Technisches Gebiet
Die vorliegende Erfindung betrifft einen Schraubenschleifer zum Ausbilden
einer spiralförmigen Gewinderille an einer Außenfläche einer runden Welle durch
eine Schleifverarbeitung. Insbesondere betrifft die vorliegende Erfindung einen
Schraubenschleifer für die hochpräzise Verarbeitung eines Schraubenwelle, sodass
diese in einer Kugelumlaufspindel verwendet werden kann.
Stand der Technik
Kugelumlaufspindeln werden häufig zum linearen Antreiben eines Werkstücktisches
für ein Maschinenwerkzeug oder ähnliches verwendet. Ein Mutternglied wird auf die
Peripherie einer Schraubenwelle, in der eine spiralförmige Kugelumlaufrille ausgebildet
ist, mittels einer Kugel geschraubt. Das Mutternglied führt eine Bewegung entlang
der Schraubenwelle in Übereinstimmung mit der Drehung der Schraubenwelle durch,
wobei die Drehbewegung eines Motors zu einer linearen Hin- und Herbewegung mit einer
gewünschten Distanz gewandelt werden kann. Um eine Drehbewegung mit guter Präzision
zu einer Linearbewegung zu wandeln, ist eine sehr präzise Ausbildung der spiralförmigen
Kugelumlaufrille in einer Außenumfangsfläche der Schraubenwelle mit einer entsprechenden
Führungslänge erforderlich.
Herkömmlich wird ein Spezial-Schraubenschleifer verwendet, um die
Kugelumlaufrille in der Außenumfangsfläche der Schraubenwelle auszubilden. Die spiralförmige
Kugelumlaufrille wird durch eine Schleifverarbeitung auf der Außenumfangsfläche
einer runden Welle ausgebildet, die mit einem vorbestimmten Außendurchmesser vorgesehen
ist und einer Wellen-Endverarbeitung unterworfen wurde. Der Schraubenschleifer umfasst
einen Werkstücktisch, auf dem die Schraubenwelle platziert wird, wobei der Werkstücktisch
in der Längsrichtung der Schraubenwelle hin und her bewegt werden kann, einen Schleifsteinkopf,
der die Kugelumlaufrille in der Schraubenwelle mittels eines mit hoher Geschwindigkeit
gedrehten Schleifsteins ausbildet, einen Schleifstein-Zuführtisch, der den Schleifsteinkopf
in Übereinstimmung mit einem Führungswinkel der Kugelumlaufrille hält und veranlasst,
dass der Schleifstein in die Schraubenwelle schneidet, und einen Spindelkopf, der
veranlasst, dass sich die auf dem Werkstücktisch platzierte Schraubenwelle synchron
zu der Hin- und Herbewegung des Werkstücktischs dreht.
Ein Spannfutter auf dem Spindelkopf hält ein Ende der runden Welle,
die als Material für die Schraubenwelle verwendet wird, während ein Zentrum in einem
Reitstock das andere Ende der runden Welle hält. Die runde Welle ist derart auf
dem Werkstücktisch platziert, dass sie wie ein an beiden Enden gehaltener Balken
in der Luft hängt. Eine spiralförmige Kugelumlaufrille wird auf der Oberfläche der
Schraubenwelle durch eine Schleifverarbeitung ausgebildet, indem der Schleifstein
gegen die Außenumfangsfläche der derart platzierten Schraubenwelle gedrückt wird,
wobei die Schraubenwelle in diesem Zustand graduell gedreht wird und der Werkstücktisch
in der axialen Richtung bewegt wird.
