oechsle-Graden
bestimmt. Das Mostgewicht ist weitgehend abhängig von dem Zuckergehalt des Mostes
oder Weines, so dass das Mostgewicht zur überschlägigen Berechnung des Zuckergehaltes
herangezogen werden kann. Das Mostgewicht in Oechsle kann nach folgender Gleichung
bestimmt werden:
Mostgewicht [°Oe] = (Dichte 20/20 – 1)·1.000 [°Oe],
wobei für das Gewichtsverhältnis
gilt.
Während des Gärvorgangs eines Mostes verringert sich dessen Dichte,
da Zucker in Alkohol, Kohlendioxid, Säuren und zahlreiche andere Stoffe umgewandelt
wird. Somit kann die Dichte einer gärenden Flüssigkeit (zum Beispiel Most oder Wein)
und die zeitliche Änderung der Dichte einen zuverlässigen Hinweis auf den Zustand
der Gärung geben.
Aus dem Stand der Technik ist es außerdem bekannt, durch Anheben oder
Senken der Temperatur einer gärenden Flüssigkeit die Gäraktivität anzuregen bzw.
zu hemmen. Dies wird bisher jedoch manuell gemacht, beziehungsweise erfolgt nicht
mit dem Ziel, eine bestimmte Dichtezehrung (Abbau der Dichte der Flüssigkeit pro
Zeiteinheit) zu erzielen. Außerdem beinhaltet die manuelle Beeinflussung der Gäraktivität
– ohne automatische Überwachung derselben – das Risiko, dass die Gärung
unter Umständen so weit verringert wird, dass sie zum erliegen kommt (Gärstockung).
Dies führt insbesondere bei der Weinvergärung zu einem sehr großen Qualitätsverlust.
Ausgehend von diesem Stand der Technik liegt der vorliegenden Erfindung
die Aufgabe zu Grunde, ein Verfahren der eingangs genannten Art dahingehend auszugestalten
und weiterzubilden, dass der Gärprozess besser beeinflusst und die Qualität der
vergorenen bzw. gegorenen Flüssigkeit besser vorhergesagt und reproduziert werden
kann.
Zur Lösung dieser Aufgabe wird ausgehend von dem Verfahren zum kontrollierten
Vergären einer Flüssigkeit der eingangs genannten Art vorgeschlagen, dass die Temperatur
der Flüssigkeit zumindest während eines Teils des Gärprozesses derart geregelt wird,
dass ein vorgebbarer zeitlicher Dichteverlauf der Flüssigkeit zumindest annähernd
eingehalten wird.
Erfindungsgemäß wird also eine dichteabhängige Temperaturregelung
und damit eine gezielte Beeinflussung der Hefeaktivität in der gärenden Flüssigkeit
vorgeschlagen. Der vorgebbare zeitliche Dichteverlauf kann entweder anhand von Berechnungen
oder empirisch ermittelt werden. Der Dichteverlauf kann in Form einer Kennlinie
oder eines Kennfeldes oder in Form einer mathematischen Funktion vorliegen. Der
Ablauf des Gärprozesses kann bedienerfreundlich mittels eines geeigneten Computerprogramms
mit einer grafischen Benutzerschnittstelle (GUI) voreingestellt, beobachtet und
beeinflusst werden.
Durch das erfindungsgemäße Verfahren kann während des Gärprozesses
ein definierter Abbau der Dichte pro Zeiteinheit (sogenannte Dichtezehrung) erzielt
werden. Dadurch kann die Gesamtgärdauer vorhergesagt und ein vorgegebener Gärverlauf
eingehalten werden. Mit dem erfindungsgemäßen Verfahren können reintönigere Weine
mit einem verbesserten Primäraroma erzeugt werden. Außerdem kann ein definierter
Endvergärungsgrad oder – falls gewünscht – eine vollständige
Durchgärung der Flüssigkeit erzielt werden. Schließlich kann auch eine Zeitersparnis
bei der Vergärung erzielt werden.
Durch den vollautomatischen Ablauf des erfindungsgemäßen Verfahrens
wird die Fehleranfälligkeit reduziert und Arbeitskapazität eingespart. Außerdem
kann durch eine gezielte Beeinflussung der Dichtezehrung die Qualität (Zusammensetzung,
Aussehen, Geschmack, etc.) der gärenden Flüssigkeit beeinflusst werden. Dadurch
kann eine Prozessoptimierung des Gärprozesses, eine Erhöhung der Prozesssicherheit
und eine Qualitätssteigerung der gegorenen bzw. vergorenen Flüssigkeit erzielt werden.
Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung wird vorgeschlagen,
dass die Temperatur der Flüssigkeit innerhalb eines vorgebbaren Temperaturbereichs
zwischen einer minimalen Temperatur und einer maximalen Temperatur geregelt wird.
