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Dokumentenidentifikation DE19804019B4 25.08.2005
Titel Hammerkopf für ein Tasteninstrument und Herstellungsverfahren für denselben
Anmelder Kabushiki Kaisha Kawai Gakki Seisakusho, Hamamatsu, Shizuoka, JP
Erfinder Kitajima, Riichi, Hamamatsu, Shizuoka, JP;
Ishida, Muneo, Hamamatsu, Shizuoka, JP
Vertreter Grünecker, Kinkeldey, Stockmair & Schwanhäusser, 80538 München
DE-Anmeldedatum 02.02.1998
DE-Aktenzeichen 19804019
Offenlegungstag 10.09.1998
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 25.08.2005
Veröffentlichungstag im Patentblatt 25.08.2005
IPC-Hauptklasse G10C 3/18

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft einen Hammerkopf für ein Tasteninstrument gemäß dem Oberbegriff des unabhängigen Patentanspruchs 1 sowie Verfahren zum Herstellen von Hammerköpfen für ein Tasteninstrument. Ein derartiger Hammerkopf ist beispielsweise aus der JP 8-194 470 A bekannt und wird zum Anschlagen einer Saite eines akustischen Tasteninstruments verwendet. Typische Tasteninstrumente sind ein Klavier oder ein Flügel.

Wie aus dem Stand der Technik bekannt ist, setzt sich ein Hammerkopf für ein akustisches Klavier aus einem stielartigen Hammerholz aus einem Holzmaterial und einem Hammerfilz aus Wollfilz, das an einem vorderen Endteil des Hammerholzes befestigt ist, zusammen. Der Hammerkopf ist schwenkbar über und hinter einer entsprechenden Taste befestigt und wird beim Niederdrücken der entsprechenden Taste durch eine Mechanik geschwenkt, so daß der Hammerfilz eine dahinter aufgespannte Saite anschlägt, um eine Schwingung der Saite zu verursachen, d.h. um den akustischen Klang des Klaviers zu erzeugen. Um in bestimmten Klangbereichen zufriedenstellende Klangeigenschaften für das Klavier zu erzeugen, ist die Härte des Hammerfilzes im tieferen Klangbereich geringer als im höheren Klangbereich.

Der Hammerfilz des oben beschriebenen Hammerkopfs neigt dazu, Feuchtigkeit zu absorbieren, wobei der Hammerfilz bei der Absorption von Feuchtigkeit eine geringere Härte aufweist und also nicht die vorbestimmte Klangeigenschaft für das Klavier vorsieht. Ein gedämpfter Hammerfilz reduziert zum Beispiel die Dilatation des Klavierklangs. Es ist ein Hammerkopf bekannt, mit dem derartige Nachteile vermieden werden, indem die untere Hälfte des Hammerfilzes(in der Nähe des Hammerholzes) mit einem Harz imprägniert ist. Das imprägnierte Harz versieht den Hammerfilz mit einer feuchtigkeitsabweisenden Eigenschaft. Außerdem ist eine Mehrzahl der Hammerköpfe aus demselben Grund in eine Vinylfolie oder ähnliches gewickelt, wenn das Klavier verschickt wird.

Die bekannte Technik zum Imprägnieren eines Hammerfilzes mit einem Harz, um zu verhindern, daß der Hammerfilz Feuchtigkeit absorbiert, bringt mehrere Probleme mit sich. Zum Beispiel erhöht das Harz die Materialkosten. Auch das Herstellungsverfahren verlängert sich, da die nachfolgenden Schritte warten müssen, bis das imprägnierte Harz getrocknet ist, so daß sich die Herstellungskosten für den Hammerkopf weiter erhöhen. Das Verfahren des Einwickelns der Hammerköpfe in einer Vinylfolie oder ähnlichem ist zwar einfach und billig, aber sein feuchtigkeitsabweisender Effekt ist nur auf den Zeitraum des Versands bis zum Ankommen des Klaviers beim Kunden beschränkt und ist nicht mehr verfügbar, wenn der Kunde das Klavier zu spielen beginnt.

Es ist die Aufgabe der vorliegenden Erfindung einen Hammerkopf für ein Tasteninstrument der eingangs genannten Art sowie ein Verfahren zum Herstellen von Hammerköpfen für ein Tasteninstrument zu schaffen wobei der Hammerkopf eine hohe Lebensdauer aufweist und in kostengünstiger Weise herstellbar ist.