Während jedoch eine Hauptkraftkomponente eines Schleifwiderstands
entlang einer Richtung wirkt, die tangential zu der Außenumfangsfläche der Schraubenwelle
ist, wirkt eine Schubkraftkomponente des Schleifwiderstands in einer Richtung senkrecht
zu der Hauptkraftkomponente. Wenn also die Schraubenwelle an beiden Enden wie oben
beschrieben gehalten wird, schreitet der Prozess zum Schleifen der Kugelumlaufrille
fort, während die Schraubenwelle aufgrund der resultierenden Kraft aus der Hauptkraftkomponente
und der Schubkraftkomponente gebogen wird. Es besteht also die Gefahr, dass die
Kugelumlaufrille nicht zu einer vorbestimmten Tiefe ausgebildet wird, die der Distanz
entspricht, mit welcher der Schleifsteintisch vorgerückt wird, und dass die Kugelumlaufrille
mit einer sich insgesamt verjüngenden Form ausgebildet wird. Derartige Probleme
treten einfach auf, wenn eine Schraubenwelle mit einer geringen Steifigkeit und
mit einem kleinen Wellendurchmesser oder eine lange Schraubenwelle mit einer Länge
von mehreren Metern verarbeitet wird.
Wenn die Schraubenwellen-Schneidegeschwindigkeit des Schleifsteins
erhöht wird oder wenn die Zuführgeschwindigkeit des Werkstücktisches erhöht wird,
um die Produktivität zu steigern, erhöht sich der Schleifwiderstand entsprechend,
sodass die oben beschriebenen Probleme verstärkt auftreten.
Herkömmliche Schraubenschleifer sind derart konfiguriert, das sie
an mehreren Positionen zwischen dem Spindelkopf und dem Reitstock mit Klammern ausgestattet
sind, um diese Probleme zu verhindern. Die Klammern halten die Schraubenwelle während
der Schleifverarbeitung. Schuhe an den entfernten Enden der Klammern kontaktieren
Außenumfangsteile der Schraubenwelle, um dem Schleifwiderstand entgegenzuwirken
und die Schraubenwelle zu halten. Die Schuhe der Klammern verschleißen jedoch einfach,
weil sie dem Schleifwiderstand entgegenwirken. Um den Verschleiß zu unterdrücken,
muss eine Positionsanpassung der Schuhe in Entsprechung zu der Drehung der Schraubenwelle
durchgeführt werden, sodass die Schuhe immer einen Spitzenteil der Schraubenwelle
kontaktieren und keinen Kontakt an einer Grenze zwischen dem Spitzenteil
und der Kugelumlaufrolle aufweisen. Es besteht das Problem, dass ein größerer Arbeits-
und Zeitaufwand für die Anpassungen erforderlich ist, wenn die zu verarbeitende
Schraubenwelle länger ist, da in diesem Fall mehr Schuhe verwendet werden müssen.
Weiterhin müssen die Klammern an geeigneten Positionen angeordnet
werden, um einen Zustand aufrechtzuerhalten, in dem die Schraubenwelle gerade ist
und dem Schleifwiderstand widersteht, wobei Positionsanpassungen an den Klammern
durchgeführt werden müssen, wenn sich etwa der Durchmesser der zu verarbeitenden
Schraubenwelle ändert. Es besteht das Problem, dass diese Anpassungen arbeits- und
zeitaufwändig sind.
Beschreibung der Erfindung
Die vorliegende Erfindung nimmt auf die oben beschriebenen Probleme
Bezug. Es ist eine Aufgabe der Erfindung, einen Schraubenschleifer anzugeben, der
eine Schraubenwelle gerade halten kann und einem Schleifwiderstand während der Schleifverarbeitung
einer Schraubenrille widersteht, wobei keine aufwändigen Anpassungen erforderlich
sind und ein Schleifen eines Schraubengewindes mit hoher Präzision ermöglicht wird.
Um die oben beschriebene Aufgabe zu erfüllen, wird gemäß der vorliegenden
Erfindung eine Schraubenwelle als zu verarbeitendes Objekt nicht wie bei einem herkömmlichen
Schraubenschleifer an beiden Enden auf einem Werkstücktisch gehalten. Statt dessen
ist ein Werkstück-Fixierungsständer vorgesehen, der mit einer Werkstück-Positionierungsrille
mit einem V-förmigen Querschnitt auf einem Werkstücktisch versehen ist. Die Schraubenwelle
wird in die Werkstück-Positionierungsrille gesetzt, und ein Schleifstein schneidet
vertikal von oben in die in der Positionierungsrille eingesetzte Schraubenwelle.
