Technisches Gebiet
Die Erfindung bezieht sich auf das Gebiet der elektrischen Schutztechnik.
Sie geht aus von einer Überspannungsschutzeinrichtung für einen Gleichspannungskreis
und von einer Umrichterschaltung mit einer solchen Überspannungsschutzeinrichtung
gemäss dem Oberbegriff der unabhängigen Ansprüche.
Stand der Technik
Umrichterschaltungen werden heute in einer Fülle von leistungselektronischen
Anwendungen, wie z.B. in der Antriebstechnik für Bahnanwendungen oder in statischen
Umformeinrichtungen eingesetzt. Eine solche Umrichterschaltung weist üblicherweise
einen Gleichspannungskreis zur Speicherung elektrischer Energie auf, welcher einen
Energiespeicher umfasst, der beispielsweise durch einen oder mehrere Kondensatoren
gebildet ist. Ferner weist die Umrichterschaltung einen mit dem Gleichspannungskreis
verbundenen Umrichter auf, welcher Umrichter eine Vielzahl von Leistungshalbleiterschaltern
aufweist. Weiterhin ist der Gleichspannungskreis mittels einer Überspannungsschutzeinrichtung
gegen auftretende Überspannungen geschützt, damit die Umrichterschaltung nicht beschädigt
oder zerstört wird. Eine solche Überspannungsschutzeinrichtung ist beispielsweise
durch eine Reihenschaltung einer Break-over-Diode mit einem Varistor oder durch
eine Reihenschaltung einer Funkenstrecke mit einem Varistor gebildet. Eine durch
eine Reihenschaltung einer Funkenstrecke mit einem Varistor gebildete Überspannungsschutzeinrichtung
ist beispielsweise in "Überspannungsschutzmodul NM220V/5kA, 151193ALD02 80112, Copyright
1993 by Alarmcom Leutron GmbH" angegeben. Tritt nun eine Überspannung im Gleichspannungskreis
und damit an der Überspannungsschutzeinrichtung auf, so entsteht bei Überschreiten
einer definierten Schwellspannung, welche normalerweise oberhalb der maximalen Betriebsspannung
des Gleichspannungskreises beziehungsweise der Umrichterschaltung liegt, ein Lichtbogen
an der Funkenstrecke, durch welchen ein Strom über die Funkenstrecke fliesst, der
dann auch über den Varistor fliesst und durch diesen Varistor begrenzt wird. Durch
diesen Strom wird die auftretende Überspannung reduziert in dem der Varistor die
in der Überspannung enthaltene Energie aufnimmt. Da der Varistor ein spannungsabhängiger
Widerstand ist, der bei einer grossen Spannung einen kleinen Widerstand aufweist
und bei einer kleinen Spannung hochohmig ist, wird der Strom über die Funkenstrecke
und durch den Varistor zu Beginn der Überspannung gross sein und sich bei deren
Reduzierung in erwünschter Weise verkleinern.
Problematisch bei einer vorstehend beschriebenen Überspannungsschutzeinrichtung
ist, dass der Varistor auch bei einer bereits reduzierten Spannung und selbst noch
bei Erreichen einer maximalen Einspeisespannung, beispielsweise eines elektrischen
Versorgungsnetzes, für der Gleichspannungskreis noch Strom führt und dadurch der
Lichtbogen der Funkenstrecke auch bei einer bereits reduzierten Spannung, d.h. bei
der maximalen Einspeisespannung für den Gleichspannungskreis unkontrolliert weiterbrennt
und demnach weiter einen Strom führt, der die Spannung des Gleichspannungskreises
weiter reduziert. Diese Spannung kann aber nicht unter die maximale Einspeisespannung,
welche beispielsweise über den Umrichter aus dem elektrischen Versorgungsnetz geliefert
wird, absinken. Dadurch wird dem Varistor soviel Energie, insbesondere über einen
längeren Zeitraum, zugeführt, dass dieser zerstört wird. Daher ist es notwendig,
den Gleichspannungskreis von der Einspeisung zu trennen, so dass die Umrichterschaltung
nicht mehr weiterbetrieben werden kann. Die Verfügbarkeit des Gleichspannungskreises
und damit der gesamten Umrichterschaltung ist dadurch stark beeinträchtigt oder
schlimmstenfalls nicht mehr gegeben.
