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Dokumentenidentifikation DE102004007308A1 01.09.2005
Titel Stabball als Brett- oder Tischspiel mit realen Fußballsituation
Anmelder Messinger, Siegfried, Ing.(grad.), 71726 Benningen, DE
Erfinder Messinger, Siegfried, Ing.(grad.), 71726 Benningen, DE
DE-Anmeldedatum 14.02.2004
DE-Aktenzeichen 102004007308
Offenlegungstag 01.09.2005
Veröffentlichungstag im Patentblatt 01.09.2005
IPC-Hauptklasse A63D 15/00
Zusammenfassung Ein Spielkörper (Ball) wird mit einer kugelförmigen Spielerfigur durch Massenkontakt bewegt. Die Spielerfigur ihrerseits wird mit dem Bewegungsstab von außen geradlinig oder seitlich durch die Spielerperson angestoßen
Die Intention der Spielerperson wird dabei über zwei verschiedene Systemteile erst nachfolgend umgesetzt. Hierbei ist die Stoßkraft, Ballmasse und dessen Beschleunigung als auch der Anspielwinkel entscheidend.
Über eine zurückfedernde Spielfeldkante sind "indirekte" Wege als taktische Variante einsetzbar und sorgen für den Überraschungseffekt.
Die Aufgabe besteht darin, in einem Fußballfeld durch taktisches Bewegen (dem "Laufen") Spielpositionen einzunehmen und mit einem gezielten Torschuss den Ball an einen immer frei agierenden Torwartspieler vorbei zum Torerfolg zu kommen.
Der Reiz und das Neuartige besteht darin, dass zwar die Mannschaften wechselseitig am Zuge sind, jedoch nur die Mannschaft, welche dem Ball tatsächlich am nahesten ist, zum Ballstoß antreten kann.
Alle anderen Einzel- und Mannschaftsspieler können infolge taktischer "Laufbereitschaft" immer neu positioniert werden und somit der ballführenden Mannschaft den Ball "ablaufen".

Beschreibung[de]
Billard-Vergleich

Hierbei ist die Technik für die Spielbewegung dem Billard-Stoßen gleichzusetzen.

Der Unterschied besteht jedoch in der federnden und überspringbar weichen Bande, wobei bei allzu heftigen Aktionen die Spielerkugel als auch der Ball aus dem Spielfeld springt und für Aus und Einwurf, Spielfeld verlassen u. a. sorgen soll.

Ein vergleichbar starker Stoß könnte beim Billard jedoch über mehrere Bandekontakte erst recht vorteilhaft sein.

Fußball-Vergleich

Es wird mit Außenbande vergleichbar dem Hallenfußball gespielt. Das Ziel ist der Torerfolg.

Die eigentliche Spielerbewegung und diese Entscheidungen werden jedoch taktisch aus einer Hand, vergleichbar dem Trainer durchgeführt.

Dieser bestimmt jedes Mal, welcher Spieler wohin läuft und welche Aktion tatsächlich ausgeführt wird und führt sie mittels Stabtechnik auch immer selbst aus.

Tischspiel

Für versierte Billardspieler und Spieltechniker ist es sicher interessant, die Spieldurchführung vergleichbar an einem Billardtisch (mit besonderen Vorkehrungen) vorzunehmen.

Mannschaftsspiel

Bei entsprechender Tischgröße und personeller Spielerqualität ist es zudem möglich auch als Personen-Mannschaft anzutreten. Dabei wird jedem Mitspieler nur eine persönliche Spielkugel zugewiesen, welche z. B. mit einer Nummer gekennzeichnet ist. Somit wird bei einer bestimmten Kugel auch nur einem bestimmten Mitspieler der Ball tatsächlich zugepasst.

Computerspiel

Auch mit dem PC ist durch entsprechende Software eine Anwendung dieses Spieles möglich.

Beschreibung/Aufbau 1

Das Spielfeld (infolge auch Fußballfeld benannt) kann in einer Taschenspielgröße von ca. DIN A 5 bis zur Tischgröße gefertigt werden.

