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Dokumentenidentifikation DE60200899T2 01.09.2005
EP-Veröffentlichungsnummer 0001245921
Titel Steuerungsgruppe für die Steuerungsflossen von Raketen oder Geschossen
Anmelder Oto Melara S.p.A., La Spezia, IT
Erfinder Pellegri, Mauro, 54028 Villafranca Lunigiana (Massa Car.), IT;
Schino, Angelo, 19036 San Terenzo (La Spezia), IT
Vertreter Manitz, Finsterwald & Partner GbR, 80336 München
DE-Aktenzeichen 60200899
Vertragsstaaten AT, BE, CH, CY, DE, DK, ES, FI, FR, GB, GR, IE, IT, LI, LU, MC, NL, PT, SE, TR
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 22.03.2002
EP-Aktenzeichen 020761243
EP-Offenlegungsdatum 02.10.2002
EP date of grant 11.08.2004
Veröffentlichungstag im Patentblatt 01.09.2005
IPC-Hauptklasse F42B 10/64

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Steuerungsbaugruppe für Lenkflossen an Raketen und/oder Geschossen.

Auf dem Gebiet von Flugobjekten, wie etwa Geschossen und/oder Raketen, die während des Fluges geeignet gelenkt werden können, werden verschiedene Lösungen dazu verwendet, eine derartige Lenkung vorzunehmen.

Gegenwärtig können die im Gebrauch befindlichen Lösungen auf dem vorstehend erwähnten Gebiet zusammenfassend wie im Nachstehenden gemäß dem vorgesehenen Typ von Steuerung klassifiziert werden.

Ein erstes Beispiel ist das, das aus einer Steuerung vom so genannten kartesischen Typ besteht.

Bei diesem Typ von Steuerung ist das Flugobjekt mit vier Flossenflächen ausgestattet, die auf entgegengesetzten Seiten in Bezug auf eine diametrale Richtung des Querschnitts des Flugobjekts selbst angeordnet sind. Indem die ersten beiden Flächen und die zweiten beiden Flächen, die entgegengesetzt zueinander liegen, bewegt werden, steuert das Flugobjekt, wie etwa eine Rakete, auf eine integrale Weise die Gier- und Nickbewegungen.

Die Situation ist anders, wenn die ersten und zweiten Paare von Flossenflächen derart bewegt werden, dass sie einander entgegenwirken, da auf eine solche Weise auch die Rollbewegung gesteuert werden kann.

Bei einer derartigen Anordnung mit zwei Paaren von Flügelflächen sind zur Ausführung der Bewegung der Steuerflächen selbst verschiedene Motoren notwendig; genauer müssen in dem Fall, in dem die entgegengesetzten Paare von Flossenflächen miteinander verbunden sind, zwei Motoren vorgesehen sein, wohingegen in dem Fall, in dem man wünscht, die einzelnen Flossenflächen für eine Steuerung der Rollachse zu steuern, drei oder vier Motoren vorgesehen sein müssen. Folglich ist die Phasenanordnung der Motoren, von denen eine wesentliche Anzahl vorgesehen ist, recht kompliziert.

Ein zweites Beispiel ist das, das aus einer Steuerung vom so genannten Polartyp besteht.

Bei diesem Typ von Steuerung sind lediglich zwei Steuerflächen in der Form von Flossenflächen verfügbar, und diese Flossenflächen steuern gemäß der Ebene, in der sie angeordnet sind, die Gier- und Nickachsen des Flugobjektes. In diesem zweiten Fall sind zumindest zwei Motoren notwendig: der erste Motor, der die Neigung der Steuerflossenflächen steuert, und der zweite Motor, der die Ebene der Flossenflächen selbst entlang der Rollachse lenkt.

Ein drittes Beispiel besteht aus einer Steuerung vom so genannten Mischtyp.

In diesem Fall sind vier Flossenflächen in Sätzen zu zweien von unterschiedlichen Typen, die sukzessive entlang des Körpers des Flugobjekts angeordnet sind, vorgesehen. Daher gibt es zwei erste unterschiedliche aufeinander folgende Flächen, die die Rollachse des Flugobjektes bewegen, wohingegen die übrigen beiden anderen aufeinander folgenden Flächen mit den Gier- und Nickbewegungen in Beziehung stehen.

Auch in diesem Fall sind zumindest zwei Motoren notwendig, um die vorstehend genannten Paare von Steuerflächen zu bewegen.

All diese Beispiele haben aus dem einen oder anderen Grund gewisse Nachteile oder Mängel.

