Die vorliegende Erfindung betrifft im wesentlichen eine Vorrichtung
und ein Verfahren zur Generierung positiver und negativer Ladungen in einem Gas;
des weiteren betrifft sie ein Verfahren zur Neutralisierung eines elektrifizierten
Objekts und eine Struktur zur Neutralisierung von Elektrizität sowie unterschiedliche
Vorrichtungen und Strukturen, die diese benützen, wie beispielsweise eine Transfervorrichtung,
einen Nassarbeitsplatz einen Reinraum und Ähnliches.
STAND DER TECHNIK
In einem Verfahren zur Herstellung beispielsweise einer LSI und eines
Flüssigkristalls werden die Elektrifizierung eines Silicium-Wafers und eines Flüssigkristallsubstrats
zu einem großen Problem, und die Schaffung einer Elektrifizierungspräventionstechnologie
ist dringend geboten. Vor diesem Hintergrund wurde diese Vorrichtung zur Bildung
von Gasmolekül-Ionen oder Elektronen entwickelt, mit der die elektrische Ladung
eines elektrifizierten Objekts neutralisiert wird. Durch die Verwendung dieser Vorrichtung
ist es möglich, die Oberflächenladung nicht nur eines Silicium-Wafers und eines
Flüssigkristallsubstrats in kurzer Zeit zu neutralisieren, sondern darüber hinaus
aller Objekte, die in positiver oder negativer Polarität elektrifiziert sind, und
Schäden infolge statischer Elektrizität zu verhindern. Im folgenden wird als Beispiel
eine Erklärung einer aktuellen Situation einer Elektrifizierung eines Wafers und
dadurch bedingter Probleme gegeben. Zunächst werden die Probleme in der aktuellen
Elektrifizierungspräventionstechnologie erörtert, und die Umstände, die zur gegenwärtigen
Situation geführt haben, werden erklärt.
Elektrifizierung eines Wafers
Ein Wafer wird normalerweise mit Fluorethylenharz oder Quarz mit isolierender
Eigenschaft behandelt, was an der Notwendigkeit, eine Kontaminierung durch Verunreinigungen
zu verhindern und der Notwendigkeit einer chemischen Resistenz liegt. Deshalb ist
ein Wafer geeignet, auf sehr hohem Potenzial elektrifiziert zu werden. Als Beispiel
für eine tatsächliche Messung wird das Ergebnis einer Potenzialmessung eines elektrifizierten
Wafers im Photolithographieprozess in einer Tabelle der 16
dargestellt. Wie in den Ergebnissen zu sehen ist, stellt sich heraus, dass ein Wafer
im kV-Niveau elektrifiziert ist.
Probleme infolge der Elektrifizierung von Wafers
Die Wafer-Elektrifizierung führt zu schwerwiegenden Problemen im Herstellungsprozess.
Die größten davon sind die Adhäsion schwebender Partikel durch elektrostatische
Kräfte, die Zerstörung einer Vorrichtung durch die Entladung statischer Elektrizität
und eine Gefahr in der Elektronenspur, die problematisch in der Elektronenstrahlexposition
oder Ähnlichem ist. Im folgenden wird eine einfache Erklärung dieser Risiken gegeben.
Adhäsion von Partikeln durch elektrostatische Kräfte
Fünf Faktoren sind an der Adhäsion schwebender Partikel an einem Wafer
beteiligt: Schwerkraft, Trägheit, elektrostatische Kraft, Brown'sche Diffusion und
thermische Migrationskraft, und das Ausmaß der Beeinflussung ändert sich mit der
Partikelgröße. Die letzteren drei Faktoren dominieren bei Partikeln mit einer Größe
von 0,1 &mgr;m oder weniger, und hier ist wiederum der Einfluss elektrostatischer
Kraft extrem groß.
1 zeigt ein tatsächlich gemessenes Ergebnis
eines Verhältnisses zwischen einem Waferpotential und einer Adhäsionsrate schwebender
Partikel. Die Partikelgröße ist in diesem Fall 0,5 &mgr;m oder mehr. Es ist offensichtlich,
dass die Partikeladhäsionsrate unter dem Einfluss elektrostatischer Kraft zunimmt.
Als nächstes wird in 2 ein theoretisches
Berechnungsergebnis dargestellt, um den Einfluss der elektrostatischen Kraft in
einem Fall zu untersuchen, in dem die Partikelgrößen weiter reduziert werden. Die
Partikelgrößen betragen in der vergleichenden Berechnung 2 &mgr;m, 0,5 &mgr;m und
0,1 &mgr;m, und das Waferpotential ist 1.000 V. In dieser Berechnung werden nur
die Schwerkraft und die elektrostatische Kraft als Adhäsionskräfte betrachtet, und
ein schwebender Bereich von Adhäsionspartikeln wird berechnet. Der Adhäsionsbereich
von 2-&mgr;m-Partikeln ist sehr eng, und beinahe keine Partikel haften am Wafer.
Allerdings nimmt mit einer Verringerung in der Partikelgröße auf 0,5
&mgr;m oder 0,1 &mgr;m der Bereich der Adhäsion am Wafer rasch zu. Wenn die Partikelgröße
der geladenen Partikel abnimmt, ist der Einfluss elektrostatischer
Kraft in der Adhäsion stark erhöht. In einer Umgebung, wo die Partikelgröße –
wie oben festgestellt – für ein Kontrollobjekt in einem Reinraum immer kleiner
geworden ist, wird nicht nur die Prävention der Generierung von Partikeln, sondern
auch Gegenmaßnahmen zur Minimierung statischer Elektrizität sehr wichtig für die
Minimierung der Adhäsion.
Zerstörung von Geräten infolge Elektrifizierung
Mit der Verdünnung der Isolierschichten und der Miniaturisierung von
Schaltkreisen wird die Zerstörung eines Geräts infolge Elektrifizierung zu einem
zunehmend schwerwiegenden Problem. Die Zerstörung eines Geräts ist von einer Spannung
und einer Stromstärke abhängig, und bei der Prävention derselben muss nicht nur
die Reduzierung des Potentials geladener Elektrizität, sondern auch die Reduzierung
elektrostatischer Energie berücksichtigt werden.
Die Spannung verursacht bei der Zerstörung eines Geräts hauptsächlich
einen Isolierungsausfall von hauptsächlich Oxidisolierschichten oder Ähnlichen.
In diesem Fall gilt, je dünner eine Oxidschicht, desto niedriger naturgemäß die
Zerstörungsspannung. Im allgemeinen liegt der Widerstand gegen einen Isolierungsausfall
der Oxidschicht bei etwa 10 MV/cm.
Zum anderen verursacht der Strom hauptsächlich eine Zunahme von Trennungsproblemen.
Dies wird durch Schmelzen eines Stromkreises durch Joule-Wärme verursacht. Die Zerstörung
eines Geräts durch Wafer-Elektrifizierung wird signifikanter Weise bei einem tiefen
Elektrifizierungspotential verursacht, öfter als das Problem der Adhäsion schwebender
Partikel infolge elektrostatischer Kraft. Wie die Verhinderung einer Elektrifizierung
bei der Bearbeitung von Wafern in einem Gerät, wird die Verhinderung einer Elektrifizierung
beim Wafer-Transfer sehr wichtig.
Konventionelle Technologie zur Prävention der Wafer-Elektrifizierung
Als konventionelle Wafer-Elektrifizierungs-Präventionstechnologie
stehen folgende Methoden zur Verfügung.
i) Generierung von Ionen im Koronaentladungsverfahren, wobei die elektrische
Ladung eines elektrifizierten Wafers neutralisiert wird.
ii) Die Ladung eines Wafers wird neutralisiert durch die Bearbeitung des Wafers
mit einem geerdeten leitenden Material (Metall oder leitendes Harz).