Die Schraubenwelle kann gleichmäßig von unten gehalten werden, um
dem Schleifwiderstand zu widerstehen, wobei die Schraubenwelle nicht gebogen wird,
während der Schleifprozess ausgeführt wird, vorausgesetzt, dass der Werkstück-Fixierungsständer
mit der Werkstück-Positionierungsrille ausreichend lang ist und der Länge der zu
verarbeitenden Schraubenwelle in der Längsrichtung entspricht. Deshalb müssen keine
herkömmlichen Klammern vorgesehen werden und es müssen keine Positionsanpassungen
vorgenommen werden. Weiterhin ist die Werkstück-Positionierungsrille mit einem V-förmigen
Querschnitt ausgebildet. Dementsprechend kann die Position der Schraubenwelle in
der Werkstück-Positionierungsrille genau bestimmt werden, wenn die Schraubenwelle
in die Rille eingesetzt wird, vorausgesetzt, dass die Schraubenwelle einen vorbestimmten
Außendurchmesser aufweist. Auf diese Weise kann auch die Tiefe bestimmt werden,
mit welcher der Schleifstein in die Schraubenwelle schneidet.
Der Verwendung des Schraubenschleifers der vorliegenden Erfindung
ist nicht auf das Schleifen einer Schraubenwelle beschränkt. Der Schraubenschleifer
kann auch für das Zylinderschleifen oder Rillenschleifen auf einer Außenumfangsfläche
eines zylindrischen Werkstücks verwendet werden, das in die Werkstück-Positionierungsrille
mit dem V-förmigen Querschnitt eingesetzt ist.
Kurzbeschreibung der Zeichnungen
1 ist eine Vorderansicht, die eine Ausführungsform
eines Schraubenschleifers zeigt, auf den die vorliegende Erfindung angewendet ist.
2 ist eine Draufsicht auf den Schraubenschleifer
von 1.
3 ist eine Querschnittansicht entlang
der Linie III–III von 1.
4 ist eine Explosionsansicht, die eine
Positionsbeziehung zwischen einem in eine Werkstück-Positionierungsrille eingesetzten
Werkstück und einem Schleifstein zeigt.
5 ist eine Draufsicht, die einen Zustand
zeigt, in dem die Position des Schleifsteinkopfs angepasst ist, sodass die Drehachse
des Schleifsteins orthogonal zu dem Wellenzentrum eines Werkstücks ist.
1- Basis
2- Werkstücktisch
3- Werkstück (Schraubenwelle)
4- Werkstück-Fixierungsständer
5- Schleifstein-Zuführtisch
6- Schleifstein
7- Schleifsteinkopf
8- Spindelkopf
40- Werkstück-Positionierungsrille
Bevorzugte Ausführungsform der Erfindung
Im Folgenden wird ein Schraubenschleifer gemäß der vorliegenden Erfindung
im Detail mit Bezug auf die beigefügten Zeichnungen beschrieben.
1 bis 3
zeigen eine Ausführungsform eines Schraubenschleifers, auf den die vorliegende Erfindung
angewendet ist. Der Schraubenschleifer kann verschiedenartige Schleifverarbeitungen
auf einer Außenumfangsfläche einer runden Welle durchführen. Der
Schraubenschleifer ist nicht auf das Schleifen einer spiralförmigen Schraubenrille
beschränkt, sondern ist derart konfiguriert, dass er für das Schleifen einer Außenumfangsfläche
eines Zylinders und für das Rillenschleifen entlang einer Längsrichtung verwendet
werden kann. Insbesondere umfasst der Schraubenschleifer eine Basis 1,
die auf einer Bodenfläche einer Werkstatt installiert ist, einen Werkstücktisch
2, der auf der Basis 1 vorgesehen ist und sich frei hin und her
bewegen kann, einen Werkstück-Fixierungsständer 4, der ein Werkstück
3 (eine runde Welle) als zu verarbeitendes Objekt auf dem Werkstücktisch
2 positioniert, einen Schleifstein-Zuführtisch 5, der sich frei
nach oben und unten in Bezug auf die Basis 1 bewegen kann, einen Schleifsteinkopf
7, der auf dem Schleifstein-Zuführtisch 5 vorgesehen ist und veranlasst,
dass der Schleifstein 6 in das an dem Werkstück-Fixierungsständer
4 positionierte Werkstück 3 schneidet, und einen Spindelkopf
8, der veranlasst, dass sich das an dem Werkstück-Fixierungsständer
4 positionierte Werkstück 3 synchron zu der Hin- und Herbewegung
des Werkstücktisches 2 dreht.
