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Dokumentenidentifikation DE60013273T2 01.09.2005
EP-Veröffentlichungsnummer 0001182933
Titel VERFAHREN UND VORRICHTUNG ZUM POSITIONIEREN VON DEN VORDERBEINEN EINES SCHLACHTTIERES, DAS AN SEINEN HINTERBEINEN AUFGEHÄNGT IST
Anmelder Humboldt B.V., Lichtenvoorde, NL;
Post, Gerard Jan, Hengelo, NL
Erfinder PARDIJS, Jan, Hendrik, NL-7102 AZ Winterswijk, NL
Vertreter Eisenführ, Speiser & Partner, 28195 Bremen
DE-Aktenzeichen 60013273
Vertragsstaaten BE, DE, DK, ES, FR, NL
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 17.05.2000
EP-Aktenzeichen 009357294
WO-Anmeldetag 17.05.2000
PCT-Aktenzeichen PCT/NL00/00337
WO-Veröffentlichungsnummer 0000070957
WO-Veröffentlichungsdatum 30.11.2000
EP-Offenlegungsdatum 06.03.2002
EP date of grant 25.08.2004
Veröffentlichungstag im Patentblatt 01.09.2005
IPC-Hauptklasse A22B 7/00

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Positionieren der Vorderbeine eines Schlachttieres, das an seinen Hinterbeinen aufgehängt ist, durch Eingreifen von Positionierungsmitteln in die Vorderbeine und anschließendes Verschieben der Positionierungsmittel, so dass sie die Vorderbeine in eine gewünschte Position bringen, indem die Vorderbeine auseinander gedrückt werden, bis sie eine gewünschte, auseinander gedrückte Position einnehmen. Die Erfindung betrifft auch eine Vorrichtung zum Positionieren der Vorderbeine eines Schlachttieres, dass an seinen Hinterbeinen aufgehängt ist, umfassend: Aufhängemittel zum Aufhängen eines Schlachttieres an seinen Hinterbeinen und Positionierungsmittel zum Eingreifen in die Vorderbeine des Schlachttieres durch Auseinanderdrücken der Vorderbeine, bis sie eine gewünschte auseinandergedrückte Position einnehmen.

Das automatisierte Ausführen von Arbeitsvorgängen an einem Kadaver eines an seinen Hinterbeinen aufgehängten Schlachttieres ist allgemein bekannt. Es ist ebenfalls bekannt, dass ein Schlachttierkörper zum erfolgreichen Ausführen eines Arbeitsvorganges in einer bestimmten Position angeordnet werden muss. Die niederländische Veröffentlichung NL 9001154 beschreibt eine Vorrichtung zum Ausführen eines Schnittes in der Brust und dem Bauch eines Kadavers. Zum Auseinanderbreiten der Vorderbeine sind zwei rechteckige Schubstangen vorgesehen, die mit getrennten Antriebsmitteln drehbar sind, so dass sie die Vorderbeine voneinander weg bewegen. Diese Konstruktion und die mit dieser auszuführende Bearbeitung sind relativ komplex.

In der Praxis wurde jedoch festgestellt, dass ein beträchtlicher Prozentsatz der bearbeiteten Kadaver in einer unkorrekten Position bearbeitet werden, insbesondere dann, wenn ein Arbeitsvorgang im Bauch- oder Brusthohlraum ausgeführt wird. Dieses kann unter anderem zu Problemen bei der weiteren Verarbeitung (zum Beispiel infolge von Kadaverteilen ungleicher Größe) und/oder zu geringerer Fertigung führen. Eine wichtige Ursache der Bearbeitung von Kadavern in einer unkorrekten Position liegt darin, dass ein oder beide Vorderbeine des Kadavers sich in der Bahn einer auszuführenden Bearbeitung befinden und somit eine präzise Bearbeitung des Kadavers behindern. Ein anderer Grund der weniger präzisen Ausführung von Arbeitsvorgängen besteht darin, dass einige der Kadaver zum Bearbeiten asymmetrisch aufgehängt sind.

Die vorliegende Erfindung hat deshalb die Aufgabe, ein Verfahren und eine Vorrichtung gemäß dem Oberbegriff vorzusehen, mit der unter Beibehaltung der Vorteile des Standes der Technik Arbeitsvorgänge, insbesondere im Bauch- und Brusthohlraum der an den Hinterbeinen aufgehängten Schlachttierkörper präziser ausgeführt werden können.