Die genannte Aufgabe wird erfindungsgemäß durch einen Hammerkopf für ein Tasteninstrument mit den Merkmalen des unabhängigen Patentanspruchs 1 gelöst.

Da die zwei flachen Oberflächen in Übereinstimmung mit diesem Aufbau durch den feuchtigkeitsabweisenden Film bedeckt sind, kann ein feuchtigkeitsabweisender Effekt vorgesehen werden. Da der feuchtigkeitsabweisende Film als feuchtigkeitsabweisendes Material verwendet wird, kann der feuchtigkeitsabweisende Effekt außerdem für einen langen Zeitraum aufrechterhalten werden und es können die Herstellungskosten im Vergleich zu einem mit Harz imprägnierten Hammerfilz reduziert werden. Da der feuchtigkeitsabweisende Film nur auf der Oberfläche des Hammerfilzes aufgeklebt werden muß, kann der feuchtigkeitsabweisende Effekt in einer einfacheren Struktur vorgesehen werden, die im Vergleich zu einem mit Harz imprägnierten Hammerfilz leicht in kürzerer Zeit hergestellt werden kann, was wiederum eine Reduktion der Herstellungskosten ermöglicht.

Dabei ist der feuchtigkeitsabweisende Film vorzugsweise an den Teilen der zwei flachen Oberflächen des Hammerfilzes aufgeklebt, die nicht gegen die Saite schlagen. Da der feuchtigkeitsabweisende Film aufgeklebt ist, um den Hammerfilz außer an dem gegen die Saite schlagenden Saitenanschlagsteil zu bedecken, kann verhindert werden, daß der feuchtigkeitsabweisende Film den durch das Tasteninstrument erzeugten Klang beeinträchtigt.

Weiterhin wird die genannte Aufgabe erfindungsgemäß durch ein Verfahren zum Herstellen von Hammerköpfen für ein Tasteninstrument mit den Merkmalen des unabhängigen Patentanspruchs 2 gelöst.

Bevorzugte Weiterbildungen des Erfindungsgegenstandes sind in den Unteransprüchen dargelegt.

Da der feuchtigkeitsabweisende Film in Übereinstimmung mit der vorliegenden technischen Lehre gleichzeitig auf einer Mehrzahl von Hammerfilzen aufgeklebt werden kann, indem lediglich eine Mehrzahl von Hammerköpfen in eine Mehrzahl von Vertiefungen in der Musterschneideunterlage eingesetzt werden, wobei die Hammerfilze nach oben vorstehen, und indem die Walze über den feuchtigkeitsabweisenden Film gerollt wird, kann eine Mehrzahl der zuvor genannten Hammerköpfe mit geringen Kosten hergestellt werden. Da die Hammerfilze nur geringfügig aus der Musterschneideunterlage hervorstehen und die Walze mit Druck darüber gerollt wird, wird der klebende Film außerdem automatisch entlang der peripheren Kanten der flachen Oberfläche jedes Hammerfilzes geschnitten (in eine Form gebracht) werden. Es ist also keine separate Einrichtung zum Formen erforderlich, da die peripheren Kanten der Hammerfilze selbst für das Schneiden und Formen des feuchtigkeitsabweisenden Films verwendet werden, wodurch die für die Herstellung erforderlichen Maschinen vereinfacht und folglich die Herstellungskosten weiter reduziert werden.

Der feuchtigkeitsabweisende Film umfaßt in diesem Fall vorzugsweise einen über einer Trennmittelschicht auf seiner Oberfläche aufgebrachten Abziehfilm, wobei das Verfahren weiterhin einen Schritt zum Abziehen des Abziehfilms vom feuchtigkeitsabweisenden Film nach dem Aufbringen und Schneiden des feuchtigkeitsabweisenden Films umfaßt.