Darstellung der Erfindung
Aufgabe der Erfindung ist es deshalb, eine Überspannungsschutzeinrichtung
für einen Gleichspannungskreis anzugeben, welche den Gleichspannungskreis bei einer
auftretenden Überspannung ausreichend schützt und zudem eine hohe Verfügbarkeit
des Gleichspannungskreises sicherstellt. Ferner ist eine Umrichterschaltung anzugeben,
welche eine erfindungsgemässe Überspannungsschutzeinrichtung umfasst und deren Gleichspannungskreis
bei einer auftretenden Überspannung ausreichend geschützt ist und desweiteren eine
hohe Verfügbarkeit aufweist. Diese Aufgaben werden durch die Merkmale des Anspruchs
1 und 6 gelöst. In den abhängigen Ansprüchen sind vorteilhafte Weiterbildungen der
Erfindung angegeben.
Die erfindungsgemässe Überspannungsschutzeinrichtung für einen Gleichspannungskreis
weist einen spannungsabhängigen Widerstand auf. Erfindungsgemäss ist ein ansteuerbarer
Leistungshalbleiterschalter in Serie zu dem spannungsabhängigen Widerstand geschaltet.
Tritt nun eine Überspannung im Gleichspannungskreis und damit an der erfindungsgemässen
Überspannungsschutzeinrichtung auf, so wird der ansteuerbare Leistungshalbleiterschalter
bei Überschreiten einer definierten ersten Schwellspannung, welche vorzugsweise
oberhalb der maximalen Betriebsspannung des Gleichspannungskreises beziehungsweise
der Umrichterschaltung liegt, gezielt eingeschaltet, wodurch ein Strom über den
ansteuerbaren Leistungshalbleiterschalter und den spannungsabhängigen Widerstand
fliesst. Durch diesen Strom wird dann die auftretende Überspannung reduziert. Der
spannungsabhängige Widerstand weist einen kleinen Widerstandswert bei einer grossen
am spannungsabhängigen Widerstand anliegenden Spannung auf und ist bei einer kleinen
Spannung hochohmig, so dass der Strom über den ansteuerbaren Leistungshalbleiterschalter
und den spannungsabhängigen Widerstand zu Beginn der Überspannung gross ist und
sich bei deren Reduzierung in erwünschtem Masse verkleinert. Der Strom kann zu Beginn
der Überspannung ein Vielfaches des maximalen Abschaltstroms des ansteuerbaren Leistungshalbleiterschalters
betragen. Vorteilhaft wird der Gleichspannungskreis bei einer auftretenden Überspannung
somit durch die gezielte Einschaltung des ansteuerbaren Leistungshalbleiterschalters
und die daraufhin folgende Reduzierung der Überspannung ausreichend geschützt. Sinkt
nun die Spannung des Gleichspannungskreises infolge der vorstehend genannten Reduzierung
unter eine zweite definierte Schwellspannung ab, so kann der ansteuerbare Leistungshalbleiterschalter
gezielt ausgeschaltet werden, wodurch die Spannung des Gleichspannungskreises vorteilhaft
nicht weiter absinkt und der spannungsabhängige Widerstand nicht zerstört wird.
Dadurch kann vorteilhaft eine hohe Verfügbarkeit des Gleichspannungskreises, vor
allem im Vergleich zu durch gängige Überspannungsschutzeinrichtungen geschützten
Gleichspannungskreisen, erreicht werden. Die zweite definierte Schwellspannung liegt
vorzugsweise zwischen der maximalen Betriebsspannung des Gleichspannungskreises
und der maximalen Einspeisespannung, beispielsweise eines elektrischen Versorgungsnetzes,
für den Gleichspannungskreis. Die zweite definierte Schwellspannung ist weiterhin
so gewählt, dass der maximale Abschaltstroms des ansteuerbaren Leistungshalbleiterschalters
unterschritten ist.