Die Temperatur als Stellgröße darf sich nur innerhalb des vorgegebenen Temperaturbereichs
bewegen. Die minimale und maximale Temperatur muss kein konstanter Wert sein, sondern
kann sich beispielsweise über die Zeitdauer des Gärprozesses oder beim Vorliegen
bestimmter Bedingungen verändern. Die Werte für die minimale und maximale Temperatur
ergeben sich beispielsweise aus den Randbedingungen für die Aufrechterhaltung des
Gärprozesses oder für die Erzielung einer bestimmten Qualität der gegorenen Flüssigkeit.
Auf diese Weise kann ein ungewollter Abbruch des Gärvorgangs (sogenannte Gärstockung)
oder eine Beeinträchtigung der Qualität der gegorenen bzw. vergorenen Flüssigkeit
sicher und zuverlässig vermieden werden.
Der Gärprozess ist vorzugsweise in verschiedene Phasen unterteilt.
Denkbar ist beispielsweise eine Unterteilung in eine Angärphase, eine Hauptgärphase
und eine Endgärphase. Sobald bestimmte Randbedingungen erfüllt sind, wird automatisch
von der einen Phase in die nächste Phase gewechselt. Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform
der Erfindung wird vorgeschlagen, dass während der Angärphase zu Beginn des Gärprozesses
die Temperatur der Flüssigkeit auf einen vorgebbaren konstanten Wert hin geregelt
wird, bis sich in der Flüssigkeit ein vorgebbarer Dichteabbau pro Zeiteinheit einstellt,
bis ein vorgebbarer absoluter Dichteabbau stattgefunden hat oder bis eine vorgebbare
Zeitdauer überschritten ist. In der Angärphase greift das System, ausgehend von
einer vorgebbaren, vorzugsweise konstanten Gärstart-Temperatur zu einem bestimmten
Zeitpunkt, bei dem vorzugsweise eine vorgebbare optimale Dichtezehrung (Gärintensität)
für die Einleitung der Hauptphase vorliegt, in den Gärprozess ein. Während der Angärphase
wird also der Dichtabbau überwacht und der optimale Zeitpunkt für die Einleitung
der Hauptgärphase automatisch erkannt. Wird die optimale Dichtezehrung innerhalb
einer vorgebbaren Zeitdauer oder des vorgebbaren absoluten Dichteabbauwertes nicht
erreicht, wird nach Erreichen eines der vorgebbaren Grenzwerte (Ablauf der Zeitdauer
bzw. Erreichen des Dichteabbauwertes) trotzdem in die Hauptgärphase umgeschaltet.
Vorteilhafterweise wird nach der Angärphase automatisch in eine Hauptgärphase
übergegangen, während der die Temperatur der Flüssigkeit derart geregelt wird, dass
sich in der Flüssigkeit ein vorgebbarer Dichteabbau pro Zeiteinheit einstellt. Während
der Hauptgärphase ermöglichen also automatische Temperaturänderungen der Flüssigkeit
eine schonende, vorgegebene Dichtezehrung. Neben der optimalen Streckung oder Raffung
des Gärverlaufs zur Erzeugung bestimmter Weinstile ergibt sich eine planbare Gärdauer.
Vorzugsweise wird aus der Hauptgärphase automatisch in eine Endgärphase
übergegangen, sobald ein vorgebbarer Schwellwert für die Dichte der Flüssigkeit
oder eine vorgebbare Zeitdauer überschritten ist. Dies sind die Umschaltbedingungen
für den Übergang aus der Hauptgärphase in die Endgärphase. Die Vorgabe verschiedener
Schwellwerte für die Dichte der Flüssigkeit kann die Qualität eines Weines deutlich
beeinflussen.
Es wird vorgeschlagen, dass während der Endgärphase gegen Ende des
Gärprozesses die Temperatur der Flüssigkeit derart geregelt wird, dass sich in der
Flüssigkeit ein Dichteabbau pro Zeiteinheit von etwa Null einstellt und ein vorgebbarer
Endwert für die Dichte der Flüssigkeit erreicht wird. In der Endgärphase kann also
ein automatisches Abstoppen des Gärprozesses auf einen absoluten, vorgebbaren Dichte-Endwert,
beispielsweise zur Herstellung fructosebetonter Weine, durch geeignete Temperaturregelung
erzielt werden. Die Temperaturregelung erfolgt dabei innerhalb eines Temperaturkorridors,
der von dem zulässigen Temperaturbereich während der Angärphase und der Hauptgärphase
abweicht. Dabei wird die Regelung nach Dichtezehrung beendet.
