Die gegenwärtige Erfindung bezieht sich auf einen Rauchabzug, der
mit einer oder mehreren Feuerstellen oder Herden sowohl bei neuen Installationen
wie bei Umbauten verwendet werden kann.
Rauchabzüge für Feuerplätze oder Herde, die Wärme hauptsächlich für
Erwärmen und Heißwasser-Erzeugung erzeugen sollen, sind traditionsgemäß aus Schamottestein
gebaut worden. Der Rauchabzugsschacht hat dann hauptsächlich seine Ausdehnung innerhalb
durch das Gebäude. Es sind auch Rauchabzüge mit Rauchabzugsrohren, hergestellt aus
Stahl, entwickelt worden. Aufgrund der hohen Temperaturen der Abzugsgase regulierten
diese Bauarten genau, und es wird bei bekannten Konstruktionen verlangt, daß die
Rauchabzüge oder Abzugsrohre in spezielle Schächte in dem Bau gebaut sind. Dieses
nimmt eine Menge Raum ein und bedeutet, daß das Bauen des Rauchabzugs am Platz sein
muß. Weitere Anforderungen sind dann, daß der Schacht verschlossen sein muß, so
daß das Eindringen von Sauerstoff, wodurch möglicherweise Abzugsgase herausfließen,
verhindert wird, da die Gase explosiv sein können. Herkömmliche äußere Mäntel, hergestellt
aus Metall oder Beton, Bims oder dergleichen, haben Spalte und sind nicht zufriedenstellend
verschlossen.
US 3464174 oder GB 1032469
offenbart Rauchabzüge des Standes der Technik, umfassend ein Stahlrohrabzugsrohr,
einen umgebenden Mantel und isolierendes Material zwischen dem Abzugsrohr und dem
Mantel.
Der Gegenstand der gegenwärtigen Erfindung ist ein Rauchabzug, der
Abzugsabzugsrohre, hergestellt aus Stahl, hat und so gemacht ist, daß er ohne einen
Schacht installiert werden kann. Dieses bedeutet, daß ein Rauchabzug innerhalb oder
benachbart allen Arten von Gebäudekonstruktionen und Baumaterialien installiert
werden kann. Es ist auch eine Aufgabe, daß es möglich sein soll, den Rauchabzug
insgesamt in einer Fabrik für direkte Installation an seinem Platz in dem Gebäude
zusammenzubauen. Es ist eine weitere Aufgabe, einen Rauchabzug von geringem Gewicht
zu erzielen, so daß er auf dem vorhandenen Stützwerk ohne irgendwelche Verstärkung
davon angebracht werden kann. Der Rauchabzug gemäß der Erfindung hat die Merkmale
nach Anspruch 1, und die Ausführungsformen der Erfindung sind in den abhängigen
Ansprüchen definiert.
Damit der Rauchabzug ohne einen Schacht installiert werden kann, darf
die Temperatur an seiner äußeren Oberfläche nicht irgendeinen Moment lang oder an
irgendeiner Stelle über der höchsten erlaubten Temperatur sein. Der Rauchabzug gemäß
der gegenwärtigen Erfindung hat somit ein Rauchabzugsrohr, das von einem inneren
Mantel und einem äußeren Mantel, vorzugsweise aus Stahl hergestellt, umgeben ist.
Der Raum zwischen dem äußeren Mantel und dem Rauchabzugsrohr ist mit isolierendem
Material gefüllt, das von granulärer oder Pulverform oder anderer Form ist, welches
Fließen des Materials ermöglicht. Der Rauchabzug ist so entworfen, daß keine leeren
Hohlräume innerhalb des isolierenden Materials weder bei Herstellung noch bei Verwendung
auftreten. Für diesen Zweck ist der innere Mantel so angepaßt, daß er regelmäßige
Unstetigkeiten hat, durch die das isolierende Material zwischen den zwei Seiten
des inneren Mantels gehen kann, wo die Bewegungen des isolierenden Materials hervorgerufen
werden können durch Expansion und Retraktion des Rauchabzugsrohres aufgrund der
immer auftretenden Temperaturänderungen. Vorzugsweise ist das Rauchabzugsrohr aus
gewelltem Stahl hergestellt. Ein Reservoir oder Kompensationsmöglichkeit für isolierendes
Material ist an dem oberen Abschnitt des Rauchabzugs angeordnet.
Die Erfindung wird im nachfolgenden detaillierter mit Bezugnahme auf
die Ausführungsform beschrieben, die in den beigefügten Zeichungen gezeigt ist.
Darstellung 1 ist ein horizontaler Querschnitt durch einen vertikalen
Abschnitt eines Rauchabzugs.
Darstellung 2 ist ein vertikaler Querschnitt durch den Abschnitt des
Rauchabzugs.
