Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Abgleichen eines
Zwei-Punkt-Modulators, welcher auf einer PLL-Schaltung basiert. Ferner betrifft
die Erfindung einen Zwei-Punkt-Modulator mit einer Abgleichvorrichtung.
Eine aufwandsarme Realisierung eines Senderkonzepts für Transceiver
in Mobilfunksystemen bieten Sender, welche einen nach dem bekannten Prinzip der
Zwei-Punkt-Modulation arbeitenden Modulator aufweisen. Eine PLL (phase locked loop
= Nachlaufsynchronisations)-Schaltung wird dabei als Frequenzsynthesizer eingesetzt
und zur Phasen- oder Frequenzmodulation eines hochfrequenten Signals genutzt.
Das Einprägen der Modulationssignale erfolgt üblicherweise an zwei
Punkten der PLL-Schaltung. Zum einen wird ein programmierbarer Frequenzteiler der
PLL-Schaltung durch ein digitales Modulationssignal angesteuert. Der programmierbare
Frequenzteiler ist im Rückkoppelzweig der PLL-Schaltung angebracht und repräsentiert
einen Punkt der PLL-Schaltung, an welchem sich für das Einprägen einer Modulation
ein Tiefpassübertragungsverhalten ergibt. Das digitale Modulationssignal kann dabei
eine größere Bandbreite aufweisen als der durch die PLL-Schaltung gebildete
Tiefpass. Zum anderen wird in einen im Vorwärtszweig der PLL-Schaltung liegenden
Summationspunkt, welcher vorzugsweise dem spannungsgesteuerten Oszillator vorgeschaltet
ist, ein analoges Modulationssignal eingekoppelt. Die an dem Summationspunkt eingespeiste
analoge Modulation wirkt mit einer Hochpassfilterung durch die geschlossene Regelschleife
auf den Ausgang der PLL-Schaltung, womit das entsprechende Modulationssignal wiederum
durch das Übertragungsverhalten verfälscht wird. Das digitale und das analoge Modulationssignal
überlagern sich am Ausgang der PLL-Schaltung, und es ergibt sich auf diese Weise
ein frequenzunabhängiges Übertragungsverhalten der PLL-Schaltung. Das gleichzeitige
Einprägen eines digitalen und eines analogen Modulationssignals in eine PLL-Schaltung
wird als Zwei-Punkt-Modulation bezeichnet.
Ein derartiger Zwei-Punkt-Modulator sowie ein Verfahren zur Phasen-
oder Frequenzmodulation-mit einer PLL-Schaltung ist ein der deutschen Offenlegungsschrift
DE 199 29 167 A1 beschrieben. Ein digitales Modulationssignal wird in den Steueranschluss
eines Frequenzteilers im Rückkoppelzweig der PLL-Schaltung eingespeist, wodurch
die Zahl bestimmt wird, mit deren Kehrwert die Momentanfrequenz des Eingangssignals
des Frequenzteilers multipliziert wird. Ferner wird das digitale Modulationssignal
mittels eines Digital-Analog-Wandlers in ein analoges Modulationssignal umgewandelt,
welches an einem einen Hochpasspunkt repräsentierenden Summationspunkt in die PLL-Schaltung
eingekoppelt wird.
Ein Zwei-Punkt Modulator ist auch aus dem Dokument WO 99 070 65 A
bekannt. In diesem Modulator ist einem Hauptpfad der PLL-Schaltung ein Abgleichpfad
parallel geschaltet.
Bei der beschriebenen Art des Senderkonzepts bleibt die Regelschleife
geschlossen. Um ein geringes Rauschen der PLL-Schaltung zu erzielen, wird die Bandbreite
der PLL-Schaltung deutlich kleiner ausgelegt, als es für die Übertragung der modulierten
Daten erforderlich wäre. Zur Kompensation der geringen Bandbreite wird neben dem
digitalen Modulationssignal das analoge Modulationssignal in die PLL-Schaltung eingekoppelt.
Wesentlich für die Funktionsweise der Zwei-Punkt-Modulation ist, dass
das digitale Modulationssignal und das analoge Modulationssignal neben einer zeitlichen
Gleichphasigkeit ein hohes Maß an Übereinstimmung ihrer Amplituden aufweisen.
