| Dokumentenidentifikation |
DE102004017345B3 01.09.2005 |
| Titel |
Chronograph |
| Anmelder |
Lange Uhren GmbH, 01768 Glashütte, DE |
| Erfinder |
Bobe, Tino, 01768 Glashütte-Johnsbach, DE; Schneider, Jens, 01768 Glashütte-Johnsbach, DE |
| Vertreter |
Klein, T., Dipl.-Ing.(FH), Pat.-Anw., 55263 Wackernheim |
| DE-Anmeldedatum |
06.04.2004 |
| DE-Aktenzeichen |
102004017345 |
| Veröffentlichungstag der Patenterteilung |
01.09.2005 |
| Veröffentlichungstag im Patentblatt |
01.09.2005 |
| IPC-Hauptklasse |
G04F 7/08
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| IPC-Nebenklasse |
G04F 7/06
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| Zusammenfassung |
Die Erfindung bezieht sich auf einen Chronograph mit einem Uhrwerk, von dem ein Sekundenchronographenzeiger und in einer Anzahl insbesondere von dreißig Schritten pro Umdrehung ein Minutenchronographenzeiger drehbar antreibbar sind. Weiterhin ist eine Steuereinrichtung zum Stoppen des Sekundenchronographenzeigers und des Minutenchronographenzeigers sowie zum Ingangsetzen eines Schleppzeigermechanismus, eines Sekundenschleppzeigers und eines Minutenschleppzeigers vorhanden, der ein Auslöseelement zum Starten und zum Stoppen des Sekundenschleppzeigers und eines Minutenschleppzeigers aufweist. Der Schleppzeigermechanismus weist ein gemeinsames Auslöseelement für den Sekundenschleppzeiger und den Minutenschleppzeiger auf, von dem eine Raste 18 in eine Rastausnehmung 34 von an dem Umfang eines Minutenschleppzeigerrades 30 gleichmäßig verteilt angeordneten Rastausnehmungen 31 einrastbar und ausrastbar ansteuerbar ist. Dabei ist mit dem Minutenschleppzeigerrad 30 ein Minutenschleppzeigerrohr eines Minutenschleppzeigers verbunden und die Anzahl der Rastausnehmungen 34 entspricht der Anzahl der Schritte des Minutenchronographenzeigers pro Umdrehung.
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| Beschreibung[de] |
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Die Erfindung bezieht sich auf einen Chronograph mit einem Uhrwerk,
von dem ein Sekundenchronographenzeiger und in einer Anzahl insbesondere von dreißig
Schritten pro Umdrehung ein Minutenchronographenzeiger drehbar antreibbar sind,
mit einer Steuervorrichtung zum Stoppen des Sekundenchronographenzeigers und des
Minutenchronographenzeigers sowie zum Ingangsetzen eines Schleppzeigermechanismus
eines Sekundenschleppzeigers und eines Minutenschleppzeigers, der ein Auslöseelement
zum Starten und zum Stoppen des Sekundenschleppzeigers und eines Minutenschleppzeigers
aufweist.
Bei derartigen Chronographen ist es zum Arretieren des Minutenschleppzeigers
bekannt ein mit einer feinen Verzahnung versehenes Rad des Minutenschleppzeigermechanismus
zwischen zwei beidseitig wirkenden Zangen einzuklemmen. Diese Ausbildung erfordert
viele Bauteile und benötigt einen großen Bauraum.
Ein Chronograph der eingangs genannten Art ist aus der DE
101 35 110 A1 bekannt.
Aus der DE-AS 1 003 141 ist weiterhin eine Stoppuhr mit einem Uhrwerk
bekannt, von dem ein Sekundenzeiger und in einer Anzahl Schritten pro Umdrehung
ein Minutenzeiger drehbar antreibbar sind. Weiterhin ist eine Steuervorrichtung
zum Stoppen des Sekundenzeigers und des Minutenzeigers sowie zum Ingangsetzen eines
Schleppzeigermechanismus eines Sekundenschleppzeigers und eines Minutenschleppzeigers
bekannt, der ein Auslöseelement zum Starten und zum Stoppen des Sekundenschleppzeigers
und des Minutenschleppzeigers aufweist, wobei der Schleppzeigermechanismus ein gemeinsames
Auslöseelement für den Sekundenschleppzeiger und den Minutenschleppzeiger besitzt.