Die Erfindung stellt für diesen Zweck ein Verfahren gemäß Oberbegriff zur Verfügung, dadurch gekennzeichnet, dass die Positionierungsmittel einen einzelnen, im Wesentlichen festen Positionierungskörper umfassen, der zwischen die Vorderbeine des Schlachttieres getrieben wird. Vorzugsweise wird ein automatischer Prozess an einem derart aufgehängten und positionierten Kadaver durchgeführt. Unter Anwendung des erfindungsgemäßen Verfahrens können die Vorderbeine in sehr einfacher Art und Weise außerhalb der Bearbeitungsbahn gehalten werden, so dass sie die Bearbeitung nicht unterbrechen. Die Vorderbeine können darüber hinaus sehr einfach in einem minimalen Abstand voneinander angeordnet werden, während ein sehr einfaches und einzelnes Positionierungsmittel zur Anwendung kommt, wie zum Beispiel ein keilförmiges Element. Die Bewegung des einzelnen Positionierungselementes ist sehr einfach zu steuern und die Wahrscheinlichkeit des unkorrekten Positionierens der Vorderbeine ist minimal. Es wurde in der Praxis gefunden, dass das Betäuben der Tiere zum Schlachten, das normalerweise vor dem Töten des Tieres stattfindet, in einigen Fällen zur (unerwünschten) Muskelkontraktion in den Vorderbeinen führen kann. Nach dem Schlachten können die Vorderbeine einer Reihe von Kadavern hierdurch in einem geringen gegenseitigen Abstand oder sogar gekreuzt sein. Wenn nun die Vorderbeine jedes Kadavers in mindestens einem ausreichend großen minimalen Abstand voneinander angeordnet sind, können automatische Arbeitsvorgänge präziser ausgeführt werden. Ein anderer wichtiger Vorteil besteht darin, dass die Vorderbeine auf diese Weise in einer symmetrischen Position angeordnet werden können. Der Vorteil eines symmetrischen Kadavers besteht darin, dass dieses die Genauigkeit weiter erhöht, mit der die Arbeitsvorgänge ausgeführt werden können.

Die europäische Patentanmeldung EP 0 247 763 beschreibt eine Schlachttierkörpertrenneinrichtung. Als eine Komponente der Vorrichtung ist ein Schlitten für Haltearme beschrieben, an dem Arme starr befestigt sind. Ein Kadaver zum Bearbeiten wird während des Zerteilens durch diese Arme an eine hintere Platte gedrückt. Anders als in dem erfindungsgemäßen Verfahren greifen die Arme nicht in die Vorderbeine des Schlachttierkörpers ein.

Das belgische Patent BE 1 007 533 beschreibt eine Schneidemaschine zum Entfernen der Vorderbeine von hängenden Tieren mit einem Guillotinesystem. Vor dem Zertrennen werden die Vorderbeine mittels eines Schlittens, der von der Unterseite in die Vorderbeine eines Schweins eingreift, in einer horizontalen Position angeordnet. Das Positionieren der Vorderbeine in dieser Maschine ist viel komplexer und wird zu einem erheblichen Prozentsatz von unkorrekt positionierten Tieren führen.

Die deutsche Offenlegungsschrift DE 33 19 261 beschreibt eine Vorrichtung zum Öffnen von Schlachttieren, die mit Spreizfingern versehen ist, die in die Innenseiten der Vorderbeine eingreifen und sie dann auseinander drücken. Ähnlich der oben erläuterten Vorrichtung der niederländischen Veröffentlichung ist diese Konstruktion und die damit auszuführende Bearbeitung ebenfalls relativ komplex und weniger effektiv als das erfindungsgemäße Verfahren und die erfindungsgemäße Vorrichtung.