Aufgrund von Herstellungstoleranzen der für die analoge Modulation notwendigen Komponenten
treten jedoch Schwankungen in der Modulationssteilheit sowie der Amplitudenhöhe
des analogen Modulationssignals auf. Aus diesem Grund ist es erforderlich, nach
der Herstellung der PLL-Schaltung einen Amplitudenabgleich zwischen dem analogen
und dem digitalen Modulationssignal durchzuführen.
Sollen zudem Temperatureinflüsse berücksichtigt werden, muss ein derartiger
Abgleich vor jedem Sendevorgang durchgeführt werden.
Ein bekanntes Verfahren zum Abgleichen einer PLL-Schaltung mit Zwei-Punkt-Modulation
besteht darin, die Zwei-Punkt-Modulation der Schaltung im eingeschwungenen Zustand
aufzuprägen und mit einem externen Messempfänger das ausgesendete Signal zu empfangen
und zu demodulieren. In Abhängigkeit von dem erhaltenen Demodulationsergebnis wird
ein Abgleich der digitalen und analogen Modulationssignale vorgenommen. Aufgrund
des nicht-linearen Verhaltens des schwingungserzeugenden Glieds der PLL-Schaltung
- eines spannungsgesteuerten Oszillators (englisch: voltage controlled oscillator;
VCO) - hinsichtlich der Frequenz als Funktion der Steuerspannung, muss dieser Abgleich
jedoch für jeden Kanal vorgenommen werden. Für eine größere Anzahl an Kanälen
resultiert daraus eine entsprechend lange Messdauer. Zusätzlich müssen die Abgleichinformationen
in einem Speicher abgelegt werden. Ein weiterer Nachteil dieses Verfahrens ist,
dass der Einfluss von Temperaturänderungen bei diesem Verfahren nicht berücksichtigt
wird.
Ein weiteres bekanntes Verfahren zum Abgleichen einer PLL-Schaltung
mit Zwei-Punkt-Modulation basiert im Wesentlichen auf dem vorstehend beschriebenen
Verfahren. Jedoch wird hierbei der Empfang sowie die Demodulation des von der PLL-Schaltung
erzeugten Signals von dem Empfangsteil des Transceivers durchgeführt. Dies bedingt
jedoch einen wesentlich höheren Schaltungsaufwand, da für die Realisierung dieses
Verfahrens eine zweite PLL-Schaltung im Empfänger erforderlich ist.
Aufgabe der Erfindung ist es daher, ein Abgleichverfahren für einen
auf einer PLL-Schaltung basierenden Zwei-Punkt-Modulator anzugeben, mit dem ein
schneller, genauer sowie kostengünstiger Amplitudenabgleich zwischen dem digitalen
und dem analogen Modulationssignal erreicht werden kann. Des Weiteren soll ein Zwei-Punkt-Modulator
mit einer PLL-Schaltung und einer Abgleichvorrichtung geschaffen werden, mittels
der ein schneller und genauer Amplitudenabgleich der Modulationssignale mit einem
relativ geringen Schaltungsaufwand erzielt werden kann.
Die der Erfindung zugrunde liegende Aufgabenstellung wird durch die
Merkmale der unabhängigen Patentansprüche 1 und 10 gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen
und Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen angegeben.
Bei einem erfindungsgemäßen Abgleichverfahren für eine nach
dem Prinzip der Zwei-Punkt-Modulation arbeitende PLL-Schaltung wird die PLL-Schaltung
durch das Einprägen eines digitalen Modulationssignals auf eine erste Frequenz eingeregelt.
Anschließend wird das digitale Modulationssignal deaktiviert, d.h. auf den
Wert Null gesetzt, wodurch die PLL-Schaltung auf eine von der ersten Frequenz abweichende
zweite Frequenz einregelt. Ein Differenzsignal, welches charakteristisch für eine
Änderung eines Steuersignals einer frequenzerzeugenden Einheit der PLL-Schaltung
ist, wobei die Änderung durch das Deaktivieren des digitalen Modulationssignals
bewirkt wird, wird erzeugt und aus der PLL-Schaltung ausgekoppelt. Das Differenzsignal
wird mit einem Vergleichssignal, welches charakteristisch für einen Modulationshub
eines analogen Modulationssignals ist, verglichen, und in Abhängigkeit von der bei
dem Vergleich ermittelten Abweichung wird der Modulationshub des analogen Modulationssignals
derart geändert, dass die Abweichung beseitigt wird.
