Die Erfindung betrifft die Abscheidung von partikelförmigen Stoffen
aus Gasströmen, die solche partikelförmigen Stoffe enthalten. Im Besonderen betrifft
die Erfindung die Abscheidung partikelförmiger Asche und nicht umgewandelter kohlehaltiger
Partikel aus Syngas-Strömen, wie sie durch die Vergasung oder teilweise Vergasung
von kohlenförmigen Stoffen entstehen.
Zur Vergasung kohlenförmiger Stoffe wie der Kohle wurden drei grundlegende
Prozesse entwickelt. Diese sind: (1) Festbettvergasung, (2) Wirbelschichtvergasung
und (3) Flugstromvergasung. Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf die dritte
Prozessart, nämlich die Flugstromvergasung.
Ein Verfahren der Durchführung von Flugstromvergasung zur Erzeugung
von Synthesegas, nachfolgend „Syngas" genannt, ist in der US-A-4,872,886
(Henley) beschrieben. Bei diesem Prozess, einer zweistufigen Vergasungsreaktion
in nichtkatalytischer, befeuerter horizontaler schlackebildender Reaktionszone oder
ersten Stufe, tritt ein Sauerstoff enthaltender Gasstrom bei Temperaturen zwischen
2400 °F (1300 °C) und 3000 °F (1650 °C) in Reaktion mit einer ersten
Zuführung eines Breies bestehend aus festen Kohleteilchen in einer Trägerflüssigkeit.
Sauerstoff, kohlenförmige Feststoffe und Trägerflüssigkeit werden umgewandelt in
Wasserdampf, Dampf aus Trägerflüssigkeit, verkohlten Rückständen, Schlacke und gasförmige
Verbrennungsprodukte. Die im Reaktor entstehende Schlacke fließt infolge der Schwerkraft
zum Boden des Reaktors und durch eine Abstich-Öffnung aus dem Reaktor heraus. In
einer zweiten Stufe treten der Wasserdampf, der Dampf aus Trägerflüssigkeit, verkohlte
Rückstände und die gasförmigen Verbrennungsprodukte aus dem befeuerten Horizontalreaktor
in einem nicht befeuerten Vertikalreaktor der zweiten Stufen mit einer zweiten Zuführung
eines Breies aus festen Kohleteilchen in einer Trägerflüssigkeit in Kontakt und
bilden Wasserdampf, Dampf aus der Trägerflüssigkeit, Syngas und im Abgas mitgeführte
verkohlte Rückstände. Zusätzlich werden auch noch kleine klebrige Schlacketröpfchen
mitgeführt, die die Tendenz haben, an Oberflächen, mit denen sie in Kontakt kommen,
anzukleben und diese so zu verschmutzen. Die Temperatur, bei der die Schlacketröpfchen
erstarren, umfasst einen weiten Temperaturbereich und liegt normalerweise oberhalb
von etwa 1700° F (925 °C). In diesem klebrigen Zustand besitzen die geschmolzenen
Schlacketeilchen oder -tröpfchen genügend Klebefähigkeit, um den Prozessablauf außerordentlich
zu erschweren, da die Teilchen oder Tröpfchen sich z.B. an Wandungen, Ventilen und
Auslässen der Prozessapparaturen stromabwärts des Vergasers niederschlagen und dort
Ablagerungen bilden. Eine üblicherweise stromabwärts liegende Apparatur ist der
Hochtemperatur-Wärmerückgewinner oder, im Fall von US-A-4,872,886, der Rauchrohrkessel.
Im Rauchrohrkessel fließt das erzeugte verschmutzte Syngas durch die Rohre, während
die Wärmetauscherflüssigkeit, üblicherweise Wasser, auf der Mantelseite fließt.