Da die Walze bei diesem Aufbau über den Abziehfilm gerollt wird, ohne den feuchtigkeitsabweisenden Film während des Schrittes zum Aufbringen und Schneiden des feuchtigkeitsabweisenden Films direkt zu kontaktieren, kann eine Beschädigung der Oberfläche des feuchtigkeitsabweisenden Films durch das Rollen der Walze sicher verhindert werden, so daß es möglich ist, eine vorteilhaft verarbeitete Oberfläche des feuchtigkeitsabweisenden Films zu bewahren, nachdem der Abziehfilm von dem Klebefilm abgezogen ist.

Dabei ist die periphere Oberfläche der Walze vorzugsweise mit einem Hartkautschuk eingehüllt.

Der um die periphere Oberfläche der Walze gehüllte Hartkautschuk absorbiert Unregelmäßigkeiten der flachen Oberfläche des Hammerfilzes, so daß der Klebefilm richtig aufgeklebt und fehlerfrei geschnitten werden kann.

Das vorstehende Verfahren umfaßt weiterhin einen Schritt zum Aufbringen der feuchtigkeitsabweisenden Films entlang der Mehrzahl von Vertiefungen in der Musterschneideunterlage, bevor die Hammerkörper eingesetzt werden, wobei der Schritt zum Aufkleben und Schneiden des feuchtigkeitsabweisenden Films das gleichzeitige Aufkleben von zwei Folien des feuchtigkeitsabweisenden Films auf den zwei flachen Oberflächen der Hammerfilze und das Schneiden der feuchtigkeitsabweisenden Filme an den entsprechenden flachen Oberflächen der Hammerfilze umfaßt.

Da dabei zwei feuchtigkeitsabweisende Filme auf den zwei flachen Oberflächen jedes Hammerfilzes aufgebracht und an diesen geschnitten werden können, ist es möglich, die Herstellungseffektivität beträchtlich zu erhöhen und folglich eine weitere Reduktion der Herstellungskosten zu erzielen.

Nach folgend wird die vorliegende Erfindung Anhand eines Ausführungsbeispiels in Verbindung mit den beigefügten Zeichnungen näher beschrieben und erläutert. In den Zeichnungen zeigen:

1 eine perspektivische Ansicht eines Hammerkopfs für ein Tasteninstrument in Übereinstimmung mit der vorliegenden technischen Lehre,

2 eine Seitenansicht eines Tastaturmechanismus für einen Flügel, der den Hammerkopf von 1 umfaßt,

3 eine perspektivische Ansicht, die ein Verfahren zum Herstellen von Hammerköpfen für einen Flügel in Übereinstimmung mit einer Ausführungsform der vorliegenden technischen Lehre zeigt,

4A und 4B Diagramme , die eine Prozedur des Herstellungsverfahrens von 3 zeigen, und

5 eine Querschnittansicht, die den Aufbau eines Klebefilms zeigt.

1 stellt einen Hammerkopf für ein Tasteninstrument dar, bei dem die vorliegende technische Lehre angewendet ist. Der Hammerkopf 1 umfaßt einen Hammerkörper 4 mit einem Hammerholz 2 und einem Hammerfilz 3, wobei ein feuchtigkeitsabweisender Film 5 auf den Seitenoberflächen des Hammerfilzes 3 aufgeklebt ist.

Der Hammerkörper 4 weist im wesentlichen denselben Aufbau auf wie ein herkömmlicher Hammerkopf, kann aus einem soliden Holzmaterial wie Mahagoni oder ähnlichem hergestellt sein und weist eine stielartige Form auf. Der Hammerfilz 3 kann aus einem Wollfilz hergestellt sein und ist um ein vorderes Endteil des Hammerholzes 2 gewickelt, um dieses zu bedecken. Der Hammerfilz 3 weist (flache) Seitenoberflächen in einer vorbestimmten ovalen Form auf, so daß zwei Seitenoberflächen 3a im wesentlichen parallel zueinander und co-planar mit der Seitenoberflächen des Hammerholzes 2 sind (in 1 ist nur eine Seite dargestellt).

Der feuchtigkeitsabweisende Film 5 ist aus einem feuchtigkeitsabweisenden Material wie einem Acrylfilm oder ähnlichem hergestellt. Wie durch die Schraffierung in 1 angegeben, ist der feuchtigkeitsabweisende Film 5 aufgebracht, um beide Seitenoberflächen 3a des Hammerfilzes mit Ausnahme eines Saitenanschlagteils 3b und eines Teils des Hammerholzes 2 zu bedecken (in 1 ist nur eine Seite dargestellt).