Vorteilhafterweise wird die Temperatur der Flüssigkeit während dieser
Ausführungsform der Endgärphase innerhalb eines vorgebbaren End-Temperaturbereichs
zwischen einer minimalen End-Temperatur und einer maximalen End-Temperatur geregelt.
Vorzugsweise liegt dabei die minimale End-Temperatur niedriger als die minimale
Temperatur und liegt die maximale End-Temperatur niedriger als die maximale Temperatur.
Alternativ wird vorgeschlagen, dass während der Endgärphase gegen
Ende des Gärprozesses die Temperatur der Flüssigkeit derart geregelt wird, dass
sich eine vollständige Durchgärung der Flüssigkeit einstellt. Vorzugsweise wird
dabei mit der Dichtezehrung aus der Hauptgärphase weitergearbeitet, das heißt die
Regelung nach Dichtezehrung wird fortgesetzt. Selbstverständlich muss dabei nicht
auf die gleichen Parameterwerte zugriffen werden wie während der Hauptgärphase.
Es ist durchaus denkbar, dass für die Regelung nach Dichtezehrung während der Endgärphase
neue, gegenüber den Parameterwerten während der Hauptgärphase veränderte Parameterwerte
vorgegeben werden.
Vorteilhafterweise wird die Temperatur der Flüssigkeit während der
alternativen Ausführungsform der Endgärphase innerhalb eines vorgebbaren End-Temperaturbereichs
zwischen einer minimalen End-Temperatur und einer maximalen End-Temperatur geregelt.
Vorzugsweise liegt die minimale End-Temperatur dabei höher als die minimale Temperatur
und liegt die maximale End-Temperatur niedriger als die maximale Temperatur.
Zur Erhöhung der Prozesssicherheit wird ein Benachrichtigungs- oder
Alarmierungssystem eingesetzt, das bei Erreichen von vorgebbaren Schwellwerten oder
beim Übergang von einer Gärphase in eine andere den Anwender über den aktuellen
Zustand des Gärprozesses informiert. Die Schwellwerte betreffen beispielsweise eine
minimal und maximal zulässige Dichtezehrung, eine minimal und maximal zulässige
Temperatur der Flüssigkeit, eine minimal und maximal zulässige Endgärdichte. Die
Information des Anwenders erfolgt beispielsweise über die Ausgabe entsprechender
Meldungen oder Signalverläufe auf einem Bildschirm eines Steuergeräts oder ähnlichem.
Es ist auch an eine Information des Anwenders über den Prozesszustand anhand einfacher
Leuchtsignale (Warn- oder Zustandsleuchten) oder Akustiksignale gedacht.
Von besonderer Bedeutung ist die Realisierung des erfindungsgemäßen
Verfahrens in der Form eines Computerprogramms. Dabei ist das Computerprogramm auf
einem Rechengerät, insbesondere auf einem Mikroprozessor, ablauffähig und zur Ausführung
des erfindungsgemäßen Verfahrens programmiert. In diesem Fall wird also die Erfindung
durch das Computerprogramm realisiert, so dass dieses Computerprogramm in gleicher
Weise die Erfindung darstellt wie das Verfahren, zu dessen Ausführung das Computerprogramm
programmiert ist. Das Computerprogramm ist vorzugsweise auf einem Speicherelement
abgespeichert. Als Speicherelement kann insbesondere ein elektrisches, optisches
oder magnetisches Speichermedium zur Anwendung kommen, beispielsweise ein Random-Access-Speicher,
ein Read-Only-Speicher, ein Flash-Speicher, eine Diskette, eine CD-ROM oder eine
DVD.
Außerdem wird erfindungsgemäß ein Steuergerät für eine Temperaturregelung
einer Flüssigkeit vorgeschlagen, das ein Rechengerät, insbesondere einen Mikroprozessor,
und ein Speicherelement umfasst. Erfindungsgemäß wird vorgeschlagen, dass auf dem
Speicherelement ein Computerprogramm abgespeichert ist, das zur Ausführung des erfindungsgemäßen
Verfahrens programmiert ist und das zur Ausführung des Verfahrens auf dem Rechengerät
abläuft.