Zwar ist die Verwendung eines Rauchrohrkessels vom Standpunkt der Kapitalkosten
her bei weitem ökonomischer, doch bewirkt die Verstopfung der Rohre als Nachteil
höhere Wartungskosten. Wegen der Feinstverteilung im zugeführten Kohle-Brei würden
etwaige verkohlte Rückstandspartikel und Schlacketröpfchen ohne weiteres die Rauchrohrkessel-Rohre
passieren. Weil sich jedoch Partikel in den Auslassröhren des Reaktorgases ansammeln
und weil sich bereits früher Ablagerungen an den Wänden und anderen Stellen der
Stromunterbrechung innerhalb der Reaktorführungen gebildet haben und wegen der Entstehung
einer Schicht von Ablagerungen am Reaktoreintritt, führt all das zu einer Verengung
der Eintrittsöffnungen der Rauchrohrkessel-Rohre, der Druckabfall im Kessel steigt
und führt eventuell zu einem Verschluß der Rauchrohrkessel-Rohre. Aus diesem Grunde
ist es wünschenswert, ein System oder eine Vorrichtung zu schaffen, die das Verstopfen
des Kessels verhindert oder ein derartiges Verstopfen oder eine derartige Erhöhung
des Druckabfalls zumindest so lange wie möglich verzögert, bevor der Vergaser abgeschaltet
und die Rohre des Kessels gereinigt werden müssen.
Verschiedenste Filter wurden ausprobiert, die sich jedoch alle als
unbefriedigend heraustellten, weil sie sich entweder zu schnell verstopften oder
bei teilweisem Zusetzen nicht genügend robust für einen Druckabfall ausgelegt waren
und deshalb ausfielen. Es hat sich jedoch gezeigt, dass durch die Kombination verschiedener
Filtersiebe kleine verkohlte Rückstands- und Schlackepartikel die Rauchrohrkessel-Rohre
passieren können, ohne dass diese sich zusetzen, während die zusammengebackenen
größeren verkohlten Rückstands- und Schlackepartikel oder die abgetragenen Ablagerungen
aufgefangen und vom Eintritt in die Rauchrohrkessel-Rohre zurückgehalten werden,
das verschmutzte Syngas jedoch bei angemessenem Druckabfall durch die Siebkombination
hindurchtreten kann.
Eine derartige Kombination von Vorteilen hat sich für eine wirtschaftliche
Anwendung in einem Kohlevergasungs-Prozess als befriedigend herausgestellt, da sie
den ununterbrochenen Betrieb über einen angemessenen Zeitraum hinweg erlaubt. Diese
und andere Aufgaben und Vorteile werden durch die nachfolgend beschriebene vorliegende
Erfindung entsprechend erreicht.
In einem ersten Aspekt weist die vorliegende Erfindung eine Vorrichtung
auf, die einen Wärmetauscher mit einer Längsachse, mit einem eintrittsseitigen Ende
und einer darin querliegenden Rohrplatte; eine zum Wärmetauscher
führende Gaszuführung mit einer darin vorgesehenen Krümmung sowie eine in der Krümmung
liegende Partikelabscheidungs-Vorrichtung zum Abscheiden von partikelförmigen Stoffen
aus einem durch die Gaszuführung in den Wärmetauscher eintretenden Gasstrom umfasst,
wobei die Partikelabscheidungs-Vorrichtung in Kombination einen Endabscheider umfasst,
der benachbart der Rohrplatte angeordnet ist und sich quer in einem Arm der Krümmung
erstreckt, wobei der Endabscheider ein abgestütztes Drahtgewebe aufweist, das in
einer Ebene quer zur Längsachse des Wärmetauschers angeordnet ist, und einen zentralen
Abstützabschnitt aufweist; einen Zwischenabscheider, der in einem Winkel der Krümmung
stromauf des Endabscheiders angeordnet ist, der sich auf dem zentralen Abstützabschnitt
abstützt und sich quer über diesen erstreckt, wobei der Zwischenabscheider zumindest
ein längszylindrisches Bauteil aufweist, das mit einer Vielzahl von in Längsrichtung
angeordneten, mit Öffnungen versehenen Innenträgerelementen sowie einer Vielzahl
von in Querrichtung angeordneten Innenträgerelementen ausgestattet ist, so dass
die Innenträgerelemente zusammen eine Vielzahl von Abschnitten bilden, wobei jedes
der längszylindrischen Bauteile mit seiner Längsachse im rechten Winkel zur Ebene
des Drahtgewebes des Endabscheiders verläuft und auf seinem Außenumfang durch zum
Endabscheider quer verlaufendes Drahtgewebe abgedeckt ist, sowie einen Primärabscheider
mit einer L-förmigen Tragrahmenstruktur, die ein oberes Teil aufweist, das den vertikalen
Teil der L-förmigen Tragrahmenstruktur bildet, sich in einer Ebene quer zur Endabscheiderebene
erstreckt und die Einströmseite des Zwischenabscheiders abdeckt, und die ein unteres
Teil aufweist, das den horizontalen Teil der L-Form bildet, sich stromauf in einer
Ebene parallel zur Endabscheiderebene erstreckt und denjenigen Abschnitt des Endabscheiders
abdeckt, der hin zur Einströmseite des Zwischenabscheiders gerichtet und diesem
benachbart angebracht ist, wobei sowohl der vertikale Teil als auch der horizontale
Teil mit einem Drahtgewebe abgedeckt sind, und wobei Endabscheider, Zwischenabscheider
und Primärabscheider aneinander befestigt sind.