Wie in 2 gezeigt, ist der Hammerkopf 1 schwenkbar über und hinter einer entsprechenden Taste 6 angeordnet und wird beim Niederdrücken der Taste 6 durch eine Mechanik 7 nach oben geschwenkt, so daß der Hammerfilz 3 gegen eine über dem Hammerkopf 1 horizontal gespannte Saite 8 schlägt, um eine Schwingung der Saite 8 zu verursachan, d.h. um den akustischen Klang des Flügels zu erzeugen.

Da bei dem oben beschriebenen Hammerkopf 1 die zwei Seitenoberflächen 3a, also die vornehmlichen Oberflächen des Hammerfilzes 3 mit dem feuchtigkeitsabweisenden Film 5 bedeckt sind, kann ein feuchtigkeitsabweisender Effekt vorgesehen werden. Der feuchtigkeitsabweisende Film 5 kann natürlich nicht nur an den Seitenoberflächen 3a, sondern auch an der peripheren Oberfläche des Hammerfilzes 3 aufgebracht sein. Da der feuchtigkeitsabweisende Film 5 als feuchtigkeitsabweisendes Material verwendet wird, kann der feuchtigkeitsabweisende Effekt im Vergleich zu einem mit Harz imprägnierten Hammerfilz für einen längeren Zeitraum aufrechterhalten werden, wobei auch die Herstellungskosten herabgesetzt werden können.

Da weiterhin der feuchtigkeitsabweisende Film 5 nur auf den Seitenoberflächen 3a des Hammerfilzes 3 aufgeklebt werden muß, kann der feuchtigkeitsabweisende Effekt mit einem einfacheren Aufbau vorgesehen werden, der im Vergleich zu einem mit Harz imprägnierten Hammerfilz leichter und in kürzerer Zeit hergestellt werden kann, was eine Reduktion der Herstellungskosten ermöglicht. Da der feuchtigkeitsabweisende Film 5 aufgeklebt wird, um den Hammerfilz 3 mit Ausnahme des gegen die Saite schlagenden Saitenanschlagsteils 3b zu bedecken, kann sicher verhindert werden, daß der feuchtigkeitsabweisende Film 5 den durch das Klavier erzeugten Klang beeinträchtigt.

3 und 4A bis 4C stellen ein beispielhaftes Verfahren zum Herstellen des wie oben beschrieben aufgebauten Hammerkopfs 1 dar, das im folgenden beschrieben wird. Bei dem dargestellten Verfahren werden die Hammerköpfe 1 mit dem wie oben beschriebenen Aufbau, ein Klebefilm 9, der den feuchtigkeitsabweisenden Film 5 umfaßt, und eine Musterschneideplatte (Musterschneideunterlage) 10 separat vorbereitet (ein Schritt zum Vorbereiten des Hammerkörpers, ein Schritt zum Vorbereiten des feuchtigkeitsabweisenden Films und ein Schritt zum Vorbereiten der Musterschneideunterlage).

Der Klebefilm 9 ist ein länglicher bandförmiger Film mit vier Schichten, der umfaßt: einen feuchtigkeitsabweisenden Film 5 aus einem Acrylfilm oder ähnlichem, eine Klebeschicht 11 aus zum Beispiel einem Heißkleber, die auf der Rückseite des feuchtigkeitsabweisenden Films 5 aufgebracht ist, eine Trennmittelschicht 12 aus Silikon oder ähnlichem, die auf der Hauptoberfläche des feuchtigkeitsabweisenden Films 5 aufgebracht ist, und einen Abziehfilm 13 aus Polyester oder ähnlichem, der die äußerste Schicht bildet. Wie weiter unten beschrieben, wird der Klebefilm 9 mit der Klebeschicht 11 auf dem Hammerfilz aufgeklebt, wobei dann der Abziehfilm 13 von der Trennmittelschicht 12 abgezogen wird, um lediglich den feuchtigkeitsabweisenden Film 5 auf dem Hammerfilz 3 zu lassen.