In einer bevorzugten Anwendung des Verfahrens zum Ausführen einer automatisierten Bearbeitung eines an den Hinterbeinen aufgehängten Schlachttierkörpers, wie es oben beschrieben ist, wird das Positionierungselement zum Platzieren der Vorderbeine des Kadavers in einer gewünschten Position gleichzeitig mit dem Verschieben eines Werkzeugs zum Ausführen der automatisierten Bearbeitung in eine aktive Position gebracht. Die Vorderbeine des Kadavers sind hierin vor Beginn der automatisierten Bearbeitung bereits in einer gewünschten Position angeordnet. Wegen der Verschiebung der Positionierungsmittel gleichzeitig mit der Verschiebung eines Werkzeugs zum Ausführen der automatisierten Bearbeitung in eine aktive Position ist praktisch kein zusätzlicher Aufwand erforderlich, um die Vorderbeine in die korrekte Position zu bringen. Des Weiteren sind die Vorderbeine in jedem Fall in der gewünschten Position angeordnet, wenn die Bearbeitung ausgeführt wird. Um die Bearbeitung nicht zu unterbrechen wird empfohlen, dass die Vorderbeine des Kadavers bereits in einer Sollposition angeordnet sind, (kurz) bevor die automatisierte Bearbeitung beginnt. Die Steuerung kann von der Werkzeugsteuerung übernommen werden oder kann direkt mit der Steuerung für ein Werkzeug verbunden sein.

Arbeitsvorgänge, die mit dem Positionieren der Vorderbeine vorteilhaft verbunden werden können, sind: automatisches Öffnen der Brust und/oder des Bauches, automatisches Messen von mindestens einem Maß des Schlachttierkörpers und das Durchtrennen der Vorderbeine. Andere mögliche Arbeitsvorgänge, bei denen es nützlich sein kann, die Vorderbeine zu positionieren, sind das automatische Auslösen und/oder Entfernen der Eingeweide, das automatische Entfernen von Rückenfett und das Zerteilen des Kadavers. Die Position des Schlachttierkörpers spielt in allen diesen Arbeitsvorgängen eine wichtige Rolle; wenn dieses besser gesteuert wird, erhöht sich auch die Genauigkeit, mit der der Arbeitsvorgang ausgeführt werden kann. Hierbei nimmt die automatische Messung von mindestens einem Schlachttierkörpermaß eine besondere Stellung ein. Das Ausführen der Messung wird in dieser Anmeldung auch als Ausführen eines Arbeitsvorganges betrachtet. Insbesondere wenn das Implantat der Vorderbeine gemessen wird (an der Achsel und/oder Schulterseite), ist es besonders vorteilhaft, vorher die Vorderbeine genau zu positionieren. Dieses verbessert die Genauigkeit, mit der die Messung durchgeführt werden kann, erheblich.

Vorzugsweise wird das Positionierungselement zwischen dem Einsatz in aufeinanderfolgenden Kadavern gereinigt. Die Hygiene in einem Schlachthof ist von sehr großer Bedeutung. Da das Positionierungsmittel in körperlichen Kontakt mit den Kadavern kommt, ist es wünschenswert, diese Mittel mehrmalig zu reinigen, so dass die Gefahr von durch die Positionierungsmittel übertragenen Verunreinigungen und/oder Kreuzinfektionen verringert wird.

Die Erfindung stellt auch eine Vorrichtung gemäß dem Oberbegriff zur Verfügung, dadurch gekennzeichnet, dass die Positionierungsmittel einen einzelnen, im Wesentlichen festen Positionierungskörper umfassen, um zwischen die Vorderbeine eines Schlachttieres getrieben zu werden. Die Vorrichtung ist vorzugsweise außerdem mit einer Verarbeitungsstation zum Ausführen eines automatischen Arbeitsvorganges an dem Kadaver mit positionierten Vorderbeinen versehen, wobei die Verarbeitungsstation mit den Positionierungsmitteln verbunden ist, um die Vorderbeine des Kadavers in einer gewünschten Position anzuordnen, und eine Steuerung für das Positionierungselement ist an eine Steuerung für die automatische Verarbeitungsstation angeschlossen. Es ist auch möglich, die Steuerungen für das Positionierungselement und die Verarbeitungsstation vollständig zu integrieren. Die Vorteile des Positionierens der Vorderbeine wurde oben unter Bezugnahme auf das erfindungsgemäße Verfahren bereits beschrieben. Infolge der Ankopplung der Verarbeitungsstation an das Positionierungselement ist für das Positionierungselement keine zusätzliche Steuerung erforderlich. Dieses reduziert die Kosten für die Positionierung der Vorderbeine. Weil die Synchronisation der Verarbeitungsstation und des Positionierungselementes ebenfalls nicht notwendig ist, gibt es kaum eine erhöhte Gefahr von Fehlfunktionen, die aus dem zusätzlichen Positionierungsmittel resultieren.

