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Dokumentenidentifikation DE202005001306U1 01.09.2005
Titel Rauchgaswärmetauscher
Anmelder Seltmann, Uwe, 45355 Essen, DE
DE-Aktenzeichen 202005001306
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 01.09.2005
Registration date 28.07.2005
Application date from patent application 24.01.2005
IPC-Hauptklasse F23J 15/06

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen Rauchgaswärmetauscher, der an bestehenden Kaminöfen auch nachträglich ohne großen mechanischen Aufwand angebacht werden kann und die normalerweise verlorene Abgasenergie zum Teil nutzt, um über eine extern bereits vorhandene Zirkulationspumpe einer Wärmeversorgungsanlage die Energie mit dem flüssigen Medium als Träger, im Wohnraum verteilt.

Desweiteren ist der Anschluß an eine Brauchwassereranlage möglich.

Zeichnung 1 zeigt die Draufsicht auf die Bohrplatte (8) und die identische Bohrplatte (8.1).

Die Rauchgasrohre (5) sind in 4 Radien (r1, r2, r3, r4) symetrisch angeordnet.

Zeichung 2 zeigt die Seitenansicht des kompletten Rauchgaswärmetauschers in der senkrechten Lage.

Über den Vorlaufstutzen (2) wird das von der externen Pumpe gelieferte flüssige Medium, allgemein Wasser, an den Prallblechen (4) geleitet und zum Rücklaufstutzen (3) befördert.

Durch den Anschlußstutzen (6) gelangt das heiße Rauchgas eines Kaminofens an die Bohrplatte (8).

Dort wird der Volumenstrom auf alle senkrecht, druckdicht verschweißten Rauchgasrohre (5) verteilt.

Ein Teil dieser Wärmeenergie wird nun beim durchströmen der heißen Verbrennungsgase des Kaminofens oder ähnlichen Wärmequelle an die Rauchgasrohre (5) und an das sie umströmende flüssige Medium abgegeben. Das nun etwas abgekühlte Rauchgas kann nun über die obere Bohrplatte (8.1) , konisches Verbindungsstück (7.1) und Anschlußstutzen (6.1) dem normalen, bereits vorhandenen Abgaskamin zugeführt werden.

Die senkrecht eingeschweißten Rauchgasrohre (5) sind im Durchmesser so dimensioniert, daß die Gesamtanzahl aller einzelnen Querschnitte dem ursprünglichen Querschnitt des Abgasanschlusses am Kaminofen entspricht.

Da die Länge der verwendeten Rauchgasrohre (5) der Länge entsprechen, die bei normalen Heizbedingungen nur etwa 40% der Heizenergie des Rauchgases absorbieren, reicht die Temperatur des ausgangsseitigen Rauchgasstroms aus, um eine Kaminversottung zu verhindern und einen einwandfreien Zug sicherzustellen.

Die Abmessungen der Anschlußstutzen (6) und (6.1) entspechen den technisch normalen und handelsüblichen Rohrdurchmessern von Kaminöfen.

Da in der ersten Brennphase des Kaminofens die Abgastemperatur relativ niedrig ist, entsteht an der Bohrplatte (8) möglicherweise Kondenswasser. Dieses wird innen über das konische Anschlußstück (7) an den unteren, innen liegenden, Kragen geleitet und mit dem Rohr (9) einem externen Abfluß oder Behälter zugeführt.

Um bei Ausfall der Förderleistung der extern bereits vorhandenen Zirkulationspumpe einen Überdruck zu vermeiden, ist am Rücklaufstutzen (3) ein normgerechtes und geprüftes Überdruckventil vorgesehen.

Der Vorteil dieser Erfindung liegt gegenüber ähnlichen Vorrichtungen in der kompakten Bauform , die es ermöglicht, diesen Rauchgaswärmetauscher in bestehende Kamininstallationen auch nachträglich und formschön zu integrieren.

Die Produktionskosten sind durch den mechanisch kompakten Aufbau und das Fehlen jeglicher beweglichen Komponenten gering.

Ebenso muß dieser Rauchgaswärmetauscher bauartbedingt und durch die kurze und kompakte Bauform nicht innen gereinigt werden. Ablagerungen werden durch die normale Abgastemperatur im Betrieb selbstständig gelöst.

Die Gesamtbaulänge des Rauchgaswärmetauschers gemäß dem Anspruch entspricht handelsüblichen Maßen für Rohrsegmente im Kaminbau.


Anspruch[de]
  1. Vorrichtung für einen mit flüssigem Medium betriebenen Kreislauf einer Wärmeversorgungsanlage, dadurch gekennzeichnet, daß dieser Rauchgaswärmetauscher mit einem rauchgasdurchströmten, rohrförmigen Kessel (1) ausgebildet ist. Dieser besteht, ebenso wie alle anderen Bauteile aus starkwandigem, druckdicht verschweißtem Edelstahl.

    Dieser Rauchgaswärmetauscher, der einen rohrförmigen Vorlaufstutzen (2) und einen rohrförmigen Rücklaufstutzen (3) aufweist, der druckfest mit dem rohrförmigen Kessel verschweißt ist, ist dadurch gekennzeichnet, daß das flüssige Medium durch Prallbleche (4) innerhalb des Kessels (1) an den Außenflächen der rauchgasführenden, senkrecht eingeschweißten Rohre (5) geführt wird.

    Das flüssige Medium, allgemein Wasser, wird dem unteren Vorlaufstutzen (2) insbesondere durch eine externe Pumpe zugeführt, durch die Prallbleche (4) an den Außenwänden der senkrecht eingeschweißten rauchgasführenden Rohre (5) entlang zum oberen Rücklaufstutzen (3) geführt.

    Die Rauchgasrohre sind in entsprechender Anzahl am unteren und oberen Ende fest und druckdicht mit der unteren Bohrplatte (8) und der oberen Bohrplatte (8.1) verschweißt. Die Bohrplatten (8) und (8.1) sind wiederum fest und druckdicht mit dem Kessel (1) verschweißt.

    Am unteren und oberen Ende des Kessels (1) ist jeweils das konusförmige Verbindungsadapter (7) und (7.1) druckdicht und bündig angeschweißt. An diesem jeweiligen verjüngten Ende der Verbindungsadapter sind wiederum die Rohrsegmente (6) und (6.1) bündig angeschweißt.

    Das untere Rohrsegment (6) hat im gesamten Umfang einen Materialüberstand innerhalb des Verbindungsadapters (7).

    In der senkrechten Linie zu dem Rücklaufstutzen (3) und dem Vorlaufstutzen (2) befindet sich das in den Verbindungsadapter (7) eingeschweißte Rohr (9) mit geringem Durchmesser, daß eine geringe Neigung nach unten aufweist.
Es folgt ein Blatt Zeichnungen






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