Die Musterschneideplatte 10 ist für das Aufkleben des feuchtigkeitsabweisenden Films 5 auf den Hammerfilzen 3 vorgesehen, um den feuchtigkeitsabweisenden Film 5 zu schneiden (in Form zu bringen) und um den feuchtigkeitsabweisenden Film 5 auf einer Mehrzahl von in der Musterschneideplatte 10 eingesetzten Hammerkörpern 4 aufzukleben. Die Musterschneideplatte 10 umfaßt eine Mehrzahl von Vertiefungen 14, die Seite an Seite in der Oberfläche einer länglichen Platte angeordnet sind. Jede Vertiefung 14 weist eine Form und Dimension auf, die im wesentlichen der Seitenoberfläche 3a des Hammerfilzes 3 entspricht, und eine Tiefe, die ungefähr zwei Millimeter kleiner als die Dicke des Hammerfilzes 3 ist, so daß der Hammerkörper 4 in die Vertiefung 14 eingefügt wird, wobei die obere Seitenoberfläche 3a des Hammerfilzes 3 ungefähr zwei Millimeter von der Oberfläche der Musterschneideunterlage 10 vorsteht.

Nachdem die Hammerkörper 4, der Klebefilm 9 und die Musterschneideplatte 10 in der oben beschriebenen Weise vorbereitet wurden, werden die Hammerkörper 4 in die entsprechenden Vertiefungen 14 eingesetzt, so daß die obere Seitenoberfläche 3a der entsprechenden Hammerfilze 3 ungefähr zwei Millimeter von der Oberfläche der Musterschneideplatte 10 vorsteht (Schritt zum Einsetzen des Hammerkörpers). Als nächstes wird der Klebefilm 9 mit der Klebeschicht 11 nach unten über der Mehrzahl von Hammerkörpern 4 angebracht, so daß die Seitenoberflächen 3a der Hammerfilze 3 mit Ausnahme des Saitenanschlagteils 3b und eines Teils des Hammerholzes 2 durch den Klebefilm 9 bedeckt werden (Schritt zum Aufbringen des feuchtigkeitsabweisenden Films).

Dann wird eine Walze 16 mit einer um die periphere Oberfläche derselben gehüllten Schicht 15 aus Silikonkautschuk (Hartkautschuk) mit Druck über den aufgebrachten Klebefilm 9 gerollt, um den Klebefilm 9 mit der Klebeschicht 11 auf den Seitenoberflächen 3a der entsprechenden Hammerfilze 3 aufzukleben (Schritt zum Aufkleben und Schneiden des feuchtigkeitsabweisenden Films). Da die Hammerfilze 3 dabei geringfügig von der Musterschneideplatte 10 vorstehen und die Walze 16 mit Druck gerollt wird, wird der Klebefilm 9 automatisch entlang der Kante der Seitenoberfläche 3a jedes Hammerfilzes 3 geschnitten (in Form gebracht)(siehe 4B). Da die Schicht 15 aus Silikonkautschuk die periphere Oberfläche der Walze 16 umhüllt, absorbiert die Walze 16 mögliche Unregelmäßigkeiten der Seitenoberflächen 3a der Hammerfilze 3, so daß der Klebefilm 9 richtig aufgeklebt und fehlerfrei geschnitten werden kann. Nun ist das Aufkleben des Klebefilms 9 auf einer Seitenoberfläche 3a jedes Hammerfilzes 3 abgeschlossen.

Als nächstes wird jeder Hammerkörper 4 umgedreht und in eine entsprechende Vertiefung 14 eingesteckt, wobei die vorstehend beschriebenen Schritte in ähnlicher Weise ausgeführt werden, um den Klebefilm 9 auf den anderen Oberflächen 3a der Hammerfilze 3 aufzukleben. Schließlich werden die an beiden Seitenoberflächen 3a der Hammerfilze 3 aufgebrachten Abziehfilme 13 von der Trennmittelschicht der entsprechenden Klebefilme 9 abgezogen, so daß nur die feuchtigkeitsabweisenden Filme 5 auf den entsprechenden Seitenoberflächen 3a der Hammerfilze 3 bleiben, um den in 1 dargestellten Hammerkopf fertigzustellen.