Die erfindungsgemässe Umrichterschaltung weist einen durch einen Energiespeicher
gebildeten Gleichspannungskreis und einen mit dem Gleichspannungskreis verbundenen
Umrichter auf, welcher Umrichter eine Vielzahl von Leistungshalbleiterschaltern
umfasst, wobei eine erfindungsgemässe Überspannungsschutzeinrichtung parallel zu
dem Energiespeicher geschaltet ist. Vorteilhaft ist der Gleichspannungskreis der
erfindungsgemässen Umrichterschaltung und die Leistungshalbleiterschalter des Umrichters
der Umrichterschaltung durch den Einsatz der erfindungsgemässen Überspannungsschutzeinrichtung
bei einer auftretenden Überspannung ausreichend geschützt. Desweiteren kann durch
das gezielte Abschalten des ansteuerbaren Leistungshalbleiterschalters, wie bereits
erwähnt, ein weiteres Absinken der Spannung des Gleichspannungskreises und eine
Zerstörung des spannungsabhängigen Widerstandes verhindert werden, so dass die Betriebsspannung
des Gleichspannungskreises vorteilhaft schon bereits nach kurzer Zeit wieder zur
Verfügung steht und die Umrichterschaltung sehr schnell im Normalbetrieb weiterbetrieben
werden kann. Dadurch erhöht sich die Verfügbarkeit der erfindungsgemässen Umrichterschaltung,
insbesondere im Vergleich zu mit gängigen Überspannungsschutzeinrichtungen versehenen
Umrichterschaltungen, signifikant.
Diese und weitere Aufgaben, Vorteile und Merkmale der vorliegenden
Erfindung werden aus der nachfolgenden detaillierten Beschreibung bevorzugter Ausführungsformen
der Erfindung in Verbindung mit der Zeichnung offensichtlich.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
Es zeigen:
- Fig. 1
- eine Ausführungsform einer erfindungsgemässen Umrichterschaltung.
Die in der Zeichnung verwendeten Bezugszeichen und deren Bedeutung
sind in der Bezugszeichenliste zusammengefasst aufgelistet. Grundsätzlich sind in
der Figur gleiche Teile mit gleichen Bezugszeichen versehen. Die beschriebene Ausführungsform
steht beispielhaft für den Erfindungsgegenstand und hat keine beschränkende Wirkung.
Wege zur Ausführung der Erfindung
In Fig. 1 ist eine Ausführungsform einer erfindungsgemässen Umrichterschaltung
gezeigt. Die erfindungsgemässe Umrichterschaltung weist gemäss Fig. 1 einen durch
einen Energiespeicher gebildeten Gleichspannungskreis 1 und einen mit dem Gleichspannungskreis
1 verbundenen Umrichter 5 auf, welcher Umrichter 5 eine Vielzahl von Leistungshalbleiterschaltern
umfasst. Darüber hinaus ist eine erfindungsgemässe Überspannungsschutzeinrichtung
für den Gleichspannungskreis 1 vorgesehen, die nachfolgend detailliert beschrieben
wird. Die erfindungsgemässe Überspannungsschutzeinrichtung weist gemäss Fig. 1 einen
spannungsabhängigen Widerstand 2 auf. Erfindungsgemäss ist ein ansteuerbarer Leistungshalbleiterschalter
3 in Serie zu dem spannungsabhängigen Widerstand 2 geschaltet. Bei Auftreten einer
Überspannung im Gleichspannungskreis 1 und damit an der erfindungsgemässen Überspannungsschutzeinrichtung
wird der ansteuerbare Leistungshalbleiterschalter 3 bei Überschreiten einer definierten
ersten Schwellspannung gezielt eingeschaltet. Die Überwachung der definierten ersten
Schwellspannung und die vorstehend beschriebene Einschaltung des ansteuerbaren Leistungshalbleiterschalters
3 erfolgt vorteilhaft durch die normalerweise bereits vorhandene Messeinrichtung
zur Überwachung der Spannung des Gleichspannungskreises 1. Die definierte erste
Schwellspannung liegt oberhalb der maximalen Betriebsspannung des Gleichspannungskreises
1 beziehungsweise der Umrichterschaltung. Durch das Einschalten des ansteuerbaren
Leistungshalbleiterschalters 3 fliesst ein Strom über den ansteuerbaren Leistungshalbleiterschalter
3 und den spannungsabhängigen Widerstand 2, der dann die auftretende Überspannung
reduziert. Der spannungsabhängige Widerstand 2 weist einen kleinen Widerstandswert
