| Dokumentenidentifikation |
DE102004007877A1 08.09.2005 |
| Titel |
Maschine zum Herstellen von Bürsten |
| Anmelder |
Zahoransky Formenbau GmbH, 79108 Freiburg, DE |
| Erfinder |
Ebner, Winfried, 79312 Emmendingen, DE; Friese, Wolfgang, 79110 Freiburg, DE |
| Vertreter |
Patent- und Rechtsanwaltssozietät Maucher, Börjes & Kollegen, 79102 Freiburg |
| DE-Anmeldedatum |
18.02.2004 |
| DE-Aktenzeichen |
102004007877 |
| Offenlegungstag |
08.09.2005 |
| Veröffentlichungstag im Patentblatt |
08.09.2005 |
| IPC-Hauptklasse |
A46D 3/00
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| IPC-Nebenklasse |
A46D 3/04
B29C 45/26
B29C 45/40
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| Zusammenfassung |
Eine Maschine (1) dient zum Herstellen von Bürsten, insbesondere von Zahnbürsten. Sie weist ein zu einer Spritzgießmaschine gehörendes Formwerkzeug (2) auf, mit dem Bürstenkörper (5) hergestellt werden können. Eine Entnahmeeinrichtung (3) dient zum Entnehmen von gespritzten Bürstenkörpern aus dem Formwerkzeug (2) und auch zum Transportieren von Bürstenkörpern zzu einer Stopfeinrichtung sowie gegebenenfalls zu Nachbearbeitungseinrichtungen (18, 19) zum Nachbearbeiten der Bürsten. Die Entnahmeeinrichtung (3) weist einen zumindest während der Entnahme in das Formwerkzeug (2) eingreifenden inneren Abschnitt (21) sowie einen außerhalb des Formwerkzeugs (2) verlaufenden, äußeren Abschnitt (16) auf, an dem die wenigstens eine Stopfeinrichtung (4) angeordnet ist.
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| Beschreibung[de] |
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Die Erfindung bezieht sich auf eine Maschine zum Herstellen mit einer
ein Formwerkzeug aufweisenden von Bürsten, insbesondere von Zahnbürsten, Spritzgießmaschine
zum Herstellen von Bürstenkörpern, die eine Einrichtung mit Transport- und Halteelementen
zum Entnehmen von gespritzten Bürstenkörpern aus dem Formwerkzeug aufweist.
Solche Bürstenherstellungsmaschinen sind in unterschiedlichen Ausführungsformen
bekannt. Sie können entweder als sogenannte Inmould-Maschinen, bei der während des
Spritzens der Bürstenkörper die Borstenbündel mit eingespritzt werden oder als Maschine
zum Spritzen ein- oder mehrkomponentiger Bürstenkörper, die anschließend Weiterbearbeitungsmaschinen
zugeführt werden, ausgebildet sein. Bei der Weiterbearbeitung werden die aus der
Spritzgießmaschine entnommenen Bürstenkörper einer Stopfmaschine zugeführt, dort
eingespannt und dann mit Borstenbündeln bestückt.
Die Bürstenkörper können nach dem Spritzen aus dem Formwerkzeug ausgeworfen
werden und dann zum Beispiel mit Hilfe eines Transportbandes oder dergleichen Fördereinrichtung
zu der Stopfmaschine transportiert werden. Während des Stopfens müssen die Bürstenkörper
eingespannt gehalten sein und es ist dazu erforderlich, die zugeförderten Bürstenkörper
geordnet in entsprechende Halter umzusetzen.
Es sind auch Handlingeinrichtungen bekannt, die bei geöffnetem Formwerkzeug
die gespritzten Bürstenkörper ergreifen und geordnet an Werkstückhalter übergeben,
die zu der Stopfmaschine gefördert werden und dort positionierbar sind.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Maschine zum Herstellen
von Bürsten zu schaffen, die insgesamt kompakt aufgebaut ist und einen verringerten
Herstellungsaufwand erfordert.
Zur Lösung dieser Aufgabe wird vorgeschlagen, dass der Entnahmeeinrichtung
der Spritzgießmaschine zum Entnehmen von Bürstenkörpern wenigstens eine Stopfeinrichtung
sowie gegebenenfalls Nachbearbeitungseinrichtungen zum Nachbearbeiten der Bürsten
zugeordnet sind.