In Übereinstimmung mit dem Verfahren zum Herstellen von Hammerköpfen der vorstehend beschriebenen Ausführungsform, wird eine Mehrzahl von Hammerköpfen 4 mit den Hammerfilzen 3 in eine Mehrzahl von Vertiefungen 14 eingesetzt, wird ein Klebefilm 9 über den Hammerfilzen 3 aufgebracht und wird eine Walze 16 über den Klebefilm 9 gerollt. Nur mit Hilfe dieser Schritte kann der feuchtigkeitsabweisende Film 5 gleichzeitig auf den Hammerfilzen 3 der Mehrzahl von Hammerkörpern 4 aufgeklebt werden, so daß eine Mehrzahl von Hammerköpfen 1 gleichzeitig auf einfache Weise und mit geringen Kosten hergestellt werden kann. Da insbesondere die peripheren Kanten der Hammerfilze 3 selbst verwendet werden, um den feuchtigkeitsabweisenden Film 5 zu schneiden und in eine Form zu bringen, ist keine separate Einrichtung zum Formen erforderlich, wodurch die für die Herstellung erforderlichen Maschinen vereinfacht und folglich die Herstellungskosten weiter reduziert werden.

Beim Aufkleben des feuchtigkeitsabweisende Film 5 wird die Walze 16 über den Abziehfilm 13 gerollt, ohne den feuchtigkeitsabweisenden Film 5 direkt zu kontaktieren, so daß eine Beschädigung der Oberfläche des feuchtigkeitsabweisenden Films 5 durch das Rollen der Walze 16 sicher verhindert wird, wodurch es möglich wird, eine vorteilhaft verarbeitete Oberfläche des feuchtigkeitsabweisenden Films 5 zu bewahren, nachdem der Abziehfilm 13 vom Klebefilm 9 abgezogen ist.

Dabei ist zu beachten, daß die vorliegende technische Lehre nicht auf die vorstehenden besonderen Ausführungsformen beschränkt ist, sondern in einer Mehrzahl von Aspekten implementiert werden kann. Während der vorstehenden Ausführungsform zum Beispiel der feuchtigkeitsabweisende Film 5 in einem Schritt nur auf einer der Seitenoberflächen 3a des Hammerfilzes 3 aufgeklebt wird, kann ein weiterer feuchtigkeitsabweisender Film 9 zuvor entlang einer Mehrzahl von Vertiefungen 14 platziert werden, bevor die Hammerkörper 4 mit den Hammerfilzen 3 in die entsprechenden Vertiefungen 14 eingesetzt werden, so daß die feuchtigkeitsabweisenden Filme 5 gleichzeitig auf beiden Seitenoberflächen 3a der entsprechenden Hammerfilze 3 aufgeklebt werden können. Dies erlaubt eine beträchtlich gesteigerte Herstellungseffektivität und eine weitere Reduktion der Herstellungskosten.

Die vorstehende Ausführungsform wurde beispielhaft mit Bezug auf einen Flügel beschrieben, wobei sie jedoch selbstverständlich auch für einen Hammerkopf für ein Klavier angewendet werden kann. Auch die Materialien für die entsprechenden Komponenten sind nicht auf die oben angegebenen beschränkt, sondern können beliebig aus einer Mehrzahl von geeigneten Materialien gewählt werden. Es können weiter Modifikationen bezüglich struktureller Details vorgenommen werden, ohne daß dadurch vom der Idee und vom Umfang der vorliegenden technischen Lehre abgewichen wird.

Wie oben im Detail beschrieben, weist der Hammerkopf für ein Tasteninstrument der vorliegenden technischen Lehre einen vorteilhaft einfachen Aufbau auf und kann den feuchtigkeitsabweisenden Effekt über einen längeren Zeitraum aufrechterhalten, wobei mit dem Verfahren zum Herstellen der Hammerköpfe für ein Tasteninstrument der vorliegenden technischen Lehre in vorteilhafter Weise gleichzeitig eine große Anzahl von derartigen Hammerköpfen mit geringen Kosten hergestellt werden kann.