Das erfindungsgemäße Abgleichverfahren weist den Vorteil auf,
dass keine Demodulation des von der PLL-Schaltung erzeugten Ausgangssignals zu Abgleichzwecken
durchgeführt werden muss. Ferner ist der Schaltungsaufwand zur Realisierung des
erfindungsgemäßen Abgleichverfahrens relativ gering. Im Ergebnis ergibt sich
folglich ein schnelles und genaues Abgleichverfahren für einen Zwei-Punkt-Modulator,
welches zudem kostengünstig realisiert werden kann.
Gemäß einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung wird das
digitale Modulationssignal in die PLL-Schaltung derart eingeprägt, dass die PLL-Schaltung
auf eine erste Frequenz einregelt, welche durch das Subtrahieren einer Frequenz
eines variabel wählbaren, digitalen Modulationshubs von einer Kanalmittenfrequenz
gebildet ist. Vorzugsweise wird durch das Deaktivieren des digitalen Modulationssignals
die PLL-Schaltung auf eine zweite Frequenz eingeregelt, die gleich der Kanalmittenfrequenz
ist.
Eine bevorzugte Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, dass einem
Hauptpfad der PLL-Schaltung ein zur Steuersignalerzeugung beitragender Abgleichpfad
parallel geschaltet ist. In diesem Fall kennzeichnet sich eine vorteilhafte Verfahrensvariante
dadurch, dass der Abgleichpfad zumindest während des deaktivierten Zustands des
digitalen Modulationssignals aktiviert ist.
Ferner kann vorgesehen sein, dass der Hauptpfad der PLL-Schaltung
während des deaktivierten Zustands des digitalen Modulationssignals deaktiviert
wird, indem beispielsweise ein Strom, welcher von einer im Hauptpfad befindlichen
Ladungspumpe erzeugt wird, auf den Wert Null gesetzt wird. Dadurch wird erreicht,
dass eine dem digitalen Modulationssignal entsprechende Spannung an einem Tuning-Eingang
eines spannungsgesteuerten Oszillators während der nachfolgenden Schritte im Wesentlichen
konstant bleibt. Jedoch ist es alternativ zu der beschriebenen Maßnahme wesentlich
vorteilhafter, wenn der Hauptpfad der PLL-Schaltung eine kleinere Frequenzbandbreite
als der Abgleichpfad aufweist. Sofern des Weiteren die zweite Frequenz innerhalb
der Frequenzbandbreite des Abgleichpfads, aber außerhalb der Frequenzbandbreite
des Hauptpfads liegt, kann der Hauptpfad nach der Deaktivierung des digitalen Modulationssignals
dieser Modulationsänderung nicht folgen, sodass sich dadurch an dem Tuning-Eingang
des spannungsgesteuerten Oszillators eine im Wesentlichen konstante Spannung einstellt.
Diese vorstehend aufgeführte Maßnahme kann beispielsweise dadurch
realisiert werden, dass der Hauptpfad und der Abgleichpfad jeweils ein Schleifenfilter
enthalten, wobei die Schleifenfilterbandbreite des im Hauptpfad angeordneten Schleifenfilters
kleiner als diejenige des im Abgleichpfad angeordneten Schleifenfilters ist.
Die Aufrechterhaltung der beim anfänglichen Einprägen des digitalen
Modulationssignals an dem Tuning-Eingang des spannungsgesteuerten Oszillators erzeugten
Spannung kann im allgemeinen jedoch auch auf andere Weise realisiert werden. Eine
weitere Möglichkeit dazu besteht darin, den Hauptpfad der PLL-Schaltung nach dem
Einprägen des digitalen Modulationssignals aktiv zu halten und einen Strom durch
die Ladungspumpe im Hauptpfad der PLL-Schaltung derart einzustellen, dass die Spannung
am Tuning-Eingang des spannungsgesteuerten Oszillators im Wesentlichen konstant
gehalten wird. Dadurch kann erreicht werden, dass eine Änderung der Spannung am
Tuning-Eingang des spannungsgesteuerten Oszillators aufgrund von Leckströmen im
Hauptpfad während des Abgleichens verhindert wird.