Diese Neutralisierungsmethoden haben allerdings einige Nachteile,
und sofern die Nachteile nicht ausgebessert werden, können diese Methoden zukünftig
nicht als Maßnahmen zur Neutralisierung eines elektrifizierten Wafers verwendet
werden.
Zunächst sind hauptsächlich vier Nachteile des Koronaentladungsverfahrens
i) zu nennen.
1) Generierung kleiner Partikel von einer Entladungselektrode.
2) Generierung von Restpotential infolge einer Vorspannung der Ionenpolarität.
3) Generierung induktiver Spannung infolge einer Hochspannungs-Entladungselektrode.
4) Generierung von Ozon.
1) bringt die Stauberzeugung eines Elektrodenmaterials per se infolge
Verschleißes eines distalen Endes der Entladungselektrode mit sich, verursacht durch
eine Zerstäubungsoperation von Elektronen und Ionen im Entladungsvorgang und Ähnliches,
und Stauberzeugung einer Substanz, die durch die Verfestigung von Verunreinigungen
in der Luft im Zuge des Entladungsvorgangs mittels einer chemischen Reaktion oder
Ähnlichem gebildet wurde, welche an der Oberfläche der Elektrode hafteten und sich
dort anhäuften. Die erstere Stauberzeugung wurde gelöst durch Schutz der Entladungselektrode
mit einem Quarzglas, das in den letzten Jahren entwickelt wurde. Das letztere Problem
hat jedoch noch keine Lösung erfahren.
2) wird verursacht, wenn die Polarität der auf die Entladungselektrode
angelegten Spannung abwechselnd in positive und negative Richtung wechselt. Wenn
die Polarität der Entladungselektrode positiv ist, werden einem Objekt positive
Ionen zur Beseitigung der Elektrizität zugeführt, wohingegen bei negativer Entladungselektrode
negative Ionen oder Elektronen zugeführt werden. Auch nach Beseitigung der Elektrizität
entsteht Restpotential, da elektrische Ladungen mit einer derart vorgespannten Polarität
zugeführt werden. Je näher ein Ionengenerator sich am Objekt zur Entfernung von
Elektrizität befindet, desto höher die Restelektrizität. zur Milderung dieses Problems
sollten diese deshalb voneinander beabstandet sein, und die Ionen sollten mit einem
Gasstrom transferiert werden.
In jüngster Zeit wurde ein Verfahren entwickelt, welches das Restpotential
durch Anlegen eines Gleichstrompotentials in der Nähe einer Ionengenerierungseinheit
abschwächt. Allerdings kann diese Methode nicht angewendet werden, da in der Nähe
eines Objekts zur Beseitigung von Elektrizität eine induktive Spannung (vgl. unten)
zu einem Problem wird. Der Zwischenraum ist ein Hauptgrund für die Herabsetzung
der Neutralisierungsrate. Im Prinzip kann das Koronaentladungsverfahren das Problem
nicht vollständig lösen.
3) Die Generierung der Induktionsspannung wird ein Problem, wenn die
Entladungselektrode sich in der Nähe des Objekts zur Beseitigung der Elektrizität
befindet. Zur Vermeidung der Gefahr sollten die Entladungseinheit und das Objekt
zur Beseitigung der Elektrizität voneinander beabstandet sein. Wie beim Restpotential
von 2) ist die Neutralisierungsrate mit zunehmendem Zwischenraum verzögert.
4) Bei der Generierung von Ozon sind Sauerstoffatomradikale, die durch
zerfallende Sauerstoffmoleküle entstanden sind, die Hauptquelle für die Bildung
von Ozon. Ein solches Zerfallsphänomen wird durch den Impakt mit Niedrigenergie-Elektronen
von 10 eV oder weniger oder durch Lichtquantabsorption beschleunigt. Im Koronaentladungsverfahren
wird dieses Phänomen im Koronabereich beobachtet, und als Ergebnis wird Ozon erzeugt.
Obwohl die Ozonkonzentration von der Struktur der Entladungselektrode, der angelegten
Spannung und der Luftstrommenge abhängig ist, erreicht sie in einem beinahe stagnierenden
Raum maximal mehrere zig ppm. Da Ozon eine sehr hohe Oxidationsfähigkeit besitzt,
beschleunigt es nicht nur die Bildung einer natürlichen Oxidschicht auf der Oberfläche
eines Wafers, sondern beschleunigt zudem den Abbau des umgebenden makromolekularen
Materials.
Als nächstes ist es durch ii) möglich, die Elektrifizierung eines
Wafers vollständig zu verhindern. Es besteht allerdings eine große Gefahr eines
ernsthaften Problems der Kontaminierung durch entstehende Verunreinigungen. Verunreinigungen
nicht nur in Metallen, sondern auch in Fluorethylenharz und Ähnlichem zur Herstellung
von Konduktivität kontaminieren einen Wafer durch Berührungsabrasion mit dem Wafer,
die ein Hauptgrund für die Verschlechterung elektrischer Merkmale wird. Dieses Problem
ist schwerwiegender als die statische Elektrizität. Und der aktuelle Stand ist,
dass ein Wafer mit einem Harz mit isolierenden Eigenschaften behandelt wird, um
das Problem zu vermeiden.
In Dokument JP 03155623 (veröffentlicht
03/07/91) wird eine Struktur zur Neutralisierung der Elektrizität eines elektrifizierten
Objekts offenbart, in dem eine Xenonlampe oder Quecksilberlampe verwendet wird,
um die Erzeugung von Ozon zu unterdrücken.
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur gleichzeitigen
Generierung positiver und negativer Ladungen, die geeignet sind, die Ladung eines
elektrifizierten Objekts in jeder Atmosphäre in kurzer Zeit zu neutralisieren, und
betrifft zudem ein Verfahren und eine Struktur zur Neutralisierung der Elektrizität
des elektrifizierten Objekts, die geeignet sind, die Generierung statischer Elektrizität
vollständig zu vermeiden, ohne Begleitung durch alle erwähnten Nachteile, und unterschiedliche
Vorrichtungen, die sich derselben bedienen.
KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
1 ist eine grafische Darstellung eines
Verhältnisses zwischen Waferpotential und Partikel-Adhäsion;
2 ist eine grafische Darstellung der
Abhängigkeit der Adhäsion der Partikel durch elektrostatische Kraft von der Partikelgröße;
3 ist eine Seitenansicht eines Beispiels
eines Röntgenapparats, wie er in der vorliegenden Erfindung zur Anwendung kommt;
4 ist eine konzeptuelle Ansicht einer
Vorrichtung, wie sie für ein Neutralisierungsexperiment verwendet wird;
5 ist eine grafische Darstellung der
Abhängigkeit der Ladungsbeseitigungsfunktion von einer Targetspannung;
6 ist eine grafische Darstellung der
Abhängigkeit der Ladungsbeseitigungsfunktion von einer Targetstromstärke;
7 ist eine grafische Darstellung der
Abhängigkeit der Ladungsbeseitigungsfunktion von einem atmosphärischen Druck;
8 ist eine perspektivische Ansicht eines
Reinraums gemäß einem Ausführungsbeispiel der Erfindung;
9 ist eine perspektivische Ansicht eines
Nassarbeitsbereichs mit Bezug auf das Beispiel;
10 ist eine Konzeptansicht eines Transfersystems
von Wafers und Flüssigkristallsubstraten mit Bezug auf das Beispiel;
11 ist eine perspektivische Ansicht des
Nassarbeitsbereichs mit Bezug auf das Beispiel;
12 ist eine perspektivische Ansicht einer
Trockenschleuder mit Bezug auf das Beispiel;
13 ist eine perspektivische Ansicht eines
geschlossenen Transfersystems und der Innenseite eines Produktionsgeräts mit Bezug
auf das Beispiel;
14 ist eine Konzeptansicht eines Wohnraums,
ein Beispiel darstellend;
15 ist eine Konzeptansicht einer Pflanzenkultivierungskammer,
ein Beispiel darstellend.