Der Werkstücktisch 2 ist ein einachsiger Tisch auf der Basis
1. Der einachsige Tisch wird auf der Basis 1 durch ein lineares
Lager gehalten und bewegt sich auf der Basis mit einer vorbestimmten Zuführgeschwindigkeit
in Übereinstimmung mit einer Kombination aus einem Antriebsmotor 20 und
einer Kugelschraube. Das lineare Lager umfasst eine Schiene 11, die auf
der Basis 1 fixiert ist, und einen Gleiter 12, der sich frei in
der Schiene 11 bewegen kann und an einer unteren Fläche des Werkstücktisches
2 fixiert ist. Der Werkstücktisch 2 kann reibungslos entlang der
Schiene 11 geführt werden, während alle möglichen Lasten auf den Werkstücktisch
2 wirken. Weiterhin ist eine Schraubenwelle 13 einer Kugelumlaufspindel
entlang der gesamten Länge der Basis 1 parallel zu der Schiene
11 des linearen Lagers angeordnet. Der Antriebsmotor ist über eine Kopplung
14 mit einem Ende der Schraubenwelle 13 verbunden, und die Schraubenwelle
13 geht wie in 3 gezeigt durch den Werkstücktisch
2 hindurch. Weiterhin ist ein Mutternglied 15 der Kugelumlaufspindel
an dem Werkstücktisch 2 fixiert und auf die Schraubenwelle 13
geschraubt. Wenn also die Schraubenwelle 13 durch den Antriebsmotor
10 gedreht wird, werden eine Zuführgeschwindigkeit und die Zuführdistanz
in Entsprechung zu der Drehgeschwindigkeit und Drehdistanz der Schraubenwelle
13 auf den Werkstücktisch 2 übertragen.
Weiterhin ist der Werkstück-Fixierungsständer 4 einstöckig
mit einem oberen Teil des Werkstücktisches 2 verbunden. Eine Werkstück-Positionierungsrille
40 ist auf einer oberen Fläche des Werkstück-Fixierungsständers
4 entlang der Bewegungsrichtung des Werkstücktisches 2 ausgebildet.
Die Werkstück-Positionierungsrille 40 weist zwei Bezugsflächen
41a und 41b auf und ist mit einem V-förmigen und sich nach oben
öffnenden Querschnitt ausgebildet. Die Außenumfangsfläche des Werkstücks
3 (der runden Welle) kontaktiert also die beiden Bezugsflächen
41a und 41b, wenn das Werkstück 3 in der Werkstück-Positionierungsrille
40 eingesetzt ist. Das Werkstück 3 wird durch sein eigenes Gewicht
in der Werkstück-Positionierungsrille 40 gehalten. Außerdem weist der Werkstück-Fixierungsständer
4 eine Länge auf, die gleich oder länger als die Länge des Werkstücks
3 in der Axialrichtung ist. Das in die Werkstück-Positionierungsrille
40 eingesetzte Werkstück 3 kann also entlang seiner gesamten Länge
gehalten werden.