Dadurch können die vorhandenen, zur Entnahmeeinrichtung der Spritzgießmaschine
gehörenden Transport- und Halteelemente auch im Bereich der Spritzgießmaschine verwendet
werden, so dass diesbezüglich kein zusätzlicher Aufwand erforderlich ist.
Gerade bei einer Entnahmeeinrichtung, welche als Transport- und Halteelemente
Halterungen für Teilkavitäten aufweisende Transporteinsätze hat, wobei insbesondere
an den Transporteinsätzen Klemmhalter zum Einspannen der Bürstenkörper zumindest
während des Stopfvorgangs unter Freilassung des Borsten-Lochfeldes vorgesehen sind,
ist dies gut möglich, weil diese Transporteinsätze mit ihren Teilkavitäten eine
präzise Lagepositionierung für die Bürstenkörper auch für den Stopfvorgang bilden.
Durch die Klemmhalter können die Bürstenkörper während des Transports innerhalb
des Formwerkzeugs und insbesondere auch für den Stopfvorgang sicher in den Teilkavitäten
gehalten werden. Ein Umsetzen der Bürstenkörper in ein anderes Transportsystem ist
somit nicht notwendig.
Im einfachsten Fall genügt es, der Entnahmeeinrichtung wenigstens
ein Stopfwerkzeug zuzuordnen, welches neben der Stopfbewegung eine den Lochpositionen
im Bürstenkörper-Lochfeld entsprechende Positionierbewegung durchführt.
Zweckmäßigerweise weist die Entnahmeeinrichtung einen zumindest während
der Entnahme in das Formwerkzeug eingreifenden inneren Abschnitt sowie einen außerhalb
des Formwerkzeugs verlaufenden, äußeren Abschnitt auf, an der die wenigstens eine
Stopfeinrichtung angeordnet ist.
Innerhalb des Formwerkzeugs dient die Entnahmeeinrichtung zur Aufnahme
der gespritzten Bürsten und zusätzlich bei einem Mehrkomponenten-Formwerkzeug auch
zum Umsetzen von Vorspritzlingen aus Kavitäten für Vorspritzlinge zu Kavitäten für
Fertigspritzlinge. Von dort werden die Bürstenkörper bildenden Fertigspritzlinge
bei geöffneter Form nach außen transportiert, wo dann mittels der am äußeren Abschnitt
der Entnahmeeinrichtung angeordneten Stopfeinrichtung die Borstenbündel in Aufnahmelöcher
der Bürstenkörper eingestopft werden.
Die Entnahmeeinrichtung kann als Linearförderer mit wenigstens einem
hin- und herlaufenden Förderelement ausgebildet sein, an dem wenigstens ein Transporteinsatz
befestigt ist, wobei zwischen dem äußeren Ende des Linearförderers und dem Formwerkzeug
die Stopfeinrichtung(en) angeordnet ist (sind).
Nach einem anderen Vorschlag der Erfindung kann die Entnahmeeinrichtung
als Endlosförderer mit wenigstens einem umlaufenden Förderelement, vorzugsweise
einer Kette ausgebildet sein, an der die Transporteinsätze befestigt sind, wobei
für das Förderelement eine äußere Umlenkungen vorgesehen ist, zwischen der und dem
Formwerkzeug die Stopfeinrichtung(en) angeordnet ist (sind).
Diese Ausführungsform ist insbesondere dann vorteilhaft, wenn innerhalb
des Formwerkzeugs Vorspritzlinge umgesetzt werden müssen, weil in diesem Fall zwei
Förderstrecken zur Verfügung stehen, von denen die eine zum Aufnehmen und Umsetzen
der Vorspritzlinge innerhalb des Formwerkzeugs dient und die andere gleichzeitig
zum Heraustransportieren fertiger Bürstenkörper.
Zweckmäßigerweise ist dabei innerhalb des Formwerkzeugs der hinlaufende
Teil des inneren Abschnitts entlang einer Reihe von Formnestern geführt, wo Vorspritzlinge
gespritzt werden und der rücklaufende Teil des inneren Abschnitts entlang einer
Reihe von Formnestern, in denen Fertigspritzlinge gespritzt werden. Dies begünstigt
einen kompakten Aufbau des Formwerkzeugs.
