| Dokumentenidentifikation |
DE102004013573B3 01.09.2005 |
| Titel |
Elektromagnetischer Wandler zur Erzeugung von Zugimpulsen |
| Anmelder |
Dornier MedTech Systems GmbH, 82234 Weßling, DE |
| Erfinder |
Eizenhöfer, Harald, 82229 Seefeld, DE |
| Vertreter |
Grünecker, Kinkeldey, Stockmair & Schwanhäusser, 80538 München |
| DE-Anmeldedatum |
19.03.2004 |
| DE-Aktenzeichen |
102004013573 |
| Veröffentlichungstag der Patenterteilung |
01.09.2005 |
| Veröffentlichungstag im Patentblatt |
01.09.2005 |
| IPC-Hauptklasse |
B06B 1/04
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| IPC-Nebenklasse |
B06B 3/04
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| Zusammenfassung |
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Erzeugung eines Zugimpulses zwischen elektrisch leitfähigen Strukturen, das die Schritte umfasst: Bereitstellen von drei gegeneinander isolierten, nebeneinander liegenden und elektrisch leitfähigen Strukturen, Erzeugen eines Magnetfelds mit einer ersten der drei leitfähigen Strukturen, derart, dass dessen Magnetflusslinien die zweite und dritte leitfähige Struktur im Wesentlichen gleichsinnig durchdringen, und Abschalten des Magnetfelds, wobei in der zweiten und dritten leitfähigen Struktur jeweils ein im Wesentlichen gleichsinniger Strom induziert wird, der zur Ausbildung einer Anziehungskraft zwischen der zweiten und dritten leitfähigen Struktur führt. Des Weiteren wird auch eine Vorrichtung zum Durchführen des erfindungsgemäßen Verfahrens bereitgestellt. Durch das Verfahren und die Vorrichtung werden Zugimpulse mit verbesserter Effizienz und höheren Amplituden ermöglicht.
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| Beschreibung[de] |
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Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Erzeugung
eines Zugimpulses zwischen mehreren elektrisch leitfähigen Strukturen.
Bekannte elektromagnetische Wandler, bestehend aus einer Spulenstruktur
und einer leitfähigen Membranstruktur, wie sie beispielsweise in Stoßwellenquellen
zur Nierensteinzertrümmerung eingesetzt werden, erzeugen beim Aufschalten von Stromimpulsen
stets Druckimpulse. Wenn in einer Anwendung jedoch Zugimpulse erforderlich sind,
so werden üblicherweise Zugimpulse in Fluiden oder Festkörpern dadurch erzeugt,
dass ein Druckimpuls, der in dem Fluid oder Festkörper erzeugt worden ist, durch
Reflexion an einer akustisch weichen Grenzfläche in einen Zugimpuls verwandelt wird.
Piezoelektrische Wandler (Transducer) hingegen können theoretisch so geschaltet
werden, dass sie zur Erzeugung von Zugimpulsen dienen. Die Ankopplung an einen Prüfling
erfordert dabei fluide Koppelmedien. Anwendung findet dieses Verfahren in der zerstörungsfreien
Materialprüfung, mit der insbesondere kleine Störstellen in Materialien oder Delaminationen
detektiert werden können.
Die Benutzung piezoelektrischer Transducer zur Erzeugung von Zugimpulsen
hat jedoch folgende Nachteile: bei hohen Zugimpulsamplituden kann es zur Entstehung
von Kavitation im Ankoppelmedium kommen, wodurch starke Verluste entstehen. Außerdem
beruht der piezoelektrische Effekt auf Festkörpereigenschaften des benutzten piezoelektrischen
Materials, wodurch es zur Einschränkung in der maximalen Amplitude und zu einer
Begrenzung der Schnelligkeit der Vorrichtung kommt. Weitere Probleme piezokeramischer
Materialien sind Depolarisation und mechanische Zerrüttung bei hohen Zugamplituden.
Es ist daher Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Verfahren bereitzustellen,
das diese Nachteile überwindet, d.h., das Zugimpulse mit verbesserter Effizienz
und höheren Amplituden herstellen kann. Weiterhin ist es Aufgabe der Erfindung eine
Vorrichtung bereitzustellen, mit der das verbesserte Verfahren durchgeführt werden
kann.
Diese Aufgabe wird mit dem Verfahren nach Anspruch 1 als auch mit
der Vorrichtung nach Anspruch 16 gelöst.
Danach wird ein Verfahren zur Erzeugung von attraktiven Kräften zwischen
elektrisch leitfähigen Strukturen bereitgestellt, das die folgenden Schritte umfasst:
a) Bereitstellen von drei gegeneinander isolierten, nebeneinanderliegenden und elektrisch
leitfähigen Strukturen, b) Erzeugen eines Magnetfelds mit einer der beiden äußeren
leitfähigen Strukturen, der ersten leitfähigen Struktur, derart, dass dessen Magnetflusslinien
die zweite und dritte leitfähige Struktur durchdringen und c) Abschalten des Magnetfelds,
wobei in der zweiten und dritten leitfähigen Struktur jeweils ein im Wesentlichen
gleichsinniger Strom induziert wird, der zur Ausbildung einer Anziehungskraft zwischen
mindestens der zweiten und dritten leitfähigen Struktur führt.
Im Gegensatz zur Erzeugung von Zugimpulsen mit Hilfe piezoelektrischer
Transducer wird im erfindungsgemäßen Verfahren somit ein elektromagnetisches Prinzip
benutzt, nämlich die Ausbildung induzierter Ströme in benachbarten leitfähigen Strukturen
nach dem Lenz'schen Prinzip und der daraus resultierenden attraktiven Kraft zwischen
den beteiligten Strukturen. Die Kräfte des Zugimpulses greifen also direkt in den
leitfähigen Strukturen an. Dadurch ist einerseits das Vorhandensein eines Koppelmediums
nicht mehr zwingend erforderlich und andererseits kann der Zugimpuls ohne Reflexion
eines Druckimpulses erzeugt werden. Weiterhin hängt die Stärke und/oder die Dauer
des Zugimpulses weniger von Festkörpereigenschaften als von der Stärke des Magnetfelds
und/oder der Magnetfeldabschaltdauer, der Kommutierungszeit, ab.