Weiterhin ist eine Säule 16 in der Nähe des ungefähren Zentrums
eines Bewegungsbereichs des Werkstücktisches 2 stehend angeordnet. Ein
einachsiger Tisch ist zwischen dem Schleifstein-Zuführtisch 5 und der Säule
16 konfiguriert, und der Schleifstein-Zuführtisch 5 kann sich
frei nach oben und unten in Bezug auf die Basis 1 bewegen. Ähnlich wie
der Werkstücktisch 2 wird ein lineares Lager für die nach oben und unten
gerichteten Bewegung des Schleifstein-Zuführtisches 5 verwendet. Eine Schiene
50 ist auf einer Seitenfläche der Säule 16 in einer vertikalen
Richtung angeordnet, und ein entlang der Schiene 50 laufender Gleiter
51 ist an einer Seitenfläche des Schleifstein-Zuführtisches 5
fixiert. Die nach oben und unten gerichtete Bewegung des Schleifstein-Zuführtisches
5 wird durch eine Kombination aus einem Hebemotor und einer Kugelumlaufspindel
(beide nicht gezeigt) bewerkstelligt. Wie weit der Schleifstein 6 in das
Werkstück 2 schneidet, wird durch die Drehgeschwindigkeit und Drehdistanz
des Hebemotors gesteuert.
Weiterhin umfasst der Schleifsteinkopf 7, der auf dem Schleifstein-Zuführtisch
vorgesehen ist, eine Spindel 70 mit einem eingebauten Motor und eine Klammer
71, die die Spindel 70 an dem Schleifstein-Zuführtisch
5 fixiert. Wie in 4 gezeigt, nähert sich der
durch die Spindel 70 gehaltene Schleifstein 6 dem in der Werkstück-Positionierungsrille
40 eingesetzten Werkstück 3 vertikal von oben, um eine Schleifverarbeitung
durchzuführen. Ein Verarbeitungspunkt X, an dem der Schleifstein 6 und
das Werkstück 3 einander kontaktieren, ist vertikal über dem Wellenzentrum
des Werkstücks 3 positioniert. Die Klammer 71 hält die Spindel
70, um die Positionsbeziehung zwischen dem Schleifstein 6 und
dem Werkstück 3 aufrechtzuerhalten.
Wie außerdem aus 2 deutlich wird, ist
ein Paar von länglichen Löchern 52, die sich in einer Bogenform erstrecken,
in einer Tischfläche des Schleifstein-Zuführtisches 5 ausgebildet. Die
Klammer 71 ist mittels Einstellschrauben 53, die sich durch die
länglichen Löcher 52 erstrecken, an dem Schleifstein-Fixierungstisch
5 fixiert. Die Klammer 71 kann also durch eine
Bogenform entlang der Tischfläche des Schleifstein-Zuführtisches 5 geschwenkt
werden, wenn die Einstellschrauben 53 gelockert sind. Der Schnittwinkel
zwischen dem Schleifstein 6 auf der Spindel 70 und dem Werkstück
3 kann also frei eingestellt werden. Damit kann eine Anpassung an den Führungswinkel
der Schraubenrille in dem Werkstück 3 vorgenommen werden und kann die Umfangsrichtung
des Schleifsteins 6i Bezug auf das Wellenzentrum des Werkstücks
3 geneigt werden, sodass verschiedene Schraubenrillen mit unterschiedlichen
Führungswinkeln geschliffen werden können. Die länglichen Löcher 52 sind
mit einer Bogenform ausgebildet, wobei ein Verarbeitungspunkt X des Schleifsteins
6 auf dem Werkstück 3 als Zentrum genommen wird. Die Spindel
70 und die Klammer 71 schwenken auf dem Schleifstein-Zuführtisch
5, wobei eine Achse vertikal durch den Verarbeitungspunkt X als Zentrum
verläuft. Dementsprechend variiert der Verarbeitungspunkt X des Schleifsteins
6 auf dem Werkstück 3 auch dann nicht von dem in 4
gezeigten Zustand, wenn der Schnittwinkel zwischen dem Schleifstein 6 und
dem Werkstück 3 durch das Schwenken der Klammer 71 angepasst wird,
sodass der Verarbeitungspunkt immer vertikal über dem Wellenzentrum des Werkstücks
3 positioniert ist.