Darstellung 3 ist ein vertikaler Querschnitt durch einen teilweise
ablenkenden Rauchabzug.
Der Rauchabzug gemäß der Erfindung umfaßt ein Rauchabzugsrohr
1, das von einem inneren Mantel 2 und einem äußeren Mantel
3 umgeben ist. Das innere Mantelabzugsrohr 2 ist mit dem äußeren
Mantel 3 durch Glieder 4 verbunden, wohingegen das Rauchabzugsrohr
1 frei innerhalb des inneren Mantels angeordnet ist. Die drei Rohre sind
hauptsächlich konzentrisch, aber Abweichungen treten bei Rauchabzügen mit Ablenkungen
auf. Der Raum zwischen dem äußeren Mantel 3 und dem Rauchabzugsrohr
1 ist vollständig mit isolierendem Material gefüllt.
Das Rauchabzugsrohr 1 ist vorzugsweise aus gewelltem, spiralförmig
gewickeltem Stahl hergestellt, der ein flexibles Rohr bildet. Güter und Abmessungen
sind unter Beachten der Anwendung ausgewählt, wo die Auswahl von Brennmaterial und
die Anzahl von Herden wesentliche Parameter sind. Die Rauchabzugsrohrwicklung ist
kontinuierlich ohne irgendwelche Unstetigkeiten oder Verbindungen, ausgenommen für
mögliches Verzweigen, wo Rauchabzugsrohre von verschiedenen Herden verbunden
sind. Der äußere Mantel 3 ist in Abschnitte geteilt, die durch Muffen zu
einem kontinuierlichen äußeren Mantel verbunden sind. Auch der innere Mantel
2 ist in Abschnitte geteilt. Diese sind fixiert an dem äußeren Mantel mittels
Gliedern 4 montiert, so daß es einen offenen Schlitz zwischen jedem der
inneren Mantelabschnitte gibt.
Rauchabzüge gemäß der Erfindung können hergestellt werden, wobei einige
Abschnitte von der vertikalen Linie abweichen, wie beispielsweise in Darstellung
3 gezeigt. Die Abschnitte des äußeren Mantels sind durch Muffen 7 verbunden
und der Abschnitt des inneren Mantels in einer entsprechenden Weise durch Anschlußführungen
8. Es gibt Glieder 4, wenn benötigt, zwischen dem äußeren und
inneren Mantel, und jener Abschnitt des inneren Mantels, der von der vertikalen
Linie abweicht, ist vorzugsweise ohne Verbindungsschlitze.
Das isolierende Material 5 ist ausgewählt, so daß es den
gesamten zugänglichen Raum zwischen dem Rauchabzugsrohr und äußeren Mantel auffüllt.
Somit sollte das Material gepulvert oder granulär und fließend sein. Bei Herstellung
und Installation eines Rauchabzugs gemäß der Erfindung werden die individuellen
Abschnitte des äußeren und inneren Mantels zuerst zusammen verbunden, wonach Mantelabschnitte
zu einem Rauchabzugsmantel zusammengebracht werden. Das flexible Abzugsrohr wird
dann in den Mantel eingefügt und mit dem Herd in bekannter Weise verbunden. Danach
wird das isolierende Material zwischen das Abzugsrohr und den äußeren Mantel eingefüllt,
indem es in das Volumen 5 von dem oberen Teil des Rauchabzugs geschüttet
wird. Die Schlitze zwischen den Abschnitten des inneren Mantels werden dann sichern,
daß aller zugänglicher Raum mit isolierendem Material gefüllt wird, da dieses sowohl
vertikal stromabwärts in zugängliche Volumen wie zwischen die Seiten des inneren
Mantels fließen kann, indem es durch die Schlitze geht.
Bei Verwendung ist der Rauchabzug großen Variationen an Temperatur
ausgesetzt, die Expansion und Kontraktion des Abzugsrohres und der Mäntel erzeugen,
wodurch bewirkt wird, daß das isolierende Material deformiert wird und langsam in
kleine Teile zerfällt. Das Zerfallen und die Bewegungen erzeugen ein allmähliches
Verdichten des isolierenden Materials. Zusätzliches isolierendes Material kann kontinuierlich
von dem Lagerbehälter hinzugefügt werden, und die Aufwärts- und Abwärtsbewegungen
der gewellten Oberfläche, die durch die Temperaturänderungen erzeugt werden, liefern
eine Beschickungsfunktion, die gewährleistet, daß frisches isolierendes Material
kontinuierlich geliefert wird, so daß keine leeren Hohlräume in der Isolierung auftreten.