Hier wird ein Spielfeld der Größe ca. DIN A 3 beschrieben.

Das Spielfeld besteht aus einer Holz- oder Kunststoffplatte mit oder ohne Filz- oder ähnlicher Oberfläche (Rasen-Vergleich). Das Feld mit den Originallinien eines Fußballfeldes ist aufgezeichnet.

Es gibt den Torraum, 16-Meterraum, 11-MeterPunkt., Mittellinie, Anspielkreis, Eckstoßrundung Das Spielfeld ist mit einer Bande umrahmt. Die Bande kann starr oder federnd (Gummiband) sein. Für das Tor ist diese Bande unterbrochen (Ausschnitt)

Die Torbreite kann der Spieltechnik (Qualität) angepasst werden. Eine gewählte günstige Größe ist hierbei ca. 4 × Spielerdurchmesser, ca. 60 mm. Eine Torhöhe als oberer Abschluss ist nicht erforderlich, wegen den rollenden Bällen. Die Pfostenhöhe, als auch Höhe der Seitenbande beträgt ca. 1-2 × Spielerdurchmesser, hierbei sind es ca. 18 mm.

2

Sie zeigt eine Mannschaft mit zugehörigem Spielstab.

Jede Mannschaft besteht aus mehreren Spielern. Je nach Spielfeldgröße/Anlage von 3 bis ca. 6 Spielern. Bei DIN A 3 ist es sinnvoll mit 4 Spielern zu agieren.

Die Spieler(Spielerfiguren) bestehen aus taktisch positionierbaren Rundkörpern, idealerweise aus Kugeln, welche aus Kunststoff, Glas oder Metall o. ä. bestehen. Der Durchmesser der Kugeln ist von ca. 6 mm bis 50 mm geeignet. Für DIN A 3 wird ca. 15 mm gewählt.

Zur taktischen Umsetzung einer anderen Spielerposition , nämlich das Bewegen/Laufen wird ein Spielstab von ca. 20 cm bis ca.50 cm oder größer als Bewegungsstab (Stoßstab) eingesetzt. Dies kann ein Holz- Kunststoff oder Metallstab sein. Idealerweise ist es Rundmaterial von 4-30 mm Durchmesser, bei dieser Spielgröße sind es 6mm.

3

Entspricht der 2, jedoch ist dies als Gegner-Mannschaft in einer anderen Farbe.

4

Der Spielkörper (Spielball oder nur Ball) besteht aus einem kugelförmigen Körper, welcher in Größe und Masse den Spielerkugeln entspricht, oder geringfügig kleiner ist, um eine höhere Ballbeschleunigung zu erreichen.

5

Zeigt die Anstoß-Grundstellung einer Mannschaft (schwarz). Der Pfeil zeigt den Stoß des Spielstabes und die mögliche Bewegungsrichtung des Balles. Die weitere Spielabfolge wird nach den Spielregeln vorgenommen.

Spielregeln Anstoß

Die Mannschaftsfarbe, als auch Anstoßvorteil wird ausgelost.

Spielzeit

Festlegung erfolgt nach Zeit, z. Bsp. 2 × 10 Minuten. Oder Spieldauer nach Torerfolgen, z. Bsp. bis eine Mannschaft eine entsprechende Anzahl von Toren geschossen hat, beispielsweise bis 6

Grundstellung

Jede Mannschaft stellt einen Spieler (Kugel) als Torwart in den Torraum, sinnvollerweise am Anfang in die Tormitte.

Während dem Spiel kann jeder Spieler diese Torwart-Position einnehmen, da es keine unterschiedlichen Spielfiguren gibt.

