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Dokumentenidentifikation DE69918560T2 25.08.2005
EP-Veröffentlichungsnummer 0001112165
Titel VERFAHREN ZUM SPRITZBLASFORMEN VON AUTOMOBILTEILEN
Anmelder Conix Corp., Dearborn, Mich., US
Erfinder PORTER, Ray, Marshall, Nashville, US
Vertreter Hössle Kudlek & Partner, Patentanwälte, 70184 Stuttgart
DE-Aktenzeichen 69918560
Vertragsstaaten AT, BE, DE, ES, FR, GB, IT, SE
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 21.04.1999
EP-Aktenzeichen 999187271
WO-Anmeldetag 21.04.1999
PCT-Aktenzeichen PCT/US99/08688
WO-Veröffentlichungsnummer 0099054113
WO-Veröffentlichungsdatum 28.10.1999
EP-Offenlegungsdatum 04.07.2001
EP date of grant 07.07.2004
Veröffentlichungstag im Patentblatt 25.08.2005
IPC-Hauptklasse B29C 49/06
IPC-Nebenklasse B29C 49/48   

Beschreibung[de]
GEBIET DER ERFINDUNG

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Herstellen einer Automobilkomponente wie z.B. ein Stoßfänger und ein Karosserieteil. Die Erfindung betrifft insbesondere ein Verfahren zum Herstellen einer relativ großen Automobilkomponente aus einem Stück in einer einzigen Verarbeitungsstation.

STAND DER TECHNIK

Viele Automobilkomponenten können unter Verwendung herkömmlicher Anlagen zum Spritzblasformen oder Extrusionsblasformen hergestellt werden. Jedoch sind bestimmte Karosserieteile und Stoßfänger im allgemeinen zu groß für ein einziges Spritzgießwerkzeug oder ein Spritzblaswerkzeug, um darin aufgenommen zu werden. Somit ist es notwendig, dass größere Teile von der Spritzgießstation zu der Spritzblasstation gebracht werden. Dieser Transport erhöht die zum Herstellen eines Teiles erforderliche Zeit, erhöht das Risiko einer Schädigung und verringert die Produktionseffizienz. Das deutsche Patent 973 078 offenbart ein Verfahren zum Spritzblasformen von Hohlkörpern, wobei ein erhitztes bzw. erwärmtes Material in eine Vorformling-Kavität eines Werkzeugs eingespritzt wird und, nachdem die Vorformling-Kavität gefüllt ist, die Vorformling-Kavität in eine Hauptkavität vergrößert wird und das eingespritzte Material mittels Druckluft, die in das Material geblasen wird, expandiert wird.

ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG

Die Nachteile des Standes der Technik können überwunden werden, indem ein Verfahren zum Herstellen einer Automobilkomponente, wie z.B. ein Stoßfänger und ein Karosserieteil in einer einzigen Station mit den Merkmalen von Anspruch 1 vorgesehen wird.

Es ist anzustreben, ein Verfahren zum Herstellen einer einstückigen Verkleidungskomponente vorzusehen, die in struktureller Hinsicht selbsttragend ist.

Es ist anzustreben, ein Verfahren zum Herstellen einer einstückigen Komponente vorzusehen.

Es ist anzustreben, ein Verfahren zum Herstellen einer einstückigen Komponente vorzusehen, die sichtbare glatte Oberflächen oder sogenannte "Class-A-Oberflächen" aufweist.

Es ist ein Werkzeug mit Bereichen vorgesehen, die zwischen einer Vorformling-Formposition und einer ausgestellten Position bewegbar sind. In dem ersten Schritt wirken die Bereiche so zusammen, dass sie eine Vorformling-Kavität zum Formen eines Vorformlings bilden. Schmelzematerial wird in die Vorformling-Kavität eingespritzt. Die Bereiche werden anschließend in eine ausgestellte Position zurückgezogen. Der Vorformling wird anschließend streckgeblasen, indem das Material zwangsweise aufgeweitet wird, um der Kavität in dem ausgestellten Zustand zu entsprechen. Wenn das Teil genügend abgekühlt ist, wird das Werkzeug geöffnet und anschließend das Teil ausgestoßen.

BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN

Die Zeichnungen veranschaulichen eine Ausführungsform der Erfindung.

1 ist eine Schnittansicht eines Werkzeugs in einem Zustand zum Formen eines Vorformlings.

2 ist eine Schnittansicht des Werkzeugs von 1, wobei sich das Werkzeug in einem ausgestellten Zustand befindet.

3 ist eine Schnittansicht des Werkzeugs von 1 während eines Spritzblasvorgangs.

4 ist eine Schnittansicht eines fertigen Teils, das erfindungsgemäß hergestellt ist.

5 ist eine Schnittansicht eines Stoßfängers, der erfindungsgemäß hergestellt ist.

6 ist eine Schnittansicht eines Stoßfängers, der erfindungsgemäß hergestellt ist.

BESCHREIBUNG DER ERFINDUNG

Die Werkzeugvorrichtung 10 ist schematisch in 1 dargestellt. Das Werkzeug 10 umfasst eine Basis 12, bewegbare Bereiche 14, 16 und 18 und Seitenwände 20 und 22. Die bewegbaren Bereiche sind üblicherweise Spritzgießwerkzeugbereiche, die so konstruiert sind, um auf ungefähr 85 EC erwärmt zu werden.

Die Basis 12 umfasst eine Anschlagplatte 24, die sich hinter Werkzeugflächen 26 und 28 erstreckt. Zwei Schlitze 30 und 32 erstrecken sich von der Anschlagplatte 24 in die Basis 12 hinein. Die Schlitze 30 und 32 laufen ungefähr am Endbereich der Anschlagplatte 24 zusammen, um sich um den Umfang der Basis der Anschlagplatte 24 herum zu erstrecken.

Bewegliche Bereiche 14 und 18 umfassen jeweilige Endflächen 36 und 38, die jeweils komplementär mit den Werkzeugflächen 26 und 28 ausgebildet sind. Die Bereiche 15 und 18 sind derart konstruiert und angeordnet, dass sie relativ zu der Basis 12 und entlang der Seitenwände 20 und 22 jeweils zwischen einem Zustand zum Formen eines Vorformlings (1) und einem ausgestellten Zustand (2) gleiten. Die Bereiche 14 und 18 sind an entgegengesetzten Seiten der Anschlagplatte 24 voneinander beabstandet.

Ein Bereich 16 umfasst eine Endfläche 34, die komplementär zu dem freien Ende der Anschlagplatte 24 ausgebildet ist. Der Bereich 16 ist von dem freien Ende der Anschlagplatte 24 beabstandet.

Wenn die Bereiche 14, 16 und 18 in den Zustand zum Formen eines Vorformlings relativ zu der Basis 12 geschlossen sind, definieren die Schlitze 30 und 32 und der Raum zwischen der Anschlagplatte 24 und den Bereichen 14, 16 und 18 eine Vorformling-Kavität. Wenn die Bereiche 14 und 18 derart zurückgezogen sind, dass die Endflächen 34, 36 und 38 eine durchgehende Fläche bilden, ist die Vorformling-Kavität derart erweitert, dass sie an entgegengesetzten Seiten der Anschlagplatte 24 Blaskavitäten 46 bildet. Die Blaskavitäten 46 sind durch Werkzeugflächen 26 und 28, Seitenwände 20 und 22 und Endflächen 34, 36 und 38 definiert.

