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Dokumentenidentifikation DE202005005330U1 01.09.2005
Titel Wasserfilter
Anmelder Hülsenbeck, Peer, 24143 Kiel, DE
Vertreter BOEHMERT & BOEHMERT, 24105 Kiel
DE-Aktenzeichen 202005005330
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 01.09.2005
Registration date 28.07.2005
Application date from patent application 04.04.2005
IPC-Hauptklasse B04C 5/08
IPC-Nebenklasse B01D 33/27   B04C 5/103   B04C 5/12   E03B 7/07   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen Wasserfilter zum Einbau in eine Wasserleitung. Wasserwerke stellen zwar chemisch sauberes Wasser zur Verfügung, trotzdem kann es passieren, dass auf dem Weg in Einzelhaushalte Sand und Rostpartikel mitgeschwemmt werden. Um dies zu verhindern, werden seit geraumer Zeit Hauswasserstationen (Wasserfilter) direkt hinter der Hauptwasseruhr installiert. Die meisten dieser Filter bestehen jedoch aus einem Sieb und müssen in vergleichsweise kurzen Abständen gereinigt werden.

Die Reinigung ist aufwendig, insbesondere das Entfernen kleiner Partikel aus den siebbil denden Geweben.

Die Erfindung hat sich daher zur Aufgabe gestellt, einen verbesserten Wasserfilter zu schaffen, der neben besserer Abtrennung von Schwebepartikeln auch leichter gewartet werden kann.

Erfindungsgemäß wird dies durch einen Filter mit dem Merkmal des Hauptanspruches gelöst. Die Unteransprüche geben vorteilhafte Ausführungsformen der Erfindung wieder.

Insbesondere ist vorteilhaft, einen nach An eines Hydrozyklons wirkenden Filter vorzusehen, bei dem aus der Mitte des Innenraums das Wasser abgeleitet wird, während Frischwasser von oben her an die Wandung des Innenraums derart angeströmt wird, dass sich eine Wirbelströmung entlang der Wandung ausbildet, die dazu führt, dass die Fliehkräfte die Schwebpartikel nach außen tragen werden und an der sich nach unten hin verjüngenden Wandung herunter bis in einen mittleren zentralen Auffangbereich abgesetzt werden, während Wasser aus dem Innenbereich, der sich entlang der ganzen Innenwandung erstreckenden Wirbelströmung nach oben hin ohne Schwebepartikel abgeführt wird.

Insbesondere ist vorteilhaft, ein axial fest stehendes Schaufelrad vorzusehen, andere Leiteinrichtungen sind jedenfalls möglich. Auf diese Weise wird das Wasser auch bei niedrigen Flussgeschwindigkeiten in eine Wirbelströmung gezwungen, bei der das Wasser (in der Darstellung) gegen die Uhrzeigerrichtung rotiert.

Während das Wasser und die Partikel ihre Geschwindigkeit erhöhen müssen, da weiter unten die Wandung enger an den Auslass heranrückt, werden die Schwebeteilchen immer stärker an die Wandung gedrückt. Durch Reibungskräfte bewegen sich die äußeren Teilchen langsamer und da stets neues Wasser nachkommt mit höherer Geschwindigkeit, wird die Filterwirkung eintreten. Bei höheren Fließgeschwindigkeiten wird die Filterwirkung aufgrund der höheren Fliehkräfte stärker, während bei niedrigen Geschwindigkeiten die Sinkgeschwindigkeit der einzelnen Teilchen sich ebenfalls positiv auf die Filterwirkung auswirkt.

Am untersten Ende des Zyklons befindet sich dann ein Kunststoffteiler, der am äußeren Ende mit Löchern versehen ist. Durch diese Löcher werden Sand und Rostpartikel in einen Auffangbehälter geleitet, der separat geöffnet werden kann. Der Ring, der vor dem Auffangbehälter angebracht ist, dient dazu, den Wirbel, der die Partikel mitreißen könnte, zu stoppen. In der Mitte ist zudem ein Ventilstopfen vorgesehen, der ebenfalls einen zentralen Aufwärtswirbel unterbindet. Die Feststoffe passieren nun diesen Ventilkörper und sinken durch die Schwerkraft abwärts in einen Auffangbehälter. Hier werden sie verbleiben, bis ein Benutzer den Behälter entleert. Vorteilhafterweise werden zur Feststellung des Füllgrades durchsichtige Wände vorgesehen, so dass mit einem Blick erkannt werden kann, wann eine Entleerung vorzunehmen ist.

Für besonders mit Schwebeteilchen belastetes Wasser können auch größere Auffangbehälter vorgesehen werden.

Durch eine langgezogene Auslassöffnung wird die Filterwirkung dadurch verbessert, dass im Bereich der Mitte einströmende Partikel genügend lange den Fliehkräften unterworfen sind und so nicht Richtung Auslass durch die Strömung fortgetragen werden. Für Partikel, die im wesentlichen das gleiche spezifische Gewicht wie Wasser haben (Algen oder dergleichen) kann ein zusätzliches Filtersieb vorgesehen werden.

Dieser Filter wird, da er horizontal angeordnet ist, seine anhaftenden Teilchen durch die Schwerkraft bei geringem Masseunterschied nach unten abgeben können, sobald der Wasserfluss unterbrochen ist, wodurch auch diese Partikel nach unten hin in den Auffangbehälter gleiten können.