bei einer grossen Spannung am spannungsabhängigen Widerstand 2 auf und ist bei einer
kleinen Spannung hochohmig, so dass der Strom über den ansteuerbaren Leistungshalbleiterschalter
3 und den spannungsabhängigen Widerstand 2 zu Beginn der Überspannung gross ist
und sich bei deren Reduzierung in erwünschtem Masse verkleinert. Mit Vorteil wird
der Gleichspannungskreis 1 bei einer auftretenden Überspannung damit mittels der
gezielten Einschaltung des ansteuerbaren Leistungshalbleiterschalters 3 und die
daraufhin folgende Reduzierung der Überspannung ausreichend geschützt. Sinkt nun
die Spannung des Gleichspannungskreises 1 infolge der vorstehend genannten Reduzierung
bis zu einer zweiten definierten Schwellspannung, die vorzugsweise zwischen der
maximalen Betriebsspannung des Gleichspannungskreises 1 und der maximalen Einspeisespannung,
beispielsweise eines elektrischen Versorgungsnetzes, für den Gleichspannungskreis
1 liegt, ab, so wird der ansteuerbare Leistungshalbleiterschalter 3 gezielt ausgeschaltet,
so dass die Spannung des Gleichspannungskreises 1 vorteilhaft nicht weiter absinkt
und der spannungsabhängige Widerstand 2 nicht zerstört wird. Vorteilhaft kann dadurch
eine hohe Verfügbarkeit des Gleichspannungskreises 1 erreicht werden, da die Betriebsspannung
des Gleichspannungskreises 1 schon nach kurzer Zeit wieder zur Verfügung steht.
Die zweite definierte Schwellspannung ist weiterhin so gewählt, dass der maximale
Abschaltstroms des ansteuerbaren Leistungshalbleiterschalters 3 unterschritten ist.
Die Überwachung der definierten zweiten Schwellspannung und die vorstehend beschriebene
Abschaltung des ansteuerbaren Leistungshalbleiterschalters 3 erfolgt vorteilhaft
durch die normalerweise bereits vorhandene Messeinrichtung zur Überwachung der Spannung
des Gleichspannungskreises 1.
Vorzugsweise ist der spannungsabhängige Widerstand 2 ein Varistor.
Es ist aber auch denkbar, dass der spannungsabhängige Widerstand 2 ein VDR (Voltage
dependent resistor) oder ein Thyrit-Widerstand ist.
Mit Vorteil ist der spannungsabhängige Widerstand 2 derart ausgebildet,
d.h. derart dimensioniert, dass der spannungsabhängige Widerstand 2 einen Strom
bei einer auftretenden Überspannung zur Verhinderung des weiteren Anstiegs der Überspannung
führt beziehungsweise führen kann. Dadurch kann eine Beschädigung oder Zerstörung
des Gleichspannungskreises 1 und/oder der Leistungshalbleiterschalter des Umrichters
infolge eines weiteren Anstiegs der Spannung des Gleichspannungskreises 1 erfolgreich
vermieden werden. Zudem ist der spannungsabhängige Widerstand 2 derart ausgebildet,
d.h. derart dimensioniert, dass bei der definierten zweiten Schwellspannung, welche
,wie bereits erwähnt, zwischen der maximalen Betriebsspannung des Gleichspannungskreises
1 und der maximalen Einspeisespannung für den Gleichspannungskreis 1 liegt, ein
Strom durch den spannungsabhängigen Widerstand 2 und den ansteuerbaren Leistungshalbleiterschalter
3 fliesst, welcher unterhalb des maximalen Abschaltstromes des ansteuerbaren Leistungshalbleiterschalters
3 liegt. Dadurch kann gewährleistet werden, dass der bei der maximalen Einspeisespannung
für den Gleichspannungskreises 1 fliessende Strom auch tatsächlich vom ansteuerbaren
Leistungshalbleiterschalter 3 abgeschaltet werden kann und der Gleichspannungskreis
1 nach einer auftretenden Überspannung spannungsmässig wieder schnell verfügbar
ist.
Es hat sich als sehr vorteilhaft erwiesen, dass der ansteuerbare Leistungshalbleiterschalter
3 ein Abschaltthyristor ist, wobei der Abschaltthyristor vorzugsweise ein integrierter
über die Ansteuerelektrode kommutierter Thyristor ist. Ein solcher Thyristor ist
vorteilhaft hart angesteuert und weist einen niederinduktiv aufgebauten Ansteuerkreis
auf. Es ist aber auch denkbar, dass der Abschaltthyristor ein Gate-Turn-OFF-Thyristor
ist.