Von diesem ist ein Bremshebel einseitig an dem Umfang eines Minutenschleppzeigerrades
anlegbar und ablegbar ansteuerbar, wobei mit dem Minutenschleppzeigerrad ein Minutenschleppzeigerzapfen
eines Minutenschleppzeigers verbunden ist.
Aufgabe der Erfindung ist es daher einen Chronograph der eingangs
genannten Art zu schaffen, der wenige einfache Bauteile aufweist, einen geringen
Bauraum benötigt und eine hohe Funktionssicherheit besitzt.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß der Schleppzeigermechanismus
ein gemeinsames Auslöseelement für den Sekundenschleppzeiger und den Minutenschleppzeiger
aufweist, von dem eine Raste in eine Rastausnehmung von an dem Umfang eines Minutenschleppzeigerrads
gleichmäßig verteilt angeordneten Rastausnehmungen einrastbar und ausrastbar ansteuerbar
ist, wobei mit dem Minutenschleppzeigerrad ein Minutenschleppzeigerrohr eines Minutenschleppzeigers
verbunden ist und die Anzahl der Rastausnehmungen der Anzahl der Schritte des Minutenchronographenzeigers
pro Umdrehung entspricht.
Das gemeinsame Auslöseelement für den Sekundenschleppzeiger und den
Minutenschleppzeiger stellt sicher, daß das Starten und Stoppen von Sekundenschleppzeiger
und Minutenschleppzeiger gleichzeitig erfolgt.
Durch die in die Rastausnehmungen einrastende Raste wird nicht nur
das Minutenschleppzeigerrad arretiert sondern gleichzeitig exakt in seiner Minutenposition
ausgerichtet, so daß auch ein korrektes Ablesen der festgehaltenen Zwischenzeit
gewährleistet ist.
Die wenigen erforderlichen Bauteile führen sowohl zu einer Funktionssicherheit
als auch zu einem geringen Bauraumbedarf.
Zur einfachen Synchronisation des Minutenschleppzeigers mit dem Minutenchronographenzeiger
kann das Minutenschleppzeigerrad über einen Minutenschleppzeiger-Herzhebel mit einem
Minutenschleppzeigerherz kuppelbar sein, das drehfest mit einer Zeigerachse des
Minutenchronographenzeigers verbunden ist.
Dabei wird eine besonders kompakte Ausbildung erreicht, wenn das Minutenschleppzeigerherz
mit einem die Zeigerachse des Minutenchronographenzeigers tragenden Minutenzählerrad
fest verbunden ist.
Besonders bauraumsparend ist es, wenn das Minutenschleppzeigerrad
und das Minutenschleppzeigerherz um eine gemeinsame Drehachse drehbar angeordnet
sind.
Zur einfachen Kopplung von Minutenschleppzeigerrad und Schleppzeigerherz
und zwangsläufig richtiger Zuordnung des Minutenschleppzeiger-Herzhebels zum Minutenschleppzeigerherz
kann der Minutenschleppzeiger-Herzhebel mit seinem einen Ende an dem Minutenschleppzeigerrad
um einen zur Drehachse parallele Achse schwenkbar gelagert und mit seinem anderen
Ende durch eine Federkraft in Anlage an das Minutenschleppzeigerherz beaufschlagt
sein.
Ist dabei der Minutenschleppzeiger-Herzhebel von einer an dem Minutenschleppzeigerrad
befestigten Federelement gegen das Minutenschleppzeigerherz beaufschlagt,
so wird auch dieses Federelement immer in seiner korrekten Lage zum Minutenschleppzeiger-Herzhebel
mitgeführt.