Vorzugsweise ist das Positionierungselement im Wesentlichen keilförmig. In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform umfasst das Eingriffelement außerdem eine Übergangszone, die sich an das keilförmige Positionierungselement anschließt und deren gegenüberliegende, in die Vorderbeine eingreifende Seiten im Wesentlichen parallel zueinander verlaufen. Solch ein Eingriffelement, das optional mit der verbindenden Übergangszone versehen ist, ist konstruktiv einfach. Die Übergangszone mit im Wesentlichen parallel zueinander verlaufenden gegenüberliegenden Seiten definiert den minimalen gegenseitigen Abstand zwischen den Vorderbeinen, ohne dass es wichtig ist, wie weit es zwischen die Vorderbeine eingesetzt ist. Ein zusätzlicher Vorteil hiervon ist, dass der minimale Abstand zwischen den Vorderbeinen über einen längeren Bewegungsweg definiert ist, was die Ankopplung an eine Verarbeitungsstation weiter vereinfacht.

In noch einer anderen bevorzugten Ausführungsform ist das Positionierungselement mit einem Werkzeugteil einer Verarbeitungsstation gekoppelt, das zur Durchführung einer Bearbeitung verschiebbar ist. Dieses kann zum Beispiel dadurch realisiert werden, dass das Positionierungselement über einen Antrieb zum Einstellen der Winkelposition des Positionierungselementes in Bezug auf das verschiebbare Werkzeugteil drehbar mit dem verschiebbaren Werkzeugteil verbunden ist. Normalerweise ist in mindestens einem sehr kurzen Abstand von den Kadavern ein beweglicher Kopf der Verarbeitungsstation angeordnet. Indem jetzt auch das Positionierungselement an solch einem Kopf befestigt ist, verschieben sich diese nun automatisch zusammen mit der Verarbeitungsstation. Um das Positionierungselement in dem gewünschten Moment zu aktivieren bzw. zu deaktivieren, kann letzteres mit einem separaten Antrieb versehen sein, zum Beispiel einem einfachen hydraulischen oder pneumatischen Zylinder.

Schließlich umfasst die Vorrichtung vorzugsweise auch Reinigungsmittel zum Reinigen des Positionierungselementes. Solche Reinigungsmittel können zum Beispiel mit einem Behälter mit mindestens einer Sprühdüse zum Verteilen einer Reinigungsflüssigkeit und mindestens einem Auslass zum Ablassen der im Behälter aufgenommenen Reinigungsflüssigkeit vorgesehen sein, wobei die Positionierungsmittel in den Behälter bewegt werden können. Das Positionierungselement kann zwischen jedem Eingriff in aufeinander folgende Kadaver durch die Reinigungsmittel gereinigt werden, mit dem Vorteil einer verbesserten Hygiene.

Die Erfindung wird nun unter Bezugnahme auf die in den Figuren gezeigte, nicht beschränkende Ausführungsform näher erläutert.

1 zeigt eine schematische Ansicht eines an den Hinterbeinen aufgehängten Kadavers, bei dem die Vorderbeine durch Muskelkontraktion gekreuzt sind,

2 zeigt eine schematische Ansicht des in 1 gezeigten Kadavers, nachdem die Vorderbeine erfindungsgemäß in eine gewünschte Position gebracht wurden, und

3 ist eine perspektivische Ansicht der erfindungsgemäßen Vorrichtung.

1 zeigt einen Kadaver 1 eines geschlachteten Tieres, der mit den Hinterbeinen 2 von einem Verteiler 3 herab hängt, der entlang einer Führung 4 verschiebbar ist. Der Kadaver 1 ist der Kadaver eines Schweins, das vor dem Töten zuerst betäubt wird. Obwohl es Absicht ist, diese Betäubung zu realisieren, ohne dass dieses zum Stress bei den Tieren führt, wurde in der Praxis festgestellt, dass Muskelkontraktionen infolge der Betäubung schwer zu verhindern sind. Eine Folge davon ist, dass bei einigen der Tiere die Vorderbeine 5 in einem geringen gegenseitigen Abstand angeordnet sind oder, wie es in dieser Figur gezeigt ist, die Vorderbeine 5 sogar gekreuzt sind. Die gekreuzten Vorderbeine 5b bilden ein Hindernis für das akkurate Ausführen von automatisierten Arbeitsvorgängen am Kadaver 1.