Am oberen Teil des Rauchabzugs sind Mittel zur Kompensation des reduzierten Volumens
von isolierendem Material. In erster Linie umfaßt dieses einen Ring von Gesteinswolle
oder dergleichen flexibles oder elastisches isolierendes Material, das den gesamten
Raum zwischen dem Abzugsrohr und dem äußeren Mantel ausfüllt. Bei Zusammenbau wird
die Höhe des Ringes komprimiert, und er dehnt sich dann nach unten aus, wenn das
Volumen des granulären isolierenden Materials reduziert wird. Eine andere Alternative
ist es, an dem oberen Teil des Rauchabzugs einen Behälter anzuordnen, der in offener
Verbindung mit dem Isolierungsvolumen 5 ist. Der Behälter, der beispielsweise
als ein umgebender Trichter gemacht werden kann oder an einer Stelle des oberen
Teils des Rauchabzugs angeordnet werden kann, wird mit einer Zufuhr von isolierendem
Material aufgefüllt, das allmählich in den Isolierungsraum herunterfließt, wenn
das vorhandene Material da an Volumen reduziert wird. Der Behälter wird mit isolierendem
Material, wenn benötigt, aufgefüllt.
Da mit einem Rauchabzug gemäß der Erfindung gesichert ist, daß es
immer ausreichende Menge von isolierendem Material zwischen dem äußeren Mantel und
dem Abzugsrohr gibt, so daß die Außentemperatur des äußeren Mantels immer unterhalb
der höchsten Temperatur ist, wird es ermöglicht, daß der Rauchabzug ohne einen umgebenden
Schacht installiert werden kann. Er kann vollständig oder teilweise bei einer Fabrik
vorgefertigt werden, welches im Fall neuer Gebäude bevorzugt ist, wohingegen es
bei Umbauten und Ersatz von alten Rauchabzügen auch möglich ist, den Mantel als
Abschnitte von gewünschter Länge herzustellen. Sie werden in Position gebracht,
und das Abzugsrohr wird dann eingefügt, und isolierendes Material wird eingefüllt.
Vorzugsweise wird der äußere Mantel als Abschnitte hergestellt, die so viel länger
als die Abschnitte des inneren Mantels sind, wie es der Größe der gewünschten Schlitze
zwischen den Abschnitten des inneren Mantels entspricht. Bei Zusammenbau ist es
bevorzugt, Verwendung von Verbindungsmuffen mit isolierendem Material zu machen,
so daß ein versiegelter äußerer Mantel erhalten wird.
Rauchabzug gemäß der Erfindung bringt auch weitere Vorteile mit sich.
Das niedriggewichtige und stetige Design bedeutet, daß der Rauchabzug auf vorhandenem
Stützwerk ohne Verstärkungen errichtet werden kann, und die Struktur ist selbsttragend
auch bei seitlich abweichendem Design. Verglichen mit zuvor bekannten Designs wird
auch das Lärmproblem, das bei Längenänderungen des Materials erzeugt wird, reduziert.
Kontrolle und Überprüfung wird leichter gemacht, indem die Installation gut sichtbar
ist, und alle Verbindungsstellen können so angeordnet werden, daß sie leicht für
Überprüfung zugänglich sind. Der Rauchabzug kann verschiedenen Verwendungsbedingungen
angepaßt werden, und mehr als ein Abzugsrohr kann in ein und demselben Mantel installiert
werden. Bei Änderung von Herd oder Heizverfahren, beispielsweise Ändern von Öl zu Kloben,
kann das Abzugsrohr ausgetauscht werden, so daß die besten Bedingungen auch erhalten
werden.
Der Rauchabzug gemäß der Erfindung hat weiterhin den wichtigen Vorteil,
daß es geringere Verringerung der Temperatur des Abzugsrohres gibt als es der Fall
mit bis jetzt bekannten Rauchabzugsdesigns für entsprechende Anwendungen und Verwendungen
ist. Die reduzierte Verminderung des Temperaturabfalls kann verwendet werden, entweder
die Temperatur des Auslaßgases aus dem Herd zu vermindern und so eine höhere Wirksamkeit
davon zu erzielen oder eine höhere Temperatur der Abzugsgase heraus aus dem Rauchabzug
zu erzielen. Es ist ein weiterer Vorteil, daß bei Anlaufperiode der anfänglich kalte
Rauchabzug schnell eine steady-state Temperatur sowohl des Abzugsrohres wie des
äußeren Mantels erzielt.
Innerhalb des Umfangs der Erfindung gibt es auch andere mögliche Ausführungsformen
neben dem, was aus den zuvor genannten Beispielen offenkundig ist. Sowohl das Abzugsrohr
wie der umgebende Mantel können Querschnitte haben, die unterschiedlich von kreisförmig
sind; in erster Linie elliptische oder rechtwinkelige Formen sind möglich. Bei bestimmten
Ausführungsformen mit einem geraden Rauchabzug oder einem Rauchabzug, der nur eine
geringe seitliche Abweichung hat, kann das Abzugsrohr ein glattes Rohr sein.