Das Verfahren lässt sich außerdem auch auf mehr als drei elektrisch
leitfähige gegeneinander isolierte Strukturen erweitern, wobei es zur Ausbildung
von attraktiven Kräften in den Strukturen kommt, die vom Magnetfeld durchdrungen
werden.
In einer bevorzugten Ausführungsform kann die Dicke der mittleren
der drei leitfähigen Strukturen, die zweite leitfähige Struktur, kleiner oder gleich
einer Eindringtiefe, die sich aus der Zeit, in der das Magnetfeld abgeschaltet wird,
ergibt, gewählt werden. Die Eindringtiefe eines induzierten Stroms ergibt sich dabei
durch die Skintiefe, die sich unter anderem aus der Frequenz eines Stroms ergibt.
Hier lässt sich die Frequenz als Kehrwert der Kommutierungszeit ermitteln, wodurch
somit die Eindringtiefe berechnet werden kann. Wählt man die Dicke der zweiten leitfähigen
Struktur dünner als diese Eindringtiefe, so kommt es bereits während der Kommutierungszeit
zu einer Durchflutung (magnetische Durchdringung) auch der mittleren leitfähigen
Struktur. Das heißt, dass die mittlere elektrisch leitfähige Struktur den Abschaltvorgang
nicht vollständig abschirmt. Die Kombination von "Kraftwirkung infolge des Abschaltens
der primären stromführenden Struktur" mit der "Kraftwirkung infolge des Zerfalls
einer sekundären, induzierten Stromdichteverteilung in der mittleren leitfähigen
Struktur" erlaubt somit eine Effizienzoptimierung des Verfahrens. Daher kann nicht
allgemein gültig gesagt werden, dass eine schnellstmögliche, also
kürzeste Kommutierungszeit die maximalen Zugamplituden zur Folge hat.
Vorteilhafterweise können die zweite und/oder dritte leitfähige Struktur
aus nichtmagnetischem und nichtferritischem Material bestehen. Im Gegensatz zur
Permeabilität hat die Leitfähigkeit keine Sättigung, die die Ausbildung hoher Impulsleistungen
einschränken könnten.
Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform kann im Schritt c) die aus
der Anziehungskraft entstehende Beschleunigung der dritten leitfähigen Struktur
dadurch verstärkt werden, dass die erste und die zweite leitfähige Struktur über
eine Isolierung starr miteinander verbunden, insbesondere verklebt, sind und somit
einen einzelnen großen Massekörper darstellen. Dank der Trägheit dieses großen Massekörpers
wird somit die Beschleunigung im Wesentlichen auf die dritte leitfähige Struktur
beschränkt.
Vorteilhafterweise kann im Schritt a) zwischen der zweiten und dritten
leitfähigen Struktur ein inhomogenes, kompressibles Medium bereitgestellt werden.
Dieses Medium lässt sich leicht komprimieren und erfüllt gleichzeitig die elektrisch
isolierende Funktion.
In einer bevorzugten Ausführungsform kann im Schritt b) das Magnetfeld
durch eine Spule, insbesondere eine einlagige, flächenhafte Spule mit runden oder
rechteckigen Drahtquerschnitten, die mit einem Stromkreis verbunden ist, erzeugt
werden. Durch ein der Anwendung entsprechendes Design kann somit ein Magnetfeld
bereitgestellt werden, das die entsprechende Feldgeometrie und Magnetfeldstärke
aufweist, wobei die Magnetfeldstärke durch die Stromstärke im Stromkreis einstellbar
ist.
Günstigerweise kann im Schritt b) der durch die erste leitfähige Struktur
aufgeschaltete Strom mindestens etwa achtfach, insbesondere mindestens etwa zehnfach,
langsamer ansteigen als er abfällt, damit die beim Einschalten entstehenden abstoßenden
Kräfte auf die zweite und dritte leitfähige Struktur gering bleiben. Da es bei dem
erfindungsgemäßen Verfahren um Zugimpulse geht, kann durch das langsame Ansteigen
eine unnötige Ausbildung von Druckimpulsen auf einfache Weise vermindert werden.
Zweckmäßigerweise kann im Schritt b) der durch die erste leitfähige
Struktur fließende Strom so geregelt werden, dass der Strom im Wesentlichen linear
ansteigt. Dadurch werden bei dem langsamen Ansteigen des Stroms die vorhandenen
Abstoßungskräfte im Wesentlichen konstant gering gehalten.
Vorzugsweise kann im Schritt c) der durch die erste leitfähige Struktur
fließende Strom mit mindestens etwa 0,8 kA/&mgr;s, insbesondere mit etwa 1 kA/&mgr;s
unterbrochen werden. Die gewählte Abschaltzeit bzw. Kommutierungszeit bestimmt dabei
die Eindringtiefe des Induktionsstroms (Wirbelstrom, Skin-Effekt) und somit die
zu wählenden Dicken der leitfähigen Strukturen.
Vorteilhafterweise ermöglichen dabei Öffnungsschalter auf Halbleiterbasis
solche Abschaltzeiten. Dabei können Abschaltströme von bis zu 6 kA, insbesondere
3 bis 4 kA, innerhalb weniger Mikrosekunden realisiert werden, wodurch man starke
Zugimpulse mit Pulsdauern im Mikrosekundenbereich generieren kann. Geeignete Öffnungsschalter
sind dabei Halbleiterstrukturen wie beispielsweise Abschalt- oder Gate-Turn-Off-Thyristoren
(GTO) und Integrated-Gate-Commutated-Thyristoren (IGCT).