Das erste angeführte Beispiel, das als kartesische Steuerung bekannt ist, erfordert zwischen zwei und vier Motoren, um die Steuerflossenflächen zu betätigen. Darüber hinaus hat es dadurch, dass es vier Flossenflächen aufweist, einen höheren aerodynamischen Widerstand.

Hinsichtlich des zweiten Beispiels, das einerseits eine bessere aerodynamische Durchdringung aufweist, findet andererseits dessen Manöver in zwei notwendigerweise aufeinander folgenden Schritten statt. Tatsächlich gibt es einen ersten Schritt, bei dem es notwendig ist, die Ebene der Steuerflossenflächen zu lenken, und dann einen zweiten Schritt, der dazu verwendet wird, diese zum Lenken des Flugobjekts zu bewegen. All dies hat einen negativen Einfluss auf die Ansprechgeschwindigkeit der Rakete auf einen an diese gesendeten Befehl. Darüber hinaus erfordert das Steuersystem des ersten Schrittes, dass die Servomotoren ein relativ großes Drehmoment aufweisen, um die Ebene der Flossen entlang der Rollachse zu lenken.

Schließlich hat das dritte Beispiel auch den Nachteil, dass es zwei Schritte in Folge aufweist, wobei diese aus dem einen, der die Flächen lenkt, und dem einen für das Manöver bestehen. Das Vorhandensein dieser beiden aufeinander folgenden Schritte verlangsamt seine Manövrierfähigkeit in Bezug auf das erste Beispiel. Außerdem weist dieses dritte Beispiel in Bezug auf das zweite Beispiel einen höheren aerodynamischen Widerstand auf, indem vier unterschiedliche Flossenflächen vorgesehen sind.

Die US-A-5 975 461 bezieht sich auf eine Steuerungsbaugruppe gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.

Ein Hauptzweck der vorliegenden Erfindung ist es, eine unterschiedliche Lösung für das vorstehend erwähnte technische Problem anzugeben, die das berücksichtigt, was durch den umrissenen Stand der Technik geschaffen wird.

Ein weiterer Zweck ist der, eine Steuerungsbaugruppe für Lenkflossen für Raketen und/oder Geschosse zu realisieren, die zulässt, dass alle zuvor genannten Probleme optimal gelöst werden können.

Noch ein weiterer Zweck ist der, eine Steuerungsbaugruppe für Lenkflossen an Raketen und/oder Geschossen zu realisieren, die einen Aufbau aufweist, der äußerst einfach und auch nicht sehr teuer ist und dennoch in der Lage ist, eine jede der ihr zugewiesenen Aufgaben auf eine optimale Weise auszuführen.

Der letzte aber nicht mindeste Zweck der vorliegenden Erfindung ist der, eine Steuerungsbaugruppe für Lenkflossen an Raketen und/oder Geschossen zu realisieren, die eine hohe Manövrierfähigkeit aufweist, um in der Lage zu sein, Zielen aller Arten unter allen Bedingungen zu folgen.

Diese Zwecke gemäß der vorliegenden Erfindung werden durch Realisieren einer Steuerungsbaugruppe für Lenkflossen an Raketen und/oder Geschossen, wie sie in dem beigefügten Anspruch 1 umrissen ist, erreicht.

Weitere relevante und spezielle Eigenschaften der vorliegenden Erfindung sind Gegenstand der abhängigen Ansprüche.

Weitere Eigenschaften und Vorteile einer Steuerungsbaugruppe für Lenkflossen an Raketen und/oder Geschossen gemäß der vorliegenden Erfindung werden aus der folgenden, lediglich als Beispiel und nicht zu Einschränkungszwecken angegebenen Beschreibung einer Ausführungsform der Baugruppe anhand der beigefügten Figuren deutlicher werden, in denen:

1 eine Perspektivansicht einer möglichen schematischen Ausführungsform einer Steuerungsbaugruppe gemäß der vorliegenden Erfindung für Lenkflossen ist, die an einem Flugobjekt, wie etwa einer Rakete oder dergleichen, die nur zum Teil gezeigt ist, angewandt wird,

2 eine Ansicht im Längsschnitt der Steuerungsbaugruppe des Flugobjekts der Linie II-II von 4 ist,

3 eine Ansicht im Längsschnitt der Steuerungsbaugruppe des Flugobjekts gemäß der Linie III-III von 4 ist,

4 ein Querschnitt der Steuerungsbaugruppe des Flugobjekts gemäß der Linie IV-IV von 2 ist,

5 ein Querschnitt der Steuerungsbaugruppe des Flugobjekts gemäß der Linie V-V von 2 ist, und

6 und 7 extrem schematisch die Drehwinkel der Halbflossen und der Ringe, die die Steuerungsbaugruppe der Erfindung bilden, zeigen.