Ferner ist es vorteilhaft, wenn im Schritt (a) des erfindungsgemäßen
Verfahrens der Abgleichpfad deaktiviert ist und ein von dem Abgleichpfad gespeister
Modulationseingang eines spannungsgesteuerten Oszillators auf eine Referenzspannung,
von beispielsweise 0 Volt, vorgeladen wird.
Des Weiteren wird vorzugsweise das digitale Modulationssignal über
einen Frequenzteiler, welcher im Rückkopplungszweig der PLL-Schaltung angeordnet
ist, in die PLL-Schaltung eingeprägt. Als Eingang für das digitale Modulationssignal
dient ein Steueranschluss des Frequenzteilers. Diesem Steuereingang kann vorteilhafterweise
ein Sigma-Delta-Modulator vorgeschaltet sein. In diesem Fall ist es besonders vorteilhaft,
die Kanalmittenfrequenz derart zu wählen, dass der Quotient aus der Kanalmittenfrequenz
und der Frequenz eines Referenzsignals, welches zur Ansteuerung des spannungsgesteuerten
Oszillators genutzt wird, im Wesentlichen ganzzahlig ist. Dies hat den Vorteil,
dass im PLL-Regelkreis kein durch den Sigma-Delta-Modulator verursachtes Quantisierungsrauschen
auftritt, welches bei einer großen Schleifenfilterbandbreite des im Abgleichpfad
angeordneten Schleifenfilters zu einem fehlerbehafteten Abgleichvorgang führen könnte.
Ein weiterer Aspekt der Erfindung betrifft eine PLL-Schaltung, die
für das Einprägen eines analogen und eines digitalen Modulationssignals nach dem
Prinzip der Zwei-Punkt-Modulation ausgebildet ist. Einem Hauptpfad der PLL-Schaltung
ist ein Abgleichpfad parallel geschaltet, welcher ein Auskoppelmittel zur Erzeugung
eines Differenzsignals umfasst. Das Differenzsignal ist für die Änderung eines Steuersignals
einer frequenzerzeugenden Einheit beim Einprägen unterschiedlicher digitaler Modulationssignale
in die PLL-Schaltung charakteristisch. Weiterhin umfasst der Abgleichpfad eine Vergleichseinheit
zum Vergleichen des Differenzsignals mit einem Vergleichssignal, welches charakteristisch
für einen Modulationshub eines analogen Modulationssignals ist, und eine Modulationseinheit,
die den Modulationshub des analogen Modulationssignals in Abhängigkeit von einem
Ausgangssignal der Vergleichseinheit verändert.
Durch die erfindungsgemäße PLL-Schaltung mit dem Hauptpfad und
dem dazu parallel geschalteten Abgleichpfad ist ein relativ einfacher und aufwandsarmer
Schaltungsaufbau gegeben, mit welchem ein schneller und genauer Abgleich des digitalen
und des analogen Modulationssignals durchgeführt werden kann.
Vorzugsweise ist in dem Hauptpfad der PLL-Schaltung eine erste Ladungspumpe
und ein der ersten Ladungspumpe nachgeschaltetes erstes Schleifenfilter angeordnet.
Analog dazu befindet sich vorzugsweise in dem Abgleichpfad eine zweite Ladungspumpe
und ein der zweiten Ladungspumpe nachgeschaltetes zweites Schleifenfilter.
Eine besonders vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung sieht vor,
dass der Hauptpfad der PLL-Schaltung eine geringere Frequenzbandbreite als der Abgleichpfad
aufweist. Diese Maßnahme ist wie oben bereits erläutert wurde vorteilhaft,
um den PLL-Regelkreis bei einer entsprechenden Änderung des digitalen Modulationssignals
über den Abgleichpfad zu schließen. Dies kann insbesondere dadurch erzielt
werden, dass die Schleifenfilterbandbreite des ersten Schleifenfilters kleiner als
diejenige des zweiten Schleifenfilters ist.
Bei einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen,
dass über einen ersten Schalter das Differenzsignal an einen Modulationseingang
eines spannungsgesteuerten Oszillators der PLL-Schaltung anlegbar ist. Weiterhin
kann vorteilhafterweise vorgesehen sein, dass der Abgleichpfad einen zweiten Schalter
aufweist, in dessen geschlossener Stellung das Vergleichssignal an einem Eingang
der Vergleichseinheit anliegt.
