Es sind heute Verfahren und Vorrichtungen bekannt um Shredderfraktionen
unterschiedlicher Stoffgemenge nach den verschiedenen Stoffen zu trennen und einer
Wiederverwertung zuzuführen. Hierbei werden einerseits ferromagnetische Metallteile
von nichtmagnetischen getrennt, Kunststoffe von Buntmetallteilen und andererseits
brennbare Materialien von nichtbrennbaren ausgesondert. Probleme bei dieser Trennung
verursachen Kunststoffe, da heute eine exakte Trennung vom Gesetzgeber gefordert
ist, um die einzelnen Kunststoffkomponenten einer artgerechten Wiederverwendung
zuführen zu können. Die in den bekannten Verfahren zur Trennung von Kunststoffen
verwendeten Dichtesortierer arbeiteten zwar nach einem Prinzip der Flotation, verwenden
jedoch als Flotationsmedium Luft. Diese Dichtesortierer führen jedoch zu keinem
befriedigenden Ergebnis, da weiterhin am Ende des Prozesses ein zwar reduziertes,
jedoch in seiner Zusammensetzung nicht reines, nur aus einer Kunststoffart bestehendes
Gemenge erhalten wird. Ein Grund dafür ist darin zu sehen, dass die Dichte chemisch
unterschiedlicher Kunststoffe nicht zu große Unterschiede aufweist. Durch den sich
bewegenden Luftstrom gibt es beim Absinken keine klare Trennung der einzelnen Arten
der verschiedenen Kunststoffe. Das Resultat ist ein Konglomerat von verschiedenen
Kunststoffarten als Sediment auf dem Boden des Flotationsbeckens.
Weiter sind Verfahren und Vorrichtungen bekannt zum Trennen unterschiedlicher
Stoffe, z. B. leichte und schwerere Fasern, Farben u. ä. bei denen Flüssigkeiten
als Flotationsmittel verwendet werden und bei denen durch Belüftung des Flotationsmittels
die leichteren Anteile des zu trennenden Stoffes in Schwebe gehalten und zur Oberfläche
des Flotationsmittels transportiert und dort abgeschöpft werden können. Die schweren
Anteile des Trenngutes sinken infolge der Schwerkraft nach unten und werden im Bodenbereich
abgeführt (AT 411.155 B; DE 197 33 059 C2).
Auch diese Verfahren und Vorrichtungen sind für die Trennung von Kunststoffen ungeeignet,
da es bei Kunststoffen, auf Grund ihrer geringen Dichteunterschiede und der relativ
großen Oberfläche der einzelnen Partikel essentiell ist, dass ein Wiederaufschwimmen
der bereits abgeschiedenen schwereren Partikel vermieden wird. Eine solche, der
Erfindung ähnliche Vorrichtung zeigt der Stand der Technik nicht und ist vielleicht
bei den dort zu trennenden Materialen auch nicht notwendig. Verlorene Trennflüssigkeit
wird durch Nachfüllen wieder ergänzt.
Eine saubere Trennung der Kunststoffe nach ihrer chemischen Zusammensetzung
ist mit diesen Verfahren und Vorrichtungen nicht möglich. Damit scheidet eine artspezifische
Wiederverwendung der mit diesen Verfahren / Vorrichtungen gewonnenen Kunststoffgemengen
aus.
Sie werden nach dem Stande der Technik einer thermischen Verwertung
zugeführt, da diese keine Trennung der Kunststoffe nach deren chemischen Zusammensetzung
erfordert.
Aufgabe der Erfindung ist es eine Vorrichtung zu schaffen, die eine
saubere Trennung von Kunststoffen, nach ihrer chemischen Zusammensetzung, bewirkt.
Mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung werden die Kunststoffteile in
ein homogenes Kunststoffgemenge, in vorteilhafterweise mit annähernd gleich großen
Kunststoffteilen, zunächst aufbereitet. Dieses Kunststoffgemenge wird in ein Flotationsbecken,
das mit einer Flüssigkeit, vorzugsweise Wasser, gefüllt ist, eingeleitet. Entsprechend
dem Prinzip von Flotationsverfahren wird für die Trennung der einzelnen Kunststoffe
die Tatsache genutzt, dass sich die unterschiedlichen Kunststoffe nach ihrem spezifischen
Gewicht (Dichte) unterscheiden. Das Flotationsbecken weist mindestens einen, in
einer bestimmten Höhenlage angeordneten, Siebboden auf, auf dem sich schwere Kunststoffpartikel
ablagern, damit von leichteren trennen. In diesem Bereich des Flotationsgefäßes
ist eine Einrichtung in Form einer Austragschleuse zum Austragen des abgesetzten
Gutes angebracht. Die Austragung muss in einer Weise erfolgen, die keine Bewegung
in das abgesetzte Gut bringt. Jede Bewegung, die unnötigerweise in das abgesetzte
Gut eingebracht wird, kann ein Wiederaufschwimmen des Sediments verursachen. Die
Austragschleuse besteht aus einem seitlich an das Flotationsbecken in einem eigenen
Gehäuse angebrachten, entweder horizontal liegenden oder vertikal stehenden rotierenden
Zylinder, der an seinem Außenumfang mit Dichtlippen bestückt ist. Es können auch
mehrere axial hintereinander oder vertikal nebeneinander stehende Zylinder sein.
Wichtig ist nur, dass die gesamte Längsseite der Austragsfläche überstrichen wird,
so dass die Dichtlippen über einen Abschnitt der Wandung des Gehäuses streichen
und dadurch von der Sedimentschicht im Flotationsbehälter, der mit dem Inneren des
Gehäuses über mindestens eine Öffnung verbunden ist, abgesetztes Material abkratzen.
Die Austragung erfolgt zunächst in einen, ebenfalls mit der gleichen Flüssigkeit
gefüllten Austragsbehälter. Der Flüssigkeitsspiegel im Austragsbehälter ist nach
dem Prinzip der kommunizierenden Röhren, ebenso hoch wie im Flotationsbecken. Aus
dem Austragsbehälter wird das dort abgesetzte Gut über einen mit Schöpfkellen besetzten
Band- oder Kettenförderer in ein Kontrollcontainment zur Qualitätssichtung befördert.
Um die Trennung der Kunststoffteilchen nach ihrer chemischen Zusammensetzung zielgerichtet
zu unterstützen, ist eine Pulsationseinrichtung z. B. in Form einer zum Boden des
Flotationsbeckens offene oder durch eine bewegliche Wand, z. B. Membran, verschlossene
Glocke unterhalb des Siebbodens vorgesehen, über die durch pulsierend bewegte Luft,
bewirkt wird, dass im Flotationsbecken die Flotationsflüssigkeit in Schwingung versetzt
wird und Kunststoffpartikel, entsprechend ihrer Dichte, sich entweder durch Aufschwimmen
(leichtere Kunststoffpartikel) nach oben zur Oberfläche des Flotationsbeckens hin
bewegen und schwerere Kunststoffpartikel sich auf dem Siebboden im Flotationsbecken
absetzen. Die pulsierende Bewegung der Flotationsflüssigkeit kann auch durch andere
Schwingungserzeuger verursacht werden, z. B. hydraulische, mechanische oder elektrische
Vibratoren. Eine Kombination von gleichen und /oder verschiedenen Vibratoren können
eingesetzt werden um die Trennung von Kunststoffen unterschiedlicher chemischer
Zusammensetzung zu unterstützen und zu beschleunigen. Die Neigung des Siebbodens
zur Horizontalen kann in Richtung der Austragschleuse hin verändert werden. Durch
Veränderung der Siebbodenneigung und mittels schwenkbar am Siebboden angebrachten
Klappen kann man die Dicke der Sedimentschicht auf dem Siebboden so steuern, dass
diese über die gesamte Fläche etwa gleich ist. Außerdem wird durch die Neigung des
Siebbodens zur Austragsschleuse hin bewirkt, dass die Austragung des Sediments unterstützt
wird. Flotationsflüssigkeit, die durch die Austragung von Kunststoff aus der Sedimentschicht
verloren geht, wird über eine gesteuerte Zuleitung, die im Bodenbereich in das Flotationsbecken
einmündet, nachgefüllt. Starke Bewegungen der Flotationsflüssigkeit müssen vermieden
werden, um das Absetzen schwererer Kunststoffpartikel nicht zu stören.