Die Transportbewegung des Förderers kann im Bereich der Stopfeinrichtung
zum Positionieren der Bürstenkörper während des Stopfens ausgenutzt werden, wobei
die Transporteinsätze vorzugsweise an- und abkuppelbar mit dem oder den Förderelementen
verbunden sind, um die Positionierbewegung nicht auf die anderen Transporteinsätze
zu übertragen.
Der Stopfvorgang kann während eines Spritzvorganges bei geschlossener
Form erfolgen.
Dazu verläuft der innere, in das Formwerkzeug eingreifende, innere
Abschnitt des Förderers der Entnahmeeinrichtung entlang von Formnestern in einer
in der einen Formhälfte vorgesehenen Ausnehmung.
Eine Weiterbildung der Erfindung sieht vor, dass bei der Entnahmeeinrichtung
im Bereich des äußeren Abschnitts außerhalb des Formwerkzeug, der wenigstens einen
Stopfeinrichtung eine Nachbearbeitungseinrichtung zum Abscheren und/oder Profilieren
und/oder Schleifen der Borsten nachgeordnet ist und dass gegebenenfalls der Stopfeinrichtung
eine Kühlstation zum Kühlen der gespritzten Bürstenkörper vorgeschaltet ist.
Dadurch ist in einem Durchlauf eine Fertigbearbeitung der Bürsten
ermöglicht, wobei auch hier ein aufwendiges Umsetzen zu separaten Nachbearbeitungseinrichtung
vermieden wird.
Zweckmäßigerweise sind bei einer Entnahmeeinrichtung mit wenigstens
einem umlaufenden Förderelement an dem vorlaufenden Teil des äußeren Abschnitts
des Förderers zumindest eine Stopfeinrichtung und am zurücklaufenden, anderen Teil
zumindest eine Nachbearbeitungseinrichtung angeordnet. So wird der am äußeren Abschnitt
der Entnahmeeinrichtung zur Verfügung stehende Platz bestmöglich ausgenützt, so
dass auch diese Maßnahme mit zu einem insgesamt kompakten Aufbau beiträgt.
Zusätzliche Ausgestaltungen der Erfindung sind in den weiteren Unteransprüchen
aufgeführt. Nachstehend ist die Erfindung mit ihren wesentlichen Einzelheiten anhand
der Zeichnungen noch näher erläutert.
Es zeigt etwas schematisiert:
1 eine Aufsicht einer Bürstenherstellungsmaschine
mit geöffnetem Formwerkzeug, einer Entnahmeeinrichtung und einer zugeordneten Stopfeinrichtung,
2 eine etwa 1
entsprechende Ansicht, hier jedoch mit der Stopfeinrichtung nachgeordneten Nachbearbeitungseinrichtungen,
3 eine perspektivische Ansicht eines
Transporteinsatzes mit Halterung,
4 einen Teilkavitäten aufweisenden Transporteinsatz
mit Klemmhalter sowie einer Halterungen als Bestandteile einer Entnahmeeinrichtung,
5 einen Klemmhalter in Seitenansicht
und
6 einen Teilquerschnitt der in
4 gezeigten Anordnung.
Eine in 1 gezeigte Bürstenherstellungsmaschine
1 weist im wesentlichen ein zu einer Spritzgießmaschine gehörendes Formwerkzeug
2, eine Entnahmeeinrichtung 3 zum Entnehmen von Spritzlingen aus
dem Formwerkzeug 2 sowie eine der Entnahmeeinrichtung 3 außerhalb
des Formwerkzeugs 2 zugeordnete Stopfeinrichtung 4 auf. Von dem
geöffneten Formwerkzeug ist nur die eine der beiden Formhälfte erkennbar. Es handelt
sich hierbei um ein Mehrkomponenten-Spritzgieß-Formwerkzeug 2, mit dem
beispielsweise aus zwei Komponenten bestehende Spritzlinge hergestellt werden. Im
konkreten Ausführungsbeispiel handelt es sich bei den Spritzlingen um Zahnbürstenkörper
5 mit einem Griffteil 5a und einem Kopfteil 5b.