Die Erfindung wird nachfolgend anhand von Ausführungsbeispielen und
unter Bezugnahme auf die Zeichnungen näher erläutert.
Es zeigen:
- Fig. 1
- ein schematisches Schaltbild eines Ausführungsbeispiels der erfindungsgemäßen
nach dem Prinzip der Zwei-Punkt-Modulation arbeitenden PLL-Schaltung; und
- Fig. 2
- ein schematisches Ablaufdiagramm eines Ausführungsbeispiels des erfindungsgemäßen
Abgleichverfahrens.
In Fig. 1 ist schematisch ein Schaltbild ein Ausführungsbeispiel des
erfindungsgemäßen Zwei-Punkt-Modulators dargestellt. Der vorliegende Zwei-Punkt-Modulator
umfasst eine PLL-Schaltung 1, eine Modulationsvorrichtung 2 und eine Abgleichvorrichtung
3.
Die PLL-Schaltung 1 weist in ihrem Hauptpfad einen Phasenfrequenzdetektor
(englisch: phase frequency detector) 4, eine Ladungspumpe (englisch: charge pump)
5, ein Schleifenfilter (englisch: loop filter) 6 und einen spannungsgesteuerten
Oszillator (englisch: voltage controlled oscillator; VCO) 7 auf. Das Schleifenfilter
6 ist als Tiefpassfilter ausgeführt, wodurch höherfrequente Signalanteile geglättet
werden. Der spannungsgesteuerte Oszillator 7 stellt das schwingungserzeugende Bauelement
in der PLL-Schaltung 1 dar und weist einen Summationspunkt 8 und eine frequenzerzeugende
Einheit 9 auf. Über einen Rückkopplungszweig, welcher sich vom Ausgang des spannungsgesteuerten
Oszillators 7 zu einem Eingang des Phasenfrequenzdetektors 4 erstreckt und in dem
ein programmierbarer Frequenzteiler (englisch: frequency divider) 10 angeordnet
ist, wird die PLL-Schaltung 1 geschlossen. Der programmierbare Frequenzteiler 10
kann beispielsweise als Fraktional-N-Frequenzteiler ausgeführt sein, wodurch auch
eine Frequenzteilung durch eine nicht ganze Zahl ermöglicht wird.
Zur Aufbereitung eines digitalen Modulationssignals 26 weist die Modulationsvorrichtung
2 eine Programmiereinheit 11 und einen Digital-Analog-Wandler (englisch: digital
to analog converter) 12 auf.
Parallel zum Hauptpfad der PLL-Schaltung 1 ist ein Abgleichpfad der
Abgleichvorrichtung 3 geschaltet. Der Abgleichpfad weist eine Ladungspumpe 14 und
ein der Ladungspumpe 14 nachgeschaltetes Schleifenfilter 15 auf. Ferner umfasst
die Abgleichvorrichtung 3 eine analoge Modulationseinheit 17 und eine Komparatoreinheit
19. Ein Eingang der Komparatoreinheit 19 ist an den Ausgang des Schleifenfilters
15 gekoppelt. In Abhängigkeit von dem Betriebsmodus werden das Schleifenfilter 15
oder die analoge Modulationseinheit 17 über einen Schalter 16 mit einem Modulationseingang
33 des spannungsgesteuerten Oszillators 7 der PLL-Schaltung 1 elektrisch verbunden.
Über einen Schalter 18 ist der Ausgang der analogen Modulationseinheit 17 mit einem
weiteren Eingang der Komparatoreinheit 19 rückkoppelbar. Der Ausgang der Komparatoreinheit
19 ist mit einem Steuereingang der analogen Modulationseinheit 17 verbunden.
Bei der Zwei-Punkt-Modulation werden der PLL-Schaltung 1 über die
Modulationsvorrichtung 2 ein analoges und ein digitales Modulationssignal eingeprägt.
Da das analoge Modulationssignal im Gegensatz zum digitalen Modulationssignal, welches
aufgrund seiner diskreten Natur keine Toleranzen aufweist, drift- und toleranzbehaftet
ist, ist es erforderlich, die beiden Modulationssignale hinsichtlich ihrer Amplituden
abzugleichen.