Die länglichen Löcher 52 sind in einem Bereich vorgesehen,
in dem die Hauptachse der Spindel 70 zum Halten des Schleifsteins
6 um 90° geschwenkt wird. Wenn mit anderen Worten die Klammer
71 zu einem Endteil der länglichen Löcher 52 geschwenkt wird,
ist die Hauptachse der Spindel 70 vollständig parallel zu dem Wellenzentrum
des Werkstücks 3. Wenn die Klammer 71 dagegen zu dem anderen Endteil
der länglichen Löcher 52 geschwenkt wird, ist die Hauptachse der Spindel
70 wie in 5 gezeigt orthogonal zu dem Wellenzentrum
des Werkstücks 3. Wenn die Haltung des Schleifsteinkopfs 7 zu
dem ersten Zustand versetzt wird, kann eine Rille in der Außenumfangsfläche des
Werkstücks 3 parallel zu der Umfangsrichtung geschliffen werden. Wenn die
Haltung des Schleifsteinkopfs 7 zu dem zweiten Zustand versetzt wird, kann
eine Rille in der Außenumfangsfläche des Werkstücks 3 parallel zu der Wellenzentrumsrichtung
geschliffen werden. Der Schraubenschleifer ist also nicht auf das Schleifen von
Schraubenrillen beschränkt und kann für verschiedene Anwendungen verwendet werden.
Weiterhin ist der Spindelkopf 8 auf dem Werkstücktisch
2 montiert, um das Werkstück 3 auf dem Werkstücktisch
2 zu drehen. Der Spindelkopf 8 umfasst einen Synchronmotor
80, der veranlasst, dass sich das Werkstück 3 mit einer Drehgeschwindigkeit
synchron zu der Hin- und Herbewegung des Werkstückstisches 2 auf der Basis
1 dreht, ein Haltelager 81, das ein Wellenende des Werkstücks
3 hält, das von einem Endteil der Werkstück-Positionierungsrille
40 in einer Längsrichtung vorsteht, und eine Kopplung 82, die
das Wellenende des Werkstücks 3, das durch das Haltelager 81 gehalten
wird, mit einer Ausgangswelle des Synchronmotors 80 verbindet. Um zu verhindern,
dass das Haltelager 81 einen Einfluss auf den Positionierungszustand des
Werkstücks 3 in der Werkstück-Positionierungsrille 40 ausübt,
wird das Haltelager 81 auf dem Werkstücktisch 2 durch einen Zentrumshöhen-Einstellmechanismus
(nicht gezeigt) gehalten, der dafür sorgt, dass das Drehzentrum des Haltelagers
81 mit dem Wellenzentrum des Werkstücks 3 in der Werkstück-Positionierungsrille
40 übereinstimmt. Auf diese Weise wird die gesamte Positionierung des Werkstücks
3 auf dem Werkstücktisch 2 in Bezug auf eine Richtung senkrecht
zu dem Wellenzentrum des Werkstücks 3 durch die zwei Bezugsflächen
41a und 41b der Werkstück-Positionierungsrille 40 geleistet.
Weiterhin wird eine Kopplung mit hoher Steifigkeit und einer Länge
in der Axialrichtung, die sich nicht aufgrund von extern einwirkenden Kräften verändert,
als Kupplung 82 verwendet, um das Werkstück 3 zuverlässig in der
Werkstück-Positionierungsrille 40 in der Wellenzentrumsrichtung des Werkstücks
3 zu positionieren. Es kann zum Beispiel eine steife Kopplung oder ähnliches
verwendet werden. Das Werkstück 3 kann also auch in der Wellenzentrumsrichtung
des Werkstücks 3 zuverlässig in der Werkstück-Positionierungsrille gehalten
werden.
Weiterhin ist ein drehbarer Abrichter 9 zum Abrichten der Schleifsteinform
an einem Endteil des Werkstücktisches 2 auf einer Seite gegenüber dem Spindelkopf
8 vorgesehen. Der drehbare Abrichter 9 ist auch derart konfiguriert,
dass sein Drehwellenzentrum das Wellenzentrum des Werkstücks 3 schneidet.
Die Form des Schleifsteins 6 kann einfach während Pausen in der Schleifarbeit
an dem Werkstück 3 korrigiert werden, indem zuvor das Drehwellenzentrum
des drehbaren Abrichters 9 parallel zu dem Wellenzentrum des Schleifsteins
6 eingestellt wird.