Zum Stoppen des Minutenschleppzeigers kann der Minutenschleppzeiger-Herzhebel
durch eine von dem Auslöseelement betätigbare Entkupplungseinrichtung außer Eingriff
von dem Minutenschleppzeigerherz bringbar sein.
Weist die Entkuppeleinrichtung ein koaxial zum Minutenschleppzeigerrad
drehbar angeordnetes Isolatorrad und einen um eine zur Drehachse parallele Isolatorachse
um einen bestimmten Schwenkwinkel zwischen einer Auskuppelstellung und einer Einkuppelstellung
schwenkbar antreibbaren Isolatorhebel auf, durch den Isolatorrad um einen bestimmten
Drehwinkel drehbar antreibbar ist, durch den das Isolatorrad um einen bestimmten
Drehwinkel drehbar antreibbar ist, wobei das Isolatorrad einen Anschlag aufweist,
durch den der Minutenschleppzeiger-Herzhebel von dem Minutenschleppzeigerherz entkuppelbar
beaufschlagbar ist, besitzt die Entkupplungseinrichtung eine kompakte Bauweise mit
einfachen Bauteilen und ist leicht betätigbar. Das Isolatorrad kann zum sicheren
Antrieb durch den Isolatorhebel mit einer radial umlaufenden Verzahnung, insbesondere
einer Sägeverzahnung und der Isolatorhebel mit einer entsprechenden Gegenverzahnung
versehen sein, die in der Einkuppelstellung in die Verzahnung des Isolatorrades
eingreift.
In einfacher Weise ist vorzugsweise die Entkuppeleinrichtung von einem
Steuerhebel betätigbar, der von dem Auslöseelement aus einer Einkuppelstellung in
eine Entkuppelstellung entgegen einer Federkraft um eine Steuerhebelachse schwenkbar
antreibbar ist, wobei der Isolatorhebel von dem Steuerhebel entgegen der Federkraft
schwenkbar beaufschlagbar ist.
In Mehrfachfunktion und damit Teile und Bauraum sparend kann der Steuerhebel
einen Anschlag aufweisen, durch den die Raste in der Einkuppelstellung des Steuerhebels
aus der Rastausnehmung ausrastbar beaufschlagt ist.
Zu einem bauteilsparenden Aufbau führt es, wenn die Raste an dem freien
Ende eines radial gegen das Minutenschleppzeigerrad vorgespannten Federarms angeordnet
ist.
Zur Definition der Position des Steuerhebels in seiner Entkupplungsstellung
kann der Steuerhebel in seiner Einkuppelstellung an einem Anschlag, insbesondere
einem Anschlagexzenter in Anlage sein.
Ist das gemeinsame Auslöseelement ein drehbar antreibbares Kolonnenrad
mit gleichmäßig radial umlaufend verteilten Kolonnen, so wird ein einfacher und
sicherer Antrieb sowohl des Sekundenschleppzeigers als auch des Minutenschleppzeigers
erreicht.
Dabei kann der Steuerhebel von den Kolonnen aus seiner Einkuppelstellung
in seine Entkuppelstellung schwenkbar antreibbar sein.
Das Kolonnenrad ist vorzugsweise mit gleichmäßig verteilt radial umlaufend
angeordneten Schaltzähne doppelter Anzahl als der Anzahl der Kolonnen ausgebildet,
über die das Kolonnenrad drehbar antreibbar ist, wobei zur Sicherung der Positionen
des Kolonnenrades eine Rastfeder in die Zahnlücken zwischen den Schaltzähnen federnd
einrastbar sein kann.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt
und wird im folgenden näher beschrieben. Es zeigen
1 eine Ansicht des einen Minutenschleppzeiger
betätigenden Teils eines Schleppzeigermechanismus in Stoppposition
2 eine Ansicht des den Minutenschleppzeiger
betätigenden Teils des Schleppzeigermechanismus nach 1
in einer Mitlaufposition.