Das Modulationssignal 26, welches in dem vorliegenden Ausführungsbeispiel
als digitales Signal ausgeführt ist, wird an einem Summationspunkt 13 auf ein der
PLL-Frequenzsynthese zugrunde liegendes Trägersignal 25 addiert. Das resultierende
Signal 27 liegt an einem Eingang der Programmiereinheit 11 an.
Die Programmiereinheit 11, die im Ausführungsbeispiel als Sigma-Delta-Modulator
ausgeführt ist, erzeugt an ihrem Ausgang ein digitales Modulationssignal 28, welches
an einem Steueranschluss des programmierbaren Frequenzteilers 10 anliegt. Das digitale
Modulationssignal 28 gibt dabei den Summanden ΔN eines Teilerverhältnisses
von 1/(N + ΔN) an, wobei der Summand N beispielsweise fest eingestellt ist
und der Term (N + ΔN) eine ganze Zahl darstellt. Dadurch wird das Modulationssignal
26 mit einem durch die Modulation bestimmten (variablen) Frequenzteilungsverhältnis
über den programmierbaren Frequenzteiler 10 in den Rückkopplungszweig der PLL-Schaltung
1 eingeprägt. Am Ausgang des programmierbaren Frequenzteilers 10 wird ein Frequenzteilersignal
24 erzeugt, welches an einem Eingang des Phasenfrequenzdetektors 4 anliegt.
An einem weiteren Eingang des Phasenfrequenzdetektors 4 liegt ein
Referenzsignal 20 mit einer Referenzfrequenz fref an. Die Referenzfrequenz
fref kann beispielsweise durch einen nicht in der Fig. 1 dargestellten
Schwingquarz erzeugt werden. Dadurch wird am Ausgang des Phasenfrequenzdetektors
4 ein Differenzsignal 30 erzeugt, das die Frequenz- und/oder Phasendifferenz zwischen
dem Referenzsignal 20 und dem Frequenzteilersignal 24 wiedergibt. Das Differenzsignal
30 des Phasenfrequenzdetektors 4 wird zur Ansteuerung der Ladungspumpe 5 verwendet.
In der Ladungspumpe 5 wird ein Strom erzeugt, dessen Größe von dem Differenzsignal
30 abhängig ist. Mit dem in der Ladungspumpe 5 erzeugten Strom wird das Schleifenfilter
6 aufgeladen. Das Ausgangssignal des Schleifenfilters 6 ist ein Spannungssignal
und liegt an einem Tuning-Eingang 21 des spannungsgesteuerten Oszillators 7 an.
Ein am Ausgang des spannungsgesteuerten Oszillators 7 erzeugtes Ausgangssignal 23
ist sowohl das Rückkopplungssignal der PLL-Schaltung 1, welches den Eingang des
programmierbaren Frequenzteilers 10 speist, als auch das Ausgangssignal des vorliegenden
Zwei-Punkt-Modulators sowie der PLL-Schaltung 1.
Ein Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Abgleichverfahrens
wird nachfolgend beispielhaft anhand des in Fig. 1 gezeigten Zwei-Punkt-Modulators
erläutert. In Fig. 2 ist dieses Ausführungsbeispiel schematisch in einem Ablaufdiagramm
dargestellt.
In einem ersten Schritt S1 verbindet der Schalter 16 den Ausgang des
Schleifenfilters 15 mit dem Modulationseingang 33 des spannungsgesteuerten Oszillators
7. Diese Schaltposition des Schalters 16 wird nachfolgend sowie in Fig. 1 mit 16.1
bezeichnet. Die andere Schaltposition des Schalters 16 wird mit 16.0 bezeichnet.
Der Schalter 18 ist während des Schritts S1 geschlossen. Die geschlossene Schaltposition
des Schalters 18 wird mit 18.1 bezeichnet, während seine geöffnete Schaltposition
mit 18.0 bezeichnet wird. Das digitale Modulationssignal 28 wird mit einem konstanten
Teilerverhältnis in den programmierbaren Frequenzteiler 10 eingegeben. Das Teilerverhältnis
ist derart, dass die PLL-Schaltung 1 auf eine Frequenz F1 einregelt,
die einer Kanalmittenfrequenz f abzüglich eines digitalen Modulationshubs ΔfDig
entspricht.