Günstigerweise kann im Schritt b) der durch die erste leitfähige Struktur
fließende Strom so geregelt werden, dass der Strom bis auf maximal etwa 5 kA, insbesondere
etwa 3 bis 4 kA ansteigt. Ausgehend von einer guten elektromagnetischen Kopplung
zwischen den beteiligten Strukturen lassen sich in den zweiten und dritten Strukturen
dabei ähnlich große Ströme und Stromänderungen erzielen. Insgesamt ergibt sich der
maximale Stromwert dabei aus dem für den benutzten Öffnungsschalter maximal zulässigen
Abschaltwert.
In einer bevorzugten Ausführungsform kann entweder die zweite oder
die dritte leitfähige Struktur, insbesondere die äußere leitfähige Struktur, ein
Material umfassen, das durch den erzeugten Zugimpuls zerstörungsfrei geprüft wird
und wobei das zu prüfende Material elektrisch leitfähig ist oder eine mit dem zu
prüfenden Material fest verbundene elektrisch leitfähige Schicht aufweist.
Wie oben erwähnt, können Zugimpulse dazu benutzt werden, Materialien
zu untersuchen, wobei insbesondere Störstellen im Material oder Delaminationen in
homogenen Werkstoffen oder in Verbundstoffen detektiert werden können. Mit ausreichend
starken Anregungsimpulsen ist es denkbar auch nichtlineare Effekte im Festkörper
oder in einem Fluid anzuregen und zu untersuchen. Stellt eine der zweiten und dritten
leitfähigen Strukturen, insbesondere die außenliegende Struktur, ein zu untersuchendes
Material dar, so kann mit dem erfindungsgemäßen Verfahren ein je nach Magnetfeldstärke
und Kommutierungszeit beliebig starker Zugimpuls in dem Material erzeugt werden.
Dabei ist die Anwendung jedoch nicht auf elektrisch leitfähige Materialien beschränkt,
da es auch möglich ist, auf nichtelektrisch leitfähige Materialien eine elektrisch
leitfähige Schicht anzubringen. Diese Schicht sollte dann allerdings mit dem zu
untersuchenden Material fest verbunden sein. Auch in einer solchen Struktur lassen
sich dann die Zugimpulse nach dem elektromagnetischen Prinzip vorteilhaft
erzeugen.
In einer Variante kann das Verfahren ferner den Schritt umfassen:
d) Ankoppeln der dritten leitfähigen Struktur an ein Fluid zur Erzeugung von Kavitationen
im Fluid. Somit ließe sich zur Herstellung von Kavitation die Benutzung von piezoelektrischen
Transducern, die aufgrund ihrer Festkörpereigenschaften nur beschränkte Zugimpulse
erzielen können, ersetzt werden. In einer praktischen Anwendung der Vorrichtung
könnten Moleküle, beispielsweise die Moleküle eines Medikaments, durch die erzeugten
Kavitationen in eine lebende Zelle eingebracht und so das Medikament zielgerichtet
verabreicht werden.
Gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform können die Schritte b) und
c) beliebig oft wiederholt werden. Dadurch lässt sich eine Zugimpulsfolge realisieren,
die sowohl regelmäßig als auch unregelmäßig ausgebildet sein kann.
Günstigerweise kann dabei das im Schritt b) erzeugte Magnetfeld oder
die Dauer des Abschaltvorgangs des Schritts c) veränderbar sein, um Pulsfolgen mit
veränderlichen Zugimpulsamplituden und/oder Zugimpulsdauern auszubilden. Somit ließe
sich die Erfindung auch als Ultraschalltransducer benutzen, bei dem der piezoelektrische
Effekt durch den elektrodynamischen Effekt ersetzt wird. Je nach Anwendung lässt
sich dabei der Spulenstrom so einstellen, dass die Zugimpulsamplitude der gewünschten
Art, ohne dabei durch Festkörpereigenschaften eingeschränkt zu sein, realisiert
werden kann.
Die Aufgabe der Erfindung wird auch durch eine Vorrichtung gemäß Anspruch
16 gelöst.
Demgemäß umfasst die erfindungsgemäße Vorrichtung zur Erzeugung von
Zugimpulsen drei gegeneinander isolierte, nebeneinanderliegende und elektrisch leitfähige
Strukturen, ein Mittel zum Erzeugen eines Magnetfelds mit einer der äußeren leitfähigen
Strukturen, der ersten leitfähigen Struktur, wobei die Magnetfeldlinien die zweite
und die dritte leitfähige Struktur durchdringen, und ein Mittel zum Abschalten des
Magnetfelds, wobei beim Abschalten in der zweiten und dritten leitfähigen Struktur
jeweils ein im Wesentlichen gleichsinniger Strom induziert wird, wodurch es mindestens
zwischen der zweiten und dritten Struktur zur Ausbildung einer Anziehungskraft kommt.
Mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung erfolgt die Erzeugung von Zugimpulsen
nach dem elektromagnetischen Prinzip, nämlich durch die Ausbildung induzierter Ströme
in der zweiten und dritten leitfähigen Struktur nach dem Lenz'schen Prinzip und
der daraus resultierenden attraktiven Kraft zwischen den beteiligten Strukturen,
während der Kommutierungszeit zwischen allen dreien Strukturen und nach dem Abschalten
des ursprünglichen Magnetfelds zwischen der zweiten und der dritten Struktur. Der
Zugimpuls wird also elektromagnetisch direkt in den Werkstoffen der zweiten und
dritten leitfähigen Struktur erzeugt. Dadurch ist einerseits das Vorhandensein eines
Koppelmediums nicht zwingend erforderlich und kann andererseits der Zugimpuls auch
ohne Reflexion eines Druckimpulses erzeugt werden. Weiterhin hängt die erzielbare
Stärke des Impulses weniger von Festkörpereigenschaften wie Polarisation (bei piezoelektrischem
Prinzip) oder Permeabilität (bei ferromagnetischem Prinzip) als von der Größe des
Magnetfelds, von der Güte der elektromagnetischen Kopplung bzw. der Geometrie und
von der Optimierung der Parameter Leitfähigkeit und Kommutierungszeit ab und unterliegt
somit kaum Sättigungseffekten. Die Vorrichtung muss dabei nicht auf drei elektrisch
leitfähige Strukturen beschränkt sein, sondern solange das Magnetfeld auch noch
weitere elektrisch leitfähige Strukturen durchdringen kann, tritt der Effekt auch
bei mehr als drei elektrisch leitfähigen Strukturen auf.