In dem Formwerkzeug 2 sind Kavitäten 6 vorgesehen,
die sich in der gezeigten Formhälfte jeweils aus einer in der Formplatte befindlichen
Teilkavität 6a und in Transporteinsätzen 7 befindlichen Teilkavitäten
6b zusammensetzen. Die Transporteinsätze 7 dienen zum Transport
von Spritzlingen innerhalb des Formwerkzeugs 2 und auch zur Entnahme von Fertigspritzlingen
30 aus dem Formwerkzeug.
Mit Hilfe der Entnahmeeinrichtung 3 können die Transporteinsätze
7 entsprechend den Pfeilen Pf1 innerhalb des Formwerkzeugs 2 umgefördert
und auch aus diesem heraus zu der Stopfeinrichtung 4 gefördert werden.
Die Entnahmeeinrichtung 3 ist im Ausführungsbeispiel als umlaufender Endlosförderer
mit einem umlaufenden Förderelement 8, vorzugsweise einer Kette ausgebildet.
An dem strichpunktiert angedeuteten Förderelement 8 sind Halterungen
9 angebracht, die mit den Transporteinsätzen 7 verbunden sind.
Ein Transporteinsatz 7 mit darin befindlichen Teilkavitäten 6b
und einer mit dem Transporteinsatz 7 verbundenen Halterung 9 ist
perspektivisch in 3 und im Teilschnitt in
6 gezeigt.
In dem Formwerkzeug 2 werden zunächst bei zwei Vorspritzstationen
10 Vorspritzlinge 29 mit einer ersten Spritzkomponente gespritzt.
Diese Vorspritzlinge 29 werden dann mit Hilfe der umförderbaren Transporteinsätze
7 zu den Fertigspritzstationen 11 gefördert, wobei die Transporteinsätze
7 mit den Teilkavitäten 6b und den darin befindlichen Vorspritzlingen
während des Transportes soweit angehoben sind, dass die Vorspritzlinge
29 mit ihren Griffteilen 5a aus den formseitigen Teilkavitäten
6a herausgehoben sind. Bei den Fertigspritzstationen 11 erfolgt
das Spritzen einer zweiten Komponente und somit das Herstellen eines Fertigspritzlings
30. Im Ausführungsbeispiel ist dies ein mit Löchern 12 für Borstenbündel
13 versehener Bürstenkörper 5. Diese fertigen Bürstenkörper bleiben
mit den Transporteinsätzen 7 verbunden und werden zusammen mit diesen bei
geöffneter Form aus dem Formwerkzeug heraustransportiert und der Stopfeinrichtung
4 zugeführt.
Für das Formen der Borstenbündel-Löcher 12 sind in der hier
nicht dargestellten anderen Formhälfte Lochstifte vorgesehen, die vor dem Öffnen
der Form gezogen werden und somit nicht als Halterung für die in den Teilkavitäten
6b gelagerten Bürstenkörper beim Transportieren zur Verfügung stehen. Außerdem
muss die Lochseite für das sich direkt anschließende Stopfen zugänglich sein.
Bei den Transporteinsätzen 7 sind deshalb Klemmhalter
14 (1,2,4,5)
vorgesehen, mit denen einerseits beim Umsetzen der Transporteinsätze 7
von den Vorspritzstationen 10 zu den Fertigspritzstationen 11
die in den Teilkavitäten 6b der Transporteinsätze 7 gelagerten
Vorspritzlinge 29 gehalten werden. Andererseits werden die fertiggespritzten
Bürstenkörper 5 von den Klemmhaltern 14 auch im Bereich der Stopfeinrichtung
4 während des Stopfvorganges innerhalb der Teilkavitäten 6b der
Transporteinsätze 7 präzise in ihrer Lage gehalten und durch die Klemmhalter
14 gesichert. Bedarfsweise können beim Stopfen auch noch zusätzliche Bürstenkörperhalter
in Eingriff gebracht werden.