Indem die PLL-Schaltung 1 auf die Frequenz F1 = f - ΔfDig
eingeregelt wird, stellt sich am Tuning-Eingang 21 des spannungsgesteuerten Oszillators
7 ein Spannungswert V1 ein, welcher der Frequenz F1 entspricht.
Zum Beispiel ist der Spannungswert V1 im Falle einer linearen Frequenz-Spannungs-Kennlinie
des spannungsgesteuerten Oszillators 7 zu der Frequenz F1 proportional.
Während des Einregelvorgangs der PLL-Schaltung 1 auf die Frequenz
F1 ist der Abgleichpfad der Abgleichvorrichtung 3 deaktiviert. Währenddessen
wird das Schleifenfilter 15 mittels eines Ladesignals 31 auf den festen Spannungswert
Null vorgeladen. Dadurch wird der Modulationseingang 33 des spannungsgesteuerten
Oszillators 7 ebenfalls auf einen festen Spannungswert vorgeladen.
Nachdem der Einregelvorgang der PLL-Schaltung 1 auf die Frequenz F1
abgeschlossen ist, wird in einem zweiten Schritt S2 das digitale Modulationssignal
28 auf den Wert Null gesetzt. Die Schalter 16 und 18 bleiben dabei unverändert in
den Schaltpositionen 16.1 und 18.1. Der Abgleichpfad wird nun aktiviert. Dadurch
wird die PLL-Schaltung 1 auf eine Frequenz F2 eingeregelt. Die Bandbreite
des Schleifenfilters 15 ist vorliegend deutlich größer ausgelegt als diejenige
des Schleifenfilters 6. Aufgrund der geringen Bandbreite des mit der Ladungspumpe
5 und dem Schleifenfilter 6 gebildeten Hauptpfads der PLL-Schaltung 1 kann der Hauptpfad
der Änderung des digitalen Modulationssignals 28 nicht folgen, sodass die Spannung
an dem Tuning-Eingang 21 des spannungsgesteuerten Oszillators 7 im Wesentlichen
konstant bleibt.
Somit ist die Regelschleife der PLL-Schaltung 1 für die Dauer des
Abgleichvorgangs über den Abgleichpfad, d.h. über die Ladungspumpe 14, das Schleifenfilter
15 und den Modulationseingang 33 des spannungsgesteuerten Oszillators 7, geschlossen.
Die durch das Deaktivieren des digitalen Modulationssignals 28 erzeugte
Frequenz F2 der PLL-Schaltung ist gleich der Kanalmittenfrequenz f. Am
Tuning-Eingang 21 des spannungsgesteuerten Oszillators 7 liegt weiterhin der Spannungswert
V1 an. Am Modulationsseingang 33 des spannungsgesteuerten Oszillators
7 stellt sich ein Spannungswert V2 ein, der dem digitalen Modulationshub
ΔfDig entspricht.
Dieser Spannungswert V2 resultiert daraus, dass die Ausgangsfrequenz
des spannungsgesteuerten Oszillators 7 der zweiten Frequenz F2 entspricht,
auf welche die PLL-Schaltung 1 eingeregelt wird. An der frequenzerzeugenden Einheit
9 liegt daher ein Steuersignal 22 an, dessen Spannung V3 die Frequenz
F2 erzeugt. Aufgrund der Summationsbedingung am Summationspunkt 8 sowie
der konstanten Spannung V1 am Tuning-Eingang 21 des spannungsgesteuerten
Oszillators 7, ergibt sich daher am Modulationseingang 33 des spannungsgesteuerten
Oszillators 7 ein Differenzsignal 32 mit einem Spannungswert V2(ΔfDig)
= V3(f) - V1(f - ΔfDig).
Da in dem vorliegenden Ausführungsbeispiel die Programmiereinheit
11 als Sigma-Delta-Modulator ausgelegt ist, wird die Kanalmittenfrequenz f so gewählt,
dass der Quotient f/fref ganzzahlig ist. Diese Einstellung ist insofern
vorteilhaft, als dass dadurch ein durch den Sigma-Delta-Modulator verursachtes Quantisierungsrauschen
unterdrückt wird, welches aufgrund der hohen Bandbreite des Schleifenfilters 15
zu einem Fehler in dem weiteren Abgleichvorgang führen könnte.