Weitere Merkmale, Anwendungsmöglichkeiten und Vorteile der Erfindung
ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung von Ausführungsbeispielen der Erfindung,
die in der Zeichnung dargestellt sind. Dabei bilden alle beschriebenen oder dargestellten
Merkmale für sich oder in beliebiger Kombination den Gegenstand der Erfindung, unabhängig
von ihrer Zusammenfassung in den Patentansprüchen oder deren Rückbeziehung sowie
unabhängig von ihrer Formulierung bzw. Darstellung in der Beschreibung bzw. in der
Zeichnung. Es zeigen:
1 eine Vorrichtung zur Ausführung eines
erfindungsgemäßen Verfahrens gemäß einer bevorzugten Ausführungsform;
2 einen Signalverlauf des gesamten erfindungsgemäßen
Verfahrens gemäß einer bevorzugten Ausführungsform;
3 eine graphische Benutzerschnittstelle
zur Parametrierung des erfindungsgemäßen Verfahrens vor dessen Ausführung;
4 einen Signalverlauf des erfindungsgemäßen
Verfahrens aus 2 während einer Angärphase;
5 einen Signalverlauf des erfindungsgemäßen
Verfahrens aus 2 während einer Hauptgärphase;
6 einen Signalverlauf des erfindungsgemäßen
Verfahrens aus 2 während einer Endgärphase gemäß einer
ersten Ausführungsform; und
7 einen Signalverlauf des erfindungsgemäßen
Verfahrens aus 2 während einer Endgärphase gemäß einer
zweiten Ausführungsform.
In 1 ist eine Vorrichtung zur Ausführung
eines erfindungsgemäßen Verfahrens gemäß einer bevorzugten Ausführungsform in seiner
Gesamtheit mit dem Bezugszeichen 1 bezeichnet. Die Vorrichtung
1 umfasst einen Flüssigkeitsbehälter 2, der zum Teil mit der zu
gärenden Flüssigkeit 3 gefüllt ist. Die Flüssigkeit 3 ist beispielsweise
Traubensaft bzw. Wein. In die Flüssigkeit 3 ist in einem seitlichen Bereich
des Behälters 2 ein Temperaturfühler 4 zum Messen der Temperatur
der Flüssigkeit 3 getaucht. Außerdem ist von oben eine Dichtemesssonde
5 zum Erfassen der Dichte der Flüssigkeit 3 in diese getaucht.
Nähere Angaben über den Aufbau und die Funktionsweise der Dichtemesssonde
5 können der DE 199 63 935 A1
entnommen werden. Die Dichtemesssonde 5 wird in dem dargestellten Ausführungsbeispiel
zum Messen des Mostgewichts der Flüssigkeit 3 in Oechsle-Graden eingesetzt.
Während des Gärvorgangs des Weines verringert sich dessen Dichte,
da Zucker in Alkohol, Kohlendioxid, Säuren und andere Stoffe umgewandelt wird. Somit
kann die Dichte des Weines und die Änderungsgeschwindigkeit der Dichte einen zuverlässigen
Hinweis auf den Zustand der Gärung geben.
Die Vorrichtung 1 umfasst außerdem ein Steuergerät, das in
dem vorliegenden Ausführungsbeispiel einen Personal Computer (PC) 6 und
eine speicherprogrammierbare Steuerung (SPS) 7 umfasst. Der PC
6 umfasst Benutzerschnittstellen in Form eines Bildschirms und einer Tastatur.
Außerdem umfasst der PC 6 ein Rechengerät, das insbesondere als ein Mikroprozessor
(nicht dargestellt) ausgebildet ist. Schließlich umfasst der PC 6 auch
ein elektrisches Speichermedium (nicht dargestellt), das beispielsweise als ein
Random-Access-Speicher, als ein Read-Only-Speicher oder als ein Flash-Speicher ausgebildet
ist. Auf dem Speichermedium ist ein Computerprogramm zur Ausführung des erfindungsgemäßen
Verfahrens abgespeichert. Zur Abarbeitung des Computerprogramms wird es entweder
abschnittsweise oder als ganzes an den Mikroprozessor übertragen und dort abgearbeitet.
Der PC 6 und die Mikroprozessorsteuerung bzw. die SPS 7 stehen
über eine Datenverbindung 8 miteinander in Verbindung.
Selbstverständlich kann statt der separaten SPS 7, deren
Funktion auch in das Computerprogramm integriert sein, so dass als Steuergerät ausschließlich
der PC 6 eingesetzt wird. Die Funktion der SPS 7 wird dann von
dem PC 6 übernommen. Das in diesem Fall dann auf dem PC 6 ablaufende
Computerprogramm müsste auch die in dem in 1 dargestellten
Ausführungsbeispiel durch die SPS 7 realisierten Funktionen erfüllen können.
Bei dem in 1 dargestellten Ausführungsbeispiel
umfasst das auf dem PC 6 ablauffähige Computerprogramm die Funktionen Parametrierung
des Temperaturreglers, graphische Datenaufzeichnung und Ausgabe von Meldungen, Signalverläufen,
etc. Das Computerprogramm wird entweder als solches über das Internet oder gespeichert
auf einem elektrischen Datenträger (Secure Digital (SD)-Card, Compact Flash (CF)-Card,
USB-Stick, etc.), einem optischen Datenträger (CD-ROM, DVD, etc.) oder einem magnetischen
Datenträger (Speicherband, Diskette, Festplatte, etc.) vertrieben. Das Computerprogramm
wird aus dem Internet oder von dem Datenträger geladen und in dem PC 6
bzw. auf dem elektrischen Speichermedium abgespeichert. Dort steht es dann jederzeit
für eine Abarbeitung auf dem Mikroprozessor zur Verfügung.
Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel ist in der SPS
7 eine Ablaufsteuerung, eine Temperaturregelung, eine Messdatenerfassung
und eine Prozessüberwachung integriert. Zur Temperaturregelung ist in die SPS
7 ein Temperaturregler integriert, durch den die Temperatur der Flüssigkeit
3 geregelt werden kann. Dazu sind Heizmittel und Kühlmittel (beide nicht
dargestellt) vorgesehen, die temperaturerhöhend bzw. temperaturverringernd auf die
Flüssigkeit 3 einwirken. Die Heiz- und Kühlmittel arbeiten elektrisch oder
hydraulisch über eine Heiz- bzw. Kühlflüssigkeit. In dem dargestellten Ausführungsbeispiel
umfassen die Kühlmittel einen Heizkreislauf und einen Kühlkreislauf, die unabhängig
voneinander über geeignete elektromagnetisch betätigbare Ventile 9,
10 aktiviert und deaktiviert werden können. Die SPS 7 kann durch
Ansteuern der Ventile 9, 10 die Heizmittel bzw. die Kühlmittel
aktivieren und auf diese Weise die Temperatur der Flüssigkeit 3 auf einen
vorgebbaren Wert einstellen. Durch Anheben oder Senken der Temperatur der gärenden
Flüssigkeit 3 kann die Gäraktivität angeregt bzw. gehemmt werden.
Über eine erste Messdatenleitung 11 steht der Temperaturfühler
4 mit der SPS 7 in Verbindung. Die gemessene Temperatur der Flüssigkeit
3 wird an die SPS 7 geführt und für die Temperaturregelung herangezogen.
Über eine zweite Messdatenleitung 12 steht die Dichtemesssonde
5 mit der SPS 7 in Verbindung. Die gemessene Dichte und damit
eine den Gärvorgang charakterisierende Größe wird über die Messdatenleitung
12 an die SPS 7 geführt und ebenfalls für die Temperaturregelung
herangezogen. Die beiden Messdatenleitungen 11, 12 sind über eine
Verklemmdose 13 an die SPS 7 angeschlossen. Selbstverständlich
können sie auch direkt an die SPS 7 angeschlossen sein.
In 2 sind die Verläufe von verschiedenen
Signalen während der Ausführung des erfindungsgemäßen Verfahrens aufgetragen. Ein
wesentlicher Aspekt der vorliegenden Erfindung ist darin zu sehen, dass die Temperatur
der Flüssigkeit 3 zumindest während eines Teils des Gärprozesses derart
geregelt wird, dass ein vorgebbarer zeitlicher Dichteverlauf der Flüssigkeit
3 möglichst genau eingehalten wird. In 2 sind
die Signalverläufe über der Zeit, im vorliegenden Fall über die Tage, aufgetragen.
Der vorgegebene Soll-Dichteverlauf ist im oberen Teil der 2
mit einer gestrichelten Linie dargestellt. Der Soll-Dichteverlauf wird im Vorfeld
des Gärprozesses mathematisch oder empirisch ermittelt. Durch eine Variation des
Soll-Dichteverlaufs, der erfindungsgemäß während des Gärprozesses abgefahren wird,
kann die Qualität (Zusammensetzung, Aussehen, Geschmack, etc.) der Flüssigkeit
3 beeinflusst werden. Der Soll-Dichteverlauf wird von einem Anwender über
den PC 6 vorgegeben und über die Datenleitung 8 an die SPS
7 übertragen. Die Vorgabe des Soll-Dichteverlaufs wird anhand der
3 näher erläutert. Die SPS 7 regelt die Temperatur
der Flüssigkeit dann so, dass der vorgegebene Dichteverlauf abgefahren wird. Der
von der Dichtemesssonde 5 gemessene Wert für die Ist-Dichte ist mit einer
durchgezogenen Linie dargestellt. Es ist deutlich zu erkennen, dass der Ist-Dichteverlauf
im wesentlichen dem Soll-Dichteverlauf entspricht.