Vorzugsweise kann die erste leitfähige Struktur einer Spule, insbesondere
eine einlagige flächenhafte Spule sein. Durch ein der Anwendung entsprechendes Design
kann somit ein Magnetfeld bereitgestellt werden, das die entsprechende Feldgeometrie
und Magnetfeldstärke aufweist, wobei die Magnetfeldstärke durch die Stromstärke
im Stromkreis einstellbar ist.
In einer bevorzugten Ausführungsform kann das Mittel zum Abschalten
des Magnetfelds ein Halbleiter-Öffnungsschalter sein. Derartige Öffnungsschalter
ermöglichen Stromstärkeänderungen von 3 bis 4 kA/&mgr;s, wodurch man starke Zugimpulse
generieren kann.
Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform kann die mittlere leitfähige
Struktur, bezeichnet als die zweite leitfähige Struktur, eine Dicke aufweisen die
kleiner oder gleich einer Eindringtiefe ist, wobei sich die Eindringtiefe aus der
Kommutierungszeit, der Zeit in der das Magnetfeld abgeschaltet wird, ergibt. Die
Induktionsstromeindringtiefe lässt sich dabei mit Hilfe der Kommutierungszeit, wie
oben dargestellt, berechnen. Dank der dünnen zweiten leitfähigen Struktur kommt
es zu einer Durchflutung der zweiten leitfähigen Struktur bereits während der Kommutierungszeit.
Das heißt, dass die zweite Struktur den Abschaltvorgang nicht vollständig vor der
dritten Struktur abschirmt. Dadurch erzielt man eine Effizienzoptimierung des Verfahrens.
Zweckmäßigerweise kann die erste und zweite leitfähige Struktur über
eine Isolierung starr miteinander verklebt sein. Dadurch lässt sich eine möglichst
große Beschleunigung der dritten leitfähigen Struktur erzielen, da durch die Verklebung,
insbesondere eine glasharte Verklebung, die Masse der verklebten
Struktur im Vergleich zur dritten Struktur größer wird.
Günstigerweise kann zwischen der zweiten und dritten leitfähigen Struktur
ein inhomogenes, kompressibles Medium angeordnet sein. Zweckmäßigerweise sind diese
Materialien elektrisch isolierende, faserartige, Hohlräume enthaltende Folien wie
beispielsweise Nomex, ein synthetisches Papier auf Polyarylamidfaserbasis. Dadurch
ist eine große Kompressibilität sichergestellt, wodurch die gewünschte mechanische
Relativbewegung ermöglicht wird, jedoch gleichzeitig die elektrische Isolierung
beibehalten wird.
Die oben beschriebene Vorrichtung zur Erzeugung von Zugimpulsen eignet
sich in besonderem Maße zur Erzeugung von Kavitation in einem Fluid. Da die Zugimpulsamplitude
weniger von Festkörpereigenschaften, wie dies im Falle der piezoelektrischen Transducer
der Fall ist, als von den Magnetfeldeigenschaften abhängt, lässt sich somit der
Anwendung entsprechend die Energie in das Fluid übertragen, die benötigt wird um
die Kavitation zu erzeugen. Bei piezoelektrischen Transducern lassen sich große
Amplituden nur durch Hintereinanderschalten von mehreren Einheiten erzielen, was
zu unnötiger Komplexität und relativ großen Vorrichtungen führt. In einer praktischen
Anwendung der Vorrichtung könnten Moleküle, beispielsweise die Moleküle eines Medikaments,
durch die erzeugte Kavitation in eine lebende Zelle eingebracht werden.
Bei einer weiteren erfindungsgemäßen Verwendung der oben dargestellten
Vorrichtung lassen sich die erzeugten Zugimpulse zum Prüfen von Materialeigenschaften
benutzen, wobei das zu prüfende Material elektrisch leitfähig ist oder eine mit
dem zu prüfenden Material fest verbundene elektrisch leitfähige Schicht aufweist
und als dritte leitfähige Struktur dient.
Dabei lassen sich insbesondere Störstellen im Material oder Delaminationen
in homogenen Werkstoffen oder in Verbundstoffen detektieren. Mit ausreichend starken
Anregungsimpulsen ist es auch denkbar, nichtlineare Effekte im Festkörper oder in
einem Fluid anzuregen und zu untersuchen. Stellt entweder die zweite oder die dritte
leitfähige Struktur, insbesondere die außenliegende Struktur, ein zu untersuchendes
Material dar, so kann mit der Vorrichtung je nach Magnetfeldstärke und Kommutierungszeit
ein beliebig starker Zugimpuls in dem Material erzeugt werden.
Für die erfindungsgemäße Verwendungen kann auch eine allgemeinere
Ausführungsform der Vorrichtung zur Erzeugung eines Zugimpulses hergenommen werden.
Eine solche allgemeinere Vorrichtung umfasst mindestens zwei gegeneinander isolierte,
nebeneinanderliegende und elektrisch leitfähige Strukturen, ein Mittel zum Erzeugen
eines Magnetfelds mit einer ersten der leitfähigen Strukturen, wobei die Magnetfeldlinien
mindestens eine der mindestens einen weiteren leitfähigen Struktur durchdringen,
und weiterhin ein Mittel zum Abschalten des Magnetfelds, wodurch in mindestens einer
der mindestens einen weiteren leitfähigen Struktur jeweils ein Strom induziert wird,
wodurch es mindestens zwischen der ersten und der mindestens einen der mindestens
einen weiteren leitfähigen Struktur zur Ausbildung einer Anziehungskraft kommt.