Das Setzen der weiteren 3„Feldspieler", (oder 2-5 Spieler, je nach Größe) wird zuerst von der beginnenden Mannschaft durchgeführt. Dabei müssen die eigenen Spieler in der eigenen Spielhälfte gesetzt werden, wobei der Anstoßkreis frei bleibt, und darin nur der Spielball auf den Anstoßpunkt kommt. (siehe 5: Anstoß-Grundstellung)

Die „abwartende" Mannschaft setzt erst danach! Folgende Positionen als „Abwehrmannschaft" sind vorgegeben:

  • – ein Torwart im Torraum
  • – 2 × Abwehrspieler auf den Eckpunkten des eigenen 16-Meter-Raumes
  • – und ein frei positionierbarer Spieler im eigenen Spielfeld, jedoch außerhalb des Anstoßkreises

Spielablauf

Der Anstoßspieler stößt per Billard- Technik mit dem Stab den Spieler und trifft den Ball (möglichst in gezielter und gewollter Richtung/Stärke). Idealerweise wird versucht den Ball einem eigenen Spieler zuzuspielen oder so nah am Ball zu bleiben, dass die gegnerische Mannschaft nicht den Ballspielen darf, da sie wie im echten Spiel "körperlich" zu weit weg ist und somit tatsächlich den Ball nicht erreichen könnte.

Nach diesem ersten Ballkontakt sind die Mannschaften immer wechselseitig am Zuge eine neue Spiel-Situation zu schaffen. Den Ball darf jedoch nur die Mannschaft mit einem Spieler treten (bewegen), welche einen Spieler in näherer Position hat- im folgenden als „ballführende„ Mannschaft bezeichnet.

Diese ballführende Mannschaft kann jedoch auf den Ball mit jedem eigenen, auch ganz weit entferntem Spieler (selbst dem Torwart) zum Torschuss oder Spielen ansetzen. Der Ball kann auch ganz eng am Spieler geführt werden (dribbeln).

Die gegnerische Mannschaft muss bei ihrem wechselseitigen Zug versuchen sich vorsichtig an den Ball heranzuspielen und näher zu sein, ohne den Gegenspieler zu berühren >> Sonst ist es Foulspiel.

Ist ihr Spieler fair gespielt dann näher am Ball, ist sie „ballführend und kann das Spiel taktisch bestimmen.

Freistoß-Entstehung

Die ballführende Mannschaft muss beim Schuss zuerst den Ball berühren, eine nachfolgende abgefälschte Berührung bleibt unberücksichtigt.

Wird eine Gegenspielerberührung ohne Ball getätigt, ist dies ein Foul und ergibt einen Freistoß.

Dies gilt auch für jeden Spielzug der Gegenmannschaft.

Freistoß-Setzen
  • 1. der Ball wird auf den Punkt gesetzt
  • 2. die Freistoß ausführende Mannschaft darf einen Spieler ca. 5 × Ballabstand neu positionieren
  • 3. danach platziert auch der Gegner einen Spieler neu (läuft in Position)

    > z.B. um den Ballkontakt direkt zu stören ca. 8 × Ballabstand

    > oder die Abwehr an einer wichtigen Position zu verstärken

    > oder Torwart wieder zurück zu setzen.
Freistoß-Ausführung

Die ausführende Mannschaft ist 2 × hintereinander am Spielzug Ihr Vorteil: Gezieltes Zuspielen und Torabschluss ist dadurch möglich, wie bei den originalen Standard-Spielsituationen.

Ein beliebiger eigener Spieler, auch von anderer Position des Spieles kann den Freistoßzug einleiten, es muss nicht mit dem „gesetzten" Spieler angestoßen werden Erst danach darf der Gegner seine Spieler wieder neu bewegen.

Seiten Aus und Tor Aus

Wie im Hallenfußball wird mit allen Seitenbanden weitergespielt. Sollte ein Ball wegen übermäßiger Stärke oder unglücklich über die Außenbande springen, gibt es Eckstoß oder Einwurf (an der Stelle). Dabei ist genauso zu verfahren wie beim Freistoß. Der doppelte Spielzug bedeutet wieder einen Standard-Vorteil.

Bande Spiel

Geeignet um Spieler und Ball an Gegner ohne „Körperkontakt" vorbeizuspielen Auch hierbei ist kein Foul-Spiel zugelassen.