Außerdem kann 2 entnommen werden, dass
der Gärprozess in drei aufeinander folgende Abschnitte unterteilt ist, eine Angärphase,
eine Hauptgärphase und eine Endgärphase. Selbstverständlich können während des Gärprozesses
weitere Phasen durchlaufen werden. Die drei Phasen gemäß der beschriebenen Ausführungsform
werden anhand der 4 bis 7
näher erläutert. In bestimmten Abständen zu dem Soll-Dichteverlauf oberhalb und
unterhalb des Soll-Dichteverlaufs sind Dichteschwellen angegeben, deren Überschreiten
(nach oben hin) bzw. Unterschreiten (nach unten hin) einen Alarm auslöst. Es sind
dies zum einen eine näher an dem Soll-Dichteverlauf verlaufende Voralarm-Dichte
(gepunktete Linie) und eine in einem größeren Abstand zu dem Soll-Dichteverlauf
verlaufende Hauptalarm-Dichte (gestrichpunktete Linie).
Unterhalb der Dichteverläufe sind in 2
die Temperaturverläufe der Flüssigkeit aufgetragen. Die Flüssigkeit 3 wird
auf die dort dargestellten Werte geregelt, damit der in 2
oben dargestellte Ist-Dichteverlauf der Flüssigkeit 3 erreicht wird. Der
Soll-Temperaturverlauf ist mittels einer gestrichelten Linie dargestellt. Der Ist-Temperaturverlauf
ist mit einer durchgezogenen Linie dargestellt. Ein Voralarm-Temperaturverlauf ist
mit einer gepunkteten Linie dargestellt und ein Hauptalarm-Temperaturverlauf ist
mit einer gestrichpunkteten Linie dargestellt. Außerdem ist bei den Temperaturverläufen
die maximal und die minimal zulässige Temperatur der Flüssigkeit 3 eingezeichnet.
Diese maximal und minimal zulässigen Temperaturen können für die verschiedenen Phasen
des Gärprozesses unterschiedliche Werte annehmen.
Ganz unten ist in 2 der Verlauf eines
Heizfaktors (durchgezogene Linie) und eines Kühlfaktors (gestrichelte Linie) dargestellt.
Diese Faktoren entsprechen im wesentlichen der Aktivierung der Ventile
9, 10 für die Heizmittel bzw. für die Kühlmittel während des Gärprozesses.
Es ist deutlich zu erkennen, dass die Flüssigkeit 3 insbesondere zu Beginn
der Angärphase (für etwa einen Tag) aufgeheizt wird (Heizfaktor nahe 100%), wohingegen
während des übrigen Gärprozesses nur noch wenig geheizt wird (Heizfaktor von Zeit
zu Zeit auf maximal 10%). Demgegenüber wird die Flüssigkeit 3 nach dem
ersten Tag nahezu ständig gekühlt (Kühlfaktor zwischen 20% und 90%). Das hängt damit
zusammen, dass die chemischen Reaktionen während des Gärprozesses exotherm sind,
das heißt dass Wärme erzeugt wird.
In 3 ist eine graphische Benutzerschnittstelle
dargestellt, wie sie auf dem Bildschirm des PC 6 dargestellt wird. Über
die Tastatur kann ein Anwender die gewünschten Werte für die angegebenen Parameter
eingegeben. Über die eingegebenen Parameter ist der Soll-Dichteverlauf genau definiert.
Die einzugegebenen Parameter umfassen zunächst allgemeine Angaben zu der gärenden
Flüssigkeit, wie zum Beispiel Chargen-Nummer, Chargen-Bezeichnung, Datum des Gärprozesses.
Für die Angärphase umfassen die Parameter die Gärstart-Temperatur (mit oder ohne
Anstiegsbegrenzung), den minimalen und maximalen Dichteabbau und die maximale Angärzeit.
Für die Hauptgärphase umfassen die einzugebenden Parameter zum Beispiel die gewünschte
Dichtezehrung, die maximale und die minimale Temperatur der Flüssigkeit
3 und die maximale Temperatur-Änderungsgeschwindigkeit. Für die Endgärphase
umfassen die Parameter die Auswahl einer von mehreren möglichen Arten der Endgärung
(Abstoppen oder Durchgären), sowie die maximale und die minimale
End-Temperatur. Außerdem können über die graphische Benutzerschnittstelle Parameter
für einen sogenannten Alarmplan eingegeben werden, das heißt die Schwellen für den
Voralarm und Hauptalarm können vorgegeben werden. Selbstverständlich ist es denkbar,
dass der Anwender außer den genannten Parametern noch andere oder nur weniger Parameter
eingeben kann. Schließlich ist es auch denkbar, eingegebene Parameter abzuspeichern,
um dann zu einem späteren Zeitpunkt einfach einen bereits eingegebenen und abgespeicherten
Soll-Dichteverlauf aufzurufen. Dadurch müssten nicht jedes Mal die Parameter für
den gewünschten Gärprozess neu eingegeben werden.
In 4 ist der Signalverlauf aus
2 vergrößert im Ausschnitt für die Angärphase dargestellt.