Die Stopfeinrichtung 4 kann ein einzelnes Stopfwerkzeug aufweisen,
mittels dem nacheinander die in einem Transporteinsatz 7 befindlichen Bürstenkörper
gestopft und dabei mit Borstenbündeln 13 bestückt werden. Die Stopfeinrichtung
4 kann aber auch mit Mehrfachstopfwerkzeugen, zum Beispiel Zwillingsstopfwerkzeugen
ausgerüstet sein, so dass gleichzeitig zum Beispiel zwei Bürstenkörper gestopft
werden können. Die Stopfeinrichtung 4 ist mit ihrem beziehungsweise ihren
Stopfwerkzeugen gemäß dem Doppelpfeil Pf2 zwischen zwei benachbarten Transporteinsätzen
7 verfahrbar, so dass nacheinander alle in einem Spritzzyklus hergestellten
Bürstenkörper 5 mit Borstenbündeln 13 bestückt werden können.
Bei einem nachfolgenden Arbeitstakt, wo das Formwerkzeug
2 geöffnet wird und anschließend jeder Transporteinsatz 7 um zwei
Positionen weiter transportiert wird, gelangen die beiden Transporteinsätze
7 mit den gestopften Bürsten auf die andere Seite des Endlosförderers,
wo die gestopften Bürsten 28 bei einer Entnahmestation 15 entnommen
beziehungsweise ausgeworfen werden. Beim nächsten Arbeitstakt gelangen dann die
leeren Transporteinsätze 7 wieder in den Bereich des Formwerkzeuges
2, wo sie bei den Vorspritzstationen 10 positioniert werden.
Das bei der Stopfeinrichtung 4 angeordnete oder die Stopfeinrichtung
4 bildende Stopfwerkzeug weist vorzugsweise eine Positioniereinrichtung
auf, mittels der die für das Stopfen der Bürstenkörper notwendige Positionierbewegung
von Loch zu Loch des im Kopfteil des Zahnbürstenkörpers 5 vorgesehenen
Lochfeldes erfolgen kann. Gegebenenfalls kann die Transportbewegung des Förderers
zum Positionieren der Bürstenkörper innerhalb ihres Lochfeldes mitverwendet werden.
Es sind dann nur noch in die andere Koordinatenrichtung notwendige Positionierbewegungen
des Stopfwerkzeuges erforderlich. Da zumindest die innerhalb des Formwerkzeuges
2 befindlichen Transporteinsätze 7 keine Positionierbewegung während
des Stopfvorganges mitmachen dürfen, sind bei dieser Ausführungsform die Transporteinsätze
an- und abkuppelbar mit den am Förderelement 8 angebrachten Halterungen
verbunden.
Es besteht weiterhin die Möglichkeit, dass nur jeweils der bei einer
Stopfstation befindliche Transporteinsatz 7 von dem Förderelement
8 abgekuppelt wird und dass dieser abgekuppelte Transporteinsatz
7 mit einer Positioniereinrichtung für die Loch zu Loch Bewegung gekoppelt
wird. In diesem Fall ist eine Loch zu Loch-Positionierung des Stopfwerkzeuges nicht
erforderlich.
2 zeigt eine Bürstenherstellungsmaschine
1a, bei der an dem außerhalb des Formwerkzeugs 2 verlaufenden,
äußeren Abschnitt 16 der Entnahmeeinrichtung
3 außer der Stopfeinrichtung 4 Nachbearbeitungseinrichtungen angeordnet
sind. Im Ausführungsbeispiel schließt sich an die Stopfstation 17 eine
Abscherstation 18 an, bei der die gestopften Borstenbündel an ihren Enden
beschnitten und das Borstenfeld gegebenenfalls profiliert wird. Die Abscherstation
18 ist im Ausführungsbeispiel auf der gleichen Seite des Förderers angeordnet
wie die Stopfstation 17. Auf der anderen Seite, wo die Transporteinsätze
7 wieder in Richtung zu dem Formwerkzeug 2 transportiert werden,
schließt sich an die Abscherstation 18 eine Schleifstation 19
an, wo die Borstenenden beschliffen und insbesondere verrundet werden. Bei der anschließenden
Entnahmestation 15 können die fertig bearbeiteten (Zahn-)Bürsten
28 entnommen oder ausgeworfen werden.
Gegebenenfalls kann der Stopfeinrichtung eine Kühlstation zum Kühlen
der gespritzten Bürstenkörper vorgeschaltet sein. Damit ist sichergestellt, dass
die Bürstenkörper 5 während des Stopfvorganges ausreichend abgekühlt sind
und eine entsprechende Festigkeit aufweisen.
