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Dokumentenidentifikation DE60011552T2 25.08.2005
EP-Veröffentlichungsnummer 0001103763
Titel Schornstein
Anmelder Nordiska Skorstensprodukter AB, Vargön, SE
Erfinder Engdahl, Anders, 26935 Bästad, SE
Vertreter Grünecker, Kinkeldey, Stockmair & Schwanhäusser, 80538 München
DE-Aktenzeichen 60011552
Vertragsstaaten AT, BE, CH, CY, DE, DK, ES, FI, FR, GB, GR, IE, IT, LI, LU, MC, NL, PT, SE, TR
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 17.11.2000
EP-Aktenzeichen 008501967
EP-Offenlegungsdatum 30.05.2001
EP date of grant 16.06.2004
Veröffentlichungstag im Patentblatt 25.08.2005
IPC-Hauptklasse F23J 11/00
IPC-Nebenklasse F23J 13/02   

Beschreibung[de]

Die gegenwärtige Erfindung bezieht sich auf einen Rauchabzug, der mit einer oder mehreren Feuerstellen oder Herden sowohl bei neuen Installationen wie bei Umbauten verwendet werden kann.

Rauchabzüge für Feuerplätze oder Herde, die Wärme hauptsächlich für Erwärmen und Heißwasser-Erzeugung erzeugen sollen, sind traditionsgemäß aus Schamottestein gebaut worden. Der Rauchabzugsschacht hat dann hauptsächlich seine Ausdehnung innerhalb durch das Gebäude. Es sind auch Rauchabzüge mit Rauchabzugsrohren, hergestellt aus Stahl, entwickelt worden. Aufgrund der hohen Temperaturen der Abzugsgase regulierten diese Bauarten genau, und es wird bei bekannten Konstruktionen verlangt, daß die Rauchabzüge oder Abzugsrohre in spezielle Schächte in dem Bau gebaut sind. Dieses nimmt eine Menge Raum ein und bedeutet, daß das Bauen des Rauchabzugs am Platz sein muß. Weitere Anforderungen sind dann, daß der Schacht verschlossen sein muß, so daß das Eindringen von Sauerstoff, wodurch möglicherweise Abzugsgase herausfließen, verhindert wird, da die Gase explosiv sein können. Herkömmliche äußere Mäntel, hergestellt aus Metall oder Beton, Bims oder dergleichen, haben Spalte und sind nicht zufriedenstellend verschlossen.

US 3464174 oder GB 1032469 offenbart Rauchabzüge des Standes der Technik, umfassend ein Stahlrohrabzugsrohr, einen umgebenden Mantel und isolierendes Material zwischen dem Abzugsrohr und dem Mantel.

Der Gegenstand der gegenwärtigen Erfindung ist ein Rauchabzug, der Abzugsabzugsrohre, hergestellt aus Stahl, hat und so gemacht ist, daß er ohne einen Schacht installiert werden kann. Dieses bedeutet, daß ein Rauchabzug innerhalb oder benachbart allen Arten von Gebäudekonstruktionen und Baumaterialien installiert werden kann. Es ist auch eine Aufgabe, daß es möglich sein soll, den Rauchabzug insgesamt in einer Fabrik für direkte Installation an seinem Platz in dem Gebäude zusammenzubauen. Es ist eine weitere Aufgabe, einen Rauchabzug von geringem Gewicht zu erzielen, so daß er auf dem vorhandenen Stützwerk ohne irgendwelche Verstärkung davon angebracht werden kann. Der Rauchabzug gemäß der Erfindung hat die Merkmale nach Anspruch 1, und die Ausführungsformen der Erfindung sind in den abhängigen Ansprüchen definiert.