Bevor der wie oben beschrieben konfigurierte Schraubenschleifer der
vorliegenden Ausführungsform verwendet werden kann, wird das Werkstück
3, d. h. die als Schraubenwellen-Material dienende runde Welle durch einen
zentrumslosen Schleifer oder ähnliches auf einen vorbestimmten Außendurchmesser
geschliffen und wird eine Endbearbeitung an den Wellenenden des Werkstücks
3 wie etwa die Ausbildung einer Schlüsselvertiefung oder eines Zapfens
für die Verbindung mit einer Kopplung oder einem Haltelager durchgeführt. Auf diese
Weise kann das Werkstück 3 an einer vorbestimmten Position positioniert
werden, wenn es in die Werkstück-Positionierungsrille 40 des Werkstück-Fixierungsständers
4 eingesetzt wird. Wenn das Werkstück nicht mit einem vorbestimmten Rundung
versehen ist oder wenn die Wellenenden des Werkstücks nicht mit
einer vorbestimmten Länge verarbeitet sind, kann die Wellenzentrumsposition des
Werkstücks 3 nicht erhalten werden. Außerdem kann in diesem Fall auch die
Bezugsposition für das Werkstück 3 in der Axialrichtung nicht erhalten
werden. Folglich kann keine Schleifverarbeitung mit hoher Präzision für eine Schraubenwelle
durchgeführt werden.
Nach dem Schleifen des Außendurchmessers und der Endverarbeitung wird
das Werkstück 3 in die Werkstück-Positionierungsrille 40 des Werkstück-Fixierungsständers
4 eingesetzt. Die Endverarbeitung des Werkstücks 3 ist zu diesem
Zeitpunkt abgeschlossen, sodass das Haltelager 81 und die Kopplung
82 des Spindelkopfs 8 einfach an den Wellenenden des Werkstücks
3 montiert werden können. Es kann also einfach eine Drehung des Werkstücks
3 auf dem Werkstück-Fixierungsständer 4 durchgeführt werden. Weiterhin
wird das Werkstück 3 mit einem vorbestimmten Außendurchmesser endverarbeitet.
Die Position des Wellenzentrums des Werkstücks 3 auf dem Werkstück-Fixierungsständer
4 wird also deutlich, wenn das Werkstück 3 in die V-förmige Positionierungsrille
40 eingesetzt wird, wobei die Zuführdistanz des Schleifsteins
6 und ähnliches genau für die Schleifverarbeitung der Schraubenrille unter
Verwendung des Schleifsteins 6 bestimmt werden kann.
Wie in 4 gezeigt schneidet der Schleifstein
6 des Schraubenschleifers der vorliegenden Ausführungsform vertikal von
oben in das in der Werkstück-Positionierungsrille 40 eingesetzte Werkstück
3. Dementsprechend wirken eine Hauptkraftkomponente F1 in einer tangentialen
Richtung des Schleifsteins 6 und eine Schubkraftkomponente F2, die das
Werkstück 3 nach unten in die Werkstück-Positionierungsrille
40 drückt, als Schleifwiderstände auf das Werkstück 3. Der Werkstück-Fixierungsständer
4, an dem das Werkstück 3 eingesetzt ist, ist jedoch mit einer
Länge vorgesehen, die gleich oder größer als die Länge des Werkstücks
3 in der Axialrichtung ist, wobei das Werkstück von unten durch die zwei
Bezugsflächen der Werkstück-Positionierungsrille gehalten wird. Folglich kann das
Werkstück zuverlässig gegen die Schleifwiderstände gehalten werden. Es wird also
während der Schleifverarbeitung keine Biegung des Werkstücks aufgrund der Schleifwiderstände
verursacht, sodass eine Schraubenrille mit hoher Präzision ausgebildet werden kann.