Diese Vorrichtung kann dann auch zur Erzeugung von Kavitation in einem Fluid bzw.
zur Prüfung von Materialeigenschaften wie oben beschrieben benutzt werden.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in den Zeichnungen dargestellt
und wird nachstehend erläutert. Es zeigen:
1 einen Querschnitt des Ausführungsbeispiels
der erfindungsgemäßen Vorrichtung,
2a-c die Verfahrensschritte a, b, c des
erfindungsgemäßen Verfahrens,
3 einen typischen Stromstärkenverlauf
in der ersten leitfähigen Struktur der erfindungsgemäßen Vorrichtung der
1, sowie den zeitlichen Verlauf der in der zweiten
und dritten leitfähigen Struktur induzierten Ströme,
4 zeigt den zeitlichen Verlauf des negativen
Drucks in einer angekoppelten Flüssigkeit (Wasser) in Abhängigkeit von der Zeit
für drei verschiedene Kommutierungszeiten T1 = 0,1 &mgr;s, T2 = 1 &mgr;s und T3
= 10 &mgr;s.
1 stellt eine Querschnittsansicht einer
Vorrichtung 1 zur Erzeugung eines Zugimpulses zwischen zwei elektrisch
leitfähigen Strukturen gemäß der vorliegenden Erfindung dar. Die Vorrichtung
1 umfasst drei nebeneinanderliegende elektrisch leitfähige Strukturen I
bis III, wobei die elektrisch leitfähigen Strukturen I und II durch eine Isolationsschicht
5 und die elektrisch leitfähigen Strukturen II und III durch eine Isolationsschicht
7 gegeneinander isoliert sind. Dabei kann die Isolationsschicht
7 aus einem kompressiblen Medium, insbesondere einem inhomogenen Medium,
hergestellt sein. Außerdem kann die Isolierschicht 5 so ausgebildet sein,
dass die elektrisch leitfähige Struktur I starr mit der elektrisch leitfähigen Struktur
II verbunden ist. Insbesondere können die beiden Schichten glashart miteinander
verklebt sein. Die Achse 3 stellt eine Rotationsachse dar, um die die Vorrichtung
1 rotationssymmetrisch ist.
Wenn die Achse 3' die Rotationsachse ist, dann entsteht eine
Ausführungsform der Erfindung, die sich z. B. in Rohre zur zerstörungsfreien Werkstoffprüfung
einführen lässt. Dabei stellt dann die elektrisch leitfähige Struktur III das Rohr
dar.
Wenn die Achse 3'' die Rotationsachse ist, dann kann die
Zugimpulserzeugungseinheit über ein Rohr, das der elektrisch leitfähigen Struktur
III entspricht, geschoben werden, um z. B. in einem Fluid innerhalb des Rohrs Kavitation
zu erzeugen.
Die daraus resultierende Form der elektrisch leitfähigen Struktur
I bis III stellt jedoch keine Einschränkung der Erfindung dar, sondern dient nur
zur Illustration der Erfindung. Andere Formen der Strukturen I bis III sind daher
auch möglich.
In der gezeigten Ausführungsform entspricht der elektrisch leitfähigen
Struktur I eine Spule, insbesondere eine einlagige flächenhafte Spule, die mit einem
Stromkreis 9 verbunden ist. Der Stromkreis 9 umfasst eine Stromquelle
11 und einen geregelten Schließ- und Öffnungsschalter 13. Die
Spule 1 dient dazu, mit Hilfe des Stromkreises 9 ein magnetisches
Feld aufzubauen, dessen Magnetflusslinien die elektrisch leitfähigen Strukturen
II und III durchdringen. Beim Abschalten des Magnetfelds bilden sich dann attraktive
Kräfte zwischen der elektrisch leitfähigen Struktur I und II bzw. III aus. Zwischen
den elektrisch leitfähigen Strukturen II und III existieren diese Kräfte solange
noch während der Kommutierungsphase ein sich ändernder Strom durch den Stromkreis
9 fließt. Attraktive Kräfte zwischen den Strukturen II und III sind aufgrund
der induzierten Ströme weiterhin vorhanden, wenn im Stromkreis 9 bereits
kein Strom mehr fließt.
Als Öffnungsschalter können dabei beispielsweise Abschalt- bzw. Gate-Turn-Off
Thyristoren (GTO) oder Integrated Gate Commutated Thyristoren (IGCT) oder andere
Schalter auf Halbleiterbasis benutzt werden. Mit solchen Bauteilen lassen sich Abschaltströme
von mehreren Kiloampere in wenigen Mikrosekunden realisieren und sind daher in besonderem
Masse für diese Anwendung geeignet.
In 1 ist die elektrisch leitfähige Struktur
II wesentlich dünner ausgebildet als die elektrisch leitfähige Struktur III. Dies
soll symbolisieren, dass die mittlere der drei leitfähigen Strukturen dünner ist
als die Eindringtiefe des Induktionsstroms, der sich aus der Kommutierungsdauer
ergibt. Dadurch kommt es bereits während der Kommutierungszeit zu einer Durchflutung
(magnetische Durchdringung) der mittleren leitfähigen Struktur II. Damit wird ermöglicht,
dass die mittlere elektrisch leitfähige Struktur II den Abschaltvorgang nicht vollständig
abschirmt, wodurch es zu einer Optimierung der Effizienz des Verfahrens kommt.
Bevorzugt werden für die elektrisch leitfähigen Strukturen II und
III bzw. auch für die Magnetfeld erzeugende Struktur 1 hochleitfähige nichtmagnetische
bzw. nichtferritische Materialien, wie beispielsweise Kupfer oder Aluminium oder
Silber benutzt. Es ist auch denkbar, dass eine oder beide der elektrisch leitfähigen
Strukturen II und III elektrisch leitfähige Fluide, wie etwa Quecksilber, sind.