Im ersten Herstellungsschritt wirken die Bereiche 14, 16 und 18 zusammen, um eine Vorformling-Kavität zum Formen eines Vorformlings 40 zu bilden. Schmelzematerial wird in herkömmlich bekannter Weise in die Vorformling-Kavität eingespritzt. Die Bereiche 14 und 18 werden anschließend in eine ausgestellte Position zurückgezogen, was die Blaskavitäten 46 bildet. Ein unter Druck gesetztes Gas, wie z.B. Luft oder Stickstoff wird anschließend durch einen Kanal 42 in der Anschlagplatte 24 eingespritzt. Der Vorformling 40 wird dann nach außen geblasen, was den Vorformling 40 zwangsweise aufweitet, um der Kavität in dem ausgestellten Zustand zu entsprechen. Wenn das geblasene Teil 44 genügend erkaltet bzw. verfestigt ist, wird das Werkzeug 10 geöffnet und dann das Teil 44 ausgestoßen.

5 und 6 veranschaulichen jeweils einen Stoßfänger bzw. ein Karosserieteil, welche Bauteile erfindungsgemäß hergestellt sind. Der Stoßfänger 52 ist spritzgegossen und umfasst einen vorbestimmten Abschnitt 54, der zusätzlich spritzblasgeformt worden ist, indem vorbestimmte Bereiche des Werkzeugs zurückgezogen werden, um vorbestimmte Blaskavitäten zu bilden, und ein Druckgas eingespritzt wurde, um den vorbestimmten Abschnitt 54 des Stoßfängers 52 die Form der vorbestimmten Blaskavitäten annehmen zu lassen. Das Karosserieteil 62 ist spritzgegossen und umfasst einen vorbestimmten Abschnitt 64, der zusätzlich spritzblasgeformt worden ist, indem vorbestimmte Bereiche des Werkzeugs zurückgezogen werden, um vorbestimmte Blaskavitäten zu bilden, und ein Druckgas eingespritzt wird, um den vorbestimmten Abschnitt 64 des Stoßfängers 62 zwangsweise die Form der vorbestimmten Blaskavitäten annehmen zu lassen.

Eine Ausführungsform der Schrittabfolge gemäß dem erfindungsgemäßen Verfahren ist: A) Einspritzen eines Schmelzematerials in eine Vorformling-Kavität eines Werkzeugs, um einen Vorformling zu bilden, wobei das Werkzeug zumindest zwei Bereiche aufweist, die zwischen einer ersten Position, die die Vorformling-Kavität definiert, und einer ausgestellten zweiten Position, die vorbestimmte Blaskavitäten definiert, beweglich sind; B) Zurückziehen der zumindest zwei Bereiche in die ausgestellte zweite Position; und C) Einspritzen eines Gases in den Vorformling, um den Vorformling aufzuweiten, um der ausgestellten zweiten Position zu entsprechen.

Die voranstehend beschriebene Ausführungsform der Erfindung ist beispielhaft zu verstehen, wobei der Fachmann diesbezüglich Abänderungen und Modifikationen durchführen kann, ohne von dem Schutzbereich der Ansprüche abzuweichen.


Anspruch[de]
  1. Verfahren zum Spritzblasformen eines Karosserieteils (64) oder eines Stoßfängers (54) eines Fahrzeugs, mit den Schritten:

    – Einspritzen eines Schmelzematerials in eine Vorformling-Kavität eines Werkzeugs, um einen Vorformling (40) auszubilden, wobei das Werkzeug zumindest zwei Bereiche (14, 16, 18) aufweist, die zwischen einer ersten Position, die die Vorformling-Kavität definiert, und einer ausgestellten zweiten Position, die vorbestimmte Blaskavitäten (46) definiert, beweglich sind,

    – Zurückziehen der zumindest zwei Bereiche (14, 16, 18) in die ausgestellte zweite Position, und

    – Einspritzen eines Gases in den Vorformling (40), um den Vorformling aufzuweiten, um der ausgestellten zweiten Position zu entsprechen.
  2. Verfahren nach Anspruch 1, bei dem das Gas ein Gas gewählt aus Luft und Stickstoff ist.
Es folgen 2 Blatt Zeichnungen






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