In 1 ist allgemein ein Flugobjekt 11, wie etwa ein Geschoss, eine Rakete und/oder dergleichen, dargestellt, das mit einer erfindungsgemäßen Steuerungsbaugruppe für Lenkflossen ausgerüstet ist, die insgesamt mit 12 angegeben ist.

Die Steuerungsbaugruppe 12 kann leicht an jede Art von Flugobjekt angepasst werden und erlaubt, dass ein derartiges Objekt, das sich mit Überschallgeschwindigkeiten bewegt, manövriert werden kann, damit es ein zugewiesenes Ziel treffen kann. Tatsächlich erlaubt diese Gruppe eine bessere Manövrierfähigkeit in seinem gesamten Betriebsbereich, um den Bewegungen des Ziels zu folgen, selbst wenn es sich nahe bei diesem befindet. Die angenommene Lösung erlaubt es, dass das System auch bei Vorliegen einer Rollbewegung des Flugobjektes gesteuert werden kann.

Das Flugobjekt 11 erfordert eine Reihe von Bewegungen, die durch eine Nickachse X, eine Gierachse Y bzw. eine Rollachse Z definiert sind.

Für ein besseres Verständnis der vorliegenden Erfindung ist in 1 eine schematische Darstellung des Flugobjekts 11 in der Form einer Rakete und ihrer gemäß den vorstehend erwähnten Achsen definierten Bewegungen gezeigt.

Im Hinblick darauf muss angemerkt werden, dass eine erfindungsgemäße Steuerungsbaugruppe 12 eine Steuerung vom so genannten Polartyp ist, bei der nur zwei Befehlsflächen in der Form von zwei Flossen- oder Halbflossenflächen 13 und 14 verfügbar sind, die gemäß der Richtung, die man mit dem Flugobjekt 11 zu verfolgen gedenkt, gelenkt werden können.

Die Befehlsgruppe der Erfindung nutzt eine aerodynamische Kraft aus, um die Ebene der Steuerflossenflächen entlang der Rollachse Z zu lenken, wobei auf diese Weise das Hindernis eines oberen Paares umgangen wird, das notwendig ist, um eine derartige Ebene direkt durch einen Motor zu lenken.

Bei der veranschaulichten praktischen Ausführungsform ist anzumerken, dass die Steuerungsbaugruppe 12 einen Hüllenkorpus 15 vom zylindrischen Typ umfasst, in dem zwei Gehäuse 16 ausgebildet sind, deren Achsen parallel zur Achse des Hüllenkorpus 15, aber exzentrisch und diametral einander gegenüberliegend angeordnet sind. Jedes Gehäuse 16 nimmt einen jeweiligen Elektromotor 17 und 17' auf, der ein Endzahnrad 19 und 19' über eine damit in Beziehung stehende Welle 18 und 18' betätigt.

Es ist anzumerken, dass koaxial zu der Achse Z des Flugobjekts mit der Achse des Hüllenkorpus 15 ausgerichtet eine Reihe aus drei Ringen 20, 21 und 22 vorgesehen ist. Der erste Ring 20 ist frei, um die Achse Z zu rotieren und ist in einen kreisringförmigen Sitz 23 eingesetzt, der in einem Abschnitt mit einem kleinen Durchmesser des Hüllenkorpus 15 selbst ausgebildet ist. Der erste Ring 20 trägt angelenkte Erweiterungen 24 der beiden Halbflossen 13 und 14, die über axiale Verriegelungselemente 25 befestigt sind, aber frei rotieren können und somit an diesem angelenkt und 180° zueinander angeordnet sind. In ihrem hinteren Teil tragen die beiden Halbflossen 13 und 14 eine kleine radiale Erweiterung 34, die in Richtung der Innenseite des Korpus 15 weist und in einem gekrümmten Schlitz 35 in Eingriff steht, der in einer Erweiterung 20' des Ringes 20 ausgebildet ist. Auf eine solche Weise ist jede Halbflosse 13 und 14 geführt und weist eine eingeschränkte Schwingfähigkeit auf, wie es in 1 deutlich zu sehen ist.