Damit der Rauchabzug ohne einen Schacht installiert werden kann, darf die Temperatur an seiner äußeren Oberfläche nicht irgendeinen Moment lang oder an irgendeiner Stelle über der höchsten erlaubten Temperatur sein. Der Rauchabzug gemäß der gegenwärtigen Erfindung hat somit ein Rauchabzugsrohr, das von einem inneren Mantel und einem äußeren Mantel, vorzugsweise aus Stahl hergestellt, umgeben ist. Der Raum zwischen dem äußeren Mantel und dem Rauchabzugsrohr ist mit isolierendem Material gefüllt, das von granulärer oder Pulverform oder anderer Form ist, welches Fließen des Materials ermöglicht. Der Rauchabzug ist so entworfen, daß keine leeren Hohlräume innerhalb des isolierenden Materials weder bei Herstellung noch bei Verwendung auftreten. Für diesen Zweck ist der innere Mantel so angepaßt, daß er regelmäßige Unstetigkeiten hat, durch die das isolierende Material zwischen den zwei Seiten des inneren Mantels gehen kann, wo die Bewegungen des isolierenden Materials hervorgerufen werden können durch Expansion und Retraktion des Rauchabzugsrohres aufgrund der immer auftretenden Temperaturänderungen. Vorzugsweise ist das Rauchabzugsrohr aus gewelltem Stahl hergestellt. Ein Reservoir oder Kompensationsmöglichkeit für isolierendes Material ist an dem oberen Abschnitt des Rauchabzugs angeordnet.

Die Erfindung wird im nachfolgenden detaillierter mit Bezugnahme auf die Ausführungsform beschrieben, die in den beigefügten Zeichungen gezeigt ist.

Darstellung 1 ist ein horizontaler Querschnitt durch einen vertikalen Abschnitt eines Rauchabzugs.

Darstellung 2 ist ein vertikaler Querschnitt durch den Abschnitt des Rauchabzugs.

Darstellung 3 ist ein vertikaler Querschnitt durch einen teilweise ablenkenden Rauchabzug.

Der Rauchabzug gemäß der Erfindung umfaßt ein Rauchabzugsrohr 1, das von einem inneren Mantel 2 und einem äußeren Mantel 3 umgeben ist. Das innere Mantelabzugsrohr 2 ist mit dem äußeren Mantel 3 durch Glieder 4 verbunden, wohingegen das Rauchabzugsrohr 1 frei innerhalb des inneren Mantels angeordnet ist. Die drei Rohre sind hauptsächlich konzentrisch, aber Abweichungen treten bei Rauchabzügen mit Ablenkungen auf. Der Raum zwischen dem äußeren Mantel 3 und dem Rauchabzugsrohr 1 ist vollständig mit isolierendem Material gefüllt.

Das Rauchabzugsrohr 1 ist vorzugsweise aus gewelltem, spiralförmig gewickeltem Stahl hergestellt, der ein flexibles Rohr bildet. Güter und Abmessungen sind unter Beachten der Anwendung ausgewählt, wo die Auswahl von Brennmaterial und die Anzahl von Herden wesentliche Parameter sind. Die Rauchabzugsrohrwicklung ist kontinuierlich ohne irgendwelche Unstetigkeiten oder Verbindungen, ausgenommen für mögliches Verzweigen, wo Rauchabzugsrohre von verschiedenen Herden verbunden sind. Der äußere Mantel 3 ist in Abschnitte geteilt, die durch Muffen zu einem kontinuierlichen äußeren Mantel verbunden sind. Auch der innere Mantel 2 ist in Abschnitte geteilt. Diese sind fixiert an dem äußeren Mantel mittels Gliedern 4 montiert, so daß es einen offenen Schlitz zwischen jedem der inneren Mantelabschnitte gibt.

Rauchabzüge gemäß der Erfindung können hergestellt werden, wobei einige Abschnitte von der vertikalen Linie abweichen, wie beispielsweise in Darstellung 3 gezeigt. Die Abschnitte des äußeren Mantels sind durch Muffen 7 verbunden und der Abschnitt des inneren Mantels in einer entsprechenden Weise durch Anschlußführungen 8. Es gibt Glieder 4, wenn benötigt, zwischen dem äußeren und inneren Mantel, und jener Abschnitt des inneren Mantels, der von der vertikalen Linie abweicht, ist vorzugsweise ohne Verbindungsschlitze.