Außerdem können die Isolationsschichten 5 und 7, falls die Relativbewegung
erwünscht ist, aus elektrisch isolierenden faserartigen Hohlräume enthaltenden Folien,
wie beispielsweise Nomex ausgebildet sein. Dies schließt jedoch die Anwendung anderer
geeigneter Materialien nicht aus. Wird eine mechanische Relativbewegung nicht erwünscht,
so kann ein glashart aushärtender Epoxydkleber benutzt werden, der ebenfalls die
Isolierung zwischen elektrisch leitfähigen Strukturen garantiert.
Die in 1 gezeigte Vorrichtung 1 zum Erzeugen
von Zugimpulsen ist gemäß der Erfindung auch bei der berührungslosen Materialprüfung
verwendbar. Hierzu ist die Vorrichtung vorzugsweise so ausgelegt, dass die elektrisch
leitfähige Struktur III das zu prüfende Material umfasst. Um auch verschiedene nichtleitende
Materialien prüfen zu können, kann die elektrisch leitfähige Struktur III galvanisch
oder durch Aufdampfen oder durch Plattieren auf das zu prüfende Material aufgebracht
werden.
Außerdem ist die in 1 gezeigte Vorrichtung
1 zum Erzeugen von Zugimpulsen auch geeignet Kavitation in einem an die dritte leitfähige
Struktur III angrenzenden Fluid zu erzeugen. Eine solche Vorrichtung 1
ließe sich dann beispielsweise beim Transport von Molekülen, wie beispielsweise
von Molekülen von Medikamenten, in eine Zelle vorteilhaft benutzen.
Die genannten Anwendungen lassen sich eventuell auch unter Ausnutzung
einer Vorrichtung mit nur zwei elektrisch leitfähigen Strukturen erzielen. Eventuell
denkbar wäre auch das Benutzen von mehr als drei elektrisch leitfähigen Strukturen.
In den 2a bis 2c
wird eine Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens zur Erzeugung eines Zugimpulses
zwischen zwei elektrisch leitfähigen Strukturen illustriert. Die Ausführungsform
des erfindungsgemäßen Verfahrens nutzt hierzu die erfindungsgemäße Vorrichtung wie
in 1 gezeigt, wobei dies jedoch nur als ein Beispiel
anzusehen ist. Die in Verbindung mit der Beschreibung der 1
gemachten Aussagen über die Merkmale und Eigenschaften dieser Vorrichtung treffen
daher auch auf die für das Verfahren benutzte Vorrichtung zu und werden nicht mehr
im Detail wiederholt. Gleiche Bezugszeichen in den 1
und 2 beziehen sich auf gleiche Bauteile und besitzen
daher gleiche Eigenschaften.
2a illustriert den im Anspruch 1 definierten
Verfahrensschritt a) und zeigt die drei gegeneinander isolierten, nebeneinanderliegenden
und elektrisch leitfähigen Strukturen 1, II und III, wobei die elektrisch
leitfähige Struktur 1 eine Spule darstellt, durch die im Verfahrensschritt
a) noch kein Strom fließt und somit auch noch kein Magnetfeld ausgebildet ist.
2b illustriert den Verfahrensschritt
b) gemäß Anspruch 1. Ein elektrischer Strom fließt durch die Flachspule
1 und erzeugt ein Magnetfeld BSpule, das die beiden anderen
elektrisch leitfähigen Strukturen II und III durchflutet. Der zeitliche Anstieg
des Stroms dl/dt ist so klein gewählt, dass die dadurch entstehende abstoßende Kraft
zwischen der zweiten Struktur II und der Flachspule 1 und die abstoßende
Kraft zwischen der dritten Struktur III und der Flachspule 1 gering ausfällt
und somit der daraus resultierende positive Druckimpuls vernachlässigbar klein ist.
Ein Beispiel des Verlaufs der Stromstärke in der Spule wird im Zusammenhang mit
der 3 gezeigt und näher erläutert.
2c illustriert den Verfahrensschritt
c) gemäß Anspruch 1. Das Magnetfeld BSpule wird durch den in
1 gezeigten Öffnungsschalter 13 abgeschaltet,
wodurch es zu einer starken zeitlichen Stromstärkenänderung in der Spule kommt.
Entsprechend nimmt auch das Magnetfeld BSpule stark ab. Als Folge davon
entstehen in der Struktur II und in der Struktur III jeweils ein Induktionsstromstoß
IindII und IindIII, wobei beide induzierten Stromstöße gleichsinnig
sind. Aufgrund dieser Stromstöße entsteht ein induzierte Magnetfeld Bind,
und nach der Lenz'schen Regel versucht dieses induzierte Magnetfeld Bind
das ursprüngliche Magnetfeld BSpule aufrecht zu halten. Da die Induktionsströme
IindII und IindIII gleichsinnig sind, kommt es ferner zur
Ausbildung der anziehenden Kräfte F. Dadurch entsteht der Zugimpuls zwischen den
zwei elektrisch leitfähigen Strukturen II und III. Diese Kräfte können auch noch
weiter wirken, wenn der Strom in der Flachspule 1 bereits auf Null abgeschaltet
ist.
Gemäß der Erfindung lassen sich die Schritte a) bis c) beliebig oft
wiederholen und durch variable Magnetfeldamplituden und/oder variable Kommutierungszeiten
lassen sich Impulsfolgen mit unterschiedlichen Amplituden und Impulsdauern erzeugen.