Es können auch mehr als eine Stopfeinrichtung 4 jeweils mit
einem oder mehreren Stopfwerkzeugen vorgesehen sein, um eine Anpassung an die Fertigungskapazität
des Formwerkzeugs 2 zu realisieren. Die Abstimmung ist so vorzunehmen,
dass innerhalb der vom Formwerkzeug vorgegebenen Zykluszeit auch die sich anschließenden
Bearbeitungen durchgeführt werden können.
In 2 ist strichliniert noch angedeutet,
dass die äußere Umlenkung 22 des Förderers der Entnahmeeinrichtung
3 mit einer Abstützung 23 versehen sein kann.
4 zeigt einen mit einer Halterung
9 verbundenen Transporteinsatz 7, in dem zwei Zahnbürstenkörper
5 gehalten sind. Gut zu erkennen ist dabei, dass sich der Kopfteil
5b innerhalb der Teilkavität 6b befindet und von Greifern
20 des Klemmhalters 14 (5) fixiert
ist. Die genaue Lage der Zahnbürstenkörper 5 ist durch die Teilkavitäten
6b gegeben und die Greifer 20 legen den Zahnbürstenkörper
5 im Übergangsbereich zwischen Kopfteil 5b und Griffteil
5a, also im Halsbereich fest, so dass auch beim Einstopfen von Borstenbündeln
in die Löcher 12 eine sichere Lagefixierung gegeben ist. Wie gut in
5 erkennbar, sind die Greifer 20 in Schließrichtung
federdruckbeaufschlagt und lassen sich etwas auseinanderfahren, um in eine die Bürstenkörper
formschlüssig umgreifende Halteposition gebracht werden zu können. Der Klemmhalter
14 ist vorzugsweise jeweils an den Transporteinsätzen 7 angebracht,
kann aber auch Teil der Stopfeinrichtung 4 sein und wird jeweils nach dem
Zuführen eines Transporteinsatzes 7 in eine die Bürstenkörper
5 beaufschlagende Halteposition gebracht.
Sowohl in 1 als auch in 2
setzt sich der äußere Abschnitt 16 der Entnahmeeinrichtung 3 in
gerader Verlängerung des in das Formwerkzeug 3 eingreifenden, inneren Abschnitts
21 fort. Insbesondere bei einer Ausführungsform, wie in 2
gezeigt, wo außer einer Stopfeinrichtung 4 noch drei andere Stationen
18, 19, 15 am äußeren Abschnitt 16 der Entnahmeeinrichtung
3 angeordnet sind, kann es vorteilhaft sein, wenn der äußere Abschnitt
des Förderers der Entnahmeeinrichtung 3 in abgewinkelter Verlängerung des
inneren Abschnitts 21 angeordnet ist. Dadurch kann eine Anpassung an vorgegebene
Platzverhältnisse vorgenommen werden. In diesem Fall ist es erforderlich, zusätzlich
zu den beiden an den Enden des Förderers angeordneten Umlenkungen eine weitere für
die Abwinklung des umlaufenden Förderelements 8 vorzusehen. Weiterhin kann
der äußere Abschnitt 16 des Förderers auch kurven- oder zick-zack-förmig
verlaufend angeordnet sein, um günstige Platzverhältnisse zum Anordnen von Nachbearbeitungseinrichtungen
zu schaffen.
Außer einem umlaufenden Förderer besteht auch die Möglichkeit, hin-
und her bewegbare Linearförderer einzusetzen beziehungsweise auch Förderer, die
abweichend von der geraden Form in Kurvenform verlaufen.
In 6 ist in einer Teilschnittdarstellung
der in 3 gezeigten Anordnung erkennbar, dass die Halterungen
9 und die Transporteinsätze 7 elastisch beweglich miteinander
gekuppelt sind. Im Verbindungsbereich greifen dabei ein mit dem Transporteinsatz
7 verbundenes Teil 9b in ein zu der Halterung 9 gehörendes
Teil 9a ineinander. Sie sind durch zwei zueinander beabstandete und die
Teile durchgreifende Verbindungsstifte 24 miteinander verbunden, wobei
durch Gummi-Metallhülsen-Elemente gebildete Entkopplungselemente 25 eingefügt
sind, die auf die Verbindungsstifte 24 aufgesteckt sind. Die Verbindungsstifte
24 sind an ihren Enden durch Sicherungsringe 31 gesichert. Die
Metallhülsen sind mit 25a und die Gummihülsen mit 25b bezeichnet.