Um mehrere Kunststofffraktionen unterschiedlicher Dichte von einander
zu trennen, werden entsprechend der Anzahl der zu trennenden Kunststoffe ebenso
viele Flotationsbehälter, z. B. in Kaskadenform hintereinander in Reihe angeordnet.
Der jeweils leichtere Kunststoff wird dabei zur Sedimentation einem vorausgehenden
Flotationsbehälter für schwereren Kunststoff nachgeschaltet. Hierbei ist entscheidend,
dass die Frequenz der Schwingung der Flotationsflüssigkeit dem jeweils auszuscheidenden
Kunststoff angepasst wird. Damit erfolgt die Trennung von Kunststoffen unterschiedlicher
Dichte infolge der damit verbundenen unterschiedlichen Sinkgeschwindigkeit.
Die in die Flüssigkeit im Bodenbereich des Flotationsbeckens pulsierend
mittels einer Kolben- oder Membranluftpumpe wirkende Luftsäule bewirkt eine Vergleichmäßigung
der Abscheidung und exakte Trennung der einzelnen Kunststoffkomponenten. Wichtig
hierbei ist, dass die eine Schwingung hervorrufende Luft das Flüssigkeitsbad in
eine dem jeweils auszuscheidenden Kunststoff entsprechende Pulsationsfrequenz versetzt.
Ebenso wichtig ist, dass die Dicke des Ablagerungssumpfes von Kunststoffpartikeln
auf dem Siebboden des Flotationsbeckens etwa gleich ist. Dies wird gesteuert und
kontrolliert über gleichmäßig über die Fläche des Siebbodens, oberhalb der Sedimentsschicht,
verteilt angeordnete Dicke- und / oder Dichtemesssensoren. Diese wirken mit einem
Steuergerät zusammen und verändern die Neigung des Siebbodens und die Stellung der
schwenkbar daran angeordneten Steuerklappen. Entsprechend der Meldungen der Sensoren
werden die absinkenden Kunststoffpartikel über die Ablagerungsfläche verteilt.
Um sicherzustellen, dass nur einwandfrei getrenntes Kunststoffmaterial
der Wiederverwertung zugeführt wird, leitet man das, in den Flotationsbecken getrennte
Material, in ein nachgeschaltetes Kontrollcontainment, aus dem Stichproben entnommen
oder in diesem selbst auf Homogenität, bzw. die Reinheit der Zusammensetzung des
Sediments hin, z. B. mittels Infrarot-, Röntgenstrahlen-, Laser- und / oder Ultraschallgeräten,
geprüft werden. Beanstandete Chargen werden so oft in den Trennungsprozess zurückgeführt,
bis der gewünschte Reinheitsgrad des Trenngutes erreicht ist.
Die Vorrichtung, die zur Durchführung dieses Trennverfahrens erfindungsgemäß
entwickelt wurde, umfasst mindestens ein Flotationsbecken, das mit einer Flüssigkeit,
vorzugsweise Wasser, gefüllt ist. Über einen Zuleitungskanal wird der Flotationsbehälter
mit Trenngut gefüllt. Das Trenngut sinkt im Flotationsbecken infolge seiner jeweiligen
Dichte nach unten und lagert sich auf einem Siebboden des Flotationsbeckens ab.