16 zeigt eine Tabelle, in der die Ergebnisse
der Messung eines Wafer-Elektrifizierungspotentials im Photolithographieprozess
dargestellt sind;
17 ist eine Konzeptansicht, in der eine
Methode zur Beseitigung der Elektrizität beim Transfer von Glassubstraten dargestellt
ist;
18 ist eine grafische Darstellung, in
der eine Änderung eines Oberflächenpotentials eines Glassubstrats dargestellt ist;
19 ist ein Konzeptdiagramm, in dem eine
Methode zur Beseitigung der Elektrizität beim Aufziehen eines Glassubstrats dargestellt
ist; und
20 ist eine grafische Darstellung, in
der eine Änderung im Oberflächenpotential eines Glassubstrats dargestellt ist.
OFFENBARUNG DER ERFINDUNG
Die Erfindung ist in Anspruch 1 definiert, wobei die nachstehenden
Stickstoffbezugnahmen nicht Teil der Erfindung sind.
Es ist vorzuziehen, einen Röntgenapparat zu verwenden, wie er beispielsweise
in 3 als Röntgenapparat zur Generierung einer elektromagnetischen
Welle in einem Weichröntgenstrahlbereich dargestellt ist. Es ist demnach vorzuziehen,
einen Apparat zu verwenden (beispielsweise Ungeprüfte Japanische Patentveröffentlichung
Nr. 2297850/1990), der ein Target 35 verwendet, das mit einer dünnen Targetschicht
aus einem Material zur Abstrahlung eines Röntgenstrahls durch Aufnahme von Elektronen
auf einer Röntgenstrahlsendebasis 34 gebildet ist, und wobei Gitterelektroden
32 zwischen einer Elektronenquelle (Filament 31) und dem Target
35 vorgesehen sind. Dieser Röntgenapparat 30 ist ein sogenannter
Sendertyp, bei dem Röntgenstrahlen 37 von der Seite gegenüber der Elektronenquelle
abgestrahlt werden, weil die Targetschicht 33 dünn ist. Er hat deshalb
Vorteile, insofern als seine Verkleinerung möglich ist, und entsprechend kann er
an einer beliebigen Stelle angeordnet werden. Außerdem kann, da die Gitterelektroden
32 zwischen der Elektronenquelle und dem Target 35 vorgesehen
sind, die Steuerung der Targetstromstärke vorgenommen werden.
Die elektromagnetische Welle in einem Weichröntgenstrahlbereich kann
auf einfache Weise durch Abstrahlen eines Elektronenstrahls mit einer bestimmten
Energie auf eine spezifische Substanz gewonnen werden (z. B. W: Wolfram).
Bezüglich der Wellenlänge des generierten Röntgenstrahls – obwohl
von dem mit Elektronen bestrahlten Target abhängig – wird vorzugsweise ein
Weichröntgenstrahl in einem Wellenlängenbereich von 1 Å bis einige
Hundert Å verwendet. Insbesondere vorzuziehen ist ein Weichröntgenstrahl von 1 Å
bis mehrere zig Å.
Als elektromagnetische Welle in einem Weichröntgenstrahlbereich ist
es insbesondere vorteilhaft, eine elektromagnetische Welle zu verwenden, die durch
die Beschleunigung eines Elektronenstrahls auf 4 kV oder mehr durch Einstellung
der Targetspannung (Beschleunigungsspannung) auf 4 kV oder mehr und Aufprallen auf
ein Target generiert wird. Des weiteren wird vorzugsweise eine elektromagnetische
Welle verwendet, die durch Einstellung des Targetstroms auf 60 &mgr;A oder mehr
generiert wird.
Die Luft muss nicht strömen. Beispielsweise ist es im Fall der Neutralisierung
der Elektrizität eines elektrifizierten Objekts eines der charakteristischen Merkmale
der vorliegenden Erfindung, dass eine ausreichende Neutralisierungsoperation eines
elektrifizierten Objekts auch ohne strömende Luft erfolgen kann.
Naturgemäß ist es im Falle der Abstrahlung einer elektromagnetischen
Welle im Röntgenbereich von einem Röntgenapparat an einer vom elektrifizierten Objekt
entfernten Stelle vorzuziehen, dass die Luft gegen das elektrifizierte Objekt strömen
gelassen wird. Des weiteren kann im Falle einer reinen Stickstoffgasatmosphäre mit
einer Verunreinigungskonzentration von einigen ppb oder weniger ein besonders signifikanter
Effekt erzielt werden.
Der Druck der atmosphärischen Luft sollte des weiteren vorzugsweise
1.000 Torr bis 1 Torr sein, insbesondere 1.000 Torr bis 20 Torr.
Die Luftionengenerierungsvorrichtung gemäß der vorliegenden Erfindung
ist vorzugsweise anwendbar beispielsweise auf einen Fall, in dem die Neutralisierung
eines elektrifizierten Objekts beabsichtigt ist. Sie ist des weiteren anwendbar
auf einen Fall mit anderen Intentionen als die Neutralisierung. Wenn es um die Neutralisierung
geht, ist die Vorrichtung vorzugsweise anwendbar auf beispielsweise einen Reinraum,
Wafer, Flüssigkristallsubstrate und Ähnliches, eine Transfervorrichtung, eine Nassverarbeitungsvorrichtung,
ein Ionenimplantationsgerät, eine Plasmavorrichtung, ein Ionenätzgerät, ein Elektronenstrahlgerät,
eine Filmherstellungsvorrichtung und Geräte und Vorrichtungen zur Bearbeitung anderer
elektrifizierter Objekte und Ähnlichem. Anderseits ist diese Vorrichtung auf Lebens-
und Wohnräume anwendbar, wie Gebäude, Fahrzeuge (beispielsweise ein Automobil, ein
Flugzeug, eine Straßenbahn usw.) und ähnliche, oder auf eine Pflanzenkultivierungskammer
oder ähnliche mit unterschiedlichen Zwecken.
Überdies haben die Erfinder entdeckt, dass es zweckmäßig ist, die
Konzentrationen der entstandenen Ionenpaare auf 104 bis 108
Ionenpaare/cm3·Sek einzustellen, und insbesondere auf 105
bis 108 Ionenpaare/cm3·Sek. Sie haben zudem entdeckt,
dass die Lebensdauer von Ionen in einer solchen Konzentration 10 bis 1.000 Sekunden
beträgt. Wenn demnach Ionen mit einer Ionenkonzentration von 103 bis
104 Ionenpaare/cm3·Sek gebildet werden und die Distanz
L zwischen der Position eines strömenden Gases, das mit der elektromagnetischen
Welle in einem Weichröntgenstrahlbereich bestrahlt wird, und einem elektrifizierten
Objekt durch die folgende Gleichung bestimmt ist, kann die Neutralisierung der Elektrizität
eines elektrifizierten Objekts ausreichend durchgeführt werden.