Bei jedem Verbindungsstift 24 sind zwei Entkopplungselemente
25 eingesetzt.
Damit ist in erwünschter Weise eine geringfügige Relativbewegung zwischen
den beiden, miteinander gekoppelten Teilen 9a und 9b beziehungsweise
7 und 9 möglich. Dies ist insbesondere deshalb vorteilhaft, weil
die Transporteinsätze 7 im Bereich des Formwerkzeuges beim Schließen der
Form in eine vorgegebene Lage positioniert werden. Die dabei vorhandene Lage der
Transporteinsätze 7 ist durch die Form fest vorgegeben. Andererseits sind
die Transporteinsätze 7 an dem Förderer der Entnahmeeinrichtung
3 geführt, so dass durch diese Führung ebenfalls eine entsprechende Lagevorgabe
vorhanden ist. Gewisse Toleranzen bei der Führung des Förderers können Lageabweichungen
der Transporteinsätze 7 relativ zu der vom Formwerkzeug
vorgegebenen Lage ergeben. Die Entkopplungselemente 25 sorgen nun dafür,
dass sich solche Toleranzen nicht nachteilig auswirken. Andererseits ist trotz der
geringfügigen Beweglichkeit zwischen den Halterungsteilen 9a und
9b durch Einsatz der elastischen Entkopplungselemente 25 eine
spielfreie Lagerung vorhanden.
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| Anspruch[de] |
- Maschine zum Herstellen von Bürsten, insbesondere von Zahnbürsten,
mit einer ein Formwerkzeug aufweisenden Spritzgießmaschine zum Herstellen von Bürstenkörpern,
die eine Einrichtung mit Transport- und Halteelementen zum Entnehmen von gespritzten
Bürstenkörpern aus dem Formwerkzeug aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass
der Entnahmeeinrichtung (3) zum Entnehmen von Bürstenkörpern (5)
wenigstens eine Stopfeinrichtung (4) sowie gegebenenfalls Nachbearbeitungseinrichtungen
(17,18,19) zum Nachbearbeiten der Bürsten zugeordnet
sind.
- Maschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Entnahmeeinrichtung
(3) als Transport- und Halteelemente Halterungen (9) für Teilkavitäten
(6b) aufweisende Transporteinsätze (7) hat und dass insbesondere
an den Transporteinsätzen (7) Klemmhalter (14) zum Einspannen
der Bürstenkörper (5) zumindest während des Stopfvorgangs unter Freilassung
des Borsten-Lochfeldes vorgesehen sind.
- Maschine nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Entnahmeeinrichtung
(3) einen zumindest während der Entnahme in das Formwerkzeug (2)
eingreifenden inneren Abschnitt (21) sowie einen außerhalb des Formwerkzeugs
(2) verlaufenden, äußeren Abschnitt (16) aufweist, an dem die
wenigstens eine Stopfeinrichtung (4) angeordnet ist.
- Maschine nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet,
dass die Entnahmeeinrichtung (3) als Linearförderer mit wenigstens einem
hin- und herlaufenden Förderelement (8) ausgebildet ist, an der wenigstens
ein Transporteinsatz (7) befestigt ist und dass zwischen dem äußeren Ende
des Linearförderers und dem Formwerkzeug die Stopfeinrichtung(en) (4) angeordnet
ist (sind).
- Maschine nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet,
dass die Entnahmeeinrichtung (3) als Endlosförderer mit wenigstens einem
umlaufenden Förderelement (8), vorzugsweise einer Kette ausgebildet ist,
an der die Transporteinsätze (7) befestigt sind und dass für das Förderelement
eine äußere Umlenkungen (22) vorgesehen ist, zwischen der und dem Formwerkzeug
die Stopfeinrichtung(en) (4) angeordnet ist (sind).