Das isolierende Material 5 ist ausgewählt, so daß es den gesamten zugänglichen Raum zwischen dem Rauchabzugsrohr und äußeren Mantel auffüllt. Somit sollte das Material gepulvert oder granulär und fließend sein. Bei Herstellung und Installation eines Rauchabzugs gemäß der Erfindung werden die individuellen Abschnitte des äußeren und inneren Mantels zuerst zusammen verbunden, wonach Mantelabschnitte zu einem Rauchabzugsmantel zusammengebracht werden. Das flexible Abzugsrohr wird dann in den Mantel eingefügt und mit dem Herd in bekannter Weise verbunden. Danach wird das isolierende Material zwischen das Abzugsrohr und den äußeren Mantel eingefüllt, indem es in das Volumen 5 von dem oberen Teil des Rauchabzugs geschüttet wird. Die Schlitze zwischen den Abschnitten des inneren Mantels werden dann sichern, daß aller zugänglicher Raum mit isolierendem Material gefüllt wird, da dieses sowohl vertikal stromabwärts in zugängliche Volumen wie zwischen die Seiten des inneren Mantels fließen kann, indem es durch die Schlitze geht.

Bei Verwendung ist der Rauchabzug großen Variationen an Temperatur ausgesetzt, die Expansion und Kontraktion des Abzugsrohres und der Mäntel erzeugen, wodurch bewirkt wird, daß das isolierende Material deformiert wird und langsam in kleine Teile zerfällt. Das Zerfallen und die Bewegungen erzeugen ein allmähliches Verdichten des isolierenden Materials. Zusätzliches isolierendes Material kann kontinuierlich von dem Lagerbehälter hinzugefügt werden, und die Aufwärts- und Abwärtsbewegungen der gewellten Oberfläche, die durch die Temperaturänderungen erzeugt werden, liefern eine Beschickungsfunktion, die gewährleistet, daß frisches isolierendes Material kontinuierlich geliefert wird, so daß keine leeren Hohlräume in der Isolierung auftreten. Am oberen Teil des Rauchabzugs sind Mittel zur Kompensation des reduzierten Volumens von isolierendem Material. In erster Linie umfaßt dieses einen Ring von Gesteinswolle oder dergleichen flexibles oder elastisches isolierendes Material, das den gesamten Raum zwischen dem Abzugsrohr und dem äußeren Mantel ausfüllt. Bei Zusammenbau wird die Höhe des Ringes komprimiert, und er dehnt sich dann nach unten aus, wenn das Volumen des granulären isolierenden Materials reduziert wird. Eine andere Alternative ist es, an dem oberen Teil des Rauchabzugs einen Behälter anzuordnen, der in offener Verbindung mit dem Isolierungsvolumen 5 ist. Der Behälter, der beispielsweise als ein umgebender Trichter gemacht werden kann oder an einer Stelle des oberen Teils des Rauchabzugs angeordnet werden kann, wird mit einer Zufuhr von isolierendem Material aufgefüllt, das allmählich in den Isolierungsraum herunterfließt, wenn das vorhandene Material da an Volumen reduziert wird. Der Behälter wird mit isolierendem Material, wenn benötigt, aufgefüllt.

Da mit einem Rauchabzug gemäß der Erfindung gesichert ist, daß es immer ausreichende Menge von isolierendem Material zwischen dem äußeren Mantel und dem Abzugsrohr gibt, so daß die Außentemperatur des äußeren Mantels immer unterhalb der höchsten Temperatur ist, wird es ermöglicht, daß der Rauchabzug ohne einen umgebenden Schacht installiert werden kann. Er kann vollständig oder teilweise bei einer Fabrik vorgefertigt werden, welches im Fall neuer Gebäude bevorzugt ist, wohingegen es bei Umbauten und Ersatz von alten Rauchabzügen auch möglich ist, den Mantel als Abschnitte von gewünschter Länge herzustellen. Sie werden in Position gebracht, und das Abzugsrohr wird dann eingefügt, und isolierendes Material wird eingefüllt. Vorzugsweise wird der äußere Mantel als Abschnitte hergestellt, die so viel länger als die Abschnitte des inneren Mantels sind, wie es der Größe der gewünschten Schlitze zwischen den Abschnitten des inneren Mantels entspricht. Bei Zusammenbau ist es bevorzugt, Verwendung von Verbindungsmuffen mit isolierendem Material zu machen, so daß ein versiegelter äußerer Mantel erhalten wird.

