PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE102004007595A1 01.09.2005
Titel Tuftverfahren und getuftetes Textil
Anmelder Schreppel, Verena, 20146 Hamburg, DE
Erfinder Schreppel, Verena, 20146 Hamburg, DE
DE-Anmeldedatum 17.02.2004
DE-Aktenzeichen 102004007595
Offenlegungstag 01.09.2005
Veröffentlichungstag im Patentblatt 01.09.2005
IPC-Hauptklasse D05C 15/04
IPC-Nebenklasse D05C 17/02   
Zusammenfassung Erfindungsgemäß ist ein Verfahren zum Tuften eines Textils aus Randabschnitten von Stoffbahnen aus anderer Herstellung sowie ein Textil, das aus Randabschnitten von Stoffbahnen getuftet ist.

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Tuften von Textil sowie auf ein getuftetes Textil.

Bei der Produktion von gewebten und gestrickten Stoffen anfallende Randabschnitte werden entweder als Abfälle entsorgt oder wurden bisher zur Herstellung von Teppichen verwebt oder von Hand geknüpft.

Bei diesen beiden Verarbeitungsmöglichkeiten entstehen entweder Teppiche mit einer geringen haptischen und formalen Qualität, oder der Arbeitsaufwand übersteigt die Kosten im Verhältnis zum Produktwert. Als Konsequenz werden von Hand geknüpfte Textilien in so genannten Billiglohnländern und/oder unter schlechten Arbeitsbedingungen produziert.

Daher liegt der vorliegenden Erfindung die Aufgabe zu Grunde, ein Verfahren bereitzustellen, welches die Textilabschnitte, eine Art Abfall, recycelt und zu einem neuen hochwertigen Textil verarbeitet.

Die bei der Textilproduktion anfallenden Abfälle in Form von Randabschnitten sind entsprechend dem verarbeiteten Material so vielfältig, das sich gemeinsam mit der Technik des Tuftens ganz neue formale und funktionale Möglichkeiten bieten.

Das Tuften ist ein Verfahren bei dem Garne mit einer durch Druckluft und Strom betriebenen Maschine in ein Gewebe verankert werden. Es entspricht der Technik des Knüpfens jedoch ohne Knoten. Die Garne werden durch das aufbringen von Latexmilch oder Polyurethanen auf der Rückseite fixiert. Durch unterschiedlich variierte Florhöhen, Schnitt-, Schlingen oder eine Kombination aus beiden entstehen weiche und widerstandsfähige Textilen, welche z.B. als Teppiche oder Bezüge verwendet werden können.

Um auf die in unterschiedlichen Mengen produzierten Abfälle eines Musters, Farbe und Material, z.B. gestrickter Jersey, gestalterisch einzugehen, können bestimmte Formate zu einzelnen Textilstücken getuftet werden. Aus einem Muster, einer Farbe oder einem bestimmten Material entstehen dadurch Farb- und Musterflächen, welche z.B. durch ein Klettsystem nach dem Wunsch des Verbrauchers zusammengesetzt, beliebig verändert oder erweitert werden können.

Das Klettsystem beinhaltet an den unteren Rändern des Textils angebrachte so genannte, Flauschbänder (Die „weiche" Seite der Klettverbindung (Loop)). So lassen sich die einzelnen Formate Stoß an Stoß mit einem doppelt so breiten Hakenband (die rauhe Seite der Klettverbindung (Hook)), welches mit einer Antirutschbeschichtung versehen ist und sich in unterschiedlichen Längen an die Proportionen des Textils anpasst, verbinden.

Die z.B. dem anfallenden Muster entsprechenden Formate gewährleisten außerdem eine einfache Reinigung in einer privaten oder der 12kg Waschmaschine eines Waschsalons. Dies erspart dem Verbraucher Zeit und Geld. Bei einer partiellen Verunreinigung muss nur ein Teilstück gewaschen werden anstelle von einem gesamten zusammenhängendem Textil.

Eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung wird im Folgenden anhand der beigefügten Darstellungen beschrieben.

Figurenbeschreibunq

1 Zeigt die Proportionen der drei Module im Maßstab 1:10

2 Zeigt ein Schema des Aufbaus einer Verbindung von zwei Modulen.

3 Zeigt die Lage des 2cm breiten Flauschbandes an der Rückseite eines Moduls.

4 Zeigt eine schematische Darstellung eines Schlingenflors.

5 Zeigt eine schematische Darstellung eines Schnittflors.

6 Zeigt eine schematische Darstellung eines Schlingen-Schnitt-Flors.

7 Zeigt Kombinationsmöglichkeiten der drei Module im Maßstab 1:10.

8 Zeigt eine räumliche Detaildarstellung der Klettverbindung eines getuftet Textils. Unter dem rechten angehobenen Modul ist das Flauschband angebracht und an dem linken liegenden Modul ist die Hälfte des verkletteten Hakenbandes zu sehen.

9 Zeigt eine räumliche Darstellung der Verbindung von mehreren Modulen. Unter dem angehobenen Modul ist das an den Rändern angebrachte Flauschband sichtbar und daneben liegend ein Teil des verkletteten Hakenbandes.

10 Zeigt eine räumliche Darstellung der Rückseite drei verbundener Module.

11 Zeigt eine räumliche Darstellung einer Zusammenstellung aus drei unterschiedlichen Formaten mit fünf Modulen.

12 Zeigt eine räumliche Darstellung einer Kombinationsmöglichkeit aus fünf Modulen.

13 Zeigt eine räumliche Darstellung eines Textils bestehend aus vier Modulen mit einer Person.


Anspruch[de]
  1. Ein Verfahren zum Tuften eines Textils aus Randabschnitten von Stoffbahnen aus anderer Herstellung.
  2. Ein Textil, dass nach Anspruch 1 hergestellt ist.
  3. Ein Textil nach Anspruch 2, mit mindestens einem Klettverbindungselement entlang mindestens eines Randabschnitts zur Verbindung mit mindestens einem zweiten entsprechenden Textil.
  4. Ein Textil nach Anspruch 2, hergestellt aus gestrickten Jerseyrandabschnitten.
  5. Ein Textil nach Anspruch 2, hergestellt aus gewebten Seidenstoffrandabschnitten.
  6. Ein rechteckiges Textil nach Anspruch 2 mit den Proportionen 35 × 90cm.
  7. Ein rechteckiges Textil nach Anspruch 2 mit den Proportionen 55 × 90cm.
  8. Ein quadratisches Textil nach Anspruch 2 mit den Proportionen 90 × 90cm.
Es folgen 8 Blatt Zeichnungen






IPC
A Täglicher Lebensbedarf
B Arbeitsverfahren; Transportieren
C Chemie; Hüttenwesen
D Textilien; Papier
E Bauwesen; Erdbohren; Bergbau
F Maschinenbau; Beleuchtung; Heizung; Waffen; Sprengen
G Physik
H Elektrotechnik

Anmelder
Datum

Patentrecherche


Copyright © 2008 Patent-De Alle Rechte vorbehalten. eMail: info@patent-de.com