Weitere Vorteile und Merkmale der Erfindung ergeben sich aus folgender Beschreibung eines bevorzugten Ausführungsbeispiels anhand der beigefügten Zeichnung. Dabei zeigt

1 eine schematische Schnittdarstellung durch den erfindungsgemäßen Filter,

2 eine Detaildarstellung auf den Auslass des Filters, der im oberen Bereich in den Innenraum hineinragend angeordnet ist,

3 eine perspektivische Darstellung auf den Filter mit seiner transparenten Wandung, wobei im unteren Bereich ein Sieb angeordnet ist,

4 eine Detaildarstellung der Wandung und des Ventilkörpers, über dem das Sieb angeordnet ist,

5 eine Darstellung des die Wandung verschließenden Ventilkörpers und

6 eine Detaildarstellung der den Ventilkörper in seiner geöffneten Stellung haltenden Abstützeinrichtung.

Der Filter, wie in der 1 dargestellt, weist in seinem oberen Bereich zwei Anschlussflansche auf (von denen nur einer der aus der Zeichnungsebene nach vorn heraustretende dargestellt ist) die im wesentlichen in gleiche axiale Ausrichtung vorgesehen sein können, um in eine gerade Wasserleitung eingebaut zu werden. Einer der Auslässe ist mit dem in den Innenraum mündenden Rohrstutzen verbunden, während der andere, der Wassereinlass, mit einem, wie in der 2 dargestellt, trichterförmigen um den Rohrstutzen herum reichenden das Wasser verteilenden Fluidweg versehen ist.

In der 2 ist durch einen Pfeil das einströmende Wasser dargestellt, das durch die Leiteinrichtungen, die turbinenschaufelartig vorgesehen sind, in eine rotierende Bewegung versetzt wird.

Diese rotierende Bewegung ist in der 1 weitergeführt, wobei ein weiterer Pfeil, die sich im Innenbereich des Innenraums nach oben ausströmende schelle Wirbelströmung darstellt.

Der erfindungsgemaäße Wasserfilter zum Einbau in eine Wasserleitung weist die 3 erkennbaren zwei Anschlußflansche auf, einen in der Mitte eines Innenraums beabstandet der Wandung ableitenden Wasserauslaß, der die Fluidverbindung zum Abflußflansch bildet, und einen an die Wandung des Innenraums anströmenden Einlaß, der in Fluidverbindung zum Einbringflansch steht, wobei um den Auslaß herum Leiteinrichtungen zur Bewirkung einer Wirbelströmung im eingeleiteten Wasser vorgesehen sind.

Weiter ist der Wasserfilter mit einem Wasserauslaß versehen, der als Rohrstutzen frei in die Mitte des Innenraums des Wasserfilters ragt.

Der den Wasserauslaß umgebende Teilbereich des Innenraums weist sich verzeigende Einlaßkanälen in den Wassereinleitraum auf, der sich um den Rohrstutzen herum erstreckt.

Nach unten ist der Wassereinleitraum durch eine auf dem Wasserauslaßrohrstutzen vorgesehene Mehrzahl von geneigten Wasserleit„schaufeln" in horizontaler ringförmiger Anordnung begrenzt. Jede einzelne dieser Anordnung aus Wasserleit„schaufeln" ist turbinenschaufelartig verwölbt.

Weiter ist der Rohrstutzen des Wasserauslasses mit einem sich verjüngenden, unter die Wasserleitschaufeln herunterreichenden Endbereich versehen, der sich von einem runden horizontalen Öffnungsquerschnitt nach oben hin erweitert.

Eine Dichtwand zu einem unteren Teilbereich des Wasserfiltergehäuses ist mit deutlichem Abstand zur Öffnung des Rohrstutzens vorgesehen, und weist eine eine Dichtungsventileinheit zum Verschließen der Fluidkommunikation zu einem darunter befindlichem Teilgehäuse auf. Dieser untere Teilbereich des Gehäuses ist abnehmbar.


Anspruch[de]
  1. Wasserfilter zum Einbau in eine Wasserleitung mit zwei Anschlußflanschen, gekennzeichnet durch

    – einen in der Mitte eines Innenraums beabstandet der Wandung ableitenden Wasserauslaß, der die Fluidverbindung zum Abflußflansch bildet, und einen an die Wandung des Innenraums anströmenden Einlaß, der in Fluidverbindung zum Einbringflansch steht,

    wobei um den Auslaß herum Leiteinrichtungen zur Bewirkung einer Wirbelströmung im eingeleiteten Wasser vorgesehen sind.
  2. Wasserfilter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Wasserauslaß als Rohrstutzen frei in die Mitte des Innenraums des Wasserfilters ragt.
  3. Wasserfilter nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der den Wasserauslaß umgebende Teilbereich des Innenraums mit aufgeteilten Einlaßkanälen den Wassereinleitraum bildet.
  4. Wasserfilter nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass auf dem Wasserauslaßrohrstutzen eine Mehrzahl von geneigten Wasserleit„schaufeln" in horizontaler ringförmiger Anordnung vorgesehen sind.
  5. Wasserfilter nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass jede einzelne der Anordnung aus Wasserleit„schaufeln" turbinenschaufelartig verwölbt ist.
  6. Wasserfilter nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Rohrstutzen des Wasserauslasses einen sich verjüngenden, unter die Wasserleitschaufeln herunterreichenden Endbereich besitzt, der sich von einem runden horizontalen Öffnungsquerschnitt nach oben hin zunächst sich erweitert.
  7. Wasserfilter nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der eine Dichtwand zu einem unteren Teilbereich des Wasserfiltergehäuses vorgesehen ist, in der eine Dichtungsventileinheit zum Verschließen der Fluidkommunikation zum unteren Teilbereich vorgesehen ist.
  8. Wasserfilter nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der untere Teilbereich abnehmbar ist.
Es folgen 4 Blatt Zeichnungen






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