L/v < 10 to 1.000
L: Distanz von einer Bestrahlungsposition und einem elektrifizierten Objekt (m);
v: Geschwindigkeit der strömenden Luft (m/Sek).
Des weiteren kann die vorliegende Erfindung naturgemäß und beispielsweise
angewendet werden auf eine Transfervorrichtung, ein Ionenimplantationsgerät, ein
Plasmareaktionsgerät, ein Ionenätzgerät, eine Elektronenstrahlvorrichtung, eine
Filmherstellungsvorrichtung und andere Vorrichtungen und Geräte, welche die Neutralisierung
eines elektrifizierten Objekts wie oben beschrieben verlangen.
FUNKTION
In der vorliegenden Erfindung werden positive Ionen und negative Ionen
oder Elektronen gebildet, indem die Ionisierung von Luftmolekülen und Atomen durch
Abstrahlung einer elektromagnetischen Welle in einem Weichröntgenbereich genützt
wird.
Mit Hilfe dieses Ionisierungsverfahrens können alle Probleme der oben
erwähnten Koronaentladungsionisierungsmethode oder einer Ultraviolettstrahlungs-Ionisierungsmethode
gelöst werden.
Im Koronaentladungsverfahren wird an einem Endabschnitt einer Entladungselektrode
durch den Zerstäubungsvorgang der Entladung Staub verursacht, während in der vorliegenden
Erfindung positive und negative Ladungen ohne Staubentstehung generiert
werden können.
Des weiteren werden im Koronaentladungsverfahren positive und negative
Raumpotentiale generiert, da positive und negative Ladungen in Übereinstimmung mit
an die Entladungselektrode angelegten Polaritäten an die Umgebung abgegeben werden.
Daraus folgt die Generierung eines Restpotentials in einem Objekt zur Beseitigung
der Elektrizität (elektrifiziertes Objekt). Zur Absenkung des Restpotentials musste
der Ionenerzeuger zur Beseitigung der Elektrizität vom Objekt beabstandet werden.
Im Unterschied dazu werden in der vorliegenden Erfindung rund um das Objekt zur
Beseitigung der Elektrizität immer positive und negative Ladungen mit der selben
Zahl gebildet, und deshalb ist nach Entfernung der Elektrizität das Raumpotential
nicht vorgespannt und es wird an einem Objekt zur Beseitigung der Elektrizität kein
Restpotential gebildet. Dementsprechend kann der Röntgenapparat nahe am Objekt zur
Beseitigung der Elektrizität bis zu jeder gewünschten Aufstellung angebracht sein,
wodurch eine hohe Elektrizitätsbeseitigungsleistung erzielbar ist.
Obwohl des weiteren an die Innenseite des Röntgenapparats eine Hochspannung
angelegt ist, dringt das elektrische Feld nicht an die Außenseite, da die Innenseite
durch einen Mantel elektrostatisch abgeschirmt ist Deshalb wird von der Entladungselektrode
keine Induktionsspannung ausgelöst, was sich im Koronaentladungsverfahren als Problem
erweist. Demnach besteht kein Problem, den Röntgenapparat nahe am Objekt zur Beseitigung
der Elektrizität bis hin zu einem gewünschten Aufstellungsort anzubringen.
Ein Merkmal der vorliegenden Erfindung ist die Ionisierung von Luft
ohne Begleitung durch Ozon. Es ist demnach möglich, die Probleme des herkömmlichen
Verfahrens, wie etwa die Oxidation eines Halbleiter-Wafers oder den Abbau von makromolekularem
Material, zu lösen.
In bezug auf die Generierung von Ozon ist die Energie eines Lichtquants
bis 4 KeV, was sehr hoch ist, und deshalb können Gasmoleküle und Atome wirksam ionisiert
werden. Daraus folgt, dass die Zahl neutraler Sauerstoffatomradikale, von denen
angenommen wird, dass sie am meisten zur Bildung von Ozon beitragen, reduziert,
und die Generierung von Ozon wird unterdrückt.
Luftmoleküle und Atome werden durch die Absorption der elektromagnetischen
Welle in einem Weichröntgenbereich direkt ionisiert. Die Ionisierungsenergie der
Luftmoleküle und Atome beträgt mindestens etwa 10 bis ungefähr 20 eV, das heißt
eines in mehreren zig bis mehreren Hundert Teilen einer Lichtquantenergie in einem
Weichröntgenbereich. Demnach kann die Ionisierung eines Moleküls mit einer Mehrzahl
von Atomen und die Ionisierung eines zwei- oder mehrwertigen Moleküls durch einen
Lichtquant ausgeführt werden.
Durch Abstrahlen einer Weichröntgenstrahlung in die Luftatmosphäre
rund um ein elektrifiziertes Objekt werden Ionen und Elektronen hoher Konzentrationen
gebildet, wodurch die Neutralisierung der Ladung des elektrifizierten Objekts durchgeführt
werden kann. Des weiteren kann die Ionisierung der Luft in der Nähe des elektrifizierten
Objekts durchgeführt werden, was sich von der Neutralisierung der Elektrizität im
Koronaentladungs-Ionisierungsverfahren unterscheidet, und deshalb können die gebildeten
Ionen und Elektronen wirksam zur Neutralisierung eingesetzt werden, woraus sich
eine erhebliche Verstärkung der Elektrizitätsbeseitigungsfunktion ergibt. Im Vergleich
mit einem Fall, in dem eine ionisierte Luft durch Röhren oder Ähnliches übertragen
wird, wird die Elektrizitätsbeseitigungsfunktion um den Faktor 100 bis 1.000 verstärkt.
BESTE AUSFÜHRUNGSART DER VORLIEGENDEN ERFINDUNG
Es folgt eine Erklärung von Ausführungsbeispielen der vorliegenden
Erfindung. Die Erfindung ist aber nicht auf die folgenden Ausführungsbeispiele beschränkt,
und alle Änderungen an der Konzeption, den numerischen Werten usw., die von einschlägigen
Fachpersonen leicht vorgenommen werden können, sind naturgemäß in den Geltungsbereich
der vorliegenden Erfindung einbezogen.
Ausführungsbeispiel 1
Es folgt eine Erklärung eines Experiments zur Neutralisierung der
Elektrizität eines elektrifizierten Wafers gemäß der vorliegenden Erfindung mit
Darstellung der ermittelten Daten.
Die für das Experiment verwendete Vorrichtung ist in 4
dargestellt. Eine Einfallöffnung 42 ist an einer Seitenwand einer SUS-Kammer
41 (Rostfreistahl) vorgesehen, so dass ein Weichröntgenstrahl von außen
in die Kammer gestrahlt werden kann. Die Einfallöffnung 42 ist zudem mit
einem Einlass 43 mit einem Durchmesser 50 mm und einer Länge I2
versehen. Die Länge I2 des Einlasses 43 ist so dimensioniert,
dass ein elektrifiziertes Objekt (Wafer) 44 von einer Endöffnung des Einlasses
43 nicht gesehen werden kann (das heißt, der Wafer kann
von der Endöffnung aus nicht gesehen werden), wodurch der Direkteinfall des Röntgenstrahls
auf den Wafer 44 verhindert werden kann. Des weiteren ist der Einlass
43 in diesem Beispiel mit einer Doppelzylinderstruktur ausgestattet, und
ein Außenzylinder 45 ist verschiebbar. Wenn sich demnach ein Abstand von
I1 zwischen dem Wafer 44 und der Einfallöffnung 42
durch eine Änderung der Größe des Wafers 44 und Ähnliches ändert, kann
der Wafer 44 nach wie vor von der Endöffnung des Einlasses nicht gesehen
werden, indem die Länge I2 des Einlasses 43 durch Verschieben
des Außenzylinders 45 frei geändert wird.