2 zeigt schematisch die Situation, in der ein keilförmiges Positionierungselement 6 zwischen die Vorderbeine 5 geschoben ist, so dass diese eine gewünschte Position in einem minimalen gegenseitigen Abstand einnehmen. Das Positionierungselement 6 ist mit einem Werkzeugteil 7 kombiniert, mit dem eine Bearbeitung am Kadaver 1 ausgeführt werden kann. Dieses Werkzeugteil 7 ist schematisch gezeigt, kann jedoch zum Beispiel aus einer Ausweidungseinheit, Rückenfettentfernern, einem Bauch- bzw. Brustöffner und/oder Messeinrichtungen bestehen. Es wird ausdrücklich betont, dass das Werkzeugteil 7 und die Anordnung des Positionierungselementes 6 und des Werkzeugteiles 7 sehr schematisch gezeigt sind. Für ein detaillierteres Beispiel wird auf die folgende Figur verwiesen.

3 zeigt eine Verarbeitungsstation 8 zum Öffnen der Brust und des Bauches. Die Verarbeitungsstation 8 ist zu diesem Zweck mit einem drehbaren Messer 9 versehen, das zur Bearbeitung auch unter Anwendung eines Anschlages 10 bis in eine vorgegebene Tiefe mit den Kadavern in Kontakt gebracht wird. Das drehbare Messer wird dann durch vertikales Verschieben der Führungsmittel 11 an einer Säule 12 entlang vertikal entfernt.

Um die Vorderbeine 5 eines Kadavers in eine gewünschte Position zu drücken, ist die Verarbeitungsstation 8 mit einem Schwenkarm 13 mit einem keilförmigen äußeren Ende 14 versehen. Die zwei Stangen 15, die sich zu dem keilförmigen Außenende 14 verbinden, laufen im Wesentlichen parallel zueinander. Der Schwenkarm 13 ist um eine Welle 16 drehbar, die mit der Verarbeitungsstation 8 verbunden ist. Die Winkelposition des Schwenkarmes 13 in Bezug auf die Verarbeitungsstation 8 kann mittels eines Zylinders 17 bestimmt werden. Wenn das drehbare Messer 9 zur Bearbeitung mit einem Kadaver in Kontakt gebracht wird, wird der Schwenkarm 13 dann somit gleichzeitig zum Kadaver bewegt, so dass die Vorderbeine dadurch auseinander gedrückt werden können. Um den Schwenkarm 13 zu deaktivieren, jedoch insbesondere, um ihn zwischen dem Eingriff in aufeinander folgende Kadaver zu reinigen; kann der Schwenkarm 13 unter Anwendung des Zylinders 17 in einen Behälter 18 bewegt werden. In diesem Behälter 18 sind Sprühdüsen (nicht gezeigt) angeordnet, aus denen Reinigungsflüssigkeit auf den Schwenkarm 13 gespritzt werden kann. An den Behälter 18 ist außerdem ein Ablauf 19 zum Entleeren der gebrauchten Reinigungsflüssigkeit angeschlossen. Damit die Reinigungsflüssigkeit zum Auslass 19 fließt, kann der Boden des Behälters 18 nach unten zum Auslass 19 hin geneigt sein. Es wird andererseits angemerkt, dass das drehbare Messer 9 mit dem Anschlag 10 zum Reinigen auch im Behälter 18 aufgenommen werden kann.

Obwohl die Erfindung. unter Bezugnahme auf eine einzige Ausführungsform erläutert wurde, wird für alle erkennbar sein, dass die Erfindung durch nichts auf die beschriebene und gezeigte Ausführungsform beschränkt ist. Im Gegenteil sind innerhalb des Schutzumfangs der Erfindung für den Fachmann noch viele Abweichungen möglich.