In ihrem vorderen Teil tragen die Halbflossen 13 und 14 jeweils eine Befestigungseinrichtung 26, die über einen geeigneten Eingriff mit den Ringen 21 und 22 in Schwingung versetzt werden kann. Es ist anzumerken, dass die beiden Ringe 21 und 22 auch in jeweiligen mit einer Nut versehenen kreisringförmigen Sitzen 31 und 32 angeordnet sind, die zumindest teilweise in zwei getrennten Abschnitten 15' und 15'' des Hüllenkorpus 15 ausgebildet sind, die dann an dem Korpus über stabile Befestigungselemente, wie etwa Bolzen, die bei 33 schematisch gezeigt sind, befestigt sind. Auf eine solche Weise kann der Hüllenkorpus 15, 15' und 15'', sobald er zusammengebaut ist, als ein einziges Stück angesehen werden.

Die 25 zeigen eine Ausführungsform der Steuerungsbaugruppe der vorliegenden Erfindung. Es ist anzumerken, dass die Befestigungseinrichtung 26 der ersten Halbflosse 13 derart in eine ortsgebundene Nut 27 des dritten Ringes 22 eingesetzt ist, dass eine Drehung von diesem ihre Schwingung um den jeweiligen in dem ersten Ring 20 angeordneten Drehpunkt 24 festlegt. Jedoch steht diese ortsgebundene Nut 27 gabelnd in Richtung des zweiten Rings 21 vor, wobei sie selbst in eine Nut 28 des zweiten Rings eingesetzt ist, die derart ausgebildet ist, dass sie entlang eines Viertels des Umfanges des zweiten Rings selbst weist und eine Tiefe von wenig mehr als die jeder Befestigungseinrichtung 26 aufweist.

Der dritte Ring 22 weist in einer Position diametral gegenüber der vorstehend erwähnten ortsgebundenen Nut 27 auch eine Nut 28 auf, die entlang ungefähr eines Viertels seines Umfangs ausgebildet ist und eine Tiefe von wenig mehr als die jeder Befestigungseinrichtung 26 aufweist. Auf eine solche Weise ist die Befestigungseinrichtung 26 der zweiten Halbflosse 14 in eine ortsgebundene Nut 27 des zweiten Rings 21 eingesetzt, die gabelnd in Richtung des dritten Rings 22 vorsteht, wobei sie in seine Nut 28 eingesetzt ist. Auf diese Weise ist die Befestigungseinrichtung 26 der zweiten Halbflosse 14 in die ortsgebundene Nut 27 des zweiten Rings 21 derart eingesetzt, dass eine Drehung von diesem ihre Schwingung um den jeweiligen Drehpunkt 24, der ebenfalls in dem ersten Ring 20 angeordnet ist, festlegt.

Für eine bessere Führung in ihrer möglichen Schwingung oder Rotation weisen die Ringe 21 und 22 Flächen- und Umfangserweiterungen 21' und 22' auf, die in Umfangsflächenerweiterungen der jeweiligen kreisringförmigen Sitze 31 und 32 untergebracht sind.

Es ist anzumerken, dass die beiden. Ringe 21 und 22 wiederum jeweils durch einen jeweiligen Elektromotor 17 und 17' gesteuert werden, der, wie es erwähnt wurde, über eine in Beziehung stehende Welle 18 und 18' ein Endzahnrad 19 und 19' betätigt. Dieses Zahnrad 19 und 19' steht wiederum mit einer Untersetzung 29 und 29' in Eingriff, die schließlich in einer Verzahnung 30 und 30' in Eingriff steht, die im Inneren von jedem der beiden Ringe 21 und 22 ausgebildet ist. Die Untersetzung 29 und 29' kann eine Spindel 36 vorsehen, die ein Paar Zahnräder trägt, die unterschiedliche Durchmesser aufweisen und an dieser befestigt sind, wobei eines mit dem Zahnrad 19 und 19' in Eingriff steht und das andere mit der Verzahnung 30 und 30', die innen an den jeweiligen Ringen 21 und 22 ausgebildet ist. Eine derartige Spindel 36 ist an den beiden getrennten Abschnitten 15' und 15'' des Hüllenkorpus 15 selbst angebracht.

Auf diese Weise ist jeder Elektromotor 17 und 17' über eine geeignete Untersetzungsgruppe (die ausschließlich aus Stirnrädern 19, 29; 19', 29' besteht) in der Lage, die Halbflossen 13 und 14 derart einzurichten, dass sie Winkel 61 und &dgr;2 in Bezug auf die Achse des Geschosses Z annehmen.