In einer bevorzugten Ausführungsform ist die Abscheider-Kombination
für einen Druckabfall von 10 pounds pro Quadrat-Inch (70 kPa) ausgelegt. Das Drahtgewebe
besteht bevorzugt aus einer Nickel und Chrom enthaltenden Legierung.
Die vorliegende Erfindung sieht außerdem eine Partikelabscheidungs-Vorrichtung
zur Verwendung in einer Vorrichtung gemäß dem ersten Aspekt der Erfindung vor, wobei
die Partikelabscheidungs-Vorrichtung zur Anordnung in einer Krümmung einer Gaszuführung
zu einem Wärmetauscher vorgesehen ist, der eine Längsachse aufweist, mit einem eintrittsseitigen
Ende und einer darin querliegenden Rohrplatte zur Abscheidung von partikelförmigen
Stoffen aus einem durch die Gaszuführung in den Wärmetauscher eintretenden Gasstrom,
wobei die Partikelabscheidungs-Vorrichtung in Kombination umfasst
- (a) einen Endabscheider zur Anordnung benachbart der Rohrplatte, der sich querliegend
in einem Arm der Krümmung erstreckt, wobei der Endabscheider ein abgestütztes Drahtgewebe
zur Anordnung in einer Ebene quer zur Längsachse des Wärmetauschers und einen zentralen
Abstützabschnitt aufweist;
- (b) einen Zwischenabscheider zur Anordnung in einem Winkel der Krümmung stromauf
des Endabscheiders, der durch den zentralen Abstützabschnitt abgestützt wird, sich
über diesen erstreckt und zumindest ein längszylindrisches Bauteil aufweist, das
mit einer Vielzahl von in Längsrichtung angeordneten, mit Öffnungen versehenen Innenträgerelementen
sowie einer Vielzahl von in Querrichtung angeordneten Innenträgerelementen ausgestattet
ist, so dass die Innenträgerelemente zusammen eine Vielzahl von Abschnitten bilden,
wobei jedes der längszylindrischen Bauteile mit seiner Längsachse im rechten Winkel
zur Ebene des Drahtgewebes des Endabscheiders verläuft und auf seinem Außenumfang
durch zum Endabscheider quer verlaufendes Drahtgewebe abgedeckt ist, und
- (c) einen Primärabscheider mit einer L-förmigen Tragrahmenstruktur, die ein
oberes Teil aufweist, das den vertikalen Teil der L-Form bildet, sich in einer Ebene
quer zur Endabscheiderebene befindet und die Einströmseite des Zwischenabscheiders
abdeckt, und die ein unteres Teil aufweist, das den horizontalen Teil der L-Form
bildet, sich stromauf in einer Ebene parallel zur Endabscheiderebene erstreckt und
den Abschnitt des Endabscheiders auf der Einströmseite des Zwischenabscheiders benachbart
zu diesem abdeckt, wobei sowohl der vertikale Teil als auch der horizontale Teil
mit einem Drahtgewebe abgedeckt sind, wobei sowohl der vertikale Teil als auch der
horizontale Teil mit einem Drahtgewebe abgedeckt sind und wobei Endabscheider, Zwischenabscheider
(und Primärabscheider aneinander befestigt sind.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung kann leichter unter Bezugnahme auf
die Figuren der Zeichnung näher erläutert werden. In jeder der nicht maßstabsgerechten
Zeichnungen sind gleiche Teile mit den gleichen Bezugszeichen versehen.
1 zeigt eine Partikelabscheidungs-Vorrichtung
gemäß der Erfindung in einer perspektivischen Teilschnitt-Ansicht mit gestrichelt
dargestellten Umrissen mehrerer den Zwischenabscheider bildender zylindrischer Strukturen.