Für eine gleichmäßige Verteilung des Ablagerungsgutes auf dem Siebboden des Flotationsbeckens
sorgen, verteilt über deren gesamte Fläche, oberhalb der Sedimentsschicht, angeordnete
Sensoren, die die Dicke der Ablagerungsschicht an den einzelnen Messpunkten feststellen
und über eine Steuereinrichtung die Neigung des Siebbodens und die Stellung der
schwenkbar gelagerten Klappen so verändern, dass die absinkende Kunststoffpartikel
stets dorthin geleitet werden, wo eine geringere Dicke der Sedimentsschicht von
abgesetzten Kunststoffpartikeln vermeldet wird. Auch eine Änderung der Pulsationsfrequenz
der Luftsäule und damit verbunden, eine Änderung der Frequenz der Schwingung in
der Flotationsflüssigkeit kann dazu beitragen.
Weitere Ausgestaltungen der Erfindung sind darin zu sehen, dass der
Abstand des unteren Randes der Glocke zum Boden des Flotationsbeckens von Hand oder
automatisch verändert werden kann, sodass der Spalt zwischen dem Boden des Flotationsbeckens
und dem Glockenrand an die Notwendigkeiten eines Trennvorgangs angepasst werden
kann. Zum Beispiel kann man dadurch die auf die Flotationsflüssigkeit übertragbare
Schwingungsenergie erhöhen oder verringern.
Weiter ist eine sinnvolle Ergänzung der Erfindung darin zu sehen,
dass die Einleitung des zu trennenden Kunststoffgemenges verteilt über den Querschnitt
des Flotationsbeckens unterhalb der Oberfläche der Flotationsflüssigkeit über einen
Verteiler erfolgt, der verhindert, dass die Flotationsflüssigkeit in eine nicht
gewünschte heftige Bewegung gerät.
Eine weitere sinnvolle Ergänzung der Erfindung ist darin zu sehen,
dass die Drehzahl einer oder mehrerer rotierenden Trommeln einer Austragsschleuse
automatisch oder von Hand verändert werden kann, um damit die Austragung des Sediments
an die Absetzgeschwindigkeit anzupassen. Die rotierenden Trommeln können waagrecht
liegend oder senkrecht stehend in einem Gehäuse angeordnet sein und überdecken die
gesamte Breite einer Längsseite des Flotationsbeckens. Sinnvollerweise sind Lippen
am Umfang der Trommel der Austragschleuse aus elastischem Material in Längsrichtung
derselben in solchem Winkelabstand zueinander angeordnet, dass die radialen Zwischenräume
zwischen den einzelnen Lippen groß genug sind, um eine Sedimentaustragung zu begünstigen,
z. B. 180°, 90°, 60° etc., sodass der Abstand zwischen den elastischen
Lippen gleich groß ist.
Außerdem ist es für eine effektive Trennung zweckmäßig dafür zu sorgen,
dass das in das Flotationsbecken eingebrachte Gemenge aus Kunststoffen sich in seiner
Größe nicht wesentlich unterscheidet und innerhalb von Toleranzen hält, die den
Absetzvorgang nicht störend verfälschen.
Die Austragung erfolgt zunächst in einen Austragsbehälter, der ebenfalls
mit Flotationsflüssigkeit niveaugleich mit dem Flotationsbecken gefüllt ist, von
dort über eine Fördereinrichtung, z. B. Band- oder Kettenförderer, bestückt mit
Schöpfkellen, in das Kontrollcontainment zur Sichtprüfung auf Reinhalt.