- Maschine nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Transportbewegung
des Förderers im Bereich der Stopfeinrichtung (4) zum Positionieren der
Bürstenkörper (5) während des Stopfens dient und dass die Transporteinsätze
(7) vorzugsweise an- und abkuppelbar mit dem oder den Förderelementen (8)
verbunden sind.
- Maschine nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet,
dass der innere, in das Formwerkzeug eingreifende Abschnitt (21) des Förderers
der Entnahmeeinrichtung (3) entlang von Formnestern in einer in der einen
Formhälfte vorgesehenen Ausnehmung (27) verläuft.
- Maschine nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet,
dass das Formwerkzeug (2) ein Mehrkomponentenwerkzeug ist und dass der
Förderer der Entnahmeeinrichtung (3) zum Umsetzen von Vorspritzlingen von
Vorspritzstationen (10) zu nachgeordneten Fertigspritzstation (11)
ausgebildet ist.
- Maschine nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet,
dass die Stopfeinrichtung (4) eine Positioniereinrichtung zumindest zum
Positionieren des Stopfwerkzeugs in einer Achse aufweist.
- Maschine nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet,
dass bei der Entnahmeeinrichtung (3) im Bereich des äußeren Abschnitts
(16) außerhalb des Formwerkzeug (2), der wenigstens einen Stopfeinrichtung
(4) eine Nachbearbeitungseinrichtung (18, 19) zum Abscheren
und/oder Profilieren und/oder Schleifen der Borsten nachgeordnet ist und dass gegebenenfalls
der Stopfeinrichtung (4) eine Kühlstation zum Kühlen der gespritzten Bürstenkörper
(5) vorgeschaltet ist.
- Maschine nach einem der Ansprüche 1 bis 3 und 6 bis 10, dadurch gekennzeichnet,
dass bei einer Entnahmeeinrichtung (3) mit wenigstens einem umlaufenden
Förderelement an dem vorlaufenden Teil des äußeren Abschnitts (16) des
Förderers zumindest eine Stopfeinrichtung (4) und am zurücklaufenden, anderen
Teil zumindest eine Nachbearbeitungseinrichtung (18,19) angeordnet
sind.
- Maschine nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet,
dass die Entnahmeeinrichtung (3) an ihrem dem Formwerkzeug (2)
beziehungsweise der Spritzgießmaschine abgewandten Ende ihres äußeren Abschnitts
(16) mechanisch abgestützt ist.
- Maschine nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet,
dass der äußere Abschnitt (16) des Förderers der Entnahmeeinrichtung (3)
in gerader Verlängerung des inneren Abschnitts angeordnet ist.
- Maschine nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet,
dass der äußere Abschnitt (16) des Förderers der Entnahmeeinrichtung (3)
in abgewinkelter Verlängerung des inneren Abschnitts angeordnet ist.
- Maschine nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet,
dass zumindest der äußere Abschnitt (16) des Förderers der Entnahmeeinrichtung
(3) kurven- oder zick-zackförmig verlaufend angeordnet ist.
- Maschine nach einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet,
dass die Stopfeinrichtung (4) ein entsprechend den Lochpositionen im Bürstenkörper-Lochfeld
zumindest in einer Koordinatenrichtung positionierbares Stopfwerkzeug ist.
- Maschine nach einem der Ansprüche 1 bis 16, dadurch gekennzeichnet,
dass die Fertigungskapazität der Spritzgießmaschine und die der Stopfeinrichtung
(4) aufeinander abgestimmt sind und dass bedarfsweise mehrere Stopfeinrichtungen
(4) oder eine oder mehrere Stopfeinrichtung mit mehreren Stopfwerkzeugen
vorgesehen sind.
- Maschine nach einem der Ansprüche 1 bis 17, dadurch gekennzeichnet,
dass die Halterungen (9) und die Transporteinsätze (7) elastisch
beweglich miteinander gekuppelt sind.
- Maschine nach Anspruchs 18, dadurch gekennzeichnet, dass als elastische
Kupplung jeweils zwischen einer Halterung (9) und einem Transporteinsatz
(7) wenigstens ein Entkopplungselement (25) aus gummielastischem
Material, vorzugsweise ein Gummi-Metallhülsen-Element mit einem Verbindungsstift
(24) vorgesehen ist.
Es folgen 5 Blatt Zeichnungen
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