Während der Angärphase zu Beginn des Gärprozesses wird die Temperatur der Flüssigkeit
auf einen vorgebbaren konstanten Wert (Gärstart-Temperatur) geregelt, bis sich in
der Flüssigkeit 3 ein vorgebbarer Dichteabbau pro Zeiteinheit (zwischen
minimalem Dichteabbau und maximalem Dichteabbau) einstellt oder bis eine vorgebbare
Zeitdauer (maximale Angärzeit) überschritten ist. In der Angärphase greift das System,
ausgehend von einer vorgebbaren, konstanten Gärstart-Temperatur zu einem bestimmten
Zeitpunkt, bei dem eine optimale Dichtezehrung (Gärintensität) für die Einleitung
der Hauptphase vorliegt, in den Gärprozess ein. Während der Angärphase wird der
Dichtabbau überwacht und der optimale Zeitpunkt für die Einleitung der Hauptgärphase
automatisch erkannt. Wird die optimale Dichtezehrung innerhalb einer vorgebbaren
Zeitdauer nicht erreicht, wird nach Ablauf der Zeitdauer (maximale Angärzeit) trotzdem
in die Hauptgärphase umgeschaltet.
In 5 ist der Signalverlauf aus
2 vergrößert im Ausschnitt für die Hauptgärphase dargestellt.
Während der Hauptgärphase wird die Temperatur der Flüssigkeit 3 derart
geregelt, dass sich in der Flüssigkeit 3 ein vorgebbarer Dichteabbau pro
Zeiteinheit (Dichtezehrung) einstellt. Während der Hauptgärphase ermöglichen automatische
Temperaturänderungen der Flüssigkeit 3 eine schonende, vorgegebene Dichtezehrung.
Neben der optimalen Streckung des Gärverlaufs zur Erzeugung bestimmter Weinstile
ergibt sich dadurch eine planbare Gärdauer. Aus der Hauptgärphase wird automatisch
in eine Endgärphase übergegangen, sobald ein vorgebbarer Schwellwert für die Dichte
der Flüssigkeit 3 (End-Dichte plus Beginn vor End-Dichte) oder alternativ
eine vorgebbare Zeitdauer überschritten ist.
In 6 ist der Signalverlauf aus
2 vergrößert im Ausschnitt für eine erste Ausführungsform
der Endgärphase dargestellt. Während der Endgärphase gegen Ende des Gärprozesses
wird die Temperatur der Flüssigkeit 3 derart geregelt, dass sich in der
Flüssigkeit 3 ein Dichteabbau pro Zeiteinheit (Dichtezehrung) von etwa
Null einstellt und ein vorgebbarer Endwert (End-Dichte) für die Dichte der Flüssigkeit
3 erreicht wird. In der Endgärphase kann ein automatisches Abstoppen des
Gärprozesses auf einen absoluten, vorgebbaren Dichte-Endwert (End-Dichte), beispielsweise
zur Herstellung fructosebetonter Weine, durch geeignete Temperaturregelung erzielt
werden. Die Temperaturregelung erfolgt dabei innerhalb eines Temperaturkorridors,
der von dem zulässigen Temperaturbereich während der Angärphase und der Hauptgärphase
abweicht. Dabei wird die Regelung nach Dichtezehrung beendet.
Die Temperatur der Flüssigkeit 3 wird während dieser Ausführungsform
der Endgärphase innerhalb eines vorgebbaren End-Temperaturbereichs zwischen einer
minimalen End-Temperatur und einer maximalen End-Temperatur geregelt. Vorzugsweise
liegt dabei die minimale End-Temperatur niedriger als die minimale Temperatur während
der Hauptgärphase und liegt die maximale End-Temperatur niedriger als die maximale
Temperatur während der Hauptgärphase.
In 7 ist der Signalverlauf aus
2 vergrößert im Ausschnitt für eine alternative zweite
Ausführungsform der Endgärphase dargestellt. Dabei wird die Temperatur der Flüssigkeit
3 derart geregelt, dass sich eine vollständige Durchgärung der Flüssigkeit
3 einstellt. Dabei wird mit der Dichtezehrung aus der Hauptgärphase mit
denselben oder mit veränderten Parametern weitergearbeitet, das heißt die Regelung
nach Dichtezehrung wird fortgesetzt.
Die Temperatur der Flüssigkeit 3 wird während der alternativen
Ausführungsform der Endgärphase ebenfalls innerhalb des vorgebbaren End-Temperaturbereichs
zwischen der minimalen End-Temperatur und der maximalen End-Temperatur geregelt.
Vorzugsweise liegt dabei die minimale End-Temperatur höher als die minimale Temperatur
während der Hauptgärphase, wohingegen die maximale End-Temperatur niedriger als
die maximale Temperatur während der Hauptgärphase liegt.