Figurenbeschreibung
1 Die erfindungsgemäße Vorrichtung setzt
sich im einzelnen aus einem Flotationsbecken (2), einer Pulsationseinrichtung
(9,10,11), sowie einem in seiner Neigung zur Austragschleuse
(8) hin veränderbarem Siebboden (16), diversen schwenkbaren Klappen
(6), die beide über eine Steuereinrichtung (17) betätigbar sind,
die ihre Steuersignale von Sensoren (5) erhält, die oberhalb der Sedimentsschicht,
verteilt über die gesamte Fläche des Siebbodens (16), angeordnet sind,
zusammen. Das Flotationsbecken (2), in dem sich die Flotationsflüssigkeit
(3) befindet, wird über eine Zufuhrleitung (1), die an ihrer Einmündung
eine Einrichtung, z. B. in Form eines Siebes oder einer Platte, aufweist, mittels
der einströmende Flüssigkeit beruhigt und vergleichmässigt wird, mit der zu trennenden
Fraktion von Partikeln (4) unterschiedlicher Kunststoffe beschickt. Die
Kunststoffpartikel (4) sinken, entsprechend ihrer Dichte, langsamer oder
schneller auf den Siebboden (16) des Flotationsbeckens (2) ab.
Durch pulsierend über eine Kolben- oder Membranpumpe (9) bewegte Luftsäule
(10), die in eine, unterhalb des Siebbodens (16) angeordnete,
zum Beckenboden hin entweder offene oder durch eine bewegliche Wand geschlossene
Glocke (11) mündet, wobei der Abstand zwischen beiden einstellbar ist.
Eine pulsierende Luftsäule (10), die von einer Kolben- oder Membranpumpe
erzeugt wird, wirkt über die Glocke (11) auf die Flotationsflüssigkeit
und versetzt diese in eine pulsierende Bewegung deren Frequenz einstellbar ist.
Auch andere, Vibrationen hervorrufende Einrichtungen können hierzu eingesetzt werden.
Hierdurch wird die Trennung leichterer von schwereren Fraktionen begünstigt. Die
leichteren Fraktionen schwimmen zur Oberfläche der Flotationsflüssigkeit (3)
und können in ein nachgeschaltetes Flotationsbecken weitergeleitet werden, die schwereren
Fraktionen setzen sich auf dem Siebboden (16) als Sediment (12)
ab und werden über die Austragschleuse (8), die mit mindestens einer elastischen
Lippe(7) an einem rotierenden Zylinder (25) bestückt ist, die
von der Sedimentschicht (12) abgeschiedenes Material abkratzt, in einen
nachgeschalteten Austragsbehälter (27) befördert und von dort in ein Containment
(13), mit oder ohne Siebboden zur Entwässerung, mittels einer Band- oder
Kettenfördereinrichtung (26), die mit Schöpfkellen oder -bechern mit seitlicher
und im Bodenbereich befindlicher Lochung, zur Stichprobensichtung auf Reinheit transportiert.
Der Reinheitsgrad wird beispielsweise mittels Röntgen-, Ultraschall, Infrarot- und
/oder Lasergeräten festgestellt. Im Einzelfall können Schwebeteilchen, wenn diese
sich in einem Zwischenbereich der Flotationsflüssigkeit (3) akkumulieren,
bereits ausgetragen und einer weiteren Trennbehandlung unterworfen werden. Entspricht
das gesichtete Material den Erfordernissen, dann wird der so wiedergewonnene reine
Kunststoff (14) einer artgerechten Weiterverwendung zugeführt. Ist der
Reinheitsgrad (14) noch nicht zufriedenstellend, dann wird das im Kontrollcontainment
(13) befindliche Kunststoffsediment wieder in das gleiche oder einen weiteres
Flotationsbecken (2') zur weiteren Trennung geleitet. Die Trennung kann
somit in mehreren Stufen vorgenommen werden, um einen vorgegebenen Reinheitsgrad
(14) eines abgetrennten Kunststoffsediments (12) zu erreichen.