Rauchabzug gemäß der Erfindung bringt auch weitere Vorteile mit sich. Das niedriggewichtige und stetige Design bedeutet, daß der Rauchabzug auf vorhandenem Stützwerk ohne Verstärkungen errichtet werden kann, und die Struktur ist selbsttragend auch bei seitlich abweichendem Design. Verglichen mit zuvor bekannten Designs wird auch das Lärmproblem, das bei Längenänderungen des Materials erzeugt wird, reduziert. Kontrolle und Überprüfung wird leichter gemacht, indem die Installation gut sichtbar ist, und alle Verbindungsstellen können so angeordnet werden, daß sie leicht für Überprüfung zugänglich sind. Der Rauchabzug kann verschiedenen Verwendungsbedingungen angepaßt werden, und mehr als ein Abzugsrohr kann in ein und demselben Mantel installiert werden. Bei Änderung von Herd oder Heizverfahren, beispielsweise Ändern von Öl zu Kloben, kann das Abzugsrohr ausgetauscht werden, so daß die besten Bedingungen auch erhalten werden.

Der Rauchabzug gemäß der Erfindung hat weiterhin den wichtigen Vorteil, daß es geringere Verringerung der Temperatur des Abzugsrohres gibt als es der Fall mit bis jetzt bekannten Rauchabzugsdesigns für entsprechende Anwendungen und Verwendungen ist. Die reduzierte Verminderung des Temperaturabfalls kann verwendet werden, entweder die Temperatur des Auslaßgases aus dem Herd zu vermindern und so eine höhere Wirksamkeit davon zu erzielen oder eine höhere Temperatur der Abzugsgase heraus aus dem Rauchabzug zu erzielen. Es ist ein weiterer Vorteil, daß bei Anlaufperiode der anfänglich kalte Rauchabzug schnell eine steady-state Temperatur sowohl des Abzugsrohres wie des äußeren Mantels erzielt.

Innerhalb des Umfangs der Erfindung gibt es auch andere mögliche Ausführungsformen neben dem, was aus den zuvor genannten Beispielen offenkundig ist. Sowohl das Abzugsrohr wie der umgebende Mantel können Querschnitte haben, die unterschiedlich von kreisförmig sind; in erster Linie elliptische oder rechtwinkelige Formen sind möglich. Bei bestimmten Ausführungsformen mit einem geraden Rauchabzug oder einem Rauchabzug, der nur eine geringe seitliche Abweichung hat, kann das Abzugsrohr ein glattes Rohr sein.


Anspruch[de]
  1. Schornstein mit einem flexiblen Stahlrohr-Rauchabzugskanal und einem diesen umgebenden Mantel sowie isolierendes Material zwischen dem Rauchabzugskanal und dem Mantel, dadurch gekennzeichnet, dass der Mantel einen äußeren Mantel (3) und einen inneren Mantel (2) umfasst, wobei der äußere Mantel die ganze Länge des Schornsteins entlang durchgehend verläuft, und der innere Mantel (2) in Sektionen aufgeteilt ist, zwischen welchen Schlitze vorhanden sind.
  2. Schornstein nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das isolierende Material (5) in pulverförmiger oder granulierter Form vorliegt und fließt.
  3. Schornstein nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Rauchabzugskanal aus einem flexiblen Rohr aus Wellblech hergestellt ist.
  4. Schornstein nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass Mittel zur Vergrößerung des Volumens des isolierendes Materials an der oberen Sektion des Schornsteins zur Kompensation einer Reduzierung des Volumens des pulverförmigen oder granulierten, isolierenden Materials angeordnet ist.
  5. Schornstein nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Mittel einen aus isolierendem flexiblem oder elastischem Material bestehenden Ring oder Ähnliches umfasst, wodurch der Zwischenraum zwischen dem Rauchabzugskanal und dem äußeren Mantel ausgefüllt ist.
Es folgen 2 Blatt Zeichnungen






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