Der dargestellte Teil des Schleppzeigermechanismus zeigt ein durch
einen nicht dargestellten Drücker drehbar betätigbares Kolonnenrad 1 mit
acht axial hervorstehenden, gleichmäßig umlaufend verteilt angeordneten Kolonnen
2 sowie sechzehn gleichmäßig am Umfang verteilt angeordneten Schaltzähnen
3. In eine der Zahnlücken 4 zwischen den Schaltzähnen
3 ist eine Raste 5 einer Rastfeder 6 federnd eingerastet.
Ein Finger 7 eines um eine Steuerhebelachse 8 schwenkbar
gelagerten Steuerhebels 9 greift in die Lücken 10 zwischen den
Kolonnen 2 ein und wird durch Verdrehen des Kolonnenrades 1 im
Uhrzeigersinn rampenartig aus einer Lücke 10 herausgehoben und gleitet
auf der äußeren Peripherie der Kolonne 2, bis sie in die folgende Lücke
10 wieder hinein fällt.
Durch das Herausheben der Klinke aus einer Lücke 10 wird
der Steuerhebel 9 aus einer Einkuppelstellung (2)
in eine Entkuppelstellung (1) verschwenkt.
Zur Positionierung der Entkuppelstellung liegt der Steuerhebel
9 mit einem Anschlagarm 11 an einem Anschlagexzenter
12 an und wird durch einen einteilig an dem Steuerhebel 9 angeordneten,
an einem Stift 13 abgestützten Federarm 14 gegen den Anschlagexzenter
12 federbeaufschlagt.
Der Steuerhebel 9 weist weiterhin einen Betätigungsarm
15 auf, an dessen freiem Endbereich sich ein Anschlag 16 befindet,
durch den ein mit einem Ende fest angeordneter Federarm 17 auslenkbar beaufschlagbar
ist, der an seinem freien Ende eine Raste 18 trägt.
Der Steuerhebel 9 besitzt an seinem Betätigungsarm
15 weiterhin einen Fortsatz 19, durch den bei Verschwenken des
Steuerhebels 9 aus seiner Entkuppelstellung in seine Einkuppelstellung
ein um eine zur Steuerhebelachse 8 parallele Isolatorachse 20
schwenkbarer Isolatorhebel 21 entgegen der Kraft einer Feder
22 aus seiner Einkuppelstellung (1) in seine
Auskuppelstellung (2) schwenkbar beaufschlagbar ist.
Der Isolatorhebel 21 besitzt an einem zur Isolatorachse
20 radial beabstandeten Bereich drei Zähne einer Gegenverzahnung
23, die bei Verschwenken des Isolatorhebels 21 aus der Entkuppelstellung
in die Einkuppelstellung in eine radial umlaufende Sägeverzahnung 24 eines
Isolatorrades 25 eingreifen und dieses um einen bestimmten Drehwinkel entgegen
dem Uhrzeigersinn drehen.
Das Isolatorrad 25 ist um eine zur Steuerhebelachse
8 parallele Drehachse 26 drehbar gelagert und trägt einen Anschlag
27, durch den ein Minutenschleppzeiger-Herzhebel 28 bei Drehung
des Isolatorrades 25 um eine zur Drehachse 26 parallele Achse
29 schwenkbar beaufschlagbar ist.
Der Minutenschleppzeiger-Herzhebel 28 ist mit seinem einen
Ende um die Achse 29 schwenkbar an einem Minutenschleppzeigerrad
30 gelagert, das ebenfalls um die Drehachse 26 drehbar gelagert
ist, und beaufschlagt mit seinem anderen Endbereich die radial umlaufende Herzkurve
31 eines Minutenschleppzeigerherzes 32. Dieses Minutenschleppzeigerherz
32 ist ebenfalls um die Drehachse 26 drehbar und mit einem nicht
dargestellten, die Zeigerachse eines Minutenchronographenzeigers tragenden Minutenzählerrad
eines Chronographen fest verbunden.