Anspruch[de]
  1. Hammerkopf für ein Tasteninstrument mit:

    einem Hammerkörper (4) und einem Hammerfilz (3) mit zwei flachen zueinander parallelen Oberflächen (3a) und einem Saitenanschlagteil (3b) zum Anschlagen einer Saite (8), und

    feuchtigkeitsabweisenden Filmen (5) aus einem feuchtigkeitsabweisenden Material, die auf den zwei flachen Oberflächen (3a) des Hammerfilzes (3) aufgeklebt sind und dieselben bedecken,

    dadurch gekennzeichnet, daß die feuchtigkeitsabweisenden Filme (5) auf Teilen der zwei flachen Oberflächen (3a) des Hammerfilzes (3) mit Ausnahme von Teilen der zwei flachen Oberflächen (3a) des Hammerfilzes (3) im Bereich des Saitenanschlagteils (3b) aufgeklebt sind.
  2. Verfahren zum Herstellen von Hammerköpfen für ein Tasteninstrument mit folgenden Schritten:

    Vorbereiten einer Mehrzahl von Hammerkörpern (4), wobei jeder Hammerkörper (4) einen Hammerfilz (3) mit zwei flachen, zueinander parallelen Oberflächen (3a) und mit einem Saitenanschlagteil (3b) umfaßt, Vorbereiten einer flachen Musterschneideplatte (10) mit einer Mehrzahl von Seite an Seite angeordneten Vertiefungen (14), wobei jede Vertiefung (14) eine Form und Dimension aufweist, die der flachen Oberfläche (3b) des Hammerfilzes (3) entspricht, und eine Tiefe aufweist, die kleiner ist als die Dicke des Hammerfilzes (3),

    Vorbereiten eines feuchtigkeitsabweisenden Films (5) mit einem an seiner Rückoberfläche aufgebrachten Klebeschicht (11),

    Einsetzen der Mehrzahl von Hammerkörpern (4) in die Mehrzahl von Vertiefungen (14) der Musterschneideplatte (10), wobei die Hammerfilze (3) nach oben vorstehen,

    Aufbringen des feuchtigkeitsabweisenden Films (5) über der Mehrzahl von in den Vertiefungen (14) eingesetzten Hammerfilzen (3), wobei die Rückoberfläche des feuchtigkeitsabweisenden Films (5) nach unten gehalten wird, um die flachen Oberflächen (3a) der Mehrzahl von Hammerfilzen (3) zu bedecken, und

    Rollen einer Walze (16) über den aufgebrachten feuchtigkeitsabweisenden Film (5) mit Druck, um den feuchtigkeitsabweisenden Film (5) auf den flachen Oberflächen (3b) der Hammerfilze (3) aufzukleben und um den feuchtigkeitsabweisenden Film (5) an den peripheren Kanten der flachen Oberflächen (3a) der Hammerfilze (3) zu schneiden.
  3. Verfahren zum erstellen von Hammerköpfen für ein Tasteninstrument nach Anspruch 2, wobei der feuchtigkeitsabweisende Film (5) einen über eine Trennmittelschicht (12) auf der Oberfläche des feuchtigkeitsabweisenden Films (5) aufgebrachten Abziehfilm (13) umfaßt, wobei das Verfahren weiterhin einen Schritt zum Abziehen des Abziehfilms (13) vom feuchtigkeitsabweisenden Film (5) nach dem Schritt zum Aufkleben und Schneiden des feuchtigkeitsabweisenden Films (5) umfaßt.
  4. Verfahren zum Herstellen von Hammerköpfen für ein Tasteninstrument nach Anspruch 2 oder 3, wobei die periphere Oberfläche der Walze (16) mit einem Hartkautschuk (15) umhüllt ist.
  5. Verfahren zum Herstellen von Hammerköpfen für ein Tasteninstrument nach zumindest einem der Ansprüche 2 bis 4, wobei weiterhin ein Schritt zum Aufbringen des feuchtigkeitsabweisenden Films (5) entlang der Mehrzahl von Vertiefungen (14) in der Musterschneideplatte (10) vor dem Schritt zum Einsetzen der Hammerkörper (4) vorgesehen ist, und der Schritt zum Aufkleben und Schneiden des feuchtigkeitsabweisenden Films (5) das gleichzeitige Aufkleben von zwei Folien des feuchtigkeitsabweisenden Films (5) auf den jeweils zwei flachen Oberflächen (3a) der Hammerfilze (3) und das Schneiden des feuchtigkeitsabweisenden Films (5) durch die entsprechenden flachen Oberflächen der Hammerfilze (3) umfaßt.
Es folgen 4 Blatt Zeichnungen






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