Verschiedene Abstützungen und Streben sind dargestellt, wie sie sich mit Punkten
an den (nicht enthaltenen) Behälterwandungen verbinden würden;
sie sind jedoch nicht Teil der Erfindung.
2 zeigt aus umgekehrtem Winkel wie
1 ebenfalls eine perspektivische Teilschnitt-Ansicht.
Die drei zylindrischen Strukturen des Zwischenabscheiders treten besser hervor als
in 1.
3 zeigt einen Teil der Partikelabscheidungs-Vorrichtung
gemäß der Erfindung zwecks besserer Darstellung der Zwischenabscheider-Struktur
ohne den Primärabscheider in einer perspektivischen Teilschnitt-Ansicht.
Die Vergasung kohlenförmigen Materials z.B. im Flugstromvergasungs-Prozess
lässt eine hochtemperaturige Hochdruckumgebung entstehen, wobei in den Prozessrohren
und -apparaturen korrodierende und erodierende Gasströme fließen. Ablagerungen von
Schlacke, Asche und verkohlten Rückständen bedecken die Innenwandungen, und wenn
sie abbrechen, verteilen sie sich oder werden mit den anderen mitgeführten Festpartikeln
mitgeführt, was zu schwierigen Verstopfungsproblemen führt. Ein Bereich, der sich
potenziell sehr schnell zusetzt und damit einen Abbruch des Prozesses erfordert,
ist das Hochtemperatur-Wärmerückgewinnungs-System. In einer Ausführungsform der
vorliegenden Erfindung erfolgt der Schutz eines als Hochtemperatur-Rückgewinnungsvorrichtung
vorgesehenen Rauchrohrkessels vor zusammengebackener Asche, kohlenförmigen Rückständen
und Schlacke sowie abgetragenen Ablagerungen wie auch gegen die Entstehung von Ablagerungen
durch eine Vorrichtung zur Abscheidung solcher partikelförmiger Stoffe im Abgas
eines Flugstromvergasers. Typischerweise ist der Rauchrohrkessel als zylindrischer
Behälter ausgebildet, der vertikal oder horizontal gelagert sein kann, mit einer
Längsachse, an deren beiden Enden sich Rohrplatten befinden, an denen die das Prozessgas
führenden Rohre angebracht und ausgerichtet sind. Die Mantelseite führt eine Wärmeübertragungsflüssigkeit,
vorzugsweise Wasser, zur Prozessgas-Wärmeabführung und Dampfrückgewinnung. Um das
Verstopfen der Rauchrohrkessel-Rohre zu verhindern, ist vor dem Gaseintritt in den
Rauchrohrkessel oder eine ähnliche Wärmeübertragungsvorrichtung eine Siebmittelkombination
vorgesehen. Die Siebmittelkombination befindet sich bevorzugt benachbart der Rohrplatte
und umfasst einen Endabscheider, der vor dem Wärmetauscher in Gasstromrichtung angeordnet
ist und mit einem Drahtgewebematerial auf einem Tragrahmen versehen ist, so dass
das Drahtgewebe den Eintritt von solchen Partikeln in den Wärmetauscher verhindert,
die groß genug sind, um ein Verstopfen hervorzurufen. Zwar verhindert der Endabscheider
das Verstopfen des Wärmetauschers oder des Rauchrohrkessels, setzt sich aber für
sich selbst genommen schnell zu und ist wegen seiner ebenen flächigen Struktur nur
für einen Druckabfall von 3,5 bis 4 pounds pro Quadrat-Inch (24 bis 28 kPa) ausgefegt.
Daher ist der Endabscheider für sich allein genommen nicht in der Lage, eine effektive
Funktion bei der Verhinderung der Verstopfung des Wärmetauschers in einer nur irgendwie
gearteten kontinuierlichen Weise beim Prozessablauf auszuüben. Der Endabscheider
besitzt ein Mittelteil, auf dem sich die kombinierten Zwischenabscheider abstützen
können.
Der Zwischenabscheider liegt weiter stromaufwärts des Endabscheiders
und wird durch das Mittelteil des Endabscheiders abgestützt. Der Zwischenabscheider
kann eine beliebige gebogene Struktur mit Innenträgermitteln sein, die im Vergleich
zur ebenen flächigen Struktur des Endabscheiders langgestreckt ist und an ihrem
Umfang mit einem Drahtgewebematerial bedeckt ist. Das heißt, dass der Zwischenabscheider
über eine im Wesentlichen flächige ebene Achse verfügt, die quer zur Achse des Endabscheiders
verläuft und im Wesentlichen auf die Wärmetauscher-Längsachse ausgerichtet ist.