Durch einen vorgespannten Federarm eines mit einem Ende an dem Minutenschleppzeigerrad
30 befestigten Federelements 33 ist der Minutenschleppzeiger-Herzhebel
28 gegen die Herzkurve 31 des Minutenschleppzeigerherzes
32 beaufschlagt. Das Minutenschleppzeigerrad 30 besitzt an seinem
radial umlaufenden Umfang gleichmäßig verteilt dreißig Rastausnehmungen
34, die in ihrer Form der Form der Raste 18 entsprechen und in
die die Raste 18 einrastbar ist.
Der Chronograph besitzt einen nicht dargestellten Sekundenchronographenzeiger
und einen Minutenchronographenzeiger, wobei der Minutenchronographenzeiger in dreißig
Schritten pro Umdrehung drehbar antreibbar ist. Dem Sekundenchronographenzeiger
ist ein Sekundenschleppzeiger und dem Minutenchronographenzeiger ist der ebenfalls
in dreißig Schritten pro Umdrehung fortschaltbare Minutenschleppzeiger zugeordnet.
Der Schleppzeigermechanismus beider Schleppzeiger besitzt das Kolonnenrad
1 als gemeinsames Auslöseelement.
Sollen bei laufenden Sekunden- und Minutenchronographenzeigern die
mitlaufenden Sekunden- und Minutenschleppzeiger gestoppt werden, erfolgt ein Verdrehen
des Kolonnenrades 1 um eine Teilung der Schaltzähne 3. Dadurch fällt der
Finger 7 in eine Lücke zwischen zwei Kolonnen 2. Dabei erfolgt
auch ein Verschwenken des Steuerhebels 9 entgegen dem Uhrzeigersinn bis
zur Anlage an dem Anschlagexzenter 12.
Da nun der Anschlag 16 den Federarm 17 nicht mehr
ausgelenkt hält, bewegt dieser die Raste 18 in eine Rastausnehmung
34 des Minutenschleppzeigerrades 30 und blockiert dessen weitere
Drehbewegung und damit auch die Drehbewegung des Minutenschleppzeigers.
Durch die Schwenkbewegung des Steuerhebels 9 kommt es unter
der Wirkung der Feder 22 gleichzeitig zu einer Schwenkbewegung des Isolatorhebels
21 im Uhrzeigersinn, so daß dessen Gegenverzahnung 23 in Eingriff
in die Sägeverzahnung 24 des Isolatorrades 25 gelangt und dieses
um einen bestimmten Winkel verdreht. Dabei gelangt der Anschlag 27 in Anlage
an den Minutenschleppzeiger-Herzhebel 28 und hebt diesen entgegen der Kraft
des Federelements 33 von dem Minutenschleppzeigerherz 32 ab, so
daß die Herzkurve 31 und damit auch der mit ihr über das Minutenzählerrad
verbundene Minutenchronographenzeiger sich ungehindert weiterdrehen können.
Soll nun der Minutenschleppzeiger wieder mit dem Minutenchronographenzeiger
synchron weiterlaufen, wird das Kolonnenrad 1 um eine Zahnteilung der Schaltzähne
3 weitergedreht. Dadurch erfolgt ein rampenartiges Ausheben des Fingers
7 aus der Lücke zwischen zwei Kolonnen 2 und ein Aufliegen auf
der peripheren Außenfläche einer Kolonne 2. Gleichzeitig wird dadurch der
Steuerhebel 9 im Uhrzeigersinn verschwenkt, wodurch über den Anschlag
16 der Federarm 17 verschwenkt und seine Raste 18 aus
der Rastausnehmung 34 herausgehoben wird.
Weiterhin erfolgt durch Beaufschlagung eines Anschlags 35
des Isolatorhebels 21 durch den Fortsatz 19 des Steuerhebels
9 ein Verschwenken des Isolatorhebels 21 entgegen
dem Uhrzeigersinn. Damit gelangt dessen Gegenverzahnung 23 außer Eingriff
von der Sägeverzahnung 24 des Isolatorrades 25, so daß das Federelement
33 den Minutenschleppzeiger-Herzhebel wieder in Anlage an die Herzkurve
31 des Minutenschleppzeigerherzes 32 bringt. Dieses verdreht sich
dann unter der radialen Beaufschlagung des Minutenschleppzeiger-Herzhebels
28, bis dieser an der radial geringsten Erstreckung des Minutenschleppzeigerherzens
32 anliegt, so daß Minutenchronographenzeiger und Minutenschleppzeiger
einander überdecken und synchron sich weiterdrehen.