3 zeigt ein Beispiel für den zeitlichen
Stromverlauf innerhalb der Spule 1 und den in den Strukturen II und III
induzierten Strömen IindII und IindIII. Vom Zeitpunkt t0
an steigt die Stromstärke in der Spule langsam linear an, wodurch wie oben erwähnt,
die Ausbildung starker Abstoßungskräfte verhindert wird, und erreicht zum Zeitpunkt
t, ihr Maximum. Zu schnelle Stromstärkenanstiege würden zur Ausbildung starker Abstoßungskräfte
führen, die in dieser Anwendung verhindert werden sollen. Zum Zeitpunkt t, wird
dann der Öffnungsschalter 13 geöffnet und der Strom in der Spule
1 fällt mit der Kommutierungszeit T = t2 – t1
auf Null zurück. Während des Stromabfalls in der Spule werden gleichzeitig in den
elektrisch leitfähigen Strukturen II und III die Induktionsstromstöße IindII
und IindIII erzeugt, die je nach Größe der Ohm'schen Dämpfung schnell
oder vergleichsweise langsam wieder abfallen. Wie aus der 3
erkennbar, schirmt die elektrisch leitfähige Struktur II die elektrisch leitfähige
Struktur III nicht vollständig magnetisch ab, da es auch in der dritten elektrisch
leitfähigen Struktur III zur Ausbildung eines Induktionsstroms kommt. Wie weiter
erkenntlich ist, existieren die Induktionsströme IindII und IindIII
über die Kommutierungszeit T hinweg weiter. Der Induktionsstrom ist jedoch nur schemenhaft
gezeichnet, da der exakte Verlauf von der Geometrie, d.h. den gegenseitigen Induktivitäten
der Vorrichtung 1 und den elektrischen Leitfähigkeiten der Strukturen II
und III abhängt.
Unter Nutzung der in 1 dargestellten
Vorrichtung, deren elektrisch leitfähige Struktur III an ein Fluid, wie beispielsweise
Wasser, angekoppelt wird, ergeben sich in dem Fluid Zugimpulsverläufe wie sie in
der 4 dargestellt sind. 4
zeigt dabei den zeitlichen Verlauf des Drucks, der sich im Fluid ausbildet, in Abhängigkeit
von der Zeit für drei verschiedene, beispielhafte Kommutierungszeiten T1 = 0,1 &mgr;s,
T2 = 1 &mgr;s und T3 = 10 &mgr;s. Es lässt sich deutlich erkennen, dass mit verlängerter
Kommutierungszeit auch die Zugimpulsdauer länger wird und bei größeren Kommutierungszeiten
eine Drucksteigerung zu beobachten ist, die auf eine bessere magnetische Kopplung
der dritten leitfähigen Struktur III zurückzuführen ist, da bei größerer Abschaltzeit
die elektrisch leitfähige Struktur II eine geringe Schirmwirkung hat. Dabei lassen
sich im Fluid Drücke in einem Bereich von bis zu 10MPa erzielen.
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| Anspruch[de] |
- Verfahren zur Erzeugung eines Zugimpulses zwischen elektrisch leitfähigen
Strukturen (I, II, III), das die Schritte umfasst:
a) Breitstellen von drei gegeneinander isolierten, nebeneinanderliegenden und elektrisch
leitfähigen Strukturen (I, II, III),
b) Erzeugen eines Magnetfelds (BSpule) mit einer der beiden äußeren leitfähigen
Strukturen, der ersten leitfähigen Struktur (I), derart, dass dessen Magnetflusslinien
die zweite und dritte leitfähige Struktur (II, III) durchdringen, und
c) Abschalten des Magnetfelds (BSpule), wobei in der zweiten und dritten
leitfähigen Struktur (II, III) jeweils ein im wesentlichen gleichsinniger Strom
(IindII, IindIII) induziert wird, der zur Ausbildung einer
Anziehungskraft zwischen mindestens der zweiten und dritten leitfähigen Struktur
(II, III) führt.
- Verfahren nach Anspruch 1, wobei die Dicke der mittleren (II) der drei
leitfähigen Strukturen (I, II, III), also die zweite leitfähige Struktur (II), kleiner
oder gleich einer Eindringtiefe, die sich aus der Zeit, in der das Magnetfeld (BSpule)
abgeschaltet wird, ergibt, gewählt wird.
- Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, wobei die zweite und/oder dritte
leitfähige Struktur (II, III) aus nichtmagnetischem und nichtferritischem Material
besteht.
- Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei im Schritt c) die
aus der Anziehungskraft entstehende Beschleunigung der dritten leitfähigen Struktur
(III) dadurch verstärkt wird, dass die erste und die zweite leitfähige Struktur
(I, II) über eine Isolierung starr miteinander verbunden, insbesondere verklebt,
sind.
- Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, wobei im Schritt a) zwischen
der zweiten und dritten leitfähigen Struktur (II, III) ein inhomogenes, kompressibles
Medium bereitgestellt wird.
- Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, wobei im Schritt b) das
Magnetfeld (BSpule) durch eine Spule, insbesondere eine einlagige, flächenhafte
Spule mit runden oder rechteckigen Drahtquerschnitten, die mit einem Stromkreis
(4) verbunden ist, erzeugt wird.
- Verfahren nach Anspruch 6, wobei im Schritt b) der durch die erste
leitfähige Struktur (I) aufgeschaltete Strom mindestens etwa achtfach, insbesondere
mindestens etwa zehnfach, langsamer ansteigt als er abfällt, damit die beim Einschalten
entstehenden abstoßenden Kräfte auf die zweite und dritte leitfähige Struktur (II,
III) gering bleiben.
- Verfahren nach einem der Ansprüche 6 oder 7, wobei im Schritt b) der
durch die erste leitfähige Struktur (I) fließende Strom so geregelt wird, dass der
Strom im wesentlichen linear ansteigt.
- Verfahren nach einem der Ansprüche 6 bis 8, wobei im Schritt c) der
durch die erste leitfähige Struktur (I) fließende Strom mit mindestens etwa 0,8
kA/&mgr;s abgeschaltet, insbesondere mit etwa 1 kA/&mgr;s, abgeschaltet wird.
- Verfahren nach einem der Ansprüche 6 bis 9, wobei im Schritt c) der
Strom durch einen Öffnungsschalter (6) auf Halbleiterbasis abgeschaltet
wird.
