Die Erfindung betrifft einen Rauchgaswärmetauscher, der an bestehenden
Kaminöfen auch nachträglich ohne großen mechanischen Aufwand angebacht werden kann
und die normalerweise verlorene Abgasenergie zum Teil nutzt, um über eine extern
bereits vorhandene Zirkulationspumpe einer Wärmeversorgungsanlage die Energie mit
dem flüssigen Medium als Träger, im Wohnraum verteilt.
Desweiteren ist der Anschluß an eine Brauchwassereranlage möglich.
Zeichnung 1 zeigt die Draufsicht auf die
Bohrplatte (8) und die identische Bohrplatte (8.1).
Die Rauchgasrohre (5) sind in 4 Radien (r1, r2, r3, r4) symetrisch
angeordnet.
Zeichung 2 zeigt die Seitenansicht des
kompletten Rauchgaswärmetauschers in der senkrechten Lage.
Über den Vorlaufstutzen (2) wird das von der externen Pumpe
gelieferte flüssige Medium, allgemein Wasser, an den Prallblechen (4) geleitet
und zum Rücklaufstutzen (3) befördert.
Durch den Anschlußstutzen (6) gelangt das heiße Rauchgas
eines Kaminofens an die Bohrplatte (8).
Dort wird der Volumenstrom auf alle senkrecht, druckdicht verschweißten
Rauchgasrohre (5) verteilt.
Ein Teil dieser Wärmeenergie wird nun beim durchströmen der heißen
Verbrennungsgase des Kaminofens oder ähnlichen Wärmequelle an die Rauchgasrohre
(5) und an das sie umströmende flüssige Medium abgegeben. Das nun etwas
abgekühlte Rauchgas kann nun über die obere Bohrplatte (8.1) , konisches
Verbindungsstück (7.1) und Anschlußstutzen (6.1) dem normalen,
bereits vorhandenen Abgaskamin zugeführt werden.
Die senkrecht eingeschweißten Rauchgasrohre (5) sind im Durchmesser
so dimensioniert, daß die Gesamtanzahl aller einzelnen Querschnitte dem ursprünglichen
Querschnitt des Abgasanschlusses am Kaminofen entspricht.
Da die Länge der verwendeten Rauchgasrohre (5) der Länge
entsprechen, die bei normalen Heizbedingungen nur etwa 40% der Heizenergie des Rauchgases
absorbieren, reicht die Temperatur des ausgangsseitigen Rauchgasstroms aus, um eine
Kaminversottung zu verhindern und einen einwandfreien Zug sicherzustellen.
Die Abmessungen der Anschlußstutzen (6) und (6.1)
entspechen den technisch normalen und handelsüblichen Rohrdurchmessern von Kaminöfen.
Da in der ersten Brennphase des Kaminofens die Abgastemperatur relativ
niedrig ist, entsteht an der Bohrplatte (8) möglicherweise Kondenswasser.
Dieses wird innen über das konische Anschlußstück (7) an den unteren, innen
liegenden, Kragen geleitet und mit dem Rohr (9) einem externen Abfluß oder
Behälter zugeführt.
Um bei Ausfall der Förderleistung der extern bereits vorhandenen Zirkulationspumpe
einen Überdruck zu vermeiden, ist am Rücklaufstutzen (3) ein normgerechtes
und geprüftes Überdruckventil vorgesehen.
Der Vorteil dieser Erfindung liegt gegenüber ähnlichen Vorrichtungen
in der kompakten Bauform , die es ermöglicht, diesen Rauchgaswärmetauscher in bestehende
Kamininstallationen auch nachträglich und formschön zu integrieren.
Die Produktionskosten sind durch den mechanisch kompakten Aufbau und
das Fehlen jeglicher beweglichen Komponenten gering.
Ebenso muß dieser Rauchgaswärmetauscher bauartbedingt und durch die
kurze und kompakte Bauform nicht innen gereinigt werden. Ablagerungen werden durch
die normale Abgastemperatur im Betrieb selbstständig gelöst.
Die Gesamtbaulänge des Rauchgaswärmetauschers gemäß dem Anspruch entspricht
handelsüblichen Maßen für Rohrsegmente im Kaminbau.