Mehr bevorzugt ist, dass der zentrale Abstützbereich des Endabscheiders drei gebogene
Strukturen abstützt, deren Längsachsen quer zur Ebene des Endabscheiders verlaufen
und die parallel zur Längsachse des Wärmetauschers ausgerichtet sind. Am meisten
bevorzugt ist ein ein Zwischenabscheider mit einer zylindrischen Struktur, der mit
seiner Längsachse quer zur Ebene des Endabscheiders liegt und parallel zur Wärmetauscher-Längsachse,
wobei die zylindrische Struktur des Zwischenabscheiders über eine Vielzahl von in
Längsrichtung angeordneten Trägerelementen verfügt sowie eine Vielzahl von in Querrichtung
angeordneten Trägerelementen, die eine Vielzahl von Stützabschnitten bilden, die
mit Drahtgewebematerial bedeckt sind. Da der Zwischenabscheider mit seiner Achse
(oder Achsen, falls mehr als ein Strukturelement vorhanden ist) quer zur Ebene des
Endabscheiders liegt, besitzt die durch den Zwischenabscheider hindurchtretende
Gasströmung nicht die Tendenz zum Verstopfen, netzartigen Überziehen und Verschmutzen,
ausgenommen nach einem längeren als zu erwartenden Zeitabschnitt im Vergleich dazu,
wenn das Endabscheidermittel allein zum Einsatz kommen würde. Gleicherweise ist
wegen des in der Längsrichtung der Zwischenabscheiderachse (oder -achsen) strömenden
Gases und seiner verringerten Tendenz, ein Verstopfen hervorzurufen, der Druckabfall
im Zwischenabscheider niedriger und der Zwischenabscheider kann so Druckverlusten
von bis zu 10 pounds pro Quadrat-Inch (70 kPa) und mehr, z.B. 50 pounds pro Quadrat-Inch
(350 kPa), widerstehen.
Vor dem oder stromaufwärts des Zwischenabscheiders wirkt der Primärabscheider
als Schutz für die beiden anderen Siebmittel gegen eine Verschmutzung durch größere
Zusammenbackungen oder abgetragene Ablagerungen. Die Bauart des Primärabscheiders
muss widerstandsfähiger sein, da Heißgase und die größten Teilchen der partikelförmigen
Stoffe zuerst darauf treffen. Eine Ausführungsform des Primärabscheiders umfasst
eine Tragrahmenstruktur, an der Drahtgewebematerial befestigt ist. Der Primärabscheider
bedeckt bevorzugt den gesamten Zwischenabscheider in der Führung, die vom Vergasungsreaktor
zum Hochtemperatur-Wärmerückgewinnungssystem führt. Dem Abgasstrom bleibt kein anderer
Weg vorbei am Primärabscheider offen außer über den Primärabscheider zu strömen,
wobei er vom Oberende des Zwischenabscheiders eingefangen wird. Das tritt jedoch
selten ein, es sei denn der Primärabscheider ist stark verstopft.
In einer bevorzugteren Ausführungsform hat der Primärabscheider die
Form eines L-förmigen Siebmittels mit einem oberen Teil, der in einer Ebene quer
zur Ebene des Endabscheiders liegt, und einem unteren Teil, der in einer Ebene parallel
zur Ebene des Endabscheiders liegt.
In einer am meisten bevorzugten Ausführungsform ist, wie in
1 dargestellt, die Partikelabscheidungs-Vorrichtung
10 gemäß der vorliegenden Erfindung am Oberende eines vertikal angeordneten
Hochtemperatur-Wärmerückgewinnungssystems angebracht, wie z.B. einem Rauchrohrkessel
(nicht dargestellt). Der erzeugte Gasstrom aus dem Vergasungsreaktor wird über ein
Einlassrohr zur Oberseite des Rauchrohrkessel-Behälters geführt und beim Durchströmen
der Partikelabscheidungs-Vorrichtung 10 vor dem Eintritt in den Rauchrohrkessel
um 90° abgelenkt.