Unterzahl

Verlässt ein Spieler (Kugel) infolge zu „heftigem Antritt" das Spielfeld und springt über die Bande, kann er erst wieder ins Spiel gelangen bei einer spielbedingten Unterbrechung wie: Freistoß, Ecke, Seiten Aus, Tor

In der Zwischenzeit besteht ein Spiel in Unterzahl.

Elfmeter

Sollte ein Foulspiel innerhalb des 16-Meter-Strafraumes vorliegen, gibt es entsprechend einen Strafstoß. Hierbei wird der Ball auf den 11-Meter-Punkt gelegt. Der Elfmeter-Schütze wird an der 16-Meter-Linie platziert Alle anderen (von beiden Mannschaften) Spieler können beim Elfmeter „sinnvoll" außerhalb des 16-MeterStrafraumes neu „mitplatziert" werden. Eine rückwärtige Absicherung ist auch wegen eines Konterangriffes mit zu beachten. Der Torwart wird dem Schützen entsprechend jetzt gezielt im Tor dagegengesetzt. Der Schütze kann durch „anschneiden" gezielt in die Ecke zum Torerfolg kommen Nach erfolgreicher Abwehr des Elfmeters ist das direkte Weiterspiel aus dieser gesetzten Position zu beachten.

Torerfolg

Nach jedem erfolgten Tor gibt es wieder Anspiel.

Dabei ist die Grundstellung des Spieles wieder einzunehmen.


Anspruch[de]
  1. Stabball als Brett- oder Tischspiel mit realen Fußballsituationen dadurch gekennzeichnet, dass auf einem aufgezeichneten Fußballspielfeld kugelförmige Spielerfiguren mit einem frei beweglichen Stab beliebig positioniert werden können.
  2. Stabball als Brett- oder Tischspiel mit realen Fußballsituationen nach Patentanspruch 1 dadurch gekennzeichnet, dass der Spielkörper (Ball) durch Massen-Anstoß (Weitergabe der Bewegungsenergie) von der Spielerfigur einer Mannschaft durch direktes oder auch schräges Anstoßen mittels Winkelgesetze und Oberflächen-Reibung bewegt wird.
  3. Stabball als Brett- oder Tischspiel mit realen Fußballsituationen nach Patentanspruch 1 dadurch gekennzeichnet, dass ein Bezug zum wirklichen Fußball besteht, indem durch Einbringung spezieller Oberflächen (rau ~ Rasen, oder glatt ~ Hallenboden) verschiedene realen Bedingungen eingesetzt werden.
  4. Stabball als Brett- oder Tischspiel mit realen Fußballsituationen nach Patentanspruch 1 dadurch gekennzeichnet, dass Bezug zum Hallenfußball besteht, indem mit rundum laufender elastischer Bande und Weiterspielen aus allen Positionen gespielt wird.
  5. Stabball als Brett- oder Tischspiel mit realen Fußballsituationen nach Patentanspruch 1 dadurch gekennzeichnet, dass durch einfaches Umrüsten mit einer Zusatzvorrichtung an Billard-Tischen gespielt werden kann. Dies besteht in der Einbringung einer Tor-Einheit/Strafraum und in der Verschließung der Billard-Löcher.
  6. Stabball als Brett- oder Tischspiel mit realen Fußballsituationen nach Patentanspruch 1 dadurch gekennzeichnet, dass durch gekennzeichnete Spielkugeln jeder Kugel direkt ein Spieler zugeordnet werden kann und somit ein Mannschaftsspiel besteht.
  7. Stabball als Brett- oder Tischspiel mit realen Fußballsituationen nach Patentanspruch 1 dadurch gekennzeichnet, dass diese Spieltechnik auf einem PC übertragen wird und der Spielcharakter in Form eines Computerspieles mit direktem Spielpartner oder über Vernetzung ausgeübt wird.
Es folgt ein Blatt Zeichnungen






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