Gemäss Fig. 1 ist ein ohmscher Spannungsteiler 4 parallel zu der Serienschaltung
des ansteuerbaren Leistungshalbleiterschalters 3 mit dem spannungsabhängigen Widerstand
2 geschaltet. Dabei ist der Verbindungspunkt der beiden Widerstände R1, R2 des ohmschen
Spannungsteilers 4 mit dem Verbindungspunkt des ansteuerbaren Leistungshalbleiterschalters
3 mit dem spannungsabhängigen Widerstand 2 verbunden. Mittels des ohmschen Spannungsteilers
4, insbesondere durch die Wahl der Werte der Widerstände R1, R2 des ohmschen Spannungsteilers
1, ist die statische Spannungsaufteilung am ansteuerbaren Leistungshalbleiterschalter
3 und am spannungsabhängigen Widerstand 2 vorteilhaft frei wählbar. Dies ermöglicht
es, ansteuerbare Leistungshalbleiterschalter 3 zu wählen, deren Spannungsfestigkeit
unterhalb der maximalen Betriebsspannung des Gleichspannungskreises 1 liegt, da
der ansteuerbare Leistungshalbleiterschalter 3 bei entsprechend gewähltem Widerstandsverhältnis
des ohmschen Spannungsteilers 4 dann nicht die gesamte maximale Betriebsspannung
des Gleichspannungskreises 1 sperren muss. Vorteilhaft kann der ansteuerbare Leistungshalbleiterschalter
3 damit bezüglich seiner Baugrösse klein und sehr kostengünstig ausgeführt werden.
Weiterhin kann auch der allfällige Leckstrom des ansteuerbaren Leistungshalbleiterschalters
3 vorteilhaft hauptsächlich über den ohmschen Spannungsteiler 4 abfliessen, so dass
der spannungsabhängige Widerstand 2 nicht oder nicht nennenswert durch den Leckstrom
belastet wird.
Gemäss Fig. 1 kann als Abschaltentlastung optional ein Kondensator
parallel zum ansteuerbaren Leistungshalbleiterschalters 3 geschaltet werden, so
dass der ansteuerbare Leistungshalbleiterschalter 3 bei Abschalten vorteilhaft nur
gering belastet wird.
Wie bereits erwähnt, weist die erfindungsgemässe Umrichterschaltung
gemäss Fig. 1 den durch einen Energiespeicher gebildeten Gleichspannungskreis 1
und den mit dem Gleichspannungskreis 1 verbundenen Umrichter 5 auf, welcher Umrichter
5 eine Vielzahl von Leistungshalbleiterschaltern umfasst. Der Energiespeicher umfasst,
wie in Fig. 1 gezeigt, einen Kondensator, kann aber allgemein auch mehrerer Kondensatoren
umfassen. Gemäss Fig. 1 weist die Umrichterschaltung eine erfindungsgemässe und
vorstehend beschriebene Überspannungsschutzeinrichtung auf, welche parallel zu dem
Energiespeicher geschaltet ist. Neben den bereits bei der Beschreibung der erfindungsgemässen
Überspannungsschutzeinrichtung erwähnten Vorteilen ist der Gleichspannungskreis
1 der erfindungsgemässen Umrichterschaltung und die Leistungshalbleiterschalter
des Umrichters 5 der Umrichterschaltung durch den Einsatz der erfindungsgemässen
Überspannungsschutzeinrichtung bei einer auftretenden Überspannung mit Vorteil ausreichend
geschützt. Darüberhinaus kann durch das gezielte Abschalten des ansteuerbaren Leistungshalbleiterschalters,
wie bereits erwähnt, ein weiteres Absinken der Spannung des Gleichspannungskreises
verhindert werden, so dass die Betriebsspannung des Gleichspannungskreises vorteilhaft
schon bereits nach kurzer Zeit wieder zur Verfügung steht und die Umrichterschaltung
sehr schnell im Normalbetrieb weiterbetrieben werden kann. Dadurch kann die Verfügbarkeit
der erfindungsgemässen Umrichterschaltung entscheidend erhöht werden.
Bezugszeichenliste
- 1
- Gleichspannungskreis
- 2
- spannungsabhängiger Widerstand
- 3
- ansteuerbarer Leistungshalbleiterschalter
- 4
- ohmscher Spannungsteiler
- 5
- Umrichter