Wenn man weiterhin berücksichtigt, dass wie in 4
gezeigt die aus dem Hauptkraftkomponentenvektor und dem Schubkraftkomponentenvektor
des Schleifwiderstands resultierende Kraftrichtung mit einem Winkel &thgr; in Bezug
auf die nach unten gerichtete Vertikale geneigt ist, ist die Zentrumslinie, die
den V-förmigen Querschnitt der Werkstück-Positionierungsrille 40 in zwei
Teile teilt, vorzugsweise mit einem Winkel &thgr; in Bezug auf die nach unten gerichtete
Vertikale geneigt, damit das Werkstück 3 zuverlässig gegen den Schleifwiderstand
gehalten wird. Das Paar der Bezugsflächen 41a und 41b hält das
Werkstück 3 gleichmäßig, sofern der V-förmige Querschnitt der Werkstück-Positionierungsrille
40 entsprechend ausgebildet ist. Auf diese Weise drückt der während der
Schleifverarbeitung entstehende Schleifwiderstand das Werkstück 3 zuverlässig
in die Werkstück-Positionierungsrille 40. Dadurch kann die Positionierungspräzision
des Werkstücks 3 erhöht werden.
In der vorliegenden Erfindung wird die Schleifverarbeitung der Schraubenrille
durchgeführt, während das Werkstück 3 in die Werkstück-Positionierungsrille
40 gedrückt wird und das Werkstück 3 in der Rille gedreht wird.
Dementsprechend muss die Reibungskraft, die zwischen dem Werkstück 3 und
dem Werkstück-Fixierungsständer 4 wirkt, reduziert werden. Deshalb wird
ein Material mit einer guten Schmierfähigkeit als Kühlflüssigkeit während der Schleifverarbeitung
verwendet. Zum Beispiel wird vorzugsweise eine wasserlösliche Kühlflüssigkeit oder
eine wasserlösliche Kühlflüssigkeit des Emulsionstyps verwendet, die ansonsten selten
während einer Schleifverarbeitung verwendet wird. Außerdem kann eine Ölbasierte
Kühlflüssigkeit verwendet werden.
Industrielle Anwendbarkeit
Wie oben erläutert kann bei dem Schraubenschleifer der vorliegenden
Erfindung der Werkstück-Fixierungsständer mit der Werkstück-Positionierungsrille
die Schraubenwelle gleichmäßig von unten gegen den Schleifwiderstand halten, sodass
die Schraubenwelle während der Schleifverarbeitung nicht gebogen wird. Weiterhin
wird die Werkstück-Positionierungsrille mit einem V-förmigen Querschnitt ausgebildet.
Dementsprechend kann die Wellenzentrumsposition der Schraubenwelle in der Werkstück-Positionierungsrille
zuverlässig sichergestellt werden, wenn die Schraubenwelle in die Rille eingesetzt
wird, vorausgesetzt, dass die Schraubenwelle zuvor mit einem vorbestimmten Außendurchmesser
ausgebildet wurde. Dadurch kann die Geradheit der Schraubenwelle gegen den Schleifwiderstand
während der Schleifverarbeitung der Schraubenwelle aufrechterhalten werden. Außerdem
sind keine aufwändigen Anpassungen wie etwa eine herkömmliche Klammerung erforderlich,
sodass eine Schleifverarbeitung der Schraubenrille mit hoher Präzision durchgeführt
werden kann.
Zusammenfassunq
In einem Schraubenschleifer, der eine Schleifverarbeitung für eine
Schraubenrille durchführt, wird eine Schraubenwelle als zu verarbeitendes
Objekt nicht wie bei einem herkömmlichen Schraubenschleifer an beiden Enden auf
einem Werkstücktisch gehalten. Statt dessen ist ein Werkstück-Fixierungsständer,
der mit einer Werkstück-Positionierungsrille mit einem V-förmigen Querschnitt versehen
ist, auf dem Werkstücktisch vorgesehen. Die Schraubenwelle wird in die Werkstück-Positionierungsrille
eingesetzt, und ein Schleifstein schneidet vertikal von oben in die in der Positionierungsrille
eingesetzte Schraubenwelle. Dadurch kann die Geradheit der Schraubenwelle gegenüber
dem Schleifwiderstand aufrechterhalten werden. Außerdem sind keine aufwändigen Anpassungen
erforderlich, wobei die Schleifverarbeitung der Schraubrille mit großer Präzision
durchgeführt werden kann.