In einem dritten Schritt S3 soll das am Ausgang des Schleifenfilters
15 abgreifbare Differenzsignals 32 mit einem analogen Modulationssignal 34 verglichen
werden. Die Schalter 16 und 18 bleiben dabei weiterhin unverändert in den Schaltpositionen
16.1 und 18.1. Das digitale Modulationssignal 26 wird durch den Digital-Analog-Wandler
12 in ein analoges Modulationssignal 29 gewandelt und an einen Eingang der analogen
Modulationseinheit 17 angelegt. Die analoge Modulationseinheit 17 erzeugt ein analoges
Modulationssignal 34. Das analoge Modulationssignal 34 soll bei entsprechenden Schaltstellungen
der Schalter 16 und 18 am Ausgang des spannungsgesteuerten Oszillators 7 eine aus
der Summe von der Kanalmittenfrequenz f und einem analogen Modulationshub ΔfAna
gebildete Frequenz F3 = f + ΔfAna bewirken. Der dieser
Frequenz F3 entsprechende Spannungswert V4 am Modulationseingang
33 muss im abgeglichenen Zustand genauso so groß wie der Spannungswert V2
sein. Zur Bewerkstelligung des Vergleichs mit dem Spannungswert V2 wird
das analoge Modulationssignal 34 an einen Eingang der Komparatoreinheit 19 angelegt.
Der Spannungswert V2 des Differenzsignals 32 liegt an einem weiteren
Eingang der Komparatoreinheit 19 an.
Eine in der Komparatoreinheit 19 ermittelte Abweichung zwischen dem
Spannungswert V2 des Differenzsignals 32 und dem Spannungswert V4
des analogen Modulationssignals 34 wird beseitigt, indem der analoge Modulationshub
ΔfAna des am Ausgang der analogen Modulationseinheit 17 bereitgestellten
analogen Modulationssignals 34 verändert wird. Zu diesem Zweck wird die in der Komparatoreinheit
19 ermittelte Abweichung durch ein Ausgangssignal 35 der analogen Modulationseinheit
17 zugeführt.
Alternativ kann die dem Differenzsignal 32 entsprechende Spannung
V2 am Eingang der Komparatoreinheit 19, beispielsweise durch einen Kondensator,
gespeichert werden und anschließend mit dem Spannungswert V4 des
analogen Modulationssignals 34 verglichen werden. Sobald die Differenz zwischen
den Spannungswerten V2 und V4 beseitigt ist, ist eine Anpassung
zwischen dem digitalen Modulationshub ΔfDig und dem analogen Modulationshub
ΔfAna erreicht.
In einem vierten Schritt S4 werden nach Abschluss des Abgleichvorgangs
die Schalter 16 und 18 in die Schaltpositionen 16.0 und 18.0 umgeschaltet, und die
Ladungspumpe 14 sowie das Schleifenfilter 15 werden deaktiviert. Die PLL-Schaltung
1 wird dadurch über den Hauptpfad geschlossen.
Die PLL-Schaltung 1 ist für die Zwei-Punkt-Modulation nun abgeglichen
und kann ihren Betrieb aufnehmen. Das digitale Modulationssignal 28 und das analoge
Modulationssignal 34 überlagern sich dabei und es ergibt sich infolge des beschriebenen
Abgleichvorgangs ein frequenzunabhängiges Übertragungsverhalten der PLL-Schaltung
1.
Wird anstelle des digitalen Modulationssignals 26 ein analoges Modulationssignal
verwendet, kann die Modulationsvorrichtung 2 beispielsweise auch derart ausgeführt
sein, dass der Digital-Analog-Wandler 12 nicht benötigt wird, aber stattdessen eine
entsprechende Signalwandlung im digitalen Modulationspfad durchgeführt wird.
Das Abgleichen der an die Komparatoreinheit 19 angelegten Signale
kann beispielsweise in einem iterativen Prozess erfolgen. In diesem Fall erfolgt
ein approximativer Abgleich der Modulationsamplituden mit wechselweiser Aktualisierung
des analogen Modulationssignals 34 und Bewertung des daraufhin erhaltenen, geänderten
Ausgangssignals 35 der Komparatoreinheit 19. Bei erfolgter Beseitigung der Spannungsdifferenz
an der Komparatoreinheit 19 ist der Abgleich zwischen dem digitalen Modulationshub
ΔfDig und dem analogen Modulationshub ΔfAna erreicht.