Die 2, 4 und 5 zeigen die normale Anordnung der Halbflossen 13 und 14, die gemäß der Achse Z des Hüllenkorpus 15 der Steuerungsbaugruppe 12 ausgerichtet sind, wohingegen 1 eine schwingende Betriebsstellung mit einem bestimmten Winkel der beiden Halbflossen 13 und 14 zeigt.

Die 6 und 7, die vollständig schematisch sind, helfen zu verstehen, was die Drehwinkel der Halbflossen 13 und 14 und der Ringe 20, 21 und 22 sind, die die Steuerungsbaugruppe 12 gemäß der vorliegenden Erfindung bilden.

Der Befehl in Bezug auf das nickende und/oder gierende Flugobjekt 11 ist gleich (&dgr;1 + &dgr;2)/2, wohingegen die Rollstellung durch aerodynamische Kräftepaare dem Betrag (&dgr;1 – &dgr;2)/2 unterworfen ist. Mit anderen Worten, wenn die Halbflossen 13 und 14 sich gleichzeitig als das gleiche Stück bewegen, manövriert das Flugobjekt, um eine Nick- und/oder Gierbewegung auszuführen, wohingegen, wenn die Halbflossen sich nicht gleichzeitig bewegen, das System um die Rollachse Z gelenkt wird.

Bei einem Beispiel, wobei als Bezugssymbole verwendet werden &agr;, &bgr; und &ggr;, von denen nur das erste gezeigt ist, die Drehungen um die Rollachsen Z der drei Ringe 20, 21 und 22, und &tgr; ein gattungsgemäßes Getriebeübersetzungsverhältnis ist, ist (über kinematische Betrachtungen) zu sehen, dass die folgenden Beziehungen gelten. &dgr;1 = (&bgr; – &ggr;)/&tgr; &dgr;2 = (&agr; – &ggr;)/&tgr; (&dgr;1 + &dgr;2)/2 = (&bgr; – &ggr;)/2/&tgr; Nick/Gier-Befehl (&dgr;1 – &dgr;2)/2 = (&bgr; + &ggr; – 2&agr;)/&tgr; Rollpositionsbefehl

Der Vorteil im Hinblick auf andere Systeme oder Steuerungsbaugruppen ist, dass sie zur Bewegung um die Rollachse Z herum das aerodynamische Kräftepaar ausbeutet, das sich entwickelt, wenn die Einfallwinkel der Flossen &dgr;1 und &dgr;2 unterschiedlich sind, wodurch die Notwendigkeit vermieden wird, dass die Servomotoren 17, 17' ein hohes Drehmoment zuführen müssen.

Diese vorgeschlagene Lösung ist offensichtlich besonders für das Befehlen von Raketen, Geschossen und/oder dergleichen über die Bewegung geeigneter Steuerflossenflächen 13, 14 nützlich.

Somit ist der Hauptzweck der vorliegenden Erfindung erreicht, der vorschlug, ein Objekt, wie etwa eine Rakete und/oder ein Geschoss, das sich mit Überschallgeschwindigkeit bewegt, zu manövrieren, so dass es ein zugewiesenes Ziel treffen kann.

Die ganze Sache erfolgt offensichtlich mit einer hohen und leichten Manövrierbarkeit, um in der Lage zu sein, die Bewegungen des Ziels zu verfolgen, auch nahe bei dem Ziel selbst.

Mit der zuvor umrissenen Lösung der vorliegenden Erfindung ist es möglich gemacht worden, das Flugobjekt auch bei Vorhandensein einer Rollbewegung des Flugobjekts selbst zu steuern.

Die derart in Betracht gezogene Steuerungsbaugruppe der vorliegenden Erfindung ist offensichtlich für zahlreiche Modifikationen und Abwandlungen geeignet, die alle durch die Erfindung selbst abgedeckt sind.

Darüber hinaus können in der Praxis die die verwendeten Teile und Materialien, sowie ihre Größen und Komponenten wie auch immer gemäß den besonderen technischen Anforderungen sein.

Der Schutzumfang der vorliegenden Erfindung ist deshalb durch die beigefügten Ansprüche definiert.