Damit sich das Isolatorrad 25 nur um den bestimmten Schwenkwinkel
mit seinem Anschlag 27 von dem Minutenschleppzeiger-Herzhebel
28 wegbewegen kann, ist diese Bewegung durch einen Anschlag 36
des Minutenschleppzeigerrades 30 gegrenzt.
1- Kolonnenrad
2- Kolonnen
3- Schaltzähne
4- Zahnlücken
5- Raste
6- Rastfeder
7- Finger
8- Steuerhebelachse
9- Steuerhebel
10- Lücke
11- Anschlagarm
12- Anschlagexzenter
13- Stift
14- Federarm
15- Betätigungsarm
16- Anschlag
17- Federarm
18- Raste
19- Fortsatz
20- Isolatorachse
21- Isolatorhebel
22- Feder
23- Gegenverzahnung
24- Sägeverzahnung
25- Isolatorrad
26- Drehachse
27- Anschlag
28- Minutenschleppzeiger-Herzhebel
29- Achse
30- Minutenschleppzeigerrad
31- Herzkurve
32- Minutenschleppzeigerherz
33- Federelement
34- Rastausnehmung
35- Abschlag
36- Anschlag
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| Anspruch[de] |
- Chronograph mit einem Uhrwerk, von dem ein Sekundenchronographenzeiger
und in einer Anzahl insbesondere von dreißig Schritten pro Umdrehung ein Minutenchronographenzeiger
drehbar antreibbar sind, mit einer Steuervorrichtung zum Stoppen des Sekundenchronographenzeigers
und des Minutenchronographenzeigers sowie zum Ingangsetzen eines Schleppzeigermechanismus
eines Sekundenschleppzeigers und eines Minutenschleppzeigers, der ein Auslöseelement
zum Starten und zum Stoppen des Sekundenschleppzeigers und eines Minutenschleppzeigers
aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß der Schleppzeigermechanismus ein gemeinsames
Auslöseelement für den Sekundenschleppzeiger und den Minutenschleppzeiger aufweist,
von dem eine Raste (18) in eine Rastausnehmung (34) von an dem
Umfang eines Minutenschleppzeigerrads (30) gleichmäßig verteilt angeordneten
Rastausnehmungen (34) einrastbar und ausrastbar ansteuerbar ist, wobei
mit dem Minutenschleppzeigerrad (30) ein Minutenschleppzeigerrohr eines
Minutenschleppzeigers verbunden ist und die Anzahl der Rastausnehmungen (34)
der Anzahl der Schritte des Minutenchronographenzeigers pro Umdrehung entspricht.
- Chronograph nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Minutenschleppzeigerrad
(30) über einen Minutenschleppzeiger-Herzhebel (28) mit einem
Minutenschleppzeigerherz (32) kuppelbar ist, das drehfest mit einer Zeigerachse
des Minutenchronographenzeigers verbunden ist.
- Chronograph nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Minutenschleppzeigerherz
(32) mit einem die Zeigerachse des Minutenchronographenzeigers tragenden
Minutenzählerrad fest verbunden ist.
- Chronograph nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß das Minutenschleppzeigerrad (30) und das Minutenschleppzeigerherz (32)
um eine gemeinsame Drehachse (26) drehbar angeordnet sind.
- Chronograph nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Minutenschleppzeiger-Herzhebel
(28) mit seinem einen Ende an dem Minutenschleppzeigerrad (30)
um eine zur Drehachse (26) parallele Achse (29) schwenkbar gelagert
und mit seinem anderen Ende durch eine Federkraft in Anlage an das Minutenschleppzeigerherz
(32) beaufschlagt ist.