Zudem ist an der Endöffnung des Einlasses 43 ein Filter
46 angebracht, um das Innere der Kammer 41 von der Außenseite
zu trennen. Von einem Gaseinlass 47 an einem Ende (in der Zeichnung rechts)
der Kammer 41 wird Luft eingeführt. Des weiteren ist in diesem Beispiel
ein Dreiwegventil 48a an einem Gaseinlass 47 vorgesehen, womit
eine Regelung des eingeführten Gases erreicht werden kann. Das andere Ende (links
in der Zeichnung) der Kammer 41 ist mit einem Gasauslass 49 versehen.
Auch der Gasauslass 49 ist mit einem Dreiwegventil 48b ausgestattet,
von dem ein Zweig mit einem Ozonmesser 50 verbunden ist. Die Ozon-Konzentration
wird vom Ozonmesser 50 an der Auslassseite überwacht.
Zur Durchführung eines Evaluierungsexperiments ist in der Nähe des
Wafers 44 eine Elektrode 51 vorgesehen, über die durch eine Gleichstromquelle
ein bestimmtes Anfangspotential an den Wafer 44 angelegt werden kann. Des
weiteren ist an den Wafer 44 ein Oberflächenpotentiometer angeschlossen.
Die Elektrizitätsbeseitigungsfunktion wurde durch Überwachung einer Dämpfungsdauer
des Oberflächenpotentials des Wafers 44 durch das Oberflächenpotentiometer
evaluiert.
Die Spezifikation eines in diesem Experiment verwendeten Röntgenapparats
52 war wie folgt:
Targetmaterial: W
Targetspannung: 2–9,7 kV
Targetstrom: 0–180 &mgr;A
Das Experiment wurde mit Hilfe der in 4
dargestellten Vorrichtung im Hinblick auf folgende Aspekte durchgeführt.
1) Abhängigkeit der Elektrizitätsbeseitigungsleistung von
Targetspannung und Targetstrom
Zuerst wurde die Targetspannungsabhängigkeit unter folgenden experimentellen
Bedingungen geprüft:
Elektrostatische Kapazität des Wafers: 10 pF
Atmosphärisches Gas: Luft, reiner Stickstoff (Stickstoff mit einer Verunreinigungskonzentration
von einigen ppb oder weniger).
Targetspannung: 4–9,7 kV
Targetstrom: 120 &mgr;A konstant
I1: 11 cm
I2: 9 cm
Das Wafer-Anfangspotential wurde auf ±3 kV festgelegt, ein
unter den oben genannten Bedingungen generierter Weichröntgenstrahl wurde auf das
atmosphärische Gas gestrahlt, und die Dauer, bis das Waferpotential ±0,3
kV erreichte, wurde gemessen.
Die Ergebnisse sind in 5 dargestellt.
Als nächstes wurde unter folgenden experimentellen Bedingungen die
Abhängigkeit vom Targetstrom untersucht:
Elektrostatische Kapazität des Wafers: 10 pF
Atmosphärisches Gas: Luft, reiner Stickstoff (Stickstoff mit einer Verunreinigungskonzentration
von einigen ppb oder weniger).
Targetspannung: 8 kV
Targetstrom: Variierend in einem Bereich von 30 bis 180 &mgr;A.
I1: 11 cm
l2: 9 cm
Die Elektrizitätsbeseitigungsfunktion wurde des weiteren evaluiert,
indem das Wafer-Anfangspotential auf ±3 kV gesetzt wurde, indem der unter
den genannten Bedingungen generierte Weichröntgenstrahl auf das atmosphärische Gas
gestrahlt und die Dauer gemessen wurde, bis das Waferpotential ±0,3 kV erreichte.
Die Ergebnisse sind in 6 dargestellt.
Wie in 5 und 6
dargestellt, stellt sich heraus, dass die Dauer für die Elektrizitätsbeseitigung
am elektrifizierten Objekt erheblich von der Targetspannung und dem Targetstrom
abhängig ist. Insbesondere erstere Abhängigkeit ist extrem hoch. Wenn die Targetspannung
nicht größer als 4 kV ist, liegt beinahe keine Elektrizitätsbeseitigungsfunktion
vor, und die Ionisierungsrate des Gases ist sehr niedrig. In diesem Fall, wenn die
Targetspannung nicht geringer als 6 bis 7 kV ist, kann die Elektrizitätsbeseitigung
am elektrifizierten Objekt in einem extrem kurzen Zeitraum durchgeführt werden.
Obwohl die Stromabhängigkeit im Vergleich zur Spannungsabhängigkeit
gering ist, ist es empfehlenswert, den Targetstrom auf 60 &mgr;A oder mehr festzulegen,
um die Neutralisierung in kurzer Zeit durchführen zu können.
Übrigens ist sowohl in 5 wie in
6 die Elektrizitätsbeseitigungstendenz unterschiedlich
zwischen Luft und reinem Stickstoff (Stickstoff hat eine Verunreinigungskonzentration
von mehreren ppb oder weniger). In der Luft bleibt die Elektrizitätsbeseitigungsfunktion
bezüglich positiver und negativer Ladungen die selbe; in reinem Stickstoff ist die
Elektrizitätsbeseitigungsfunktion der positiven Ladung jedoch höher. Der Unterschied
beruht auf einem Unterschied einer Existenzrate einer negativen Ionenquelle. Das
heißt, in der Luft werden vergleichsweise stabile negative Ionen gebildet, indem
Sauerstoff, CO2, NOX, SOX und Ähnliche mit Elektronen
kombiniert werden, die von Gasmolekülen ionisiert wurden. Was demnach die elektrifizierte
Ladung neutralisiert, sind positive und negative Ionen mit annähernd äquivalenter
Mobilität.
Anderseits gibt es in reinem Stickstoff beinahe keine derartige negative
Ionenquelle (ppb gleich oder weniger), und deshalb tragen viele der von Gasmolekülen
ionisierten Elektronen direkt zur Neutralisierung einer positiven Ladung ohne Bildung
negativer Ionen bei. Die Mobilität der Elektronen in einem elektrischen Feld ist
um einige Größenordnungen größer als diejenige der Ionen. Dementsprechend können
die gebildeten Elektronen das elektrifizierte Objekt in sehr kurzer Zeit erreichen,
und deren Verschwinden mittels Neutralisierung durch Wiederverbindung mit positiven
Ionen und Diffusion wird beschränkt, was zur Neutralisierung des elektrifizierten
Objekts beiträgt. Daraus folgt eine Steigerung der Elektrizitätsbeseitigungsrate
der positiven Ladung.
2) Abhängigkeit der Elektrizitätsbeseitigungsleistung vom
Material eines Bestrahlungsfensters
Der Weichröntgenstrahl wird leicht von Substanzen absorbiert, was
ihn vom Hartröntgenstrahl unterscheidet. Beim Entfernen von Elektrizität in einer
bestimmten Atmosphäre ist es deshalb möglich, dass die Elektrizitätsbeseitigungsfunktion
abgeschwächt wird, wenn der Weichröntgenstrahl durch ein Filterfenster abgestrahlt
wird.
Dies wurde bestätigt mit der Durchführung eines Experiments unter
folgenden Bedingungen. Die Elektrizitätsbeseitigungsfunktion wurde verglichen zwischen
einem Fall mit keinem Filter, einem Fall mit einer Polyimidschicht mit hoher Durchlässigkeit,
der relativ stabil in bezug auf Strahlung ist, und einem Fall eines synthetisierten
Quarzes mit einer Dicke von 2 mm.