Anspruch[de]
  1. Steuerungsbaugruppe für Lenkflossen an Raketen und/oder Geschossen, umfassend einen Hüllenkorpus (15, 15', 15''), der an der Außenseite zwei Steuerflächen in der Form von Flossen oder Halbflossen (13, 14) aufweist, die (bei 24, 25) drehbar angebracht, lenkbar und motorisiert sind, wobei der Hüllenkorpus (15, 15', 15'') zwei Gehäuse (16) aufweist, von denen jedes einen Elektromotor (17, 17') aufnimmt, der über eine Untersetzungsgruppe (19, 29; 19', 29') die Schwingung eines Rings von einem Paar Ringen (21, 22) um eine Achse (Z) der Steuerungsbaugruppe steuert, wobei die Ringe in kreisringförmigen Sitzen (31, 32) angeordnet sind, in welchen Endbefestigungseinrichtungen (26) der Flossen oder Halbflossen (13, 14) in Eingriff stehen, dadurch gekennzeichnet, dass die Flossen oder Halbflossen (13, 14) diametral entgegengesetzt in einem weiteren Ring (20) drehbar angebracht sind, der in einem kreisringförmigen Sitz (23) des Hüllenkorpus (15, 15', 15'') angeordnet ist, wobei der Ring (20) frei um die Achse (Z) rotieren kann, und dass jeder der Ringe (21, 22) eine ortsgebundene Nut (27) aufweist, um die Endbefestigungseinrichtung (26) von einer (13 oder 14) der Flossen oder Halbflossen (13, 14) aufzunehmen, und eine Nut (28) aufweist, die entlang zumindest eines Viertels des Umfanges von jedem der Ringe (21, 22) ausgebildet ist und deren Tiefe etwas größer ist als die einer Endbefestigungseinrichtung (26), und die Endbefestigungseinrichtung (26) der anderen (14, 13) der Flossen oder Halbflossen (13, 14) aufnimmt, wobei die Nut (28) eines Rings (21 oder 22) der ortsgebundenen Nut (27) des anderen Ringes (22 oder 21) zugewandt ist.
  2. Steuerungsbaugruppe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die ortsgebundene Nut (27) von einem Ring (21 oder 22) sich gabelnd in Richtung des anderen Rings (22 oder 21) hervorragt und in der ihr zugewandten Nut (28) eingesetzt ist.
  3. Steuerungsbaugruppe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Untersetzungsgruppe, die dem Elektromotor (17, 17') zugeordnet ist, Zahnräder (19, 29; 19', 29') umfasst, die über eine Untersetzung mit einer Verzahnung (30, 30') in Eingriff stehen, die innen an jedem der beiden Ringe (21, 22) ausgebildet ist.
  4. Steuerungsbaugruppe nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Untersetzung eine mit Zähnen versehene Untersetzung ist, die eine Spindel (36) umfasst, die ein Paar Zahnräder mit unterschiedlichen Durchmessern trägt, die an dieser befestigt sind, wobei eines mit einem Zahnrad (19, 19') in Eingriff steht, das einstückig mit dem Motor (17, 17') ausgebildet ist, und das andere mit der Verzahnung (30, 30') in Eingriff steht, die innen an den jeweiligen Ringen (21, 22) ausgebildet ist, wobei die Spindel (36) an zwei separaten Abschnitten (15', 15'') des Hüllenkorpus (15) gelagert ist.
  5. Steuerungsbaugruppe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass jede der Flossen oder Halbflossen (13, 14) eine angelenkte Erweiterung (24) aufweist, die über axiale Verriegelungselemente (25) in dem weiteren Ring (20) befestigt ist, aber frei rotieren kann, wobei die beiden Flossen oder Halbflossen (13, 14) 180° voneinander entfernt angeordnet sind.
  6. Steuerungsbaugruppe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Hüllenkorpus drei separate Abschnitte (15, 15', 15'') umfasst, die über stabile Befestigungsmittel (33) aneinander befestigt sind, zwischen denen die mit einer Nut versehenen kreisringförmigen Sitze (31, 32, 23) angeordnet sind.
  7. Steuerungsbaugruppe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass jede der Flossen oder Halbflossen (13, 14) in einem hinteren Teil eine kleine radiale Erweiterung (34) aufweist, die in Richtung der Innenseite des Hüllenkorpus (15, 15', 15'') weist und in einem gekrümmten Schlitz (35) in Eingriff steht, der in einer Erweiterung (20') des weiteren Ringes (20) ausgebildet ist.
  8. Steuerungsbaugruppe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass jeder Ring von dem Paar Ringen (21, 22), die in den kreisringförmigen Sitzen (31, 32) angeordnet sind, eine Flächen- und Umfangserweiterung (21', 22') aufweist, die in einer Umfangsflächenerweiterung in den kreisringförmigen Sitzen (31, 32) untergebracht ist.
Es folgen 3 Blatt Zeichnungen






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