Wichtig ist hierbei, dass die Sedimentsdicke (D) über den gesamten Bodenbereich
des Flotationsbehälters (2) etwa gleich ist. Um dies zu gewährleisten tasten
über die Fläche des Siebodens (16) verteilt angeordnete Sensoren (5),
die oberhalb der Oberfläche der Sedimentschicht (12)angeordnet sind, dieselbe
ab, vermelden Unregelmäßigkeiten an ein Steuergerät (17), das seine Befehle
von den Sensoren (5) erhält, und das über ein Stellglied
Klappen (6) am Siebboden (16) und die Neigung des Siebbodens (16)
derart verstellt, dass diese Unregelmäßigkeiten an der Sedimentsoberfläche durch
nachfolgend sich absetzende Kunststoffpartikel wieder ausgeglichen werden. Mit (7)
ist ein Zwischenaustragsventil bezeichnet, das eine Austragung leichterer Kunststofffraktionen
(18) zulässt. Über eine Zufuhrleitung (1) wird verlorene Flotationsflüssigkeit
(3) in einer Weise nachgefüllt, bei der keine oder nur eine geringe Beeinflussung
der, im Flotationsbecken (2) befindlichen Flüssigkeit, eintritt. Das Nachfüllen
erfolgt über ein Schwimmerventil (17) automatisch oder ein von Hand betätigtes
Ventil.
2 In 2 ist
eine mögliche Konstruktion einer Austragsschleuse (8) dargestellt. Die
Austragsschleuse (8) besteht aus einem zylindrischen Gehäuse (22)
in dem konzentrisch ein rotierender Zylinder (25) beidseitig, einerseits
an einer Gehäuseabdeckung und andererseits an einer Bodenplatte, gelagert ist, der
an seinem Umfang in Längsrichtung mit mindestens einer elastischen Lippe (7)
bestückt ist, die bei der Drehung des Zylinders (25) eine Einlassöffnung
(21) aus dem Flotationsbecken (2) und nachfolgend eine Austragsöffnung
(24) überstreicht, die in einen nachgeschalteten Austragsbehälter (27)
und von dort mittels einer Fördereinrichtung (26) in ein Kontrollcontainment
(13) führt. Der rotierende Zylinder (25) kann waagrecht liegend
oder senkrecht stehend in einfacher oder mehrfacher Weise vorgesehen sein. Wichtig
ist nur, dass die gesamte Längsseite des Flotationsbeckens (2) überdeckt
wird, zu der der Siebboden (6) hin geneigt werden kann.
3 In 3 ist
eine Austragsschleuse mit waagrecht liegendem Zylinder (25) gezeigt.
1- Zufuhrleitung für Kunststoffgemenge
2- Flotationsbecken
2'- II. Stufe, nachgeschaltetes Flotationsbecken
3- Flotationsflüssigkeit
3'- II. Stufe, Flotationsflüssigkeit
4- Kunststoffpartikel im Gemenge
5- Sensoren
6- schwenkbare Klappen am Siebboden
7- elastische Lippen am Zylinder der Austragsschleuse
8- Austragsschleuse
9- Pulsationseinrichtung
10- Rohrleitung
11- Glocke am Ende der Rohrleitung der Pulsationseinrichtung
12- Sediment aus „reinem" Kunststoff
13- Kontrollcontainment
14- „reiner Kunststoff"
15- Zuleitung für Flotationsflüssigkeit
16- in seiner Neigung veränderbarer Siebboden
17- Steuereinrichtung
18- leichtere Fraktionen
18'- II. Stufe, leichtere Fraktion
19- schwerere Fraktionen
19'- II. Stufe, schwerere Fraktion
20- Antrieb für Austragsschleuse
21- Einlassöffnung in Austragsschleuse
22- zylindrisches Gehäuse der Austragsschleuse
23- Antriebswelle
24- Austragsöffnung aus Austragsschleuse
25- Zylinder
26- Band- oder Kettenförderer mit Schöpfkellen
27- Austragsbehälter
28- Schöpfkellen
„D"- Dicke des Sediments (12)