Elektrostatische Kapazität des Wafers: 10 pF.
Atmosphärisches Gas: Luft
Waferpotential: ±300 V → ±30 V
Targetspannung: 8 kV
Targetstrom: 120 &mgr;A
I1: 11 cm
I2: 9 cm
Endöffnung des Einlasses
i) kein Filter
ii) Polyimidschicht mit 0,12 mm installiert.
iii) Synthetischer Quarz mit 2 mm installiert.
Die Messergebnisse sind wie folgt.
(Die Einheit ist Sek/10 pF, die Zahl in Klammern ist die Quote der
Elektrizitätsbeseitigungszeit, die bei keinem Filter 1 ist).
Die Elektrizitätsbeseitigungsfunktion ist im Falle des Filters aus
einer Polyimidschicht mit 82% derjenigen ohne Filter vergleichsweise gut. Im Vergleich
dazu ist im Fall des Fensters aus synthetischem Quarz der Elektrizitätsbeseitigungseffekt
völlig verloren, und es stellte sich heraus, dass der Weichröntgenstrahl zu beinahe
100% absorbiert war.
Dieses Ergebnis legt die Verwendung eines Filters aus Material wie
Polyimid nahe, das vergleichsweise transparent in bezug auf Strahlung ist, wenn
der Weichröntgenstrahl durch den Filter in einer solchen spezifischen Atmosphäre
abgestrahlt wird, beispielsweise in einem geschlossenen System, in dem das atmosphärische
Gas sich in einem luftdichten Zustand befindet.
3) Abhängigkeit der Elektrizitätsbeseitigungsfunktion vom
Druck eines atmosphärischen Gases
Als nächstes wurde die Abhängigkeit der Elektrizitätsbeseitigungsfunktion
vom atmosphärischen Druck untersucht. Die experimentellen Bedingungen waren wie
folgt:
Elektrostatische Kapazität des Wafers: 10 pF.
Atmosphärisches Gas: Luft
Targetspannung: 8 kV
Targetstrom: 120 &mgr;A
I1: 11 cm
I2: 9 cm
Des weiteren wurde die Elektrizitätsbeseitigungsfunktion durch Abstrahlen
des unter den genannten Bedingungen generierten Weichröntgenstrahls auf das atmosphärische
Gas evaluiert, wobei das Ausgangs-Wafer-Potential ±300 V war, und durch Messen
der Zeit, bis das Waferpotential ±30 V erreichte.
Die Ergebnisse sind in 7 dargestellt.
Die Elektrizitätsbeseitigungsfunktion ändert sich eindeutig in Abhängigkeit
vom atmosphärischen Druck. Die Funktion verbessert sich schrittweise bis zu 100
Torr, wobei die Elektrizitätsbeseitigung maximal annähernd zweimal so schnell durchgeführt
werden kann. Danach ist sie aber immer mehr verzögert, bei annähernd 20 Torr ist
sie etwa gleich wie unter atmosphärischem Druck, und bei 1 Torr ist sie um das 10-fache
verzögert. Aus diesem Ergebnis lässt sich feststellen, dass die Elektrizitätsbeseitigung
unter reduziertem Druck bis zu etwa 1 Torr möglich ist, danach ist aber die Elektrizitätsbeseitigungszeit
stark verlängert, was nicht so wirksam ist.
4) Ozonkonzentration der Elektrizitätsbeseitigungsatmosphäre
Ein Experiment wurde betreffend Ozongenerierung durchgeführt, die
bei der Elektrizitätsbeseitigung in der Luft oftmals problematisch ist.
Die experimentellen Bedingungen sind wie folgt:
Atmosphärisches Gas: Luft
Targetspannung: 9,7 kV
Targetstrom: 120 &mgr;A
I2: 9 cm
Das Ausmaß der Ozongenerierung wurde mit dem Ozonmesser
50 in 4 gemessen. Wie in 4
dargestellt, wurde die Ozonkonzentration mit dem Ozonmesser 50 durch Einsaugen
des Gases in die Kammer 41 im Ausmaß von 2 l/Min gemessen. Die Messung
wurde 30 Minuten nach dem Abstrahlen einer elektromagnetischen Welle im Röntgenbereich
durchgeführt.
Das Ergebnis ist unten dargestellt. Die Konzentration des Hintergrunds
(BG) und die Ozonmenge im Fall von Ultraviolettstrahlung (UV-Strahlung) werden zu
Vergleichszwecken ebenfalls angezeigt.
AUSFÜHRUNGSBEISPIEL: 8–10 ppb
B. G.: 8–10 ppb
UV-Strahlung: 20 ppm (nach 30 Minuten)
Als Ergebnis der Messung war keine Zunahme der Ozonkonzentration zu
verzeichnen, auch beim Abstrahlen des Weichröntgenstrahls, wodurch die generierte
Konzentration auf ppb-Niveau oder weniger bestätigt wurde.
Im Unterschied dazu wurde bei einer zu Vergleichszwecken durchgeführten
Ultraviolettstrahlung die Ozonkonzentration auf bis zu 20 ppm (etwa 2.000 Mal der
B. G.-Wert) angehoben.
Wie oben festgestellt, ist die Neutralisierungsfunktion der statischen
Elektrizität mittels Weichröntgenstrahls ausgezeichnet. Es ist möglich, Ionenpaare
mit hoher Konzentration zu bilden, ohne dass damit eine Generierung von Ozon einhergeht,
und als Ergebnis kann die Ladung eines elektrifizierten Objekts in kurzer Zeit neutralisiert
werden. Außerdem sind Abschirmungsmaßnahmen, bei denen die Strahlen nicht auf einen
menschlichen Körper abgegeben werden, sehr einfach, zumal die Dämpfung derselben
sehr schnell erfolgt.
Es ist im Sinne einer höheren Konzentration eines Strahlenbündels
aus einer Weichröntgenlampe und der Bildung eines annähernd parallelen Strahls wirksam,
auf der Strahlungsvorrichtung eine Abschirmplatte anzubringen (vorzugsweise eine
Abschirmplatte, die zu einer vollkommenen Reflexion eines Röntgenstrahls fähig ist).
Ausführungsbeispiel 2
In 8 ist ein Ausführungsbeispiel dargestellt,
in dem ein Röntgenapparat 81 in einem Reinraum 80 installiert
ist.
In diesem Ausführungsbeispiel ist der Röntgenapparat 81 an
einer Decke 82 befestigt, so dass ein Weichröntgentstrahl annähernd parallel
zur Deckenfläche des Reinraums 80 abgestrahlt wird. Der Weichröntgenstrahl
wird annähernd parallel zur Deckenfläche abgestrahlt, um zu verhindern, dass ein
menschlicher Körper oder Wafers (oder Flüssigkristallsubstrate) 85 mit
dem Röntgenstrahl bestrahlt werden.
Des weiteren ist ein Filter 83 an der Decke 82 zur
Staubentfernung installiert, und eine sogenannte Abwärtsströmungsluft A wird generiert,
die von der Decke 82 auf einen Boden 84 strömt. Des weiteren wird
der vom Röntgenapparat 81 abgegebene Röntgenstrahl auf den stromaufwärtigen
Abschnitt des Luftstroms abgegeben, und deshalb werden die von der Röntgenstrahlung
gebildeten Ionen und Elektronen vom Luftstrom zum Wafer 85 an der stromabwärtigen
Seite übertragen und neutralisieren die Elektrizität des Wafers 85.