- Verfahren nach einem der Ansprüche 6 bis 10, wobei im Schritt b) der
durch die erste leitfähige Struktur (I) fließende Strom so geregelt wird, dass der
Strom bis auf maximal etwa 6 kA, insbesondere etwa 3-4 kA ansteigt.
- Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 11, wobei entweder die zweite
oder die dritte leitfähige Struktur (II, III), insbesondere die äußere leitfähigen
Struktur (III), ein Material umfasst, das durch den erzeugten Zugimpuls zerstörungsfrei
geprüft wird und wobei das zu prüfende Material elektrisch leitfähig ist oder eine
mit dem zu prüfenden Material festverbundene elektrisch leitfähige Schicht aufweist.
- Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 11, das ferner den Schritt
umfasst: d) Ankoppeln der dritten leitfähigen Struktur (III) an ein Fluid zur Erzeugung
von Kavitation im Fluid.
- Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 13, wobei die Schritte b)
und c) beliebig oft wiederholt werden.
- Verfahren nach Anspruch 14, wobei die Magnetfeldstärke des im Schritt
b) erzeugten Magnetfelds und/oder die Dauer des Abschaltvorgangs des Schritt c)
veränderbar sind um Pulsfolgen mit veränderlichen Zugimpulsamplituden und/oder Zugimpulsdauern
auszubilden.
- Vorrichtung zur Erzeugung von Zugimpulsen, die umfasst:
– drei gegeneinander isolierte, nebeneinanderliegende und elektrisch leitfähige
Strukturen (I, II, III),
– ein Mittel zum Erzeugen (4) eines Magnetfelds mit einer der äußeren
leitfähigen Strukturen, der ersten leitfähigen Struktur (I), und wobei die Magnetfeldlinien
die zweite und dritte leitfähige Struktur (II, III) durchdringen, und
– ein Mittel zum Abschalten (6) des Magnetfelds, wobei beim Abschalten
in der zweiten und dritten leitfähigen Struktur (II, III) jeweils ein im wesentlichen
gleichsinniger Strom induziert wird, wodurch es mindestens zwischen der zweiten
und dritten Struktur (II, III) zu Ausbildung einer Anziehungskraft kommt.
- Vorrichtung nach Anspruch 16, wobei die erste leitfähige Struktur
(I) eine Spule, insbesondere eine flächenhafte Spule, ist.
- Vorrichtung nach Anspruch 17, wobei das Mittel zum Abschalten (6)
des Magnetfelds einen Öffnungsschalter umfasst.
- Vorrichtung nach einem der Ansprüche 16 bis 18, wobei die Dicke der
mittlere leitfähige Struktur (II), also die zweite leitfähige Struktur (II), kleiner
oder gleich einer Eindringtiefe ist, die sich aus der Zeit, in der das Magnetfeld
(BSpule) abgeschaltet wird, ergibt.
- Vorrichtung nach einem der Ansprüche 16 bis 19, wobei die erste und
die zweite leitfähige Struktur (II, III) über eine Isolierung starr miteinander
verbunden, insbesondere verklebt, sind.
- Vorrichtung nach einem der Ansprüche 16 bis 20, wobei zwischen der
zweiten und dritten leitfähigen Struktur (II, III) ein inhomogenes, kompressibles
Medium angeordnet ist.
- Verwendung einer Vorrichtung nach einem der Ansprüche 16 bis 21 zum
Erzeugen von Kavitation in einem Fluid.
- Verwendung einer Vorrichtung zur Erzeugung eines Zugimpulses, mit
– mindestens zwei gegeneinander isolierten, nebeneinanderliegenden und elektrisch
leitfähigen Strukturen (I, II, III),
– einem Mittel zum Erzeugen (4) eines Magnetfelds mit einer ersten
der leitfähigen Strukturen (I), und wobei die Magnetfeldlinien mindestens eine der
mindestens einen weiteren leitfähigen Struktur (II, III) durchdringen, und
– einem Mittel zum Abschalten (6) des Magnetfelds, wodurch in mindestens
einer der mindestens einen weiteren leitfähigen Struktur (II, III) jeweils ein Strom
induziert wird, wodurch es mindestens zwischen der ersten und der mindestens einen
der mindestens einen weiteren leitfähigen Struktur (II, III) zu Ausbildung einer
Anziehungskraft kommt,
zum Erzeugen von Kavitation in einem Fluid.
- Verwendung einer Vorrichtung nach einem der Ansprüche 16 bis 21 zum
Prüfen von Materialeigenschaften, wobei das zu prüfende Material elektrisch leitfähig
ist oder eine mit dem zu prüfenden Material festverbundene elektrisch leitfähige
Schicht aufweist und als dritte leitfähige Struktur (III) dient.
- Verwendung einer Vorrichtung zur Erzeugung eines Zugimpulses, mit
– mindestens zwei gegeneinander isolierten, nebeneinanderliegenden und elektrisch
leitfähigen Strukturen (I, II, III),
– einem Mittel zum Erzeugen (4) eines Magnetfelds mit einer ersten
der leitfähigen Strukturen (I), und wobei die Magnetfeldlinien mindestens eine der
mindestens einen weiteren leitfähigen Struktur (II, III) durchdringen, und
– einem Mittel zum Abschalten (6) des Magnetfelds, wodurch in mindestens
einer der mindestens einen weiteren leitfähigen Struktur (II, III) jeweils ein Strom
induziert wird, wodurch es mindestens zwischen der ersten und der mindestens einen
der mindestens einen weiteren leitfähigen Struktur (II, III) zu Ausbildung einer
Anziehungskraft kommt,
zum Prüfen von Materialeigenschaften, wobei das zu prüfende Material elektrisch
leitfähig ist oder eine mit dem zu prüfenden Material festverbundene elektrisch
leitfähige Schicht aufweist und als dritte leitfähige Struktur (III) dient.
Es folgen 3 Blatt Zeichnungen
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