- Chronograph nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Minutenschleppzeiger-Herzhebel
(28) von einer an dem Minutenschleppzeigerrad (30) befestigten
Federelement (33) gegen das Minutenschleppzeigerherz (32)
beaufschlagt ist.
- Chronograph nach einem der Ansprüche 2 bis 6, dadurch gekennzeichnet,
daß der Minutenschleppzeiger-Herzhebel (28) durch eine von dem Auslöseelement
betätigbare Entkuppeleinrichtung außer Eingriff von dem Minutenschleppzeigerherz
(32) bringbar ist.
- Chronograph nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Entkuppeleinrichtung
ein koaxial zum Minutenschleppzeigerrad (30) drehbar angeordnetes Isolatorrad
(25) und einen um eine zur Drehachse (26) parallele Isolatorachse
(20) um einem bestimmten Schwenkwinkel zwischen einer Auskuppelstellung
und einer Einkuppelstellung schwenkbar antreibbaren Isolatorhebel (21)
aufweist, durch den das Isolatorrad (25) um einen bestimmten Drehwinkel
drehbar antreibbar ist, wobei das Isolatorrad (25) einen Anschlag (27)
aufweist, durch den der Minutenschleppzeiger-Herzhebel (32) von dem Minutenschleppzeigerherz
(32) entkuppelbar beaufschlagbar ist.
- Chronograph nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß das Isolatorrad
(25) mit einer radial umlaufenden Verzahnung, insbesondere einer Sägeverzahnung
(24) und der Isolatorhebel (21) mit einer entsprechenden Gegenverzahnung
(23) versehen ist, die in der Einkuppelstellung in die Verzahnung des Isolatorrades
(25) eingreift.
- Chronograph nach einem der Ansprüche 7 bis 9, dadurch gekennzeichnet,
daß die Entkuppeleinrichtung von einem Steuerhebel (9) betätigbar ist,
der von dem Auslöseelement aus einer Einkuppelstellung in eine Entkuppelstellung
entgegen einer Federkraft um eine Steuerhebelachse (8) schwenkbar antreibbar
ist.
- Chronograph nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß der Isolatorhebel
(21) von dem Steuerhebel (9) entgegen der Federkraft schwenkbar
beaufschlagbar ist.
- Chronograph nach einem der Ansprüche 10 und 11, dadurch gekennzeichnet,
daß der Steuerhebel (9) einen Anschlag (16) aufweist, durch den
die Raste (18) in der Einkuppelstellung des Steuerhebels (9) aus
der Rastausnehmung (34) ausrastbar beaufschlagt ist.
- Chronograph nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß die Raste (18) an dem freien Ende eines radial gegen das Minutenschleppzeigerrad
(30) vorgespannten Federarms (17) angeordnet ist.
- Chronograph nach einem der Ansprüche 10 bis 13, dadurch gekennzeichnet,
daß der Steuerhebel (9) in seiner Einkuppelstellung an einem Anschlag,
insbesondere einem Anschlagexzenter (12) in Anlage ist.
- Chronograph nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß das gemeinsame Auslöseelement ein drehbar antreibbares Kolonnenrad (1)
mit gleichmäßig radial umlaufend verteilten Kolonnen (2) ist.
- Chronograph nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß der Steuerhebel
(9) von den Kolonnen (2) aus seiner Einkuppelstellung in seine
Entkuppelstellung schwenkbar antreibbar ist.
- Chronograph nach einem der Ansprüche 15 und 16, dadurch gekennzeichnet,
daß das Kolonnenrad (1) mit gleichmäßig verteilt radial umlaufend angeordneten
Schaltzähnen (3) doppelter Anzahl als der Anzahl der Kolonnen (2)
ausgebildet ist, über die das Kolonnenrad (1) drehbar antreibbar ist.
- Chronograph nach Anspruch 17 , dadurch gekennzeichnet, daß eine Rastfeder
(6) in die Zahnlücken (4) zwischen den Schaltzähnen (3)
federnd einrastbar ist.
Es folgen 2 Blatt Zeichnungen
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