Wenn der erzeugte Gasstrom in das Oberende des Wärmerückgewinnungs-Abschnitts
eintritt, trifft das Gas zuerst auf den Primärabscheider 28 mit seinem
vertikalen Teil 12 und seinem horizontalen Teil 14. Das vertikale
Teil 12 ist mit im Wesentlichen rechteckigen Tragrahmenelementen
32 versehen, die das Drahtgewebematerial 30'' stützen, das als
Siebmittel für ein Abscheiden von partikelförmigen Stoffen aus dem erzeugten Gasstrom
dient. Welcher Art die Tragstruktur, z.B. die Tragrahmenelemente 32, sind,
bleibt der Auswahl und der praktischen Ausführung überlassen, da hinsichtlich der
Form der Tragrahmenelemente 32 keine kritischen Umstände bekannt geworden
sind. Die Tragrahmenelemente 32 könnten also auch andere geometrische Formen
haben, wie z.B. Dreiecke, Kreise oder Quadrate. Notwendig ist lediglich, dass der
mit Hilfe der Tragrahmenelemente 32 aufgebaute Primärabscheider
28 genügend robust ist für einen Druckabfall von 0,5 pounds pro Quadrat-Inch
(3,5 kPa) und für das Auftreffen von partikelförmigen Stoffen in dem erzeugten Gasstrom
mit einer Geschwindigkeit von 80 Fuß pro Sekunde (25 m/sec). Das horizontale Teil
14 des Primärabscheiders 28 ist in dieser bevorzugten Ausführungsform
am vertikalen Teil 12 an der unteren Kante befestigt und bildet mit ihm
ein L-förmiges Element. Der horizontale Teil 14 ist außerdem mit Tragrahmenelementen
32 gebildet und in seiner Form im Wesentlichen der des das Hochtemperatur-Wärmerückgewinnungs-System
enthaltenden Behälters angepasst, der in dieser bevorzugten Ausführungsform ein
Zylinder ist. Damit hat der Außenumfang des horizontalen Teils 14 die Form
eines Teilumfangs eines Kreises.
Sowohl vertikales Teil 12 wie horizontales Teil
14 sind mit Drahtgewebematerial 30'' bedeckt. Das Drahtgewebematerial
30'' ist mit einem beliebigen bekannten Verfahren wie Schweißen oder z.B.
mechanische Verbindungen am vertikalen Teil 12 und am horizontalen Teil
14 befestigt. Als Material für die Herstellung des Drahtgewebes
30'' ist jedes für die Temperaturen und die korrodierende und erodierende
Atmosphäre des erzeugten Gasstroms ausgelegte Metall verwendbar, wie beispielsweise
verschiedene legierte Stähle, die für solchen Einsatz am geeignetsten sind. Typischerweise
leisten legierte Stähle mit Nickel und Chrom wie InconelTM
617, ein eingetragenes Warenzeichen von Inco Alloys International, Inc.,
Huntington, WV, zufriedenstellende Dienste in korrodierender Atmosphäre. Auch die
IncoloyTM-Serie von Legierungen wie z.B. IncoloyTM 800HT verfügt
über für solche Atmosphärearten wünschenswerte Eigenschaften. "Incoloy" ist ebenfalls
ein eingetragenes Warenzeichen von Inco Alloys International, Inc. Das für diesen
Primärabscheider 28 eingesetzte Drahtgewebe 30'' kann in ähnlicher
Weise auch für andere Abschnitte der Partikelabscheidungs-Vorrichtung gemäß der
vorliegenden Erfindung Anwendung finden.
Benachbart dem Primärabscheider 28 ist der Zwischenabscheider
16 angebracht. Wie in den bevorzugten Ausführungsformen nach
1 bis 3 dargestellt,
besteht der Zwischenabscheider 16 aus drei zylindrischen Strukturen oder
Steigern, die jeweils – jedoch nicht notwendigerweise – identisch sind.