Anspruch[de]
  1. Verfahren zum Positionieren der Vorderbeine (5) eines Schlachttieres (1), das an seinen Hinterbeinen (2) aufgehängt ist, durch Angreifen an den Vorderbeinen (5) mit Positionierungsmitteln und anschließend Verschieben der Positionierungsmittel auf eine Weise, dass sie die Vorderbeine (5) in eine gewünschte Position bringen, indem die Vorderbeine (5) auseinander gedrückt werden bis sie eine gewünschte voneinander getrennte Position einnehmen,

    dadurch gekennzeichnet, dass die Positionierungsmittel einen einzelnen im Wesentlichen festen Positionierungskörper (6) umfassen, der zwischen die Vorderbeine (5) des Schlachttieres getrieben wird.
  2. Verfahren nach Anspruch 1, wobei mindestens ein automatischer Prozess auch an dem an seinen Hinterbeinen (2) aufgehängten Schlachttier (1) durchgeführt wird und der Positionierungskörper (6) in eine aktive Stellung gebracht wird, gleichzeitig mit der Verschiebung eines Werkzeugs (7) in eine aktive Stellung zur Durchführung der automatischen Verarbeitung.
  3. Verfahren nach Anspruch 2, wobei die Vorderbeine (5) des Schlachttieres (1) bereits vor dem Start der automatischen Verarbeitung in eine gewünschte Stellung gebracht werden.
  4. Verfahren nach Anspruch 2 oder 3, wobei die Verarbeitung aus dem automatischen Öffnen des Brust- und/oder Bauchraumes besteht.
  5. Verfahren nach irgendeinem der Ansprüche 2 – 4, wobei die Verarbeitung aus der automatischen Messung mindestens eines Körperabmaßes besteht.
  6. Verfahren nach irgendeinem der Ansprüche 2 – 4, wobei die Verarbeitung aus der Abtrennung der Vorderbeine (5) besteht.
  7. Verfahren nach irgendeinem der vorangehenden Ansprüche, wobei der Positionierungskörper (6) zwischen den Eingriffen bei aufeinanderfolgenden Schlachttieren (1) gereinigt wird.
  8. Vorrichtung zum Positionieren der Vorderbeine (5) eines Schlachttieres (1), das an seinen Hinterbeinen (2) aufgehängt ist, bestehend aus:

    – Aufhängemitteln zum Aufhängen eines Schlachttieres (1) an den Hinterbeinen (2) und

    – Positionierungsmittel zum Angriff an den Vorderbeinen (5) des Schlachttieres (1), indem die Vorderbeine (5) auseinander gedrückt werden bis sie eine gewünschte voneinander getrennte Position einnehmen,

    dadurch gekennzeichnet, dass die Positionierungsmittel einen einzelnen im Wesentlichen festen Positionierungskörper (6) umfassen, um zwischen die Vorderbeine (5) eines Schlachttieres (1) getrieben zu werden.
  9. Vorrichtung nach Anspruch 8, wobei der Positionierungskörper (6) im Wesentlichen keilförmig ist.
  10. Vorrichtung nach Anspruch 9, wobei das Eingreifteil eine Übergangszone enthält, die mit dem keilförmigen Positionierungskörper (6) verbunden ist, und deren gegenüberliegenden Seiten, die mit den Vorderbeinen (5) in Berührung stehen, im Wesentlichen parallel zueinander verlaufen.
  11. Vorrichtung nach Anspruch 9 oder 10, wobei der Positionierungskörper (6) mit einem Werkzeugteil (7) aus einer Verarbeitungsstation (8) gekuppelt ist, das zur Durchführung einer Verarbeitung verschoben wird.
  12. Vorrichtung nach Anspruch 11, wobei der Positionierungskörper (6) mit dem verschiebbaren Werkzeugteil (7) über einen Antrieb zum Einstellen der Winkelstellung des Positionierungskörpers (6) relativ zum Werkzeugteil (7) drehbar verbunden ist.
  13. Vorrichtung nach irgendeinem der Ansprüche 8 – 12, wobei die Vorrichtung auch Reinigungsmittel zur Reinigung des Positionierungskörpers (6) umfasst.
  14. Vorrichtung nach Anspruch 13, wobei die Reinigungsmittel mit einem Behälter (18) ausgestattet sind, der über mindestens eine Sprühdüse zur Verteilung einer Reinigungsflüssigkeit verfügt, und mindestens einen Abfluss (19) zum Abfließen der in den Behälter (18) gelangten Flüssigkeit hat und wobei der Positionierungskörper (6) in den Behälter (18) geschoben werden kann.
Es folgen 2 Blatt Zeichnungen






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