In diesem Ausführungsbeispiel ist der Röntgenapparat 81 an
der Decke 82 befestigt. Allerdings ist die Befestigung nicht auf die Decke
82 beschränkt, soweit sich der befestigte Apparat an einer Stelle befindet,
an der die Strahlung auf einen menschlichen Körper oder den Wafer 85 im
Reinraum 80 vermieden wird.
Ausführungsbeispiel 3
In 9 ist ein Beispiel dargestellt, in
dem ein Röntgenapparat 91 an einem Nassarbeitsplatz 90 installiert
ist.
In 10 ist wiederum ein Beispiel dargestellt,
bei dem ein Röntgenapparat 102 an einer offenen Transfervorrichtung von
Wafers oder Flüssigkristallsubstraten 101 installiert ist. In einer Transfervorrichtung
103, wie in 10 dargestellt, befindet sich
der Röntgenapparat 102 so nahe wie möglich am Wafer 101, und eine
Abschirmplatte 104 ist installiert, um die Röntgenstrahlen abzuschirmen
und die Befeuerung eines menschlichen Körpers zu verhindern.
Ausführungsbeispiel 4
In 11 ist ein Beispiel einer Anwendung
zur Elektrizitätsentfernung in einem Nassarbeitsschritt dargestellt, und
12 zeigt ein Beispiel einer Anwendung auf die Elektrizitätsentfernung
beim Trocknen durch eine Trockenschleuder.
In 13 ist ein Beispiel dargestellt, in
dem die Erfindung in auf ein geschlossenes Transfersystem angewendet wird. In diesem
Beispiel werden Stickstoffgas (Stickstoffgas mit Verunreinigungskonzentrationen
von einigen ppb oder weniger für die Verhinderung der Oberflächenoxidation eines
Wafers) oder Luft mit der Feuchtigkeitskonzentration einiger ppb von der unteren
Seite der Transferkammer ausgespritzt, wodurch es zur Ausführung eines schwebenden
Wafer-Transfers kommt. Die Röntgenapparate sind, in Relation zur Transferrichtung,
an der Seitenfläche vorgesehen. Die Transferkammer kann des weiteren aus einem Material
gebildet sein, welches hinsichtlich des Weichröntgens transparent ist, beispielsweise
aus Polyimid, und der Weichröntgenstrahl kann durch Polyimid in die Luft in der
Transferkammer abgestrahlt werden.
Um die Oberflächenoxidation von Wafers zu verhindern, wurde des weiteren
ein Versuch durchgeführt, bei dem die Transferkammer aus Rostfreistahl konstruiert
ist, der eine durch Wärmeoxidation gebildete Passivschicht auf seiner Oberfläche
aufweist, und Stickstoffgas mit einer Verunreinigungskonzentration von einigen ppb
oder weniger wird als Transfergas benützt. Wenn ein Rostfreistahl verwendet wird,
der an seiner Oberfläche mit einer Passivschicht gebildet ist, dessen Cr/Fe (Atomverhältnis)
1 oder mehr ist, ist dies insofern zweckmäßiger, als die Abgabe von Feuchtigkeit,
von der Oberfläche verhindert werden kann.
Ausführungsbeispiel 5
In 14 ist ein Wohnraum in einem Gebäude
dargestellt.
In diesem Ausführungsbeispiel ist an der Decke des Wohnraums ein Luftzufuhrrohr
installiert, und Luft, die von außen durch dieses Luftzufuhrrohr gesendet wird,
wird durch einen Versorgungseinlass des Luftzufuhrrohrs in das Innere des Wohnraums
eingeführt.
Des weitern ist im Luftzufuhrrohr ein Röntgenapparat installiert,
und am Luftzufuhrrohr ist eine Öffnung vorgesehen, durch die der Weichröntgenstrahl
vom Röntgenapparat auf Luft abgestrahlt wird, welche im Luftzufuhrrohr strömt. Das
Luftzufuhrrohr kann auch aus einem Material konstruiert sein, welches transparent
in bezug auf den Weichröntgenstrahl ist, wie etwa aus Polyimid, ohne dass die Öffnung
vorgesehen ist.
Wenn der Weichröntgenstrahl abgestrahlt wird, werden positive Ionen
und negative Ionen und/oder Elektronen in der Luft gebildet, und die positiven Ionen
und negativen Ionen und/oder Elektronen werden auf dem Luftstrom ins Innere des
Wohnraums übertragen.
Ein Wohnraum von etwa 5 Tsubo (1 Tsubo ist etwa 3,3 m2)
wurde hergestellt, und der Röntgenapparat wurde in der in 14
dargestellten Konstruktion installiert. Es wurde ein Test bezüglich einem Fall (Ausführungsbeispiel)
durchgeführt, bei dem ein Weichröntgenstrahl abgestrahlt wurde, und einem Fall (Vergleichsbeispiel),
bei dem keine Strahlung stattfand.
Die Anzahl der Teilnehmer war 20, und die Evaluierung erfolgte nach
Gefühl.
Die Anzahl der Personen, die zu Protokoll gaben, das Innere des Raums
sei bei Bestrahlung mit dem Röntgenstrahl frischer als ohne Röntgen-Bestrahlung,
war 15. Die Anzahl der Personen, die zu Protokoll gaben, sie hätten keinen Unterschied
zwischen Bestrahlung und Nicht-Bestrahlung bemerkt, betrug 5.
Auf einem Tisch in 14 wurde ein Geigerzähler
aufgestellt und das Ausmaß der Befeuerung mit Röntgenstrahlen gemessen. Die Zählungen
für Röntgen-Bestrahlung und Nicht-Röntgenbestrahlung blieben auch in diesen Fällen
dieselben.
Ausführungsbeispiel 6
In 15 ist ein Pflanzenkultivierungsraum
(Blumen, Gemüse und Ähnliches) dargestellt.
Die Strahlung des Weichröntgenstrahls wurde in der Konstruktion der
15 eine Woche lang Tag und Nacht durchgeführt. Als
nach einer Woche die Farbe von Blumenblättern beobachtet wurde, zeigte sich eine
grüne Farbe, die frischer war als in den Fällen ohne Bestrahlung mit dem Weichröntgenstrahl.
Die Installation des Röntgenapparats kann naturgemäß auch so wie in
14 dargestellt ausgeführt werden.
Ausführungsbeispiel 7
In diesem Ausführungsbeispiel wurde die Elektrifizierung, welche beim
Transfer und der Reinigung von Glassubstraten in einer Flüssigkristallproduktionsvorrichtung
ausgelöst wurde, mit Hilfe der erfindungsgemäßen und einer konventionellen Elektrizitätsbeseitigungsvorrichtung
beseitigt, und die Ergebnisse wurden verglichen.
In 17 ist ein Verhalten der Elektrizitätsbeseitigung
dargestellt, die in einem Transfersystem von Glassubstraten durchgeführt wurde.
Das Glassubstrat wurde in einem Träger auf der rechten Seite untergebracht, und
nachdem er auf einer kreisförmigen Unterlage positioniert wurde, mittels eines Gummirings
von der linken Seite übertragen. In diesem Beispiel wurde die Elektrizitätsbeseitigung
an der Positioniereinheit durchgeführt, und die Elektrizitätsbeseitigungsmerkmale
wurden bei einem Bestrahlungswinkel gegen das Substrat wie in 17
dargestellt gemessen. Die Messung wurde unter denselben Bedingungen auch mit einem
Gebläse-Ionisierer unter Verwendung des Koronaladungsverfahrens als konventionelle
Elektrizitätsbeseitigungsvorrichtung durchgeführt. Die Ergebnisse sind in
18 dargestellt.