Vertikale Innenträgerelemente 26 und horizontale Innenträgerelemente
34 sind zur Abstützung des Drahtgewebematerials 30 im Zwischenabscheider
16 vorgesehen. Eine Vielzahl von Innenträgerlementen 26 ist zum
Zweck gleichmäßiger Abstützung um die zylinderförmige Struktur herum einsetzbar
und erscheint im Querschnitt durch die zylindrische Form wie die Speichen eines
Rades. Jedes der vertikalen Innenträgerelemente 26 ist mit Öffnungen versehen,
durch die der erzeugte Gasstrom hindurchtreten kann, wobei die Öffnungen groß genug
bemessen sind, dass sie nicht zur Verstopfung der Vorrichtung 10 beitragen,
aber auch klein genug, dass die vertikalen Innenträgerelemente genügend strukturelle
Stärke behalten, um dem oben genannten Druckabfall standzuhalten. Die horizontalen
Innenträgerelemente 34 haben, bei diesem zylindrischen Ausführungsbeispiel
des Zwischenabscheiders 16, praktischerweise die Form
eines flachen toroidalen Rings. Die offene Mitte des Rings erlaubt den Durchtritt
des erzeugten Gasstroms, während der Rand des Rings die vertikalen Innenträgerelemente
26 horizontal stabilisiert. Eine geeignete Befestigung zwischen horizontalen
bzw. vertikalen Trägerelementen 34 und 26 verstärkt und versteift
die Gesamtstruktur des Zwischenabscheiders 16. In 3
wird die Vorrichtung 10 ohne Primärabscheider 28 dargestellt,
um die Betrachtung des Zwischenabscheiders 16 zu erleichtern. Ebenfalls
dargestellt ist das Oberende der zylindrischen Strukturen oder Steiger mit ihrer
Abdeckung aus Drahtgewebematerial 30.
Der Zwischenabscheider 16 stützt sich auf dem zentralen Teil
des Endabscheiders 18 ab, das in dieser bevorzugten Ausführungsform als
flache, kreisrunde Platte ausgebildet und mit Drahtgewebematerial 30 bedeckt
ist, mit Ausnahme des Mittelteils, das normalerweise von Metallplatten gebildet
wird. Der Endabscheider stützt sich auf einer Vielzahl von Querträgern
36 ab, die nicht Teil der Erfindung sind und lediglich dazu dienen, die
Vorrichtung 10 als Ganzes abzustützen. Die Querträger 36 ihrerseits
sind wieder mit vertikalen Trägerstützen 24 verbunden, die an der Behälterwandung
und/oder an der Rohrplatte (nicht dargestellt) des Wärmetauschers oder des Rauchgaskessels
angebracht sind. Horizontale Streben oder Träger 22 sind an Zwischenabscheider
16 und Behälterwandungen durch Schweißen oder mit mechanische Verbindungen
befestigt. Eine oder mehrere horizontale Versteifungen 20 an Primärabscheider
28 und Behälterwandungen sorgen dafür, dass der Primärabscheider in der
vorgesehenen Position bleibt. Des weiteren sind eine Anzahl Primärabscheider-Trägerstützen
38, gleich den vertikalen Tägerstützen 24 oder von diesen verschieden,
vorgesehen, um das horizontale Teil 14 in seiner Stellung zu halten.
Das Drahtgewebematerial besitzt im Wesentlichen quadratische Maschenöffnungen
von über 0,625 Inches (1,6 cm). Die quadratischen Maschenöffnungen des Drahtgewebematerials
liegen vorzugsweise im Bereich von 0,625 Inches (1,6 cm) bis 0,75 Inches (1,9 cm).
Während die Partikelabscheidungs-Vorrichtung gemäß der vorliegenden
Erfindung dafür gedacht ist, partikelförmige Stoffe aus dem Syngasstrom zu entfernen,
stellt die Größe der partikelförmigen Stoffe, die hauptsächlich aus verkohlten Rückständen
bestehen, und die Größe der Öffnungen des Drahtgewebematerials in Verbindung mit
der Größe der Wärmetauscher-Rohre sicher, dass kleinere Partikel durch das System
hindurchströmen; ihre Entfernung und Rückgewinnung zum Recycling im Vergaser muss
mit anderen Mitteln durchgeführt werden. Es genügt, dass ein ordnungsgemäßer Syngas-Produktionszyklus
ununterbrochen über Wochen und Monate oder länger bei Einsatz der Vorrichtung gemäß
der vorliegenden Erfindung aufrechterhalten werden kann.
Die Partikelabscheidungs-Vorrichtung 10 gemäß der vorliegenden
Erfindung muss im Wesentlichen aus Material bestehen, das für die Temperatur des
erzeugten Gasstroms ausgelegt ist, die normalerweise über 1700° F (925°
C) liegt. Der Druck innerhalb des Systems kann sich zwischen 350 psig (2400 kPa)
und 450 psig (3100 kPa) bewegen und sollte für einen Druckunterschied von etwa 10
psig (70 kPa) ausgelegt sein.