Es versteht sich, dass der Soll-Dichteverlauf des erfindungsgemäßen
Verfahrens von dem hier beispielhaft dargestellten Verlauf abweichen kann, beispielsweise
um verschiedene Weinqualitäten zu erzielen. Außerdem ist der Einsatz des erfindungsgemäßen
Verfahrens nicht auf die Herstellung von Wein oder Obstwein beschränkt, sondern
kann für beliebige Gärprozesse, beispielsweise aus dem Bereich der Lebensmittel- oder
Arzneimittelherstellung eingesetzt werden.
Anspruch[de]
Verfahren zum kontrollierten Vergären einer Flüssigkeit (3),
dadurch gekennzeichnet, dass die Temperatur der Flüssigkeit (3)
zumindest während eines Teils des Gärprozesses derart geregelt wird, dass ein vorgebbarer
zeitlicher Dichteverlauf der Flüssigkeit (3) zumindest annähernd eingehalten
wird.
Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Temperatur
der Flüssigkeit (3) innerhalb eines vorgebbaren Temperaturbereichs zwischen
einer minimalen Temperatur und einer maximalen Temperatur geregelt wird.
Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass während
einer Angärphase zu Beginn des Gärprozesses die Temperatur der Flüssigkeit (3)
auf einen vorgebbaren konstanten Wert geregelt wird, bis sich in der Flüssigkeit
(3) ein vorgebbarer Dichteabbau pro Zeiteinheit einstellt, bis ein vorgebbarer
absoluter Dichteabbau stattgefunden hat oder bis eine vorgebbare Zeitdauer überschritten
ist.
Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass nach der Angärphase
automatisch in eine Hauptgärphase übergegangen wird, wobei die Temperatur der Flüssigkeit
(3) während der Hauptgärphase derart geregelt wird, dass sich in der Flüssigkeit
(3) ein vorgebbarer Dichteabbau pro Zeiteinheit einstellt.
Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass aus der Hauptgärphase
automatisch in eine Endgärphase übergegangen wird, sobald ein vorgebbarer Schwellwert
für die Dichte der Flüssigkeit (3) oder eine vorgebbare Zeitdauer überschritten
ist.
Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet,
dass während einer Endgärphase gegen Ende des Gärprozesses die Temperatur der Flüssigkeit
(3) derart geregelt wird, dass sich in der Flüssigkeit (3) ein
Dichteabbau pro Zeiteinheit von etwa Null einstellt und ein vorgebbarer Endwert
für die Dichte der Flüssigkeit (3) erreicht wird.
Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Temperatur
der Flüssigkeit (3) innerhalb eines vorgebbaren End-Temperaturbereichs
zwischen einer minimalen End-Temperatur und einer maximalen End-Temperatur geregelt
wird.
Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die minimale
End-Temperatur niedriger ist als die minimale Temperatur während der Hauptgärphase
und die maximale End-Temperatur niedriger ist als die maximale Temperatur während
der Hauptgärphase.
Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet,
dass während einer Endgärphase gegen Ende des Gärprozesses die Temperatur der Flüssigkeit
(3) derart geregelt wird, dass sich eine vollständige Durchgärung der Flüssigkeit
(3) einstellt.
Verfahren nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Temperatur
der Flüssigkeit (3) innerhalb eines vorgebbaren End-Temperaturbereichs
zwischen einer minimalen End-Temperatur und einer maximalen End-Temperatur geregelt
wird.
Verfahren nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die minimale
End-Temperatur höher ist als die minimale Temperatur während der Hauptgärphase und
die maximale End-Temperatur niedriger ist als die maximale Temperatur während der
Hauptgärphase.
Computerprogramm, das auf einem Rechengerät, insbesondere auf einem
Mikroprozessor ablauffähig ist, dadurch gekennzeichnet, dass das Computerprogramm
zur Ausführung eines Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 11 programmiert ist.
Speicherelement, insbesondere Read-Only-Speicher, Random-Access-Speicher,
Flash-Speicher oder Datenträger, dadurch gekennzeichnet, dass auf dem Speicherelement
ein Computerprogramm abgespeichert ist, das zur Ausführung eines Verfahrens nach
einem der Ansprüche 1 bis 11 programmiert ist.
Steuergerät (6, 7) für eine Temperaturregelung einer
Flüssigkeit (3), umfassend ein Rechengerät, insbesondere einen Mikroprozessor,
und ein Speicherelement, dadurch gekennzeichnet, dass auf dem Speicherelement
ein Computerprogramm abgespeichert ist, das zur Ausführung eines Verfahrens nach
einem der Ansprüche 1 bis 11 programmiert ist und das zur Ausführung des Verfahrens
auf dem Rechengerät abläuft.