In 18 bezeichnet die x-Achse das Elektrifizierungspotential,
und die y-Achse die Dauer. Die gepunktete Linie beschreibt die Merkmale der Elektrzitätsbeseitigung
durch den Weichröntgenstrahl, und die fette Linie durch den Ionisierer. Das Elektrifizierungspotential
ohne Elektrizitätsbeseitigung zeigt einen Wert, der immer über –3,3 kV liegt,
dem Grenzwert des Oberflächenpotentiometers. Im Falle der Entfernung der Elektrizität
durch den Weichröntgenstrahl dieses Ausführungsbeispiels lag das Spitzenpotential
nach Beginn der Elektrizitätsbeseitigung bei maximal –0,4 kV, und die Elektrizitätsbeseitigungsdauer
bis 0 V betrug nur etwa 2 Sekunden. Es stellte sich des weiteren heraus, dass die
Änderung der Elektrizitätsbeseitigungsfunktion durch den Bestrahlungswinkel überhaupt
nicht erkannt wurde. Anderseits ist bei Verwendung des konventionellen Ionisierers
die Elektrizitätsbeseitigungsfunktion in hohem Maße vom Bestrahlungswinkel abhängig,
und die Elektrizitätsbeseitigungsfunktion war jener im Ausführungsbeispiel der Erfindung
deutlich unterlegen. Es gab beispielsweise einen Fall, bei dem das Spitzenpotential
–3 kV erreichte, und die Zeitdauer mindestens 5 Sekunden oder mehr.
Als nächstes ist in 19 das Verhalten
der Elektrizitätsbeseitigung beim Reinigen des Glassubstrats dargestellt. Wenn das
Substrat nach Überlaufreinigung durch ultrareines Wasser aus einem Tank hochgezogen
wurde, erreichte das Potential des Substrats –3,3 kV oder mehr.
20 zeigt ein Ergebnis der Messung der Elektrizitätsbeseitigungsmerkmale
in dem Fall, in dem die Elektrzitätsbeseitigung gleichzeitig mit dem Hochziehen
durchgeführt wurde. Es stellte sich heraus, dass durch die Abstrahlung des Weichröntgenstrahls
das maximale Elektrifizierungspotential auf 0,1 kV oder weniger beschränkt wurde;
die Dauer, bis 0 V erreicht waren, betrug etwa 1 Sekunde, und die Elektrifizierung
konnte wirksam verhindert werden.
Bei Verwendung des Ionisierers wurden demgegenüber maximal 1,7 kV
erreicht, und die Elektrizitätsbeseitigungsdauer betrug 4 bis 5 Sekunden.
Wie oben festgestellt, kann die elektrifizierte Ladung auch beim Glassubstrat
in kurzer Zeit vollständig beseitigt werden, und auch die Elektrifizierung lässt
sich von der vorliegenden Erfindung verhindern.
INDUSTRIELLE ANWENDBARKEIT
Es ist durch Verwendung der erfindungsgemäßen Ionengenerierungsvorrichtung
und der Weichröntgenbestrahlung möglich, positive und negative Ionen zu schaffen,
ohne dass dies von Staubbildung begleitet wird.
Bei der Neutralisierung der Elektrizität eines elektrifizierten Objekts
ist es des weiteren möglich, die Ladung des elektrifizierten Objekts in kurzer Zeit
unter jeder Atmosphäre zu neutralisieren, und die Generierung statischer Elektrizität
kann durch die Anwendung dieser Vorrichtung auf einen elektrifizierten Abschnitt
vollständig verhindert werden.
Dies läuft auf die Verhinderung der Entstehung von Defekten durch
statische Elektrizität und die Verhinderung von Zuverlässigkeitseinbußen
eines Produkts bei der Herstellung von Halbleitern oder Flüssigkristallen hinaus,
wodurch der Ertrag eines Produkts erhöht wird. Während bisher aufgrund dieses Problems
der statischen Elektrizität insbesondere Probleme bei der Anwendung eines Waferträgers
aus reinem Fluorethylenharz bestanden, wurden diese Bedenken durch die Anwendung
dieser Elektrizitätsbeseitigungsmethode vollständig eliminiert.
Anspruch[de]
Struktur zur Neutralisierung der Elektrizität eines elektrifizierten
Objekts, umfassend
1.1 eine Kammer mit atmosphärischer Luft darin;
1.2 eine Target-Röntgeneinheit mit einer Target-Spannung von mindestens 4 kV;
1.3 wobei die Röntgeneinheit in der Kammer untergebracht ist und eine elektromagnetische
Welle in einem Weichstrahl-Röntgenbereich in die atmosphärische Luft in der Kammer
abstrahlt;
1.4 wobei die Wellenlänge des Weichstrahl-Röntgenbereichs mindestens 0,1 nm beträgt.
Struktur gemäß Anspruch 1, wobei die Kammer eine Transferkammer ist,
die eine Transfervorrichtung für den Transfer des Objekts von einer Position zu
einer anderen besitzt, insbesondere von der Transferkammer in eine Verarbeitungsvorrichtung.
Struktur gemäß Anspruch 1 oder 2, wobei die Kammer eine Transferkammer
und eine Lastsperrkammer umfasst und die Röntgeneinheit so angeordnet ist, dass
die elektromagnetische Welle in das atmosphärische Gas in der Lastsperrkammer abgestrahlt
wird.
Struktur nach einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei die Kammer aus einem
Material gebildet ist, das bezüglich der elektromagnetischen Welle transparent ist.
Struktur gemäß Anspruch 4, wobei das Material, welches gegenüber der
elektromagnetischen Welle transparent ist, Polyimid ist.
Struktur nach einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei die Kammer aus rostfreiem
Stahl gebildet ist, der auf einer seiner Oberflächen mit einer Thermooxidations-Passivschicht
versehen ist, wobei das Atomverhältnis von Cr im Vergleich mit Fe nicht weniger
als 1 ist, und wobei an einer passenden Stelle der Kammer eine Einfallöffnung zum
Abstrahlen der elektromagnetischen Welle in einem Weichstrahlbereich vorgesehen
ist und die elektromagnetische Welle in einem Weichwellenbereich durch die Einfallöffnung
auf das atmosphärische Gas in der Kammer abgestrahlt wird.
Struktur nach Anspruch 6, wobei an der Einfallöffnung ein auswärts
extrudierender Kanal vorgesehen ist und ein Abschnitt des Kanals auf eine Länge
festgelegt ist, die nicht geeignet ist, von einer Endöffnung des Kanals einen Blick
auf ein zu verarbeitendes Objekt in der Kammer zu gewähren, und des weiteren am
Endöffnungsabschnitt des Kanals ein Filter vorgesehen ist, der aus einem Material
gefertigt ist, das bezüglich der elektromagnetischen Welle in einem Weichwellenbereich
transparent ist.
Struktur nach einem der Ansprüche 2 bis 7, wobei die Transfervorrichtung
schwebt und ein zu transferierendes Objekt durch Ausstoßen eines Gases von einem
unteren Abschnitt der Transferkammer transferiert.
Struktur nach Anspruch 8, wobei das aus dem unteren Abschnitt der Transferkammer
ausströmende Gas Stickstoff mit einer Verunreinigungskonzentration von einigen ppb
oder weniger ist, oder Luft mit einer Feuchtigkeitskonzentration von einigen ppb
oder weniger.